(19)
(11) EP 0 064 187 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.11.1982  Patentblatt  1982/45

(21) Anmeldenummer: 82103165.5

(22) Anmeldetag:  15.04.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A47F 5/08, B25H 3/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 16.04.1981 DE 3115585

(71) Anmelder: Waechter, Klaus-Dieter
D-8150 Holzkirchen (DE)

(72) Erfinder:
  • Waechter, Klaus-Dieter
    D-8150 Holzkirchen (DE)

(74) Vertreter: Brose, D. Karl, Dipl.-Ing. 
Patentanwaltsbüro Brose & Brose, Postfach 11 64, Leutstettener Strasse 13
82301 Starnberg
82301 Starnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Halten und Ordnen von einer Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände, insbesondere Werkzeuge


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten einer Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände, insbesondere für Werkzeuge oder als Verkaufsständer. Die Vorrichtung besteht aus einer Platte 1 mit darin in regelmäßigem Muster angeordneten Öffnungen 2, welche bevorzugt als aufrechtstehende Schlitze ausgebildet sind. Die Platte ist an der Wand, an Türen od. dgl. befestigbar. An der Platte sind Bauteile 3 über einen Kupplungsteil 6 befestigbar. Der Kupplungsteil 6 ist derart ausgebildet, daß er formschlüssig und unter Federvorspannung in mindestens zwei Öffnungen 2 den Bauteil 3 an der Platte verriegelnd eingreift. Hierbei wird der Querschnittsbereich der Platte 1 zwischen den beiden Öffnungen 2 zwischen dem Bauteil 3 auf der Vorderseite der Platte 1 und dem Kupplungsteil 6 auf der Rückseite der Platte 1 unter Federvorspannung gehalten. Der Kupplungsteil 6 ist als bezüglich der Platte und des Bauteiles 3 nach oben gerichteter, hakenförmiger Teil ausgebildet. Am Oberende des Kupplungsteiles 6 ist ein Vorsprung 20 vorgesehen, der in die zweite Öffnung 2 vorsteht, welche oberhalb der Öffnung 2 angeordnet ist, in welche der Kupplungsteil 6 eingeführt wurde. Um Toleranzen der Dicke der Platte 1 auszugleichen, ist an dem Bauteil 3 eine gegen die Vorderseite der Platte 1 gerichtete Federzunge 16 vorgesehen, welche dem hakenförmigen Kupplungsteil 6 gegenüberliegt. Der Bauteil 3 selbst trägt Einrichtungen 4 in verschiedensten Formen, um die zu ordnenden Gegenstände an der Platte 1 zu halten.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von einer Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände, mit einer Platte, welche in einem regelmäßigen Muster Öffnungen aufweist und mit an der Platte über die Öffnungen anordenbaren Bauteilen, mittels derer die Gegenstände in einer wählbaren Ordnung angeordnet und/oder gehalten werden, wobei die Bauteile einen Kupplungsteil für die Öffnungen aufweisen, welcher in mindestens zwei Öffnungen eingreift und welcher von der Vorderseite der Platte her lösbar ist.

    [0002] Sämtliche bekannten Vorrichtungen di.eser Art weisen jedoch den Nachteil auf, daß die genannten Bautei.le entweder lediglich unter Schwerkraftwirkung oder durch Reibungsschluß gehalten sind, so daß beim Herausnehmen von Werkzeugen oder dgl. die Gefahr besteht, daß sich der Bauteil mit von der Platte löst und wieder neu eingesetzt werden muß. Darüberhinaus ist die Art der Bauteile sehr beschränkt, und es fehlt bei bekannten Vorrichtungen dieser Art die Möglichkeit, beispielsweise größere Gegenstände wie Hobel oder dgl. oder ganz kleine Gegenstände wie beispielsweise Spiralbohrer an derartigen Platten anzuordnen und zu halten.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der oben genannten Art zu schaffen, bei welcher die genannten Nachteile nicht auftreten, die sich zusätzlich durch hohe Tragfähigkeit auszeichnet und die an die Fertigungstoleranzen der Platte geringe Anforderungen stellt.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Platte als aufrechtstehende Wandplatte ausgebildet ist, daß der Kupplungsteil derart ausgebildet ist, daß er formschlüssig und unter Federvorspannung in die mindestens zwei Uffnungen den Bauteil an der Platte verriegelnd eingreift, indem der Querschnittsbereich der Platte zwischen den beiden Uffnungen zwischen dem Bauteil auf der Vorderseite der Platte und dem Kupplungsteil auf der Rückseite der Platte unter der Federvorspannung gehalten ist, daß der Kupplungsteil als bezüglich der Platte nach oben gerichteter Teil ausgebildet i.st, daß der Bauteil eine dem Kupplungsteil gegenüberliegende, gegen die Vorderseite der Platte gerichtete Federzunge aufweist, und daß der Bauteil Einrichtungen zur Halterung der Gegenstände an der Platte aufweist.

