[0001] Vorrichtung und Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder
Entfeuchter in Mauerwerk
[0002] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einführen von flüssigem
Imprägnierungsmittel und/ oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung
des Mauerwerkes einführbaren perforierten Rohr, einem Zuleitungsrohr und einem Flüssigkeitsbehälter.
[0003] Damit keine Feuchtigkeit aus dem Boden in die Fundamente und das Mauerwerk von Gebäuden
eindringen und Schäden verursachen kann, ist es bei modernen Gebäuden üblich, eine
Dämmschicht in einer geeigneten Höhenlage vorzusehen. Es gibt jedoch zahlreiche, vorwiegend
ältere Bauwerke, bei denen eine solche Dämmschicht nicht eingebaut und in vielen Fällen
auch bereits Feuchtigkeit eingedrungen ist.
[0004] Um die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zurückzudrängen und ihr erneutes Eindringen
zu verhindern, ist es bekannt, in dem Mauerwerk Bohrungen anzubringen und in die Bohrungen
beispielsweise unter Druck eines oder mehrerer Behälter in einer gewissen Höhe über
dem Boden ein flüssiges Imprägnierungsmittel einzuführen, das wasserabweisend ist.
Man konnte jedoch keine gleichmäßige Durchdringung des Mauerwerkes erzielen, weil
im Laufe der Zeit die Bohrungen durch Abbröckeln des Mauerwerks verschüttet wurden,und
daher das Imprägnierungsmittel einige Zonen des Mauerwerks nicht mehr erreichte. Es
versickerte vielmehr in den durchlässigeren Zonen des Mauerwerks und in Rissen und
Spalten, wie sie besonders in alten Mauern häufig vorkommen.
[0005] Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bekannt, in die Bohrungen des Mauerwerks
perforierte Rohre einzusetzen. Jedoch blieb der Nachteil der unzureichenden Verteilung
des Imprägnierungsmittels im Mauerwerk bestehen, da die engen Durchtrittsöffnungen
der.Perforationen im Laufe der Zeit verschlammten. Wenn man jedoch als Perforation
eine ausreichende Anzahl von Durchtrittsöffnungen mit größerem Durchmesser vorsah,
trat das Imprägnierungsmittel in starker Strömung aus und durchdrang nicht die weniger
porösen Teile des Mauerwerks, sondern versickerte rasch in den stärker porösen Teilen
des Mauerwerks und in den Rissen, wodurch viel Imprägnierungsmittel verschwendet wurde.
[0006] Zur Beseitigung dieses Nachteils wurde in der AT-PS 276 702 und den entsprechenden
GB-Patentanmeldungen Serien-Nummer A 5413/66, 24809/65 und 54416/65 vorgeschlagen,
das in das Mauerwerk eingesetzte perforierte Rohr mit einer porösen Umhüllung, beispielsweise
aus Schaumgummi oder geschäumtem Kunststoff zu umgeben. Dadurch wurde verhindert,
daß der aus dem Mauerwerk stammende Schlamm bis zu der im Rohr vorgesehenen Perforation
gelangen konnte, er verstopfte aber im Laufe der Zeit die Poren an der Oberfläche
der Umhüllung. Dadurch wurde zwar das Austreten der Imprägnierungsflüssigkeit nicht
wesentlich behindert, es traten jedoch Probleme bei der Reinigung auf. Weil die Strömung
des Imprägnierungsmittels,das aus der porösen Umhüllung austrat, von der Porosität
des Teiles der Mauer Solemo-P230681EU abh-ing, der mit dieser Umhüllung in Berührung
stand, wurde ein großer Überschuß an Imprägnierungsmittel durch Mauerrisse aufgenommen,
bevor es die weniger porösen Zonen der Mauer durchdringen konnte. Ferner mußte man
ständig den Füllungsgrad des Flüssigkeitsbehälters beobachten, weil man nicht voraussagen
konnte, welche Menge an Imprägnierungsmittel pro Zeiteinheit in einer bestimmten Bohrung
aufgenommen wurde. Es kam häufig vor, daß der Behälter und das perforierte Rohr leer
liefen, was bei einem leicht auskristallisierendem Imprägnierungsmittel die Folge
hatte, daß sich die Poren der porösen Umhüllung durch die ausgefallenen Kristalle
verstopften. Zur Reinigung mußte die poröse Umhüllung beispielsweise mit Salzsäure
gespült werden, was den Einsatz von geschultem Afbeitspersonal erforderte und eine
Gefährdung der Umwelt darstellte. Um einen ausreichenden Durchtritt der Imprägnierungsflüssigkeit
durch die poröse Umhüllung auch bei gegebenenfalls verschlammten Poren der Oberfläche
zu gewährleisten, mußte man eine relativ dicke Umhüllung vorsehen, was einen entsprechend
großen Durchmesser der Bohrung im Mauerwerk erforderlich machte. Dadurch wurde aber
die Festigkeit des Mauerwerks beeinträchtigt.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden
und eine Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter
im Mauerwerk vorzusehen, mit der man die einzuführende Flüssigkeit gleichmäßig in
der gesamten Tiefe der Sackbohrung im Mauerwerk verteilen kann, und bei der man ferner
die Strömungsgeschwindigkeit und die Menge des Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters
einstel-, len kann, die pro Zeiteinheit dem Mauerwerk zugeführt wird.
