[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Scheibenhebemechanismus gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Es ist üblich, den Scheibenhebemechanismus so auszubilden, daß dieser die Scheibe
über ihre gesamte Breite mit gleicher Geschwindigkeit anhebt bzw. absenkt. Bei gekrümmten
Scheiben ist dabei Voraussetzung, daß sich die Abwicklung im Bereich der Scheibenführungen
entsprechen, da ansonsten ein Verkanten der Scheibe eintreten würde, insbesondere
wenn der Scheibenhebemechanismus zur Unterstützung der Scheibenführung an zwei Seiten
der Scheibe angreift. Aus den vorgenannten Gründen ist man an bestimmte Scheibenformen
gebunden, wenn die Scheiben in Führungen auf- und abbewegbar sein sollen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln einen gattungsgemäßen
Scheibenhebemechanismus so weiterzubilden, daß damit auch Scheiben geführt werden
können, welche im Bereich ihrer Führungen unterschiedlich lange Abwicklung aufweisen,
wie sie z.B. bei unterschiedlichen Radien, bei einer in sich verdrehten Scheibe oder
bei Scheiben, bei welchen eine der geführten Seiten relativ zur anderen Seite nach
innen bzw. außen gekippt ist, auftreten.
[0004] Die Aufgabe wir mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch,
daß es der Scheibenhebemechanismus ermöglicht, die Scheibe in ihrem vorderen und hinteren
Bereich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewegen, können unterschiedlich
lange Abwicklungen der Scheibe kompensiert werden, so daß die Scheibe ohne Verkanten
bewegt werden kann. Eine Scheibe, bei welcher der vordere und hintere Bereich aufgrund
unterschiedlicher Krümmungen abweichende Abwicklungen aufweist, ist beispielsweise
in der Patentanmeldung P 30 37 397.8-21 beschrieben.
[0005] Vorteilhaft kann der erfindungsgemäße Scheibenhebemechanismus auch bei Scheiben eingesetzt
werden, welche nur in ihrem unteren Bereich geführt sind (rahmenlose Scheiben). Dort
tritt das Problem des Verkantens auch bei stark unterschiedlichen Abwicklungen nicht
so stark in Erscheinung, wenn die Scheibe auf nur kurzer Basis geführt ist. Durch
den erfindungsgemäßen Scheibenhebemechanismus kann jedoch erreicht werden, daß der
Scheibenrand stets in Eingriff mit der Dichtung am umgebenden Karosseriekörper bleibt
und auch stets parallel zu diesem verläuft.
[0006] Besonders vorteilhaft ist bei einem Scheibenhebemechanismus mit einer Zahnstange
und einem antreibbaren Ritzel, wenn der Scheibenhebemechanismus zwei, dem vorderen
und dem hinteren Bereich der Scheibe zugeordnete, karosseriefeste und unterschiedliche
Module aufweisende Zahnstangen umfaßt, mit welchen zwei, mit der Scheibe verbundene
Ritzel kämmen. Durch diese Ausbildung, welche man insbesondere wählt, wenn der Scheibenheber
mit führen soll, wird in einfacher Weise, nämlich nur durch mit unterschiedlichen
Modulen versehene Zahnstangen, die gewünschte unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeit
des vorderen und hinteren Scheibenbereiches erreicht. Statt unterschiedlicher Module
können auch verschieden große Ritzel und gleiche Zahnstangen verwendet werden. Sowohl
. die Zahnstange als auch die Ritzel können aufgrund der auftretenden geringen Belastung
kostengünstig aus Kunststoff hergestellt sein.
[0007] Bei der vorbeschriebenen Art des erfindungsgemäßen Scheibenhebemechanismusses ist
es vorteilhaft, wenn die Ritzel an den Endbereichen einer mit Aufnahmen für die Scheibe
versehenen Quertraverse gelagert und zwischen den Ritzeln eine gemeinsame, an der
Quertraverse befestigte Antriebsvorrichtung angeordnet ist. Die Quertraverse, welche
bei einer rahmenlosen Scheibe alleinig die Führung übernehmen kann, hält die Scheibe,
nimmt die Ritzel auf und trägt die Antriebsvorrichtung. Der gesamte Scheibenhebemechanismus
und ggf. auch die Scheibenführung ist bis auf die Zahnstangen an der Quertraverse
ausgebildet, wodurch der Scheibenhebemechanismus als kompakte, vormontierbare Baugruppe
schnell ein- und ausgebaut werden kann. Ein
P Einstellung der Antriebseinheit im Karosseriekörper - wie dies bei bekannten Scheibenhebemechanismen
notwendig ist - entfällt. Dadurch, daß die Antriebsvorrichtung, z. B. ein Elektromotor,
zwischen den Ritzeln an der Quertraverse befestigt ist und sich dadurch seine Position
auch beim Auf- und Abbewegen der Scheibe relativ zu den Ritzeln nicht ändert, kann
ein kostengünstiges, starres Antriebsgestänge ohne Gelenke eingesetzt werden.
