[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von einer Vielzahl unterschiedlicher
Gegenstände, mit einer Platte, welche in einem regelmäßigen Muster Öffnungen aufweist
und mit an der Platte über die Öffnungen anordenbaren Bauteilen, mittels derer die
Gegenstände in einer wählbaren Ordnung angeordnet und/oder gehalten werden, wobei
die Bauteile einen Kupplungsteil für die Öffnungen aufweisen, welcher in mindestens
zwei Öffnungen eingreift und welcher von der Vorderseite der Platte her lösbar ist.
[0002] Sämtliche bekannten Vorrichtungen di.eser Art weisen jedoch den Nachteil auf, daß
die genannten Bautei.le entweder lediglich unter Schwerkraftwirkung oder durch Reibungsschluß
gehalten sind, so daß beim Herausnehmen von Werkzeugen oder dgl. die Gefahr besteht,
daß sich der Bauteil mit von der Platte löst und wieder neu eingesetzt werden muß.
Darüberhinaus ist die Art der Bauteile sehr beschränkt, und es fehlt bei bekannten
Vorrichtungen dieser Art die Möglichkeit, beispielsweise größere Gegenstände wie Hobel
oder dgl. oder ganz kleine Gegenstände wie beispielsweise Spiralbohrer an derartigen
Platten anzuordnen und zu halten.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der oben genannten
Art zu schaffen, bei welcher die genannten Nachteile nicht auftreten, die sich zusätzlich
durch hohe Tragfähigkeit auszeichnet und die an die Fertigungstoleranzen der Platte
geringe Anforderungen stellt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Platte
als aufrechtstehende Wandplatte ausgebildet ist, daß der Kupplungsteil derart ausgebildet
ist, daß er formschlüssig und unter Federvorspannung in die mindestens zwei Uffnungen
den Bauteil an der Platte verriegelnd eingreift, indem der Querschnittsbereich der
Platte zwischen den beiden Uffnungen zwischen dem Bauteil auf der Vorderseite der
Platte und dem Kupplungsteil auf der Rückseite der Platte unter der Federvorspannung
gehalten ist, daß der Kupplungsteil als bezüglich der Platte nach oben gerichteter
Teil ausgebildet i.st, daß der Bauteil eine dem Kupplungsteil gegenüberliegende, gegen
die Vorderseite der Platte gerichtete Federzunge aufweist, und daß der Bauteil Einrichtungen
zur Halterung der Gegenstände an der Platte aufweist.
[0005] Durch die Erfindung wird insbesondere der Vorteil erzielt, daß durch den formschlüssigen
Eingriff es nicht mehr vorkommen kann, daß sich der das Werkzeug haltende Bauteil
zusammen mit diesem von der Platte löst. Durch die Entriegelbarkeit des Kupplungsteiles
von der Vorderseite der Platte her ist es andererseits möglich, einfach die gewählte
Ordnung durch Versetzen der Bauteile zu ändern, so daß die Platte trotz der formschlüssigen
Kupplung fest an der Wand montiert werden kann.
[0006] Dadurch, daß der Teil nach oben gerichtet ist, wird überraschenderweise die Tragfähigkeit
der Bauteile gegenüber nach unten gerichteten Teilen um mehr als das Zehnfache erhöht.
[0007] Durch das Merkmal der Federzunge wird weiterhin der Vorteil erzielt, daß auf einfachstem
Wege den bei der Plattenherstellung auftretenden Toleranzen, insbesondere bezüglich
der Plattenstärke, Rechnung getragen wird, so daß ein wesentlicher Kostenvorteil erzielbar
ist.
[0008] Eine bevorzugte Ausführungsform derErfindung kann dadurch geschaffen werden, daß
der Kupplungsteil als federnd auslenkbarer Teil ausgebildet ist und durch Eindrücken
in die mindestens zweite öffnung entriegelbar ist.
