(19)
(11) EP 0 065 590 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.12.1982  Patentblatt  1982/48

(21) Anmeldenummer: 81104060.9

(22) Anmeldetag:  27.05.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B24B 3/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI NL SE

(71) Anmelder:
  • Allmendinger, Günther
    D-7141 Murr (DE)
  • Kucher, Hermann
    D-7141 Murr (DE)
  • Löw, Karl
    D-7141 Benningen (DE)

(72) Erfinder:
  • Allmendinger, Günther
    D-7141 Murr (DE)
  • Kucher, Hermann
    D-7141 Murr (DE)
  • Löw, Karl
    D-7141 Benningen (DE)

(74) Vertreter: Vogel, Georg (DE) 
Markgröninger Strasse 47/1
D-71701 Schwieberdingen
D-71701 Schwieberdingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schleifmaschine zum Bearbeiten der Schneiden von Werkzeugen oder dgl.


    (57) Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine, bei der an einem vertikalen Ständer (11) ein Elektromotor (18) mit Schleifscheibe (S) und auf dem Maschinengestell (10) eine Werkzeughalterträgerplatte (35) in verschiedenen Richtungen verstellbar sind. Um mit einem Minimum an Verstellmöglichkeiten ein Bearbeiten von einfachen Werkzeugen (W), wie Bohrern und dgl. und damit einen einfachen und kostengünstigen Aufbau zu erreichen, ist nach der Erfindung vorgesehen, daß derElektromotor (18) mit Schleifscheibe (S) auf einem Horizontalschlitten (13) befestigt ist, der an einem Vertikalschlitten (12) in Richtung von und zu der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) begrenzt horizontal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß der Vertikalschlitten (12) an dem Ständer (11) begrenzt vertikal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) auf einer horizontal gerichteten Welle (30) schwenkbar gelagert und in wählbaren Stellungen arretierbar ist, daß die Welle (30) in einer horizontalen Lageraufnahme (27) begrenzt axial verstellbar bzw. in wählbaren Stellungen festlegbar ist und daß die Lageraufnahme (27) Teil eines Drehtisches (20) ist, der im Maschinengestell (10) um eine vertikale Drehachse um 360° drehbar und in wählbaren Winkelstellungen arretierbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine zum Bearbeiten der Schneiden von Werkzeugen oder dgl., bestehend aus einem Maschinengestell mit einem vertikalen Ständer, an dem ein Elektromotor und die darüber;antreibbare Schleifscheibe in verschiedenen Richtungen verstellbar ist, und einer den Werkzeughalter aufnehmenden Werkzeughalter-Trägerplatte, die außerhalb des Ständers auf dem Maschinengestell angeordnet und ebenfalls in verschiedenen Richtungen einstellbar ist.

    [0002] Eine Schleifmaschine dieser Art ist durch die DE-OS 22 31 359 bekannt. Bei dieser bekannten Schleifmaschine ist der Elektromotor mit der Schleifscheibe horizontal in einem Maschinenträger verstellbar. Der Maschinenträger selbst ist um eine horizontale Schwenkachse an dem Ständer verstellbar, wobei diese Schwenkachse senkrecht zur Verstellrichtung des Elektromotors und der Schleifscheibe im Maschinenträger steht. Da-rüberhinaus ist der Maschinenträger auf einer Hülse befestigt, die um den Ständer drehbar ist. Auf diese Weise kann die Schleifscheibe in allen drei Richtungen eingestellt werden. Die Werkzeughalter-Trägerplatte ist am Ende eines Armes schwenkbar gelagert. Am anderen Ende dieses Armes ist ein weiterer Arm angelenkt, der an einem Führungsteil drehbar gelagert ist. Das Führungsteil ist um eine vertikale Achse schwenkbar und kann zudem auf einem Schlitten geneigt werden. Dieser Verstellmechanismus mit weiteren Antriebsmitteln, die der Werkzeughalter-Trägerplatte neben einer geradlinigen Bewegung auch dem dort vorgesehenen Spindelstock Rotationsbewegung übertragen, so daß eine spiral- bzw. schraubenförmige Schneidkante geschliffen werden kann, ist auf einem Grundschlitten und einem weiteren Schlitten zusätzlich in zwei senkrecht zueinander stehenden horizontalen Richtungen einstellbar.

