Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Verpackungsvorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Bei einer beispielsweise durch die DE-OS 28 21 898 bekannt gewordenen Sammelpackvorrichtung
werden die nacheinander flachliegend zugeführten Beutelpackungen in Zellen einer Fördereinrichtung
eingelegt, die dann die Beutelpackungen auf einer Seitenkante stehend nebeneinander
aufreiht, und aus.der jeweils eine Gruppe Beutelpackungen in einen Sammelbehälter
geschoben wird. Bei Beutelpackungen, die ein lockeres Füllgut und Luft enthalten,
fällt beim Aufstellen das Füllgut nach unten, so daß die Beutelpackungen im Sammelbehälter
auf einer Seite klemmen, dagegen auf der anderen Seite Spiel haben.
[0002] Bei einer anderen durch die DE-OS 20 01 760 bekannten Sammelpackvorrichtung werden
nacheinander zugeführte Beutelpackungen flachliegend in einen Sammelbehälter mit weiter
Öffnung nach einem vorgegebenen Positionsmuster einzeln abgeworfen. Dieses Vorgehen
ist mit Schwierigkeiten verbunden bei einem Sammelbehälter, in dem die Beutelpackungen
übereinander in einem einzigen Stapel liegen, da beim Abwerfen der Packungen die aus
dem Sammelbehälter entweichende Luft die flach fallenden Beutelpackungen verdreht.
Es ist daher eine Verpackungsvorrichtung wünschenswert, die flache Gegenstände, insbesondere
Beutelpackungen, in einen Sammelbehälter verpackt, in dem sie in einer Reihe satt
aneinanderliegen.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Verpackungsvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß Füllgut in Beutelpackungen während deren Zusammenführen
und Verpacken gleichmäßig verteilt bleibt und nicht verrutscht. Ferner hat das Sammeln
der Gegenstände in einem starren Hohldorn den Vorteil, daß diese satt aneinandergedrückt
werden, so daß sie schließlich im Sammelbehälter raumsparend ohne Spiel angeordnet
sind.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Verpackungsvorrichtung möglich.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Sammelpackvorrichtung
vereinfacht in schaubildlicher Darstellung, Figur 2 die Vorrichtung nach Figur 1 teilweise
im Schnitt in Seitenansicht und Figur 3 eine Falteinrichtung der Vorrichtung nach
Figur 1 in Draufsicht.
Beschreibung der Erfindung
[0006] An den Enden der Arme eines Drehkreuzes 10, das schrittweise um eine senkrechte Achse
um jeweils 90
0 gedreht wird, ist je ein Hohldorn 11 an seinem oberen Ende befestigt, dessen Längsachse
parallel zur Drehachse verläuft. Die Hohldorne 11 haben einen rechteckigen Querschnitt
und sind oben und unten offen. Der Öffnungsquerschnitt der Hohldorne 11 entspricht
der Deckfläche der zu verpackenden Gegenstände, beispielsweise Beutelpackungen 1.
Das untere Ende der Hohldorne 11 ist mit je einem Paar Klappen 12, 13 verschließbar.
Die Klappen 12, 13 sind an Armen 14, 15 befestigt, welche am oberen Ende jedes Hohldorns
11 an die in Umlaufrichtung vordere Seite angrenzend angelenkt sind. Die Klappen 12,
13 sind mittels nicht dargestellter hydraulischer oder pneumatischer Arbeitszylinder
betätigbar. In jedem Hohldorn 11 ist ein Gewichtskörper 16 heb- und senkbar, der in
Längsnuten 17 geführt ist und dessen Weg durch diese begrenzt ist.
[0007] An einer ersten Station I der Hohldorne 11 ist eine Stapel-und Übergabeeinrichtung
20 angeordnet. Diese hat in Deckung unterhalb des dort stehenden Hohldorns 11 einen
Schacht 21, eine Hubplatte 22 sowie zwei in gegensinnigem Drehsinn umlaufende Revolver
23, 24 mit je vier axial'außermittig abstehenden Platten 25. Die Platten 25 sind in
den Revolvern 23, 24 drehbar gelagert und mit einem Getriebe verbunden, so daß sie
beim Umlaufen immer eine waagerechte Stellung einnehmen und jeweils paarweise in einer
Ebene liegen. Die Platten 25 sind in Verlängerung ihrer einen Seite gelagert, die
den Platten 25 des jeweils anderen Revolvers 23, 24 abgewandt ist. Beim Umlaufen der
Revolver 23, 24 nähern sich vom unteren Totpunkt an jeweils eine Platte 25 des einen
und des anderen Revolvers 23 bzw. 24 gegeneinander, laufen in Kreisbogen nach oben
und gehen wieder auseinander. Während ihrer Aufwärtsbewegung sind die Platten 25 im
Deckungsbereich des Schachtes 21.