    [0005] Durch die Erfindung wird insbesondere der Vorteil erzielt, daß durch den formschlüssigen Eingriff es nicht mehr vorkommen kann, daß sich der das Werkzeug haltende Bauteil zusammen mit diesem von der Platte löst. Durch die Entriegelbarkeit des Kupplungsteiles von der Vorderseite der Platte her ist es andererseits möglich, einfach die gewählte Ordnung durch Versetzen der Bauteile zu ändern, so daß die Platte trotz der formschlüssigen Kupplung fest an der Wand montiert werden kann.

    [0006] Dadurch, daß der Teil nach oben gerichtet ist, wird überraschenderweise die Tragfähigkeit der Bauteile gegenüber nach unten gerichteten Teilen um mehr als das Zehnfache erhöht.

    [0007] Durch das Merkmal der Federzunge wird weiterhin der Vorteil erzielt, daß auf einfachstem Wege den bei der Plattenherstellung auftretenden Toleranzen, insbesondere bezüglich der Plattenstärke, Rechnung getragen wird, so daß ein wesentlicher Kostenvorteil erzielbar ist.

    [0008] Eine bevorzugte Ausführungsform derErfindung kann dadurch geschaffen werden, daß der Kupplungsteil als federnd auslenkbarer Teil ausgebildet ist und durch Eindrücken in die mindestens zweite öffnung entriegelbar ist.

    [0009] Im einzelnen kann die Erfindung dadurch weitergebildet werden, daß der nach oben gerichtete Teil hakenförmig ausgebildet ist und an seinem Oberende einen Vorsprung aufweist, der in die mindestens zweite Öffnung vorsteht.

    [0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Kupplungsteil einen mit dem Bauteil verbundenen oder verbindbaren ersten Abschnitt mit einer parallel zu einer Stirnwandung der öffnungen verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Anschlagsfläche, einen parallel zur Platte verlaufenden zweiten Abschnitt und einen Riegelabschnitt aufweist, daß der Riegelabschnitt mit einer parallel zu einer zweiten Stirnwandung der öffnungen verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Auflagefläche versehen ist, und daß die Anschlagsfläche und die Auflagefläche aufeinanderzuweisen und in einem Abstand angeordnet sind, welcher geringfügig größer oder gleich dem Abstand der Reihen der Öffnungen ist. Durch diese Ausführungsform wird ein besonders guter Formschluß des Kupplungsteils mit einfachsten Mitteln erreicht.

    [0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung werdenbei Bauteilen größerer Längserstreckung mehrere Riegelteile nebeneinander angeordnet. Hierdurch wird eine kippsichere Lagerung derartiger längerer Bauteile erzielt, so daß in einfacher Weise beispielsweise kleine Podeste, Leisten, Spiralbohrerhalter od. dgl. ebenfalls vorgesehen werden können.

    [0012] Bei Bauteilen größerer Höhe sind bevorzugt ein oder mehrere zusätzliche Kupplungsteile vorgesehen, wobei es ferner bevorzugt ist, daß der oder die zusätzlichen Kupplungsteile als nach oben weisende Haken in der den verriegelbaren Kupplungsteilen entsprechender Form, jedoch ohne Verriegelungsabschnitt ausgebildet sind. Hierdurch ist es möglich, größere Bauteile mit durchgehenden Rückwandungen oder dgl. zu versehen, da der jeweils dahinterliegende zusätzliche Kupplungsteil keine Verriegelung aufweist, die von vorne gelöst werden muß.