[0008] Diese Vorteile kommen nicht nur in Verbindung mit einer unterschiedlichen Abwicklung
in ihrem vorderen und hinteren Bereich aufweisenden Scheibe zum Tragen, sondern gelten
allgemein für einen Scheibenhebemechanismus, welcher gemäß den Merkmalen des Anspruchs
2 ausgebildet ist. Dies wird möglich durch die Abkehr vom Aufbau bekannter Scheibenhebemechanismen,
nämlich daß sich nicht das Gewindekabel (welches als Zahnstange betrachtet werden
kann) oder eine Zahnstange, wie etwa in der DE-OS 19 26 800 beschrieben, bewegt und
das antreibende Ritzel ortsfest angeordnet ist, sondern daß umgekehrt die Zahnstange
feststeht und das antreibende Ritzel auf- und abbewegt wird.
[0009] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe kann in Verbindung mit einem Scheibenhebemechanismus
mit einem etwa S-förmig geformten Führungsrohr, dessen äußere Schenkel nicht zueinander
parallel verlaufen, mit zwei an einem Gewindekabel befestigten Mitnehmern, welche
durch einen Schlitz im Führungsrohr hindurchgreifen und mit einer etwa rechtwinkelig
zur Bewegungsrichtung der Scheibe angeordneten und mit dieser verbundenen Kulissenführung,
in welcher einer der Mitnehmer verschiebbar geführt ist, vorteilhaft auch dadurch
gelöst werden, daß die Kulissenführung mit dem ersten Mitnehmer den Bereich der Scheibe,
welcher mit der geringeren Geschwindigkeit bewegbar sein soll . zugeordnet ist und
der zweite Mitnehmer unmittelbar mit dem gegenüberliegenden Bereich der Scheibe in
Verbindung steht. Ein dieser Gattung entsprechender Scheibenhebemechanismus mit zwei
Kulissenführungen ist beispielsweise in der DE-OS 25 07 893 beschrieben. Er bewirkt
dort bei einer zweigeteilten Scheibe, daß beim Öffnen der Scheiben eine Voreilung,
beim Schließen eine Nacheilung der vorderen Teilscheibe erfolgt.
[0010] Durch den erfindungsgemäßen Scheibenhebemechanismus mit einem Führungsrohr und einem
Gewindekabel ist es nicht nur möglich, eine um den Cosinus des abweichenden Winkels
kleinere konstante Geschwindigkeit zu erreichen, sondern durch eine gekrümmte Ausbildung
des Führungsrohres in diesem Bereich unterschiedliche Relativgeschwindigkeiten - entsprechend
der Längendifferenzen der beiden Scheibenbereiche - zu erzielen.
[0011] Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, den vorderen und hinteren Bereich der
Scheibe durch einen entsprechend ausgebildeten Seilzug-Scheibenheber mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten anzuheben bzw. abzusenken. Dies kann etwa in der Weise geschehen,
daß der Seilzug in Form einer liegenden "8" mit vier Umlenkrollen geführt ist. Die
Umlenkrollen stehen auf der Seite der Scheibe, welche schneller bewegt werden soll,
in Bewegungsrichtung der Scheibe übereinander, auf der anderen Seite in einem Winkel
zur Bewegungsrichtung. Während der dieser Seite zugewandte Mitnehmer in einer Kulisse
etwa quer zur Bewegungsrichtung geführt ist, wirkt der Mitnehmer auf der anderen Seite
unmittelbar auf die Scheibe.
[0012] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 2 eine Fahrzeugseitentüre ohne Außenverkleidung mit einem Zahnstangen umfassenden
Scheibenhebemechanismus,
Fig. 2 die Führungselemente des Scheibenhebemechanismusses aus Fig. 1 in Explosionsdarstellung,
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung eine Fahrzeugtüre ohne Außenverkleidung mit
einem ein Gewindekabel aufweisenden Scheibenhebemechanismus,
Fig. 4 als Prinzipbild ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Scheibenhebemechanismusses
mit einem Gewindekabel,
Fig. 4a ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Führungen der Scheibe Abschnitte von
konzentrischen Kreisen sind,
Fig. 5 die hinteren Führungsteile des Scheibenhebemechanismusses aus Fig. 4 in Explosionsdarstellung,
Fig. 6 die Führungsteile gemäß Fig. 5 im zusammengebauten Zustand,
Fig. 7 als Prinzipbild einen Scheibenhebemechanismus mit einem Seilzug,
Fig. 8 das hintere Führungsteil des Scheibenhebemechanismusses aus Fig. 7 in Perspektivdarstellung.
