(19)
(11) EP 0 064 712 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.1982  Patentblatt  1982/46

(21) Anmeldenummer: 82103759.5

(22) Anmeldetag:  03.05.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B65D 90/02, B65D 81/38
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB NL

(30) Priorität: 09.05.1981 DE 8113685 U

(71) Anmelder: THYSSEN INDUSTRIE AG
D-45128 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Jörger, Egon
    D-7613 Hausach (DE)
  • Disselhoff, Friedhelm
    D-7613 Hausach (DE)

(74) Vertreter: Eberhard, Friedrich, Dr. 
Am Thyssenhaus 1
D-45128 Essen
D-45128 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Kühlcontainer


    (57) Bei bekannten Kühlcontainern mit waagerecht gesickten Außenwänden wird die Seitenwandbelastung von einem zwischen den Innen- und den Außenwandplatten angeordneten Traggerüst, das einen Teil des Raumes für die Isolierung wegnimmt, auf obere und untere Träger (1, 2) übertragen. Diese aufwendige Bauart verschlechtert den Isolierwert des Containers erheblich. Bei dem erfindungsgemäßen Kühlcontainer wird die Seitenwandbeiastung unter Beibehaltung einer im wesentlichen gleichmäßig dicken Isolierschicht (4) zwischen Innen- (5) und Außenwand (3) ohne zusätzliche Innenkonstruktionen sicher in die unteren Träger (2) eingeleitet. Das wird dadurch erreicht, daß die Außenwandplatten (3) in senkrechter Richtung gesickt, am oberen und am unteren Rand mit den Längsträgern (1, 2) und den Pfosten verbunden sind und daß die Sickung vor der Verbindungsstelle der Außenwandplatten (3) mit den Längsträgern (1, 2) endet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Kühlcontainer aus einem Stahlgestell mit oberen und unteren Längs- und unteren Querträgern, mit gesickten Außenwandplatten, einer Isolierung und einer Innenbeplankung aus Platten. Bei bekannten, derartigen Containern ist die Sickung als waagerechte, durchlaufende Sickung der Außenwandplatten ausgeführt, um deren Beulfestigkeit zu erhöhen. Die Außenwände sind im allgemeinen mit den Längsträgern vernietet. Es sind auch Container bekannt, bei denen die Außenwände glatt ausgeführt sind. Bei beiden Arten von Containern wird die Seitenwandbelastung von einem zwischen den Innen- und den Außenwandplatten angeordneten Traggerüst, das einen Teil des Raums für die Isolierung wegnimmt, auf die Träger übertragen. Diese Bauart ist aufwendig und verschlechtert den Isolierwert des Containers erheblich.

    [0002] Ausgehend von diesem Stand der Technik wird die Aufgabe der Erfindung darin gesehen, einen Kühlcontainer zu entwickeln, bei dem die Seitenwandbelastung unter Beibehaltung einer im wesentlichen gleichmäßig dicken Isolierschicht zwischen Innen- und Außenwand und ohne zusätzliche Innenkonstruktionen sicher in die unteren Träger eingeleitet werden.

    [0003] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Kühlcontainer der eingangs genannten Gattung dadurch gelöst, daß die Außenwandplatten in senkrechter Richtung gesickt sind, daß sie am oberen und am unteren Rand mit den Längsträgern und den Pfosten verbunden sind und daß die Sickung vor der Verbindungsstelle der Platten mit den Längsträgern endet. Die so erreichte Aussteifung der gesickten Außenwand ermöglicht zusammen mit dem Auslaufen der Sicken vor der Verbindungsstelle und der Verbindung mit den oberen und unteren Längsträgern, die Kräfte ohne Zuhilfenahme von weiteren Abstützelementen zu übertragen. Die Isolierschicht hat dabei, abgesehen von einer geringfügigen Minderung der Dicke an den Sickenstellen, im wesentlichen überall eine gleichmäßige Stärke und damit gute Isolierwerte. Die glatte, lineare Verbindung des ebenen Bleches mit den oberen und unteren Trägern und den Eckpfosten - nicht eines trapezförmigen Blechquerschnittes mit den Pfosten wie bei den bekannten Containern - ermöglicht eine sehr feste, gegen Undichtwerden sichere Verbindung und ist reparaturfreundlich. Der erfindungsgemäße Container ist besonders auch für den Gütertransport mit verderblichen Waren geeignet, da bei einer Stoßbelastung auf die Außenwand in der Regel lediglich das Blech verbeult wird und die Wärmedämmeigenschaften erhalten bleiben. Er ist insoweit auch den bekannten Kühlcontainern mit GFK-Außenwänden überlegen, bei denen eine stoßweise Beananspruchung zur teilweisen Zerstörung der Außenwand, Eindringen von Feuchtigkeit in die Isolierung und dadurch zum unzulässigen Temperaturanstieg im Container führen kann.

    [0004] Im einzelnen kann die Erfindung wie folgt vorteilhaft ausgestaltet sein.

