[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einklemmen und/ oder Längsbewegen eines
langgestreckten Zugmittels, insbesondere eines Drahtseiles oder einer Stange, gegenüber
dem Gehäuse oder Rahmen eines Hebezeuges od.dgl. mit mindestens einer ersten Klemmbacke
und mit mindestens einer zweiten Klemmbacke, die auf einander gegenüberliegenden Seiten
des Zugmittels angeordnet und mit mindestens einem Klemmhebel quer zur Längsrichtung
des Zugmittels gegeneinander bewegbar sind, welcher an einem Klemmschlüssel angreift,
der sich gegen beide Klemmbacken abstützt und in mindestens einer Klemmbacke drehbar
ist.
[0002] Klemmvorrichtungen dieser Art werden in Handhebezeugen verwendet, mit denen ein durchlaufendes
Drahtseil, das an einer Last befestigt ist, gezogen, nachgelassen oder unbeweglich
gehalten werden kann,
[0003] Es ist eine Klemmvorrichtung für solche Zug- oder Hubgeräte bekannt (FR-PS 1 489
029), bei der die Klemmschlüssel Formstüoke sind, die den Querschnitt von zwei längs
eines Durchmessers seitlich gegeneinander versetzten Halbzylindern haben, die auf
einem Teil ihres Durchmessers einstückig miteinander verbunden sind und mit einem
Teil ihrer Durohmesserfläche über den Zylinderumfang des benachbarten Halbzylinders
vorstehen. Jedem Klemmbackenpaar sind jeweils zwei Klemmsohlüssel zugeordnet, die
mit ihren Enden in entsprechend geformten Ausnehmungen von auf beiden Seiten der Klemmbacken
angeordneten Klemmhebeln sitzen und mit ihrer binen Zylinderhälfte in eine teilzylindrische
Ausnehmung der ersten Klemmbacke und mit ihrer anderen Zylinderhälfte in teilzylindrische
Ausnehmungen der zweiten Klemmbacke drücken, so daß beide Klemmbacken zusammen-gepreßt
werden und das Seil zwischen sich einklemmen, wenn die Klemmhebel in Zugrichtung verschwenkt
werden.
[0004] Da sich die Klemmsohlüssel um eine zwischen den Längsachsen der Halbzylinder liegende
Mittelachse, also exzentrisch zu dieser drehen, vollführen sie außer der Drehbewegung
auch eine Schwenkbewegung und verschieben hierdurch die Klemmbacken in Längsrichtung
des Drahtseils gegeneinander. Hierdurch wird das unter dem hohen, in Querrichtung
wirkenden Klemmdruck stehende Drahtseil zugleich einer hohen, in Längsrichtung des
Seiles wirkenden Schubbeanspruchung unterworfen, die einen hohen Verschleiß des Seiles
zur Folge haben und zu Korbbildungen im Seil führen kann. Zugleich wird ein Teil der
Hebelkraft durch die exzentrische, kombinierte Dreh- und Schwenkbewegnng in eine Längskraft
umgesetzt, die der Richtung der am Seil angreifenden Zugkraft entgegengesetzt ist,
so daß das unter Zug stehende Seil das Bestreben hat, die beim Klemmvorgang entgegen
der Zugriohtung sich auf dem Seil bewegende Klemmbacke zurückzuziehen und die Klemmschlüssel
in eine solche Lage zurückzudrehen, in der sich die Klemmbacken voneinander entfernen
können. Die Klemmschlüssel wirken also beim Ziehen eines unter Last stehenden Seiles
nicht selbsteklemmend und verschwenden einen Teil der auf sie zum Ziehen des Seiles
übertragenen Kraft zu einer nutzlosen und das Seil schädigenden gegenseitigen Verschiebung
der Klemmbaoken auf dem Seil. Außerdem unterliegen die aufeinanderreibenden Zylinderflächen
der Klemmsohlüssel und Klemmplatten einem hohen Verschleiß, da sie ja unter hohem
gegenseitigen Flächendruok nicht nur eine reine Drehbewegung, sondern auch eine Translatiensbewegung
gegeneinander ausführen. Ferner ist die Herstellung der Klemmstücke und der ihnen
angepaßten Ausnehmungen in den Klemmbacken schwierig und teuer.
[0005] Es ist ferner eine Klemmvorrichtung für Zug- und Hubgeräte bekannt (DE-OS 20 45 501),
bei der jeweils zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten des Zugmittels angeordnete
Klemmbacken durch Bolzen mit mindestens zwei Klemmhebeln zu einem Gelenkparallelogramm
verbunden und quer zur Längsriohtung des Zugmittels gegeneinander bewegbar sind. Auch
hier führen die beiden Klemmbacken beim Einklemmen des Zugmittels eine Relativbewegung
zueinander aus, so daß schädliche Längssohubspannungen beim Festklemmen in das Seil
eingetragen werden, welche das Seil hoch beanspruchen und dessen frühen Verschleiß
zur Folge haben.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Klemmvorrichtung
zum Einklemmen, Ziehen oder Naohlassen eines durchlaufenden Seiles zu schaffen, die
aus einfachen, leicht und mit geringen Kosten herstellbaren Teilen besteht, auf das
einzuklemmende Zugmittel keine Sohubspannungen in dessen Längsrichtung ausübt und
den vollen Klemmdruok nur quer zur Zugmittellängsrichtung auf das Zugmittel einwirken
läßt.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den in den Ansprüchen und in der nachfolgenden Beschreibung
und in den Zeichnungen angegebenen Mitteln in der Weise gelöst, daß die beiden zusammenwirkenden
Klemmbacken in Längsriohtung des Seiles unverschieblich gehalten werden und die Klemmschlüssel
so ausgebildet sind, daß sie auf die Klemmbaoken nur eine quer zur Längsrichtung des
Seiles gerichtete Kraft übertragen können, wenn sie von den Klemmhebeln gedreht oder
gegen die Klemmbacken geschwenkt werden.
[0008] Hierdurch wird erreicht, daß die Zugkraft symmetrisch auf zwei einander gegenüberliegenden
Seiten in das Zugmittel eingeleitet wird und in Längsrichtung wirkende Schubkräfte
im Zugmittel nicht auftreten. Das Zugmittel, beispielsweise ein Seil oder eine Stange,
wird hierdurch weniger hoch beansprucht und hat ebenso wie die Klemmbacken eine längere
Lebensdauer. Da die Klemmsohlüssel auf der einen Klemmbacke in Längsrichtung des Zugmittels
versohieblich sind, können sie auf die Klemmbacke nur Normalkräfte übertragen und
führen in ihrer Lagerung in der einen Klemmbacke eine reine Drehbewegung aus. Hierdurch
kann bei gleichem Schwenkwinkel ein doppelt so großer Hub erzielt werden wie bei der
bekannten Klemmvorrichtung mit exzentrisch ausgebildeten Klemmschlüsseln.
[0009] Wenn an einem Klemmbaokenpaar zwei Klemmschlüssel angreifen, werden die Klemmleisten
stets genau parallel gehalten, so daß sich der Klemmdruck bei der Klemmvorrichtung
nach der Erfindung über die ganze Länge der Klemmbacken gleichmäßig verteilt und keine
Spannungsspitzen auftreten.
[0010] Um die Klemmbacken so miteinander zu verbinden, daß sie sich zwar aufeinander zu
bewegen und mit ihren gegeneinandergeriohteten Klemmflächen das Seil zwischen sich
einklemmen, aber sich nicht in Längsrichtung gegeneinander verschieben können, können
die Klemmbacken durch mindestens eine Lasche miteinander verbunden sein, die ein quer
zur Zugmittellängsriehtung laufendes Langlooh aufweist, in welches ein an mindestens
einer Klemmbacke angeordneter Koppelzapfen eingreift. Wenn die Klemmbaoken so ausgebildet
sind, daß die erste Klemmbacke zwischen zwei Seitenwangen der zweiten Klemmbacke angeordnet
ist, können die Klemmbaoken auch durch mindestens ein Koppelelement verbunden sein,
das in einer Klemmbacke fest und in einer quer zur Zugmittellängsrichtung verlaufenden
Ausnehmung der anderen Klemmbacke verschieblich ist. Das Koppelelement kann dann ein
Koppelbolzen sein, der mit seinen beiden Enden in Bohrungen der einen Klemmbacke sitzt
und in ein Langlooh der anderen Klemmbaoke eingreift, das sich quer zur Zugmittellängsriohtung
erstreokt. Besonders zweckmäßig ist es, wenn in den Seitenflächen der ersten Klemmbaoke
quer zur Zugmittellängsrichtung verlaufende Nuten angeordnet sind, in welche Koppelzapfen
eingreifen, die in den Seitenwangen der zweiten Klemmbacke sitzen. Diese Koppelzapfen
werden dann beim Zusammenbau der Klemmbacken von den seitlich angeordneten Klemmhebeln
verriegelt und können nicht herausfallen.