[0013] Gemäß Fig. 1 weist eine Fahrzeugtüre 9, welche ohne Außenverkleidung dargestellt
ist, zwei als Blechpressteile hergestellte Stege 11 und 13 auf, an denen Zahnstangen
15 und 17 mit ihrer Verzahnungsseite nach außen weisend montiert sind. Der Modul der
Zahnstange 15 ist größer ausgeführt als der Modul der Zahnstange 17, so daß die aufgrund
einer stärkeren Krümmung längere Abwicklung des vorderen Bereichs 19 einer in der
Fahrzeugtüre 9 bewegbaren Scheibe 21 ausgeglichen werden kann und sich dadurch die
Scheibe 21 während ihrer Bewegung nicht verkantet.
[0014] Die Scheibe 21 ist an einer Quertraverse 23 befestigt. An den Enden der Quertraverse
23 sind Ausleger 25 und 27 angeformt, welche Ritzel 29 und 31 aufnehmen. Diese Ritzel
sind über eine Antriebswelle 33 mit einem Elektromotor 35, an den ein Untersetzungsgetriebe
37 angeflanscht ist, verbunden.
[0015] Durch den gemeinsamen Antrieb werden die Ritzel 29 und 31 mit gleicher Drehzahl angetrieben.
Dadurch, daß die vordere Zahnstange, und damit auch das zugeordnete Ritzel 29, einer
größeren Modul aufweisen, wird der vordere Ausleger 25, und damit auch der vordere
Bereich 19 der Scheibe 21, schneller nach oben bzw. nach unten bewegt als der hintere
Bereich 39 der Scheibe. Die Geschwindigkeitsdifferenz ist durch die verwenoete. Module
so gewählt, daß die längere Wegstrecke, welche der vordere Bereich 19 der Scheibe
21 aufgrund der stärkeren Krümmung zurückzulegen hat, vollständig ausgeglichen und
dadurch eine gleichförmige, verkantungsfreie Bewegung der Scheibe 21 erreicht wird.
[0016] Die Scheibe 21 ist nur an drei Punkten geführt, wobei zwei Punkte durch den Scheibenheber
(Ritzel 29 und 31) gebildet werden. Der ritte Führungspunkt steht ebenfalls mit der
Konsole 23 in Verbindung und wirkt mit der Zahnstange 17 zusammen. In Fig. 2 ist gezeigt,
wie der dritte Führungspunkt konkret ausgebildet ist und wie die Befestigung an der
Quertraverse 23 erfolgt... l Dazu sind zwei Führungsteile 41 und 43 vorgesehen, welche
mit einer Schraube 45 an einem Ansatz 47 der Quertraverse 23 befestigt sind. Jedes
Führungsteil 41 und 43 weist eine Aussparung 49 bzw. 51 auf, durch welche die Zahnstange
17 teilweise umschlossen wird.
[0017] In Fig. 2 ist weiterhin dargestellt, wie das Ritzel 31 am Ausleger 27 der Quertraverse
23 befestigt ist. Zwei Lagerteile 53 und 55 nehmen das mit einem Schlitz 57 zur Verbindung
mit der Antriebswelle 33 versehene Ritzel 31 auf. Die Lagerteile 53 und 55 sind wie
die Führungsteile 41 und 43 mit Aussparungen 59 und 61 zur Führung an der Zahnstange
17 versehen.
[0018] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist ein Scheibenhebemechanismus mit einem
S-förmig geformten Führungsrohr 63 dargestellt, in dem durch eine Antriebsvorrichtung
65 ein Gewindekabel 67 bewegbar ist. Durch einen Schlitz 69 im Führungsrohr 63 greifen
zwei, am Gewindekabel 67 befestigte Mitnehmer 71 und 73 hindurch- Der vordere Mitnehmer
71 wirkt unmittelbar auf eine Scheibe 75 tragende Quertraverse 77. Der hintere Mitnehmer
73 ist horizontal in einem Langloch 79 an einem Fortsatz 81 der Quertraverse 77 verschiebbar
gelagert.
