[0001] Die Erfindung betrifft eine Holzbearbeitungsvorrichtung, insbesondere Doppelzapfenschneider
zur Herstellung von Fensterrahmenhölzern und dergleichen, mit einem antreibbaren Transportglied,
insbesondere mit einer Kette, mehreren auf dem Transportglied befestigten Werkstückhalterungen
zur Aufnahme von zu bearbeitenden Holzwerkstücken und wenigstens einem Werkzeug zur
Bearbeitung der mittels des Transportgliedes relativ zu ihm bewegten Werkstücke, wobei
jeder Werkstückhalterung ein Konterholzhalter zugeordnet ist, an welchem ein an der
Werkzeug-Austrittsseite des betreffenden Werkstücks anliegendes Konterholz vorzugsweise
auswechselbar befestigt ist.
[0002] Vorrichtungen der angegebenen Art sind beispielsweise bekannt aus dem Prospekt "Doppel-Mehrzweckmaschinen"
der Firma Alfred Harbs GmbH Maschinenfabrik. Die Holzwerkstücke werden nacheinander
an Werkzeugen vorbeigeführt und dabei an beiden Enden stirnseitig mit Profilen versehen,
beispielsweise_Zapfen oder Schlitzen. Die Konterhölzer sollen ein Ausreißen der Holzwerkstücke
beim Austritt des Werkzeuges verhindern. Für ein und dasselbe Profil kann man die
Konterhölzer mehrfach verwenden. Wenn jedoch ein anderes Profil hergestellt werden
soll, müssen neue Konterhölzer montiert werden. Das ist sehr zeitaufwendig. Beispielsweise
muß man bei der bekannten Vorrichtung jeweils Klemmbacken losschrauben, die das betreffende
Konterholz halten.
[0003] Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Holzbearbeitungsvorrichtung
zu schaffen, bei der der Zeitaufwand für das Wechseln der Konterhölzer verringert
ist.
[0004] Nach der Erfindung wird die Aufgabe gelöst mit einer Vorrichtung der angegebenen
Art, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Konterholzhalter leicht auswechselbar
an dem Transportglied befestigt ist.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bilden die Konterholzhalter zusammen mit den
an ihnen befestigten Konterhölzern leicht auswechselbare Einheiten, bei denen die
Konterholzhalter mit einheitlichen Befestigungsmitteln ausgebildet sein können. Dadurch
wird der Zeitaufwand für das Wechseln der Konterhölzer entscheidend verringert.
[0006] Vorzugsweise wird der Konterholzhalter einfach auf ein Tragstück aufgesteckt, und
es sind am Tragstück und am Konterholzhalter miteinander in Eingriff tretende Rastmittel
vorgesehen, die eine vorgegebene Stellung des Konterholzhalters sichern. Derartige
Rastverbindungen ermöglichen ein Auswechseln des Konterholzhalters mit dem darin befindlichen
Konterholz in wenigen Sekunden. Vorzugsweise sind dabei die Rastmittel von der Werkzeug-Austrittsseite
des Werkstücks verriegelnd beaufschlagbar. Dadurch wird erreicht, daß die beim Bearbeiten
des Werkstücks auftretenden Kräfte den paßrichtigen.Sitz des Konterholzhalters zusätzlich
sichern.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung ein Magazin für mehrere mit Konterhölzern
versehene Konterholzhalter und eine zwischen dem Transportglied und dem Magazin angeordnete
Transfereinrichtung zur wahlweisen Übergabe von Konterholzhaltern vom Transportglied
zum Magazin und umgekehrt aufweist. Dadurch kann der Wechsel der,Konterhölzer in programmierter
Weise automatisch und ferngesteuert in kürzester Zeit erfolgen.
