[0001] Die Erfindung betrifft eine Messerhalterung für den Einbau von nachschleifbaren Schneidmessern
in die Messerwelle einer Holzzerspanungsmaschine, bestehend aus einem Messerträger,
der einen sich über den größten Teil der Schneidmesserlänge erstreckenden,"gegenüber
der Schneidmesserhöhe'schmal ausgebildeten Steg aufweist, an dem Haltelaschen 'sitzen,
die sich über eine
Teilhöhe des Schneidmessers erstrecken und Langlöcher aufweisen, durch die Spannschrauben
ragen, mit denen der Messerträger am Rücken des Schneidmessers angenähert in Radialrichtung
verschiebbar und feststellbar gehalten ist, aus einer fest im Messerwellenkörper angeordneten,
den Schneidmesserüberstand bestimmenden Anschlagfläche, auf der der Messerträger lose
aufliegt, aus einer über einen angenähert in Radialrichtung wirkenden Formschluß im
Messerwellenkörper festgelegten Verschleißleiste, gegen die sich das Schneidmesser
mit seinem Rücken abstützt und aus einem das Schneidmesser gegen die Verschleißleiste
drückenden Fliehkeil.
[0002] Eine derartige Ausführungsform läßt sich dem deutschen Gebrauchsmuster 80 02 428
entnehmen. Das Schneidmesser liegt mit seiner Brust lose gegen eine Messerklemmleiste
an, die über einen Formschluß im Messerwellenkörper gehalten und von dem
Fliehkeil beaufschlagt wird, der die Klemmleiste gegen die Messerbrust und dadurch
das Schneidmesser gegen die Verschleißleiste drückt. Das Schneidmesser ist zusammen
mit dem mit ihm verschraubten Messerträger lose in einen angenähert radial liegenden
Einschubschlitz der Verschleißleiste eingeschoben und liegt mit kurzen Anschlagflächen
des Messerträgers lose auf der genannten Anschlagfläche im Messerwellenkörper auf.
[0003] Bei dieser vorbekannten Konstruktion ist das Messer somit ausschließlich kraftschlüssig
gehalten. Um zu verhindern, daß der unter der Fliehkraftwirkung radial nach außen
gezogene Fliehkeil die Lage des Schneidmessers im Messerwellenkörper
-und damit den Meserüberstand über die Oberfläche der Messerwelle ändert, ist die formschlüssig
im Messerwellenkörper festgelegte Messerklemmdeiste zwischen Fliehkeil und Messerbrust
vorgesehen.
[0004] Die den Messerträger abstützende Anschlagfläche besteht aus einer mit dem Messerwellenkörper
verschraubten Halteleiste, die in Radialrichtung gesehen unterhalb des Schneidmessers
sowie des Messerträgers liegt. Die in der Messerwelle vorzusehende periphere Ausnehmung
zur Aufnahme der Messerhalterung muß daher tiefer als die Messerbreite ausgebildet
sein, um zusätzlich die genannte Halteleiste aufnehmen zu können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erläuterte Messerhalterung
konstruktiv zu vereinfachen.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch folgende Merkmale gelöst:
a) Die Verschleißleiste weist eine zum Schneidmesser offene, die genannte Anschlagfläche
bildende Formschlußnut auf, in die der Steg des Messerträgers formschlüssig eingeschoben
ist;
b) der Fliehkeil liegt mit einer Keilfläche unmittelbar an der' Brust des Schneidmessers
an.
[0007] Der bei der vorbekannten Ausführungsform für die Messerklemmleiste vorgesehene Formschluß
wird bei der Messerhalterung gemäß der Erfindung hinter dem Messerrücken zwischen
Messerträger und Verschleißleiste gebildet. Der Messerträger und damit auch das mit
ihm verschraubte Messer sind somit unmittelbar formschlüssig in der Verschleißleiste
gehalten; das Schneidmesser ist also in Radialrichtung gegen Verschiebung gesichert.