[0011] Der Klemmsohlüssel kann ein teilzylindrisoher Klemmbolzen sein, der auf mindestens
einem Teil seiner Länge eine Abflachung aufweist und in der einen Klemmbacke drehbar
gelagert und mit seiner Abflachung auf einer etwa parallel zur Klemmfläohe verlaufenden
Stützfläche der anderen Klemmbacke in Zugmittellängsrichtung verschieblich abgestützt
ist. Diese Ausgestaltung ist bei einer Ausführungsform besonders zweckmäßig, bei der
die beiden Klemmbacken durch paarweise angeordnete Klemmhebel zu einem Gelenkparallelogramm
verbunden sind, wobei dann mindestens zwei der Gelenkbolzen als Klemmbolzen dienen.
[0012] Bei einer anderen Ausführungsform ist der Klemmschlüssel auf der einen Klemmbacke
mit einem Druokstüok abgestützt, das eine Zylinderfläohe und eine in Richtung der
Zylindererzeugenden verlaufende ebene Fläche aufweist. Das Druokstück kann in einer
mindestens teilzylindrischen Ausnehmung des Klemmschlüssels drehbar gelagert und mit
seiner ebenen Fläche auf einer annähernd parallel zu den Klemmflächen verlaufenden
Stützfläche der einen Klemmbacke gleitbeweglioh abgestützt sein. Es ist aber auch
möglich, das Druckstüok mit seiner Zylinderfläche in einer mindestens teilzylindrischen
Ausnehmung der einen Klemmbacke drehbar zu lagern und den Klemmsohlüssel mit einer
Abflachung auf der ebenen Fläche des Druckstückes gleitbeweglich abzustützen. In beiden
Fällen vollzieht sich die Gleitbewegung in Längsrichtung nicht auf der Seiloberfläche,
sondern entweder zwischen dem Druckstück und einer auf einer Klemmbacke angeordneten
ebenen Stützfläche oder zwischen der Abflachung des Klemmschlüssels und der ebenen
Fläche des Druckstückes, so daß nur Normalkräfte auf die Klemmbacken übertragen werden.
Hierdurch ist es weiterhin möglich, in den Seitenwangen der zweiten Klemmbacke kreisförmige
Öffnungen vorzusehen, in denen der Klemmschlüssel drehbar sitzt. Diese kreisförmigen
Öffnungen können leicht und sehr genau hergestellt werden, so daß die Klemmschlüssel
in bezug auf die Klemmbacken eine genau definierte Lage haben.
[0013] Die Erfindung gestattet es ferner, den Klemmschlüssel so auszubilden, daß er mindestens
auf Teilen seiner Länge den Querschnitt eines Teilzylinders hat, dessen Krümmungsradius
dem Radius der kreisförmigen Öffnungen in der zweiten Klemmbacke entspricht. Der Klemmschlüssel
kann deshalb in einfacher Weise aus Abschnitten einer Halbrundstange oder einer abgeflachten
Rundstange bestehen, die aus Stahl gezogen oder gedraht ist.
[0014] Bei Verwendung eines Druckstückes kann dieses in der ersten Klemmbacke gegenüber
dem Mittelpunkt der kreisförmigen Öffnungen in der zweiten Klemmbacke derart in Druckmittellängsrichtung
versetzt gelagert sein, daß es sich teilweise außerhalb der Öffhungsränder zwischen
den Seitenwangen der zweiten Klemmbacke befindet. Dies hat den Vorteil, daß das Druckstück
in zusammengebautem Zustand der Klemmvorrichtung zwischen den Seitenwangen der zweiten
Klemmbacke gehalten und geführt wird und sich nicht seitlich verschieben kann, wenn
es sich unter dem Druck des Klemmschlüssels in seiner Ausnehmung dreht.
[0015] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der mit dem Ende des Klemmschlüssels undrehbar
verbundene Klemmhebel an seiner Innenseite einen Führungszapfen aufweist, der in die
kreisförmige Öffnung der Seitenwange der zweiten Klemmbacke eingreift und bei einer
Schwenkung des Klemmhebels am Öffnungsrand entlanggleitet. Dies hat den Vorteil, daß
die Klemmschlüssel auf ihrer ganzen Länge teilzylindrisch sein können und sich in
den kreisförmigen Öffnungen der zweiten Klemmbacke in Radialrichtung nicht verschieben,
da sie über die seitlich angeordneten Klemmhebel und deren Führungszapfen mit ihrer
zylindrischen Fläche immer am kreisförmigen Öffnungsrand gehalten werden.
[0016] Wenn bei der Klemmvorrichtung nach der Erfindung die beiden Klemmbacken mit den Klemmhebeln
zu einem G
elenkparallelo- gramm verbunden sind, ist es besonders zweckmäßig, wenn die beiden
Klemmbacken durch eine in der Mitte angeordnete oder zwei auf beiden Seiten der Klemmvorrichtung
angeordnete Laschen miteinander verbunden sind, die auf zwei eine Klemmbacke mit den
Klemmhebeln verbindenden Bolzen sitzen und Langlöcher aufweisen, in die an einem oder
an beiden Klemmbacken angeordnete Koppelzapfen angreifen. An dieser Lasche kann dann
zweckmäßig auch der Anlenkpunkt für Rücklaufhebel oder Hebel zum Öffnen der Klemmvorrichtung
angeordnet sein.
[0017] Zum Erzeugen ,des Formschlusses der zusammenwirkenden Teile trägt eine Klemmbacke
zweckmäßig einen Federbügel, an dem sich die andere Klemmbacke mittelbar oder unmttelbar
abstützt. Wenn die zweite Klemmbacke im Querschnitt U-förmig ist, kann die zwischen
den Seitenwangen der U-förmigen Klemmbacke angeordnete erste Klemmbacke mit dem sie
in Längsrichtung überspannenden Federbügel an einem Distanzstück hängen, welches die
freien Ränder der Seitenwangen der U-förmigen zweiten Klemmbacke im Abstand voneinander
verbindet.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in denen bevorzugte: "Ausführungsformen der Erfindung an Beispielen
näher erläutert sind. Es.zeigt:
Fig. 1 ein Handhebezeug zum Ziehen und Nachlassen eines durchlaufenden Zugseiles mit
Klemmvorrichtungen nach der Erfindung in Klemmstellung im Längsschnitt,
Fig. 2 eine der in das Handhebezeug nach Fig. 1 eingebauten Klemmvorrichtungen in
der Offenstellung in vergrößertem Maßstab bei abgenommenen vorderen Zugstangen,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 in einem Querschnitt nach Linie III-III,
Fig. 4 den Gegenstand der Fig. 2 in einem Querschnitt nach Linie IV-IV,
Fig. 5 einen der Fig. 3 entsprechenden Querschnitt einer abgewandelten Ausführungsform
der Klemmvorrichtung nach Fig. 2, bei der die zweite Klemmbacke aus Seitenwangen und
einer dazwisehen angeordneten Klemmleiste zusammengesetzt ist,
Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Klemmvorrichtung nach der Erfindung in einer
der Fig. 3 entsprechenden Darstellung,
Fig. 7 den Gegenstand der Fig. 6 in einem Querschnitt nach Linie VII-VII,
Fig. 8 eine Einzelheit der Fig. 6, welche den Klemmschlüssel und das diesem zugeordnete
Druokstüok in einer Seitenansicht zeigt,
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform der Klemmvorrichtung nach der Erfindung in einer
der Fig. 3 entsprechenden Darstellung und
Fig. 10 den Gegenstand der Fig. 9 in einem Querschnitt nach Linie X-X der Fig. 9
[0019] In den Zeichnungen ist mit 10 ein Handhebezeug zum Ziehen und Nachlassen eines durchlaufenden
Zugmittels, nämlich eines Drahtseils 11, bezeichnet, das in den Zeichnungen fortgelassen
und nur durch seine Längsachse 12 angedeutet ist. Das Handhebezeug 10 hat ein langgestrecktes,
flaches, im wesentlichen rechteckiges Gehäuse 13, das an seinem linken Ende 14 einen
Fortsatz 15 mit einer Öse 16 od.dgl. aufweist, mit dem das Gehäuse an einem Festpunkt
angehängt werden kann. An dem in Fig. 1 rechten Ende 11a des Zugmittels 11 ist eine
hier nur schematisch angedeutete Last 17 befestigt, die mit dem Zugmittel oder Seil
11 in dessen Längsrichtung 18 nach links bewegt werden soll, wobei das Seil 11 in
Richtung des Pfeiles 19 durch das Handhebezeug 10 hindurchgezogen wird.