[0008] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, bei der der Konterholzhalter
über eine Bearbeitungsstrecke zwischen einer Werkstück-Anfangsposition und einer Werkstück-Endposition
an dem Transportglied befestigt bleibt, ist der Bedarf an Konterholzhaltern dadurch
verringert, daß der Konterholzhalter an einer gleichzeitig mit dem Transportglied
weiterbewegbaren Halteeinrichtung befestigt ist und zwischen der an dem Transportglied
befestigten Arbeitsstellung und einer davon entfernten Stellung derart maschinell
steuerbar bewegbar ist, daß bei angetriebenem Transportglied der Konterholzhalter
selbsttätig an ein mit einem Konterholzhalter zu versehendes Werkstück vor dessen
Einlaufen in die Werkstück-Anfangsposition heranbewegt und in der Arbeitsstellung
festgelegt wird und nach dem Passieren der Bearbeitungsstrecke von dem betreffenden
Werkstück gelöst und in die von dem Transportglied entfernte Stellung bewegt wird.
[0009] Bei dieser Ausführungsform wird der Konterholzhalter mit dem darin befindlichen Konterholz
von einer Halteeinrichtung geführt und von dieser nach beendeter Bearbeitung des Werkstückes
vom Werkstück abgehoben, so daß der Konterholzhalter dann an ein neues Werkstück angelegt
und somit erneut verwendet werden kann. Angesichts der hohen Bearbeitungsgenauigkeit
moderner Holzbearbeitungsmaschinen ist es bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
maschinellen Führung des Konterholzhalters ohne weiteres möglich, das Konterholz so
exakt anzulegen, daß es für eine beträchtliche Anzahl von gleichartigen Bearbeitungsvorgängen
wieder_verwendet werden kann. Dementsprechend ist in Ausgestaltung der Erfindung vorzugsweise
vorgesehen, daß der Konterholzhalter in der von dem Transportglied entfernten Stellung
steuerbar maschinell in eine zum Heranbewegen an das Transportglied geeignete Ausgangslage
zurückbewegbar ist. Auf diese Weise kann unter genauer Führung durch die Halteeinrichtung
der betreffende Konterholzhalter mehrfach wieder verwendet werden. Die Vorrichtung
ist leicht automatisierbar; es bedarf dann keiner Handarbeit mehr, um das Anlegen
und Entfernen der Konterhölzer richtig zu bewerkstelligen.
[0010] Zu einer besonders einfachen-und universell verwendbaren Ausgestaltung kommt man,
wenn die Halteeinrichtung an einem Schlitten gelagert ist, der in einer Schlittenführung
bewegbar ist, entsprechend der Bewegung des Transportgliedes durch die Bearbeitungsstrecke.
Es können dann die Bewegungen des Schlittens und der Halteeinrichtung beliebig gestaltet
und miteinander kombiniert werden. Die Geometrie der Anordnung ist sehr einfach, wenn
die Schlittenführung sich parallel zu der Bearbeitungsstrecke erstreckt. Es ist dann
die Koppelung zwischen der Bewegung des Transportgliedes, d.h. der Weiterbewegung
des Werkstückes, und der dazu parallel verlaufenden Bewegung des Schlittens besonders
einfach möglich. Eine weitere Verbesserung ist dadurch möglich, daß der Schlitten
eine steuerbare Werkstück-Anpreßeinrichtung aufweist, die das von dem Transportglied
weiterbewegte Werkstück und/oder den daran angelegten Konterholzhalter während der
Bearbeitung des Werkstückes zusätzlich festhält. Da auf dem Schlitten ohnehin eine
Antriebseinrichtung für eine Bewegung zum Werkstück hin und vom Werkstück weg erforderlich
ist, macht es keine Schwierigkeiten, einen gleichartigen Antrieb auch für eine Anpreßeinrichtung
vorzusehen.
[0011] Damit im Bedarfsfall das Konterholz rasch gegen ein neues oder ein Konterholz mit
anderem vorgeschnittenen Profil ausgetauscht werden kann, hat die Vorrichtung vorzugsweise
ein Magazin für mehrere mit Konterhölzern versehene Konterholzhalter und eine zwischen
der Halteeinrichtung und dem Magazin wirksame Transfereinrichtung zur gesteuertmaschinellen
Ubergabe von Konterholzhaltern von der Halteeinrichtung zu dem Magazin und umgekehrt.
Dabei kann leicht auch die Anordnung so getroffen werden, daß als Transfereinrichtung
die Halteeinrichtung verwendet wird. Dadurch ergibt sich eine erhebliche bauliche
Vereinfachung.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
den Zeichnungen näher beschrieben.
