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EP 0 064 616 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
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Anmeldetag: 17.04.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: C10B 57/08 |
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Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle
System for drying and preheating coke coal
Installation pour sécher et préchauffer du charbon à coke
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
07.05.1981 DE 3117967
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1982 Patentblatt 1982/46 |
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Anmelder: Krupp Koppers GmbH |
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45143 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Petrovic, Vladan, Dr. Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 1 (DE)
- Dürselen, Heinz, Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 14 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle
in der Wirbelschicht mittels indirekten Wärmeaustausch mit einem Heizmedium, die aus
mehreren, von der Kokskohle nacheinander durchlaufenen, sich nach unten verjüngenden
Kaskaden besteht, die jeweils vertikal angeordnete Heizrohre und an ihren unteren
Ende einen Anströmboden zur Erzeugung der Wirbelschicht aufweisen, wobei der Anströmboden
aus mit Austrittsöffnungen für das Fließbettmedium versehenen, nebeneinander angeordneten
horizontalen Rohren besteht.
[0002] Eine Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle in der Wirbelschicht
ist bereits aus der DE-AS 23 42 154 bekannt, wobei Wasserdampf sowohl als Heizmedium
als auch als Fließbettmedium benutzt wird. Das Trocknen und Vorerhitzen der Kohle
auf eine Temperatur von über 150°C erfolgt hierbei einstufig, so daß eine sehr intensive
Wärmezufuhr erforderlich ist, die sich auf die Beschaffenheit der Kohle erfahrungsgemäß
nachteilig auswirkt. So ist es möglich, daß hierbei ein Zusammenbacken oder Anbacken
der Kohle an den Heizrohren eintritt. Ebenso kann ein örtliches Überhitzen der Kohlepartikel
erfolgen, wodurch Veränderungen in den verkokungstechnischen Eigenschaften auftreten
können.
[0003] Aus der US-PS 3611 585 ist ferner eine Einrichtung bekannt, die aus mehreren, von
der Kokskohle nacheinander durchlaufenen Kaskaden besteht, die jeweils vertikal angeordnete
Heizrohre und an ihrem unteren Ende einen Anströmboden zur Erzeugung der Wirbelschicht
aufweisen.
[0004] Aus der DE-OS 24 27 548 schließlich ist ein Anströmboden zur Erzeugung einer Wirbelschicht
bekannt, der aus mit Austrittsöffnungen für das Fließbettmedium versehenen, nebeneinander
angeordneten horizontalen Rohrem besteht.
[0005] Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, bei einer Einrichtung der eingangs
genannten Gattung den Anströmboden so auszubilden, daß eine noch intensivere und gleichmäßigere
Fluidisierung der Kohle im Bodenbereich der Kaskaden erreicht wird.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß Teile der Rohre
des Anströmbodens an der Innenwandung der Kaskaden aufwärts geführt und dort ebenfalls
mit Austrittsöffnungen für das Fließbettmedium versehen sind.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der gattungsgemäßen Einrichtung zum Trocknen
und Vorerhitzen von Kokskohle besteht darin, daß die Heizrohre in den einzelnen Kaskaden
zu mehreren übereinander angeordneten Bündeln mit separaten Zu- und Ableitungen für
das Heizmedium zusammengefaßt sind. Durch diese Maßnahme wird eine deutlich bessere
Raumausnutzung der sich nach unten verjüngenden, d.h. konisch ausgebildeten Kaskaden
als bei einer einstufigen Heizrohranordnung erreicht.
[0008] Einzelheiten der erfindungsgemäßen Einrichtung werden im folgenden an Hand der Zeichnungen
näher erläutert.
[0009] Es zeigen hierbei:
Fig. 1 und 2 Seiten- und Vorderansicht einer Ausführungsform der vorgeschlagenen Einrichtung,
Fig. 3 die Ausbildung einer Kaskade der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 in größeren
Maßstab,
Fig. 4 u.5 eine Draufsicht auf und einen vertikalen Schnitt durch den Anströmboden.
