[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine zum Bearbeiten der Schneiden von Werkzeugen
oder dgl., bestehend aus einem Maschinengestell mit einem vertikalen Ständer, an dem
ein Elektromotor und die darüber;antreibbare Schleifscheibe in verschiedenen Richtungen
verstellbar ist, und einer den Werkzeughalter aufnehmenden Werkzeughalter-Trägerplatte,
die außerhalb des Ständers auf dem Maschinengestell angeordnet und ebenfalls in verschiedenen
Richtungen einstellbar ist.
[0002] Eine Schleifmaschine dieser Art ist durch die DE-OS 22 31 359 bekannt. Bei dieser
bekannten Schleifmaschine ist der Elektromotor mit der Schleifscheibe horizontal in
einem Maschinenträger verstellbar. Der Maschinenträger selbst ist um eine horizontale
Schwenkachse an dem Ständer verstellbar, wobei diese Schwenkachse senkrecht zur Verstellrichtung
des Elektromotors und der Schleifscheibe im Maschinenträger steht.
Da-rüberhinaus ist der Maschinenträger auf einer Hülse befestigt, die um den Ständer
drehbar ist. Auf diese Weise kann die Schleifscheibe in allen drei Richtungen eingestellt
werden. Die Werkzeughalter-Trägerplatte ist am Ende eines Armes schwenkbar gelagert.
Am anderen Ende dieses Armes ist ein weiterer Arm angelenkt, der an einem Führungsteil
drehbar gelagert ist. Das Führungsteil ist um eine vertikale Achse schwenkbar und
kann zudem auf einem Schlitten geneigt werden. Dieser Verstellmechanismus mit weiteren
Antriebsmitteln, die der Werkzeughalter-Trägerplatte neben einer geradlinigen Bewegung
auch dem dort vorgesehenen Spindelstock Rotationsbewegung übertragen, so daß eine
spiral- bzw. schraubenförmige Schneidkante geschliffen werden kann, ist auf einem
Grundschlitten und einem weiteren Schlitten zusätzlich in zwei senkrecht zueinander
stehenden horizontalen Richtungen einstellbar.
[0003] Diese bekannte Schleifmaschine ist speziell für das Schleifen von Werkzeugen mit
spiral- oder schraubenförmiger Schneidkante entwickelt und daher im Aufwand und in
der Einstellung sehr kompliziert. Sie eignet sich daher nicht als Universal-Schleifmaschine,
auf der die verschiedenartigsten Werkzeuge, wie Bohrer, Fräser oder dgl. mit unterschiedlich
geneigten Schneiden leicht geschliffen werden können.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schleifmaschine der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, bei der mit wesentlich einfacheren Mitteln die Schleifscheibe und das auf
der Werkzeughalter-Trägerplatte festgelegte Werkzeug in allen Richtungen eingestellt
werden können. Dabei sollen in einfacher Weise dE:für den Schleifvorgang erforderlichen
Schleifbewegungen des Werkzeuges manuell ausgeführt werden können, ohne daß dabei
die Einstellwerte zwischen Schleifscheibe und Werkzeug verändert werden, die für das
Schleifen der Schneide eingestellt wurden.
[0005] Djese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Elektromotor mit Schleifscheibe
auf einem Horizontalschlitten befestigt ist, der an einem Vertikalschlitten in Richtung
von und zu der Werkzeughalter-Trägerplatte begrenzt horizontal verstellbar und in
wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß der Vertikalschlitten an dem Ständer begrenzt
vertikal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist, daß die Werkzeughalter-Trägerplatte
auf einer horizontal gerichteten Welle schwenkbar gelagert und in wählbaren Stellungen
arretierbar ist, daß die Welle in einer horizontalen Lageraufnahme begrenzt axial
verstellbar bzw. in wählbaren Stellungen festlegbar ist und daß die Lageraufnahme
Teil eines Drehtisches ist, der im Maschinengestell um eine vertikale Drehachse um
360° drehbar und in wählbaren Winkelstellungen arretierbar ist.