[0020] Im Gehäuse 13 ist an dessen linkem Ende 14 ein Kurbelachsblock 22 angeordnet, in
dem ein Vorschubhebel 20 mit einer Kurbelachse 21 schwenkbar gelagert ist. Exzentrisch
zur Kurbelachse 21 sind an dieser zwei Paare von Schub- und Zugstangen 23 und 24 angelenkt,
von denen das in Fig. 1 untere Stangenpaar 23 durch Nietbolzen 25 zu einem Abschloßkörper
26 und das obere Stangenpaar 24 durch Nietbolzen 27 zu einem Aufschloßkörper 28 verbunden
sind. Von den Schub-und Zugstangen 23 und 24 sind in Fig. 1 nur die vorne liegenden
Stangen erkennbar, die jedoch in den Fig. 2,6 und 9 fortgelassen sind.
[0021] Die Schub- und Zugstangen 23 und 24 sind mit Kurbelachsbolzen 29 und 30 an der Kurbelachse
angelenkt, die sich im gleichen Abstand auf einander gegenüberliegenden Seiten des
Mittelpunktes 31 der Kurbelachse 21 befinden, die in hier nicht näher dargestellter
Weise mit Kugellagern im Kurbelachsblock 22 drehbar gelagert ist. Oberhalb der Schub-
und Zugstangen 24 ist an der Kurbelachse 21 eine Gummilasche 32 befestigt, welche
einen Schlitz 33 im Gehäuse 13 abdeckt und sich zwischen dessen oberem Rand und einem
Führungsblech 34 in Längsrichtung des Gehäuses hin- und herschiebt, wenn der Vorschubhebel
20 in Richtung des Pfeiles 35 hin- und hergeschwenkt wird.
[0022] In Fig. 1 rechts neben dem Kurbelachsblock 22 sind zwei Klemmvorrichtungen angeordnet,
die nach der Erfindung ausgebildet und in ihrer Gesamtheit mit 36 bezeichnet sind.
Die linke Klemmvorrichtung ist mit den Sohub- bzw. Zugstangen 23 des unteren Abschloßkörpers
verbunden und wird von diesem bewegt, während die rechte Klemmvorrichtung mit den
Schub- bzwo Zugstangen 24 des oberen AufschloBkörpers 28 verbunden ist und von diesem
bewegt wird. Die Klemmvorrichtungen 36 gleiten auf dem zwischen ihnen durchgeführten
Zugmittel 11 hin und her, wobei abwechselnd die eine Klemmvorrichtung 36 das Zugmittel
11 zwischen sich einklemmt und in Richtung des Pfeiles 19 durch das Gerät zieht, während
die andere Klemmvorrichtung entgegen der Richtung des Pfeiles 19 auf dem Seil 11 in
seiner Offenstellung entlanggleitet, um es dann zwischen sich einzuklemmen und ebenfalls
in Richtung des Pfeiles 19 zu ziehen, während die soeben tätig gewesene Klemmvorrichtung
36 sich öffnet und wieder auf dem Seil 11 entgegen dessen Zugrichtung 19 in Längsrichtung
18 entlanggleitet.
[0023] Die beiden im Gerät verwendeten Klemmvorrichtungen sind identisch, so daß im folgenden
jeweils nur die in Fig. 1 dargestellte rechte Klemmvorrichtung näher beschrieben werden
soll.
[0024] Wendet man sich den Fig. 2 und 3 zu, so erkennt man, daß die Klemmvorrichtung 36
zwischen den beiden Zugstangen 24 des Aufschloßkörpers angeordnet und mit diesen durch
zwei
Klemmhebelachsen 37 gelenkig verbunden ist. Die Klemmvorrichtung 36 besteht im wesentlichen
aus einer ersten Klemmbacke 38 und einer zweiten Klemmbacke 39. Die zweite Klemmbacke
39 hat einen U-förmigen Querschnitt und umschließt die erde Klemmbacke 38, welche
im wesentlichen die Gestalt einer rechteckigen Leiste hat und zwischen den Seitenwangen
40 der zweiten Klemmbacke 39 angeordnet ist.
[0025] Die erste Klemmbacke 38 ist gegenüber der zweiten Klemmbacke 39 quer zur Längsrichtung.18
des Zugmittels 11 verschiebbar, wird jedoch in Längsrichtung des Zugmittels 11 unverschieblich
gehalten. Zu diesem Zweck sind in die Seitenflächen 43 der ersten Klemmbacke 38 quer
zur Zugmittellängsrichtung 18 verlaufende Nuten 44 eingefräst, die nach der oberen
Stützfläche 45 hin offen sind, welche der unteren Klemmfläche 41 gegenüberliegt und
etwa parallel zu dieser verläuft (Fig. 4). In diese Nuten 44 greifen Koppelzapfen
46 ein, die in Bohrungen 47 sitzen, welche sich in den Seitenwangen 40 der zweiten
Klemmbacke 39 befinden. Wenn sich die Klemmbacken 38 und 39 quer zur Zugmittellängsrichtung
18 gegeneinander bewegen, gleiten die Koppelzapfen 46 in den Nuten 44 entlang und
führen die Klemmbacken 38 und 39 so,rdaß sie sich nicht in Längsrichtung 18 gegeneinanderbewegen
können.
[0026] In den Seitenwangen 40 der zweiten Klemmbacke 39 sind zwei in Zugmittellängsrichtung
18 im Abstand voneinander angeordnete, kreisförmige Öffnungen 48 vorgesehen, die in
den einander gegenüberliegenden Seitenwangen 40 paarweise miteinander fluchten. Durch
je zwei miteinander fluchtende Öffnungen 48 ist je ein Klemmschlüssel 49 hindurchgesteckt,
der über die Außenflächen 50 der Seitenwangan 40 vorsteht. Die Klemmschlüssel 49 haben
den Querschnitt eines Teilzylinders, der in seinem mittleren Teil einen vorspringenden
Absatz 51 aufweist, welcher zwei Schultern 52 bildet, die an der Innenfläche 53 einer
jeden Seitenwange 40 anliegen.
[0027] Auf jedes vorspringende Ende 54 der Klemmschlüssel 49 ist ein Klemmhebel 55 bzw.
56 aufgesteckt. Die Klemmhebel 55 und 56 der beiden Klemmhebelpaare 57 und 58 weichen
in ihrer Gestät etwas voneinander ab. Alle Klemmhebel 55 und 56 haben aber eine Bohrung
59, mit der sie auf den Klemmhebelachsen 37 des Aufschloßkörpers 28 schwenkbar gelagert
sind, und sie haben im Abstand von diesen Bolr ungen 59 kreissegmentförmige Öffnungen
60, in welche die überstehenden Enden 54 der K
lemmschlüssel 49 passend eingreifen.
[0028] Während die Klemmschlüssel 49 in den Klemmhebeln 55 und 56 festsitzen, können sie
sich in den kreisförmigen Öffnungen 48 der zweiten Klemmbacke 39 frei drehen. Zu diesem
Zweck ist der Krümmungsradius r des teilzylindrischen Klemmschlüssels 49 im Bereich
der zweiten Klemmbacke 39 ebenso groß wie der Radius R der kreisförmigen Öffnung 48.