[0013]
Fig. 1 erläutert in einer schematischen Teil-Seitenansicht die wesentlichen Bestandteile
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 2 zeigt in schematischer Seitenansicht einen für die Vorrichtung gemäß Fig. 1
geeigneten Konterholzhalter.
Fig. 3 erläutert in schematischer Seitenansicht eine Vorrichtung mit Magazin und Transfereinrichtung.
Fig. 4 ist eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 3.
Fig. 5 zeigt in einer schematischen Vertikal-Schnittansicht Einzelheiten der Verbindung
zwischen Konterholzhalter und Transportglied.
Fig. 6 ist eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 5.
Fig. 7 bis 9 zeigen eine schematische Teil-Seitenansicht einer anderen Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in verschiedenen Phasen ihres Betriebes.
Fig. 10 zeigt eine den Fig. 7 bis 9 entsprechende schematische Teil-Seitenansicht
einer anderen Ausführungsform mit einem zusätzlich vorgesehenen Konterholz-Magazin.
[0014] Fig. 1 zeigt von einem Doppelzapfenschneider eine Bearbeitungsbahn 3, auf der mittels
eines Transportgliedes 5 in Form einer Kette mehrere Holzwerkstücke 7 relativ zu einem
Werkzeug 9 in Richtung des Pfeils 11 weiterbewegbar und dadurch von dem Werkzeug 9
bearbeitbar sind. Von der Reihe der Werkstücke ist in Fig. 1 nur ein einziges Werkstück
7 dargestellt. Die Werkstücke 7 werden von Werkstückhalterungen 21 gehalten, die auf
dem Transportglied 5 befestigt sind. Auf derjenigen Seite 13 des Werkstücks 7, aus
der am Ende des Bearbeitungsvorganges das Werkzeug 9 austritt, liegt ein Konterholz
15 an, das seinerseits von einem der betreffenden Werkstückhalterung zugeordneten
Konterholzhalter 17 gehalten wird. An dem Konterholzhalter 17 ist das betreffende
Konterholz 15 durch in Fig. 1 nicht dargestellte Mittel, beispielsweise Schrauben,
befestigt.
[0015] Bei der dargestellten Vorrichtung sind die Konterholzhalter 17 leicht auswechselbar
an dem Transportglied 5 befestigt. Zu diesem Zweck ist für jeden Konterholzhalter
ein Tragstück 19 vorgesehen, das seinerseits an dem Transportglied 5 befestigt ist.
Es ist dann leicht möglich, das Tragstück 19 und den Konterholzhalter 17 so auszubilden,
daß der Konterholzhaltcr sicher gehalten und gelagert ist und doch leicht ausgewechselt
werden kann. Das Tragstück 19 ist bei der dargestellten Ausführumgsform an der Werkstückhalterung
21 angeordnet. Das ist baulich einfach und stellt die richtige räumliche Zuordnung
von Werkstück und Konterholzhalter sicher. Die Werkstückhalterung 21 ist ihrerseits
an einem Kettenglied 23 des Transportgliedes 5 befestigt.
[0016] Bei der dargestellten Ausführungsform haben der Konterholzhalter 17 und sein Tragstück
19 miteinander in Eingriff tretende Rastmittel, die eine vorgegebene Stellung des
Konterholzhalters 17 sichern. Von diesen Rastmitteln ist in Fig. 1 nur das in Form
einer Rastnut 25 ausgeführte Rastmittel des Tragstücks 19 dargestellt. In dem Konterholzhalter
17 sind damit in Eingriff tretende federnde Rastmittel angeordnet. Diese Bauweise
macht es möglich, den Konterholzhalter 17 ohne weitere Arbeitsgänge einfach auf sein
Tragstück 19 aufzustecken und von ihm wieder abzuziehen. Damit sich die Rastverbindung
unter dem Einfluß der hohen Bearbeitungskräfte nicht lösen kann, ist es zweckmäßig,
die Rastmittel so anzuordnen, daß sie von der Werkzeug-Austrittsseite des Werkstücks
7 verriegelnd beaufschlagt werden. .Das ist bei der Ausführung nach Fig. 1 dadurch
erreicht, daß die Rastnut 25 auf der dem Werkstück 7 zugewandten Seite des Tragstücks
19 vorgesehen ist. Diese Maßnahme ist sehr einfach und führt dennoch zu einer sehr
sicheren und hoch belastbaren Halterung der Konterholzhalter auf dem Transportglied
5 und am zugehörigen Werkstück 7. Die bauliche Ausführung nach Fig. 1 ist auch deshalb
besonders einfach, weil das Tragstück 19 als senkrecht zur Transportrichtung 11 vorstehender
Bolzen ausgebildet ist. Das Abnehmen und Aufstecken der Konterholzhalter ist dadurch
bequem möglich.