[0006] Die Beschränkung der Verstellbarkeit der Schleifscheibe in zwei auf die Werkzeughalter-Trägerplatte
genau festgelegten Richtungen ist vollkommen ausreichend, da die Werkzeughalter- Trägerplatte
in allen drei Richtungen einstellbar ist und darüber hinaus eine vorgegebene Schleifbewegung
relativ zur Schleifscheibe zuläßt, wobei die Einstellwerte in allen drei Richtungen
beibehalten werden. Der Verstellmechanismus für die Werkzeughalter-Trägerplatte bleibt
mit der Welle, der Lageraufnahme und dem Drehtisch sehr einfach. Dazu kommen lediglich
die Feststellmittel, um die eingestellten Stellungen festlegen zu können. Da der Ständer
mit dem Horizontal- und dem Vertikalschlitten stets dieselbe Stellung zu der Drehachse
des Drehtisches einnimmt, sind alle Einstellwerte auch in fester Beziehung zueinander,
was die Einstellung bei den verschiedenartigsten Werkzeugen erleichtert. Außerdem
lassen sich auf der Werkzeughalter-Trägerplatte die unterschiedlichsten Werkzeughalter
befestigen. Mit dieser Ausgestaltung ist eine universell einsetzbare Schleifmaschine
geschaffen, die schnell und leicht auf die Schneide des zu schleifenden Werkzeuges
eingestellt werden kann.
[0007] Die Koordinatenverstellung der beiden Schlitten wird dadurch ermöglicht, daß der
Horizontalschlitten und der Vertikalschlitten in an sich bekannter Weise mittels Stellspindeln
verstellbar sind, die mittels Handkurbeln verdrehbar und mittels
Arretierungsschrauben festlegbar sind. Dabei können die Einstellwerte an Einstellskalen
abgelesen werden.
[0008] Das Maschinengestell kann bei kleinen Abmessungen dadurch optimal ausgenützt werden,
daß der Elektromotor mit seiner Antriebswelle parallel zur Längsseite des Maschinengestelles
ausgerichtet ist, daß der Ständer im hinteren Eckbereich einer Schmalseite des Maschinengestelles
angeordnet ist und daß im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinen
gestel- les der Drehtisch drehbar gelagert ist.
[0009] Die Schwenklagerung der Werkzeughalter-Trägerplatte ist nach einer Ausgestaltung
so ausgeführt, daß die Werkzeughalter- Trägerplatte rechteckförmig ausgebildet ist
und an ihren Schmalseiten an der Unterseite angeformte Lagerflansche aufweist, daß
in die Lagerflansche Bohrungen zur Aufnahme der Welle eingebracht sind, daß die Lagerflansche
mittels Schlitzen im Bereich der Bohrungen geteilt sind und daß die Teile der Lagerflansche
mittels an sich bekannter Spannschrauben gegeneinander verstellbar und dadurch die
Lagerflansche auf der Welle verspannbar sind. Die Spannschrauben sind dabei in Aufnahmen
der Lagerflansche geführt. Die Aufnahmen sind in einem Teil der Lagerflansche als
Gewindebohrungen ausgebildet, die das Gewindeteil der Spannschrauben aufnehmen.
[0010] Die axiale Festlegung der Welle an der Werkzeughalter-Trägerplatte und die Arretierung
der ausgewählten Schwenkstellung werden nach einer weiteren Ausgestaltung dadurch
gelöst, daß die Welle an ihren Enden Ringnuten trägt, daß die Lagerflansche in die
Bohrungen ragende Fixierstifte tragen, die mittels Madenschrauben einstellbar sind
und in die Ringnuten der Welle eingreifen und daß die Fixierstifte die Welle axial
unverschiebbar in den Bohrungen der Lagerflansche der Werkzeughalter-Trägerplatte
festhalten.
[0011] Für die Befestigung der verschiedensten Werkzeughalter ist vorgesehen, daß die Werkzeughalter-Trägerplatte
mit einem Rasterfeld von Befesti
gun
gsaufnahmen versehen ist.
[0012] Die begrenzte Schleifbewegung für das auf der Werkzeughalter- Trägerplatte festgelegte
Werkzeug wird nach einer Ausgestaltung dadurch erhalten, daß die Lageraufnahme zwischen
den beiden Lagerflanschen angeordnet ist und sich nur über einen Teil der Länge der
Welle erstreckt und daß die Welle unverdrehbar in der Lageraufnahme geführt ist. Bei
dieser Verstellung behält die Werkzeughalter-Trägerplatte ihre Neigung zur Standfläche
bei und die Winkelstellung der Welle zur Drehachse der Schleifscheibe bleibt ebenso
unverändert. Auch die Höheneinstellung zwischen der Schleifscheibe und der Werkzeughalter-Trägerplatte
bleibt bei dieser Verstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte unbeeinflußt.
