[0001] Einschlaggerät für mit Köpfen versehene Nägel oder dgl.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß ·Oberbegriff von Anspruch 1.
[0003] Bei der Befestigung von Lochblechen und Balkenschuhen an Balken sollen Nägel oder
dgl. mittels zumeist druckluftbetriebenen Einschlaggeräten durch bereits vorgestanzte
Löcher in den Blechen eingeschlagenwerden. Damit der einzuschlagende Nagel immer sicher
in das bereits vorgestanzte Loch eindringt, ist es aus der DE-PS 25 29 873 bekannt,
den Schlagstößel in der Ruhestellung des Einschlaggerätes mittels einer Verschiebevorrichtung
um einen bestimmten Betrag in Einschlagrichtung zu verschieben, wobei die Spitze des
einzuschlagenden Nagels um einen bestimmten Betrag die Aufsetzfläche des Führungsfußes
überragt. Das Einschlaggerät läßt sich damit mittels dieser überstehenden Nagelspitze
einwandfrei auf das vorgestanzte Loch ausrichten.
[0004] Als nachteilig erweist es sich dabei, daß das eigentliche Einschlaggerät mit einer
zusätzlichen druckluftbetriebenen Verschiebevorrichtung versehen sein muß. Diese erfordert
einen erhöhten Fertigungsaufwand, verteuert damit das Gerät und macht dieses dazuhin
schwerer und störungsanfälliger. Die zusätzliche Verschiebebewegung des Schlagstößels
verzögert außerdem die Schlagfolge.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Einschlaggerät der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem bei möglichst einfacher konstruktiver und funktioneller Ausführung
ein rasches Ausrichten des Einschlaggerätes mittels der Nagelspitze auf das vorgestanzte
Loch möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebene Merkmal gelöst.
[0007] Durch diese erfindungsgemäße Ausführung ist es auf überraschend einfache Weise möglich,
den einzuschlagenden Nagel so festzuhalten, daß sich das Einschlaggerät sicher .auf
das vorgestanzte Loch ausrichten läßt.
[0008] Werden erfindungsgemäß mehrere Nuten mit entsprechenden Anschlagflächen übereinander
angeordnet, dann lassen sich mit demselben Einschlaggerät alle wichtigen Nagellängen
verarbeiten. Das Gerät ist also vielseitig verwendbar und weist auch die für eine
Baustelle entscheidende Robustheit auf.
[0009] Zur Aufnahme von verschiedenen Nagellängen im Magazin sind in diesem übereinanderliegende
Führungsnuten vorgesehen, in die die Nagelköpfe eintreten können. Zum leichten Einführen
der Nagelstreifen ist im Magazin eine nach oben offene Einführöffnung vorgesehen,
in die der Nagelstreifen eingesteckt wird. Das Magazin ist geneigt zum Ausstoßkanal
angeordnet und der Nagelstreifen gleitet so in Richtung Ausstoßkanal, daß die Nagelspitzen
auf einer Gleitrinne aus Stahlblech aufliegen und die Nagelköpfe in die entsprechende
Führungsnuten eintreten.
[0010] Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben.
[0011] Es zeigen:
Fig. l Einschlaggerät von der Seite, teilweise geschnitten.
Fig. 2 Schnitt nach Linie II - II in Fig. 1
Fig. 3 Führungsfuß, teilweise, von vorne
[0012] Das in Fig. 1 gezeigte Einschlaggerät dient zum Einschlagen . von Nägeln 1 oder
dg
l., die durch Kunststoffgurte 2 zu einem Nagelstreifen 3 miteinander verbunden sind.
Anstelle von Nägeln können natürlich auch Schraubnägel, Schrauben, Stifte oder andere
Befestigungsmittel mit dem erfindungsgemäßen Einschlaggerät verarbeitet werden. Das
Einschlaggerät wird in bekannter Weise mit Druckluft betrieben und weist ein Gehäuse
4 und ein Magazin 5 zur Aufnahme des Nagelstreifens 3 auf.
[0013] Am Gehäuse 4 ist ein Führungsfuß 6 befestigt, in dessen Ausstoßkanal 7 der druckluftbetriebene
Schlagstößel 8 auf den einzuschlagenden Nagel 1 einwirkt und diesen durch ein vorgestanztes
Loch 9 im Blech 10 in den Balken 11 eintreibt.
[0014] Im Magazin 5 wird der Nagelstreifen 3 durch einen Magazinschieber 12, an dem eine
Feder 13 angreift, in Richtung Ausstoßkanal 7 gedrückt. Der Kopf 14 des ersten einzuschlagenden
Nagels 1 schiebt sich dabei in Richtung von Wand 15 von Ausstoßkanal 7, die dem Führungsschacht
16 von Magazin 5 gegenüberliegt. In der Wand 15 befinden sich übereinanderliegende
Nuten 17, die nach oben durch Anschlagflächen 18 begrenzt sind, die sich senkrecht
zum Ausstoßkanal 7 erstrecken. Nach unten gehen die Nuten 17 mit schrägen Flächen
19 in den Ausstoßkanal 7 über.
