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(11) | EP 0 066 161 A2 |
| (12) | EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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| (54) | Waffensystem mit einem fahrzeuggebundenen Mörser |
| (57) Bei dem Waffensystem ist im Heckbereich eines Fahrzeugs 10 ein Überhang 12 mit einer
Öffnung 16 vorgesehen. Entlang einer geraden Richtung eines Pfeils 60 (58) ist ein
Mörser 19 mittels einer Einrichtung 46 aus der Fahrstellung "T" (Feuerstellung "F")
in die Feuerstellung "F" (Farhstellung "T") absenkbar (hebbar) angeordnet. Das Rohr
des Mörsers 19 ist geteilt, wobei ein oberer Teil 26 mit einem (über 50 höhenrichtbaren)
Gehäuse 24 verbunden ist, während ein unterer Teil 28 (mit einer Gelenkkugel 30 am
rückseitigen Ende 29) mittels einer Kippeinrichtung 52 zum ladeweisen Fluchten mit
der Öffnung 16 (Pfeil 66) oder zum abfeuerungsweisen Fluchten mit dem Rohrteil 26
(Pfeil 68) verschwenkt werden kann und dieserart die Funktion eines Kippverschlusses
übernimmt. Beim Schwenken zum Laden wird eine Schlagbolzenfeder gespannt, welche nach
dem Schwenken in Richtung des Pfeils 68 zum Abfeuern entspannt werden kann. Das Laden
erfolgt aus dem Innenraum 14 durch die Öffnung 16 in dem mit dieser fluchtenden Rohrteil
28. |
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einem heckseitigen Abschnitt in einem senkrechten Schnitt entlang der Seelenachse des Mörsers,
Fig. 2 den Gegenstand in einem Schnitt nach der Linie II - II in Fig. 1,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einem heckseitigen Abschnitt in einem senkrechten Schnitt entlang der Seelenachse eines Mörsers,
Fig. 4 den Gegenstand ausschnittweise in Draufsicht in Richtung eines Pfeils IV mit dem Mörser in Feuerstellung,
Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 4 mit dem Mörser in Fahrstellung.
Ein gepanzertes Fahrzeug 10 weist heckseitig einen Überhang 12 auf, der außenseitig oben von einer hinteren Bordwand 13 und unterseitig von einer in einen Fahrzeugboden 15 übergehenden Bordwand 13' begrenzt wird. Es entsteht eine Ausnehmung 12', welche über eine Öffnung 16 mit dem Innenraum 14 in durchgängige Verbindung gebracht werden kann. Die Öffnung 16 wird begrenzt durch eine hintere Wand 11 und eine dieser parallele vordere Wand 11'. Eine Zentralebenenspur 18 der Öffnung 16 ist schwach gegen das Fahrzeug 10 geneigt und schließt mit der Spur der Bodenoberfläche 54 einen Winkel im Bereich um 800 ein. Ein Mörser 19 mit einem Gehäuse 24 weist ein zweigeteiltes Rohr mit einem oberen Rohrteil 26 und einem rückseitigen unteren Rohrteil 28 auf. Letzteres ist gegenüber dem oberen Rohrteil 26 um eine Achse 32 verschwenkbar angeordnet. Die Achse 32 quert eine Gelenkkugel 30 am rückseitigen Ende 29 des Rohrteils 28. Die Gelenkkugel 30 ist durch eine Abdeckung 44 in einer Kugelpfanne 42 einer Bodenplatte 40 gelagert. In einer Ausnehmung 31 in der. Gelenkkugel 30 ist ein Schlagbolzen 34 mit einer Schlagbolzenfeder 38 und einer Spanneinrichtung 39 für die Schlagbolzenfeder 38 angeordnet. Eine Bohrung 36 gewährt dem Schlagbolzen 34 einen Durchtritt in den Rohrinnenraum 28'. Das Gehäuse 24 des Mörsers 19 weist einen ersten rückseitigen Teil 24' und einen zweiten rückseitigen Teil 24" auf. Der Teil 24' ist über eine Zahnleiste 17 mit einer an der Wand 11' angeordneten Einrichtung 46 zum Heben und Absenken des Mörsers 19 verbunden; von ihr ist aus Gründen besserer Übersichtlichkeit nur ein Ritzel 47 dargestellt. Der Teil 24" ist mit einer an der Wand 11 angeordneten Seitenrichteinrichtung 48 verbunden, von welcher aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nur ein über 49' antreibbares Ritzel 49 dargestellt ist.