[0029] Man erkennt aus Fig. 2, daß in der oberen Fläche 45 der ersten Klemmbacke 38 zwei
teilzylindrische Ausnehmungen 61 angeordnet sind, die sich quer zur Längsrichtung
der Klemmbacken 38 und 39 erstrecken. In diesen teilzylindrischen Ausnehmungen 61
ist je ein Druckstück 62 drehbar gelagert, das bei dem in den Fig. 2 bis 5 dargestellten
Ausführungsbeispielen im Querschnitt teilzylindrisch ist und dessen Länge in Richtung
der Zylindererzeugenden ebenso groß ist wie die Breite b der ersten Klemmbacke 38.
Die teilzylindrischen Ausnehmungen 61 in der ersten Klemmbacke 38 sind gegenüber den
Mittelpunkten 63 der kreisförmigen Öffnungen 48 in der zweiten Klemmbacke 39 derart
versetzt, daß sich die in ihnen gelagerten Druckstücke 62 teilweise außerhalb des
Randes der Öffnungen 48 befinden, d.h. mit einem Segmentabschnitt 64 zwischen den
Innenflächen 53 der Seitenwangen 40 der zweiten Klemmbacke 39 liegen, wie dies in
Fig. 2 dargestellt ist. Die Druckstücke 62 werden hierdurch zwischen den Seitenwangen
40 der zweiten Klemmbacke 39 stets seitlich gehalten.
[0030] Auf der der Zylinderfläche 65 gegenüberliegenden ebenen Fläche 66 des Druckstückes
62 liegt die Abflachung 67 des teilzylindrischen Klemmschlüssels 49 auf, der mit dem
jeweiligen Klemmhebelpaar 55 bzw. 56 fest verbunden ist, sich aber in den kreisförmigen
Öffnungen 48 der zweiten Klemmbacke 39 frei drehen kann. Damit er immer an den Rändern
der kreisförmigen Öffnungen 48 anliegt, sind die Klemmhebel 55 bzw. 56 an ihren Innenseiten
mit Führungszapfen 68 versehen, die den Klemmschlüsseln 49 diametral gegenüberliegen
und bei einer Schwenkung der Klemmhebel 55 bzw. 56 an den Rändern der Öffnungen 48
entlanggleiten.
[0031] Um einen Formschluß der einzelnen Teile in der in den Fig
o 2 und 3 dargestellten Offenstellung der Klemmbacken herbeizuführen, ist auf der oberen
Gleitfläche 45 der ersten Klemmbacke 38 an deren beiden Enden ein Federbügel 70 befestigt,
mit dem sie an einem Distanzstück 71 hängt, welches die Seitenwangen 40 der U-förmigen
zweiten Klemmbacke 39 an ihrem oberen Rand miteinander verbindet.
[0032] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, haben die Klemmhebel 56 des linken Klemmhebelpaares 58
an ihrem unteren Ende einen Fortsatz 72, der eine Bohrung 73 aufweist, in welche ein
Federwiderlager 74 eingreift, gegen das sich eine Druckfeder 75 abstützt, die eine
Führungsstange 76 umgibt und sich mit ihrem anderen Ende auf einer Traverse 77 abstützt.
Die Traverse 77 liegt an einem Nietbolzen 27 des Aufschloßkörpers 28 an.
[0033] Man erkennt, daß die Druckfeder 75 das Bestreben hat, das Klemmhebelpaar 58 um den
Mittelpunkt 63 der kreisförmigen Öffnungen 48 im Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeiles
78 zu schwenken, wobei sich die Klemmhebel um die Klemmhebelachse 37 drehen und die
Klemmschlüssel 49 mit ihrer Abflachung 67 auf die ebene Fläche 66 der Druckstücke
62 drücken, die ihrerseits auf die obere Klemmbacke 38 einen Klemmdruck auf das Zugmittel
11 quer zu dessen Längsrichtung ausüben. Bei dieser Schwenkbewegung drehen sich die
Druckstücke 62 mit ihren Zylinderflächen 65 in den teilzylindrischen Ausnehmungen
61 der ersten Klemmbacke 38, während die Abflachungen 67 der Klemmschlüssel 49 auf
den ebenen Flächen 66 der Druckstücke 62 entlanggleiten, wie dies durch die Pfeile
79 angedeutet ist.
[0034] Auch die Klemmhebel 57 haben einen über die Klemmbacken vorstehenden Fortsatz 80,
der jedoch nach oben gerichtet ist und eine Öse 81 zum Anschluß an einen Rückzughebel
82 bzw. an eine Rückzugstange 83 (Fig. 1) aufweist.
[0035] Wendet man sich nun wieder Fig. 1 zu, so erkennt man, daß der Rüokzughebel 82, der
über die Oberseite des Gehäuses 13 herausschaut, mit einem Rückzugbolzen 84 an den
Klemmhebel 55 derjenigen Klemmvorrichtung 36 angelenkt ist, die dem Kurbelachsblock
22 am nächsten liegt. Über die Rückzugstange 83 ist der Rückzughebel an den Klemmhebel
55 der zweiten Klemmvorrichtung 36 angeschlossen. Die Rüokzugstange 83 besteht aus
zwei Hälften, von denen nur die eine dargestellt ist und die an ihrem einen Ende die
Klemmhebel 55 und an ihrem anderen Ende den Rückzughebel 82 zwischen sich einschließen.
Die zweiteilige Rückzugstange 83 ist mit einem Rückzugbolzen 84 an den Klemmhebeln
55 der rechten Klemmvorrichtung 36 angeschlossen und mit dem Rüakzughebel 82 durch
den Rückzughebelbolzen 85 gelenkig verbunden.
[0036] Auf beiden Seiten von Rückzughebel 82 und Rückzugstange 83 befinden sich zwei Schaltbleche
86, welche die gleiche Form haben und von denen in Fig. 1 nur eine zu erkennen ist.
Die Schaltbleche 86 sind mit einer Schalthebelwelle 87 an einem Schalthebel 88 angelenkt,
der mit einer Schalthebelachse 89 im Gehäuse 13 schwenkbar gelagert ist. An ihren
anderen Enden haben die Schaltbleohe Langlöcher 90, mit denen sie auf der Rückzughebelachse
91 entlanggleiten können. Von dieser Rückzughebelachse 91 haben der Rüekzugbolzen
84 und der Rückzughebelbolzen 85, die auf diametral gegenüberliegenden Seiten der
Rückzughebelachse 91 angeordnet sind, gleichen Abstand.
[0037] Die Klemmhebelbolzen 37 der in Fig. 1 links angeordneten Klemmvorrichtung 36 greifen
in entsprechende Bohrungen der Schub- bzw. Druckstangen 23 des Abschlosses ein und
sin durch Segerringe 92 gegen Herausfallen gesichert. In gleicher Weise sind die Klemmhebelbolzen
37 der in Fig. 1 rechts angeordneten Klemmvorrichtung 36 mit den Schub- bzw. Zugstangen
24 des Aufschlosses 28 verbunden und gesicherte Außerdem tragen die jeweils rechts
angeordneten Klemmhebelbolzen 37 an ihren Außenseiten Rollen 93, die in im Gehäuse
13 ausgeformten und hier nicht nähr dargestellten Schienen entlangrollen und hierdurch
die Klemmvorrichtungen 36 im Gehäuse bei ihrer Bewegung in Längsrichtung 18 des Zugmittels
11 führen.
[0038] Die Wirkungsweise des Handhebezeuges 10 und seiner Klemmvorrichtungen 36 ist folgende:
Wenn das Seil 11 mit der an ihm hängenden Last 17 in Richtung des Pfeiles 19 durch
das Gerät gezogen werden soll, das mit seiner Öse 16 an einem Festpunkt befestigt
ist, wird der Vorschubhebel 20 in Pfeilrichtung 35 hin- und hergeschwenkt. Bei einer
Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn verschieben sich die Schub- und Zugstangen 23 des
Abschloßkörpers 26, die unterhalb des Mittelpunktes 31 der Kurbelachse 21 angeordnet
sind, nach links, wobei sie die mit ihnen durch die Klemmhebelbolzen 37 verbundenen
Klemmhebel 55 und 56 der linken Klemmvorrichtung 36 mitnehmen. Da die Klemmhebel 55
und 56 mit ihren Klemmschlüsseln 49 in den kreisförmigen Öffnungen 48 der zweiten
Klemmbacke 39 drehbar gelagert sind, führen sie hierbei gleichzeitig eine Schwenkbewegung
um die Mittelpunkte 63 der kreisförmigen Öffnungen 48 aus, während die an den Klemmhebeln
55 und 56 angeordneten Führungszapfen 68 am Rand der kreisförmigen Öffnungen 48 entlanggleiten.