[0017] Figuren 3 und 4 erläutern eine Ausführungsform, bei der mehrere mit Konterhölzern
15 versehene Konterholzhalter 17 in einem Magazin 27 bevorratet sind. Zwischen dem
Magazin 27 und einer von dem Transportglied 5 der Vorrichtung passierten Übergabestelle
29 ist eine Konterholzhalter-Transfereinrichtung 31 angeordnet, mit der wahlweise
Konterholzhalter vom Transportglied 5 (aus der Übergabeposition 29) zum Magazin 27
und umgekehrt übergeben werden können. Da die Transfereinrichtung 31 ohne weiteres
fernsteuerbar und programmierbar ausgeführt werden kann, kann man in sehr einfacher
Weise zu einem vollautomatischen programmierten Wechsel der Konterhölzer in Übereinstimmung
mit einem vorgegebenen Bearbeitungsprogramm kommen.
[0018] Bei der dargestellten Vorrichtung ist das Magazin 27 als Drehmagazin ausgelegt. Es
enthält einen sternartigen Träger 33, der um eine horizontale Magazinachse 35 drehend
weiterschaltbar ist. Auf dem Träger 33 sind Vorratsplätze für die bevorrateten einzelnen
Konterholzhalter 17 vorgesehen. Die Befestigung der Konterholzhalter erfolgt dort
in der gleichen Weise wie auf dem Transportglied 5 der Vorrichtung, also bei dem hier
gezeigten Ausführungsbeispiel ebenfalls auf bolzenartigen Tragstücken 37 ähnlich den
schon beschriebenen Tragstücken 19 am Transportglied 5. Da bei der dargestellten Ausführungsform
das Magazin beweglich ist, kommt man mit einer sehr einfachen Transfereinrichtung
31 aus, die im wesentlichen nur eine Linearbewegung zwischen der Übergabeposition
29 und einer am Magazin 27 definierton übergabeposition 39 auszuführen braucht. In
dieser
[0019] Übergabeposition ist die darin befindliche Konterholzhalterung von der Transfereinrichtung
31 erfaßbar. Diese Kombination von bewegbarem Magazin und einfacher Konterholzhalter-Transferein-
richtung 31 ist baulich besonders einfach und betriebssicher.
[0020] Bei der dargestellten Ausführungsform ergibt sich ein weiterer Vorteil dadurch, daß
die Transfereinrichtung 31 eine Greifeinrichtung 41 mit zwei nahe benachbarten Greifeinheiten
43 und 45 aufweist. Wie aus Figuren 3 und 4 ohne weiteres ersichtlich ist, kann dadurch
mit der zweiten Greifeinheit 45 eine neu in die Übergabeposition 29 zu bringende Konterholzhalterung
17 nahe an dieser Übergabeposition 29 zu raschem Austausch bereitgehalten werden,
während mit der ersten Greifeinheit 43 eine auszutauschende Konterholzhalterung aus
der Übergabeposition 29 übernommen wird. Die Greifeinrichtung 41 ist in einer Führung
47 linear zwischen den Übergabepositionen 29 und 39 hin- und herbewegbar. Diese sehr
einfache Kinematik ermöglicht eine entsprechend einfache und robuste Bauweise. Bei
der dargestellten Ausführungsform ist die Greifeinrichtung 41 um eine zu ihrer Bewegungsrichtung
senkrechte Drehachse 49 drehbar, und die beiden Greifeinheiten 43 und 45 sind an diametral
zu der Drehachse 49 liegenden Stellen angeordnet. Das bietet den Vorteil, daß durch
Drehen der Greifeinrichtung um die Drehachse 49 der von der zweiten Greifeinheit 45
schon nahe an der bearbeitungsseitigen Übergabeposition 29 bereitgehaltene Konterholzhalter
rasch und ohne eine weitere Linearbewegung der Transfereinrichtung 31 gegen einen
von der ersten
[0021] Greifeinheit 43 bereits übernommenen, auszutauschenden Konterholzhalter ausgetauscht
werden kann. Dadurch kann der Wechsel der Konterhölzer besonders rasch vor sich gehen.