[0013] Die Verstellbewegung der Werkzeughalter-Trägerplatte kann nach einer Weiterbildung
dadurch begrenzt werden, daß zwischen jedem Lagerflansch der Werkzeughalter-Trägerplatte
und der Lageraufnahme jeweils ein verstell- und arret
per- barer Anschlag auf der Welle angeordnet ist.
[0014] Diese Anschläge lassen sich auf der Welle schnell und einfach in auswählbare Stellungen
bringen, wenn vorgesehen ist, daß der Anschlag eine Bohrung für die Welle aufweist,
daß ein Schlitz bis zur Bohrung reicht und daß die beiden durch den Schlitz abgeteilten
Teile des Anschlages mittels einer an sich bekannten Spannschraube gegen die Welle
verspannbar sind.
[0015] Die ausgewählte Winkelstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte läßt sich dann leicht
ablesen, wenn nach einer weiteren Ausgestaltung die Stirnseiten der Welle mit Zeigermarkierungen
versehen sind und um die Bohrungen der Lagerflansche auf deren Außenseiten Einstellskalen
angebracht sind.
[0016] Die axiale Verstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte in der Lageraufnahme des Drehtisches
wird ohne Verängerung der Winkelstellung der Welle dadurch ermöglicht, daß die Welle
in der Lageraufnahme in einer Lagerbuchse axial verstellbar geführt ist, daß die Welle
ein oder mehrere längsverlaufende Führungsnuten aufweist und daß mittels Einstellschrauben
Kugeln in den Führungsnuten gehalten, sind, wobei die Einstellschrauben in der Lageraufnahme
und der Lagerbuchse verstellbar sind.
[0017] Für die Drehlagerung des Drehtisches ist nach einer Ausge- staltun
g vorgesehen, daß der Drehtisch an seiner Unterseite einen vertikal gerichteten Lagerbolzen
trägt, der in einer Lagerbuchse drehbar gelagert ist, die in einer vertikalen Bohrung
des Maschinengestelles festgelegt ist.
[0018] Die unverlierbare, aber frei drehbare Festlegung des Drehtisches am Maschinengestell
ist nach einer Ausgestaltung so gelöst, daß der Lagerbolzen eine Ringnut aufweist,
daß in diese Ringnut diametral gegenüberliegend ein Fixierstift und eine Spannschraube
ragen, daß der Fixierstift mittels einer Madenschraube in einer Gewindebohrung des
Maschinen-. gestelles verstellbar ist und daß die Spannschraube in einer weiteren
Gewindebohrung des Maschinengestelles verstellbar und mittels eines Handhebels verdrehbar
ist.
[0019] Die Winkelstellung des Drehtisches zur Drehachse der Schleifscheibe läßt sich nach
einer weiteren Ausgestaltung dadurch ablesen, daß der Drehtisch am Umfang seiner runden
Grundplatte eine Einstellskala trägt und daß die zum Drehtisch auslaufende Auflage
des Maschinengestelles mit einer Zeigermarkierung versehen ist.
[0020] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 die Schleifmaschine in Seitenansicht auf die Schmalseite des Maschinengestelles
gesehen,
Figur 2 einen Schnitt durch die Drehlagerung des Drehtisches und der darauf verstellbaren
Werkzeughalter-Trägerplatte,
Figur 3 eine Teilseitenansicht auf die schwenkbar gelagerte Werkzeughalter-Trägerplatte,
Figur 4 einen zum Schnitt nach Figur 2 senkrechten Schnitt durch die Schwenklagerung
der Werkzeughalter-Trägerplatte,
Figur 5 eine Teildraufsicht auf die Werkzeughalter-Trägerplatte,
Figur 6 einen Teilschnitt entlang der Linie VI-VI der Figur 1, der die Arretierung
der Schwenkstellung der Werkzeughalter-Trägerplatte erkennen läßt, und
Figur 7 einen Teilschnitt entlang der Linie VII-VII der Figur 1, der die Arretierung
der Anschläge auf der Welle erkennen läßt.
