[0001] Die Erfindung betrifft einen Dampferzeuger mit Wirbelschichtfeuerung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein solcher Dampferzeuger ist aus der EP-OS 0017 657 bekannt,und die ein Gas führenden,
in der Wirbelschicht angeordneten Erhitzerrohre sind als hin- und hergebogene Rohrschlangen
ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass im Betrieb in diesen schlangenförmigen Erhitzerrohren,
insbesondere beim An- und Abfahren, unzulässig hohe, auf ungleiche Wärmedehnung zurückzuführende
Spannungen auftreten können, denen die Rohre auf die Dauer nicht gewachsen sind.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Erhitzerrohranordnung für einen Dampferzeuger
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die durch ungleiche Wärmedehnung hervorgerufenen
Spannungen im zulässigen Rahmen bleiben.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Die vertikalen Schenkel haben wegen ihrer geringen Länge einen nur geringen Dehnungsunterschied
gegenüber der Brennkammerwand; die langen horizontalen Schenkel lassen sich daher
problemlos abstützen. Die vertikalen Schenkel biegen sich, obwohl sie kurz sind, unter
einer Längenänderung der langen Schenkel in noch durchaus zulässigem Rahmen aus. Da
sie ihr Eigengewicht selbst tragen, müssen sie nicht abgestützt werden; sie tragen
vielmehr noch einen Teil des Gewichts der horizontalen Schenkel.
[0005] Besonders günstig und rechnerisch klar sind die Werkstoffspannungen in den Erhitzerrohren
bei einer Weiterbildung der Erfindung, die gemäss Anspruch 2 ausgebildet ist.
[0006] Sehr einfach und zuverlässig geschieht die Abstützung der horizontalen Schenkel der
Erhitzerrohre durch gekühlte Tragrohre gemäss Anspruch 3.
[0007] Die Befestigung dieser Tragrohre nach Anspruch 4 erlaubt es, besondere Tragbalken
einzusparen.
[0008] Anspruch 5 gibt eine Lösung an, bei der minimale Dehnungsunterschiede zwischen den
Tragrohren und der Brennkammerwand auftreten.
[0009] Anspruch 6 lehrt eine besonders einfache Anordnung von
Tragrohren, bei der diese Rohre im Naturumlauf geschaltete Verdampferrohre des Dampferzeugers
bilden können.
[0010] Nach Anspruch 7 können die Tragrohre mit den horizontalen Schenkeln der Erhitzerrohre
fest verbunden sein, sodass an den Tragstellen keine zu Abnützungserscheinungen führende
Gleitreibung auftritt. Die Tragrohre werden hier zweckmässig im Zwangdurchlauf gekühlt.
Anstelle einfacher
U-Rohre könnten die U-Rohre im Bereich der Umlenkung aufgegabelt sein, sodass ein Fallrohr
mit mehreren Steigrohren kommunizieren würde. Statt eines Fallrohrs liesse sich auch
eine leicht ansteigende Dehnschlaufe anbringen, sodass die Tragrohre beim Abfahren
des Dampferzeugers entwässert werden könnten.
[0011] Bei der Lösung nach Anspruch 8 kann auf ausserhalb des Dampferzeugers verlaufende
Erhitzerrohr-Tragrohre verzichtet werden.
[0012] Durch die Anordnung nach Anspruch 9 und 10 ergeben sich erhebliche Vereinfachungen
der Konstruktion, weil die Durchdringungen der Erhitzerrohre durch die Brennkammerwand
und die Anschlusswandflächen weniger dicht verteilt sind und Verteiler und Sammler
für die Erhitzerrohre mit einem kleineren Durchmesser ausgebildet werden können.
[0013] Durch die Merkmale nach Anspruch 11 wird ein seitliches Ausknicken der Erhitzerrohre
vermieden.
[0014] Wird in den Erhitzerrohren, wie das bei einem Ausführungsbeispiel der Fall ist, Luft
von etwa 400
oC auf etwa 800°C erwärmt, so ist es von Vorteil, die vertikalen Schenkel der Erhitzerrohre
entsprechend Anspruch 12 als Eintrittsschenkel anzuordnen. Die Wärmedehnung der vertikalen
Schenkel bleibt dadurch näher an der Wärmedehnung der Brennkammerwand; der Abstand
zwischen den Erhitzerrohrscheiteln und den diesen benachbarten Abstützpunkten der
horizontalen Schenkel kann dadurch kürzer gewählt werden, sodass die Biegespannungen
im Bereich zwischen jeweils dem Scheitel und der ersten Abstützung des betreffenden
horizontalen Schenkels verkleinert werden. Ueberdies lässt die tiefere Temperatur
der vertikalen Schenkel in diesen höhere Biegespannungen zu.