[0015] Im Magazin 5 sind Führungsnuten 20 vorgesehen (siehe auch
Fig. 2), in denen die Köpfe 14 der Nägel 1 geführt werden. Diese Führungsnuten 20 fluchten
mit den Nuten 17 im Ausstoßkanal 7. Das Magazin 5 ist nach oben abgedeckt, weist jedoch
hinter dem Gehäuse 4 eine Einführöffnung 21 auf, durch die der Nagelstreifen 3 eingeführt
werden kann. Die Spitzen der Nägel 1 gelangen dabei auf eine Gleitrinne 22 aus Stahlblech,
die im Magazin 5 federnd befestigt ist. Da das Magazin 5 schräg zum Führungsfuß 6
angeordnet ist, gleitet der Nagelstreifen 3 in Richtung Ausstoßkanal 7, wobei die
Köpfe 14 der Nägel 1 in die jeweiligen Führungsnuten 20 gelangen.
[0016] Im Ausstoßkanal 7 legt sich dann der Kopf 14 des ersten Nagels 1 so in die der Führungsnut
20 gegenüberliegende
Nut 17, daß er sich umterhalb einer Anschlagfläche 18 befindet. Das Magazin 5 ist so
am Führungsfuß 6 angeordnet, daß die Spitze des ersten Nagels 1 die Aufsetzfläche
23 des Führungsfußes 6 umn 2,5 bis 3 mm überragt.
[0017] Zum Ausrichten des Eimschlaggerätes auf ein Loch 9 von Blech 10 wird die Spittze
von Nagel 1 in das Loch eingeführt. Ein Zurückweichen von Nagel 1 ist nicht möglich,
da er einerseits durch die Anschlagfläche 18 und andererseits durch den Kopf des nachfolgenden
Nagels festgehalten wird, da Nägel 1 in bekannter Weise stufenförmig miteinander verbunden.
sind. Nach dem Einschlagen des ersten Nagels 1 verschiebt Magazinschieber 12 den ganzen
Nagelstreifen 3 so im Richtung Wand 15, daß der Kopf des nächsten Nagels wieder in
die Nut 17 gelangt.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 1 und 3 ist der
Führungsfuß 6 an seinem der Aufsetzfläche 23 zugfewandten Ende durch eine nach oben
verlaufende Abschrägmng 24 durchbrochen. Es ergibt sich damit eine Sichtöffnzung 25,
durch die der Bedienungsmann die Spitze von Nagel 1 einwandfrei erkennen kann und
somit in der Lage ist, die:se Nagelspitze ohne Schwierigkeit in das gewünschte Loch
9 einzuführen.
1) Einschlaggerät für mit Köpfen versehene Nägel oder dgl. mit einem an einem Gehäuse
befestigten Führungsfuß mit einem Ausstoßkanal, in dem ein Einschlagstößel bewegbar
geführt ist und einem am Führungsfuß angeordneten Magazin, dessen Führungsschacht
in den Ausstoßkanal mündet, dadurch gekennzeichnet , daß an der dem Führungsschacht
(16) gegenüberliegenden Wand (15) des Ausstoßkanals (7) mindestens eine gegen dessen
Mündung gerichtete Anschlagfläche (18) für den Kopf (14) des einzuschlagenden Nagels
(1) vorgesehen ist.
2) Einschlaggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Anschlagfläche
(18) eine Nut (17) in der Wand (15) des Ausstoßkanals (7) begrenzt.
3) Einschlaggerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Anschlagfläche
(18) im wesentlichen senkrecht zum Ausstoßkanal (7) verläuft und gegen dessen Mündung
mit einer schrägen Fläche (19) in den Ausstoßkanal (7) übergeht.
4) Einschlaggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß im
Führungsschacht (16) des Magazins (5) Führungsnuten (20) zur Führung der Nagelköpfe
(14) vorgesehen sind, die mit den Anschlagflächen (18) im Ausstoßkanal (7) fluchten.
5) Einschlaggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß in
dem nach oben geschlossenen Magazin (5) eine Einführöffnung (21) für die Nagelstreifen
(3) vorgesehen ist.
6) Einschlaggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß am
Boden des Führungsschachtes (16) eine Gleitrinne (22) aus Stahlblech für die Nagelspitzen
angeordnet ist.
7) Einschlaggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß im
Führungsfuß (6) in der Nähe der Aufsetzfläche (23) eine Sichtöffnung (25) zum Ausstoßkanal
(7) vorgesehen ist.
8) Einschlaggerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß der Führungsfuß (6)
eine von der Aufsetzfläche (23) nach oben verlaufende Abschrägung (24) aufweist.