[0009] Im einzelnen kann die Erfindung dadurch weitergebildet werden, daß der nach oben
gerichtete Teil hakenförmig ausgebildet ist und an seinem Oberende einen Vorsprung
aufweist, der in die mindestens zweite Öffnung vorsteht.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Kupplungsteil einen mit dem Bauteil verbundenen
oder verbindbaren ersten Abschnitt mit einer parallel zu einer Stirnwandung der öffnungen
verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Anschlagsfläche, einen parallel zur Platte
verlaufenden zweiten Abschnitt und einen Riegelabschnitt aufweist, daß der Riegelabschnitt
mit einer parallel zu einer zweiten Stirnwandung der öffnungen verlaufenden bzw. deren
Form entsprechenden Auflagefläche versehen ist, und daß die Anschlagsfläche und die
Auflagefläche aufeinanderzuweisen und in einem Abstand angeordnet sind, welcher geringfügig
größer oder gleich dem Abstand der Reihen der Öffnungen ist. Durch diese Ausführungsform
wird ein besonders guter Formschluß des Kupplungsteils mit einfachsten Mitteln erreicht.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung werdenbei Bauteilen
größerer Längserstreckung mehrere Riegelteile nebeneinander angeordnet. Hierdurch
wird eine kippsichere Lagerung derartiger längerer Bauteile erzielt, so daß in einfacher
Weise beispielsweise kleine Podeste, Leisten, Spiralbohrerhalter od. dgl. ebenfalls
vorgesehen werden können.
[0012] Bei Bauteilen größerer Höhe sind bevorzugt ein oder mehrere zusätzliche Kupplungsteile
vorgesehen, wobei es ferner bevorzugt ist, daß der oder die zusätzlichen Kupplungsteile
als nach oben weisende Haken in der den verriegelbaren Kupplungsteilen entsprechender
Form, jedoch ohne Verriegelungsabschnitt ausgebildet sind. Hierdurch ist es möglich,
größere Bauteile mit durchgehenden Rückwandungen oder dgl. zu versehen, da der jeweils
dahinterliegende zusätzliche Kupplungsteil keine Verriegelung aufweist, die von vorne
gelöst werden muß.
[0013] Besonders bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, die Platte als Schlitzplatte
auszubilden, bei der die öffnungen aus rechteckigen oder quadratischen Schlitzen bestehen.
[0014] Bei dieser Ausführungsform nach der Erfindung sind die Kupplungsteile beider Arten
in einer Breite ausgebildet, die der lichten Weite der Schlitze entspricht.
[0015] Die möglichen verschiedenen Formen der die Kupplungsteile aufweisenden Bauteile sind
in beispielhafter Aufzählung in weiteren Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0016] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen
und aus der folgenden Beschreibung, in welcher die Erfindung anhand mehrerer in den
Zeichnungen beispielhaft veranschaulichter Ausführungsformen näher erläutert wird.
[0017] In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Bauteiles in Verbindung mit einem Ausschnitt einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der dazugehörigen Platte in Draufsicht in etwa 4-facher
Vergrößerung;
Fig. 2 eine Seitenansicht im gleichen Maßstab des Bauteiles gemäß Fig. 1 mit einer
beispielhaften Ausführungsform der Einrichtung zur Halterung der Gegenstände in der
Einbaulage an einer in gestrichelter Schnittansicht dargestellten Platte;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV auf die Einrichtung gemäß Fig. 3;
Fig. 5 die Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles;
Fig. 6 die Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels;
Fig. 7 eine mögliche Ausführungsform eines Bauteils in vergrößertem Maßstab (ohne
Kupplungsteil);
Fig. 8 einen Ausschnitt der Platte in Draufsicht;
Fig. 9 eine skizzenhafte Ansicht eines Bauteiles größerer Abmessungen;
Fig. 10 eine Seitenansicht des Bauteils gemäß Fig. 9;
Fig. 11 die Halterung des Bauteils an der Platte in skizzenhafter Seitenansicht; und
Fig. 12 bis 14 beispielhafte Ansichten von Ausgestaltungen der bei der Vorrichtung
gemäß der Erfindung verwendbaren Bauteile.