[0015] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemässen Dampferzeuger der Naturumlauf-Bauart,
Fig. 2 einen Schnitt nach dem Linienzug II - II in Fig. l,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 1 in vergrössertem Massstab,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV - IV in Fig. 1 in noch stärker vergrössertem Massstab,
Fig. 5 einen Schnitt entsprechend Fig. 2 durch einen Dampferzeuger mit Zwangumlauf
des Arbeitsmittels in den Tragrohren und
Fig. 6 einen Horizontalschnitt durch das Tragrohrsystem von Fig. 5 nach der Linie
VI - VI.
[0016] Der Dampferzeuger nach Fig. 1 weist eine Brennkammer 1 mit rechteckigem Grundriss
auf, der von einer Vorderwand 2, einer Rückwand 3 und zwei Seitenwänden 4 und 5 begrenzt
ist. Die Grundfläche der Brennkammer wird von einem Boden 6 gebildet. Die Wände 2
und 3 der Brennkammer 1 sind direkt mit Wänden 10 und 11 eines Gaszuges 14 gasdicht
verbunden, wogegen die Wände 4 und 5 über zwei geneigte Anschlusswandflächen 8 bzw.
9 mit Wänden 12 und 13 des Gaszuges gasdicht verbunden sind. Die Wände 2 bis 5 der
Brennkammer 1, die
Anschlusswandflächen 8 und 9 und die Wände 10 bis 13 des Gaszuges 14 sind aus miteinander
dicht verschweissten Rohren 7 gebildet. Unterhalb des Bodens 6 der Brennkammer 1 verläuft
mittig ein Hauptverteiler 16, der über zwei Falleitungen 17 und 18 aus einer Trommel
20 mit Wasser von nahezu Sattzustand versorgt wird. An den Enden dieses
Hauptverteilers 16 ist am Fuss der Seitenwände 4 und 5 je ein Seitenwandverteiler 22
bzw. 23 angeschlossen. Von den beiden Seitenwandverteilern gehen die Rohre 7 der Seitenwände
4 und 5 der Brennkammer, der Anschlusswandflächen 8 und 9 und der Seitenwände 12 und
13 des Gaszuges 14 aus und münden in Seitenwandsammler 27 bzw. 28. Vom Hauptverteiler
16 führen paarweise zwölf gekrümmte Verbindungsrohre 29 zu sechs im Boden 6 befindlichen
Tragrohrverteilern 30,30',30". Zwischen jeweils zwei Tragrohrverteilern 30 sowie zwischen
dem Seitenwandverteiler 22 bzw. 23 und dem benachbarten Tragrohrverteiler 30' bzw.
30" sind Bodenrohre 32 angeordnet, die miteinander und mit den benachbarten Verteilern
30,30',30" und 22,23 über Durchtrittsöffnungen 33 freilassende Stege 34 verbunden
sind. Die Bodenrohre 32 münden in diejenigen Rohre 7, die die Vorderwand 2 und die
Rückwand 3 der Brennkammer bilden. Diese Rohre 7 setzen sich in den Wänden 10 und
11 des Gaszuges fort und münden in einen vorderen Sammler 40 bzw. hinteren Sammler
41; diese beiden Sammler sind mit den Seitenwandsammlern 27 und 28 verbunden, von
denen der Sammler 27 mit der Trommel 20 verbunden ist. Die Bodenrohre 32 sind über
je ein K-Stück 42 und zwei Rohrbögen 43.mit dem Hauptverteiler 16 verbunden (Fig.
4). Von den Tragrohrverteilern 30 zweigen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in gleichen
Abständen voneinander bzw. von der Vorder- und der Rückwand 2,3 Tragrohre 46 ab. Diese
Rohre 46 führen senkrecht nach oben und münden im Gaszug 14 in Tragrohrsammler 48,
die über ausserhalb des Zuges 14 befindliche Quersammler 49 und 50 und zwei Verbindungsleitungen
51 mit der Trommel 20 verbunden sind. Die zwei äussersten Tragrohrverteiler 30' und
30" liegen unterhalb der Anschlusswandflächen 8 und 9. Die von ihnen ausgehenden Tragrohre
46 münden, wie dies in Fig. 1 rechts dargestellt ist, in je ein Rohr 7 der Anschlusswandfläche
9. Von der Einmündung des betreffenden Tragrohres aus nach oben weisen die Rohre 7
einen grösseren Querschnitt auf als die übrigen Rohre 7 der Seitenwände 4,5,12,13.
