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EP 0 064 616 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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17.11.1982 Patentblatt 1982/46 |
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Anmeldetag: 17.04.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: C10B 57/08 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
07.05.1981 DE 3117967
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Anmelder: Krupp Koppers GmbH |
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D-45143 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Petrovic, Vladan, Dr. Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 1 (DE)
- Dürselen, Heinz, Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 14 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle |
(57) Bei dieser Einrichtung erfolgt das Trocknen und Vorerhitzen der Kokskohle in der
Wirbelschicht mittels indirektem Wärmeaustausch mit einem Heizmedium. Es ist vorgesehen.
daß die Einrichtung aus mehreren, von der Kohle nacheinander durchlaufenen Kaskaden
(I, 11, III) besteht, die jeweils vertikal angeordnete Heizrohre und an ihrem unteren
Ende einen Anströmboden zur Erzeugung der Wirbelschicht aufweisen.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle
in der Wirbelschicht mittels indirektem Wärmeaustausch mit einem Heizmedium.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist bereits aus der DE-AS 23 42 184 bekannt, wobei Wasserdampf
sowohl als Heizmedium als auch als Fliessbettmedium benutzt wird. Das Trocknen und
Vorerhitzen der Kohle auf eine Temperatur von über 150 ° C erfolgt hierbei einstufig,
so dass eine sehr intensive Wärmezufuhr erforderlich ist, die sich auf die Beschaffenheit
der Kohle erfahrungsgemäss nachteilig auswirkt. So ist es möglich, dass hierbei ein
Zusammenbacken oder Anbacken der Kohle an den Heizrohren eintritt. Ebenso kann ein
örtliches Überhitzen der Kohlepartikel erfolgen, wodurch Veränderungen in den verkokungstechnischen
Eigenschaften auftreten können.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten
Art so aus zubilden, dass eine schonende Behandlung der Kohle gewährleistet ist.
[0004] Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren,
von der Kokskohle nacheinander durchlaufenden Kaskaden besteht, die jeweils vertikal
angeordnete Heizrohre und an ihrem unteren Ende einen Anströmboden zur Erzeugung der
Wirbelschicht aufweisen.
[0005] Weitere Ausbildungsmöglichkeiten und Einzelheiten der erfindungsgemässen Einrichtung
ergeben sich aus den vorliegenden Unteransprüchen und Zeichnungen .
[0006] Es zeigen hierbei :
Fig. 1 und 2 Seiten- und Vorderansicht einer Ausführungsform der vorgeschlagenen Einrichtung,
Fig. 3 die Ausbildung einer Kaskade der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 in grösserem
Massstab,
Fig. 4 und 5 eine Draufsicht auf und einen vertikalen Schnitt durch eine Ausführungsform
des Anströmbodens.
[0007] Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist die Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen
der Kokskohle drei übereinander angeordnete Kaskaden I, II und III auf. Jede dieser
Kaskaden verjüngt sich nach unten pyramidenstumpfförmig und enthält im vorliegenden
Fall drei übereinander liegende Rohrbündel A, B und C. Diese Bündel vertikaler Heizrohre
haben jeweils über eine Zweigleitung 1 Anschluss an die Hauptzuführungsleitung 2 für
das Heizmedium sowie über eine Zweigleitung 3 Anschluss an die Hauptabzugsleitung
4 des Heizmediums. Als Heizmedium kommen hierbei die verschiedensten gasförmigen Wärmeträger
sowie Wasserdampf, beispielsweise Sattdampf von 20 bar, in Betracht.
[0008] Zur Erzeugung der Wirbelschicht der zu behandelnden Kohle wird vorzugsweise Wasserdampf
verwendet, der durch die Leitung 5 und die Zweigleitungen 6 den noch näher zu beschreibenden
Anströmböden 7 zugeführt wird. Die Ableitung dieses Fliessbettmediums erfolgt durch
die Zweigleitungen 8 und die Sammelleitung 9. Bei dieser Anordnung sind die einzelnen
Kaskaden gasdicht voneinander getrennt. Es ist jedoch auch möglich, die Zufuhr des
Fliessbettmediums nur am Fuss der erfindungs gemässen Einrichtung, d.h. am Anströmboden
7 der untersten Kaskade III vorzusehen. Das Fliessbettmedium durchströmt in diesem
Falle diese Kaskade und gelangt durch den Anströmboden der mittleren Kaskade II direkt
in diese und von dort in gleicher Weise in die oberste Kaskade I, welche sie schliesslich
am oberen Ende verlässt. Bei dieser Anordnung ist also die oben erwähnte gasdichte
Trennung der Kaskaden voneinander nicht gegeben.