[0021] Das Maschinengestell 10 der Schleifmaschine ist etwa rechteckförmig mit einem rückseitigen
Ansatz, auf dem der vertikale Ständer 11 angeordnet ist, wie der Figur 1 zu entnehmen
ist. Dabei ist der Ständer 11 im Bereich der einen Schmalseite des Maschinengestelles
10 angeordnet, während im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinengestelles 10
eine Auflage 81 vorgesehen ist, auf der sich der Drehtisch 20 drehbar abstützt.
[0022] An dem Ständer 11 ist der Vertikalschlitten 12 begrenzt vertikal verstellbar und
in bekannter Weise in auswählbaren Stellungen festlegbar. Dies erfolgt in bekannter
Weise mittels einer Stellspindel, die durch eien Handkurbel 14 zu bedienen und in
dem Spindellager 71 drehbar gelagert ist. Die Festlegung der Stellspindel erfolgt
in dem Block 15 mittels der Arretierungsschraube 69, die mit einem Stellhebel versehen
ist. Die Stellspindel wird durch die Faltenbalgabdekkung 17 abgedeckt. Auf dem Vertikalschlitten
12 ist der Horizontalschlitten 13 in gleicher Weise begrenzt horizontal verstellbar
und in auswählbaren Stellungen festlegbar. Auf dem Horizontalschlitten 13 ist der
Elektromotor 18 befestigt, der über seine Motorwelle die Schleifscheibe S antreibt.
Die Schleifscheibe S kann am Ständer 11 daher in der Höhe und im Abstand zu der Werkzeughalter-Trägerplatte
35 eingestellt werden. Die horizontale Verstellrichtung verläuft dabei parallel zur
Drehachse der Schleifscheibe S und damit parallel zu den Längsseiten des Maschinengestelles
10.
[0023] Wie die Figur 2 zeigt, ist der Drehtisch 20 an der Unterseite mit einem Lagerbolzen
21 versehen. Dieser Lagerbolzen 21 ist in einer Lagerbuchse 19 drehbar gelagert. Die
Lagerbuchse 19 ist in einer vertikalen Bohrung 78 des Maschinengestelles 10 festgelegt.
Der Lagerbolzen 21 weist eine umlaufende Ringnut 22 auf, die zurmverlierbaren, aber
drehbaren Festlegung des Drehtisches 20 am Maschinengestell 10 dient. In diese Ringnut
22 greifen diametral zueinander ein Führungsstift 23 und eine Spannschraube 24 ein.
Der Führungsstift 23 wird mittels einer in der Gewindebohrung 82 verstellbaren Madenschraube
79 eingestellt. Die Spannschraube 24 ist in der Gewindebohrung 83 verstellbar, wobei
sie mittels des Handhebels 25 angezogen bzw. gelöst werden kann, und erlaubt so die
Festlegung des Drehtisches 20 in einer ausgewählten Winkelstellung. Wie der Figur
1 zu entnehmen ist, kann die Winkelstellung mittels der Zeigermarkierung 80 am Auflager
81 und der Einstellskala 26 an dem Umfang der runden Grundplatte des Drehtisches 20
abgelesen werden. Bei gelöster Spannschraube 24 kann der Drehtisch 20 frei um 360°
um die Mittelachse des Lagerbolzens 21 verdreht werden, wie die gestrichelten Stellungen
35' und 35" der mit dem Drehtisch verbundenen Werkzeughalter-Trägerplatte 35 in Figur
5 zeigen.
[0024] Der obere Teil des Drehtisches 20 ist als Lageraufnahme 27 für die Welle 30 ausgebildet.
Diese Lageraufnahme 27ist horizontal gerichtet und nimmt die Lagerbuchse 28 für die
Welle 30 auf. Die Welle 30 weist diametral zueinander zwei längsgerichtete Führungsnuten
84 auf, die zur unverdrehbaren Führung der Welle 30 in der Lageraufnahme 27.und der
Lagerbuchse 28 dienen. über je zwei Einstellschrauben 29 werden
Ku-geln 85 in den Führungsnuten 84 gehalten, so daß die Welle 30 leicht axial verstellbar
ist. Die Einstellschrauben 29 sind in Aufnahmen der Lageraufnahme 27 und der Lagerbuchse
28 verstellbar geführt, wobei die Einstellschrauben 29 vorzugsweise mittels eines
Gewindeabschnittes in Gewindebohrungen der Lageraufnahme 27 verstellbar sind.