Bei dieser Schwenkbewegung drücken die Klemmschlüssel 49 mit ihrer Abflachung 67 auf
die ebene Fläche 66 der Druckstüoke 62, die sich hierbei in ihren teilzylindrischen
Ausnehmungen 61 in der oberen Klemmbaoke 38 drehen und diese quer zur Längsrichtung
18 gegen das Seil 11 drüoken, so daß dieses zwischen den Klemmflächen 41 und 42 der
Klemmbacken 38 und 39 dieser Klemmvorrichtung eingeklemmt wird. Gleichzeitig wird
das eingeklemmte Seil 11 von der linken Klemmvorrichtung 36, die sich zusammen mit
dem Abschloßkörper 26 nach links bewegt, in Richtung des Pfeiles 19 mitgenommen.
[0039] Bei der Schwenkbewegung des Vorsohubhebels 20 im Uhrzeigersinn werden gleichzeitig
die Sohub- und Druckstangen 24 des Aufschloßkörpers in Fig. 1 nach rechts geschoben.
Sie wirken hierbei durch die Klemmhebelbolzen 37 auf die Klemmhebel 55 und 56 der
rechten Klemmvorrichtung 36 ein und versohwenken diese entgegen der Wirkung der Druckfeder
75 so weit entgegen dem Uhrzeigersinn um die Mittelpunkte 63 der kreisförmigen Öffnungen
48 in der zweiten Klemmbacke 39, bis sich die Klemmfläohen 41 und 42 der Klemmbacken
38 und 39 vom Seil 11 lösen und dieses zwischen den Klemmbacken der rechten Klemmvorrichtung
36 durchrutschen lassen.. Gleichzeitig wird die rechte Klemmvorrichtung 36 auf dem
Seil 11 in Fig. 1 nach rechts geschoben, bis die äußerste Stellung erreicht ist.
[0040] Wenn der Vorsohubhebel 20 in Pfeilrichtung 35 nach links geschwenkt wird, bewegen
sich die Sohub- und Zugstangen 24 des Aufschloßkörpers 28 nach links und die Schub-
und Zugstangen 23 des Abschloßkörpers 26 nach rechts. Hierdurch werden die Klemmhebel
55 und 56 der rechten Klemmvorrichtung 36 im Uhrzeigersinn geschwenkt und drücken
die Klemmbacken 38 und 39 gegeneinander, so daß nun das Seil von der rechten Klemmvorrichtung
36 eingeklemmt und in Richtung des Pfeiles 19 mitgenommen wird, da sich ja die Sohub-
und Zugstangen 24 nach links bewegen. Umgekehrt werden die Klemmhebel 55 und 56 der
linken Klemmvorrichtung 36 entgegen dem Uhrzeigersinn versohwenkt, so daß sich die
Klemmbacken 38 und 39 dieser Klemmvorrichtung vom Seil lösen und nun von den Schub-
und Zugstangen 23 des Abschloßkörpers 26 entgegen der Richtung des Pfeiles 19 auf
dem Seil 11 entlanggeschoben werden können.
[0041] Man erkennt hieraus, daß sich die Klemmvorrichtungen 36 bei der hin- und hergehenden
Schwenkbewegung des Vorsohubhebels 20 in Richtung des Pfeiles 35 abwechselnd aufeinander
zu-und voneinander wegbewegen, wobei das Seil abwechselnd von der einen Klemmvorrichtung
eingeklemmt und mitgenommen wird, während die andere Klemmvorrichtung vom Seil gelöst
wird und entgegen dessen Zugrichtung 19 auf diesem entlanggleitet.
[0042] Wenn die am Seil 11 hängende Last 17 nachgelassen werden soll, muß das Seil 11 entgegen
der Richtung des Pfeiles 19 durch das Gerät laufen und zwangsweise zurückgeführt werden.
In diesem Falle wird der Rückzughebel 82 ebenfalls in Richtung des Pfeiles 35' hin-
und hergeschwenkt, der beim Ziehen des Seiles nur lose mitlief
o
[0043] Wenn der Rückzughebel 82 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird, übt er über den Rückzugbolzen
84 auf den Klemmhebel 55 der linken Klemmvorrichtung 36 eine Schwenkbewegung entgegen
dem Uhrzeigersinn aus, wodurch die Klemmbacken vom Seil gelöst werden und die Klemmvorrichtung
auf dem Seil 11 in Richtung des Pfeiles 19 entlanggleitet. Gleichzeitig wird von dem
Rückzughebel 82 über den Rückzughebelbolzen 85 und die Rüokzugstange 83 und den Rüokzugbolzen
84 auf die Klemmhebel 55 der rechten Klemmvorrichtung 36 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinne
übertragen, wodurch das Seil zwischen den Klemmbacken dieser rechten Klemmvorrichtung
festgeklemmt und zugleioh entgegen der Richtung des Pfeiles 19 nach rechts geschoben
wird. Da die Klemmhebel 56 beider Klemmvorrichtungen 36 mit den Klemmhebeln 55 durch
die Schubstangen 23 bzw. 24 kraftsohlüssig verbunden sind, führen sie die jeweils
gleichen Bewegungen aus wie die ihnen benachbarten Klemmhebel 55.
[0044] Wenn der Rückzughebel 82 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, werden die
Klemmhebel 55 und 56 der linken Klemmvorrichtung 36 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
so daß das Seil 11 zwischen den Klemmbacken 38 und 39 dieser Klemmvorrichtung eingeklemmt
und zugleich entgegen der Pfeilrichtung 19 nach rechts geführt wird, während die Klemmhebel
55 und 56 der rechten Klemmvorrichtung 36 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt werden,
die Klemmbacken dieser Klemmvorrichtung sich vom Seil lösen und die rechte Klemmvorrichtung
36 am Seil entlang in Pfeilrichtung 19 verschoben werden kann.
[0045] Wenn das Seil 11 aus dem Handhebezeug 10 herausgenommen oder in dieses eingelegt
werden soll, ist es möglich, mit dem Schalthebel 88 die Klemmbacken 38 und 39 beider
Klemmvorrichtungen 36 gleichzeitig vom Seil zu lösen. Zu diesem Zweck wird der Schalthebel
88 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, der über die Schaltbleche 86 und die Rückzughebelachse
91 gleichzeitig auf den Rückzugbolzen 84 und den Rückzughebelbolzen 85 einwirkt und
hierdurch alle Klemmhebel 55 und 56 von beiden Klemmvorrichtungen'36 entgegen dem
Uhrzeigersinn versohwenkt, so daß alle Klemmbacken sich unter der Wirkung der Federbügel
voneinander wegbewegen und das Seil 11 freigeben.
[0046] Wenn keiner der Hebel 20, 82 und 88 bewegt wird, werden die Klemmhebel 55 und 56
von den Druckfedern 75 im Uhrzeigersinn geschwenkt, so daß die Klemmsohlüssel 49 über
die Druckstücke 62 auf die Klemmbacken 38 drücken und das Drahtseil 11 zwischen den
Klemmbacken 38 und 39 eingeklemmt wird. Da das Seil 11 unter der Wirkung einer entgegen
dem Pfeil 19 gerichteten Zugkraft steht, die von der Last 17 erzeugt wird, hat das
Seil das Bestreben, die an ihm angeklemmten Klemmvorrichtungen 36 entgegen der Richtung
des Pfeiles 19 nach rechts zu ziehen. Da aber alle Schub- und Zugstangen 23 und 24
am Kurbelaohsblook 22 unbeweglich gehalten werden und mit den Klemmhebelbolzen 37
die Klemmhebel festhalten, werden diese unter der Zugkraft des Seiles noch weiter
im Uhrzeigersinn geschwenkt, so daß sich der Klemmdruck bei zunehmendem Seilzug selbsttätig
vergrößert. In diesem Zustand wirkt die Vorrichtung als reine Klemm- und Haltevorrichtung.
[0047] Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform der Klemmvorrichtung nach der Erfindung
entspricht im wesentlichen der in den Fig. 2 und 3 dargestellten AusfUhrungsform,
weshalb hier gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Der Unterschied
zu der vorher beschriebenen Ausführungsform be-
9 steht darin, daß die zweite Klemmbacke 39 aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist.