[0017] In der so gebildeten und von vertikalen Tragrohren 46 durchsetzten Brennkammer 1
erstrecken sich in vertikalen Ebenen L-förmig gebogene Erhitzerrohre 52 und 53, die
von Verteilern 54 bzw. 55 ausgehen und in Sammler 56 bzw. 57 münden. Die Erhitzerrohre
durchdringen dabei mit ihren kurzen vertikalen Schenkeln 58 bzw. 59 die Anschlusswandflächen
8 bzw. 9 und mit ihren langen, etwa horizontalen Schenkeln 60 bzw. 61 die Seitenwände
5 bzw. 4. An den Durchdringungsstellen ist jeweils mindestens eines der Rohre 7 der
Seitenwände 4,5 und der Anschlusswandflächen 8,9 auf übliche Weise aus der Wandebene
herausgebogen. Passend eingeschweisste Stege stellen an den Durchdringungsstellen
die Dichtheit der Wände sicher.
[0018] Die Erhitzerrohre 52 und 53 sind an jeweils fünf Stellen ihrer langen Schenkel 60
bzw. 61 über U-förmige Tragschlaufen 62 an den Tragrohren 46 verschiebbar abgestützt
(
Fig. 3). Die Tragrohre 46 sind dabei symmetrisch zu ihrer Achse durch Tragschlaufen
belegt.
[0019] Unterhalb des Brennkammerbodens 6 ist ein Luftkasten 63 vorgesehen. Er besteht aus
einem Wannenblech 64 rechteckigen Umrisses, das über Dehnelemente 65 mit dem Umfang
des Brennkammerbodens 6 gasdicht verbunden ist. Ein solches Dehnelement ist beispielsweise
in der CH-PS 463 539 dargestellt. Der so gebildete Luftkasten 63 ist über einen Stutzen
67 mit einer nicht gezeichneten Verbrennungsluftquelle verbunden.
[0020] Im Gaszug 14 ist oberhalb der Brennkammer 1 ein Ueberhitzerrohrbündel 70 angeordnet,
das mit seinem oberen Ende über einen Verteiler 72 und zwei Verbindungsleitungen 71
am Dampfraum der Trommel 20 angeschlossen ist und das an einem unteren Ende über einen
Sammler 79 mit einer Friscl-dampfleitung 80 verbunden ist. Oberhalb des Ueberhitzer:-ohr-
bündels 70 ist im Gaszug 14 ein Economiserrohrbündel 74 vorgesehen, das über einen
Verteiler 75 mit einer Speiseleitung 76 verbunden ist. Den Austritt des Economiserrohrbündels
74 bildet ein Sammler 77, der über eine Leitung 78 an den Wasserraum der Trommel 20
angeschlossen ist. An den am oberen Ende des Gaszuges 14 angeordneten und einen Ringkollektor
bildenden Sammlern 27, 28, 40 und 41 ist über einen Blechtrichter 38 ein zu einem
nicht gezeichneten Luftvorwärmer führender Gaskanal 39 angeschlossen.
[0021] Der Dampferzeuger wird über den Stutzen 67 des Luftkastens 63 mit Luft versorgt.
Die Luft steigt durch die im Brennkammerboden 6 vorgesehenen Durchtrittsöffnungen
33, die beispielsweise nach der EP-OS 0019 652 ausgebildet sein können, und durch
die darüberliegende fluidisierte Schicht aus Kohle-, Kalk- und Schlacketeilchen auf.
Durch den Kontakt der glühenden Kohleteilchen und die intensive Turbulenz der Verbrennungsgase
wird an den Erhitzerrohren 52 und 53 ein sehr guter Wärmeübergang erzielt. In den
Erhitzerrohren strömt ein Drittmedium, vorzugsweise Luft. Es kann aber auch ein Medium
sein, in dem ein chemischer Prozess sich abspielt. Die Erhitzerrohre können daher
auch Katalyten enthalten oder innen mit solchen beschichtet sein. Selbstverständlich
lassen sich die Erhitzerrohre 52 und 53 statt parallel auch in Serie schalten, indem
z.B. der Sammler 56 mit dem Verteiler 55 verbunden wird.