[0022] Figuren 5 und 6 erläutern weitere Einzelheiten der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten
Ausführungsform. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die dort bereits gegebene
Beschreibung verwiesen. In Figuren 5 und 6 ist die angenommene Bewegungsrichtung 11
entgegengesetzt zu derjenigen nach Figuren 1 bis 4. In den Figuren 5 und 6 ist dargestellt,
daß das Konterholz 15 mittels Schrauben 49, 51 auf einem Querstück 53 des Konterholzhalters
17 befestigt ist. An dem Querstück 53 ist eine geschlitzte Buchse 55 befestigt, in
welcher eine im Querschnitt quadratische Durchgangsöffnung 57 sowie Querbohrungen
59 und 61 ausgebildet sind. Die Durchgangsöffnung 57 paßt zu dem im Querschnitt ebenfalls
quadratischen bolzenartigen Tragstück 19, das mit der Werkstückhalterung 21 verschraubt
ist. Auf der dem Werkstück 7 zugewandten Seite hat das Tragstück 19 die schon beschriebene
Rastnut 25. Im gegenüberliegenden Bereich der Querbohrung 59 ist ein nach innen vorstehender
Knopf 63 vorgesehen, dessen Oberfläche dem Profil der Rastnut 25 entspricht. In der
entgegengesetzten Querbohrung 61 ist ein Druckbolzen 65 verschiebbar gelagert, der
von einer Feder 67 nach innen vorgespannt ist. In der Richtung zwischen den beiden
Querbohrungen 59, 61 ist zwischen dem Tragstück 19 und dem Konterholzhalter 17 ausreichend
Spiel 69 vorgesehen, um das Aufstecken des Konterholzhalters 17 auf das Tragstück
19 und die dabei vor sich gehende Rastbewegung zu ermöglichen. Das freie Ende des
bolzenartigen Tragstücks 19 ist etwas angespitzt, um das Aufstecken des Konterholzhalters
17 zu erleichtern. Fig. 7 bis 9 zeigen schematisch einen Teil einer Holzbearbeitungsmaschine
in Form eines Doppelzapfenschneiders mit einer Bearbeitungsbahn 103, auf der mittels
eines Transportgliedes 105 in Form einer Kette mehrere Holzwerkstücke 107 relativ
zu einem Werkzeug 109 in Richtung des Pfeils 111 weiterbewegbar und dadurch von dem
Werkzeug bearbeitbar sind. Von der Reihe der Werkstücke ist in Fig. 7 nur ein einziges
Werkstück dargestellt. Das Werkstück 107 wird von einer Werkstückhalterung 113 gehalten,
die auf dem Transportglied 105 befestigt ist. Auf derjenigen Seite 115 des Werkstückes
107, aus der am Ende des Bearbeitungsvorganges das Werkzeug 109 austritt, ist ein
Konterholz 117 anzufügen, das seinerseits von einem ihm zugeordneten Konterholzhalter
119 gehalten wird. An dem Konterholzhalter 119 ist das betreffende Konterholz 117
durch in Fig. t nicht dargestellte Mittel, beispielsweise Schrauben, gehalten. Der
Konterholzhalter 119 kann leicht auswechselbar an dem Transportglied 105 befestigt
werden. Zu diesem Zweck ist an dem Transportglied 105 ein Tragstück 121 vorgesehen.
Es ist dann leicht möglich, das Tragstück 121 und den Konterholzhalter 119 so auszubilden,
daß der Konterholzhalter 119 sicher an dem Transportglied 105 gehalten und gelagert
wird und doch leicht ausgewechselt werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform
ist das Tragstück 121 an der Werkstückhalterung 113 angeordnet. Das ist baulich einfach
und stellt die richtige räumliche Zuordnung von Werkstück 107 und Konterholzhalter
119 sicher. Die Werkstückhalterung 113 ist ihrerseits an einem Kettenglied der das
Transportglied 105 darstellenden Kette befestigt.