[0018] Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht die Vorrichtung nach der Erfindung
aus einer beispielsweise an der Wand befestigbaren Platte 1 mit öffnungen 2 und daran
formschlüssig befestigbaren Bauteilen 3. Die Bauteile 3 wiederum sind mit Einrichtungen
zur Halterung der Gegenstände verbunden bzw. verbindbar, welche in der in den Fig.
1 bis 4 veranschaulichten Ausführungsform in der Ausgestaltung eines Trägers 4 ausgebildet
ist. Wie weiter unten näher beschrieben, können diese Einrichtungen jede zweckdienliche
Form aufweisen.
[0019] Die Bauteile 3 selbst können ebenfalls jede beliebige Form haben, weisen jedoch sämtlich
einen allgemein mit 5 bezeichneten Kupplungsabschnitt auf, welcher in Fig. 1 durch
die symbolische Schnittlinie A-A von dem Bauteil 3 abgetrennt ist. Sämtliche Bestandteile
der Vorrichtung nach der Erfindung lassen sich bevorzugt durch Spritzgießen oder andere
Formverfahren aus Kunststoff herstellen, wobei die Platten 1 in beliebiger Größe auch
aus Kunststoffplatten, Aluminiumplatten oder anderen Verbundwerkstoffen gestanzt werden
können. Die Platten 1 werden beispielsweise mittels nicht dargestellter Abstandhalter
an der Wand montiert, wobei der Abstand zu der dahinterliegenden Wand derart bemessen
ist, daß die weiter unten beschriebene Verriegelung und Entriegelung der Kupplungsabschnitte
5 ohne Schwierigkeiten möglich ist.
[0020] Die in regelmäßigen Reihen bevorzugt unter gleichmäßigen senkrechten Abständen h
angeordneten öffnungen 2 in der Platte 1 sind bevorzugt als rechteckige Schlitze mit
einer Breite b und einer Lände 1 ausgebildet. Der durch die symbolische Schnittlinie
A-A abgetrennte Kupplungsabschnitt 5 trägt einen hakenförmig nach oben gerichteten
Kupplungsteil 6, welcher in seiner Länge und Dimensionen über geeignete Radien und
dgl. derart gestaltet ist, daß er sich ohne Schwierigkeiten mittels einer aufwärtsgerichteten
Schwenkbewegung durch die öffnungen 2 einführen läßt. Die in den Zeichnungen veranschaulichte
Form ist aus diesem Grunde besonders bevorzugt. Hierbei ist der Kupplungsteil derart
bemessen, daß seine breiteste Stelle 7 in einem Abstand von seiner Kopffläche 8 liegt,
welcher kleiner oder gleich der Gesamtlänge 1 der Schlitze 2 ist, wobei die Breite
der hakenförmig nach oben gerichteten Kupplungsteile 6 durchgehend gleich der Breite
b der Schlitze 2 ist.
[0021] Der Kupplungsteil 6 weist einen ersten Abschnitt 9 auf, der mit dem Bauteil 3 über
den Kupplungsabschnitt 5 verbunden ist und welcher eine parallel zur Stirnwandung
10 der öffnungen 2 verlaufende Anschlagsfläche 11 aufweist.
[0022] Bei abgewandelten Ausführungsformen der Öffnungen 2, beispielsweise als runde Bohrungen
od. dgl., weist die Anschlagsfläche 11 bevorzugt eine der Form der Wandungen der Öffnungen
entsprechende Form auf, so daß bei eingesetztem Bauteil 3 eine satte Anlage zur Stirnwandung
10 der Öffnungen 2 hergestellt ist.
[0023] An den ersten Abschnitt 9 des Kupplungsteiles 6 schließt sich ein zweiter Abschnitt
12 an, welcher mit seiner Hauptachse im wesentlichen parallel zur Platte 1 verläuft.