    [0003] Diese bekannte Schleifmaschine ist speziell für das Schleifen von Werkzeugen mit spiral- oder schraubenförmiger Schneidkante entwickelt und daher im Aufwand und in der Einstellung sehr kompliziert. Sie eignet sich daher nicht als Universal-Schleifmaschine, auf der die verschiedenartigsten Werkzeuge, wie Bohrer, Fräser oder dgl. mit unterschiedlich geneigten Schneiden leicht geschliffen werden können.

    [0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schleifmaschine der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der mit wesentlich einfacheren Mitteln die Schleifscheibe und das auf der Werkzeughalter-Trägerplatte festgelegte Werkzeug in allen Richtungen eingestellt werden können. Dabei sollen in einfacher Weise dE:für den Schleifvorgang erforderlichen Schleifbewegungen des Werkzeuges manuell ausgeführt werden können, ohne daß dabei die Einstellwerte zwischen Schleifscheibe und Werkzeug verändert werden, die für das Schleifen der Schneide eingestellt wurden.

    [0005] Djese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Elektromotor mit Schleifscheibe auf einem Horizontalschlitten befestigt ist, der an einem Vertikalschlitten in Richtung von und zu der Werkzeughalter-Trägerplatte begrenzt horizontal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß der Vertikalschlitten an dem Ständer begrenzt vertikal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß die Werkzeughalter-Trägerplatte auf einer horizontal gerichteten Welle schwenkbar gelagert und in wählbaren Stellungen arretierbar ist, daß die Welle in einer horizontalen Lageraufnahme begrenzt axial verstellbar bzw. in wählbaren Stellungen festlegbar ist und daß die Lageraufnahme Teil eines Drehtisches ist, der im Maschinengestell um eine vertikale Drehachse um 360° drehbar und in wählbaren Winkelstellungen arretierbar ist.

    [0006] Die Beschränkung der Verstellbarkeit der Schleifscheibe in zwei auf die Werkzeughalter-Trägerplatte genau festgelegten Richtungen ist vollkommen ausreichend, da die Werkzeughalter- Trägerplatte in allen drei Richtungen einstellbar ist und darüber hinaus eine vorgegebene Schleifbewegung relativ zur Schleifscheibe zuläßt, wobei die Einstellwerte in allen drei Richtungen beibehalten werden. Der Verstellmechanismus für die Werkzeughalter-Trägerplatte bleibt mit der Welle, der Lageraufnahme und dem Drehtisch sehr einfach. Dazu kommen lediglich die Feststellmittel, um die eingestellten Stellungen festlegen zu können. Da der Ständer mit dem Horizontal- und dem Vertikalschlitten stets dieselbe Stellung zu der Drehachse des Drehtisches einnimmt, sind alle Einstellwerte auch in fester Beziehung zueinander, was die Einstellung bei den verschiedenartigsten Werkzeugen erleichtert. Außerdem lassen sich auf der Werkzeughalter-Trägerplatte die unterschiedlichsten Werkzeughalter befestigen. Mit dieser Ausgestaltung ist eine universell einsetzbare Schleifmaschine geschaffen, die schnell und leicht auf die Schneide des zu schleifenden Werkzeuges eingestellt werden kann.

    [0007] Die Koordinatenverstellung der beiden Schlitten wird dadurch ermöglicht, daß der Horizontalschlitten und der Vertikalschlitten in an sich bekannter Weise mittels Stellspindeln verstellbar sind, die mittels Handkurbeln verdrehbar und mittels Arretierungsschrauben festlegbar sind. Dabei können die Einstellwerte an Einstellskalen abgelesen werden.