Das gepanzerte Fahrzeug 110 weist heckseitig einen Überhang 112 auf. Dieser wird begrenzt durch eine Bordwand 113, welche unterseitig in einen Fahrzeugboden 115 übergeht. Ein Innenraum 114 ist mit einer oberseitigen Abdeckung 113' und einer an diese grenzenden heckseitigen Öffnung 116 versehen. Außenseitig sind vor der Bordwand 113 und unterhalb der Öffnung 116 ein oberes Lager 148 und ein unteres'Lager 49 für eine senkrechte Haltestange 147 angeordnet. Die Haltestange durchgreift eine nicht dargestellte Längsbohrung im rückseitigen Teil 126 einer Halterung 125. Die Halterung 125 weist eine linke 127 und eine rechte Wange 128 auf, deren freie Enden auskragen und durch einen Steg 129 miteinander verbunden sind. Entlang unterseitigen gebogenen Kanten der Wangen 127 und 128 sind innenseitig kreisbogenförmige Führungen 150 zum Zusammenwirken mit einer Höhenrichteinrichtung eines Mörsers 119 gestrichelt dargestellt. Die ober- und unterseitig offene Halterung 125 umgreift ein Rohr 120 des Mörsers 119. Rückseitig weist das Rohr 120 eine Gelenkkugel 130 zur Lagerung in einer Kugelpfanne 142 einer Bodenplatte 140 auf.
a) das Rohr (20) des Mörsers (19) ist zum Laden teilbar, wobei ein rückseitiger unterer Rohrteil (28) als Kippverschluß um eine im wesentlichen waagerechte Achse (32) schwenkbar ist und
b) im aufgeschwenkten Zustand fluchtet der untere Rohrteil (28) mit einer fahrzeugseitigen Öffnung (16).
a) die Achse (32) ist in einer zur Aufnahme in einer Kugelpfanne (42) in der Bodenplatte (40) vorgesehenen Gelenkkugel am rückseitigen Ende (29) des unteren Rohrteils (28) angeordnet und mit einer Spanneinrichtung (39) für eine Schlagbolzenfeder (38 verbunden,
b) beim Aufschwenken des unteren Rohrteils (28) wird die Spanneinrichtung (39) betätigt und
c) eine Abfeuerung, eine Höhen- (50), eine Seitenricht-(48) und eine Kippeinrichtung (52) sind vom Fahrzeuginnenraum (14) aus bedienbar angeordnet.
a) zum Laden des Mörsers (119) ist eine Ladeschwinge (170)vorhanden,
b) die Ladeschwinge (170 umschließt ein Gestänge (172), welches im Bereich seines unteren Endes (174) um eine Schwenkachse (176) beweglich angeordnet ist,
c) am oberen freien Ende (L78) des Gestänges (172) ist ein Geschoßhalter (180) angeordnet,
d) der Geschoßhalter (180) weist eine lösbare Klemmeinrichtung (192) für eine Munitionseinheit (186) auf,
e) zum Aufnehmen einer Munitionseinheit (186) ist die Ladeschwinge (170) in Richtung eines Pfeils (188) in eine Aufnahmestellung gegen das Fahrzeug (110) bewegbar,
f) zum Abgeben der Munitionseinheit (186) ist die Ladeschwinge (170) in Richtung eines Pfeils (190) gegen das Rohr (120) in eine Abgabestellung bewegbar, in welcher eine Längsachse (182) des Geschoßhalters (180) mit der Rohrseelenachse (122) fluchtet und
g) in der Abgabestellung ist die Klemmeinrichtung (192) lösbar, wobei unmittelbar nach völligem Verlassen der Munitionseinheit (186) die Ladeschwinge (170) wieder in die Aufnahmestellung zurückkehrt.