Am Oberende des zweiten Abschnittes 12 weist der Kupplungsteil 6 einen Riegelabschnitt
13 auf.
[0024] Der Riegelabschnitt 13 wiederum ist mit einer Auflagefläche 14 versehen, welche ebenfalls
parallel zur Auflagefläche 11 verläuft und dieser zugewandt ist. Ferner liegt die
Auflagefläche 14 ebenfalls parallel zu derjenigen Wandung der Öffnung 2, mit welcher
sie bei eingesetztem Bauteil 3 in Eingriff gelangt, wobei bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
dies die untere Stirnwandung 15 der Öffnungen 2 ist, wobei die Auflagefläche 14 jeweils
mit der Stirnwandung 15 derjenigen Öffnung 2 gelangt, welche unmittelbar über der
Öffnung 2 liegt, in welche der Kupplungsteil 6 eingeführt wurde.
[0025] Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist der Abstand zwischen der Anschlagsfläche
11 und der Auflagefläche 14 derart bemessen, daß er geringfügig größer oder gleich
dem Abstand h der Reihen der Öffnungen 2 ist. Bei dem in Fig. 1 etwa im Maßstab 4:1
dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Differenz zwischen dem Abstand h der
Reihen der Öffnungen 2 und dem Abstand zwischen den Flächen 11 und 14 etwa 0,1 mm.
Diese Differenz ist jedoch nicht kritisch, da er lediglich das sichere Einklinken
der Bauteile 3 gewährleisten soll. Bevorzugt sollte diese Differenz jedoch nicht zu
groß gewählt werden, um den Formschluß des Bauteiles 3 mit der Platte 1 zu gewährleisten,
welcher durch Ober.greifen des zwischen der Stirnwand 10 einer der Öffnungen 2 und
der Stirnwand 15 der darüberliegenden Öffnung 2 durch den Kupplungsteil 6 gewährleistet
wird.
[0026] Der Bauteil 3 ist an seinem Oberende mit einer Federzunge 16 versehen, welche bei
in die Platte 1 eingesetztem Bauteil gegen die Platte 1 vorgespannt ist. Auf die genaue
Funktion dieser Federzunge 16 wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 noch näher eingegangen.
Ferner weist der Kupplungsabschnitt 5 eine der Platte 1 zugewandte Anlagefläche 17
auf, deren Breite bei gegebener Form des Bauteiles 3 wesentlich größer als die Breite
b der Schlitze 2 ausgebildet ist. Zumindest ein Teil.der Anlagefläche 17 ist dem ersten
Abschnitt 9 des Kupplungsteiles 6 gegenüberliegend angeordnet. Die Anlagefläche 17
ist in Hauptrichtung des Kupplungsteiles 6 größer ausgebildet als die auf der Rückseite
der Platte 1 zur Anlage kommende Fläche 18 des zweiten Abschnittes 12 des Kupplungsteiles
6, so daß der an dem Riegelabschnitt 13 vorgesehene Vorsprung 20, welcher die Auflagefläche
14 enthält und in. Richtung des Bauteiles 3 vorsteht, bei eingesetztem Zustand des
Bauteiles 3 in die jeweils darüberliegende öffnung 2 der Platte 1 eingreift und daher
von der Vorderseite der Platte 1 durch Eindrücken zugänglich und lösbar bleibt.
[0027] Wie sich insbesondere aus der Ansicht gemäß Fig. 2 ergibt, steht die Federzunge 16
in Richtung der auf der Rückseite der Platte 1 zur Anlage kommenden Fläche 18 des
zweiten Abschnittes 12 vor und überragt somit in dieser Richtung die Anlagefläche
17. In Fig. 2 ist in der Schnittansicht gestrichelt eine Platte 1 mit den öffnungen
2 veranschaulicht, wobei die in Fig. 2 veranschaulichte Platte 1 die größtmögliche
Stärke aufweist. Wie ersichtlich, wird durch die Federzunge 16 daher ein wesentlicher
Toleranzbereich verschiedener Plattenstärken möglich, bei welchem dennoch eine satte
und formschlüssige Anlage der mit der Platte 1 in Eingriff kommenden Flächen 17, 18
gewährleistet wird.
