[0001] Für die Einstellung und Steuerung von Bohrgeräten, insbesondere von Stollenbohrgeräten,
war es bis jetzt üblich, die Auslegerteile bzw. die Teile der Bohrlafette, also die
die Lage bzw. Winkellage der Einzelteile, z.B. Auslegerbalken, Schwenkachsen, des
Auslegers bzw. der Bohrlafette zueinander verändernden, üblicherweise mit einem Druckmedium
arbeitenden Stellorgane, vorzugsweise Zylinder, Kolben od.dgl., über Ventile zu steuern,
welche ihrerseits von üblicherweise durch einen Operator manuell betätigten Hebeln
gesteuert werden.
[0002] Soll, was bei den heutigen Anforderungen insbesondere hinsichtlich Exaktheit der
Bohrung von komplizierten Verlauf aufweisenden Stollen, Tunnels od.dgl., der Fall
ist, die dazu nötige, möglichst exakte Einstellung und Ausrichtung der Gesteinsbohrer
erreicht werden, kann dies vom Operator nur relativ aufwendig, insbesondere zeitaufwendig,
bewerkstelligt werden. Es ist dazu ein direktes Markieren der jeweiligen Bohrstelle
notwendig, auf welche Markierungen hin dann schließlich der Ausleger und die Bohrlafette
auszurichten sind.
[0003] Es wurde daher versucht, mittels eines Servo-Systems die bei einer exakten Ausrichtung
des Bohrgerätes und des Bohrers im praktischen Betrieb auftretenden Schwierigkeiten
und Probleme zu verringern.
[0004] So ist in der AT-PS 286.209 ein Bohrausleger zur winkeligen Einstellung einer eine
Gesteinsbohrmaschine tragenden Bohrlafette beschrieben, bei der mit den Schwenkachsen
ein Winkelverstellungs-Servosystem gekoppelt ist, bei dem jeder der Schwenkachsen
ein-elektrischer Winkelstellungsfühler zugeordnet ist, wobei beispielsweise zwei Winkelstellungsfühler
winkelsynchron miteinander gekoppelt sind, wovon einer über einen Verstärker und ein
Servoventil an den nebenliegenden Schwenkwinkel-Kraftzylinder des Bohrauslegers elektrohydraulisch
winkelsynchron mit der Einstellung des gegenüberliegenden Schwenkwinkel-Kraftzylinders
verbunden ist.
[0005] Mit der dort vorgesehenen Vorrichtung kann z.B. die Bohrlafette exakt lageparallel
verschoben werden. Ein wesentlicher Nachteil dieses bekannten Systems liegt in dessen
mangelnder Flexibilität, die eine freie Einstellung des Auslegers und damit auch des
Bohrers in eine beliebige gewünschte Lage zumindest erschwert.
[0006] Es wurde nun gefunden, daß die Nachteile eines solchen bekannten Servosystems für
Bohrgeräte vermieden werden können, wenn der Ausleger mittels eines diesem Ausleger
funktionell entsprechenden Modells, an welchem jede gewünschte Stellung des Auslegers
problemlos durch einfache Manipulation des Operators einstellbar ist, gesteuert wird.
Dazu sind an den beweglich, insbesondere gelenkig und/oder verschieblich, ausgebildeten
Verbindungsstellen des Ausleger- bzw. Lafetten-Modelles, also beispielsweise an dessen
Schwenkachsen oder Gelenken, Stellungssensoren (Meßfühler) angeordnet, deren Meßgrößen
jeweils mit den Meßgrößen von an den jeweils analogen Verbindungsstellen des Auslegers
des einzusetzenden Bohrgerätes angeordneten Stellungssensoren (Meßfühlern) verglichen
werden. Solange eine Differenz zwischen den jeweils von Modell und Gerät gelieferten
Meßgrößen vorhanden ist, wird mittels Servosteuerung, z.B. mittels Hydraulik, solange
eine Veränderung der Lage der Auslegerteile bzw. der Teile der Lafette zueinander
vorgenommen, bis die Meßgrößen jeweils einander zugeordneter Stellungssensoren an
Gerät und Modell miteinander identisch sind.
[0007] Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Bohrgerät, insbesondere ein Stollenbohrgerät,
bei welchem die Lage der Auslegerteile bzw. Teile der Bohrlafette mittels über Ventile
gesteuerten, mit Druck-Medium beaufschlagbaren Zylinder veränderbar und einstellbar
ist, wobei an den Verbindungsstellen der Teile elektrische Stellungs-Fühler vorgesehen
sind.