[0023] Bei der dargestellten Ausführungsform haben der Konterholzhalter 119 und das Tragstück
121 miteinander in Eingriff bringbare Profile 123 bzw. 125, die eine vorgegebene Lage
des Konterholzhalters 117 an dem Tragglied 105 relativ zu der betreffenden Werkstückhalterung
113 sicherstellen. Der Konterholzhalter 119 bleibt über eine Bearbeitungsstrecke 127
zwischen einer in Fig. 8 dargestellten Werkstück-Ausgangsposition, in der die Bearbeitung
begonnen werden kann, und einer Werkstück-Endposition, in der die Bearbeitung beendet
ist, in einer Arbeitsstellung (Fig. 8) an dem Transportglied 105 befestigt. Der Konterholzhalter
119 ist an einer mit dem Transportglied 105 weiterbewegten Halteeinrichtung 129 befestigt
und mittels dieser zwischen der an dem Transportglied 105 liegenden Arbeitsstellung
und einer davon entfernten Stellung (Fig. 7 und 9) derart steuerbar maschinell bewegbar,
daß bei angetriebenem Transportglied 105, d.h. Weiterbewegung der Werkstückhalterung
113, der Konterholzhalter 119 selbsttätig an die mit dem Konterholzhalter zu versehende,
an dem Transportglied 105 befestigte Werkstückhalterung 113, genauer an das daran
befindliche Tragstück 121, herangebracht und in der Arbeitsstellung (Fig. 8) festgelegt
wird. Nach dem Durchlaufen der Bearbeitungsstrecke 127 wird der Konterholzhalter 119
mittels der Halteeinrichtung 129 in die von dem Transportglied 105 entfernte Stellung
(Fig.9 ) bewegt. In dieser Stellung kann der Konterholzhalter 119 bequem und in beliebiger
Weise steuerbar maschinell in die zum Heranbewegen an das Transportglied105geeignete
Ausgangslage (Fig.7 ) zurückbewegt werden.
[0024] Bei der dargestellten Ausführungsform ist die beschriebene Bewegbarkeit des Konterholzhalters119
in sehr einfacher und betriebssicherer Weise dadurch erzielt, daß die Halteeinrichtung129
an einem Schlitten431 gelagert ist, der in einer Schlittenführung133 bewegbar ist,
und zwar entsprechend der Bewegung der Werkstückhalterung 113 durch die Bearbeitungsstrecke
127. Zum Antrieb des Schlittens dient ein nicht dargestellter steuerbarer maschineller
Antrieb, der zum Beispiel pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch ausgeführt sein
kann. Bei der dargestellten Ausführungsform erstreckt sich die Schlittenführung 133
im wesentlichen parallel zu der Bearbeitungsstrecke 127. Das ist besonders einfach
und übersichtlich.
[0025] Bei der dargestellten Ausführungsform weist der Schlitten 131 zusätzlich eine steuerbare
Werkstück-Anpreßeinrichtung 135 auf, die das von dem Transportglied105weiterbewegte
Werkstück und/oder den daran angelegten Konterholzhalter 119 während der Bearbeitung
des Werkstücks zusätzlich festhält. Dadurch können Schwingungen des Werkstückes zusätzlich
unterdrückt und kann die Bearbeitungsgenauigkeit erhöht werden. Bei der dargestellten
Ausführungsform hat die Anpreßeinrichtung 135 einen Preßstempel 137, der in einem
pneumatischen Zylinder 139 geführt und antreibbar ist.