[0028] Die Federzunge 16 bietet darüberhinaus noch den eigenartigen Vorteil, daß beispielsweise
der Träger 4 nach oben federnd angehoben werden kann. Hierdurch lassen sich zum Beispiel
unter der Unterkante 19 des Bauteiles 3 Zettel od. dgl. an der Platte 1 festklemmen.
Ferner wird hierdurch möglicherweise ein neues Einsatzgebiet für die Vorrichtung nach
der Erfindung erschlossen, da sich nach diesem System auch Demonstrationswände od.dgl.,
wie z.B. Pinnwände, gestalten lassen.
[0029] Die Figuren 3 und 4 zeigen die aus dem Bauteil 3,dem Träger 4 und dem Kupplungsabschnitt
5 bestehende Einheit in einer Draufsicht bzw. in einer Ansicht des Pfei.les III in
Fi.g. 3. Für gleiche Teile wurden gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0030] Fig. 5 zeigt in einer etwa Fig. 2 entsprechenden Ansicht eine abgewandelte Gestaltung
des Trägers 4, welcher für manche Einsatzzwecke vorteilhaft sein kann.
[0031] Es lassen sich mittels des Kupplungsteiles 6 Bauteile 3 unterschiedlichster Form
sicher und formschlüssig gehalten an der Platte 1 befestigen, indem dieser in die
jeweils untere Öffnung 2 eingeführt und der Bauteil nach oben geschoben wird. Sobald
die Auflagefläche 14 mit der Stirnwandung 15 der oberen Fläche 14 fluchtet, was spätestens
dann der Fall ist, wenn die Anscblagsfläche 6 mit der Stirnwand 10 der jeweils unteren
öffnung 2 in Eingriff gelangt, schnappt der Kupplungsteil 6 mit seinem Riegelabschnitt
13 ein. Ebenso leicht lassen sich derartige Bauteile wieder versetzen, indem mi.t
einem Schraubenzieher od. dgl. der Riegelteil nach hinten geschoben wird und anschließend
der Bauteil 3 nach unten bewegt wird. Bei den veranschaulichten Ausführungsformen
ist ein Ausbau ebenfalls dadurch möglich, daß der Träger 4 einfach kräftig nach oben
gedrückt wird, wobei die Federzunge 16 nachgibt, bis der Riegelabschnitt 13 mit der
Öffnung 2 außer Eingriff gelangt. Die federnden Eigenschaften des bevorzugt zu verwendenden
Kunststoffes ermöglichen beide Arten des Lösens auf einfachste Weise.
[0032] Wie sich aus Fig. 6 ergibt, ist im Falle des hier dargestellten Ausführungsbeispieles
der Kupplungsabschnitt 6, welcher zusammen mit den übrigen Bestandteilen des Bauteiles
3 einstückig bevorzugt als Spritzgießteil ausgebildet ist, derart gestaltet, daß der
obere Bereich des hakenförmigen Kupplungsteiles 6 in einem Winkel α auf den Bauteil
3 zu vorgespannt ist, so daß sich bei eingesetztem Halter zusätzlich eine ständige
Federspannung auf die dazwischen eingeklemmte Platte 1 ergibt.
[0033] Aus Fig. 6 ist noch ersichtlich, daß bevorzugt die Bauteile 3 an dem Kupplungsabschnitt
4 unterhalb der Ebene der Anschlagsfläche 19 angeordnet sind, da hierdurch die Hebelverhältnisse
im Sinne der Erhöhung der Belastungsfähigkeit erheblich verbessert werden.