[0019] Das Langloch 79 ermöglicht ein Auf- und Abbewegen der Quertraverse 77 und damit der
Scheibe 75, obwohl der Schenkel 83 des Führungsrohres 63 in einem Winkel zur Bewegungsrichtung
der Scheibe 75 angeordnet ist. Durch die Schrägstellung des Scheekels 83 wird erreicht,
daß der diesem Schenkel 83 zugeordnete Mitnehmer 73 sich relativ zur Bewegungsrichtung
der Scheibe 75 langsamer als der vordere, in Bewegungsrichtung der Scheibe 75 wirkende
Mitnehmer 71 bewegt. Durch die sich dadurch ergebende kleinere Bewegungsgeschwindigkeit
des hinteren Scheibenbereichs, welche sich durch Multiplikation mit dem Cosinus des
Winkels zwischen den beiden Schenkeln 83 und 85 des Führungsrohres ergibt, wird die
Längendifferenz der Scheibenabwicklungen der vorderen (länger) und hinteren (kürzer)
Scheibenbereiche ausgeglichen.
[0020] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, welches dem in Fig. 3
gezeigten im wesentlichen entspricht. In einem ebenfalls etwa S-förmig geformten Führungsrohr
87 ist ein Gewindekabel durch eine gemeinsame Antriebsvorrichtung 89 bewegbar. Durch
einen Schlitz 91 im Führungsrohr 87 greift je ein am Gewindekabel befestigter vorderer
und hinterer Mitnehmer 93 bzw. 95 hindurch. Während der hintere Mitnehmer 95 unmittelbar
auf eine Scheibe 97 tragende Quertraverse 99 wirkt, ist der vordere Mitnehmer 93 in
einer Kulisse 101 in der Quertraverse 99 horizontal verschiebbar.
[0021] Der vordere Schenkel 103 des Führungsrohres 87 weist einen leicht geschwungenen Verlauf
auf, so daß sich der Mitnehmer 93 und dadurch auch die Scheibe 97 in ihrem vorderen
Bereich beim Auf- - und Abbewegen - trotz gleichförmigen Antrieb durch die Antriebsvorrichtung
89 - mit wechselnden Geschwindigkeiten bewegt. Dadurch wird der Ausbildung der Scheibe
97 entsprochen, deren Abwicklungen im vorderen und hinteren Bereich unterschiedlich
sind, derart, dsß der vordere Bereich eine insgesamt längere Abwicklung aufweist und
die Differenzen der Abwicklungen - bezogen auf Horizontalschnitte der Scheibe - nicht
gleich sind. Wenn die Differenz gleich Null ist, verlaufen die beiden zugeordneten
Führungsrohrabschnitte (wie etwa im oberen Drittel gezeigt) zueinander parallel.
[0022] Die Längendifferenz der Abwicklungen der Scheibe in ihrem vorderen und hinteren Bereich
kann sich nicht nur -. wie in den Ausführungsbeispielen der Einfachheit halber beschrieben
- auf eine Ebene beschränken, sondern auch, wie beispielsweise wenn ein Schenkel des
Führungsrohres alleinig oder zusätzlich noch aus dieser Ebene herausgedreht ist, auch
diese Differenzen erfassen.
[0023] Die Fig. 4a ist ebenfalls an Fig. 3 angelehnt. Sie unterscheidet sich von dieser
im wesentlichen nur dadurch, daß die Führung 88 bzw. 90 Abschnitte von konzentrischen
Kreisen mit den Radien 92 bzw. 94 sind. Dadurch ist es möglich, trotz einer starken
Schräglage eines sich an den hinteren Rand 96 der Scheibe anschließenden Mittelpfosten
(nicht dargestellt), den Raum in der Fahrzeugtüre optimal auszunutzen. Die Bezugszeichen
88' und 90' kennzeichnen als Alternative gerade Führungen, durch welche die selbe
Scheibe, insbesondere wenn sie als Plan-oder Zylinderscheibe ausgebildet ist, geradlinig
und dadurch ebenfalls ohne Verkanten versenkbar ist. Durch eine schraffierte Fläche
98 ist der dafür notwendige größere Raumbedarf angedeutet, der es erforderlich macht,
daß der Türkörper wesentlich weiter nach vorne als die Scheibe geführt sein muß, um
ein unteres Türscharnier anlenken zu können.
[0024] In Fig. 5 ist dargestellt, wie der Scheibenhebemechanisaus im Bereich des hinteren
Mitnehmers 95 im einzelnen ausgeführt ist. Der äußere Schenkel 103 eines Z-förmig
abgebogenen und mit der Fahrzeugtüre verschweißte Blechpressteil 105 bilcet eine Führungsbahn
für ein Führungselement 107 an welchem die Quertraverse durch einen Stift 109 und
eine Einstellschraube 111 befestigt ist. Die Anbindung des Führungselementes 107 an
den Mitnehmer 95 zeigt Fig. 6. Der Mitnehmer 95 ist in dem Führungselement 107 frei
gelagert, wodurch Toleranzen beim Einbau des Führungsrohres 87 relativ zum Schenkel
103 des führenden Blechpressteiles 105 ausgeglichen werden können und somit eine stets
leichtgängige Betätigung des Scheibenhebemechanismusses möglich ist.
