[0001] Die Erfindung betrifft ein aussenachsiges Rotationskolbengebläse mit einem aus mindestens
zwei sich überschneidenden parallelachsigen zylindrischen Innenräumen gebildeten Gehäuse,
die von je einer Welle durchsetzt sind, wobei auf der einen Welle ein mit der ihn
umgebenden Gehäusewandung einen ringförmigen Arbeitsraum bildender zylindrischer mit
einem Absperrzahn versehender Arbeitsläufer und auf der anderen im Gegensinn umlaufenden
Welle ein an der Gehäusewandung anlaufender zylindrischer und am Arbeitsläufer abrollender
Absperrläufer mit einer Ausnehmung für den berührungsfreien Durchgang des Absperrzahnes
angeordnet sind und der Körper des Arbeitsläufers ein Hohlzylinder ist, der mit einer
in dem oder den Absperrzähnen vorgesehenen Steueröffnung mit einer weiteren Steueröffnung
in einer in dem Hohlzylinder angeordneten feststehenden Hülse bei seinem Umlauf verübergehend
in Deckung kommt.
[0002] Derartige Maschinen haben gegenüber anderen Kleingebläsen, unter denen die'Rootsgebläse
und die aus diesen entwickelten Schraübenverdichter die meist verwendeten Bauarten
sind, den Vorteil, daß keine aus Zykloiden gebildete Läuferkonturen notwendig sind.
Außerdem sind mit ihnen günstige Verdichtungsdiagramme erreichbar. Ein derartiges
Gebläse ist in US-PS 2 130 054 beschrieben, bei dem der Arbeitsläufer zwei bzw. drei
Absperrzähne aufweist und dementsprechend sind zwei bzw. drei Absperrläufer angeordnet.
Die feststehende Hülse, um die der den Körper des Arbeitsläufers darstellende Hohlzylinder
umläuft, bildet einen von der Antriebswelle durchsetzten Ringraum. Der Arbeitsläufer
und die Absperrläufer laufen mit einer durch die zahnradartig mit den Ausnehmungen
der Absperrläufer zusammenwirkenden Absperrzähne unterbrochenen, sonst ihre ganze
axiale Oberfläche einnehmenden Verzahnung aneinander ab, sodaß ein Synchrongetriebe
nicht benötigt wird.
[0003] In DE-OS 22 22 500 ist eine weitere solche Maschine beschrieben, bei der nur ein
Absperrzahn und ein Absperrläufer vorgesehen sind, die durch ein 1:1- übersetztes
Getriebe im Gegensinn angetrieben werden.
[0004] Dadurch kann die eine herstellungsmäßig schwierige, teure und erhebliche Reibungswiderstände
und Leistungsverluste durch Quetschströmungen zwischen den Zähnen hervorrufende unmittelbare
Verzahnung der Läufer vermieden werden.
[0005] Beide Konstruktionen weisen einen nachteilig komplizierten Strömungsweg des Arbeitsgases
insbesondere bei dessen 4 Ausschub auf. Vor allem wird es in beiden Fällen über Umfangseinlässe
angesaugt und unter Umlenkungen nach innen durch den Arbeitsläufer geführt und axial
ausgeschoben. Man ging von dem an sich naheliegenden Vorurteil aus, daß für das verdichtete
Gas kleinere Strömungsquerschnitte benötigt würden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß
bei solchen Gasführungen durch Stau verursachte Druckschwingungen im ringförmigen
Arbeitsraum auftreten, die einen erheblichen Mehraufwand an Leistungen verursachen,
der eine praktische Nutzung solcher Maschinen in den meisten Fällen ausschließt. Darüber
hinaus sind die beiden vorgenannten Lösungen nicht für billige, kleine und für Massenfertigung
bestimmte Gebläse geeignet, wie sie vor allem an der Fahrzeugmotorenindustrie als
Lader benötigt werden. Hinzu kommt ein weiterer Nachteil. Über die Spalträume zwischen
Absperrläufer und Gehäuseseitenwänden an deren in ringförmigen Arbeitsraum eingreifenden
Teil ist nach dem Durchgang des Absperrzahnes durch die Ausnehmung des Absperrläufers
ein Leckweg möglich, der wegen seiner Kürze besonders wirksam werden kann, dem zufolge
das axiale Spiel des Absperrläufers sehr klein gehalten werden muß. Es erfordert daher
einen größeren konstruktiven Aufwand, um diesen Leckweg so klein wie möglich zu halten
und andererseits ein Anlaufen des Absperrläufers an den Gehäuseseitenwänden zu vermeiden.