[0034] Wie sich ferner aus Fig. 6 ergibt, sind die am stärksten beanspruchten Querschnitte
des Bauteiles 3 und des Kupplungsabschnittes 6 annähernd oder möglichst gleich ausgebildet,
so daß keiner dieser Teile eine Schwachstelle des Systems darstellt. Diese Querschnitte
sind in Fig. 6 mit den gestrichelten Linien 22 bzw. 23 angedeutet. Wie ersichtlich,
ist die Form des Kupplungsteiles 6 dabei derart gestaltet, daß dennoch die federnden
Eigenschaften des hakenförmigen Kupplungsteiles erhalten bleiben.
[0035] Zur Erleichterung des Einsetzens des Kupplungsteiles 6 in die Öffnungen 2 ist dieser
an seinem Oberende bevorzugt mit einer Abrundung 24 ausgebildet.
[0036] Bei der in Fig. 7 veranschaulichten Ausführungsform ist zusätzlich noch eine mögliche
Form des Bauteiles 3 in etwa fünffacher Größe veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform
besteht der Bauteil 3 aus einem Halter 30, der im Abstand zur Oberfläche der Platte
1 an seinem Oberende mi.t einem Schlitz 31 versehen ist. Durch den Schlitz 31 läßt
sich beispielsweise bei mehreren nebeneinander auf einer/Platte 1 angeordneten Haltern
30 ein Gummiband (nicht dargestellt) ziehen, hinter welchem mehrere Werkzeuge, wie
beispielsweise Schraubenzieher, Feilen, Stechbeitel od. dgl. gehalten werden können.
Alternativ läßt sich durch den Schlitz 31 mehrerer nebeneinander angeordneter Halter
30 auch ein Kunststoffstreifen od.dgl. einschieben. Der Schlitz 31 ist zusätzlich
durch einen Verbindungsschlitz 32 zur Oberseite des Halters 30 hin offen, so daß das
Gummiband od. dgl. auch herausgenommen und eingesetzt werden kann ohne durch den Schlitz
31 gefädelt zu werden müssen. Dies bietet den Vorteil, daß sich einzelne Halter 30
versetzen lassen, ohne das Band aus sämtlichen Haltern herauszunehmen.
[0037] Fig. 8 zeigt in Draufsicht einen Ausschnitt aus der Platte 1, aus welchem ersichtlich
ist, daß die Uffnungen . 2 in zueinander parallelen Reihen 33 bis 38 angeordnet sind.
Der Abstand der Reihen 33 bis 38 zueinander entspricht dem Abstand der Anschlagsfläche
11 zur Auflagefläche 14 (siehe Fig. 1).
[0038] Fig. 9 und 10 zeigen in Draufsicht bzw. Seitenansicht eine skizzenhafte Darstellung
eines Bauteiles 3 größerer Abmessungen, bei welchem es sich beispielsweise um Ablageflächen,
SchubladenfUhrungen für Kleinteilschubladen od. dgl. handeln kann. Wie aus diesen
Figuren ersichtlich, ist es bei Bauteilen dieser Art bevorzugt, mehrere Kupplungsteile
5 nebeneinander anzuordnen, wobei sich aus der Ansicht gemäß Fig. 10 ergibt, daß ab
einer gewissen Höhenerstreckung derartiger Bauteile 3 ein oder mehrere zusätzliche
Kupplungsteile übereinander-stehend vorgesehen sind, wobei die weiter unten liegenden
Kupplungsteile 39 eine von den Kupplungsteilen 5 abweichende Konstruktion aufweisen,
wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 9 im folgenden näher erläutert wird.
[0039] Fig. 11 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht einen derartigen
größer dimensionierten Bauteil 3 in seiner Lage an der Platte 1. Wie gezeigt bestehen
hierbei die unteren Kupplungsteile 29 im wesentlichen aus nach oben gerichteten Haken,
sind jedoch in ihrer Form identisch zu den Kupplungsteilen 5 ausgebildet lediglich
mit der Maßgabe, daß der die Riegelfläche 14 tragende Vorsprung 20 weggelassen ist.