[0025] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 7 dargestellt. Die dort gezeigte Scheibe
113 ist in dem Türkörper mittels eines Seilzuges 115 in vertikaler Richtung bewegbar.
Dazu sind am Türkörper vier Umlenkrollen 117, 119, 123 und 125 gelagert. Um die Umlenkrollen
ist in Form einer liegenden "8" der Seilzug 115 gelegt, welcher von einer Antriebsvorrichtung
127 angetrieben wird. Während die dem hinteren Bereich der-Scheibe 113 zugeordneten
Umlenkrollen 119 und 125 in Bewegungsrichtung übereinander angeordnet sind, stehen
die dem vorderen Bereich der Scheibe 113 zugeordneten Umlenkrollen 117 und 123 in
einem Winkel zur Bewegungsrichtung der Scheibe. Dadurch kann, ebenso wie in den vorherbeschriebenen
Ausführungsbeispielen, durch eine geringere Geschwindigkeit in Bewegungsrichtung der
Scheibe eine längere Abwicklung der Scheibe 113 in ihrem vorderen Bereich ausgeglichen
und dadurch die Scheibe ohne Verkanten geführt werden. Zum Ausgleich des in Bezug
auf die Bewegungsrichtung der Scheibe 113 im Winkel verlaufenden Seilzugabschnittes
zwischen den Umlenkrollen 117 und 123 ist an die Konsole 121 eine Kulissenführung
mit einem Langloch 129 angeformt, in dem ein am Seilzug 115 befestigter Mitnehmer
5131 verschiebbar geführt ist. Ein zweiter, auf der gegenüberliegenden Seite des Seilzuges
115 angeordneter hinterer Mitnehmer 133 wirkt unmittelbar auf die Konsole 121 und
damit auf die Scheibe 113.
[0026] In Fig. 8 ist schließlich dargestellt, wie der Seilzug 115 an einem Führungselement
135 angreift. Die Verbindung des Seilzuges 115 mit dem Führungselement 135 erfolgt
durch einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Pressnippel. An dem Führungselement
135 kann die in Fig. 5 näher dargestellte Konsole in gleicher Weise befestigt werden.
1. Scheibenhebemechanismus für eine Scheibe, welche in ihrem vorderen und hinteren
Bereich an etwa senkrechten Führungen verschiebbar geführt ist, insbesondere für Personenkraftwagen
mit einer in senkrechter und waagerechter Richtung gekrümmten Scheibe, dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere (19) und der hintere Bereich (39) der Scheibe (21; 75; 97; 113) durch-den
Scheibenhebemechanismus mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf- und abwärtsbewegbar
ist.
2. Scheibenhebemechanismus mit einer Zahnstange und einem antreibbaren Ritzel nach
Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß der Scheibenhebemechanismus zwei, dem vorderen
(19) und dem hinteren Bereich (39) der Scheibe (21) zugeordnete, karosseriefeste Zahnstangen
(15, 17) umfaßt, mit welchen zwei, mit der Scheibe verbundene und gleichzeitig antreibbare
Ritzel (29, 31) mit unterschiedlichem Teilkreisdurchmesser kämmen.
3. Scheibenhebemechanismus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ritzel
(29, 31) in den Endbereichen einer die Scheibe (21) aufnehmenden Quertraverse (23)
gelagert sind.
4. Scheibenhebemechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Quertraverse
(23) die Antriebsvorrichtung (Elektromotor 35) trägt.
5. Scheibenhebemechanismus mit einem etwa S-förmig geformten Führungsrohr, dessen
äußere.Schenkel nicht zueinander parallel verlaufen, mit zwei an einem Gewindekabel
befestigten Mitnehmern, welche durch einen Schlitz im Führungsrohr hindurchgreifen
und mit einer etwa rechtwinkelig zur Bewegungsrichtung der Scheibe angeordneten und
mit dieser verbundenen Kulissenführung, in welcher einer der Mitnehmer verschiebbar
geführt ist nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Kulissenführung mit
dem ersten Mitnehmer (73) dem Bereich der Scheibe (75), welcher mit der geringeren
Geschwindigkeit bewegbar sein soll, zugeordnet ist und der zweite Mitnehmer (71) unmittelbar
mit dem gegenüberliegenden Bereich der Scheibe in Verbindung steht.