[0025] Die Welle 30 ist mit ihren Enden in Bohrungen 45 der Lagerflansche 37 und 38 gelagert.
Diese Lagerflansche 37 und 38 sind an der Unterseite der etwa rechteckförmigen Werkzeughalter-Trägerplatte
35 angeformt. Wie der Schnitt nach
Fi-gur 6 zeigt, teilt ein Schlitz 44 im Bereich der Bohrung 45 den Lagerflansch 37
bzw. 38. Die Enden der Welle 30 sind mit umlaufenden Ringnuten 41 versehen, in die
ein Fixierstift 48 eingreift. Dieser Fixierstift 48 ist'mittels einer Madenschraube
47 verstellbar, die in die Gewindebohrung 86 des Lagerflansches 37 bzw. 38 einschraubbar
ist. Mit den Fixierstiften 48 läßt sich die Welle 48 axial unverschiebbar, jedoch
drehbar in den Bohrungen 45 der Lagerflansche 37 und 38 festlegen. Die Drehstellung
der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 kann mittels der Arretierungsschrauben 39 und 40
arretiert werden. Diese Arretierunqsschrauben weisen einen Spannbolzen 46 und-ein
Gewindeteil 42 auf und sind in fluchtenden Aufnahmen der durch den Schlitz 44 geteilten
Lagerflanschteile geführt. Dabei ist ein Teil der Aufnahmen als Gewindebohrung 43
ausgebildet, in die das Gewindeteil 42 der Arretierungsschraube 39 bzw. 40 einschraubbar
ist. Die beiden Lagerflanschteile können mittels der Arretierungsschraube 39 bzw.
40 daher gegendie Welle 30 verspannt werden, so daß die Werkzeughalter- Trägerplatte
35 auf der Welle 30 nicht mehr verschwenkt werden kann. Die ausgewählte Neigung der
Werkzeughalter-Trägerplatte 35 ist dann arretiert. Die Werkzeughalter-Trägerplatte
35 bleibt aber jedoch begrenzt horizontal verschiebbar, da die Welle 30 in der Lageraufnahme
27 und der Lagerbuchse 28 axial verstellbar bleibt. Diese Verstellbewegung der Werkzeughalter-Trägerplatte
35 kann mittels der Anschläge 31 und 32 begrenzt werden, die auf der Welle 30 zwischen
den Lagerflanschen 37 und 38 und der Lageraufnahme 27 verstell- und arretierbar sind.
Wie Figur 7 zeigt, weisen die-Anschläge 31 bzw. 33 eine Bohrung 60 für die Welle 30
auf. Ein Schlitz 49 teilt den Anschlag 31 bzw. 33 auf einer Seite bis zur Bohrung
60. In den geteilten Bereichen des Anschlages 31 bzw. 33 ist eine Spannschraube 32
bzw. 34 angeordnet, die in einem Bereich über den Gewindeteil 50 in die als Gewindebohrung
51 ausgebildete Aufnahme einschraubbar ist. Der Anschlag 31 bzw. 33 kann daher mittels
der Spannschraube 32 bzw. 34 auf der Welle 30 verspannt und so festgelegt werden.
[0026] An der Werkzeughalter-Trägerplatte 35, die mit Befestigungsaufnahmen 36 in einer
Rasteranordnung versehen ist, können die verschiedenartigsten Werkzeughalter 70 befestigt
werden, wie den Figuren 1 bis 5 zu entnehmen ist. Die Wahl des Werkzeughalters 70
hängt von dem zu bearbeitenden Werkzeug W ab.
[0027] Der als Anschlaghalter ausgebildete Werkzeughalter 70 in
Fi-gur 1 weist einen Befestigungsdoppelflansch 72 auf, der die Werkzeughalter-Trägerplatte
35 umgreift und mittels der Spannschraube 73 daran festgeklemmt werden kann. Mit der
Arretierungsschraube 75 kann die Trägerplatte 74 in auswählbaren Stellungen am Anschlaghalter
festgelegt werden. Mit der Spannschraube 76 wird der Werkzeuganschlag W auf der Trägerplatte
74 festgespannt.