    [0013] Besonders bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, die Platte als Schlitzplatte auszubilden, bei der die öffnungen aus rechteckigen oder quadratischen Schlitzen bestehen.

    [0014] Bei dieser Ausführungsform nach der Erfindung sind die Kupplungsteile beider Arten in einer Breite ausgebildet, die der lichten Weite der Schlitze entspricht.

    [0015] Die möglichen verschiedenen Formen der die Kupplungsteile aufweisenden Bauteile sind in beispielhafter Aufzählung in weiteren Unteransprüchen gekennzeichnet.

    [0016] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen und aus der folgenden Beschreibung, in welcher die Erfindung anhand mehrerer in den Zeichnungen beispielhaft veranschaulichter Ausführungsformen näher erläutert wird.

    [0017] In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht des Bauteiles in Verbindung mit einem Ausschnitt einer besonders bevorzugten Ausführungsform der dazugehörigen Platte in Draufsicht in etwa 4-facher Vergrößerung;

    Fig. 2 eine Seitenansicht im gleichen Maßstab des Bauteiles gemäß Fig. 1 mit einer beispielhaften Ausführungsform der Einrichtung zur Halterung der Gegenstände in der Einbaulage an einer in gestrichelter Schnittansicht dargestellten Platte;

    Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2;

    Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV auf die Einrichtung gemäß Fig. 3;

    Fig. 5 die Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles;

    Fig. 6 die Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels;

    Fig. 7 eine mögliche Ausführungsform eines Bauteils in vergrößertem Maßstab (ohne Kupplungsteil);

    Fig. 8 einen Ausschnitt der Platte in Draufsicht;

    Fig. 9 eine skizzenhafte Ansicht eines Bauteiles größerer Abmessungen;

    Fig. 10 eine Seitenansicht des Bauteils gemäß Fig. 9;

    Fig. 11 die Halterung des Bauteils an der Platte in skizzenhafter Seitenansicht; und

    Fig. 12 bis 14 beispielhafte Ansichten von Ausgestaltungen der bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung verwendbaren Bauteile.



    [0018] Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht die Vorrichtung nach der Erfindung aus einer beispielsweise an der Wand befestigbaren Platte 1 mit öffnungen 2 und daran formschlüssig befestigbaren Bauteilen 3. Die Bauteile 3 wiederum sind mit Einrichtungen zur Halterung der Gegenstände verbunden bzw. verbindbar, welche in der in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Ausführungsform in der Ausgestaltung eines Trägers 4 ausgebildet ist. Wie weiter unten näher beschrieben, können diese Einrichtungen jede zweckdienliche Form aufweisen.

    [0019] Die Bauteile 3 selbst können ebenfalls jede beliebige Form haben, weisen jedoch sämtlich einen allgemein mit 5 bezeichneten Kupplungsabschnitt auf, welcher in Fig. 1 durch die symbolische Schnittlinie A-A von dem Bauteil 3 abgetrennt ist. Sämtliche Bestandteile der Vorrichtung nach der Erfindung lassen sich bevorzugt durch Spritzgießen oder andere Formverfahren aus Kunststoff herstellen, wobei die Platten 1 in beliebiger Größe auch aus Kunststoffplatten, Aluminiumplatten oder anderen Verbundwerkstoffen gestanzt werden können. Die Platten 1 werden beispielsweise mittels nicht dargestellter Abstandhalter an der Wand montiert, wobei der Abstand zu der dahinterliegenden Wand derart bemessen ist, daß die weiter unten beschriebene Verriegelung und Entriegelung der Kupplungsabschnitte 5 ohne Schwierigkeiten möglich ist.