[0006] Aufgabe der,Erfindung ist es, die beschriebenen Strömungsbehinderungen durch Stau-
und Druckschwingungen und die dadurch bedingten Leistungsverluste, ferner die Leckwege
zwischen den Gehäuseseitenwänden und dem Absperrläufer unter Zulassen eines größeren
axialen Spieles dieses Läufers zu vermeiden, dabei aber eine sehr einfache und dementsprechend
billige Gesamtkonstruktion zu finden.
[0007] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Hohlzylinder in einem
ersten Teil des Gehäuses gelagert und mit der im anderen Seitenteil des Gehäuses gelagerten
Antriebswelle fest und koaxial verbunden ist, daß ferner die vom Hohlzylinder abdichtend
umschlossene und in dem ersten Seitenteil feststehende Hülse mit ihrem gesamten Innenraum
Einlaßkanal für die Ansaugluft ist und daß in dieser in Drehrichtung des Arbeitsläufers
rückwärtigen Seite des hohlen Absperrzahnes eine Einlaßöffnung für das Arbeitsgas
in den Saugraum vorgesehen ist sowie im Gehäusemantel ein Auslaßkanal für das geförderte
Arbeitsgas, der im wesentlichen in zur Bewegung des Arbeitsläufers tangentialer Richtung
verläuft.
[0008] Durch diese Umkehr der Strömungsrichtung gegenüber bekannten derartigen Gebläsen
und die zusätzlich genannten Maßnahmen zur Verbesserung der Strömungsführung ergibt
sich eine erheblich niedrigere Leistungsaufnahme des Gebläses bei gleichem Arbeitsgasdurchsatz
bzw. gleicher Verdichtung. Die die Strömung behindernden Druckschwingungen im ringförmigen
Arbeitsraum und die durch die Umlenkung des Auslaßstromes erzeugten energieverbrauchenden
Verwirbelungen sind bei der erfindungsgemäßen Konstruktion vermieden. Ein besonderer
Vorteil ist die Anordnung des Auslasses im Umfang des Gehäusemantels, wodurch die
auf das Arbeitsgas einwirkenden Fliehkräfte ausgenützt werden können, gegen die bei
bekannten Konstruktionen ausgeschoben werden mußte. Die erzielte Energieeinsparung
ist für die Nutzung derartiger Gebläse ebenso ausschlaggebend, wie die billige Fabrikation,
die die erfindungsgemäße Konstruktion ermöglicht. Weitere Ausführungsformen ergeben
sich aus den Ansprüchen.
[0009] Einen besseren Füllungsgrad, insbesondere bei hohen Drehzahlen, und zwar von etwa
20 bis 30 % und eine entsprechende Wirkungsgradverbesserung kann dadurch erreicht
werden, daß in der zum Auslaßkanal zuliegenden Wandung des zylindrischen Raumes, in
dem der Absperrläufer umläuft, ein Verbindungskanal von diesem zylindrischen Raum
zum Auslaßkanal mit einer axialen Länge von etwa 80 bis 90 % der Länge des Absperrläufers
vorgesehen ist, der sich nach dem Auslaßkanal zu erweitert und der nach dem zylindrischen
Raum, in dem der Arbeitsläufer umläuft zu offen ist.