Bei dieser Ausführungsform bestehen die beiden Seitenwangen 40 nicht aus einem Stück,
sondern sind an ihren unteren Rändern 94 mit einer Klemmleiste 95 durch mehrere Niete
96 verbunden. Die Klemmleiste 95 hat einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt
und eine ausgerundete Klemmfläche 42, die der Klemmfläche 41 an der Unterseite der
ersten Klemmbacke 38 gegenüberliegt.
[0048] In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß auch mehr als zwei Klemmbacken
vorgesehen werden können. Beispielsweise könnten sowohl oben als auch unten zwei sich
in Längsrichtung erstreckende, nebeneinander angeordnete Klemmbakken vorgesehen sein,
welche das Zugmittel auch seitlich umgreifen und von denen die oberen durch eine Zentrierleiste
und die unteren ebenfalls durch eine Zentrierleiste gegeneinandergepreßt werden, die
auf die beiden oberen bzw. unteren Klemmbacken wirkt. Ferner ist es möglich, anstelle
der beiden Klemmhebelpaare nur ein Klemmhebelpaar vorzusehen, mit dem die dann etwas
kürzeren Klemmbacken gegeneinanderbewegt werdeno Bei einfachen Klemmgeräten zum Arretieren
des Zugmittels oder zum Heben geringerer Lasten würde auch ein einziger Klemmhebel
zum Betätigen der Klemmvorrichtung genügen, der entweder auf einer Seite angeordnet
oder gabelförmig ausgebildet ist.
[0049] Die in den Fig. 6, 7 und 8 dargestellte Ausführungsform der Klemmvorrichtung nach
der Erfindung stimmt weitgehend mit der Ausführungsform nach den Fig. 2, 3 und 4 überein.
Übereinstimmende Teile sind deshalb mit gleichen Bezugszeiohen versehen wie dort und
werden hier nicht nochmals beschrieben.
[0050] Wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, hat die erste Klemmbacke 38 in ihrem mittleren
Teil einen über ihre obere Stützfläche 45 vorspringenden Höcker 97, mit dem sie sich
in ihrer oberen Endlage gegen das Distanzstüok 71 abstützen kann und in dem ein die
obere Klemmbacke 38 quer durchsetzendes Langloch 98 angeordnet ist, das sich quer
zur Zugmittellängsrichtung 18 erstreokt. Das Langloch 98 wird von einem Koppelbolzen
99 durchsetzt, der mit seinen beiden Enden in nicht näher dargestellten Bohrungen
sitzt, die in den Seitenwangen 40 der zweiten Klemmbacke 39 angeordnet sind. Hierdurch
ist die erste Klemmbacke 38 gegenüber der zweiten Klemmbacke 39 quer zur Zugmittellängsrichtung
18 verschieblioh, die Klemmbacken 38 und 39 können sich jedoch nicht in Zugmittellängsriohtung
gegeneinander verschieben.
[0051] Zum Erzeugen des Formsohlusses dient eine Blattfeder 100, deren Enden 101 unter Z-förmig
gebogene Halter 102 greifen, die an den Enden der ersten Klemmbacke 38 auf dessen
oberer Stützfläche 45 mit Schrauben 103 befestigt sind.
[0052] Die Klemmschlüssel 104 haben den Querschnitt eines Teilzylinders, der in die kreisförmigen
Öffnungen 48 der zweiten Klemmbacke 39 paßt. Jeder Klemmsohlüssel 104 hat in seiner
der Klemmbacke 38 zugewandten Abflachung 67 gegenüber der Mittelachse 63 seitlich
versetzt eine teilzylindrisohe Ausnehmung 105, in der ein Druckstück 106 drehbar gelagert
ist, das im Querschnitt ebenfalls teilzylindrisch ist und mit seiner ebenen Fläche
107 auf der zu den Klemmflächen 41 und 42 etwa parallel verlaufenden oberen Stützfläche
45 der ersten Klemmbacke 38 in deren Längsriohtung gleitbeweglich abgestützt ist.
Der Abstand a des Mittelpunktes 108 der teilzylindrischen Ausnehmung 105 von der Mittelachse
63 der Öffnung 48, die mit der Rotationsachse des teilzylindrischen Klemmschlüssels
104 zusammenfällt, bestimmt zusammen mit dem Abstand b der Mittelachse 63 von der
Achse der Klemmhebelbolzen 37 das Klemmverhältnis.
[0053] In ihrem mittleren Teil sind die Klemmschlüssel 104 in ihrer Abflachung 67 mit einer
etwa radial sich erstreckenden, zur Abflaohung 67 hin offenen Ausnehmung 109 versehen,
welche die gleiche Breite hat wie die obere Klemmbaoke 38. Hierdurch ist es möglich,
die Klemmschlüssel etwas weiter entgegen dem Uhrzeigersinn zu schwenken und die Klemmflächen
41 und 42 der Klemmbacken 38 und 39 etwas weiter voneinander zu entfernen.
[0054] Man erkennt, daß die Klemmschlüssel 104 bei einer Verschwenkung der Klemmhebel 55
und 56 im Uhrzeigersinn über die teilzylindrischen Druckstücke 106 auf die obere Stützfläche
45 der ersten Klemmbacke 38 drücken und diese hierdurch gegen die zweite Klemmbacke
39 pressen. Hierbei drehen sich die Druckstücke 106 in den teilzylindrischen Ausnehmungen
105 der Klemmsohlüssel 104 und gleiten gleichzeitig in Zugmittellängsrichtung 18 auf
der oberen Stützfläche 45 der ersten Klemmbacke 38 entlang, wie dies in Fig. 6 durch
die kleinen Pfeile 110 und 111 angedeutet ist.
[0055] In den Fig. 9 und 10 ist eine andere Ausführungsform einer Klemmvorrichtung 112 nach
der Erfindung dargestellt, die auch in Verbindung mit einem Handhebezeug verwendet
werden kann, das gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten geringfügig abgewandelt ist.
[0056] Wie aus den Fig. 9 und 10 hervorgeht, besteht die Klemmvorrichtung 112 im wesentlichen
aus einer ersten Klemmbacke 113 und einer zweiten Klemmbacke 114, die mit zwei Klemmhebelpaaren
115 und 116 durch Bolzen 117 und 118 zu einem Gelenkparallelogramm verbunden sind.
Beide Klemmbacken 113 und 114 haben einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt
und je eine dem Seil zugewandte Klemmfläche 119 bzw. 120, die leicht ausgerundet ist
und die das Zugmittel 11, beispielsweise ein Drahtseil oder eine Stahlstange, deren
Längsachse mit 121 angegeben ist, zwischen sich einklemmen.
[0057] Die zweite Klemmbacke 114 hat in ihrem mittleren Teil einen nach unten gerichteten
Fortsatz 122, auf dem ein U-förmiger Bügel 123 befestigt ist, der sich in Längsrichtung
126 im Abstand über der unteren Stützfläche 127 der zweiten Klemmbacke 114 erstreckt
und mit seinen beiden Enden 124 und 125 auf der Stützfläche 127 befestigt ist.
[0058] Auf beiden Seiten der unteren Klemmbacke 114 sind Koppelzapfen 128 angeordnet, die
in senkrecht zur Zugmittellängsrichtung 126 sich erstreckende Langlöcher 129 eingreifen,
die sich in zwei seitlich angeordneten Laschen 130 befinden. Die Laschen 130 haben
eine im wesentlichen dreieckige Form und sind mit zwei Bohrungen 131 auf die seitlich
überstehenden Enden 132 der Bolzen 117 aufgesteckt, welche die erste Klemmbacke 113
mit den Klemmhebeln 115 und 116 verbinden. In ihrem oberen Teil 133 haben die Laschen
130 miteinander fluchtende Augen 134, in denen ein Rückzughebel oder eine Rückzugstange
mit einem Rückzugbolzen angelenkt werden kann, wie dies weiter oben näher beschrieben
wurde.
[0059] Man erkennt, daß sich die beiden Klemmbacken 113 und 114 nur quer, aber nicht längs
zur Zugmittelrichtung 126 gegeneinanderbewegen können, da die in den Langlöchern 129
gleitenden Koppelzapfen 128 nur eine Querverschiebung, nicht aber eine Längsverschiebung
der Klemmbacken 113 und 114 gegeneinander zulassen.