[0008] Das Bohrgerät ist dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbindungsstellen, insbesondere
an den Gelenken eines dem Ausleger des Bohrgerätes funktionell entsprechenden Modelles
die Lage der die Auslegerteile bzw. Teile der Bohrlafette bestimmenden Stellungs-Sensoren,
vorzugsweise elektrische Dreh- und/oder Schiebewiderstands-Sensoren, angeordnet sind,
welche über mindestens eine Vergleichs- bzw. Kompensations-Schaltung, vorzugsweise
eine Brückenschaltung, mit,vorzugsweise gleichartig ausgebildeten, an den zum Modell
analogen Verbindungsstellen, insbesondere Gelenken, der Auslegerteile bzw. Teile der
Bohrlafette angeordneten Stellungs-Sensoren verbunden sind und daß mittels der Vergleichs-Schaltung
bei Änderung der Lage der Teile des Modelles die Steuerorgane, insbesondere Ventile
zur Steuerung der Zylinder, vorzugsweise in zeitlicher Aufeinanderfolge, jeweils mit
dem Druckmedium so lange beaufschlagbar sind, bis an allen an den bei den Verbindungsstellen,
vorzugsweise Gelenken, des Bohrgerätes angeordneten Stellungs-Sensoren, vorzugsweise
Dreh-und/oder Schiebewiderstands-Sensoren, mit den von den Stellungs-Sensoren des
Modelles festgestellten Meßgrößen identische Meßgrößen, vorzugsweise identische Widerstandsgrößen,
erreicht sind.
[0009] Unter Verbindungsstellen sind, wie oben angedeutet, Gelenke, Schwenklager, Schwenkachsen
od.dgl., weiters aber auch teleskopartig ausziehbare Auslegerteile od.dgl. zu verstehen.
In bzw. an diesen Verbindungsstellen sowohl des Modelles als auch des Bohrgerätes
sind die jeweilige Lage- bzw. Winkel- oder sonstige Stellung registrierende Sensoren
angeordnet. Zweckmäßig sind elektrische oder elektronische Sensoren vorgesehen; elektrische
Widerstands-Sensoren, also z.B. Dreh- oder Schiebepotentiometer, sind bevorzugt.
[0010] Die erfindungsgemäß vorgesehene, mit den Sensoren verbundene, Vergleichs- bzw. Kompensations-Schaltung
kann grundsätzlich nach jedem bekannten Prinzip aufgebaut sein und dient zur Feststellung
der Differenz zwischen den jeweils von einander zugeordneten Sensoren an Modell und
Gerät gelieferten Meßgrößen und setzt mittels dieser Differenz- Meßgröße - üblicherweise
nach deren entsprechender Verstärkung - beispielsweise die Stell-Ventile der HydraulikZylinder
am Ausleger des Bohrgerätes und damit diese Zylinder selbst solange in Gang, bis die
Differenz-Meßgröße der einander zugeordneten Sensoren von Modell und Ausleger den
Wert Null erreicht. Auf diese Weise läßt sich eine nachführende Einstellung des Auslegers
des Bohrgerätes erzielen, die exakt mit der Einstellung des einfach handzuhabenden
Modell-Auslegers übereinstimmt.
[0011] Die Vergleichs-Schaltung selbst ist vorteilhaft durch eine elektrische oder elektronische
Brücken-Schaltung gebildet. Der zur Steuerung der der Bewegung der Zylinder am Ausleger
dienende Verstärker ist vorteilhaft ein elektronischer Verstärker.
[0012] Üblicherweise stimmt die Anzahl der Stellungs-Sensoren sowohl am Modell als auch
am Gerät mit der Zahl der Verbindungsstellen, wie Gelenken od. dgl. überein. Die im
Falle von mehreren Verbindungsstellen in diesem Fall vorhandene Redundanz gewährleistet,
daß selbst bei Ausfall eines der Sensoren im bekannt rauhen Bohrbetrieb die restlichen,
noch intakten Sensoren immer noch für eine exakte Übereinstimmung der Stellung der
Teile des Auslegers bzw. der Lafette von Modell und Gerät zueinander zu sorgen imstande
sind.
[0013] Es können aber auch jeweils an Verbindungsstellen von Modell und Gerät, wo sie nicht
unerläßlich sind, Sensoren weggelassen werden.
[0014] Um den Aufwand des erfindungsgemäßen Servo-Systems in Grenzen zu halten und gleichzeitig
eine zeitliche Abfolge der Schritte der Einstellung des Auslegers bzw. der Bohrlafette
zu gewährleisten, ist vorteilhaft eine zentrale Vergleichs- Schaltung vorgesehen,
an welche alle Paare einander zugeordneter Sensoren angeschlossen sind. In zeitlicher
Aufeinanderfolge werden jeweils die beiden Meßgrößen von zwei einander entsprechenden
Verbindungsstellen an lageeingestelltem Modell und lageeinzustellendem Gerät gegeneinander
abgeglichen und bei diesem Vorgang gleichzeitig das jeweils zugehörige Stellorgan,
vorzugsweise ein Zylinder, über dessen Steuerorgan(e), z.B. Ventil(e) und damit die
Teile des Auslegers bzw. der Lafette des Gerätes so lange in Bewegung gesetzt, bis
die Differenz-Meßgröße an der Schaltung den Wert Null annimmt. Nach jeder händischen
Neuausrichtung des Modelles werden also sequentiell alle Verbindungsstellen, insbesondere
Gelenke od.dgl., des Auslegers des Bohrgerätes genau mit der Stellung der Verbindungsstellen,
insbesondere Gelenke od.dgl., am Modell in Übereinstimmung gebracht. Verständlicherweise
ist für eine Abfolge der Einstellung zu sorgen, bei der ein "Verqueren" der Auslegerteile
bzw. der Teile der Bohrlafette vermieden wird.
[0015] Wie schon angedeutet, haben sich in der Praxis Stellungs- Sensoren auf Basis elektrischer
Widerstands-Messung bewährt. Es können aber auch kapazitive oder Induktions-Sensoren
Anwendung finden. Für die Verbindung vom jeweiligen Stellungs-Sensor zur Vergleichsschaltung
und von dieser zu den Steuerorganen, insbesondere Ventilen, der Zylinder des Bohrgerätes
haben sich elektrische Leitungen bewährt.
[0016] Erfindungsgemäß kann auch ein die analogen Meßgrößen der Sensoren von Modell und
Bohrgerät in digitale Größen umwandelnder Analog-Digitalwandler und/oder eine digitale
Vergleichs-, insbesondere Brücken-Schaltung vorgesehen sein. Damit ist die Ein- bzw.
Zwischenschaltung eines die Einstell-Vorgänge und auch deren Abfolge an mehreren Bohrgeräten
zentral steuernden und kontrollierenden Computers bzw. Mikroprozessors im Bohrbetrieb
möglich.
[0017] Weiters ist Gegenstand der Erfindung auch ein Verfahren zur Steuerung eines Bohrgerätes,
insbesondere des wie oben beschriebenen Bohrgerätes, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß an einem funktionell entsprechenden Modell des Auslegers bzw. der Bohrlafette
des Bohrgerätes eine gewünschte Stellung des Auslegers bzw. der Bohrlafette eingestellt
wird, daß die von an den Verbindungsstellen der Teile des Ausleger- bzw. Lafetten-Modelles
angeordneten Stellungs-Sensoren bestimmten Meßgrößen, insbesondere elektrischen Widerstandsgrößen,
gespeichert werden und zur der Einstellung des Modelles entsprechenden, Einstellung
der Teile des Auslegers bzw. der Bohrlafette des Bohrgerätes diese gespeicherten Modell-Meßgrößen
sequentiell mit den Meßgrößen, insbesondere elektrischen Widerstandsgrößen, von an
den analogen Verbindungsstellen der Teile des Auslegers bzw. der Lafette des Bohrgerätes
befindlichen Stellungs-Sensoren mittels einer Vergleichs- schaltung, vorzugsweise
Brückenschaltung, verglichen werden, daß die dort festgestellten 'Spannungsdifferenzen
über einen Verstärker und Wandler zur Beaufschlagung der Zylinder des Bohrgerätes
mit dem Druckmedium und damit zur Veränderung der Lage der Teile des Auslegers bzw.
der Lafette des Gerätes zueinander solange abgerufen werden, bis die an den Stellungs-Sensoren
der Verbindungsstellen des Auslegers bzw. der Bohrlafette auftretenden Meßgrößen,
vorzugsweise Widerstandswerte, mit den an den analogen Verbindungsstellen des lageeingestellten
Modelles befindlichen Sensoren auftretenden Meßgrößen, vorzugsweise Widerstandswerten,
übereinstimmen.
[0018] An Hand der Zeichnung sei der Erfindungsgegenstand erläutert:
Es zeigen: Fig. 1 ein vereinfachtes Übersichtsschema des erfindungsgemäßen Bohrgerätes
und Fig. 2 die Steuerung näher im Detail.