[0008] Die. Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel
und/oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerkes einführbaren
perforierten Rohr, einem Zuleitungsrohr und einem Flüssigkeitsbehälter, wobei das
eine - dem Sackbohrungsende zugewandte - Ende des perforierten Rohres geschlossen
ist, und an seinem anderen - dem Sackbohrungsende abgewandten - offenen bzw. zu öffnenden
Ende und/oder in seinem Inneren und/oder im Verlauf des Zuleitungsrohres mindestens
eine Dosiereinrichtung für das Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter vorgesehen
ist.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung hängt die Anzahl der Tropfen, die aus den Durchtrittsöffnungen
des perforierten Rohres in das Mauerwerk austreten, nur von der Dosiereinrichtung
ab und nicht von der Porosität der Mauer. Die Dosiereinrichtung wird unter Berücksichtigung
qes Durchmessers und des Abstands der Durchtrittsöffnungen im perforierten Rohr derart
ausgewählt bzw. eingestellt, daß sie jene Menge an Imprägnierungsmittel und/ oder
Entfeuchter in Tropfenform abgibt, die der weniger poröse Teil der Mauer frei absorbieren
kann. Die Strömungsgeschwindigkeit des austretenden Imprägnierungsmittels und/oder
Entfeuchters wird dabei so niedrig gehalten, daß es in die weniger porösen Teile des
Mauerwerks eindringen kann und nicht in den stärker porösen Zonen und Rissen versickert.
Daher wird kein Imprägnierungsmittel verschwendet.
[0010] Weil durch die Dosiereinrichtung die Strömung der austretenden Flüssigkeit eingestellt
wird, ist es möglich, derart viele und weite Durchtrittsöffnungen des perforierten
Rohres vorzusehen, daß diese durch den aus dem Mauerwerk stammenden Schlamm zumindest
nicht in einem störenden Ausmaß verstopft werden. Dadurch ist gewährleistet, daß das
Imprägnierungsmittel und/oder der Entfeuchter auf der ganzen Länge des perforierten
Rohres gleichmäßig dem Mauerwerk zugeführt werden.
[0011] Die Reinigung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist einfach, da man sie leicht
auseinandernehmen und durchspülen kann, und man keine aggressiven Mittel, wie z.B.
Salzsäure, benötigt.
[0012] Weil das perforierte Rohr der Vorrichtung gemäß der Erfindung und demgemäß auch die
Sackbohrungen nur einen geringen Durchmesser aufweisen, wird das Mauerwerk in seiner
Stabilität nicht beeinträchtigt.
[0013] Die Erfindung wird anhand von Figuren näher erläutert.
[0014] Es zeigen
- Figur 1 einen Querschnitt durch ein Mauerwerk mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
- Figur 2 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform (I) der Vorrichtung gemäß
der Erfindung.
- Figur 3 einen Querschnitt durch die koaxial angeordneten perforierten Rohre gemäß
einer speziellen Ausführungsform (I) der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
- Figur 4 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform (II) der Vorrichtung
gemäß der Erfindung.