[0010] Bei höheren Drehzahlen, bei denen der Hohlzylinder des Arbeitsläufers nicht mehr
in einem Außenlager gelagert werden kann, was sich an sich anbietet, um den gesamten
Querschnitt des Hohlzylinders als Einlaßöffnung zur Verfügung zu haben, kann bei Anordnung
eines Innenlagers im Hohlzylinder ein gleich großer Einströmquerschnitt für das Arbeitsgas
dadurch erhalten werden, daß der Hohlzylinder im ersten Seitenteil in einem Innenlager
im Außenflansch gelagert ist, daß eine zentrale Durchtrittsöffnung für das angesaugte
Arbeitsgas und eine Mehrzahl diese zentrale Durchtrittsöffnung umgebende seitliche
Durchtrittsöffnungen für das Arbeitsgas aufweist, die durch das Innenlager und die
Hülse tragende Stege getrennt sind, und daß in dem Seitenteil ein das Innenlager umgebender
Ringraum gebildet ist, über den die seitlichen Durchtrittsöffnungen mit Öffnungen
in der Wandung des Hohlzylinders in Verbindung stehen.
[0011] Ferner kann die Abdichtung der Arbeitskammern unter sich und die Abdichtung der unter
Druck stehenden Ausschubkammern dadurch verbessert werden, daß die rechte Seitenwand
eine zur Welle koaxiale Ausdrehung aufweist, in die ein zu dieser Ausdrehung koaxialer
zylindrischer Ansatz des Hohlzylinders berührungsfrei eingreift, dessen Passung in
der Ausdrehung in radialer Richtung enger ist als in axialer Richtung.
[0012] Um Lieferdruck bzw. Liefermenge des Arbeitsgases verbessern zu können, wird vorgeschlagen,die
Hülse so auszugestalten, daß sie in ihrem die Steueröffnung des Hohlzylinders absperrenden
Teil eine Mehrzahl von axial gerichteten Schlitzen aufweist, und daß die Hülse eine
weitere um ihre Längsachse willkürlich von außen verdrehbare Hülse tumschließt, die
eine der Steueröffnung der ersten Hülse entsprechende Steueröffnung sowie in ihrem
dem absperrenden Teil der ersten Hülse entsprechenden absperrenden Teil axiale Schlitze
aufweist, die bei Verdrehen dieser weiteren Hülse mit den Schlitzen der ersten Hülse
in Deckung kommen bzw. sie absperren können.
[0013] Es hat sich als beste Ausführungsform herausgestellt, daß in der feststehenden Hülse
drei gleich breite Schlitze mit gleich großen Abständen zwischen den Schlitzen angeordnet
sind und daß die Mittellinie der Schlitze voneinander einen Abstand von 34° haben.
[0014] Um die günstigsten Strömungsverhältnisse zu erzielen, ist es zweckmäßig, daß die
dem Arbeitsraum zugekehrte geschlossene Seite des Absperrzahnes sowohl an ihrer Innenwand
wie an ihrer Außenwand im Radialschnitt einen Winkel von 20 bis 30° gegenüber der
radialen Mittelachse des Absperrzahnes aufweist.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen beschrieben. Es
zeigen
Fig. 1 einen Radialschnitt durch ein erfindungsgemäßes Rotationskolbengebläse in Ebene
I-I in Fig. 2;
Fig. 2 einen Axialschnitt durch das gleiche Gebläse in Ebene II-II in Fig. 1;
Fig. 3 acht schematische Radialschnitte des gleichen Gebläses in verschiedenen aufeinanderfolgenden
Bewegungsphasen;
Fig. 4 einen gleichen Radialschnitt wie in Fig. 1, jedoch mit Darstellung eines Verbindungskanales
zwischen Auslaßkanal und der Ausnehmung im Absperrläufer;
Fig. 5a bis b vier schematische Radialschnitte des gleichen Gebläses wie in Fig. 4
in verschiedenen aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen;
Fig. 6 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rotationskolbengebläses im
Axialschnitt;
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebläses im Axialschnitt
in.Ebene VIII-VIII in Fig. 8;
Fig.-8 einen Radialschnitt durch das in Fig. 7 dargestellte Gebläse in Ebene VII-VII
[0016] Das In Fig. 1,2 und 3 dargestellte Gebläse weist ein Gehäuse 1 auf, daß aus zwei
sich überschneidenden parallelachsigen zylindrischen Räumen 2 und 3 besteht, die von
einem Gehäusemantel 4 und Seitenteilen 5 und 6 gebildet sind, wobei letzteres Seitenteil
mit dem Mantelteil einstückig verbunden ist. In den größeren Raum 3 ragt axial und
konzentrisch ein im rechten Seitenteil 6 im Kugellager 7 gelagerte Antriebswelle 8,
an die im Inneren des Raumes 3 ein mit ihr koaxialer Hohlzylinder 9 angeschweißt ist,
der den Körper des Arbeitsläufers 10 bildet. Dieser Hohlzylinder 9 ist von außen an
seinem linken Ende auf einem weiteren in dem Seitenteil 5 angeordnete Kugellager 11
gelagert. Im gleichen Seitenteil 5 ist eine Hülse 12 mit einem Aussenflansch 13 verschraubt,
die koaxial in den Zylinder 9 bis fast zu dessen Ende hineinragt. An der Innenseite
des Hohlzylinders 9 ist ein Überzug 14 aus gleitfähigem Material, z. B. aus Tetrafluoräthylen
vorgesehen, der an der Hülse 12 gleitend und abdichtend anläuft und den Spaltraum
zwischen Hohlzylinder 9 und Hülse 12 vollständig ausfüllt. Auf dem Hohlzylinder 9
ist ein mit diesem zusammen den Arbeitsläufer 10 bildender Absperrzahn 15 verschraubt,
der an der Mantellaufbahn 16 des Gehäusemantels 4 mit seinen Kanten 17 berührungsfrei,
aber einen sehr kleinen Spalt bildend entlangläuft.
[0017] Der Arbeitszahn 15 ist auf dem Hohlzylinder 9 mit Schrauben befestigt.-Auf seiner
in Drehrichtung rückwärtigen Seite weist der Absperrzahn eine Einlaßöffnung 19 für
den Eintritt des Arbeitsgases in den Raum 3 auf, die die gesamte verfügbare axiale
Breite und radiale Höhe des Arbeitszahnes 15 einnimmt. Im Hohlzylinder 9 ist eine
die ganze Basis des Innenraumes des Absperrzahnes 15 einnehmende Steueröffnung 20
vorgesehen. Diese Steueröffnung 20 kommt mit einer weiteren Steueröffnung 21 in der
Hülse 12 im Ansaugtakt in Deckung. Die Steueröffnung 21 hat die gleiche axiale Breite
wie die Steueröffnung 20 im Hohlzylinder 9 und eine Ausdehnung in Umfangsrichtung
von 40° bis 325° nach OT-Stellung des Arbeitsläufers, das heißt der in Fig. 1 gezeigten
Lage. Die offene in Fig. 2 linke Seite der Hülse 12 ist der Einlaß 22 für das Arbeitsgas,
an der ein Saugstutzen angeordnet werden kann.
[0018] Im kleineren zylindrischen Arbeitsraum 2 ist ein an dessen Mantellaufbahn mit einem
sehr geringen Spiel anlaufender Absperrläufer 23 koaxial angeordnet, der den gleichen
radialen Durchmesser wie der Hohlzylinder 9 aufweist und auf diesem abrollt. der Absperrläufer
23 ist auf Wellenstümpfen 24, 25 in Kugellagern 26,27 in Seitenteilen 5,6 gelagert.
Er weist eine im radialen Querschnitt einen:Kreisbogen bildende Ausnehmung 28 für
den Durchgang des Absperrzahnes 15 auf. Der Raum 2 ist in seiner axialen Ausdehnung
breiter als der Raum 3. Die Seitenteile 5 und 6 weisen dementsprechend Ausdrehungen
29, 30 auf, in die der Absperrläufer seitlich hineinragt. Dies hat den Zweck, eine
bessere Abdichtung zu erreichen. Die Zylinderwand des Absperrläufers 23 und die Ausdrehungen
29 und 30 können sehr viel genauer auf einen engsten Spalt eingepaßt werden,als das
notwendige Spiel zwischen den Seitenwänden 31 und 32 des Absperrläufers 23 und den
Gegenflächen 33, 34 der Ausdrehungen 29, 30 dies zuließen. Dieses axiale Spiel kann
daher das jenige handeslüblicher Kugellager sein, d.h. etwa 0,5 mm.
[0019] Zu seiner Auswuchtung weist der Absperrläufer 23 auf seiner der Ausnehmung 28 gegenüber
liegenden Seite Hohlräume-35 sowie Aussparungen 36, 37 an seinen Seitenwänden 31,
32 auf. Bei 38 und 39 sind Zuganker vorgesehen. Der aus Aluminiumguß bestehende Absperrzahn
15 braucht nicht ausgewuchtet zu werden, da sein Gewicht dem zur Herstellung der Steueröffnung
20 entnommenen Material des Hohlzylinders 9 entspricht, der aus Stahl besteht.
[0020] Die Antriebswelle 8 des Arbeitsläufers 10 und der Wellenstumpf 25 des Absperrläufers
23 sind kraftschlüssig durch ein aus zwei Zahnrädern 40, 41 bestehenden Getriebe 42
im Verhältnis 1:1 verbunden.
[0021] Der Auslaßkanal 43 für das Arbeitsgas ist in dem Gehäusemantel 4 umittelbar vor der
Schnittlinie der zylindrischen Räume 2 und 3 angeordnet und weist mit seiner Achse
in tangentialer Richtung zur Drehrichtung des Arbeitsläufers 10, um einen ungehinderten
Ausschub des Arbeitsgases ohne wesentliche Richtungsänderung zu gestatten. Zu diesem
Zweck ist auch der Ubergang von der Mantellaufbahn 16 zu dem Auslaßkanal 43 bei 44
abgerundet, um eine wirbelbildende Kante zu vermeiden.
[0022] Die Arbeitsweise des Gebläses zeigen die Stellungsbilder zu Fig. 3: In Fig. 3 a ist
der vorausgehende Ausschub des Arbeitsgases abgeschlossen und in Fig..3 b beginnt
der Ansaugtakt mit öffnen der Steueröffnung 21 in der Hülse 12 durch die sich über
sie drehende Steueröffnung 20 im Absperrzahn 15, während der Absperrläufer 23 den
ringförmigen Arbeitsraum in eine Ansaugkammer 45 und eine Ausschub- bzw. Verdichtungskammer
46 aufteilt. Die Figuren 3 h,a,b. zeigen den Durchgang des Absperrzahnes 15 durch
den Absperrläufer 23, wobei infolge der spitzwinkligen Zahnform und der schmalen radialen
Anlauffläche des Absperrzahnes keine Quetschströmungen im Arbeitsgas auftreten können.
[0023] Bei dieser Anordnung und in diesem Drehsinn des Gebläses ergibt sich ein glatter
Strömungsverlauf, bei dem Staueffekte und Druckschwingungen vermieden sind und bei
dem die auf das ausgeschobene Gas wirkenden Fliehkräfte durch die tangensiale Richtung
des Auslaßkanales 43 ausgenutzt werden. Durch die Größe der Einlaßöffnungen 22, 21,
20, 19 sind Einlaßdrosselungen vermieden.
[0024] Wenn höhere Verdichtungen erwünscht sind, kann die Umfangsaüsdehnung der Steueröffnung
21 in der Hülse 12 entsprechend verkürzt werden, jedoch werden mit den angegebenen
Werten von 40 bis 320° die besten Ergebnisse erzielt.
[0025] Die beschriebene Ausführungsform ist sehr einfach und bei Massenfertigung äußerst
billig herzustellen. Alle aneinander anlaufenden Teile haben die Form von Kreisbögen,
was eine einfache Herstellung durch Bohren und Rundfräsen ermöglicht und was zudem
eine sehr genaue Verpassung zuläßt. Der Absperrzahn ist ein einfaches Gußteil. Die
axialen Spiele bedürfen keiner besonderen Toleranz und schließlich ist das Verhältnis
zwischen Antriebsleistung und Durchsatz sehr viel günstiger als bei anderen bekannten
Lösungen.
[0026] In
Fig. 4 ist bei 47 der Verbindungskanal zwischen Auslaßkanal und dem Raum 2 bzw. der
Ausnehmung 28, im Absperrläufer 22 dargestellt. Seine Wirkungsweise ergibt sich aus
den Fig. 5a bis d. Dort zeigen die Pfeile 47 die Richtung der Strömung des Arbeitsgases
in den einzelnen Bewegungsphasen. Durch die Anordnung dieses Verbindungskanales wird
bei höherer Drehzahl bewirkt, daß der'die Ausnehmung 28 in der Stellung in Fig. 5a
gelangende Druck des Arbeitsgases in den folgenden Stellungen gemäß Figuren 5b bis
5d in den Auslaßkanal bis zur völligen Entspannung gefördert wird und nicht in die
nachfolgende Saugkammer übertritt.
[0027] Fig. 6 zeigt ein linkes Seitenteil 105, in dem der Hohlzylinder in einem Innenlager
111 gegen die Hülse 112 läuft. An dem Seitenteil 105 ist ein Außenflansch 113 angeordnet,
der eine zentrale Durchtrittsöffnung 114 für das Arbeitsgas aufweist sowie seitliche
Durchtrittsöffnungen 115, zwischen denen Stege 116 vorgesehen sind, die das Innenlager
111 tragen. Am feststehenden Teil dieses Lagers ist zugleich die Hülse 112 befestigt,
an seinem beweglichen der Hohlzylinder 109.
[0028] Im Seitenteil 105 ist ferner der Ringraum 117 vorgesehen, über den das bei den seitlichen
Eintrittsöffnungen 115 eintretende Arbeitsgas durch die öffnungen 118 in den Hohlzylinder
109 gelangt. Diese Anordnung ist bei hohen Drehzahlen notwendig, da bei diesen ein
AuBenlager mit dem Durchmesser wie es in Fig. 2 gezeigt ist, überlastet würde. Die
Verringerung des Querschnittes der Eintrittsöffnung in den Hohlzylinder 109 durch
das Innenlager 111 wird durch die beschriebenen Maßnahmen ausgeglichen.
[0029] Fig.-7 und 8 zeigen die Anordnung einer Innensteuerung. Die Hülse 212, die in ihrem
absperrenden Teil 213 drei axialgerichtete Schlitze 214 aufweist,umschließt eine weitere
um ihre Längsachse von außen willkürlich verdrehbare Hülse 215, die ihrerseits axialgerichtete
Schlitze 216 in ihrem Absperrteil 217 aufweist. Beide Hülsen haben einander entsprechende
Steueröffnungen 218 und 219.
[0030] Durch Verdrehen der Hülse 215 werden die Schlitze 214 der Hülse 212 teilweise oder
ganz abgedeckt und es wird bei öffnen der Schlitze 214 die Steueröffnung 220 des Hohlzylinders
221 von dem Absperrteil 213 der Hülse 212 nicht völlig abgedeckt.
*)
[0031] Fig. 8 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform mit je drei Schlitzen 214 und 216, wobei
die axialen Mittellinien der Schlitze 214 je 34° auseinanderliegen.
[0032] Fig. 7 zeigt darüberhinaus eine fliegende Lagerung des Hohlzylinders 221 in einem
Doppellager 222 der (
*Das Verdrehen der Hülse 215 erfolgt mit einem bei 225 angeordneten Stift, der durch
einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Schlitz in dem Außenflansch 226.greift.
[0033] Welle 223 im rechten Seitenteil 224. Eine solche Lagerung ist jedoch nur bei kurzen
Gebläsen möglich, bei denen die Länge des Hohlzylinders 221 dessen Durchmesser nicht
wesentlich überschreitet. Es wird jedoch mit einer solchen Anordnung nicht der Bereich
der Erfindung verlassen.
[0034] Der Winkel, den die dem Arbeitsraum zugekehrte geschlossene Außenwand des Absperrzahnes
sowohl an ihrer Innenseite wie an ihrer Außenseite im Radialschnitt gegenüber der
radialen Mittelachse des Absperrzahnes aufweist, beträgt am zweckmäßigsten ca. 20°.
Es werden dadurch Quetschströmungen vermieden und Versuche haben ergeben, daß bei
der genannten Winkelabmessung die besten Strömungsverhältnisse und Wirkungsgrade erreichbar
sind.
1. Aussenachsiges Rotationskolbengebläse mit einem aus mindestens zwei sich überschneidenden
prallelachsigen zylindrischen Innenräumen gebildeten
Gehäuse, die von je einer Welle durchsetzt sind, wobei auf der einen Welle ein mit
der ihn umgebenden Gehäusewandung einen ringförmigen Arbeitsraum bildender zylindrischer
mit einem Absperrzahn versehener Arbeitsläufer und auf der anderen im Gegensinn laufenden
Welle ein an der Gehäusewandung anlaufender zylindrischer und am Arbeitsläufer abrollender
Absperrläufer mit einer Ausnehmung für den berührungsfreien Durchgang des Absperrzahnes
angeordnet sind und der Körper des Arbeitsläufers ein Hohlzylinder ist, der mit einer
in dem Absperrzahn vorgesehenen Steueröffnung mit einer weiteren Steueröffnung in
einer in dem Hohlzylinder angeordneten feststehenden Hülse bei seinem Umlauf vorübergehend
in Deckung kommt,
dadurch gekennzeichnet, das der Hohlzylinder (9) in einem ersten Seitenteil (5) des
Gehäuses (1) gelagert und mit der im anderen Seitenteil (6) gelagerten Antriebswelle
(8) fest und koaxial verbunden ist, daß ferner die vom Hohlzylinder (9) abdichtend
umschlossene und in dem ersten Seitenteil (5) feststehende eine Steueröffnung (.21)
aufweisende Hülse (12) mit ihrem gesamten Innenraum Einlaßkanal für das angesaugte
Arbeitsgas ist und daß in der in Drehrichtung des Arbeitsläufers (10) rückwärtigen
Seite des hohlen Absperrzahnes (15) eine Einlaßöffnung (19) für das Arbeitsgas in
den Saugraum (45) vorgesehen ist, sowie im Gehäusemantel (4) ein Auslaßkanal (43)
für das geförderte Arbeitsgas, der im wesentlichen in zur Bewegung des Arbeitsläufers
(10) tangentialer Richtung verläuft.
2. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrläufer
(23) sich in seiner axialen Ausdehnung in Ausdrehungen (29, 30) in den Seitenteilen
(5, 6) erstreckt, die mit der Zylinderfläche des Absperrläufers (23) berührungsfrei'aber
auf engstem Spalt verpaßt sind.
3. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang
von der Mantellaufbahn (16) in den Auslaßkanal (43) abgerundet ist.
4. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Hohlzylinder (9) und der Hülse (12) eine Zwischenschicht aus einem Material mit hoher:
Gleitfähigkeit angeordnet ist, die den Spaltraum zwischen Hohlzylinder und Hülse abdichtend
ausfüllt.
5. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrzahn
(15) aus Aluminium und der Hohlzylinder (9) aus Stahl besteht-und daß der Absperrzahn
(15) durch Entnahme von Material zur Bildung der Steueröffnung (20) aus dem Hohlzylinder
(9) ausgewuchtet ist.
6. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusemantel
(4) und ein Seitenteil (6) einstückig sind und daß die zylindrischen Innenräume (2,
3) im Gehäusemantel (4) sowie der Ausdrehungen (29, 30) für den Absperrläufer durch
Rundfräsen hergestellt sind.
7. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1,2;3,4,5,6, dadurch gekennzeichnet, daß in
der zum Ansaugkanal (43) zuliegenden Wandung des zylindrischen Raumes (2), in dem
der Absperrläufer (23) umläuft, ein Verbindungskanal(47) von diesem zylindrischen
Raum (2) zum Auslaßkanal (43) mit einer axialen Länge von etwa 80 bis 90 % der Länge
des Absperrläufers (23) vorgesehen ist, der sich nach dem Auslaßkanal (43) zu erweitert und der nach dem zylindrischen Raum (3), in dem der Absperrläufer (23)
umläuft,offen ist.
8. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1,2,3,4,5,6,7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hohlzylinder (109) im ersten Seitenteil (105) in einem Innenlager (111) im Außenflansch
(113) gelagert ist, daß eine zentrale Durchtrittsöffnung (114) für das angesaugte
Arbeitsgas und eine Mehrzahl diese zentrale Durchtrittsöffnung (114) umgebende seitliche
Durchtrittsöffnungen (115) für das Arbeitsgas aufweist, die durch das Innenlager (111)
und die Hülse (112) tragende Stege (116) getrennt sind, und daß in dem Seitenteil
(105) ein das Innenlager (111) umgebender Ringraum (117) gebildet ist, über den die
seitlichen Durchtrittsöffnungen (115) mit öffnungen (118) in.der Wandung des Hohlzylinders
(109) in Verbindung stehen.
9. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1,2,3,4,5,6,7,8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwand (105) eine zur Welle (108) koaxiale Ausdrehung (119) aufweist, in die
ein mit dieser Ausdrehung (119) koaxialer zylindrischer Ansatz (120) des Hohlzylinders
(109) berührungsfrei eingreift, dessen Passung in der Ausdrehung (119) in radialer
Richtung enger ist als in der axialen Richtung.
10. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1,2,3,4,5,6,7,8,9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (212) in ihrem die Steueröffnung (220) des Hohlzylinders (221) absperrenden
Teil (213) eine Mehrzahl von axial gerichteten Schlitzen (214) aufweist und daß die
Hülse (212) eine weitere um ihre Längsachse willkürlich von außen verdrehbare Hülse
(215) umschließt, die eine der Steueröffnung (218) der feststehenden Hülse (212) entsprechende
Steueröffnung (217) sowie in ihrem dem absperrenden Teil (213) entsprechenden absperrenden
Teil (217) axiale Schlitze (216) aufweist, die bei Verdrehen dieser weiteren Hülse
(215) mit den Schlitzen (214) der feststehenden Hülse (212) in Deckung kommen bzw.
sie absperren können.
11. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hülse
(212) drei gleichbreite Schlitze mit gleich großen Abständen zwischen diesen Schlitzen
angeordnet sind und daß die Mittellinien der Schlitze voneinander ; einen Abstand
von 34° haben.
12. Rotationskolbengebläse nach Anspruch 1,2,3,4,5,6,7,8, 9,10,11,
dadurch gekennzeichnet, daß die dem Arbeitsraum (45,46) zugekehrte geschlossene Seite
des Absperrzahnes (15) sowohl an ihrer Innenwand wie an ihrer Außenwand im Radialschnitt
einen Winkel von 20 bis 30° gegenüber der radialen Mittelachse des Absperrzahnes aufweist.