[0010] Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist die Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen
der Kokskohle drei übereinander angeordnete Kaskaden 1, und 111 auf. Jede dieser Kaskaden
verjüngt sich nach unten pyramidenstumpfförmig und enthält im vorliegenden Fall drei
übereinander liegende Rohrbündel A, B und C (Fig. 3). Diese Bündel vertikaler Heizrohre
haben jeweils über eine Zweigleitung 1 Anschluß an die Hauptzuführungsleitung 2 für
das Heizmedium sowie über eine Zweigleitung 3 Anschluß an die Hauptabzugsleitung 4
des Heizmediums. Als Heizmedium kommen hierbei die verschiedensten gasförmigen Wärmeträger
sowie Wasserdampf, beispielsweise Sattdampf von 20 bar, in Betracht.
[0011] Zur Erzeugung der Wirbelschicht der zu behandelnden Kohle wird vorzugsweise Wasserdampf
verwendet, der durch die Leitung 5 und die Zweigleitungen 6 den noch näher zu beschreibenden
Anströmböden 7 zugeführt wird. Die Ableitung dieses Fließbettmediums erfolgt durch
die Zweigleitungen 8 und die Sammelleitung 9. Bei dieser Anordnung sind die einzelnen
Kaskaden gasdicht voneinander getrennt. Es ist jedoch auch möglich, die Zufuhr des
Fließbettmediums nur am Fuß der erfindungsgemäßen Einrichtung, d.h. am Anströmboden
7 der-untersten Kaskade 111 vorzusehen. Das Fließbettmedium durchströmt in diesem
Falle diese Kaskade und gelangt durch den Anströmboden der mittleren Kaskade 11 direkt
in diese und von dort in gleicher Weise in die oberste Kaskade I, welche sie schließlich
am oberen Ende verläßt. Bei dieser Anordordnung ist also die oben erwähnte gasdichte
Trennung der Kaskaden voneinander nicht gegeben.
[0012] Die zu behandelnde Kohle wird zunächst in die oberste Kaskade I eingeleitet, die
sie von oben nach unten durchwandert und die sie durch die Leitung lo verläßt. Über
die hiermit verbundene Zellenradschleuse 11 und die Leitung 12 gelangt sie dann in
die mittlere Kaskade 11 und aus dieser wiederum durch die Leitung 13, die Zellenradschleuse
14 und die Leitung 15 in die unterste Kaskade 111. Aus dieser wird sie schließlich
mittels eines Schnekkenförderers 16 abtransportiert. Beim Durchlauf der drei Kaskaden
wird die Kohle einer stufenweisen Wärmebehandlung unterworfen, wobei sie in der obersten
Kaskade im wesentlichen vorgetrocknet wird, während in der mittleren Kaskade eine
weitere Trocknung und Vorwärmung erfolgt und in der untersten Kaskade schließlich
die gewünschte Endtemperatur der Kohle eingestellt wird. Durch diese stufenweise Wärmebeaufschlagung
wird eine äußerst schonende Behandlung der Kohle sichergestellt.
[0013] In Fig. 3 ist eine Kaskade mit den Bündeln A, B und C vertikaler Heizrohre in größerem
Maßstab dargestellt. Man erkennt die Zweigleitungen 1 für die Zufuhr des Heizmediums
zu den einzelnen - Bündeln. Diese Zweigleitungen haben Anschluß an die horizontalen
Verteilerleitungen 17, die ihrerseits wiederum die vertikalen Heizrohre 18 speisen.
Letztere haben an ihrem unteren Ende Anschluß an die horizontalen Sammelleitungen
19 und diese an die bereits erwähnten Zweigleitungen 3 der Hauptabzugsleitung 4. Die
vertikale Anordnung der Heizrohre ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn - wie erwähnt
- Sattdampf als Heizmedium verwendet wird, da in diesem Falle eine gleichmäßige Kondensation
des Sattdampfes gewährleistet ist.
[0014] Der Anströmboden besteht, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, aus einer Anzahl nebeneinander
angeordneter horizontaler Rohre, die mit nicht dargestellten Austrittsöffnungen für
das Fließbettmedium versehen sind. Diese Austrittsöffnungen können beispielsweise
einen Durchmesser von 5 mm aufweisen und sind bevorzugt an der Unterseite der Rohre
angebracht. Dadurch wird verhindert, daß bei einer Unterbrechung der Zufuhr des Fließbettmediums
Kohle in die Rohr eintreten kann. Diese horizontalen Rohre sind durch die Verbindungsleitungen
21 mit der Zweigleitung 6 verbunden. Wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, sind
die Rohre 20 als Rohrteile 20 a bzw. 20 b ein Stück entlang der Innenwandung der Kaskade
aufwärts geführt. Auch diese Rohrteile sind mit Austrittsöffnungen für das Fließbettmedium
versehen, so daß von den Wandungen her eine zusätzliche Fluidisierung der Kohle erfolgt.
1. Einrichtung zum Trocknen und Vorerhitzen von Kokskohle in der Wirbelschicht mittels
indirektem Wärmeaustausch mit einem Heizmedium, die aus mehreren, von der Kokskohle
nacheinander durchlaufenen, sich nach unten verjüngenden Kaskaden besteht, die jeweils
vertikal angeordnete Heizrohre und an ihrem unteren Ende einen Anströmboden zur Erzeugung
der Wirbelschicht aufweisen, wobei der Anströmboden aus mit Austrittsöffnungen für
das Fließbettmedium versehenen, nebeneinander angeordneten horizontalen Rohren besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß Teile (20 a bzw. 20 b) der Rohre (20) an der Innenwandung
der Kaskaden (I, II, 111) aufwärts geführt und dort ebenfalls mit Austrittsöffnungen
für das Fließbettmedium versehen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizrohre (18) in
den einzelnen Kaskaden (I, II, III) zu mehreren übereinander angeordneten Bündeln
(A, B, C) mit separaten Zu- und Ableitungen (1, 3) für das Heizmedium zusammengefaßt
sind.
1. Apparatus for drying and preheating of coking coal in a fluidised bed by means
of indirect heat exchange with a heating medium, the apparatus consists of several
cascades, through which the coking coal passes in succession and which are made to
taper downwards, each cascade has vertically arranged heating tubes and at its lower
end a distributor tray for producing the fluidised bed, the distributor tray consists
of horizontal tubes which are arranged next to one another and which are provided
with outflow orifices for the fluidised-bed medium, characterised in that parts (20
a and 20b respectively) of the tubes (20) are guided upwards along the inner wall
of the cascades (I, II, III) and are likewise provided there with outflow orifices
for the fluidised-bed medium.
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that the heating tubes (18) in
each cascade (I, II, III) are combined into several bundles (A, B, C) with separate
supply and discharge lines (1, 3) for the heating medium. ;
1. Dispositif de séchage et de préchauffage du charbon à coke dans la couche fluidisée,
au moyen d'un échange indirect de chaleur avec un fluide de chauffage, se composant
de plusieurs cascades qui, parcourues l'une après l'autre par le charbon à coke et
ayant une largeur allant en diminuant vers le bas, présentent chacune des tubes de
chauffage disposés verticalement et, à leur extrémité inférieure, une plateforme d'attaque
du courant pour engendrer la couche fluidisée, la plateforme d'attaque du courant
se composant de tubes horizontaux disposés côte à côte et munis d'orifices de sortie
pour le fluide de fluidisation,
caractérisé par le fait que des parties (20a et 20b) des tubes (20) sont amenées sur
la paroi intérieure des cascades (I, 11, III) vers le haut et y sont également munies
d'orifices de sortie pour le fluide de fluidisation.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les tubes de chauffage
(18) sont regroupés dans les différentes cascades (I, I1, III) en plusieurs faisceaux
(A, B, C) superposés, avec des conduites (1, 3) d'arrivée et d'évacuation séparées
pour le fluide de chauffage. 1