    [0020] Die in regelmäßigen Reihen bevorzugt unter gleichmäßigen senkrechten Abständen h angeordneten öffnungen 2 in der Platte 1 sind bevorzugt als rechteckige Schlitze mit einer Breite b und einer Lände 1 ausgebildet. Der durch die symbolische Schnittlinie A-A abgetrennte Kupplungsabschnitt 5 trägt einen hakenförmig nach oben gerichteten Kupplungsteil 6, welcher in seiner Länge und Dimensionen über geeignete Radien und dgl. derart gestaltet ist, daß er sich ohne Schwierigkeiten mittels einer aufwärtsgerichteten Schwenkbewegung durch die öffnungen 2 einführen läßt. Die in den Zeichnungen veranschaulichte Form ist aus diesem Grunde besonders bevorzugt. Hierbei ist der Kupplungsteil derart bemessen, daß seine breiteste Stelle 7 in einem Abstand von seiner Kopffläche 8 liegt, welcher kleiner oder gleich der Gesamtlänge 1 der Schlitze 2 ist, wobei die Breite der hakenförmig nach oben gerichteten Kupplungsteile 6 durchgehend gleich der Breite b der Schlitze 2 ist.

    [0021] Der Kupplungsteil 6 weist einen ersten Abschnitt 9 auf, der mit dem Bauteil 3 über den Kupplungsabschnitt 5 verbunden ist und welcher eine parallel zur Stirnwandung 10 der öffnungen 2 verlaufende Anschlagsfläche 11 aufweist.

    [0022] Bei abgewandelten Ausführungsformen der Öffnungen 2, beispielsweise als runde Bohrungen od. dgl., weist die Anschlagsfläche 11 bevorzugt eine der Form der Wandungen der Öffnungen entsprechende Form auf, so daß bei eingesetztem Bauteil 3 eine satte Anlage zur Stirnwandung 10 der Öffnungen 2 hergestellt ist.

    [0023] An den ersten Abschnitt 9 des Kupplungsteiles 6 schließt sich ein zweiter Abschnitt 12 an, welcher mit seiner Hauptachse im wesentlichen parallel zur Platte 1 verläuft. Am Oberende des zweiten Abschnittes 12 weist der Kupplungsteil 6 einen Riegelabschnitt 13 auf.

    [0024] Der Riegelabschnitt 13 wiederum ist mit einer Auflagefläche 14 versehen, welche ebenfalls parallel zur Auflagefläche 11 verläuft und dieser zugewandt ist. Ferner liegt die Auflagefläche 14 ebenfalls parallel zu derjenigen Wandung der Öffnung 2, mit welcher sie bei eingesetztem Bauteil 3 in Eingriff gelangt, wobei bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel dies die untere Stirnwandung 15 der Öffnungen 2 ist, wobei die Auflagefläche 14 jeweils mit der Stirnwandung 15 derjenigen Öffnung 2 gelangt, welche unmittelbar über der Öffnung 2 liegt, in welche der Kupplungsteil 6 eingeführt wurde.

    [0025] Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist der Abstand zwischen der Anschlagsfläche 11 und der Auflagefläche 14 derart bemessen, daß er geringfügig größer oder gleich dem Abstand h der Reihen der Öffnungen 2 ist. Bei dem in Fig. 1 etwa im Maßstab 4:1 dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Differenz zwischen dem Abstand h der Reihen der Öffnungen 2 und dem Abstand zwischen den Flächen 11 und 14 etwa 0,1 mm. Diese Differenz ist jedoch nicht kritisch, da er lediglich das sichere Einklinken der Bauteile 3 gewährleisten soll. Bevorzugt sollte diese Differenz jedoch nicht zu groß gewählt werden, um den Formschluß des Bauteiles 3 mit der Platte 1 zu gewährleisten, welcher durch Ober.greifen des zwischen der Stirnwand 10 einer der Öffnungen 2 und der Stirnwand 15 der darüberliegenden Öffnung 2 durch den Kupplungsteil 6 gewährleistet wird.