Hierdurch wird gewährleistet, daß derartige Bauteile 3 einerseits kippsicher und durch
die oberen Kupplungsteile 5 ebenfalls formschlüssig sicher an der Platte 1 gehalten
sind, andererseits jedoch derartige Bauteile 3 mit durchgehenden Rückwänden ausgebildet
werden können, da ein Entriegeln der unteren Kupplungsteile 29 durch Eindrücken nicht
notwendig ist.
[0040] Alternativ lassen sich selbstverständlich die unteren Kupplungsteile ebenfalls mit
den Vorsprüngen 20 ausbilden, wozu dann die Rückwand eines derartigen Bauteiles an
entsprechender Stelle eine öffnung aufweisen muß, um das Entriegeln zu ermöglichen.
[0041] Die Figuren 12 bis 14 zeigen skizzenhafte und beispielhafte Ausführungsformen möglicher
Bauteile 3(ohne Kupplungsteil), wie sie (Fig. 12) beispielsweise zur aufrechten Halterung
von Schraubenschlüsseln oder zur waagerechten Halterung derartiger Werkzeuge und ähnlicher
Teile verwendet werden können. Bei den in Fig. 13 veranschaulichten Bauteilen 3 handelt
es sich um verschiedene Formen von Ablageflächen, Schubkastenführungen od. dgl. und
in Fig. 14 sind speziell geformte Bauteile 3 beispielsweise zum Halten von Stechbeiteln,
Schraubenziehern oder Spiralbohrersätzen veranschaulicht. Ohne besonders auf weitere
Einzelheiten einzugehen ist dem Fachmann offensichtlich, daß der Bauteil 3 selbst
jede gewünschte Form aufweisen kann, ohne daß vom Grundgedanken der Erfindung abgewichen
wird, der insbesondere in der beschriebenen Befestigung der Bauteile 3 an der Platte
1 gesehen wird.
[0042] Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale
und Vorteile der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher
Anordnungen,können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
1. Vorrichtung zum Halten von einer Vielzahl unterschiedlicher Gegenstände, mit einer
Platte, welche in einem regelmäßigen Muster öffnungen aufweist und mit an der Platte
über die öffnungen anordenbaren Bauteilen, mittels derer die Gegenstände in einer
wählbaren Ordnung angeordnet und/oder gehalten werden, wobei die Bauteile einen Kupplungsteil
für die Öffnungen aufweisen, welcher in mindestens zwei Öffnungen eingreift und welcher
von der Vorderseite der Platte her lösbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Platte
(1) als aufrechtstehende Wandplatte ausgebildet ist, daß der Kupplungsteil (6) derart
ausgebildet ist, daß er formschlüssig und unter Federvorspannung in die mindestens
zwei Öffnungen (2) den Bauteil (3) an der Platte (1) verriegelnd eingreift, indem
der Querschnittsbereich der Platte (1) zwischen den beiden Öffnungen (2) zwischen
dem Bauteil (3) auf der Vorderseite der Platte (1) und dem Kupplungsteil (6) auf der
Rückseite der Platte (1) unter der Federvorspannung gehalten ist, daß der Kupplungsteil
(6) als bezüglich der Platte (1) nach oben gerichteter Teil ausgebildet ist, daß der
Bauteil (3) eine dem Kupplungsteil (6) gegenüberliegende, gegen die Vorderseite der
Platte (1) gerichtete Federzunge (16) aufweist, und daß der Bauteil (3) Einrichtungen
zur Halterung der Gegenstände an der Platte (1) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (6)
als federnd auslenkbarer, mit dem Bauteil (3) einstückiger Teil ausgebildet ist und
durch Herausdrücken aus der mindestens zweiten öffnung (2) entriegelbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nach oben gerichtete
Teil hakenförmig ausgebildet ist und an seinem Oberende einen Vorsprung (20) aufweist,
der in die mindestens zweite öffnung vorsteht.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kupplungsteil (6) einen mit dem Bauteil (3) verbundenen oder verbindbaren ersten
Abschnitt (9) mit einer parallel zu einer Stirnwandung (10) der Öffnungen (2) verlaufenden