    [0008] Das Maschinengestell kann bei kleinen Abmessungen dadurch optimal ausgenützt werden, daß der Elektromotor mit seiner Antriebswelle parallel zur Längsseite des Maschinengestelles ausgerichtet ist, daß der Ständer im hinteren Eckbereich einer Schmalseite des Maschinengestelles angeordnet ist und daß im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinengestel- les der Drehtisch drehbar gelagert ist.

    [0009] Die Schwenklagerung der Werkzeughalter-Trägerplatte ist nach einer Ausgestaltung so ausgeführt, daß die Werkzeughalter- Trägerplatte rechteckförmig ausgebildet ist und an ihren Schmalseiten an der Unterseite angeformte Lagerflansche aufweist, daß in die Lagerflansche Bohrungen zur Aufnahme der Welle eingebracht sind, daß die Lagerflansche mittels Schlitzen im Bereich der Bohrungen geteilt sind und daß die Teile der Lagerflansche mittels an sich bekannter Spannschrauben gegeneinander verstellbar und dadurch die Lagerflansche auf der Welle verspannbar sind. Die Spannschrauben sind dabei in Aufnahmen der Lagerflansche geführt. Die Aufnahmen sind in einem Teil der Lagerflansche als Gewindebohrungen ausgebildet, die das Gewindeteil der Spannschrauben aufnehmen.

    [0010] Die axiale Festlegung der Welle an der Werkzeughalter-Trägerplatte und die Arretierung der ausgewählten Schwenkstellung werden nach einer weiteren Ausgestaltung dadurch gelöst, daß die Welle an ihren Enden Ringnuten trägt, daß die Lagerflansche in die Bohrungen ragende Fixierstifte tragen, die mittels Madenschrauben einstellbar sind und in die Ringnuten der Welle eingreifen und daß die Fixierstifte die Welle axial unverschiebbar in den Bohrungen der Lagerflansche der Werkzeughalter-Trägerplatte festhalten.

    [0011] Für die Befestigung der verschiedensten Werkzeughalter ist vorgesehen, daß die Werkzeughalter-Trägerplatte mit einem Rasterfeld von Befestigungsaufnahmen versehen ist.

    [0012] Die begrenzte Schleifbewegung für das auf der Werkzeughalter- Trägerplatte festgelegte Werkzeug wird nach einer Ausgestaltung dadurch erhalten, daß die Lageraufnahme zwischen den beiden Lagerflanschen angeordnet ist und sich nur über einen Teil der Länge der Welle erstreckt und daß die Welle unverdrehbar in der Lageraufnahme geführt ist. Bei dieser Verstellung behält die Werkzeughalter-Trägerplatte ihre Neigung zur Standfläche bei und die Winkelstellung der Welle zur Drehachse der Schleifscheibe bleibt ebenso unverändert. Auch die Höheneinstellung zwischen der Schleifscheibe und der Werkzeughalter-Trägerplatte bleibt bei dieser Verstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte unbeeinflußt.

    [0013] Die Verstellbewegung der Werkzeughalter-Trägerplatte kann nach einer Weiterbildung dadurch begrenzt werden, daß zwischen jedem Lagerflansch der Werkzeughalter-Trägerplatte und der Lageraufnahme jeweils ein verstell- und arretper- barer Anschlag auf der Welle angeordnet ist.

    [0014] Diese Anschläge lassen sich auf der Welle schnell und einfach in auswählbare Stellungen bringen, wenn vorgesehen ist, daß der Anschlag eine Bohrung für die Welle aufweist, daß ein Schlitz bis zur Bohrung reicht und daß die beiden durch den Schlitz abgeteilten Teile des Anschlages mittels einer an sich bekannten Spannschraube gegen die Welle verspannbar sind.