Deshalb ist es erfindungsgemäß möglich, auf die bei der vorbekannten Konstruktion
erforderliche Messerklemmleiste zu verzichten und den Fliehkeil unmittelbar an der
Messerbrust anliegen zu lassen. Die neue Messerhalterung besteht somit aus weniger
Teilen. Da durch den Wegfall der Messerklemmleiste auch deren Formschluß bzw. Halteleiste
entfallen kann, besteht die Möglichkeit, daß der die Verschleißleiste im Messerwellenkörper
haltende Formschluß vollständig hinter dem Rücken des Schneidmessers liegt. Dadurch
braucht die die Messerhalterung aufnehmende periphere Ausnehmung nur so tief ausgebildet
zu werden, wie es zur Aufnahme des Schneidmessers erforderlich ist; es gibt also keine
Teile mehr, die das Schneidmesser untergreifen. Der die Verschleißleiste haltende
Formschluß kann in üblicher Weise hakenförmig ausgebildet sein und durch eine Halteleiste
gebildet werden, die mit dem Messerwellenkörper verschraubt oder sonstwie fest verbunden
wird.
[0008] In einer zweckmäßigen Ausführungsform können in der Formschlußnut der Verschleißleiste
Permanentmagnete angeordnet sein, gegen die der genannte Steg des Messerträgers anliegt.
Dadurch lassen sich Messer, Messerträger und Verschleißleiste als Paket aus der Messerwelle
herausnehmen bzw. in die Messerwelle einsetzen; dennoch ist das mit dem Messerträger
verschraubte Schneidmesser von der Verschleißleiste leicht trennbar, beispielsweise
zum Schleifen der Schneidmesser. Beim Schleifvorgang bleibt die Einheit von Schneidmesser
und Messerträger erhalten. Die Einstellung der scharf geschliffenen Schneidmesser
erfolgt auf einer speziellen Einstellvorrichtung, wobei wiederum der Steg des Messerträgers
die Bezugskante bildet. Zur Einstellung werden lediglich die Spannschrauben etwas
gelockert und nach der Justierung des Schneidmessers wieder fest angezogen.
[0009] Es ist ferner zweckmäßig, wenn der Fliehkeil über eine lösbar mit ihm verbundene
Verschleißleiste an der Messerbrust anliegt. Diese Verschleißleiste ist unabhängig
von der Länge der jeweils herzustellenden Späne und läßt sich leicht auswechseln.
[0010] Die neue Messerhalterung eignet sich grundsätzlich für Kamm- ' messer oder sogenannte
Doppelkamm-Messer, aber auch für Messer mit durchgehender Schneide. In diesem Fall
kann dann die Verschleißleiste Einschubschlitze aufweisen, in die rechteckige
Ritzerplättchen formschlüssig eingeschoben und durch das Schneidmesser gehalten sind.
Dabei kann jedes Ritzerplättchen einen ihn beidseitig überragenden Stift aufweisen,
der in zum Schneidmesser offene Einschubnuten der Verschleißleiste eingreift.
[0011] Die neue Halterung gestattet also die Umstellung von Kammmessern auf Messer mit durchgehender
Schneide. Das neue System weist eine hohe Einstellgenauigkeit für die Schneidmesser
auf und führt zu niedrigen Nebenkosten beim Messerschleifen. Die hinter dem Messer
angeordnete Verschleißleiste kann gleichzeitig als Ritzerträger dienen.
[0012] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1 im Ausschnitt einen Querschnitt durch eine in eine Messerwelle eingebaute
Messerhalterung;
Figur 2 im Ausschnitt eine Draufsicht gemäß Blickrichtung Ä in Figur 1;
Fiqur 3 eine Draufsicht auf den Rücken eines Schneidmessers, das mit einem Messerträger
verbunden ist;
Figur 4 eine abgewandelte Ausführungsform in einer Darstellung gemäß Figur 1 und
Figur 5 die in Fiqur 4 im Querschnitt dargestellte Kammleiste in Draufsicht.