[0026] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform mit einem Magazin 141 für mehrere mit Konterhölzern
versehene Konterholzhalter 117 , 117A, 117B und einer zwischen dem Magazin 141 und
der Halteeinrichtung129 wirksamen Transfereinrichtung zur gesteuerten maschinellen
Übergabe von Konterholzhaltern von der Halteeinrichtung129 zu dem Magazin 141 und
umgekehrt. Bei der dargestellten Ausführungsform dient die Halteeinrichtung 129 auch
als Transfereinrichtung. Zu diesem Zweck ist der Schlitten 131 über den Anfang der
Bearbeitungsstrecke 127 hinaus bis in die dargestellte Transferposition zurückbewegbar,
in welcher die Halteeinrichtung129 auf einen Magazinplatz 143 ausgerichtet ist. Das
dargestellte Magazin 141 ist als Revolver ausgeführt und um eine Revolverachse 145
drehantreibbar. Man erkennt, daß bei der beschriebenen Ausführung die Halteeinrichtung
129 den gerade daran befindlichen Konterholzhalter 119 mit dem darin befindlichen
Konterholz in den freien Magazinplatz 143 einfahren kann. Danach kann die Halteeinrichtung
129 von dem Konterholzhalter 119 gelöst und weggefahren werden, das Magazin kann gedreht,
und ein durch das Drehen in Ausrichtung auf die Halteeinrichtung 129 gekommene andererKonterholzhalter,
z.B.119A oder 119B , kann von der herangefahrenen Halteeinrichtung erfaßt und aus
dem Magazin entfernt werden. Danach wird der Schlitten 131 in die normale Anfangsposition
(Fig.7 ) gefahren. Durch die beschriebene Verwendung eines Magazins wird die Vorrichtung
vielseitig verwendbar und kann rasch auf verschiedene Konterhölzer umgestellt werden.
[0027] Man erkennt, daß bei der beschriebenen Vorrichtung nur so viel Konterholzhalter erforderlich
sind wie verschiedene Konterhölzer (z. B. für verschiedene am Werkstück zu schneidende
Profile oder aus verschiedenen Holzwerkstoffen) benötigt werden. Dadurch ergibt sich
eine beträchtliche Einsparung an den verhältnismäßig teuren Konterholzhaltern. Außerdem
wird durch die maschinelle Führung der Konterholzhalter mittels der Halteeinrichtung
eine höhere Anlegegenauigkeit am Werkstück erzielt; das macht es möglich, ein und
dasselbe Konterholz für zahlreiche nacheinander erfolgende gleichartige Arbeitsgänge
wieder zu verwenden.
[0028] Es versteht sich, daß alle beschriebenen Arbeitsschritte, insbesondere auch das Befestigen
und Lösen der Konterholzhalter an dem Transportglied 105 und in dem Magazin141 mit
Hilfe von nicht dargestellten steuerbaren Verriegelungs- und Befestigungsmitteln automatisch
ausgeführt und in der richtigen Aufeinanderfolge zum Ablauf gebracht werden können.
Die dafür erforderlichen Einrichtungen können vom Fachmann nach Bedarf entworfen werden.
[0029] Die Arbeitsweise der Vorrichtungen ist aufgrund der vorstehenden Beschreibung ihres
Aufbaues ohne weiteres klar.
1. Holzbearbeitungsvorrichtung, insbesondere Doppelzapfenschneider zur Herstellung
von Fensterrahmen oder dergleichen, mit einem antreibbaren Transportglied, insbesondere
mit einer Kette, mehreren auf dem Transportglied befestigten Werkstückhalterungen
zur Aufnahme von zu bearbeitenden Holzwerkstücken, und wenigstens einem Werkzeug zur
Bearbeitung der mittels des Transportgliedes relativ zu dem Werkzeug bewegten Werkstücke,
wobei jeder Werkstückhalterung ein Konterholzhalter zugeordnet ist, an welchem ein
an der Werkzeug-Austrittsseite des betreffenden Werkstücks anliegendes Konterholz
vorzugsweise auswechselbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Konterholzhalter
(17) leicht auswechselbar an dem Transportglied (5) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Konterholzhalter (17)
leicht auswechselbar an einem Tragstück (19) befestigt ist, das seinerseits an dem
Transportglied (5) befestigt ist.
3..Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (19) an
der Werkstückhalterung (21) angeordnet ist.