    [0026] Der Bauteil 3 ist an seinem Oberende mit einer Federzunge 16 versehen, welche bei in die Platte 1 eingesetztem Bauteil gegen die Platte 1 vorgespannt ist. Auf die genaue Funktion dieser Federzunge 16 wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 noch näher eingegangen. Ferner weist der Kupplungsabschnitt 5 eine der Platte 1 zugewandte Anlagefläche 17 auf, deren Breite bei gegebener Form des Bauteiles 3 wesentlich größer als die Breite b der Schlitze 2 ausgebildet ist. Zumindest ein Teil.der Anlagefläche 17 ist dem ersten Abschnitt 9 des Kupplungsteiles 6 gegenüberliegend angeordnet. Die Anlagefläche 17 ist in Hauptrichtung des Kupplungsteiles 6 größer ausgebildet als die auf der Rückseite der Platte 1 zur Anlage kommende Fläche 18 des zweiten Abschnittes 12 des Kupplungsteiles 6, so daß der an dem Riegelabschnitt 13 vorgesehene Vorsprung 20, welcher die Auflagefläche 14 enthält und in. Richtung des Bauteiles 3 vorsteht, bei eingesetztem Zustand des Bauteiles 3 in die jeweils darüberliegende öffnung 2 der Platte 1 eingreift und daher von der Vorderseite der Platte 1 durch Eindrücken zugänglich und lösbar bleibt.

    [0027] Wie sich insbesondere aus der Ansicht gemäß Fig. 2 ergibt, steht die Federzunge 16 in Richtung der auf der Rückseite der Platte 1 zur Anlage kommenden Fläche 18 des zweiten Abschnittes 12 vor und überragt somit in dieser Richtung die Anlagefläche 17. In Fig. 2 ist in der Schnittansicht gestrichelt eine Platte 1 mit den öffnungen 2 veranschaulicht, wobei die in Fig. 2 veranschaulichte Platte 1 die größtmögliche Stärke aufweist. Wie ersichtlich, wird durch die Federzunge 16 daher ein wesentlicher Toleranzbereich verschiedener Plattenstärken möglich, bei welchem dennoch eine satte und formschlüssige Anlage der mit der Platte 1 in Eingriff kommenden Flächen 17, 18 gewährleistet wird.

    [0028] Die Federzunge 16 bietet darüberhinaus noch den eigenartigen Vorteil, daß beispielsweise der Träger 4 nach oben federnd angehoben werden kann. Hierdurch lassen sich zum Beispiel unter der Unterkante 19 des Bauteiles 3 Zettel od. dgl. an der Platte 1 festklemmen. Ferner wird hierdurch möglicherweise ein neues Einsatzgebiet für die Vorrichtung nach der Erfindung erschlossen, da sich nach diesem System auch Demonstrationswände od.dgl., wie z.B. Pinnwände, gestalten lassen.

    [0029] Die Figuren 3 und 4 zeigen die aus dem Bauteil 3,dem Träger 4 und dem Kupplungsabschnitt 5 bestehende Einheit in einer Draufsicht bzw. in einer Ansicht des Pfei.les III in Fi.g. 3. Für gleiche Teile wurden gleiche Bezugszeichen verwendet.

    [0030] Fig. 5 zeigt in einer etwa Fig. 2 entsprechenden Ansicht eine abgewandelte Gestaltung des Trägers 4, welcher für manche Einsatzzwecke vorteilhaft sein kann.

    [0031] Es lassen sich mittels des Kupplungsteiles 6 Bauteile 3 unterschiedlichster Form sicher und formschlüssig gehalten an der Platte 1 befestigen, indem dieser in die jeweils untere Öffnung 2 eingeführt und der Bauteil nach oben geschoben wird. Sobald die Auflagefläche 14 mit der Stirnwandung 15 der oberen Fläche 14 fluchtet, was spätestens dann der Fall ist, wenn die Anscblagsfläche 6 mit der Stirnwand 10 der jeweils unteren öffnung 2 in Eingriff gelangt, schnappt der Kupplungsteil 6 mit seinem Riegelabschnitt 13 ein. Ebenso leicht lassen sich derartige Bauteile wieder versetzen, indem mi.t einem Schraubenzieher od. dgl. der Riegelteil nach hinten geschoben wird und anschließend der Bauteil 3 nach unten bewegt wird. Bei den veranschaulichten Ausführungsformen ist ein Ausbau ebenfalls dadurch möglich, daß der Träger 4 einfach kräftig nach oben gedrückt wird, wobei die Federzunge 16 nachgibt, bis der Riegelabschnitt 13 mit der Öffnung 2 außer Eingriff gelangt. Die federnden Eigenschaften des bevorzugt zu verwendenden Kunststoffes ermöglichen beide Arten des Lösens auf einfachste Weise.