[0014] Die dargestellte Messerhalterung dient zur Festlegung eines Schneidmessers 1 in einer
Messerwelle. Das Schneidmesser 1 weist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
durchgehende Schneide auf.
[0015] Die Messerhalterung besteht aus einem Messerträger 2, der einen sich über den größten
Teil der Schneidmesserlänge erstreckenden, gegenüber der Schneidmesserhöhe schmal
ausgebildeten Steg 2a aufweist, an dem Haltelaschen 2b sitzen, die sich über eine
Teilhöhe des Schneidmessers erstrecken und Langlöcher 3 aufweisen (siehe Figur 3).
Durch die Langlöcher 3 ragen Spannschrauben 4, mit denen der Messerträger am Rücken
1b des Schneidmessers 1 angenähert in Radialrichtung verschiebbar und feststellbar
gehalten ist.
[0016] In den Messerwellenkörper 5 ist eine Halteleiste 6 eingeschraubt, die einen hakenförmigen
Formschluß 7 aufweist, in den eine Verschleißleiste 8 eingreift, gegen die sich das
Schneidmesser 1 mit seinem Rücken 1b abstützt. Die Verschleißleiste 8 weist eine zum
Schneidmesser 1 offene Formschlußnut 9 auf, in die der Steg 2a des Messerträgers 2
formschlüssig eingeschoben ist. Die Formschlußnut 9 bildet für den Steg 2a eine Anschlagfläche
9a, durch die der überstand der Schneide des Schneidmessers über die Oberfläche der
Messerwelle bestimmt wird. In der Formschlußnut 9 sind Permanentmagnete 10 angeordnet,
gegen die der genannte Steg 2a des Messerträgers 2 lösbar anliegt.
[0017] Die Verschleißleiste 8 weist außerdem Einschubschlitze 11 auf, in die rechteckige
Ritzerplättchen 12 formschlüssig eingeschoben und durch das Schneidmesser 1 gehalten
sind. Jedes Ritzerplättchen 12 weist einen ihn beidseitig überragenden Stift 13 auf,
der in zum Schneidmesser 1 offene Einschubnuten 14 der Verschleißleiste 8 eingreift
(siehe Figur 2).
[0018] Die Messerhalterung umfaßt ferner einen Fliehkeil 15, der über eine lösbar mit ihm
verbundene Verschleißleiste 16 an der Brust 1a des Schneidmessers 1 anliegt und letzteres
mit seinem Rücken 1b gegen die Verschleißleiste 8 drückt. Die Verschleißleiste 16
des Fliehkeils 15 ist in ihrem gegen die Messerschneide gerichteten Bereich keilförmig
ausgebildet.
[0019] Bei der in Figur 4 dargestellten abgewandelten Ausführungsform ist an der Verschleißleiste
8 das äußere Ende einer Blattfeder 17 angeschraubt, deren inneres Ende in eine entsprechende
Ausnehmung 18 der Halteleiste 6 gesteckt ist. Die Blattfeder 17 ist so ausgelegt,
daß sie die Verschleißleiste 8 in den Formschluß 7 zu ziehen versucht. Auch bei dieser
Ausführungsform lassen sich Messer 1, Messerträger 2 und Verschleißleiste 8 als Paket
aus der Messerwelle herausnehmen, wobei die Blattfeder 17 aus der. Ausnehmung 18 der
Halteleiste
[0020] herausgezogen wird. Umgekehrt wird bei der Montage des genannten Paketes das innere
Ende der Blattfeder 17 in die genannte Ausnehmung 18 gesteckt; das genannte Paket
wird dann weiter in angenähert radialer Richtung nach innen gedrückt, bis die Verschleißleiste
8 unter der Wirkung der Blattfeder 17 in. den Formschluß 7 einschnappt.