[0019] An den Gelenken 3, 4 des in Fig. 1 gezeigten Auslegers des Bohrgerätes 1 befinden
sich die Stellungs-Sensoren 3a, 4a, die über die elektrischen Leitungen 3b, 4b an
die zentrale Brücken-Schaltung 12 angeschlossen sind. Ebenso befinden sich an den
analogen Gelenken 5, 6 des funktionell entsprechenden Modelles 2 des Auslegers, vorzugsweise
gleichartig ausgebildete, Stellungs-Sensoren 5a, 6a, die über Leitungen 5b, 6b ebenfalls
an die Schaltung 12 angeschlossen sind. Die Schaltung 12 vergleicht sequentiell die
von den Sensoren 5a, 6a des händisch in eine gewünschte Position eingestellten Modelles
2 gelieferten Meßgrößen mit den von den am einzustellenden Bohrgerät 1 befindlichen,
den Modell-Sensoren 5a, 6a jeweils zugeordneten Geräte-Sensoren 3a, 4a und bestimmt
die jeweilige Differenz-Meßgröße, welche über den Verstärker und Wandler 11 an die
Steuerorgane, vorzugsweise Ventile 9, 10, der Zylinder 7, 8 des Auslegers des Bohrgerätes
1 weitergegeben wird; auf diese Weise werden die Hübe der Zylinder 7, 8 und damit
die Stellung der Auslegerteile zueinander so lange verändert, bis diese mit der händisch
in die gewünschte Lage gebrachten Stellung des Auslegers des funktionell entsprechenden
Modell-Auslegers 2 übereinstimmt und die Differenzmeßgröße den Wert Null annimmt.
[0020] Fig. 2 zeigt die Steuerung an Hand eines Paares einander zugeordneter Stellungs-Sensoren
im Detail. Der den Winkelstellungs-Sensor bildende veränderliche Drehwiderstand 5a
im Gelenk 5 des in eine gewünschte Lage eingestellten Ausleger-Modelles 2 sowie ein
gleichartiger Sensor 3a im Gelenk 3 des in eine gewünschte Stellung zu bringenden
Auslegers des Bohrgerätes 1 bilden zwei in der von der Spannungsquelle 121 versorgten
Brückenschaltung 12 gegeneinander geschaltete veränderliche Zweige dieser Schaltung,
während die, vorzugsweise gleich großen, Widerstände 122, 123 die beiden anderen Äste
dieser Schaltung bilden. Die zwischen den Punkten a und b befindliche Brücke Ist mit
einem elektronischen Verstärker 11 verbunden, der seinerseits mit dem Betätigungsmotor
eines elektro-hydraulischen Servo-Ventils 9 verbunden ist. Dieses Ventil 9 wird über
Hydraulik-Leitungen 9a, 9b mit Druckmedium versorgt und steuert den Zu- bzw. Abfluß
des Druckmediums über Leitungen 7a, 7b zum bzw. vom Zylinder 7 am Ausleger des Bohrgerätes
1. Wird die Lage zweier über das mit dem Winkelstellungs-Sensor 5a versehene Gelenk
5 miteinander verbundener Teile des Auslegers des Modelles 1 zueinander verändert,
so tritt zwischen den Punkten a und b an der Brücke der Schaltung eine Spannungsdifferenz
bzw. eine Änderung der Spannung auf, die - vom Verstärker 11 verstärkt - eine Änderung
der Stellung, z.B. Öffnen, Schließen, der Zu- und Abfluß-Ventile im Servo-Ventil 9
bewirkt, wodurch, zugespeist über die Hydraulik-Leitungen 9, 9a Druckmedium solange
über die Zylinderleitungen 7a, 7b zu- bzw. abgeführt wird und damit der Zylinder 7
solange betätigt wird, bis Infolge der Lageveränderung der Teile des Auslegers des
Bohrgerätes 1 der am Sensor 3a auftretende Widerstand den gleichen Wert hat wie der
Widerstand am Sensor 5a am analogen Gelenk 5 des Modelles 2. Ist dieser Zustand erreicht,
tritt zwischen den Punkten a und b an der Brücke der Schaltung 12 keine Spannung mehr
auf, und es sind dann die für die Zylinder-Steuerung vorgesehenen Ventile des Servoventiles
9 geschlossen. Die Teile des Auslegers des Bohrgerätes werden dann konstant in der
gleichen Lage zueinander gehalten, in der die Auslegerteile des Modelles eingestellt
sind; damit Ist eine exakte Einstellung des Bohrgerätes 1 auf Grund einer gewünschten
Einstellung am Modell 2 erreicht. Bei einer neuerlichen Veränderung der Einstellung
des Modelles 2 läuft der eben beschriebene Vorgang erneut ab.