[0022] Im Betrieb wird dem Dampferzeuger über die Speiseleitung 76 Speisewasser zugeführt.
Dieses wird im Economiserrohrbündel 74 auf nahezu Verdampfungstemperatur vorgewärmt
und in die Trommel 20 eingeführt. Ueber die Fallrohre 17 und 18 gelangt Wasser aus
der Trommel 20 in den Hauptverteiler 16 unterhalb des Bodens 6. Aus dem Verteiler
16 strömt ein erster Teil des Wassers über die Seitenwandverteiler 22 und 23 in die
Rohre 7 der Seitenwände 4 und 5 und gelangt dann als Dampf/Wasser-Gemisch über die
Seitenwandsammler 27 und 28 in die Trommel 20. Ein zweiter Teil des Wassers strömt
aus dem Hauptverteiler 16 über die Rohrbögen 43, die K-Stücke 42 und die Bodenrohre
32 in die Rohre 7 der Vorder- und der Rückwand 2 und 3. Von dort strömt das Wasser
einerseits über den schrägen Aussenkanten der Anschlusswandflächen 8 und 9 entlang
angeordnete, nicht dargestellte Sammler und ebenfalls nicht dargestellte Steigleitungen
und anderseits als Dampf/Wasser-Gemisch über die Sammler 40 und 41 in die Trommel
20 zurück. Ein dritter Teil des Wassers strömt aus dem Hauptverteiler 16 in die Tragrohre
46. Das in diesen entstehende Dampf/Wasser-Gemisch gelangt über die Tragrohrsammler
48, die Quersammler 49, 50 und die beiden Verbindungsleitungen 51 in die Trommel 20.
[0023] Sattdampf aus dem Dampfraum der Trommel 20 strömt sodann über die beiden Verbindungsleitungen
71 in das Ueberhitzerrohrbündel 70, aus dem er als überhitzter Dampf in die Frischdampfleitung
80 gelangt, die zu einem nicht gezeichneten Verbraucher führt.
[0024] Der beschriebene Dampferzeuger kann Bestandteil einer Anlage entsprechend der EP-OS
0017 657 bilden, wobei in den Erhitzerrohren 52 und 53 Luft von beispielsweise 400°C
auf 800
0C erhitzt wird, die als Arbeitsmittel einer Gasturbine zugeführt wird. Die verhältnismässig
hohe Temperatur der Luft in den horizontalen, langen Schenkeln 60 und 61 der Erhitzerrohre
52, 53 hat zur Folge, dass diese Schenkel sich im Betrieb relativ stark dehnen. Sie
gleiten dabei in den U-förmigen Schlaufen 62, und es kann zweckmässig sein, die Innenseite
der Schlaufen 62 und/oder die Aussenseite der Schenkel 60, 61 im Bereich der Gleitstellen
mit einem Mittel zu versehen, das eine Abnützung verhindert oder reduziert. Das Mittel
kann beispielsweise durch Plasmaspritzen aufgebracht werden. Die vertikalen Schenkel
58 und 59 der Erhitzerrohre 52, 53 nehmen erheblich geringere Temperaturen an als
die horizontalen Schenkel, weil sie einerseits von kälterer Luft durchströmt sind
und anderseits teilweise nur von Rauchgas beheizt wird, was heizmediumseitig einen
geringeren Wärmeübergang ergibt. Dementsprechend verschieben sich die Scheitelpunkte
zwischen den kurzen und den langen Schenkeln relativ zu den Rohren der Seitenwände
4, 5 fast nur in horizontaler Richtung. Da in diesen Rohren etwa'dieselben Temperaturen
auftreten wie in den Tragrohren-46, bleiben die Stützpunkte der Erhitzerrohre 52,
53 relativ zu den Durchdringungsstellen etwa auf derselben Höhe. Die Aufhängung der
Erhitzerrohre kann somit als ideal bezeichnet werden.