[0021] Werden für die neue Messerhalterung Kammesser verwendet, bei denen also keine Ritzerplättchen
12 Verwendung finden, ist es vorteilhaft, wenn zwischen den Fliehkeil 15 und seine
Verschleißleiste 16 eine dem Kammesser angepaßte Kammleiste 19 aus hochwertigem Stahl
geschraubt wird. Diese Kammleiste verringert den Verschleiß in den Flanken des Spanablaufes
und läßt sich erforderlichenfalls in einfacher Weise austauschen. Die dem Fliehkeil
zugeordnete Verschleißleiste 16 kann bei allen Systemen beibehalten werden, also auch
bei Verwendung von Messern mit durchgehender Schneide, die dann die Verwendung von
Ritzerplättchen erfordern.
1. Messerhalterung für den Einbau von nachschleifbaren Schneidmessern (1) in die Messerwelle
einer Holzzerspanungsmaschine, bestehend
aus einem Messerträger (2), der einen sich über den größten Teil der Schneidmesserlänge
erstreckenden, gegenüber der Schneidmesserhöhe schmal ausgebildeten Steg (2a) aufweist,
an dem Haltelaschen (2b) sitzen, die sich über eine Teilhöhe des Schneidmessers erstrecken
und Langlöcher (3) aufweisen, durch die Spannschrauben (4) ragen, mit denen der Messerträger
am Rücken (1b) des Schneidmessers angenähert in Radialrichtung verschiebbar und feststellbar
gehalten ist, aus einer fest im Messerwellenkörper (5) angeordneten, den Schneidmesserüberstand
bestimmenden Anschlagfläche (9a), auf der der Messerträger (2) lose aufliegt, aus
einer über einen angenähert in Radialrichtung wirkenden Formschluß (7) im Messerwellenkörper
(5) festgelegten Verschleißleiste (8), gegen die sich das Schneidmesser (1) mit seinem
Rücken (1b) abstützt und aus einem das Schneidmesser (1) gegen die Verschleißleiste
(8) drückenden Fliehkeil (15), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Die Verschleißleiste (8) weist eine zum Schneidmesser (1) offene, die genannte
Anschlagfläche (9a) bildende Form-. schlußnut (9) auf, in die der Steg (2a) des Messerträgers
(2) formschlüssig eingeschoben ist;
b) der Fliehkeil (15) liegt mit einer Keilfläche unmittelbar an der Brust (1a) des
Schneidmessers (1) an.
2. Messerhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Verschleißleiste
(8) im Messerwellenkörper (5) haltende Formschluß (7) vollständig hinter dem Rücken
(1b) des Schneidmessers (1) liegt.
3. Messerhalterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formschlußnut
(9) der Verschleißleiste (8) Permanentmagnete (10) angeordnet sind,gegen die der genannte
Steg (2a) des Messerträgers (2) anliegt.
4. Messerhalterung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliehkeil
(15) über eine lösbar mit ihm verbundene Verschleißleiste (16) an der Messerbrust
(1a) anliegt.
5. Messerhalterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißleiste
(16) des Fliehkeils (15) in ihrem gegen die Messerschneide gerichteten Bereich keilförmig
ausgebildet ist.
6. Messerhalterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschleißleiste (8) Einschubschlitze (11) aufweist, in die rechteckige Ritzerplättchen(12)
formschlüssig eingeschoben und durch das Schneidmesser (1) gehalten sind.
7. Messerhalterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Ritzerplättchen
(12) einen ihn beidseitig überragenden Stift (13) aufweist, der in zum Schneidmesser
(1) offene Einschubnuten (14) der Verschleißleiste (8) eingreift.
8. Messerhalterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Verschleißleiste (8) das äußere Ende einer sie in den Formschluß (7) ziehenden
Blattfeder (17) befestigt ist, deren inneres Ende in eine entsprechende Ausnehmung
(18) des Messerwellenkörpers (5) gesteckt ist.
9. Messerhalterung nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Verschleißleiste (16) und Fliehkeil (15) eine Kammleiste (19) aus hochwertigem
Stahl geschraubt ist.