    [0032] Wie sich aus Fig. 6 ergibt, ist im Falle des hier dargestellten Ausführungsbeispieles der Kupplungsabschnitt 6, welcher zusammen mit den übrigen Bestandteilen des Bauteiles 3 einstückig bevorzugt als Spritzgießteil ausgebildet ist, derart gestaltet, daß der obere Bereich des hakenförmigen Kupplungsteiles 6 in einem Winkel α auf den Bauteil 3 zu vorgespannt ist, so daß sich bei eingesetztem Halter zusätzlich eine ständige Federspannung auf die dazwischen eingeklemmte Platte 1 ergibt.

    [0033] Aus Fig. 6 ist noch ersichtlich, daß bevorzugt die Bauteile 3 an dem Kupplungsabschnitt 4 unterhalb der Ebene der Anschlagsfläche 19 angeordnet sind, da hierdurch die Hebelverhältnisse im Sinne der Erhöhung der Belastungsfähigkeit erheblich verbessert werden.

    [0034] Wie sich ferner aus Fig. 6 ergibt, sind die am stärksten beanspruchten Querschnitte des Bauteiles 3 und des Kupplungsabschnittes 6 annähernd oder möglichst gleich ausgebildet, so daß keiner dieser Teile eine Schwachstelle des Systems darstellt. Diese Querschnitte sind in Fig. 6 mit den gestrichelten Linien 22 bzw. 23 angedeutet. Wie ersichtlich, ist die Form des Kupplungsteiles 6 dabei derart gestaltet, daß dennoch die federnden Eigenschaften des hakenförmigen Kupplungsteiles erhalten bleiben.

    [0035] Zur Erleichterung des Einsetzens des Kupplungsteiles 6 in die Öffnungen 2 ist dieser an seinem Oberende bevorzugt mit einer Abrundung 24 ausgebildet.

    [0036] Bei der in Fig. 7 veranschaulichten Ausführungsform ist zusätzlich noch eine mögliche Form des Bauteiles 3 in etwa fünffacher Größe veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform besteht der Bauteil 3 aus einem Halter 30, der im Abstand zur Oberfläche der Platte 1 an seinem Oberende mi.t einem Schlitz 31 versehen ist. Durch den Schlitz 31 läßt sich beispielsweise bei mehreren nebeneinander auf einer/Platte 1 angeordneten Haltern 30 ein Gummiband (nicht dargestellt) ziehen, hinter welchem mehrere Werkzeuge, wie beispielsweise Schraubenzieher, Feilen, Stechbeitel od. dgl. gehalten werden können. Alternativ läßt sich durch den Schlitz 31 mehrerer nebeneinander angeordneter Halter 30 auch ein Kunststoffstreifen od.dgl. einschieben. Der Schlitz 31 ist zusätzlich durch einen Verbindungsschlitz 32 zur Oberseite des Halters 30 hin offen, so daß das Gummiband od. dgl. auch herausgenommen und eingesetzt werden kann ohne durch den Schlitz 31 gefädelt zu werden müssen. Dies bietet den Vorteil, daß sich einzelne Halter 30 versetzen lassen, ohne das Band aus sämtlichen Haltern herauszunehmen.

    [0037] Fig. 8 zeigt in Draufsicht einen Ausschnitt aus der Platte 1, aus welchem ersichtlich ist, daß die Uffnungen . 2 in zueinander parallelen Reihen 33 bis 38 angeordnet sind. Der Abstand der Reihen 33 bis 38 zueinander entspricht dem Abstand der Anschlagsfläche 11 zur Auflagefläche 14 (siehe Fig. 1).

    [0038] Fig. 9 und 10 zeigen in Draufsicht bzw. Seitenansicht eine skizzenhafte Darstellung eines Bauteiles 3 größerer Abmessungen, bei welchem es sich beispielsweise um Ablageflächen, SchubladenfUhrungen für Kleinteilschubladen od. dgl. handeln kann. Wie aus diesen Figuren ersichtlich, ist es bei Bauteilen dieser Art bevorzugt, mehrere Kupplungsteile 5 nebeneinander anzuordnen, wobei sich aus der Ansicht gemäß Fig. 10 ergibt, daß ab einer gewissen Höhenerstreckung derartiger Bauteile 3 ein oder mehrere zusätzliche Kupplungsteile übereinander-stehend vorgesehen sind, wobei die weiter unten liegenden Kupplungsteile 39 eine von den Kupplungsteilen 5 abweichende Konstruktion aufweisen, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 9 im folgenden näher erläutert wird.