4..Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (19)und
der Konterholzhalter (17) miteinander in Eingriff tretende Rastmittel (25, 63) aufweisen,
die eine vorgegebene Stellung des Konterholzhalters (17) sichern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel von der
Werkzeug-Austrittsseite (13) des Werkstücks (7) verriegelnd beaufschlagbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück
(19) einen senkrecht zur Transportrichtung (11) vorstehenden Bolzen aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein Magazin (27) für mehrere mit Konterhölzern (15) versehene Konterholzhalter
(17) und eine zwischen dem Transportglied (5) und dem Magazin (27) angeordnete Transfereinrichtung
(31) zur wahlweisen Übergabe von Konterholzhaltern vom Transportglied zum Magazin
und umgekehrt aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Transfereinrichtung
(31) eine Greifeinrichtung (41) mit zwei nahe benachbarten Greifeinheiten (43, 45)
aufweist, und daß mit der zweiten Greifeinheit (45) ein neu in eine von dem Transportglied
(5) passierte Übergabeposition (29) zu bringender Konterholzhalter nahe an der übergabeposition
(29) zu raschem Austausch bereitgehalten werden kann, während mit der ersten Greifeinheit
(43) ein auszutauschender Konterholzhalter aus der übergabeposition (29) entnommen
werden kann.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transfereinrichtung
(31) eine zwischen dem Magazin (27) und der Übergabeposition (29) linear bewegbare
Greifeinrichtung (41) aufweist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtung
(41) um eine zu ihrer Bewegungsrichtung (Führung 47) senkrechte Drehachse (49) drehbar
ist, und daß die beiden Greifeinheiten (43, 45) an diametral zu der Drehachse (49)
liegenden Stellen angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Magazin (27) einen bewegbaren Träger (33) aufweist, auf welchem Vorratsplätze für
die einzelnen Konterholzhalter (17) vorgesehen und durch Bewegen des Trägers (33)
wahlweise in eine Magazin-Übergabeposition (39) bringbar sind, in der der betreffende
Konterholzhalter von der Transfereinrichtung (31) erfaßbar ist.
12. Holzbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Konterholzhalter über
eine Bearbeitungsstrecke zwischen einer Werkstück-Anfangsposition und einer Werkstück-Endposition
an dem Transportglied befestigt bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Konterholzhalter
(119) an einer gleichzeitig mit dem Transportglied (105) weiterbewegbaren Halteeeinrichtung
(129) befestigt ist und zwischen der an dem Transportglied (105) befestigten Arbeitsstellung
und einer davon entfernten Stellung derart maschinell steuerbar bewegbar ist, daß
bei angetriebenem Transportglied der Konterholzhalter (119) selbsttätig an ein mit
einem Konterholzhalter zu versehendes Werkstück (107) vor dessen Einlaufen in die
Werkstück-Anfangsposition heranbewegt und in der Arbeitsstellung festgelegt wird und
nach dem Passieren der Bearbeitungsstrecke von dem betreffenden Werkstück gelöst und
in die von dem Transportglied (105) entfernte Stellung bewegt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Konterholzhalter
(119) in der von dem Transportglied (105) entfernten Stellung steuerbar maschinell
in eine zum Heranbewegen an das Transportglied (105) geeignete Ausgangslage zurückbewegbar
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
(129) an einem Schlitten (131) gelagert ist, der in einer Schlittenführung (133) bewegbar
ist, entsprechend der Bewegung der Werkstückhalterung (113) entlang der Bearbeitungsstrecke
.(127).
15.. Vorrichtung nach Anppruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenführung
(133) sich parallel zu der Bearbeitungsstrecke (127) erstreckt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten
(131) eine steuerbare Werkstück-Anpreßeinrichtung (135) aufweist, die das von dem
Transportglied (105) weiterbewegte Werkstück (107) und/oder den daran angelegten Konterholzhalter
(119) während des Bearbeitens des Werkstücks zusätzlich festhält.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie
ein Magazin (141) für mehrere mit Konterhölzern versehene Konterholzhalter (119, 119A,
119B) und eine zwischen der Halteeinrichtung (129) und dem Magazin (141) wirksame
Transfereinrichtung zur gesteuerten maschinellen Übergabe von Konterholzhaltern von
der Halteeinrichtung (129) zu dem Magazin (141) und umgekehrt aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
(129) auch als Transfereinrichtung dient.