bzw. deren Form entsprechenden Anschlagsfläche (11), einen parallel zur Platte (1)
verlaufenden zweiten Abschnitt (12) und einen Riegelabschnitt (13) aufweist, daß der
Riegelabschnitt (13) mit einer parallel zu einer zweiten Stirnwandung (15) der öffnungen
(2) verlaufenden bzw. deren Form entsprechenden Auflagefläche (14) versehen ist, und
daß die Anschlagsfläche (11) und die Auflagefläche (14) aufeinanderzuweisen und in
einem Abstand angeordnet sind, welcher geringfügig größer oder gleich dem Abstand
der Reihen der Öffnungen (2) ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kupplungsabschnitt (5) eine der Platte (1) gegenüberliegende Anlagefläche (17)
aufweist, und daß die Federzunge (16) in Richtung des zweiten Abschnittes (12) über
die Anlagefläche (17) vorsteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagsfläche
(11) und die Auflagefläche (14) über eine Fläche (18) miteinander verbunden sind,
welche im eingekuppelten Zustand an der jeweils den Bauteilen (3) entgegengesetzten
Fläche der Platte (1) zwischen den öffnungen (2) anliegt.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kupplungsteil (6) an einem Kupplungsabschnitt (5) befestigt ist und daß die Bauteile
(3) an dem Kupplungsabschnitt (5) unterhalb der Ebene der Anschlagsfläche (11) befestigt
bzw. befestigbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Materialquerschnitt in den am stärksten beanspruchten Bereichen des Kupplungsteiles
(6) und der Bauteile (3) annähernd gleich ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auflagefläche (14) im Abstand oberhalb des Oberendes des Kupplungsabschnittes
(5, 16) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kupplungsabschnitt (5) eine der Platte (1) gegenüberliegende Anlagefläche (17)
aufweist, von der mindestens ein Teil zu der Fläche (18) parallel angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die öffnungen (2) in parallelen Reihen (33 bis 38) mit gleichem Abstand zwischen den
Reihen angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Bauteilen größerer Längserstreckung mehrere Kupplungsteile (6) nebeneinander angeordnet
sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Bauteilen größerer Höhe ein oder mehrere zusätzliche Kupplungsteile (39) übereinander
vorgesehen sind, welche als nach oben weisende Haken in einer den Kupplungsteilen
(6) entsprechenden Form, jedoch ohne einen Verriegelungsabschnitt (13) ausgebildet
sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Platte (1) als Schlitzplatte ausgebildet ist, bei der die öffnungen (2) aus rechteckigen
oder quadratischen Schlitzen bestehen und daß die Kupplungsteile (6, 39) eine Breite
aufweisen, die der lichten Weite.(b) der Schlitze (2) entsprechen.
15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplungsteile (6, 39) schräge Führungsflächen aufweisen.
16. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bauteile (3) als Halter (30) mit einem Schlitz (31) zur Aufnahme von quer zur
Hauptrichtung der Werkzeuge oder dergleichen verlaufenden Bändern od. dgl. ausgebildet
sind, wobei der Schlitz (31) im Abstand zur Oberfläche der Platte (1) angeordnet ist
und eine seitliche Einführungsöffnung (32) in den Schlitz (31) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 dadurch gekennzeichnet, daß der
Bauteil (3) als der Werkzeugform entsprechendes Formstück oder.als Ablagefläche oder
als Schubkastenführung oder zur Aufnahme von Zusatzeinrichtungen zur Halterung der
Werkzeuge od. dgl. ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche., dadurch gekennzeichnet, daß
sämtliche Einzelteile aus Kunststoff bestehen.
19. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bauteil (3) mit einem gesondert ausgebildeten Kupplungsabschnitt (5) kuppelbar
ist.