    [0015] Die ausgewählte Winkelstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte läßt sich dann leicht ablesen, wenn nach einer weiteren Ausgestaltung die Stirnseiten der Welle mit Zeigermarkierungen versehen sind und um die Bohrungen der Lagerflansche auf deren Außenseiten Einstellskalen angebracht sind.

    [0016] Die axiale Verstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte in der Lageraufnahme des Drehtisches wird ohne Verängerung der Winkelstellung der Welle dadurch ermöglicht, daß die Welle in der Lageraufnahme in einer Lagerbuchse axial verstellbar geführt ist, daß die Welle ein oder mehrere längsverlaufende Führungsnuten aufweist und daß mittels Einstellschrauben Kugeln in den Führungsnuten gehalten, sind, wobei die Einstellschrauben in der Lageraufnahme und der Lagerbuchse verstellbar sind.

    [0017] Für die Drehlagerung des Drehtisches ist nach einer Ausge- staltung vorgesehen, daß der Drehtisch an seiner Unterseite einen vertikal gerichteten Lagerbolzen trägt, der in einer Lagerbuchse drehbar gelagert ist, die in einer vertikalen Bohrung des Maschinengestelles festgelegt ist.

    [0018] Die unverlierbare, aber frei drehbare Festlegung des Drehtisches am Maschinengestell ist nach einer Ausgestaltung so gelöst, daß der Lagerbolzen eine Ringnut aufweist, daß in diese Ringnut diametral gegenüberliegend ein Fixierstift und eine Spannschraube ragen, daß der Fixierstift mittels einer Madenschraube in einer Gewindebohrung des Maschinen-. gestelles verstellbar ist und daß die Spannschraube in einer weiteren Gewindebohrung des Maschinengestelles verstellbar und mittels eines Handhebels verdrehbar ist.

    [0019] Die Winkelstellung des Drehtisches zur Drehachse der Schleifscheibe läßt sich nach einer weiteren Ausgestaltung dadurch ablesen, daß der Drehtisch am Umfang seiner runden Grundplatte eine Einstellskala trägt und daß die zum Drehtisch auslaufende Auflage des Maschinengestelles mit einer Zeigermarkierung versehen ist.

    [0020] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:

    Figur 1 die Schleifmaschine in Seitenansicht auf die Schmalseite des Maschinengestelles gesehen,

    Figur 2 einen Schnitt durch die Drehlagerung des Drehtisches und der darauf verstellbaren Werkzeughalter-Trägerplatte,

    Figur 3 eine Teilseitenansicht auf die schwenkbar gelagerte Werkzeughalter-Trägerplatte,

    Figur 4 einen zum Schnitt nach Figur 2 senkrechten Schnitt durch die Schwenklagerung der Werkzeughalter-Trägerplatte,

    Figur 5 eine Teildraufsicht auf die Werkzeughalter-Trägerplatte,

    Figur 6 einen Teilschnitt entlang der Linie VI-VI der Figur 1, der die Arretierung der Schwenkstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte erkennen läßt, und

    Figur 7 einen Teilschnitt entlang der Linie VII-VII der Figur 1, der die Arretierung der Anschläge auf der Welle erkennen läßt.



    [0021] Das Maschinengestell 10 der Schleifmaschine ist etwa rechteckförmig mit einem rückseitigen Ansatz, auf dem der vertikale Ständer 11 angeordnet ist, wie der Figur 1 zu entnehmen ist. Dabei ist der Ständer 11 im Bereich der einen Schmalseite des Maschinengestelles 10 angeordnet, während im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinengestelles 10 eine Auflage 81 vorgesehen ist, auf der sich der Drehtisch 20 drehbar abstützt.