    [0005] Dadurch, daß die Außenwandplatten und die Innenwandplatten mit der dazwischenliegenden Isolierung fest verbunden sind, entsteht eine besonders feste, zur Übertragung von Lasten geeignete Ausbildung als Sandwich. Eine derartige Verbindung kann z.B. durch Ausschäumen erzielt werden.

    [0006] Eine völlig gleichmäßige Dicke der Isolierschicht kann dadurch erreicht werden, daß die Außenwandplatten und die Innenwandplatten an einander gegenüberliegenden Stellen in gleicher Richtung gesickt sind. Zweckmäßigerweise wird man dabei die Sicken gleich ausführen, so daß ein paralleler Verlauf der Blechflächen erzielt wird. Das ist auch vom Standpunkt der Produktionsvereinfachung vorteilhaft. Die zusätzliche Sickung der Innenwandplatten führt außerdem zu einer Erhöhung der Stabilität und damit der Tragfähigkeit.

    [0007] Dadurch, daß die gesickten Außenwandplatten umlaufend mit den oberen und unteren Trägern und den Eckpfosten verschweißt sind, entsteht eine völlig dichte, sehr feste Außenschale.

    [0008] In einer anderen Ausführungsart sind die gesickten Außenwandplatten mit den oberen und unteren Trägern und den Eckpfosten vernietet.

    [0009] Im folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen im einzelnen

    Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das Dach, eine Seitenwand und des Bodens eines Kühlcontainers,

    Fig. 2 einen dazu senkrechten Schnitt entsprechend der in Fig. 1 mit A A bezeichneten Schnittebene,

    Fig. 3 einen Schnitt durch den Boden, eine Seitenwand und den Boden eines Kühlcontainers in einer anderen Ausführungsart,

    Fig. 4 einen dazu senkrechten Schnitt gemäß der in Fig. 3 mit A A bezeichneten Schnittlinie.



    [0010] Der Kühlcontainer besteht aus einem Stahlgestell mit oberen 1 und unteren 2 Längsträgern und mit nicht dargestellten Eckträgern und Eckpfosten und mit gesickten Außenwandplatten 3. Die Sickung der Außenwandplatten verläuft in senkrechter Richtung und endet vor der Verbindungsstelle der Platten mit den Längsträgern 1, 2. Die Außenwandplatten 3 und die Innenwandplatten 5 sind mit der Isolierung 4 fest verbunden und bilden so ein tragfähiges Sandwichelement. Die Sicken 6 in der Außenwandplatte und 7 in der Innenwandplatte liegen einander gegenüber und sind in der gleichen Richtung ausgeführt, so daß die Isolierschicht im Sickenbereich genauso dick ist wie im nicht gesickten Bereich. Der gegenseitige Abstand je zweier Sicken 6,6 bzw. 7,7 (Figuren 2 und 4) ist variabel je nach Blechdicke und Qualität, im speziellen Beispiel beträgt er rund 200 mm. Die Verbindung der Platten am oberen und am unteren Rand mit den Längsträgern erfolgt entsprechend Fig. 1 durch Verschweißung 8,9. Auch an den nicht dargestellten Pfosten Ist der glatte, nicht gesickte, senkrechte Rand der Außenwandplatte 3 verschweißt, so daß ein geschlossener Rahmen mit einem fest damit verbundenen, stabilen Füllblech entsteht. Nach Fig. 3 ist die Verbindung mit den oberen Trägern 1 und den unteren Trägern 2 durch Nieten 10,11 verwirklicht und ebenso die nicht dargestellte Verbindung mit den Eckpfosten.


    Ansprüche

    1. Kühlcontainer aus einem Stahlgestell mit oberen (1) und unteren (2) Längsträgern, mit Eckpfosten, mit gesickten Außenwandplatten (3), einer Isolierung (4) und einer Innenbeplankung aus Innenwandplatten (5), dadurch gekennzeichnet,
    daß die Außenwandplatten (3) in senkrechter Richtung gesickt sind (6), daß sie am oberen und am unteren Rand mit den Längsträgern und an den seitlichen Rändern mit Eckpfosten verbunden sind und daß die Sickung vor der Verbindungsstelle (8 bis 11) der Außenwandplatten (3) mit den Längsträgern (1,2) endet.
     
    2. Kühlcontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandplatten (3) und die Innenwandplatten (5) mit der Isolierung (4) fest verbunden sind.
     
    3. Kühlcontainer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandplatten (3) und die Innenwandplatten (5) an einander gegenüberliegenden Stellen in gleicher Richtung gesickt sind (6,7).
     
    4. Kühlcontainer nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gesickten Außenwandplatten (3) umlaufend mit den oberen (1-) und unteren Trägern (2) und den Eckpfosten verschweißt sind (8,9).
     
    5. Kühlcontainer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gesickten Außenwandplatten (3) mit den oberen (1) und den unteren Trägern (2) und den Eckpfosten vernietet sind (10,11).
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht