| (19) |
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(11) |
EP 0 065 208 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.12.1990 Patentblatt 1990/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.09.1985 Patentblatt 1985/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.05.1982 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von dickwandigen, hohlen Gussstücken
Method and installation for producing thick-walled hollow castings
Procédé et installation pour la fabrication de pièces coulées creuses à paroi épaisse
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
13.05.1981 DE 3118928
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.11.1982 Patentblatt 1982/47 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- THYSSEN INDUSTRIE AG
45128 Essen (DE)
- TNH Transporte und Dienstleistungen Abwicklungsgesellschaft mbH
D-6450 Hanau 11 (DE)
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| (72) |
Erfinder: |
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- Derp, Helmut
D-4330 Mülheim (DE)
- Keese, Horst, Dr. Dipl.-Chem.
D-6458 Rodenbach 1 (DE)
- Schlich, Elmar, Dr.
D-6466 Gründau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dahlkamp, Heinrich-Leo, Dipl.-Ing. |
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Thyssen Industrie AG
Patentabteilung
Postfach 45117 Essen 45117 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AT-B- 295 765 DE-A- 2 827 091 DE-B- 2 113 267 DE-C- 961 290 US-A- 3 744 780
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DE-A- 2 317 151 DE-A- 2 914 551 DE-C- 665 119 JA-A-28 898
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- Giesserei 67, 1980, Nr.2, I. Karsay "Speisungsverfahren", S. 31 bis 38
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum speiserlosen Herstellen
von dickwandigen Gußstücken aus Gußeisen mit Kugelgraphit, bei dem die Form unnachgiebig
aufgebaut wird, die Gußstücke gekühlt werden und die Eingüsse so bemessen werden,
daß das Gußeisen in ihnen erstorrt, bevor die eutektische Erstarrung des Gußstücks
einsetzt. Beim speiserlosen Giessen ist die Form mit Ausnahme der Eingüsse abgeschlossen
und ein Nachfliessen des Gusseisens nach Füllung der Form erfolgt nicht von auf verschiedenen
Stellen der Form abgebrachten trichterförmigen Speisern, sondern nur während kurzer
Zeit durch die Eingüsse. Dickwandige, behälterartige Gußstücke aus Gußeisen mit Kugelgraphit
werden z.B. benötigt als Transportbehälter für gebrauchte Brennelemente aus Kernkraftwerken.
Dabei werden an die Qualität des Gussstücks besonders hohe Anforderungen gestellt.
Es muss eine feinkörnige und zähe Gussstruktur haben, die frei von Volumendefizitfehlern,
insbesondere frei von Mikroporen ist.
[0002] Dickwandiger Sandguss weist lange Erstarrungszeiten auf, da die frei werdenden beträchtlichen
Wärmemengen nur über den isolierenden Formstoff abgeführt werden können. Dies kann
im Falle von Gusseisen mit Kugelgraphit eine grobe globulitische Gussstruktur zur
Folge haben. Hinzu kommt, dass unter diesen Bedingungen sich flache Temperaturgradienten
zwischen der Restschmelze und der erstarrenden Randschale einstellen, die das Entstehen
von Volumendefizitfehlern, insbesondere Mikroporen, begünstigen. Im Falle einer groben
zellularen Gussstruktur kann die Volumenausdehnung, die bei der graphitischen eutektischen
Kristallisation örtlich vorherrscht und einen zur Speisung sättigenden Druck ausübt,
die Mikroporen nicht vollständig zuspeisen. Die schädlichen Folgen sind Mikrohohlräume,
die zu Anzeigen bei zerstörungsfreien Prüfverfahren führen und Mikroseigerungen oder
in Extremfällen sogar Karbidausscheidungen an den eutektischen Korn(Zell)grenzen,
die die Zähigkeit des Werkstoffs beeinträchtigen.
[0003] Aus der DE-B-21 13 267 ist beim Elektroschlackeumschmelzen bei der Erzeugung von
dickwandigen Hohlkörpern bekannt, als Kern einen monolitischen Stützkörper mit Kühlung
einzusetzen, der nach Ausschalten der Kühlung und damit verbundener Ausdehnung, sowie
anschliessendem Wiedereinschalten der Kühlung aus dem erschmolzenen Block gezogen
werden kann. Mit dem Problem der Herstellung von Gussstücken aus Gusseisen mit Kugelgraphit
ohne Mikroporen beschäftigt sich die Schrift nicht, sondern mit einem Verfahren zum
Ziehen des Kerns. Das gleiche Problem löst die DE-B-19 52 009 mit einem wassergekühlten
Kern beim Elektroschlackeumschmelzen durch Zurückziehen von keilförmigen Teilen des
Kerns mittels eines Spindeltriebs, wobei zum Ziehen der Kerndurchmesser verkleinert
wird. Aus der DE-A-28 27 091 ist es beim konventionellen Giessen von Stahl zu Brammen
oder Blöcken bekannt, eine Kokille aus Einzelwänden aus wassergekühlten Kühlkästen
aufzubauen. Die DE-C-665 119 betrifft die Herstellung von Hohlkörpern, insbesondere
Stahlgusshohlkörpern in einer um eine senkrechte Achse umlaufenden Schleudergussform,
wobei der untere Teil der Innenwand des Gusskörpers mit einem Kühlmittel zusätzlich
beschleunigt abgekühlt wird, um einer Lunkerbildung entgegenzuwirken. Mit dem Problem
der Erfindung des porenfreien Giessens von Gusseisen mit Kugelgraphit befassen sich
auch diese beiden Schriften nicht.
[0004] In Giesserei 67 (1980) Nr. 2 Seiten 31-37 werden die theoretischen Grundlagen für
das speiserlose Giessen von Gussstücken aus Gusseisen mit Kugelgraphit besprochen.
Die Sekundärschwindung der Gussstücke soll danach durch einen unnachgiebigen Formaufbau
und Verschließen der Zugüsse zum Beginn des eutektischen Erstarrungszeitpunktes durch
die Volumzunahme bei der eutektischen Erstarrung ausgeglichen werden. Es wird auch
die Abkühlungsgeschwindigkeit als ein Parameter für die spezifische Ausdehnung genannt.
Auf die Schwierigkeiten bei der Dichtspeisung durch die eutektische Volumzunahme wird
ausführlich eingegangen. Aus der DE-OS 29 14 551 ist es bekannt, einen hohlen Gussblock
aus Stahl im steigenden Guss abzugießen, bei dem die Innenoberfläche des Kerns mit
Hilfe einer Gasströmung gekühlt wird, um die Schlußerstarrungsfront des Gussstücks
nach innen zu verschieben und aus der japanischen Schrift Sho 50 28898 die Innenkühlung
des Kerns, um das Seigerungsverhalten zu beeinflussen.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik wird die Aufgabe der Erfindung darin gesehen,
bei einem dickwandigen, behälterartigen Gussstück über einen die schalenförmige Erstarrung
begünstigenden steileren Temperaturgradienten in Verbindung mit einer verkürzten Erstarrungszeit
ein feinkörniges, seigerungsarmes und porenfreies Gussgefüge zu erhalten, wie es sonst
nur in dünnwandigeren Gussstücken zu erreichen ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung dadurch gelöst,
dass für das Giesen von behälterartigen Gussstücken unter Verwendung eines Formkerns
und einer Aussenform der unnachgiebige Aufbau sowohl den Formkern als auch die Aussenform
betrifft und die Gussstücke sowohl an ihrer Aussen- als auch an ihrer Innenseite gekühlt
werden, wobei die Kuhlung an der Innenseite durch flüssigen, im System verdampfenden
Stickstoff dosiert und geregelt erfolgt. Durch diese wirksame Art der Kühlung des
Kerns von innen und den storren Aufbau des Kerns wird bewirkt, dass das abkühlende
Gussstück auf den Kern aufschrumpft, eine Spaltbindung vermieden wird und so der gute
Wärmeübergang erhalten bleibt. Durch den unnachgiebigen Aufbau der gesamten Form wirkt
sich die Ausdehnung des Metalls während der graphitischen eutektischen Erstarrung
voll als Druckerhöhung im Formhohlraum aus. Das hat zur Folge, dass im erstarrenden
Guss die Bildung von Mikroporen vermieden wird.
[0007] Im einzelnen kann die Erfindung wie folgt vorteilhaft ausgestaltet sein.
[0008] Zur wirksamen Druckerhöhung im Formhohlraum während der eutektischen Erstarrung trägt
ausser der stabilen Ausbildung der Form auch die Kühlung der Gussstücke an der äusseren
Oberfläche bei. Bei Gussstücken, wie Behältern für Brennelemente, bei denen die äussere
Mantelfläche für den späteren, praktischen Einsatz mit Kühlrippen versehen sein muss,
kann man schon eine ausreichende Kühlung an der Aussenoberfläche dadurch erreichen,
dass die Gussstücke an ihrer äusseren Oberfläche mit gross dimensionierten Kühlrippen
ausgebildet werden. Dann kann die Aussenform z.B. aus formstabilem, kaltharzgebundenem
Quarzsand aufgebaut werden.
[0009] Die Kühlung der äusseren Oberfläche des Gussstücks kann, z.B. bei kleineren Kühlrippen
oder einer glatten äusseren Oberfläche, durch eine metallische Aussenform verbessert
werden. Die metallische Aussenform verbessert durch ihr grösseres Wärmeleitvermögen
gegenüber einer keramischen Form die Abfuhr der Wärme nach aussen und dadurch infolge
höherer Temperatur die Konvektionskühlung durch die Umgebungsluft. Diese kann noch
durch Kühlrippen auf der Aussenform verbessert werden. Ausserdem kann man die metallische
Aussenform durch Kühlmittel, vornehmlich durch flüssige, im System verdampfende, nicht
brennbare Kühlmittel dosiert und geregelt kühlen.
[0010] Die Massnahmen zur Verbesserung der Aussenkühlung der Gussstücke fördern eine schalenförmige
Erstarrung und erhöhen dadurch den die Dichtheit des Gussstücks verbessernden Druckanstieg
in der Restschmelze während der eutektischen Erstarrung.
[0011] Bei einer für das Verfahren besonders geeigneten Giessform aus einem Formkern und
aus einer Aussenform ist die äussere Kontur des Formkerns durch eine vorlorene Form
aus Stahlblech gebildet, an deren innerer Oberfläche von Kühlmittel durchflossene
Kühlelemente angeordnet sind und der Zwischenraum zwischen der verlorenen Form, den
Kühlelementen und der freie Raum im Inneren des Formkerns durch formbare, feinkörnige
Substanzen ausgefüllt sind. Für die verlorene Form eignet sich Stahlblech mit 10 bis
20 mm Stärke. Die feinkörnigen Substanzen dienen der gestaltlichen Stabilisierung
des Kerns und fördern den Wärmetransport zwischen der verlorenen Kokillenform und
den Kühlelementen, in denen die Kühlung durch die durchfliessenden Kühlmittel bewirkt
wird. Die Aussenoberfläche des Kerns wird im allgemeinen mit einer giessereiüblichen
Schlichte versehen, um ein Anschweiseen zu vermeiden.
[0012] Die Kühlelemente können als Kühlkästen ausgebildet sein, in denen Ein- und Ausströmrohre
nebeneinander angeordnet sind, um eine gleichmässige Wärmeabfuhr zu ermöglichen. Die
Kühlkästen sind vorteilhaft durch metallische Elemente wie Keile gehalten und gegen
die verlorene Form gedrückt. Anstelle von Kühlkästen kann auch mit Kühlschlangen gearbeitet
werden.
[0013] Die feinkörnigen Substanzen, mit denen die Zwischenräume zwischen den Kühlelementen,
der vorlorenen Schalung und der Freiraum ausgefüllt sind, können keramische Formstoffe
sein, wie sie in Giessereibetrieben üblich sind. Zur Erhöhung des Wärmeleitvermögens
können aber auch feinkörnige metallische Stoffe, verzugsweise Stahlkies eingesetzt
sein oder auch metallische Stoffe dem Formstoff zugesetzt werden.
[0014] Vorteilhaft besteht die Aussenform aus Stahlblech und ist mit Kühlelementen versehen.
Dies können entweder Kühlkästen oder auch Kühlschlangen sein. Zusätzliche Kühlrippen
verbessern die Wärmeabfuhr.
[0015] Im folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert.
Es zeigen im einzelnen
[0016]
Fig. 1 einen gegossenen Behälter für Brennelemente aus Kernkraftwerken in perspektivischer
Darstellung.
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Giessform für Giessen des Behälters nach
Fig. 1 im senkrechten Schnitt.
[0017] Zur speiserlosen Herstellung eines dickwandigen, behälterartigen Gussstücks 1 aus
Gusseisen mit Kugelgraphit, nämlich eines Behälters für Brennelemente wurde die gesamte
Form aus einem Formkern 6 und einer metallischen oder nichtmetallischen Aussenform
3 unnachgiebig aufgebaut und das Gussstück 1 sowohl an seiner Aussen- als auch an
seiner Innenfläche gekühlt, wobei die Kühlung an der Innenfläche durch Kühlung das
Formkerns 6 mit flüssigem Stickstoff erfolgte. Die Eingüsse 2 waren so bemessen, dass
das Gusseisen in ihnen erstarrte, bevor die eutektische Erstarrung des Gussstückes
1 einsetzte. Die Aussenform 3 war aus formstabilem, kaltharzgebundenem Quarzsand aufgebaut.
Zur Herstellung der Aussenform 3 wurden Kerne 4 für die auf der Aussenfläche des Gussstücks
1 zu erzeugenden Kühlrippen 5 eingesetzt. Der verlorene Formkern 6 bestand aussen
aus einem ca. 6 m langen zylindrischen Eisenblechmantel 7 mit 15 mm Wandstärke mit
einem 30 mm starken aufgeschweissten Deckel 8. Vor dem Anschweissen des Deckels 8
wurden die Kühlkästen 9, 10 in zwei Ebenen eingebracht und mit Stahlkeilen-11 gegen
den Blechmantel 7 angepresst. Eine gute Kühlung der Kühlkästen 9, 10 wurde erreicht
durch ein System von parallelen, senkrecht verlaufenden Kühlrohren, wobei über den
Gesamtumfang verteilt, jeweils eine untere Zuleitung und eine obere Ableitung abwechselnd
verlegt und an je eine Zuführungs- und Abführungsringleitung angeschlossen waren.
Auch der Deckel 8 war mit einem Kühlkasten 12 versehen. Der Kern 6 war stehend angeordnet.
Das Gussstück wurde steigend gegossen. Die Giesstemperatur betrug 1320°C, die Menge
an magnesiumbehandeltem und geimpften Eisen lag bei 115
t. Die Zusammensetzung der Schmelze entsprach einem GGG-40.3, DIN 1693. Die ungefähren
Abmessungen des Gussstücks 1 betrugen bezüglich der Länge 6 400 mm, des äusseren Durchmessers
mit Rippen 2 500 mm, des inneren Durchmessers 1 200 mm; die Bodenstärke lag bei 400
mm.
[0018] Nach dem Abguss wurde der Kern 6 mit flüssigem Stickstoff in der Weise gekühlt, dass
beim Einströmen in die Kühlelemente 9, 10, 12 eine Verdampfung erfolgte. Die Eingüsse
2 waren so ausgelegt, dass sie zufroren, als die Schmelze in der Form eine Temperatur
von 1160 bis 1200°C erreicht hatte. Die Kühlung wurde über die gesamte Erstarrungszeit
beibehalten. Erst kurz oberhalb der y-a-Umwandlung wurde die Kühlmittelzufuhr abgestellt,
um die Ferritbildung nicht zu stören. Insgesamt wurde durch den Einsatz der Kühlung
die Erstarrungszeit gegenüber einem reinen Sandguss um 56% verkürzt.
[0019] Nach erfolgter Erstarrung und Abkühlung in der Form wurden das Gussstück gezogen
und die feinkörnigen Einstampfungen im Kern beseitigt, die in mehreren Ebenen angeordneten
Kühlelemente herausgeholt und schliesslich die Ausschalung, das ist der Blechmantel
7 mit dem Deckel 8 durch Aufschneiden und Ziehen entfernt. Das übrige Gussstück ist
auf dem üblichen Wege geputzt worden.
[0020] Die Ultraschallprüfung des geputzten und innen bearbeiteten. Gussstückes mit verschiedenen
Winkel-Prüfköpfen und mit Frequenzen von 1 bis 2 MHz ergab keine Anzeigen bei einer
Erkennbarkeit von einer Ersatzfehlergrösse von 3 mm.
1. Verfahren zum speiserlosen Herstellen von dickwandigen Gussstücken (1) aus Gusseisen
mit Kugelgraphit, bei dem die Form (3, 6) unnachgiebig aufgebaut wird, die Gussstücke
(1) gekühlt werden und die Eingüsse (2) so bemessen werden, daß das Gusseisen in ihnen
erstarrt, bevor die eutektische Erstarrung des Gussstücks (1) einsetzt, dadurch gekennzeichnet,
daß für das Giessen von behälterartigen Gussstücken (1) unter Verwendung eines Formkerns
(6) und einer Aussenform (3) der unnachgiebige Aufbau sowohl den Formkern (6) als
auch die Aussenform (3) betrifft und die Gussstücke (1) sowohl an ihrer Aussen- als
auch an ihrer Innenseite gekühlt werden, wobei die Kühlung an der Innenseite durch
flüssigen, im System verdampfenden Stickstoff dosiert und geregelt erfolgt.
2. Verfahren nach Ansprüch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung der Gussstücke
(1) an ihrer äusseren Oberfläche dadurch erfolgt, dass die äussere Oberfläche mit
grossdimensionierten Kühlrippen (5) ausgebildet wurd.
3. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung
der Gussstücke (1) an der äusseren Oberfläche mittels einer metallischen Aussenform
(3) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Aussenform
(3) durch Kühlrippen gekühlt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Aussenform
(3) durch flüssige, im System verdampfende, nicht brennbare Kühlmittel, wie flüssigen
Stickstoff oder Wasser, dosiert und geregelt gekühlt wird.
6. Giessform aus einem Formkern (6) und aus einer Aussenform (3) zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere
Kontur des Formkerns (6) durch eine verlorene Form aus Stahlblech (7, 8) gebildet
ist, an deren innerer Oberfläche von Kühlmittel durchflossene Kühlelemente (9, 10,
12) angeordnet sind und die Zwischenräume zwischen der verlorenen Form (7, 8) den
Kühlelementen (9, 10, 12) und der freie Raum im Innern des Formkerns (6) durch formbare,
feinkörnige Substanzen ausgefüllt sind.
7. Giessform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlelemente als Kühlkästen
(9, 10) ausgebildet sind, in denen Ein- und Ausströmungsrohre nebeneinander angeordnet
sind.
8. Giessform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkästen (9,10) durch
metallische Elemente, wie Keile (11), gehalten und gegen die verlorene Form (7) gedrückt
sind.
9. Giessform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlelemente Kühlschlangen
sind.
10. Giessform nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die feinkörnigen
Substanzen metallische Substanzen, vorzugsweise Stahlkies, sind.
11. Giessform nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Aussenform (3) auf Stahlblech besteht.
12. Giessform nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenform (3) mit
Kühlelementen versehen ist.
13. Giessform nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenform
aus Kühlrippen besteht.
1. Procédé de fabrication sand masselottes de pièces moulées à parois épaisses du
genre récipient (1) en fonte à graphite sphéroïdal, caractérisé par le fait que le
moule (3, 6) est construit rigide avec un noyau (6) et une forme extérieure (3), que
les pièces moulées (1) sont refroidies à la fois à leur surface extérieure et à leur
surface intérieure, le refroidissement à la surface intérieure étant effectué par
refroidissement du noyau (6) par des agents réfrigérants, et que les coulées (2) sont
dimensionnées de façon que la fonte s'y solidifie avant que commence la solidification
eutectique de la pièce moulée (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le refroidissement
des pièces moulées (1) à leur surface extérieure se fait grâce au fait que celle-ci
présente des ailettes de refroidissement (5) de grandes dimensions.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
le refroidissement des pièces moulées (1) à leur surface extérieure est effectué au
moyen d'une forme extérieure (3) métallique.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que la forme extérieure
métallique (3) est refroidie par des ailettes de refroidissement.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que la forme extérieure
métallique (3) est refroidie de manière dosée et réglée par des agents réfrigérants
incombustibles liquides qui s'évaporent dans le système, par exemple de l'azote liquide
ou de l'eau.