[0060] Wie aus Fig. 9 hervorgeht, sind beide Klemmhebelpaare 115 und 116 an ihren unteren
Enden durch Klemmhebelbolzen 137 mit auf beiden Seiten angeordneten Schub- und Zugstangen
135 gelenkig verbunden, die durch Distanzhülsen 136 im Abstand von den Klemmhebeln
116 gehalten werden. Über die Schub- und Zugstangen 135 wird die Hebelbewegung zum
Festklemmen und Ziehen des Seiles, wie weiter oben näher beschrieben, auf die Klemmvorrichtung
112 übertragen.
[0061] Während die Bolzen 117, welche die Klemmhebel 115 und 116 mit der ersten Klemmbacke
113 verbinden, in kreisrunden Bohrungen 138 der ersten Klemmbacke 113 drehbar gelagert
sind, sind die Bolzen 118 als Klemmsohlüssel oder Klemmbolzen ausgebildet und auf
der unteren Stützfläche 127 der zweiten Klemmbacke 114 abgestützt, auf der sie sich
in Zugmittellängsrichtung bewegen können. Zu diesem Zwecke ist die untere Stützfläche
127 als Gleitstützfläche ausgebildet und die Klemmbolzen 118 haben eine Abflachung
140 als Gleitfläche, mit der sie auf der Gleitstützfläche 127 der zweiten Klemmbacke
114 entlanggleiten können, während sie sich in den Lagerbohrungen 141 der Klemmhebel
115 und 116 drehen, wenn diese eine Sohwenkbewegung um ihre Klemmhebelbolzen 137 ausführen.
[0062] Um in unbetätigtem Zustand einen Formschluß der Klemmbacken 113 und 114 am Zugmittel
herbeizuführen, d.h. sicherzustellen, daß die Klemmflächen 119 und 120 der Klemmbacken
113 und 114 stets am Zugmittel 11 anliegen, ist eine Druokfeder 142 vorgesehen, die
ein Federführungsrohr 143 umgibt und sich mit ihrem einen Ende 144 über eine Traverse
145 gegen einen Nietbolzen 146 abstützt, welcher die beiden Schub-und Zugstangen 135
miteinander verbindet. Das andere Ende 147 der Druckfeder 142 liegt an einer Federwiderlagerplatte
148 an, die mit seitlichen Fortsätzen 149 in einander gegenüberliegende Bohrungen
150 in den Klemmhebeln 115 eingreift. Hierdurch ist die Druckfeder 142 bestrebt, das
Klemmhebelpaar 115 und die mit ihm über die Laschen 130 verbundenen Klemmhebel 116
im Uhrzeigersinne gegenüber den Schub- und Zugstangen 135 zu versohwenken
o
[0063] Bei dieser Schwenkbewegung bewegt sich das von den beiden Klemmbacken 113 und 114
und den Klemmhebeln 115 und 116 über die Bolzen 117 und 118 gebildete Gelenkparallelogramm
nach rechts, wobei sich die Bolzen 117 in den Bohrungen 131 und 138 drehen und die
Klemmbolzen 118 in Zugmittellängsriohtung 126 auf den Gleitstützflächen 127 der zweiten
Klemmbacke 114 entlanggleiten, während sie sich gleichzeitig in den Bohrungen 141
der Klemmhebel 115 drehen und auf die untere Gleitstützfläohe 127 einen quer zur Zugmittellängsrichtung
126 gerichteten Druck ausüben. Hierdurch werden die Klemmbacken 113 und 114 gegeneinandergepreßt
und klemmen das zwischen ihren Klemmflächen 119 und 120 liegende Zugmittel 11, beispielsweise
ein Drahtseil oder eine Stahlstange, fest zwischen sich ein, ohne daß es sich hierbei
In Zugmittellängsrichtung 126 gegeneinander verschieben kann.
[0064] Wenn auf der in Fig. 9 rechten Seite der Klemmvorrichtung 112 an den zwischen den
Klemmbacken 113 und 114 festgeklemmten Seil eine Last hängt und die Schub- und Zugstange
135 nach links bewegt wird, wird das Zugmittel in Richtung des Pfeiles 151 mitgenommen.
Da die von den Sohub- und Zugstangen 135 auf das Drahtseil od.dgl. ausgeübte Zugkraft
über die Klemmhebelbolzen 137 exzentrisch eingetragen wird, ist das zwischen den Klemmbaoken
113 und 114 eingeklemmte Seil bestrebt, die Klemmhebelpaare 115 und 116 um Ihre Klemmhebelbolzen
137 weiterzuschwenken. Hierdurch wird das Gelenkparallelogramm weiter zusammengedrüokt,
und der von den Klemmfläohen 119 und 120 auf das Seil ausgeübte Klemmdruok weiter
erhöht. Umgekehrt bewirkt ein Zug, der in den Augen 134 der Laschen 130 angreift und
in Pfeilrichtung 150 gerichtet ist, eine Spreizung des Gelenkparallelogrammes entgegen
der Wirkung der Druckfeder 142, so daß sich die Klemmbacken 113 und 114 auseinanderbewegen.
Die Klemmbolzen 118 stützen sich hierbei mit ihrer Unterseite an dem U-förmigen Bügel
123 ab, wobei sie die zweite Klemmbacke 114 nach unten ziehen.
[0065] Man erkennt, daß auch die Drehbolzen 117, welche die Klemmhebel 115 und 116 mit der
ersten Klemmbacke 113 verbinden, als Klemmbolzen ausgebildet sein könnten. In diesem
Falle werden sie ebenso wie die Klemmbolzen 118 zweckmäßig mit einer Abflaohung versehen
und gleiten auf einer an der ersten Klemmbacke vorzusehenden Stützfläche entlang,
wenn die Klemmhebel 115 und 116 um ihre Klemmhebelbolzen 137 geschwenkt werden. Bei
einer solchen Ausführung ist es zweckmäßig, wenn die Langlöcher 129 in den Laschen
130 so lang sind, daß sie auch Koppelzapfen aufnehmen können, die an den Seitenflächen
der ersten Klemmbacke 113 angeordnet sind
oAuch hierdurch wird erreicht, daß sich die Klemmbacken 113 und 114 nicht in Längsrichtung
gegeneinander verschieben können, während alle vier Gelenkbolzen beim Klemmvorgang
sich an den Klemmbacken 113 bzw. 114 verschieben.
[0066] Der Fachmann erkennt ferner, daß weder die Klemmhebel 115 und 116 noch die Laschen
130 paarweise vorhanden sein müssen, sondern daß es genügt, jeweils einen dieser Hebel
und eine dieser Laschen auf einer Seite der Klemmvorrichtung vorzusehen, wenn diese
Teile genügend kräftig ausgebildet werden und der Zusammenhalt der Teile auf andere
Weise gesichert wird.
[0067] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern es sind mehrere Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne daß der
Rahmen der Erfindung hierdurch überschritten wird. Beispielsweise können die Druckstücke
auch an den Klemmsohlüsseln angeformt und so ausgebildet sein, daß sie nur Druckkräfte,
aber keine Sohubkräfte auf die Klemmbacken übertragen. Ferner können die Klemmschlüssel
auch auf ihrer ganzen Länge gleiche bleibenden Querschnitt haben oder auch teilweise
kreisrund sein, wenn sich hierdurch im Einzelfall Vorteile ergeben. Außerdem ist es
nicht notwendig, daß die Klemmbolzen 118 abgeflacht sind, sondern diese können auch
mit ihrer Zylinderfläche auf den Gleitstützflächen 127 entlanggleiten, wenn für gute
Schmierung gesorgt wird. Ferner besteht die Möglichkeit, auch die Klemmbacken der
in den Fig. 2 bis 7 dargestellten Ausführungsformen durch seitlich angeordnete Laschen
miteinander zu verbinden, um ihre Unverschieblichkeit in Längsrichtung gegeneinander
zu sichern. Auch die Druckstücke, mit denen sich die Klemmschlüssel auf der Stützfläche
der ersten Klemmbacke abstützen, können anders geformt sein, beispielsweise einen
zylindrischen Querschnitt haben.