[0009] Die zu behandelnde Kohle wird zunächst in die oberste Kaskade 1 eingeleitet. die
sie von oben nach unten durchwandert und die sie durch die Leitung 10 verlässt. Über
die hiermit verbundene Zellenradschleuse 11 und die Leitung 12 gelangt sie dann in
die mittlere Kaskade II und aus dieser wiederum durch die Leitung 13, die Zellenradschlause
14 und die Leitung 15 in die unterste Kaskade III. Aus dieser wird sie schliesslich
mittels eines Schnekkenförderers 16 abtransportiert. Beim Durchlauf der drei Kaskaden
wird die Kohle einer stufenweisen Wärmebehandlung unterworfen, wobei sie in der obersten
Kaskade im wesentlichen vorgetrocknet wird, während in der mittleren Kaskade eine
weitere Trocknung und Vorwärmung erfolgt und in der untersten Kaskade schliesslich
die gewünschte Endtemperatur der Kohle eingestellt wird. Durch diese stufenweise Wärmebeaufschlagung
wird eine äusserst schonende Behandlung der Kohle sichergestellt.
[0010] In Fig. 3 ist eine Kaskade mit den Bündeln A, B und C vertikaler Heizrohre in grösserem
Massstab dargestellt. Man erkennt die Zweigleitungen 1 für die Zufuhr des Heizmediums
zu den einzelnen Bündeln. Diese Zweigleitunge haben Anschluss an die horizontalen
Verteilerleitungen 17, die ihrerseits wiederum die vertikalen Heizrohre 18 speisen.
Letztere -haben an ihrem unteren Ende Anschluss an die horizontalen Sammelleitungen
19 und diese an die bereits erwähnten Zweigleitungen 3 der Hauptabzugsleitung 4. Die
vertikale Anordnung der Heizrohre ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn - wie erwähnt
- Sattdampf als Heizmedium verwendet wird, da in diesem Fall eine gleichmässige Kondensation
des Sattdampfes gewährleistet ist.
[0011] Die Anströmböden 7 können von unterschiedlichster Bauart sein. Eine bevorzugte Ausführungeform
der Anströmböden besteht, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, aus einer Anzahl nebeneinander
angeordneter horizontaler Rohre, die mit nicht dargestellten Aus trittsöffnungen für
das Fliessbettmedium versehen sind. Diese Austrittsöffnungen können beispielsweise
einen Durchmesser von 5 mm aufweisen und sind bevorzugt an der Unterseite der Rohre
angebracht. Dadurch wird verhindert, dass bei einer Unterbrechung der Zufuhr des Fliessbettmediums
Kohle in die Rohre eintreten kann. Diese horizontalen Rohre sind durch die Verbindungsleitungen
21 mit der Zweigleitung 6 verbunden. Wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, sind
die Rohre 20 im vorliegenden Fall als Rohrteile 20 a bzw. 20 b ein Stück entlang der
Innenwandung des Kaskade aufwärts geführt. Auch diese Rohrteile sind mit Austrittsöffnungen
für das Fliessbettmedium versehen, so dass von den Wandungen her eine zusätzliche
Fluidisierung der Kohle erfolgt.
1. Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle in der Wirbelschicht mittels
indirektem Wärmeaustausch mit einem Heizmedium, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus
mehreren, von der Kokskohle nacheinander durchlaufenen Kaskaden (I, II, III) besteht,
die jeweils vertikal angeordnete Heizrohre (18) und an ihrem unteren Ende einen Anströmboden
(7) zur Erzeugung der Wirbelschicht aufweisen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaskaden (I, II,
III) sich nach unten verjüngend ausgebildet sind und die Heizrohre (18) zu mehreren
übereinander angeordneten Bündeln (A, B, C) mit separaten Zu-und Ableitungen (1, 3
) für das Heizmedium zusammengefasst sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anströmböden
(7) aus einer Anzahl nebeneinander angeordneter horizontaler Rohre (20) bestehen,
die mit Austrittsöffnungen für das Fliessbettmedium versehen sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen Rohre
(20) als Rohrteile (20 a bzw. 20 b) ein Stück entlang der Innenwandung der Kaskaden
(I, II, III) aufwärts geführt und dort ebenfalls mit Austrittsöffnungen für das Fliessbettmedium
versehen sind.