    [0022] An dem Ständer 11 ist der Vertikalschlitten 12 begrenzt vertikal verstellbar und in bekannter Weise in auswählbaren Stellungen festlegbar. Dies erfolgt in bekannter Weise mittels einer Stellspindel, die durch eien Handkurbel 14 zu bedienen und in dem Spindellager 71 drehbar gelagert ist. Die Festlegung der Stellspindel erfolgt in dem Block 15 mittels der Arretierungsschraube 69, die mit einem Stellhebel versehen ist. Die Stellspindel wird durch die Faltenbalgabdekkung 17 abgedeckt. Auf dem Vertikalschlitten 12 ist der Horizontalschlitten 13 in gleicher Weise begrenzt horizontal verstellbar und in auswählbaren Stellungen festlegbar. Auf dem Horizontalschlitten 13 ist der Elektromotor 18 befestigt, der über seine Motorwelle die Schleifscheibe S antreibt. Die Schleifscheibe S kann am Ständer 11 daher in der Höhe und im Abstand zu der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 eingestellt werden. Die horizontale Verstellrichtung verläuft dabei parallel zur Drehachse der Schleifscheibe S und damit parallel zu den Längsseiten des Maschinengestelles 10.

    [0023] Wie die Figur 2 zeigt, ist der Drehtisch 20 an der Unterseite mit einem Lagerbolzen 21 versehen. Dieser Lagerbolzen 21 ist in einer Lagerbuchse 19 drehbar gelagert. Die Lagerbuchse 19 ist in einer vertikalen Bohrung 78 des Maschinengestelles 10 festgelegt. Der Lagerbolzen 21 weist eine umlaufende Ringnut 22 auf, die zurmverlierbaren, aber drehbaren Festlegung des Drehtisches 20 am Maschinengestell 10 dient. In diese Ringnut 22 greifen diametral zueinander ein Führungsstift 23 und eine Spannschraube 24 ein. Der Führungsstift 23 wird mittels einer in der Gewindebohrung 82 verstellbaren Madenschraube 79 eingestellt. Die Spannschraube 24 ist in der Gewindebohrung 83 verstellbar, wobei sie mittels des Handhebels 25 angezogen bzw. gelöst werden kann, und erlaubt so die Festlegung des Drehtisches 20 in einer ausgewählten Winkelstellung. Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, kann die Winkelstellung mittels der Zeigermarkierung 80 am Auflager 81 und der Einstellskala 26 an dem Umfang der runden Grundplatte des Drehtisches 20 abgelesen werden. Bei gelöster Spannschraube 24 kann der Drehtisch 20 frei um 360° um die Mittelachse des Lagerbolzens 21 verdreht werden, wie die gestrichelten Stellungen 35' und 35" der mit dem Drehtisch verbundenen Werkzeughalter-Trägerplatte 35 in Figur 5 zeigen.

    [0024] Der obere Teil des Drehtisches 20 ist als Lageraufnahme 27 für die Welle 30 ausgebildet. Diese Lageraufnahme 27ist horizontal gerichtet und nimmt die Lagerbuchse 28 für die Welle 30 auf. Die Welle 30 weist diametral zueinander zwei längsgerichtete Führungsnuten 84 auf, die zur unverdrehbaren Führung der Welle 30 in der Lageraufnahme 27.und der Lagerbuchse 28 dienen. über je zwei Einstellschrauben 29 werden Ku-geln 85 in den Führungsnuten 84 gehalten, so daß die Welle 30 leicht axial verstellbar ist. Die Einstellschrauben 29 sind in Aufnahmen der Lageraufnahme 27 und der Lagerbuchse 28 verstellbar geführt, wobei die Einstellschrauben 29 vorzugsweise mittels eines Gewindeabschnittes in Gewindebohrungen der Lageraufnahme 27 verstellbar sind.