[0025] Nach Fig. 2 sind jeweils an den Tragrohren 46,beidseits auf gleichen Höhen, Erhitzerrohre
52 und 53 abgestützt, die dem selben Verteiler 54 bzw. 55 entspringen und in den selben
Sammler 56 bzw. 57 führen. Fünf solcherTragrohre bilden zusammen mit zwölf daran befestigten
Erhitzerrohren 52 oder 53 eine Rohrtafel. Aufeinanderfolgende Rohrtafeln sind abwechslungsweise
so in der Brennkammer 1 angeordnet, dass die vertikalen Schenkel 58 der Erhitzerrohre
52 der Seitenwand 4 und die vertikalen Schenkel 59 der Erhitzerrohre 53 der Seitenwand
5 benachbart sind.
[0026] Es kann auch vorteilhaft sein, die auf verschiedenen Seiten des selben Tragrohres
46 abgestützten Erhitzerrohre 52 bzw. 53 so an die Verteiler 54 und 55 und die Sammler
56 und 57 anzuschliessen, dass die Erhitzerrohre der einen Seite mit dem Verteiler
54 und dem Sammler 56 und die Erhitzerrohre der anderen Seite mit dem Verteiler 55
und dem Sammler 57 verbunden sind; die beim Dehnungsvorgang an den Tragrohren 46 wirkenden
Reibungskräfte kompensieren sich somit im wesentlichen und wirken sich nur in leichter
beherrschbaren Drehmomenten aus.
[0027] Um die Wirkung der Reibung zu vermeiden, kann es auch zweckmässig sein, wie beispielsweise
in Fig. 5 und 6 dargestellt, die Tragrohre als Pendel auszubilden, was bedingt, dass
sie über nachgiebige Rohre, beispielsweise über Fallrohre, gespeist werden. Die Tragrohre
können dabei einfache U-Rohr-Schlaufen bilden oder die Schlaufen können verzweigt
sein; letzteres ist in Fig. 5 und 6 dargestellt. Dort führt jeweils ein Fallrohr 89,
das zwölf Erhitzerrohre 52 aus dem Verteiler 54 trägt, zu einem Horizontalrohr 81,
aus dem drei Steigrohre 83 abzweigen, die ebenfalls je zwölf Erhitzerrohre 52 aus
dem Verteiler 54 tragen. Die Steigrohre 83 führen in den Tragrohrsammler 48. Parallel
zu diesem Tragsystem ist, seitlich um eine Tragrohrteilung versetzt, ein Fallrohr
85 angeordnet, von dem zwölf Erhitzerrohre 53 aus dem Verteiler 55 getragen werden
und das über ein Horizontalrohr 86 zu drei Steigrohren 87 führt, an denen ebenfalls
je zwölf Erhitzerrohre 53 aus dem Verteiler 55 abgestützt sind. Auf diese Weise können
die Tragrohre 89, 83 und 85, 87 den Dehnungen der langen Schenkel 60 bzw. 61 entsprechende,
entgegengesetzte Pendelbewegungen aufführen. Reibungserscheinungen werden somit vermieden.
[0028] Werden die langen Schenkel 60 und 61 entsprechend Fig. 1 an fünf Stellen, jedoch
pendelnd aufgehängt, so sind vier solche Tragsystempaare und unter den Anschlusswandflächen
8 und 9 je ein einzelnes Tragsystem vorzusehen.
[0029] Es kann zweckmässig sein, diese pendelnden Tragsysteme seitlich zu führen, beispielsweise
an einem Verdampferrohrgitter oberhalb oder unterhalb der langen Schenkel der Erhitzerrohre
oder an im Bereich des Brennkammerbodens 6 befindlichen vertikalen Trennblechen, denen
gegebenenfalls gleichzeitig die Rolle zufallen kann, die Brennkammer in Abteile zu
unterteilen; eine solche Unterteilung hätte für den Teillastbetrieb Bedeutung.
[0030] Abweichend von Fig. 2, gemäss der die Tragrohrsammler 48 zwischen dem Economiserrohrbündel
74 und dem Ueberhitzerrohrbündel 70 angeordnet sind, können sie auch - wie Fig. 5
zeigt - im Bereich des Ueberhitzers oder gar darunter angeordnet sein. Im letzteren
Fall kann es zweckmässig sein, diese tiefhängenden Tragrohrsammler über wenige Tragrohre
von höher hängenden Sammlern aus abzustützen. Diese Abstützung kann aber auch über
schräge Zugrohre von hoch gelegenen Punkten der Gaszugwände aus geschehen.
[0031] In Fig. 5 sind die Erhitzerrohre 52 und 53 in versetzter Anordnung an den Tragrohren
89, 83 bzw. 85, 87 befestigt.