[0068] Die Klemmvorrichtung nach der Erfindung ist nicht nur bei Zug- und Hubgeräten mit
durchlaufendem Seil verwendbar, sondern kann auch mit Vorteil z.B. bei Klettergeräten
verwendet werden, mit denen eine Gleitschalung an Kletterstangen gehoben wird, die
in bereits hergestellten Bauwerksbeton einbetoniert oder auf diesen aufgestützt sind.
1. vorrichtung zum Einklemmen und/oder Längsbewegen eines langgestreckten Zugmittels
(11), insbesondere eines Drahtseiles oder einer Stange, gegenüber dem Gehäuse (13)
oder Rahmen eines Hebezeuges (10) od.dgl. mit mindestens einer ersten Klemmbacke (38
bzw. 113) und mit mindestens einer zweiten Klemmbacke (39 bzw. 114), die auf einander
gegenüberliegenden Seiten des Zugmittels (11) angeordnet und mit mindestens einem
Klemmhebel (55p 56 bzw. 115p 116) quer zur Längsrichtung (18 bzw. 126) des Zugmittels
(11) gegeneinander bewegbar sind, welcher an einem Klemmschlüssel (49 bzwo 104 bzw.
118) angreift, der sich gegen Klemmbacken (39 bzw. 114) abstützt und in mindestens
einer Klemmbacke (39 bzw. 114) drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Klemmbacken (38, 39 bzw. 113, 114) in Längsrichtung (18 bzw. 126) des Zugmittels (11)
relativ zueinander nicht verschiebbar sind und daß der Klemmsohlüssel (49 bzw. 104
bzw. 118) auf der einen Klemmbacke (38) in Längsrichtung (18, 126) des Zugmittels
(11) versohieblieh abgestützt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Klemmbacke (38)
zwischen zwei Seitenwangen (40) der zweiten Klemmbacke (39) angeordnet und mit dieser
durch mindestens ein Koppelelement (46 bzwo 99) verbunden ist, das in einer Klemmbacke
(39) fest und in einer quer zur Zugmittellängsrichtung (18) verlaufenden Ausnehmung
(47 bzw. 98) der anderen Klemmbacke (38) verschieblich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Klemmbacke
(38) ein Langloch (98) aufweist, das sich quer zur Zugmittellängsrichtung (18) erstreckt
und in dem ein Koppelbolzen (99) angeordnet ist, der mit seinen beiden Enden in Bohrungen
sitzt, die in den Seitenwangen (40) der zweiten Klemmbacke (39) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Seitenflächen (43) der ersten Klemmbacke (38) quer zur Zugmittellängsriohtung (18)
verlaufende Nuten (44) angeordnet sind, in welche Koppelzapfen (46) eingreifen, die
in den Seitenwangen (40) der zweiten Klemmbacke (39) sitzen.
5. Vorrichtung nach dnem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken
(113, 114) durch mindestens eine Lasche (130) miteinander verbunden sind, die ein
quer zur Zugmittellängsrichtung (126) verlaufendes Langlooh (129) aufweist, in welches
ein an mindestens einer Klemmbaoke (114) angeordneter Koppelzapfen (128) eingreift.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeiehnet, daß der Klemmschlüssel
ein zylindrisoher Klemmbolzen (118) ist, der auf mindestens einem Teil seiner Länge
eine Abflaohung (140) aufweist und in der einen Klemmbacke (114) drehbar gelagert
und mit seiner Abflachung (140) auf einer etwa parallel zur Klemmfläohe (120) verlaufenden
Stützfläche (127) der Klemmbaoke (114) in Zugmittellängsrichtung (126) verschieblich
abgestützt ist.
7, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmsohlüssel
(49 bzw. 104) auf der einen Klemmbacke (38) mit einem Druckstüok (62 bzw. 106) abgestützt
ist, das eine Zylinderfläche (65) und eine in Richtung der Zylindererzeugenden verlaufende
ebene Fläche (66 bzw. 107) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück
(106) in einer mindestens teilzylindrischen Ausnehmung (105) des Klemmschlüssels (104)
drehbar gelagert und mit seiner ebenen Fläche (107) auf einer annähernd parallel zu
den Klemmfläohen (41, 42) verlaufenden Stützfläche (45) der einen Klemmßacka (38)
gleitbeweglich abgestützt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstüok
(62) mit seiner Zylinderfläohe (65) in einer mindestens teilzylindrischen Ausnehmung
(61) der einen Klemmbacke (38) drehbar gelagert ist und daß der Klemmschlüssel (49)
mit einer Abflachung (67) auf der ebenen Fläche (66) des Druckstückes (49) gleitbeweglioh
abgestützt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Seitenwangen (40) der zweiten Klemmbacke (39) kreisförmige Öffnungen (48) angeordnet
sind, in denen der Klemmschlüssel (49) drehbar sitzt.
11. Vorriohtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmsohlüssel (49) mindestens auf Teilen seiner Länge den Querschnitt eines Teilzylinders
hat, dessen Krümmungsradius (r) dem Radius (R) der kreisförmigen Öffnungen (48) in
der zweiten Klemmbacke (39) entspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckstück (62) in der ersten Klemmbacke (38) gegenüber dem Mittelpunkt (63) der kreisförmigen
Öffnungen (48) in der zweiten Klemmbacke (39) derart in Zugmittellängsrichtung (18)
versetzt gelagert ist, daß es sich teilweise außerhalb der Öffnungsränder zwischen
den Seitenwangen (40) der zweiten Klemmbacke (39) befindeto
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
mit dem Ende (54) des Klemmschlüssels (49) undrehbar verbundene Klemmhebel (55 bzw.
56) an seiner Innenseite einen Führungszapfen (68) aufweist, der in die kreisförmige
Öffnung (48) in der Seitenwange (40) der zweiten Klemmbacke (39) eingreift und bei
einer Schwenkung des Klemmhebels (55 bzw. 56) am Öffnungsrand entlanggleitet.
14. Vorrichtung zum Einklemmen und/oder Längsbewegen eines langgestreckten Zugmittels
(11), insbesondere eines Drahtseiles oder einer Stange, gegenüber dem Gehäuse oder
Rahmen eines Hebezeuges od.dgl. mit mindestens einer ersten Klemmbacke (113) und mit
mindestens einer zweiten Klemmbacke (114), die auf einander gegenüberliegenden Seiten
des Zugmittels (11) angeordnet und mit mindestens zwei Klemmhebeln (115, 116) durch
Bolzen (117, 118) zu einem Gelenkparallelogramm verbunden und quer zur Längsrichtung
des Zugmittels (11) gegeneinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Klemmbacken (113, 114) in Längsrichtung (126) des Zugmittels (11) nicht gegeneinander
verschiebbar sind und daß mindestens die einer Klemmbacke (114) zugeordneten Bolzen
(118) als Klemmbolzen ausgebildet und auf einer an der Klemmbacke (114) ausgebildeten
Stützfläche (127) verschiebbar sind, die etwa parallel zur Klemmfläche (120) der Klemmbacke
(114) verläuft.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klemmbacken
(113, 114) durch mindestens eine Lasche (130) miteinander verbunden sind, die an einer
Klemmbacke (113) befestigt ist und an welcher die andere Klemmbacke (114) mit einer
senkrecht zur Zugmittellängsrichtung (126) sich erstreckenden Schlitz-Zapfen-Verbindung
(128, 129) quer zu den Klemmflächen (119, 120) beweglich gelagert ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (130)
auf eine Klemmbacke (113) mit den Klemmhebeln (115, 116) verbindenden Bolzen (117)
sitzt und ein Langloch (129) aufweist, in das an einer oder an beiden Klemmbacken
(113, 114) angeordnete Koppelzapfen (128) eingreifen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine Klemmbacke (38, 114) einen Federbügel (70, 123) trägt, an dem sich die andere
Klemmbacke (39) zur Erzeugung des Formschlusses der zusammenwirkenden Teile (49, 62
bzw. 114, 118) mittelbar oder unmittelbar abstützt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Klemmbacke (39) im Querschnitt U-förmig ist und daß die zwischen den Seitenwangen
(40) der U-förmigen zweiten Klemmbacke (39) angeordnete erste Klemmbacke (38) mit
dem sie in Längsrichtung überspannenden Federbügel (70) an einem Distanzstück (71)
hängt, welches die freien Ränder der Seitenwangen (40) der U-förmigen zweiten Klemmbacke
(39) im Abstand voneinander verbindet.