    [0025] Die Welle 30 ist mit ihren Enden in Bohrungen 45 der Lagerflansche 37 und 38 gelagert. Diese Lagerflansche 37 und 38 sind an der Unterseite der etwa rechteckförmigen Werkzeughalter-Trägerplatte 35 angeformt. Wie der Schnitt nach Fi-gur 6 zeigt, teilt ein Schlitz 44 im Bereich der Bohrung 45 den Lagerflansch 37 bzw. 38. Die Enden der Welle 30 sind mit umlaufenden Ringnuten 41 versehen, in die ein Fixierstift 48 eingreift. Dieser Fixierstift 48 ist'mittels einer Madenschraube 47 verstellbar, die in die Gewindebohrung 86 des Lagerflansches 37 bzw. 38 einschraubbar ist. Mit den Fixierstiften 48 läßt sich die Welle 48 axial unverschiebbar, jedoch drehbar in den Bohrungen 45 der Lagerflansche 37 und 38 festlegen. Die Drehstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 kann mittels der Arretierungsschrauben 39 und 40 arretiert werden. Diese Arretierunqsschrauben weisen einen Spannbolzen 46 und-ein Gewindeteil 42 auf und sind in fluchtenden Aufnahmen der durch den Schlitz 44 geteilten Lagerflanschteile geführt. Dabei ist ein Teil der Aufnahmen als Gewindebohrung 43 ausgebildet, in die das Gewindeteil 42 der Arretierungsschraube 39 bzw. 40 einschraubbar ist. Die beiden Lagerflanschteile können mittels der Arretierungsschraube 39 bzw. 40 daher gegendie Welle 30 verspannt werden, so daß die Werkzeughalter- Trägerplatte 35 auf der Welle 30 nicht mehr verschwenkt werden kann. Die ausgewählte Neigung der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 ist dann arretiert. Die Werkzeughalter-Trägerplatte 35 bleibt aber jedoch begrenzt horizontal verschiebbar, da die Welle 30 in der Lageraufnahme 27 und der Lagerbuchse 28 axial verstellbar bleibt. Diese Verstellbewegung der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 kann mittels der Anschläge 31 und 32 begrenzt werden, die auf der Welle 30 zwischen den Lagerflanschen 37 und 38 und der Lageraufnahme 27 verstell- und arretierbar sind. Wie Figur 7 zeigt, weisen die-Anschläge 31 bzw. 33 eine Bohrung 60 für die Welle 30 auf. Ein Schlitz 49 teilt den Anschlag 31 bzw. 33 auf einer Seite bis zur Bohrung 60. In den geteilten Bereichen des Anschlages 31 bzw. 33 ist eine Spannschraube 32 bzw. 34 angeordnet, die in einem Bereich über den Gewindeteil 50 in die als Gewindebohrung 51 ausgebildete Aufnahme einschraubbar ist. Der Anschlag 31 bzw. 33 kann daher mittels der Spannschraube 32 bzw. 34 auf der Welle 30 verspannt und so festgelegt werden.

    [0026] An der Werkzeughalter-Trägerplatte 35, die mit Befestigungsaufnahmen 36 in einer Rasteranordnung versehen ist, können die verschiedenartigsten Werkzeughalter 70 befestigt werden, wie den Figuren 1 bis 5 zu entnehmen ist. Die Wahl des Werkzeughalters 70 hängt von dem zu bearbeitenden Werkzeug W ab.

    [0027] Der als Anschlaghalter ausgebildete Werkzeughalter 70 in Fi-gur 1 weist einen Befestigungsdoppelflansch 72 auf, der die Werkzeughalter-Trägerplatte 35 umgreift und mittels der Spannschraube 73 daran festgeklemmt werden kann. Mit der Arretierungsschraube 75 kann die Trägerplatte 74 in auswählbaren Stellungen am Anschlaghalter festgelegt werden. Mit der Spannschraube 76 wird der Werkzeuganschlag W auf der Trägerplatte 74 festgespannt.

    [0028] In Figur 2 und 4 ist ein komplizierter Werkzeughalter 70 gezeigt, der mittels einer Schraube 61 und einer Mutter 62 in einer Befestigungsaufnahme 36 der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 befestigt ist.