1. Bohrgerät, insbesondere Stollenbohrgerät, bei welchem die Lage der Auslegerteile
bzw. Teile der Bohrlafette mittels über Ventile gesteuerten, mit Druck-Medium beaufschlagbaren
Zylinder veränderbar und einstellbar ist, wobei an den Verbindungsstellen der Teile
elektrische Stellungs-Fühler vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbindungsstellen,
insbesondere an den Gelenken (5, 6) eines dem Ausleger des Bohrgerätes (1) funktionell
entsprechenden Modelles (2) die Lage der die Auslegerteile bzw. Teile der Bohrlafette
bestimmenden Stellungs-Sensoren (5a, 6a), vorzugsweise elektrische Dreh- und/oder
Schiebewiderstands-Sensoren, angeordnet sind, welche über mindestens eine Vergleichs-
bzw. Kompensations-Schaltung (12), vorzugsweise eine Brückenschaltung, mit, vorzugsweise
gleichartig ausgebildeten, an den zum Modell analogen Verbindungsstellen, insbesondere
Gelenken (3, 4), der Auslegerteile bzw. Teile der Bohrlafette (1) angeordneten Stellungs-Sensoren
(3a, 4a) verbunden sind und daß mittels der Vergleichs-Schaltung (12) bei Änderung
der Lage der Teile des Modelles die Steuerorgane, insbesondere Ventile (9, 10) zur
Steuerung der Zylinder (7, 8), vorzugsweise in zeitlicher Aufeinanderfolge, jeweils
mit dem Druckmedium so lange beaufschlagbar sind, bis an allen an den bei den Verbindungsstellen,
vorzugsweise Gelenken (3, 4), des Bohrgerätes (1) angeordneten Stellungs-Sensoren
(3a, 4a), vorzugsweise Dreh- und/oder Schiebewiderstands-Sensoren, mit den von den
Stellungs-Sensoren (5a, 6a) des Modelles (2) festgestellten Meßgrößen identische Meßgrößen,
vorzugsweise identische Widerstandsgrößen, erreicht sind.
2. Bohrgerät nach Anspruch-1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichs-Schaltung
(12) mit den Stellungs-Sensoren (5a, 6a) des Bohrgeräte-Modelles über elektrische
Leitungen (5b, 6b) verbunden ist.
3. Bohrgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungs-Sensoren
(5a, 6a, 3a, 4a) am Modell (2) und Bohrgerät (1) kapazitive bzw. induktive Sensoren
sind.
4. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es einen
die Meßgrößen der Sensoren (5a, 6a, 3a, 4a) von Modell (2) und Bohrgerät (1) in digitale
Größen umwandelnden Analog-Digitalwandler und/oder eine digitale Vergleichs-, vorzugsweise
Brücken-Schaltung, aufweist.
5. Verfahren zur Steuerung eines Bohrgerätes, insbesondere Stollenbohrgerätes, vorzugsweise
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einem, funktionell
entsprechenden Modell des Auslegers bzw. der Bohrlafette des Bohrgerätes eine gewünschte
Stellung des Auslegers bzw. der Bohrlafette eingestellt wird, daß die von an den Verbindungsstellen
der Teile des Ausleger- bzw. Lafetten-Modelles angeordneten Stellungs-Sensoren bestimmten
Meßgrößen, insbesondere elektrischen Widerstandsgrößen, gespeichert werden und zur
der Einstellung des Modelles entsprechenden, Einstellung der Teile des Auslegers bzw.
der Bohrlafette des Bohrgerätes diese gespeicherten Modell-Meßgrößen sequentiell mit
den Meßgrößen, insbesondere elektrischen Widerstandsgrößen, von an den analogen Verbindungsstellen
der Teile des Auslegers bzw. der Lafette des Bohrgerätes befindlichen Stellungs- Sensoren
mittels einer Vergleichsschaltung, vorzugsweise Brückenschaltung, verglichen werden,
daß die dort festgestellten Spannungsdifferenzen über einen Verstärker und Wandler
zur Beaufschlagung der Zylinder des Bohrgerätes mit dem Druckmedium und damit zur
Veränderung der Lage der Teile des Auslegers bzw. der Lafette des Gerätes zueinander
solange abgerufen werden, bis die an den Stellungs-Sensoren der Verbindungsstellen
des Auslegers bzw. der Bohrlafette auftretenden Meßgrößen, vorzugsweise Widerstandswerte,
mit den an den analogen Verbindungsstellen des lageeingestellten Modelles befindlichen
Sensoren auftretenden Meßgrößen, vorzugsweise Widerstandswerten, übereinstimmen.