    [0039] Fig. 11 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht einen derartigen größer dimensionierten Bauteil 3 in seiner Lage an der Platte 1. Wie gezeigt bestehen hierbei die unteren Kupplungsteile 29 im wesentlichen aus nach oben gerichteten Haken, sind jedoch in ihrer Form identisch zu den Kupplungsteilen 5 ausgebildet lediglich mit der Maßgabe, daß der die Riegelfläche 14 tragende Vorsprung 20 weggelassen ist. Hierdurch wird gewährleistet, daß derartige Bauteile 3 einerseits kippsicher und durch die oberen Kupplungsteile 5 ebenfalls formschlüssig sicher an der Platte 1 gehalten sind, andererseits jedoch derartige Bauteile 3 mit durchgehenden Rückwänden ausgebildet werden können, da ein Entriegeln der unteren Kupplungsteile 29 durch Eindrücken nicht notwendig ist.

    [0040] Alternativ lassen sich selbstverständlich die unteren Kupplungsteile ebenfalls mit den Vorsprüngen 20 ausbilden, wozu dann die Rückwand eines derartigen Bauteiles an entsprechender Stelle eine öffnung aufweisen muß, um das Entriegeln zu ermöglichen.

    [0041] Die Figuren 12 bis 14 zeigen skizzenhafte und beispielhafte Ausführungsformen möglicher Bauteile 3(ohne Kupplungsteil), wie sie (Fig. 12) beispielsweise zur aufrechten Halterung von Schraubenschlüsseln oder zur waagerechten Halterung derartiger Werkzeuge und ähnlicher Teile verwendet werden können. Bei den in Fig. 13 veranschaulichten Bauteilen 3 handelt es sich um verschiedene Formen von Ablageflächen, Schubkastenführungen od. dgl. und in Fig. 14 sind speziell geformte Bauteile 3 beispielsweise zum Halten von Stechbeiteln, Schraubenziehern oder Spiralbohrersätzen veranschaulicht. Ohne besonders auf weitere Einzelheiten einzugehen ist dem Fachmann offensichtlich, daß der Bauteil 3 selbst jede gewünschte Form aufweisen kann, ohne daß vom Grundgedanken der Erfindung abgewichen wird, der insbesondere in der beschriebenen Befestigung der Bauteile 3 an der Platte 1 gesehen wird.

    [0042] Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen,können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Halten von einer Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände, mit einer Platte, welche in einem regelmäßigen Muster öffnungen aufweist und mit an der Platte über die öffnungen anordenbaren Bauteilen, mittels derer die Gegenstände in einer wählbaren Ordnung angeordnet und/oder gehalten werden, wobei die Bauteile einen Kupplungsteil für die Öffnungen aufweisen, welcher in mindestens zwei Öffnungen eingreift und welcher von der Vorderseite der Platte her lösbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Platte (1) als aufrechtstehende Wandplatte ausgebildet ist, daß der Kupplungsteil (6) derart ausgebildet ist, daß er formschlüssig und unter Federvorspannung in die mindestens zwei Öffnungen (2) den Bauteil (3) an der Platte (1) verriegelnd eingreift, indem der Querschnittsbereich der Platte (1) zwischen den beiden Öffnungen (2) zwischen dem Bauteil (3) auf der Vorderseite der Platte (1) und dem Kupplungsteil (6) auf der Rückseite der Platte (1) unter der Federvorspannung gehalten ist, daß der Kupplungsteil (6) als bezüglich der Platte (1) nach oben gerichteter Teil ausgebildet ist, daß der Bauteil (3) eine dem Kupplungsteil (6) gegenüberliegende, gegen die Vorderseite der Platte (1) gerichtete Federzunge (16) aufweist, und daß der Bauteil (3) Einrichtungen zur Halterung der Gegenstände an der Platte (1) aufweist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (6) als federnd auslenkbarer, mit dem Bauteil (3) einstückiger Teil ausgebildet ist und durch Herausdrücken aus der mindestens zweiten öffnung (2) entriegelbar ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nach oben gerichtete Teil hakenförmig ausgebildet ist und an seinem Oberende einen Vorsprung (20) aufweist, der in die mindestens zweite öffnung vorsteht.
     
    4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (6) einen mit dem Bauteil (3) verbundenen oder verbindbaren ersten Abschnitt (9) mit einer parallel zu einer Stirnwandung (10) der Öffnungen (2) verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Anschlagsfläche (11), einen parallel zur Platte (1) verlaufenden zweiten Abschnitt (12) und einen Riegelabschnitt (13) aufweist, daß der Riegelabschnitt (13) mit einer parallel zu einer zweiten Stirnwandung (15) der öffnungen (2) verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Auflagefläche (14) versehen ist, und daß die Anschlagsfläche (11) und die Auflagefläche (14) aufeinanderzuweisen und in einem Abstand angeordnet sind, welcher geringfügig größer oder gleich dem Abstand der Reihen der Öffnungen (2) ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsabschnitt (5) eine der Platte (1) gegenüberliegende Anlagefläche (17) aufweist, und daß die Federzunge (16) in Richtung des zweiten Abschnittes (12) über die Anlagefläche (17) vorsteht.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagsfläche (11) und die Auflagefläche (14) über eine Fläche (18) miteinander verbunden sind, welche im eingekuppelten Zustand an der jeweils den Bauteilen (3) entgegengesetzten Fläche der Platte (1) zwischen den öffnungen (2) anliegt.
     
    7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (6) an einem Kupplungsabschnitt (5) befestigt ist und daß die Bauteile (3) an dem Kupplungsabschnitt (5) unterhalb der Ebene der Anschlagsfläche (11) befestigt bzw. befestigbar sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialquerschnitt in den am stärksten beanspruchten Bereichen des Kupplungsteiles (6) und der Bauteile (3) annähernd gleich ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (14) im Abstand oberhalb des Oberendes des Kupplungsabschnittes (5, 16) angeordnet ist.
     
    10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsabschnitt (5) eine der Platte (1) gegenüberliegende Anlagefläche (17) aufweist, von der mindestens ein Teil zu der Fläche (18) parallel angeordnet ist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen (2) in parallelen Reihen (33 bis 38) mit gleichem Abstand zwischen den Reihen angeordnet sind.
     
    12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bauteilen größerer Längserstreckung mehrere Kupplungsteile (6) nebeneinander angeordnet sind.
     
    13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bauteilen größerer Höhe ein oder mehrere zusätzliche Kupplungsteile (39) übereinander vorgesehen sind, welche als nach oben weisende Haken in einer den Kupplungsteilen (6) entsprechenden Form, jedoch ohne einen Verriegelungsabschnitt (13) ausgebildet sind.
     
    14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) als Schlitzplatte ausgebildet ist, bei der die öffnungen (2) aus rechteckigen oder quadratischen Schlitzen bestehen und daß die Kupplungsteile (6, 39) eine Breite aufweisen, die der lichten Weite.(b) der Schlitze (2) entsprechen.
     
    15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsteile (6, 39) schräge Führungsflächen aufweisen.
     
    16. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteile (3) als Halter (30) mit einem Schlitz (31) zur Aufnahme von quer zur Hauptrichtung der Werkzeuge oder dergleichen verlaufenden Bändern od. dgl. ausgebildet sind, wobei der Schlitz (31) im Abstand zur Oberfläche der Platte (1) angeordnet ist und eine seitliche Einführungsöffnung (32) in den Schlitz (31) vorgesehen ist.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil (3) als der Werkzeugform entsprechendes Formstück oder.als Ablagefläche oder als Schubkastenführung oder zur Aufnahme von Zusatzeinrichtungen zur Halterung der Werkzeuge od. dgl. ausgebildet ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche., dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Einzelteile aus Kunststoff bestehen.
     
    19. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil (3) mit einem gesondert ausgebildeten Kupplungsabschnitt (5) kuppelbar ist.
     




    Zeichnung