    [0029] Schließlich zeigt Figur 3, wie ein Werkzeug W mittels einer an sich bekannten Spannpratze 57 auf der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 befestigt werden kann. Die Schraube 53 wird von unten her in eine Befestigungsaufnahme 36 eingeschoben, so daß der Schraubenkopf 59 anliegt. Auf den vorstehenden Teil der Schraube 53 ist die Spannpratze 57, eine Beilagscheibe 54 und die Spannmutter 55 aufgebracht. Die Spannmutter 55 ist mit dem Bedienungsknopf 56 versehen. In der Spannpratze 57ist die Stützschraube 57 verstellbar, die sich am Werkzeug W abstützt. Durch Anziehen der Spannmutter 55 wird die Spannpratze 57 gegen das Werkzeug W verspannt.

    [0030] Der Werkzeughalter 70 in Figur 5 besteht aus einem Drehbolzen 63 an der Grundplatte 65, so daß er in einer Befestigungsaufnahme 36 frei drehbar und in wählbaren Stellungen arretierbar ist, wenn der Drehbolzen 63 in ein Gewindeteil zur Aufnahme einer Feststellmutter ausläuft. An der Grundplatte 65 ist ein Halter 65 angebracht, an dem die Werkzeugaufnahme 68 um eine horizontale Achse drehbar ist. Mit der Spannschraube 67 kann die eingestellte Stellung der Werkzeugaufnahme 68 arretiert werden. Das Werkzeug W wird durch die Spannschraube 66 festgelegt, welche in der Werkzeugaufnahme 68 verstellbar angeordnet ist.


    Ansprüche

    1. Schleifmaschine zum Bearbeiten der Schneiden von Werkzeugen oder dgl., bestehend aus einem Maschinengestell mit einem vertikalen Ständer, an dem ein Elektromotor und die darüber antreibbare Schleifscheibe in verschiedenen Richtungen verstellbar ist, und einer den Werkzeughalter aufnehmenden Werkzeughalter-Trägerplatte, die außerhalb des Ständers auf dem Maschinengestell angeordnet und ebenfalls in verschiedenen Richtungen einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Elektromotor (18) mit Schleifscheibe (S) auf einem Horizontalschlitten (13) befestigt ist, der an einem Vertikalschlitten (12) in Richtung von und zu der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) begrenzt horizontal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist,
    daß der Vertikalschlitten (12) an dem Ständer (11) begrenzt vertikal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist,
    daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) auf einer horizontal gerichteten Welle (30) schwenkbar gelagert und in wählbaren Stellungen arretierbar ist,
    daß die Welle (30) in einer horizontalen Lageraufnahme (27) begrenzt axial verstellbar bzw. in wählbaren Stel- lungen festlegbar ist und
    daß die Lageraufnahme (27) Teil eines Drehtisches (20) ist, der im Maschinengestell (10) um eine vertikale Drehachse um 360° drehbar und in wählbaren Winkelstellungen arretierbar ist.
     
    2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Horizontalschlitten (13) und der Vertikalschlitten (12) in an sich bekannter Weise mittels Stellspindeln verstellbar sind, die mittels Handkurbeln (14) verdrehbar und mittels Arretierungsschrauben (69) festlegbar sind.
     
    3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Elektromotor (18) mit seiner Antriebswelle parallel zur Längsseite des Maschinengestelles (10) ausgerichtet ist,
    daß der Ständer (11) im hinteren Eckbereich einer Schmalseite des Maschinengestelles (10) angeordnet ist und
    daß im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinengestelles (10) der Drehtisch (20) drehbar gelagert ist.
     
    4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) rechteckförmig ausgebildet und an ihren Schmalseiten an der Unterseite angeformte Lagerflansche (37,38) aufweist, daß in die Lagerflansche (37,38) Bohrungen (45) zur Aufnahme der Welle (30) eingebracht sind, '
    daß die Lagerflansche (37,38) mittels Schlitzen (44) im Bereich der Bohrungen (45) geteilt sind und daß die Teile der Lagerflansche (37,38) mittels an sich bekannter Spannschrauben (39,40) gegeneinander verstellbar und dadurch die Lagerflansche (37,38) auf der Welle (30) verspannbar sind.
     