[0028] In Figur 2 und 4 ist ein komplizierter Werkzeughalter 70 gezeigt, der mittels einer
Schraube 61 und einer Mutter 62 in einer Befesti
gungsaufnahme 36 der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 befestigt ist.
[0029] Schließlich zeigt Figur 3, wie ein Werkzeug W mittels einer an sich bekannten Spannpratze
57 auf der Werkzeughalter-Trägerplatte 35 befestigt werden kann. Die Schraube 53 wird
von unten her in eine Befestigungsaufnahme 36 eingeschoben, so daß der Schraubenkopf
59 anliegt. Auf den vorstehenden Teil der Schraube 53 ist die Spannpratze 57, eine
Beilagscheibe 54 und die Spannmutter 55 aufgebracht. Die Spannmutter 55 ist mit dem
Bedienungsknopf 56 versehen. In der Spannpratze 57ist die Stützschraube 57 verstellbar,
die sich am Werkzeug W abstützt. Durch Anziehen der Spannmutter 55 wird die Spannpratze
57 gegen das Werkzeug W verspannt.
[0030] Der Werkzeughalter 70 in Figur 5 besteht aus einem Drehbolzen 63 an der Grundplatte
65, so daß er in einer Befestigungsaufnahme 36 frei drehbar und in wählbaren Stellungen
arretierbar ist, wenn der Drehbolzen 63 in ein Gewindeteil zur Aufnahme einer Feststellmutter
ausläuft. An der Grundplatte 65 ist ein Halter 65 angebracht, an dem die Werkzeugaufnahme
68 um eine horizontale Achse drehbar ist. Mit der Spannschraube 67 kann die eingestellte
Stellung der Werkzeugaufnahme 68 arretiert werden. Das Werkzeug W wird durch die Spannschraube
66 festgelegt, welche in der Werkzeugaufnahme 68 verstellbar angeordnet ist.
1. Schleifmaschine zum Bearbeiten der Schneiden von Werkzeugen oder dgl., bestehend
aus einem Maschinengestell mit einem vertikalen Ständer, an dem ein Elektromotor und
die darüber antreibbare Schleifscheibe in verschiedenen Richtungen verstellbar ist,
und einer den Werkzeughalter aufnehmenden Werkzeughalter-Trägerplatte, die außerhalb
des Ständers auf dem Maschinengestell angeordnet und ebenfalls in verschiedenen Richtungen
einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor (18) mit Schleifscheibe (S) auf einem Horizontalschlitten (13)
befestigt ist, der an einem Vertikalschlitten (12) in Richtung von und zu der Werkzeughalter-Trägerplatte
(35) begrenzt horizontal verstellbar und in wählbaren Stellungen festlegbar ist,
daß der Vertikalschlitten (12) an dem Ständer (11) begrenzt vertikal verstellbar und
in wählbaren Stellungen festlegbar ist,
daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) auf einer horizontal gerichteten Welle (30)
schwenkbar gelagert und in wählbaren Stellungen arretierbar ist,
daß die Welle (30) in einer horizontalen Lageraufnahme (27) begrenzt axial verstellbar
bzw. in wählbaren Stel- lungen festlegbar ist und
daß die Lageraufnahme (27) Teil eines Drehtisches (20) ist, der im Maschinengestell
(10) um eine vertikale Drehachse um 360° drehbar und in wählbaren Winkelstellungen
arretierbar ist.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Horizontalschlitten
(13) und der Vertikalschlitten (12) in an sich bekannter Weise mittels Stellspindeln
verstellbar sind, die mittels Handkurbeln (14) verdrehbar und mittels Arretierungsschrauben
(69) festlegbar sind.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor (18) mit seiner Antriebswelle parallel zur Längsseite des Maschinengestelles
(10) ausgerichtet ist,
daß der Ständer (11) im hinteren Eckbereich einer Schmalseite des Maschinengestelles
(10) angeordnet ist und
daß im Bereich der anderen Schmalseite des Maschinengestelles (10) der Drehtisch (20)
drehbar gelagert ist.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) rechteckförmig ausgebildet und an ihren Schmalseiten
an der Unterseite angeformte Lagerflansche (37,38) aufweist, daß in die Lagerflansche
(37,38) Bohrungen (45) zur Aufnahme der Welle (30) eingebracht sind, '
daß die Lagerflansche (37,38) mittels Schlitzen (44) im Bereich der Bohrungen (45)
geteilt sind und daß die Teile der Lagerflansche (37,38) mittels an sich bekannter
Spannschrauben (39,40) gegeneinander verstellbar und dadurch die Lagerflansche (37,38)
auf der Welle (30) verspannbar sind.
5. Schleifmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschrauben
(39,40) in Aufnahmen der Lagerflansche (37,38) geführt sind, die in einem Teil als
Gewindebohrung (43) ausgebildet sind und das Gewindeteil (42) der Spannschrauben (39,40)
aufnehmen.
6. Schleifmaschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (30) an ihren Enden Ringnuten (41) trägt, daß die Lagerflansche (37,38)
in die Bohrungen (45) ragende Fixierstifte (48) tragen, die mittels Madenschrauben
(47) einstellbar sind und in die Ringnuten (41) der Welle (30) eingreifen, und
daß die Fixierstifte (48) die Welle (30) axial unverschiebbar in den Bohrungen (45)
der Lagerflansche (37, 38) der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) festhalten.
7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeughalter-Trägerplatte (35) mit einem Rasterfeld von Befestigungsaufnahmen
(36) versehen ist.
8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lageraufnahme (27) zwischen den beiden Lagerflanschen (37,38) angeordnet ist
und sich nur über einen Teil der Länge der Welle (30) erstreckt und daß die Welle
(30) unverdrehbar in der Lageraufnahme (27) geführt ist.
9. Schleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Lagerflansch
(37,38) der Werkzeughalter-Trägerplatte (35) und der Lageraufnahme (27) jeweils ein
verstell- und arretierbarer Anschlag (31, 33) auf der Welle (30) angeordnet ist.
10. Schleifmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (31,33) eine Bohrung (60) für die Welle (30) aufweist,
daß ein Schlitz (49) bis zur Bohrung (60) reicht und daß die beiden durch den Schlitz
(49) abgeteilten Teile des Anschlages (31,33) mittels einer an sich bekannten Spannschraube.(32,34)
gegen die Welle (30) verspannbar sind.
11. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnseiten der Welle (30) mit einer Zeigermar- kierung (77) versehen sind und
daß um die Bohrungen (45) der Lagerflansche (37,38) auf deren Außenseiten Einstellskalen
(52) angebracht sind.
12. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (30) in der Lageraufnahme (27) in einer Lagerbuchse (28) axial verstellbar
geführt ist,
daß die Welle (30) ein oder mehrere längsverlaufende Führungsnuten (84) aufweist,
und
daß mittels Einstellschrauben (29) Kugeln (85) in den Führungsnuten (84) gehalten
sind, wobei die Einstellschrauben (29) in der Lageraufnahme (27) und der Lagerbuchse
(28) verstellbar sind.
13. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehtisch (20) an seiner Unterseite einen vertikal gerichteten Lagerbolzen
(21) trägt, der in einer Lagerbuchse (19) drehbar gelagert ist, die in einer vertikalen
Bohrung (78) des Maschinengestelles (10) festgelegt ist.
14. Schleifmaschine nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbolzen (21) eine Ringnut (22) aufweist, daß in diese Ringnut (22) diametral
gegenüberliegend ein Fixierstift (23) und eine Spannschraube (24) ragen, daß der Fixierstift
(23) mittels einer Madenschraube (79) in einer Gewindebohrung (82) des Maschinengestelles
(10) verstellbar ist und .
daß die Spannschraube (24) in einer weiteren Gewindebohrung (83) des Maschinengestelles (10) verstellbar und mittels eines Handhebels (25) verdrehbar ist.
15. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehtisch (20) am Umfang seiner runden Grundplatte eine Einstellskala (26)
trägt und
daß die zum Drehtisch (20) auslaufende Auflage (81) des Maschinengestelles (10) mit
einer Zeigermarkie- rung (80) versehen ist.