[0008] Zu der Stapeleinrichtung 20 führt ein endloses Förderband 30, dessen eine Umlenkstrecke
vor den vorderen freien Enden der Platten 25 liegt. Die Förderebene dieses Förderbandes
30 liegt etwa in Höhe oder etwas niedriger als die Drehachsen der Revolver 23, 24
und die Förderachse liegt etwa mittig parallel zwischen den Drehachsen der Revolver
23, 24. Das Förderband 30 führt,von einer Beutelmaschine hergestellte Beutelpackungen
1 flachliegend nacheinander zu der Stapeleinrichtung 20. Die jeweils vorderste Beutelpackung
1 gelangt beim Passieren der vorderen Umlenkstrecke des Förderbandes 30 auf zwei von
unten in die Hubstrecke einlaufende Platten 25 und wird auf diese vollends aufgeschoben,
während diese sich noch mehr einander nähern. Das Plattenpaar 25 hebt die übernommene
Beutelpackung 1 beim Umlaufen in den Schacht 21 und gelangt dann außer Berührung mit
der Beutelpackung 1, die im Schacht 21 gehalten wird. Auf diese Weise wird eine Beutelpackung
1 nach der anderen in den Schacht 21 gehoben, wobei die jeweils unterste die zuvor
in den Schacht 21 eingebrachten nach oben drückt. Dabei wird ein Stapel gebildet,
der sich nach und nach auch in den über dem Schacht 21 befindlichen Hohldorn 11 erstreckt,
dessen Klappen 12, 13 während des Füllens geöffnet sind.
[0009] Nach Zuführen einer vorbestimmten Anzahl von Beutelpackungen 1 in die Stapeleinrichtung
20, was von einem Zähler 31 überwacht wird, gibt der Zähler 31 ein Signal an die nicht
dargestellte Betätigungseinrichtung der Hubplatte 22. Diese fährt nun aus ihrer dargestellten
Wartestellung in waagerechter Ebene in den Deckungsbereich des Schachtes 21 und dann
nach oben, wobei sie durch einen Schlitz 29 im Schacht 21 ragt. Dabei hebt sie die
gestapelten Beutelpackungen 1 an und drückt auch die im Schacht 21 befindlichen in
den Hohldorn 11. Darauf werden die Klappen 12, 13 in Schließstellung und die Hubplatte
22 wieder in ihre Wartestellung verbracht. Während anschließend das Drehkreuz um 90°
weitergeschaltet wird, heben die Plattenpaare 25 die neu ankommenden Beutelpackungen
1 in den Schacht 21, der als Zwischenspeicher wirkt. Der neu in die Station I verbrachte
Hohldorn 11 wird darauf in gleicher Weise gefüllt,
[0010] Auf Station II wird, nachdem ein mit Beutelpackungen 1 gefüllter Hohldorn 11 angelangt
ist, ein Zuschnitt 2 für einen Sammelbehälter 3 gegen die Unterseite des Hohldorns
11 angelegt und mit einem Faltapparat 40 (Fig. 3) um dessen Seitenwände gefaltet.
Der Zuschnitt 2 hat einen Boden 4, und daran angelenkte Felder für die Schmalseiten
5, 6, an dem Feld 5 seitlich angelenkte Felder 7, 8 für die Breitseiten, und einen
am Feld 6 angelenkten Deckel 9. Ferner hat der Zuschnitt 2 Verbindungslaschen am Boden
4 und am Feld 6.
[0011] Bevor der Zuschnitt 2 in die Station II eingebracht wird, werden Bereiche, die mit
den Verbindungslaschen verklebt werden sollen, mit Klebstoff versehen.
[0012] Nach Anlegen des Zuschnitts 2 mit seinem Boden 4 gegen die Unterseite des Hohldorns
11 mit dem Mittelstück 41 des Faltapparats 40, werden zunächst die Klappen 12, 13
zurückgeschwenkt. Darauf schwenken Falter 42 am Mittelstück 41 die am Boden 4 des
Zuschnitts 2 angelenkten Verbindungslaschen nach oben. Gleichzeitig schwenkt ein Faltblech
43 das eine Feld 6 gegen die in Umlaufrichtung vordere Seite des Hohldorns 11 und
an diesem Faltblech 43 angelenkte Falter 44 drücken die Verbindungslaschen am Feld
6 auf die angrenzenden Seiten des Hohldorns 11 unter die abgeschwenkten Arme 14, 15
für die Klappen 12, 13. Mit etwas Verzögerung schwenkt ein Faltblech 45 das Feld 5
gegen die in Umlaufrichtung des Hohldorns 11 hintere Seite und an diesem Faltblech
45 angelenkte Falter 46 legen die mit dem Feld 5 verbundenen beiden Felder 7, 8 auf
die noch freien Seiten des Hohldorns 11, so daß deren Randbereiche mit den Verbindungslaschen
am Boden 4 und am Feld 6 verkleben. Beim anschließenden Schaltschritt wird der auf
fünf Seiten von dem so gebildeten Sammelbehälter 3 umhüllte Hohldorn 11 von der Station
II in die Station III verbracht, wo mittels einer Zugabeeinrichtung 35 besondere,
zu den Beutelpackungen 1 mitgelieferte Zutaten in den Hohldorn 11 auf den Beutelstapel
eingebracht werden können.
[0013] Nach einem weiteren Schaltschritt des Drehkreuzes 10 dringt auf Station IV ein Stempel
36 von oben in den Hohldorn 11 ein und schiebt den Beutelstapel mitsamt dem den Hohldorn
11 umgebenden Sammelbehälter 3 nach unten auf ein Podest 37, von wo dieser mit einem
Schieber 38 zum Verschließen des Kopfes mit dem Deckel 9 seitlich weggeschoben wird.
[0014] Ergänzend wird bemerkt, daß der Zuschnitt für den Sammelbehälter auch eine andere
Form haben kann und daß es im Rahmen der Erfindung liegt, den Faltapparat zum Formen
des Sammelbehälters entsprechend anzupassen. Ferner kann anstelle des Formens eines
Sammelbehälters aus einem Zuschnitt um den Hohldorn auch ein Schlauch auf diesen aufgezogen
und verschlossen werden.
1. Vorrichtung zum Verpacken von flachen Gegenständen, insbesondere Beutelpackungen,
in einem Sammelbehälter mit einer die Gegenstände einzeln flachliegend heranbringenden
Zuführeinrichtung, gekennzeichnet durch mehrere um eine senkrechte Achse schrittweise
an einem Träger in gleichen Abständen umlaufende, mit ihrer Längsachse parallel zur
Drehachse ausgerichtete Hohldorne (11), denen an einer ersten Station (I) eine Stapel-
und Übergabeeinrichtung (20) für Gegenstände (1) und an einer nachfolgenden Station
(II) eine Einrichtung (40) zum Formen jeweils eines Sammelbehälters um einen Hohldorn
(11) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohldorne (11) oben
und unten offen sind und unten mittels Klappen (12, 13) verschließbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (12, 13) an
Armen (14, 15) befestigt sind, die am oberen Ende eines Hohldorns (11) angelenkt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapel-
und Übergabeeinrichtung unterhalb des in der ersten Station (I) bereitstehenden Hohldorns
(11) einen mit dem Hohldorn sich deckenden Schacht (21), jeweils einen Gegenstand
(1) von unten in den Schacht fördernde Gegenstandsheber (25) und eine von unten nach
oben durch den Schacht bewegbare Hubplatte (22) zum Heben des gebildeten Gegenstandsstapels
in den Hohldorn hat.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstandsheber (25)
an zwei Revolvern (23, 24) umlaufend, paarweise in waagerechter Ausrichtung angeordnet
sind.
6..Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Station
II der Hohldorne (11) ein Faltapparat (40) mit Faltern zum Herumlegen eines Zuschnitts
(2) für einen Sammelbehälter (3) um fünf Seiten eines Hohldorns angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltapparat ein gegen
das untere Ende eines Hohldorns (11) anliegendes Mittelstück (41), zwei um das Mittelstück
schwenkbare Faltbleche (43, 45) und an den Faltblechen angelenkte Falter (42, 44,
46) hat.