    5. Schleifmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschrauben (39,40) in Aufnahmen der Lagerflansche (37,38) geführt sind, die in einem Teil als Gewindebohrung (43) ausgebildet sind und das Gewindeteil (42) der Spannschrauben (39,40) aufnehmen.
     
    6. Schleifmaschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Welle (30) an ihren Enden Ringnuten (41) trägt, daß die Lagerflansche (37,38) in die Bohrungen (45) ragende Fixierstifte (48) tragen, die mittels Madenschrauben (47) einstellbar sind und in die Ringnuten (41) der Welle (30) eingreifen, und
    daß die Fixierstifte (48) die Welle (30) axial unverschiebbar in den Bohrungen (45) der Lagerflansche (37, 38) der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) festhalten.
     
    7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) mit einem Rasterfeld von Befestigungsaufnahmen (36) versehen ist.
     
    8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lageraufnahme (27) zwischen den beiden Lagerflanschen (37,38) angeordnet ist und sich nur über einen Teil der Länge der Welle (30) erstreckt und daß die Welle (30) unverdrehbar in der Lageraufnahme (27) geführt ist.
     
    9. Schleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Lagerflansch (37,38) der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) und der Lageraufnahme (27) jeweils ein verstell- und arretierbarer Anschlag (31, 33) auf der Welle (30) angeordnet ist.
     
    10. Schleifmaschine nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Anschlag (31,33) eine Bohrung (60) für die Welle (30) aufweist,
    daß ein Schlitz (49) bis zur Bohrung (60) reicht und daß die beiden durch den Schlitz (49) abgeteilten Teile des Anschlages (31,33) mittels einer an sich bekannten Spannschraube.(32,34) gegen die Welle (30) verspannbar sind.
     
    11. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Stirnseiten der Welle (30) mit einer Zeigermar- kierung (77) versehen sind und
    daß um die Bohrungen (45) der Lagerflansche (37,38) auf deren Außenseiten Einstellskalen (52) angebracht sind.
     
    12. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Welle (30) in der Lageraufnahme (27) in einer Lagerbuchse (28) axial verstellbar geführt ist,
    daß die Welle (30) ein oder mehrere längsverlaufende Führungsnuten (84) aufweist, und
    daß mittels Einstellschrauben (29) Kugeln (85) in den Führungsnuten (84) gehalten sind, wobei die Einstellschrauben (29) in der Lageraufnahme (27) und der Lagerbuchse (28) verstellbar sind.
     
    13. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Drehtisch (20) an seiner Unterseite einen vertikal gerichteten Lagerbolzen (21) trägt, der in einer Lagerbuchse (19) drehbar gelagert ist, die in einer vertikalen Bohrung (78) des Maschinengestelles (10) festgelegt ist.
     
    14. Schleifmaschine nach Anspruch 13,

    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Lagerbolzen (21) eine Ringnut (22) aufweist, daß in diese Ringnut (22) diametral gegenüberliegend ein Fixierstift (23) und eine Spannschraube (24) ragen, daß der Fixierstift (23) mittels einer Madenschraube (79) in einer Gewindebohrung (82) des Maschinengestelles (10) verstellbar ist und .
    daß die Spannschraube (24) in einer weiteren Gewindebohrung (83) des Maschinengestelles (10) verstellbar und mittels eines Handhebels (25) verdrehbar ist.
     
    15. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Drehtisch (20) am Umfang seiner runden Grundplatte eine Einstellskala (26) trägt und
    daß die zum Drehtisch (20) auslaufende Auflage (81) des Maschinengestelles (10) mit einer Zeigermarkie- rung (80) versehen ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht