(19)
(11) EP 0 066 289 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.12.1982  Patentblatt  1982/49

(21) Anmeldenummer: 82104797.4

(22) Anmeldetag:  01.06.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E03C 1/084, B05B 1/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 01.06.1981 US 269158

(71) Anmelder: FRIEDRICH GROHE AKTIENGESELLSCHAFT
D-58675 Hemer (DE)

(72) Erfinder:
  • Aghnides, Elie P.
     (US)

(74) Vertreter: Bardehle, Heinz, Dipl.-Ing. et al
Patent- und Rechtsanwälte Bardehle . Pagenberg . Dost . Altenburg . Frohwitter . Geissler & Partner Galileiplatz 1
81679 München
81679 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Brausekopf


    (57) Bei einem Brausekopf für die Erzeugung unterschiedlicher Arten von Brausestrahlen sind in der Bahn der Strahlen Siebeinrichtungen (7, 8) angeordnet, die verstellbar sind und durch die blasenbeladene Ströme bzw. Strahlen gebildet werden. Außerdem kann in der Bahn der Strahlen eine Mischeinrichtung enthalten sein.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Brausekopf, der einen Strahl von zumindest zwei verschiedenen Arten von Strahlen zu erzeugen vermag.

    [0002] In der US-PS 26 70 942 ist eine als Belüftungsvorrichtung beschriebene Absperrteil-Anschlußanordnung erläutert, die entweder einen zusammenhängenden Strahl belüfteten Wassers oder einen Wassersprühnebel zu erzeugen vermag. In den US-Patentschriften 36 33 824 und 38 29 026 sind Vorrichtungen beschrieben, durch die eine Bedienperson entweder einen blasenbeladenen Flüssigkeitsstrom oder einen blasenfreien Strahl auswählen kann.

    [0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Brausekopf zu schaffen, bei dem eine Bedienperson den Typ von Wasserstrom bzw. Wasserstrahl auswählen kann, der für ihren Zweck bei dem verfügbaren Wasserdruck am besten ist.

    [0004] Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe durch die in den Patentansprüchen erfaßte Erfindung.

    [0005] Gemäß der Erfindung ist ein Brausekopf geschaffen, der selektiv derart einstellbar bzw. betreibbar ist, daß unterschiedliche Ströme erzeugt werden, die es dem Benutzer ermöglichen, einen Strom mit einem großen Durchmesser auszuwählen, der reich an Blasen ist, wenn der Wasserdruck hoch ist, und die es dem Benutzer ermöglichen, einen anderen Strahl bzw. Strom geringeren Durchmessers und voller Blasen in dem Fall auszuwählen, daß der Wasserdruck niedrig ist. Darüber hinaus kann der Benutzer anstelle des Blasenstromes bzw. blasigen Stromes einen Sprühnebel wählen oder die Anzahl der blasenbeladenen oder blasenfreien Strahlen vermindern, um dadurch andere Sprühnebel hervorzurufen.

    [0006] Erreicht wird dies gemäß der Erfindung dadurch, daß auf der Einströmungsseite eine Scheibe vorgesehen ist, in der Kammern enthalten sind, die das Wasser in Strömungsabwärtsrichtung leiten. Diese Kammern sind von der generellen Art, wie dies in Fig. 2 oder 3 der US-PS 29 98 929 veranschaulicht ist. In der Bahn der von diesen Kammern wegführenden Strahlen ist eine Siebscheibe vorgesehen, die von dem Benutzer selektiv drehbar ist und die eine Anzahl von durchgehenden Öffnungen aufweist. Dadurch, daß die richtige Öffnung unter die Strahlen gebracht wird, kann der Benutzer einen von mehreren verschiedenen Sätze von Strömungen auswählen und erzeugen. Eine der Öffnungen weist zwei Siebe auf, und zwar eines an der Oberseite und eines an der Unterseite der Öffnung, so daß bei Vorliegen von hohen Wasserdrucken eine reichliche Belüftung vorliegt, die zu einem kräftigen austretenden Wasserstrom führt. Für einen normal belüfteten Brausekopf ist ein Loch mit lediglich einem Sieb vorhanden. In entsprechender Weise ist ein drittes Loch ohne irgendein Sieb vorhanden, wobei dieses Loch einen Sprühnebel dann erzeugt, wenn es unterhalb der Kammern angeordnet ist. In entsprechender Weise können die Kammern um die auf der Einströmungsseite vorhandene Scheibe herum verdoppelt sein. so daß dann, wenn der Benutzer eine vorgegebene Strömung auswählt, die Art des Loches, welche die betreffende Strömung hervorruft, das gesamte Wasser von sämtlichen verschiedenen Kammern her aufnehmen wird. Um eine Belüftung von mit niedrigen Drucken auftretendem Wasser zu ermöglichen, sind Einrichtungen vorgesehen, welche die Wassereinlässe zu einigen Kammern hin verschließen und welche dadurch die Anzahl der blasenbeladenen oder blasenfreien Strahlen vermindern, die durch den Brausekopf erzeugt werden.

    [0007] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielsweise näher erläutert.

    [0008] 

    Fig. 1 zeigt eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform der Erfindung.

    Fig. 2 zeigt in einer ausschnittweisen Draufsicht typische Löcher einer bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 vorgesehenen Scheibe.

    Fig. 3 veranschaulicht eine Reihe von typischen Löchern bei einer stromabwärts liegenden Siebscheibe oder in einem Gehäuse, bei dem die Siebe nicht gezeigt sind.

    Fig. 4 veranschaulicht typische Kammern, die in der genannten Scheibe verwendet werden können.

    Fig. 5 zeigt in einer Teilschnittansicht eine modifizierte Ausführungsform der Erfindung.

    Fig. 7 veranschaulicht in einer Draufsicht in der in Fig. 5 dargestellten unteren Siebscheibe vorgesehene Löcher.

    Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht einer Scheibe, bei der Wasser einen Zugang lediglich zu einer äußeren Reihe von Kammern haben kann, wie dies veranschaulicht ist, oder bei der in einer zweiten Stellung der Scheibe Wasser zu zwei Kammern Zugang hat.

    Fig. 9 zeigt eine Schnittansicht einer Scheibe, bei der ein externer Knopf gedreht werden kann, um den Zugang von Wasser zu einer Reihe oder zu zwei Reihen von Kammern zu ermöglichen.



    [0009] Im folgenden werden die Zeichnungen in einzelnen näher erläutert. Während in den bisher bekannten, auf den Anmelder zurückgehenden und vertriebenen Brauseköpfen die Blasenströme durch jeweils einen Strahl gebildet wurden, wobei der Strahl durch zwei Siebe hindurchtrat, durchtritt bei der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine Vielzahl von Strahlen ein auf der Einströmungsseite vorhandenes Sieb mit einer kleineren Öffnung oder zwei Siebe oder eine sieblose Öffnung, so daß blasige Ströme unterschiedlicher Durchmesser und blasenfreie Strahlen in einer größeren Anzahl als bisher erzeugt werden können. Darüber hinaus kann eine größere Anzahl von blasigen Strömen als bisher erzeugt werden, wenn der Brausekopf lediglich blasige Ströme durch einzelne Siebe hindurch erzeugt.

    [0010] In Fig. 1 ist ein gummiartiges perforiertes Sieb 2 gezeigt, dessen Umfang als Scheibe dient. Mit 1 ist eine Handbrause bezeichnet, mit 3 ist eine Scheibe bezeichnet, die Strahlen hoher Geschwindigkeit erzeugt. Mit 4 ist ein drehbares Gehäuse bezeichnet, welches Öffnungen 5.und 6 aufweist, von denen auf die Öffnung 5 zwei in Abstand voneinander vorgesehene Siebe 7 und 8 aufgesetzt sind, während auf die Öffnung 6 ein Sieb 8 aufgesetzt ist. Außerdem ist eine völlig sieblose Öffnung 17 vorgesehen, wie dies in Fig. 3 durch die dort angedeutete Öffnung 17 veranschaulicht ist. Ein Stift 40 hält die zusammengesetzten Einzelteile in der Stellung fest, und ein Gummiring 41 verhindert das Auftreten eines Lecks.

    [0011] Zwischen dem Gehäuse bzw. der Ummantelung 4 und der Scheibe 3 ist eine federbelastete Kugel 9 vorgesehen, die in dem Hohlraum 10 liegt. Die Öffnung 5 weist einen Durchmesser von 6,75 mm über ihre Höhe auf, während die Öffnung 6 einen Durchmesser von 4,5 mm oder 5,0 mm am Auslaßende und von 6,75 mm am Einlaßende aufweist. Die Scheibe 3 weist zwei Reihen von 6 Vierergruppen von Löchern 11 auf; jede derartige Vierergruppe ist in Fig. 2 durch die gestrichelten Linien 12, 13, 14 und 15 angedeutet. Der Querschnitt jedes der Löcher 11 beträgt 1,0 x 1,0 mm. Die die Löcher 11 mit Wasser speisenden Fenster sind jeweils 1,0 mm breit und 1,0 mm hoch.

    [0012] Das drehbare Gehäuse 4 kann entweder in der Stellung stillgesetzt werden, in der die Strahlen von 12 Vierergruppen durch 12 Öffnungen 5 hindurchtreten, was zu 12 blasigen Strömen mit einem Durchmesser von jeweils 6,75 mm führt. Das betreffende Gehäuse kann aber auch in der Stellung stillgesetzt werden, in der die Vierergruppen der Strahlen durch die Öffnungen 6 hindurchtreten, was zu 12 blasigen Strömen mit einem Durchmesser von jeweils 4,5 mm führt. Das Gehäuse 4 kann schließlich in einer dritten Stellung stillgesetzt werden, in der die Vierergruppen der Strahlen durch die 12 völlig sieblosen Öffnungen 17 hindurchtreten, wie sie in Fig. 3 gezeigt sind, und einen Durchmesser von jeweils 5 mm aufweisen. Dies führt zu 48 blasenfreien Strahlen.

    [0013] Es sei darauf hingewiesen, daß in Fig. 1 die Öffnungen 6 an ihren stromeinwärtsliegenden Enden einen Durchmesser von 6,75 mm aufweisen, der allmählich nach unten zu einem Durchmesser von 4,5 mm hin schmaler wird, so daß die aus den Öffnungen 11 austretenden scharfen Strahlen, die durch das Sieb 8 aufgeteilt sind, sich allmählich wieder vereinigen und als zusammenhängender blasiger Strom mit einem Durchmesser von 4,5 mm oder 5,0 mm nach Hindurchtreten durch die beiden Siebe 7 und 8 abgegeben werden.

    [0014] Die blasenbeladenen Ströme, die durch die mit hoher Geschwindigkeit aus den Löchern 11 austretenden Vierergruppen von Strahlen erzeugt werden, welche lediglich durch ein Sieb hindurchtreten, haben sich als Ströme erwiesen, die eine höhere Stärke, eine höhere Geschwindigkeit und mehr Blasen aufweisen als der blasenbeladene Strom, der bisher mit Hilfe eines Strahles erzeugt worden ist, welcher durch Löcher des in Fig. 4 mit A oder B oder C dargestellten Typs abgegeben worden ist, gemäß dem der betreffende Strahl durch einen Satz von zwei Sieben hindurchgetreten ist. Dabei kann bei der Erfindung jedes der Löcher verwendet werden.

    [0015] Die in den oben genannten US-Patentschriften angegebenen und in Europa sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika vertriebenen Brauseköpfe weisen Scheiben mit einem der beiden Löcher auf, die in Fig. 4 bei A angedeutet sind. Bei diesen Brauseköpfen sind zwei Siebe in der Bahn einzelner Strahlen verwendet worden. Die betreffenden bekannten Brauseköpfe wiesen 16 Löcher mit einer Querschnittsfläche von 1,25 x 1,25 mm auf, wobei diese Löcher auf der Oberseite jeweils von zwei Eintrittsöffnungen abgedeckt waren, die jeweils eine Abmessung von 1,0 x 0,95 mm aufwiesen.

    [0016] Die auf den Anmelder zurückgehenden, in Europa vertriebenen Brauseköpfe erzeugten alternativ entweder einen Satz von 16 blasenbeladene Ströme mit einem Durchmesser von jeweils 4,5 mm oder 5,5 mm oder bei Bedarf einen Satz von 16 blasenfreien Strahlen. Die bisher bekannten Brauseköpfe sind dann nicht sehr effektiv, wenn sie entsprechend den vorliegenden US-Gesetzen dazu benötigt werden, nicht mehr als drei Gallonen Wasser pro Minute (entsprechend 11,36 1 Wasser/min) unter einem Gegendruck von 80 Pfund (entsprechend 36,3 kg) abzugeben. Während die Absicht dieser Gesetze darin liegt, Wasser zu sparen, führt die Unanwendbarkeit der auf den Anmelder zurückgehenden Brauseköpfe für den Betrieb bei einem derart niedrigen Wasserdruck zur Anwendung der herkömmlichen Brauseköpfe, bei denen die Hälfte des Brausewassers im Verspritzen verlorengeht. Die blasigen Ströme enden in Spritzwasser, wobei das gesamte abgegebene Wasser verwendet wird.

    [0017] Ein Vergleich zwischen den auf den Anmelder zurückgehenden bisher bekannten, Schaum erzeugenden Brauseköpfen und dem vorliegenden Brausekopf hat gezeigt, daß die bisher bekannten Brauseköpfe eine Strömungsgeschwindigkeit von 16 l/min bei 1,5 Atmosphären aufwiesen, während der vorliegende Brausekopf eine Strömungsrate von 18 1/min unter demselben Druck von 1,5 Atmosphären aufweist. Sogar bei Wasserauslässen unter demselben niedrigen Wasserdruck erzeugt der vorliegende Brausekopf völlig blasenbeladene Ströme, was der bisher bekannte Brausekopf nicht vermocht hat. Demgemäß wird der neue Brausekopf helfen, eine große Menge Wasser zu sparen, indem eine enorme Menge an Schaum erzeugt wird, d.h. ein mehrfaches Volumen als durch das einfache nicht spritzende Wasser gegeben ist, welches über den Körper des sich Brausenden fließt.

    [0018] Es dürfte einzusehen sein, daß die Funktionsteile der gerade beschriebenen Handbrause in einer Kopfbrause enthalten bzw. eingefügt sein können und daß die Anzahl sowie die Reihen der betreffenden Löcher und Öffnungen verringert oder vergrößert werden kann, wenn eine größere Strömungsrate gefordert wird. Ferner können derartige Brauseköpfe zusätzlich zu den drei verschiedenen Typen von Öffnungen einen vierten Öffnungstyp mit größeren Querschnitten aufweisen und bei Bedarf mit drei Sieben für die Erzeugung von blasigen Strömen größerer Querschnitte ausgerüstet sein, d.h. für die Verwendung in Sportclubs.

    [0019] In Fig. 5, 6 und 7 ist ein Brausekopf dargestellt, der vier verschiedene Arten von Strömen dadurch erzeugt, daß das auf der Stromabwärtsseite liegende Sieb 20 permanent an dem Gehäuse angebracht ist und daß das auf der stromaufwärtsliegenden Seite vorgesehene Sieb 21 drehbar ist. Eine derartige Drehung wird automatisch während der Drehung des Gehäuses ausgeführt. Wenn das Gehäuse 4 um 30° gedreht wird, wird die Kugel 23, die sich zunächst in der Eindruckstelle a befindet, mit dem Gehäuse anschließend in die Eindruckstelle b und sodann in die Eindruckstelle c gelangen. Der halbfeste Gummiring 30 verhindert die unbeabsichtigte Drehung des geformten Siebes 21. Das betreffende Sieb 21 wird lediglich durch die Wände W und W' des Gehäuses getragen, wenn das Gehäuse gedreht wird.

    [0020] Gemäß Fig. 5, 6 und 7 weisen die Löcher 35 einen Durchmesser von 6,75 mm auf, und die Löcher 36 weisen einen Durchmesser von 5,0 mm auf. Demgemäß wird das Gehäuse, dessen Drehung an dem Stoppunkt 0° beginnt, den nächsten Stoppunkt nach einer Drehung um 30° erreichen. Wenn das betreffende Gehäuse weitergedreht wird um 300, wird es den letzten Stoppunkt nach einer Gesamtdrehung von 60° erreichen. Bei der Drehung von 0° bis 30° wird das Gehäuse das geformte Sieb nicht drehen, jedoch bei einer Drehung von 30 bis 60°. Das Gehäuse wird das geformte bzw. in einem Rahmen enthaltene Sieb um 30 drehen. An dem Stoppunkt 0° werden 12 Blasenströme mit einem Durchmesser von 6,75 mm erzeugt. Nach einer Drehung um 30° treten die 12 Vierergruppen mit jeweils vier Strahlen durch die einen Durchmesser von 6,75 mm aufweisenden Öffnungen hindurch, die ein Sieb aufweisen. Wenn das Gehäuse um weitere 30° gedreht wird, um eine Gesamtdrehung von 60° vorzunehmen, wird jede Vierergruppe der Strahlen durch eine einzelne, ein Sieb aufweisende Öffnung mit einem Durchmesser von 5,0 mm hindurchtreten. Wenn das Gehäuse nun in der entgegengesetzten Richtung um 30° gedreht wird, dann werden die 12 Vierergruppen der Strahlen durch die 12 sieblosen Öffnungen hindurchtreten, was zu 46 blasenfreien Strahlen führt. Bei der letzten Drehung in der entgegengesetzten Richtung - von 30° nach 0° hin - werden wieder die 12 blasenbeladene Ströme mit einem Durchmesser von 6,75 mm erzeugt.

    [0021] Fig. 8 zeigt eine Anordnung bzw. Einrichtung, durch die die Anzahl von Öffnungen 65 und 66 in der Scheibe 67 des Brausekopfes vermindert wird, um den Betrieb bei niederen Wasserdrucken zu ermöglichen. Dies wird in sehr einfacher Art und Weise durch einen rohrförmigen Teil 69 erreicht, der mit dem Handgriff zusammenhängt, und durch einen rohrförmigen Teil 70, der mit der Scheibe zusammenhängt. Die beiden Scheiben weisen ausgeschnittene Bereiche 71 und 72 auf. In der dargestellten Stellung erreicht das Wasser lediglich die Umfangsreihe der Öffnungen 65. Beim Betrieb unter normalen und hohen Wasserdrucken - wobei die Schraube 68 entfernt ist - wird die Scheibe 67 um 180° gedreht, und sodann wird die gesamte Anordnung wieder zusarnmengesetzt. In dieser zweiten Stellung sind sämtliche Löcher 65 und 66 offen. Obwohl ein gleitbarer Kontakt eine Wasserdichtigkeit sicherstellt, kann, sofern erwünscht, eine Scheibe 73 verwendet werden.

    [0022] Die in Fig. 9 dargestellte Anordnung ermöglicht,den Wasserzugang zu der Innenreihe zu versperren oder die Wasserzufuhr zu zwei Reihen von Löchern zuzulassen, indem ein außerhalb des Brausekopfes angeordneter Knopf betätigt wird. Gemäß Fig. 9 ist der rohrförmige Teil 69a durch den KnDpf 75 drehbar, der mit dem Teil 69a durch Spitzen 88 verbunden ist, die in einer Nut 88a untergebracht sind. Ferner wird das gewünschte Maß der Drehung des Teiles 69a durch Spitzen bzw. Vorsprünge 94 erreicht, die in die Nut 95 hineinragen. Ein Gummiring 91 verhindert ein Lecken. Das Teil 80 ist mit dem Teil 81 durch Rippen bzw. Aussteifungen 82 verbunden. Die Scheibe weist Nuten 86 auf, in die die betreffenden Rippen bzw. Aussteifungen hineinragen, um die Scheibe richtig zu positionieren. Das Teil 69a ist um das Teil 80 in reibbarem, jedoch drehbarem Kontakt angeordnet, so daß ein Lecken zu der abgetrennten bzw. isolierten inneren Reihe von Löchern 66a vermieden ist. In der Zeichnung ist dargestellt, daß das Wasser beide Reihen von Löchern 65a und 66a erreicht. Die Oberkante des Teiles 71a trägt eine Lippe 96, welche die Dichtung zwischen den Kontaktwänden 69a und 71a verbessert. Demgemäß wird das Teil 69a von der rohrförmigen Wand 61a getragen.

    [0023] Durch die Erfindung ist ein selektiv betätigbarer Brausekopf geschaffen, der eine Vielzahl von unterschiedlichen Strömen bzw. Strahlen oder in der Anzahl verschiedene Ströme bzw. Strahlen erzeugt und der zwischen einem Satz von blasenreichen Strömen großen Durchmessers bei hohem Wasserdruck und einem weiteren Satz von einen kleineren Durchmesser aufweisenden Strahlen bzw. Strömen auszuwählen gestattet, der bzw. die voll von Blasen ist, wenn der Wasserdruck niedrig ist. Anstelle des blasenbeladenen Stromes kann ein Sprühnebel gewählt werden. Erreicht wird dies durch eine auf der Stromeintrittsseite vorgesehene Scheibe mit Kammern oder Öffnungen, die das Wasser in Stromabwärtsrichtung abgeben. In der Strahlbahn von den Kammern her ist eine Siebscheibe (7,8) vorgesehen, die selektiv vom Benutzer drehbar ist und die eine Anzahl von durchgehenden Öffnungen (5,6) aufweist. Wird die richtige Öffnung (5,6) unter die Strahlen gebracht, so kann eine Art von mehreren verschiedenen Arten von Strahlen gewählt werden. Eine Öffnung (5) weist ein Sieb (8) auf der Oberseite und ein Sieb (7) an der Unterseite auf, so daß bei mittleren oder hohen Wasserdrucken eine reichliche Belüftung erfolgt, die zu einem reichlichen austretenden blasenbeladenen Wasserstrom führt. Für einen normal belüfteten Brausekopf ist ein Loch (6) mit kleineren Auslaßdurchmessern und mit lediglich einem Sieb (8) vorhanden. In entsprechender Weise ist ein drittes, siebloses Loch vorhanden, welches einen blasenfreien Sprühnebel liefert, wenn es unterhalb der Kammern liegt. Die Kammern können um die auf der Einströmungsseite vorgesehene Scheibe (2) herum doppelt vorgesehen sein, so daß bei Auswahl einer vorgegebenen Strömungsform der die Strömung erzeugende Lochtyp das gesamte Wasser von sämtlichen verschiedenen Kammern aufnimmt. Durch die Erfindung ist ferner die Möglichkeit geschaffen, die Anzahl der blasenbeladenen Strahlen bzw. Ströme zu vermindern, um die Erzeugung von völlig blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen großen Durchmessers bei niederen Wasserdrucken zu ermöglichen. Dieses Merkmal ermöglicht die Eliminierung von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen kleinen Durchmessers. Ihre Aufrechterhaltung bringt jedoch die Möglichkeit mit sich, den Anwendungsbereich des erfindungsgemäßen Brausekopfes zu erweitern, da bei Drucken, bei denen sämtliche starken blasenbeladenen Strahlen nicht er-. zeugt werden können, die dünneren Strahlen erzeugt werden und da bei Drucken, bei denen die weniger stark blasenbeladenen Ströme bzw. Strahlen nicht erzeugt werden können, die wenigen kleineren Strahlen bzw. Ströme erzeugt werden. Die bedeutsame Eigenschaft der Erzeugung der größtmöglichen Anzahl von blasenbeladenen Strömen ist somit möglich gemacht.


    Ansprüche

    1. Brausekopf für die alternative Erzeugung eines Brausestroms von verschiedenen Reihen von Brauseströmen, deren jeder durch eine Vielzahl gesonderter Ströme bzw. Strahlen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
    daß eine Umsetzeinrichtung vorgesehen ist, die eine Reihe der Ströme bzw. Strahlen in eine andere Reihe von Strömen bzw. Strahlen umsetzt, daß die betreffenden Reihen der Ströme bzw. Strahlen zumindest zwei voneinander verschiedene Reihen von Strömen bzw. Strahlen aufweisen, deren jeder blasenbeladen ist,
    und daß eine Mischeinrichtung in der Bahn der Strahlen angeordnet ist, die von einer auf der Zuströmungsseite der betreffenden Mischeinrichtung angeordneten Scheibe (3) abgegeben werden.
     
    2. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei verschiedene Reihen von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen dadurch hervorgerufen werden, daß sämtliche Strahlen von der Scheibe (3) abgegeben werden.
     
    3. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden verschiedenen Reihen von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen lediglich durch eine gewisse Anzahl der durch die Scheibe (3) hervorgerufenen Strahlen erzeugt werden.
     
    4. Brausekopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser in der einen Reihe der blasenbeladenen Ströme bzw. Strahlen größer ist als in der anderen Reihe der blasenbeladenen Ströme bzw. Strahlen
     
    5. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung zumindest teilweise durch ein oder mehrere Drahtsiebe (7,8) gebildet ist.
     
    6. Brauseklpf nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlendurchgangs-Mischeinrichtung ein einzelnes Sieb (8) aufweist.
     
    7. Brausekopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder blasenbeladene Strom durch eine Vielzahl von durch die Mischeinrichtung hindurchtretenden Strahlen gebildet ist.
     
    8. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß drei verschiedene Reihen von Strömen erzeugt werden, die einen Sprühnebel sowie starke blasenbeladene Ströme und.blasenbeladene Ströme kleinen Durchmessers umfassen.
     
    9. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß drei verschiedene Reihen von Strömen bzw. Strahlen erzeugt werden, zu denen ein Sprühnebel, eine erste Reihe von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen und eine weitere Reihe von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen gehören, die denselben Durchmesser aufweisen wie die erstgenannte Reihe der blasenbeladenen Ströme bzw. Strahlen jedoch demgegenüber in geringerer Anzahl vorgesehen sind.
     
    10. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sechs verschiedene Reihe von Strömen bzw. Strahlen erzeugt werden, die sich in drei erste Reihen und drei weitere Reihen dadurch voneinander unterscheiden, daß eine Anzahl der die Strahlen erzeugenden Löcher an der Aufnahme von Wasser gehindert ist.
     
    11. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl an blasenfreien Strahlen zumindest doppelt so groß ist wie die Anzahl der blasenbeladenen Ströme bzw. Strahlen.
     
    12. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlen erzeugenden Kammern auf der Oberseite durch Brücken abgedeckt sind, welche jeweils zwei Eintrittsöffnungen (16) an dem Einströmungsende der jeweiligen Kammer (11) festlegen, die in der genannten Scheibe (3) untergebracht ist.
     
    13. Brausekopf nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Eintrittsöffnungen (16) verschlossen ist.
     
    14. Brausekopf für die Erzeugung von drei verschiedenen Brausestrahlen, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strahlen mit hoher Geschwindigkeit erzeugende Scheibe (3) auf der Einströmungsseite eines drehbaren, teilweise gesiebten Teiles (4) angeordnet ist, welches in einer Stellung das Sieb oder die Siebe (7,8) unter die betreffenden Strahlen derart positioniert, daß eine Reihe von blasenbeladenen Strömen erzeugt wird, während in einer anderen Stellung des betreffenden Teiles die Strahlen durch sieblose Öffnungen hindurchtreten und einen Sprühnebel erzeugen,
    und daß in einer noch weiteren Stellung des betreffenden Teiles eine Reihe von blasenbeladenen Strömen erzeugt wird, die im Querschnitt verschieden sind von den in der genannten anderen Stellung erzeugten Reihen von blasenbeladenen Strömen.
     
    15. Brausekopf für die Erzeugung von vier verschiedenen Brausestrahlen, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einströmungsseite der Scheibe Einrichtungen vorgesehen sind, die bei niederen Wasserdrucken den Zugang von Wasser zu einigen der Löcher hin derart sperren, daß die Strahlen so abgegeben werden, daß alternativ bei niederen Wasserdrucken eine Reihe von weniger, jedoch kraftvolleren blasenbeladenen Strömen abgegeben wird, während bei normalen Drucken eine Reihe von einen Sprühnebel bildenden Strahlen abgegeben wird,
    und daß die betreffenden Einrichtungen einen Zugang des Wassers zu sämtlichen Löchern der Scheibe zur Erzeugung des vollständigen Bereichs der blasenbeladenen Ströme sowie der den Sprühnebel bildenden Strahlen ermöglichen.
     
    16. Brausekopf nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die betreffenden Einrichtungen durch einen von der Einströmungsseite der Scheibe abstehenden rohrförmigen Vorsprung gebildet sind, der zwischen der inneren Reihe und der äußeren Reihe von Löchern derart angeordnet ist, daß er in Gleitanlage an einem rohrförmigen Vorsprung sich befindet, der von der betreffenden Scheibe absteht,
    und daß die beiden Vorsprünge Ausschnittbereiche aufweisen, deren Ausrichtung zueinander dem Wasser ermöglicht,die Löcher sowohl der inneren Reihe als auch der äußeren Reihe von Löchern zu erreichen.
     
    17. Brausekopf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Teile so zueinander ausgerichtet sind, daß der Zugang des Wassers zu sämtlichen Löchern bei normalem Wasserdruck erfolgt, während bei niederem Wasserdruck die betreffenden Ausschnittbereiche zueinander derart versetzt sind, daß der Wasserzutritt zu lediglich einer Reihe von Löchern ermöglicht ist.
     
    18. Brausekopf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Scheibe abstehende rohrförmige Vorsprung bzw. Ansatz mittels eines Knopfes bzw. einer Taste drehbar ist, der bzw. die an der Brausekopf-Außenseite vorgesehen ist.
     
    19. Brausekopf für die Erzeugung von vier verschiedenen Brausestrahlen, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strahlen mit hoher Geschwindigkeit erzeugende Scheibe auf der Einströmungsseite eines drehbaren, teilweise gesiebten Gehäuses angeordnet ist, daß eine teilweise gesiebte drehbare Platte zwischen der betreffenden Scheibe und dem genannten Gehäuse angeordnet ist
    und daß die Drehung der betreffenden Platte durch die Drehung des Gehäuses derart gesteuert ist, daß durch diese Drehung in die Bahn der Strahlen alternativ ungesiebte Durchgänge, Durchgänge mit zumindest einem Sieb und Durchgänge mit zumindest zwei Sieben derart eingeführt werden, daß alternativ eine Reihe von blasenfreien Strömen hoher Geschwindigkeit, eine Reihe von blasenfreien regenartigen Brausestrahlen oder eine Reihe von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen kleineren Querschnitts und eine Reihe von blasenbeladenen Strömen bzw. Strahlen mit relativ großem Querschnitt erzeugt wird.
     
    20. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die blasenbeladenen Ströme durch eine Vielzahl von mit hoher Geschwindigkeit auftretenden Strahlen erzeugt werden.
     




    Zeichnung