- Figur 5 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform (III) der Vorrichtung
gemäß der Erfindung.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform (I) weist die Vorrichtung gemäß der Erfindung als Dosiereinrichtung
im Inneren des perforierten Rohres 2 ein weiteres perforiertes Rohr 1 mit einem geschlossenen
Ende auf, das dem Sackbohrungsende zugewandt ist, wobei die Perforationen der beiden
Rohre derart angeordnet sind, daß jene Durchtrittsöffnungen gegeneinander um 180
0 versetzt sind, die sich jeweils auf der gleichen im rechten Winkel zur Längsachse
der Rohre gedachten Ebene befinden. Die Strömung der Flüssigkeit hängt von der Größe
und Anordnung der Perforationen der beiden Rohre und von der Viskosität der verwendeten
Flüssigkeit ab. Vorzugsweise sind die Durchtrittsöffnungen des inneren Rohres 1 in
einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet, wodurch ein vollständiges Verdrängen
der Luft aus der Vorrichtung gemäß der Erfindung und damit die gleichmäßige Verteilung
der Flüssigkeit erleichtert werden. Vorzugsweise weist das äußere Rohr 2 eine größere
Anzahl von Durchtrittsöffnungen als das innere Rohr 1 auf ; in diesem Fall werden
nur einige der Durchtrittsöffnungen des Rohres 2 von einer Ebene erfaßt, die durch
eine Durchtrittsöffnung des Rohres 1 verlaufend im rechten Winkel zur Längsachse der
Rohre gedacht ist. Besonders bevorzugt sind die Durchtrittsöffnungen des äußeren Rohres
2 auf einer um dieses Rohr herumlaufenden Spirallinie angeordnet.
[0016] Beispielsweise weist die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Ausführungsform (I)
ein inneres perforiertes Rohr 1 und ein äußeres perforiertes Rohr 2 auf, deren eines
Ende mit einer Abdeckkappe 3 verschlossen und mit einer elastischen Dichtung 12 abgedichtet
ist; das andere, offene Ende der beiden Rohre 1 und 2 ist mit einer gelochten Abdeckkappe
4 abgedeckt und mit einem elastischen Dichtungsring 11 abgedichtet, durch die das
Zuleitungsrohr 5 gegebenenfalls ein Stück weit in das Innere des inneren perforierten
Rohres 1 hineinragt; eine Anschlagscheibe 7, die die Befestigung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in der Sackbohrung des Mauerwerks erleichtert und die Einführtiefe des
perforierten Rohres 2 in die Sackbohrung begrenzt, weist einen erheblich größeren
Außendurchmesser als das Rohr 2 auf und ist beispielsweise vor der Abdeckkappe 4 angeordnet;
das Zuleitungsrohr 5 ist mit einem Flüssigkeitsbehälter 6 verbunden, wobei sein fester
Sitz an.dessen Ausflußöffnung durch eine Beilegscheibe .8, eine; - elastische Dichtung
10 und Schraubenmuttern 9 gesichert sein kann; analog ist der Sitz des Zuleitungsrohres
5 in der gelochten Abdeckkappe 4 beispielsweise durch eine Dichtung 10 und Schraubenmuttern
9 gesichert.
[0017] Vorzugsweise haben die Durchtrittsöffnungen des inneren Rohres einen Durchmesser
von 0,3 mm und sind in einer geraden Linie in einem Abstand von 100 mm voneinander
und mit einem Abstand von jeweils 50 mm von den beiden Rohrenden angeordnet. Das äußere
perforierte Rohr hat vorzugsweise einen Querschnitt von 100 mm und weist in einer
spiralförmigen Linie Durchtrittsöffnungen von 0,5 mm Durchmesser auf, wobei der Abstand
zwischen den im rechten Winkel zur Längsachse der Rohre gedachten Ebenen, die jeweils
durch eine Durchtrittsöffnung verlaufen, 15 mm beträgt.
[0018] Wenn also beispielsweise die beiden Rohre 1 und 2 600 mm lang sind (und damit für
ein Mauerwerk von 65 cm Dicke vorgesehen sind), weist das äußere Rohr 2 41 Durchtrittsöffnungen
und das innere Rohr 1 6 Durchtrittsöffnungen auf.
[0019] Gegebenenfalls kann man den Strömungswiderstand des flüssigen Imprägnierungsmittels
und/oder Entfeuchters erhöhen und die Tropfgeschwindigkeit verlangsamen, indem man
im Inneren des perforierten Rohres 2 mehrere perforierte Rohre koaxial anordnet, wobei
jeweils die auf der gleichen, senkrecht zur Längsachse der Rohre gedachten, Ebene
liegenden Durchtrittsöffnungen benachbarter Rohre um 180
0 versetzt sind. Vorzugsweise sind die Durchtrittsöffnungen des innersten perforierten
Rohres 1 in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet, und sind die Durchtrittsöffnungen
der anderen perforierten Rohre in einer um das jeweilige Rohr herumlaufenden Spirallinie
angeordnet.