6. Moule constitué d'un noyau (6) et d'une forme extérieure (3) pour la mise en oeuvre
du procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
le contour extérieur du noyau (6) est formé d'une forme perdue en tôle d'acier (7,
8) contre la surface intérieure de laquelle sont placés des éléments de refroidissement
(9, 10, 12) parcourus par des agents réfrigérants, et les intervalles entre la forme
perdue (7, 8) et les éléments de refroidissement (9, 10, 12) et l'espace libre à l'intérieur
du noyau (6) sont remplis par des substances à grain fin plastiques.
7. Moule selon la revendication 6, caractérisé par le fait que les éléments de refroidissement
sont constitués de boîtes de refroidissement (9, 10) dans lesquelles des tuyaux d'entrée
et de sortie sont disposés les uns à côté des autres.
8. Moule selon la revendication 7, caractérisé par le fait que les boîtes de refroidissement
(9, 10) sont tenues et serrées contre la forme perdue (7) par des éléments métalliques,
par exemple des cales (11).
9. Moule selon la revendication 6, caractérisé par le fait que les éléments de refroidissement
sont des serpentins.
10. Moule selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé par le fait que les substances
à grain fin sont des substances métalliques, de préférence de la grenaille d'acier.
11. Moule selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé par le fait que la forme
extérieure (3) est en tôle d'acier.
12. Moule selon la revendication 11, caractérisé par le fait que la forme extérieure
(3) est pourvue d'éléments de refroidissement.
13. Moule selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé par le fait que la
forme extérieure est constituée d'ailettes de refroidissement.
1. Process for feederless production of thick- rolled castings (1) from spheroidal
graphite cast iron, in which the mould (3,6) is constructed to be unyielding, the
castings (1) are cooled and the sprues (2) are sized such that the cast iron solidifies
in them before the eutectic solidification of the casting (1) starts, characterized
in that, for the casting of container-like castings (1) with the use of a mould core
(6) and an outer mould (3), the unyielding construction concerns both the mould core
(6) and the outer mould (3), and the castings (1) are cooled both on their outside
and on their inside, the cooling on the inside being effected by liquid nitrogen,
vaporizing in the system, in a metered and controlled fashion.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the cooling of the castings
(1) on their outer surface is effected by forming the outer surface with large-dimensioned
cooling fins (5).
3. Process according to one of the above claims, characterized in that the cooling
of the castings (1) on the outer surface is effected by means of a metallic outer
mould (3).
4. Process according to Claim 3, characterized in that the metallic outer mould (3)
is cooled by means of cooling fins.
5. Process according to Claim 3, characterized in that the metallic outer mold (3)
is cooled by liquid non-flammable coolants vaporizing in the system, such as liquid
nitrogen or water, in a metered and controlled fashion.
6. Casting mould consisting of a mould core (6) and of an outer mould (3) for carrying
out the process according to one of the above claims, characterized in that the outer
contour of the mould core (6) is formed by a lost mould of sheet steel (7, 8), on
the inner surface of which cooling elements (9, 10, 12) carrying a flow of coolant
are arranged, and the interspaces between the lost mould (7, 8), the cooling elements
(9, 10, 12) and the free space in the interior of the mould core (6) are filled by
formable, fine-grained substances.
7. Casting mould according to Claim 6, characterized in that the cooling elements
are formed as cooling boxes (9, 10), in which inflow and outflow pipes are arranged
side by side.
8. Casting mould according to Claim 7, characterized in that the cooling boxes (9,
10) are held by metallic elements such as wedges (11) and are forced against the lost
mould (7).
9. Casting mould according to Claim 6, characterized in that the cooling elements
are cooling coils.
10. Casting mould according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the fine-grained
substances are metallic substances, preferably steel shot.
11. Casting mould according to one of Claims 6 to 10, characterized in that the outer
mould (3) consists of sheet steel.
12. Casting mould according to Claim 11, characterized in that the outer mould (3)
is provided with cooling elements.
13. Casting mould according to Claim 11 or 12, characterized in that the outer mould
consists of cooling fins.