[0032] Die Vorteile des Dampferzeugers mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sind auch erreichbar,
wenn die Verteiler 54, 55 am Eintritt der Erhitzerrohre 52 bzw. 53 innerhalb der Brennkammer
1 angeordnet werden, d.h. zwischen der freien Wirbelbettfläche und der Anschlusswandfläche
8 bzw. 9. Dadurch kann die Anzahl der Durchdringungen in der zugeordneten Anschlussfläche
8 bzw. 9 erheblich vermindert werden. Nachteilig bei einer solchen Anordnung ist allerdings,
dass die Werkstoffspannungen im Bereich der Erhitzerrohranschlüsse weniger klar und
der Berechnung weniger gut zugänglich sind als bei der Anordnung gemäss Fig. l.
[0033] Als Kompromiss ist auch das Anbringen von Zwischenverteilern innerhalb der Brennkammer
1 denkbar.
[0034] Der Dampferzeuger enthält unter anderem Mittel zum Eintragen des vorzugsweise körnigen
Brennstoffs und gegebenenfalls von Zuschlagstoffen, um das Wirbelbett zu bilden und/oder
Schadstoffe zu binden, z.B. Kalk zum Binden von Schwefel. Er weist ebenfalls Mittel
zum Austragen und/oder Rezirkulieren von Brennstoff, Zuschlagstoffen und/oder Rezirkulationsprodukten
auf, welche Mittel hier ebenfalls nicht dargestellt sind.
1. Dampferzeuger mit Wirbelschichtfeuerung, wobei die Wirbelschicht sich in einer
mindestens zonenweise aus dicht verschweissten Verdampferrohren gebildeten, in einen
Gaszug mündenden Brennkammer befindet, mit mindestens einem Bündel von in der Wirbelschicht
verlaufenden, ein weiteres Medium, vorzugsweise ein Gas, führenden Erhitzerrohren,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer über mindestens eine vorzugsweise geneigt
angeordnete Anschlusswandfläche mit dem einen kleineren Querschnitt als die Brennkammer
aufweisenden Gaszug verbunden ist, dass die Erhitzerrohre L-förmig gebogen sind und
jeweils der eine, kürzere Schenkel der Erhitzerrohre etwa vertikal und der andere,
längere Schenkel etwa horizontal verläuft, dass die horizontalen Schenkel eine etwa
vertikale Brennkammerwand im Höhenbereich der Wirbelschicht und die etwa vertikalen
Schenkel die freie Oberfläche der Wirbelschicht unterhalb der Anschlusswandfläche
durchdringen und dass die Erhitzerrohre des Bündels ausserhalb der Wirbelschicht an
einem Verteiler und an einem Sammler angeschlossen sind.
2. Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Schenkel
der Erhitzerrohre die Anschlusswandfläche oberhalb der Wirbelschicht durchdringen
und an dem ausserhalb der Brennkammer angeordneten Verteiler angeschlossen sind.
3. Dampferzeuger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzerrohre
jeweils im Bereich ihrer horizontalen Schenkel an etwa vertikalen, von einem Kühlmedium
durchströmten Tragrohren aufgehängt sind.
4. Dampferzeuger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragrohre zu im
Gaszug angeordneten Sammelrohren geführt sind, die Tragbalken bilden.
5. Dampferzeuger nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragrohre
Vorwärmer- und/oder Verdampferrohre des Dampferzeugers bilden.
6. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Tragrohre vom Brennkammerboden ausgehen.
7. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Tragrohre als U-Rohre ausgebildet sind, deren Schenkel oben aufgehängt sind.
8. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in
der Anschlusswandfläche weitere Sammler liegen, an denen weitere Tragrohre angeschlossen
sind.
9. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils
eine Gruppe von Erhitzerrohren zusammen mit ihnen zugeordneten Tragrohren eine vertikale
Rohrtafel bilden.
10. Dampferzeuger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrtafeln so
angeordnet sind, dass die vertikalen Rohrschenkel in einander benachbarten Rohrtafeln
sich auf einander gegenüberliegenden Seiten der Brennkammer befinden.
11. Dampferzeuger nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrtafeln
durch Führungsmittel gegen Auslenkung in Querrichtung gesichert sind.
12. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die horizontalen Schenkel der Erhitzerrohre bezüglich des in ihnen fliessenden Mediums
den vertikalen Schenkeln nachgeschaltet sind.