[0020] Die Dosierung des Imprägnierungsmittels und/oder des Entfeuchters entsprechend seiner
Viskosität und entsprechend der Porosität des Mauerwerks wird durch eine geeignete
Auswahl des Durchmessers und der Abstände der Durchtrittsöffnungen in sämtlichen verwendeten
perforierten Rohren erzielt.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (II) dient als Dosiereinrichtung eine austauschbare
Blende 13 mit einer oder mehreren Öffnungen, die sich im Verlauf des Zuleitungsrohres
5 oder vorzugsweise am offenen Ende des perforierten Rohres 2 befindet. Die Strömung
des Imprägnierungsmittels und/oder des Entfeuchters kann man einstellen, indem man
einen geeigneten Durchmesser der Blendenöffnung bzw. -öffnungen entsprechend den Durchtrittsöffnungen
des perforierten Rohres 2 und der Viskosität der verwendeten Flüssigkeit auswählt.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (III) dient als Dosiereinrichtung ein Ventil
14, das im Verlauf des Zuleitungsrohres 5 oder vorzugsweise am offenen Ende des perforierten
Rohres 2 vorgesehen ist, wobei der Durchmesser der Ventilöffnung stufenweise oder
kontinuierlich veränderbar ist. Das Ventil weist zweckmäßig eine Skala auf, an der
man den eingestellten Durchmesser der Ventilöffnung ablesen kann.Als stufenweise einstellbares
Ventil dient beispielsweise ein Hahn mit einem Küken, das mehrere Bohrungen verschiedenen
Durchmessers aufweist. Die Ausführungsform (III) erzielt gegenüber der Ausführungsform
(II) den Vorteil, daß man die Ventilöffnung leichter Variieren kann. Die Durchtrittsöffnungen
des perforierten Rohres 2 sind bei den Ausführungsformen (II) und (III) vorzugsweise
in einer geraden Linie auf der Oberseite des Rohres angeordnet.
[0023] Man kann erfindungsgemäß mehrere der beschriebenen Dosiereinrichtungen hintereinanderschalten
und damit die gewünschte Dosierung des Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters
erzielen.
[0024] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht ganz oder teilweise aus Kunststoff und/oder
Metall. Vorzugsweise besteht sie aus einem Kunststoff, der gegen Witterungseinflüsse
und das verwendete Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter unempfindlich ist
und sich leicht reinigen läßt.
[0025] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird bis zur Anschlagsscheibe 7 in eine Sackbohrung
des Mauerwerkes(A)eingeführt, welche eine Tiefe von etwa 50-mm weniger als die Mauerdicke
aufweist. Man kann die Vorrichtung (B) gemäß der Erfindung beispielsweise mit Gips
(C) in der Mauer befestigen. Die Sackbohrungen werden beispielsweise in gleicher Höhe
und in gleichen Abständen von 150 bis 250 mm angelegt. Erfindungsgemäß kann jede Vorrichtung
ihren eigenen Flüssigkeitsbehälter aufweisen, es kann jedoch wahlweise dazu auch ein
einziger Flüssigkeitsbehälter mehrere oder alle Vorrichtungen gemäß der Erfindung
in einer Mauer versorgen.
[0026] Je nach der Porosität des Mauerwerks, die man beispielsweise beim Anlegen der Sackbohrungen
festgestellt hat, wählt man die Dosiereinrichtung der Vorrichtung gemäß der Erfindung
aus, bzw. stellt sie ein. Anfänglich nimmt das Mauerwerk das flüssige Imprägnierungsmittel
und/oder den Ent
- feuchter rascher auf als gegen Ende. Daher ist es inspesondere bei Verwendung der
Ausführungsformen (II) und (III) zweckmäßig, zuerst eine größere Strömungsgeschwindigkeit
einzustellen und diese später zu verringern. Das nachstehende Beispiel zeigt, wie
man zweckmäßig den Durchmesser der Blendenöffnung bzw. Ventilöffnung entsprechend
der Porosität der Mauer im Laufe der Zeit variieren kann. Beispiel:
Die Vorrichtung wies ein perforiertes Rohr 2 von 600 mm Länge mit 6 Durchtrittsöffnungen
von 0,5 mm Durchmesser auf, die in gerader Linie auf seiner Oberseite angeordnet waren.
Der Öffnungsdurchmesser der eingesetzten Blende bzw. der eingestellten Ventilöffnung
ist in der nachstehenden Tabelle angegeben, wobei die angegebenen Zahlenwerte bzw.
Blendennummern den nachstehenden Öffnungsdurchmessern entsprachen:



1. Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter
in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerkes (A) einführbaren perforierten
Rohr (2), einem Zuleitungsrohr (5) und einem Flüssigkeitsbehälter (6), dadurch gekennzeichnet
, daß das eine Ende des perforierten Rohres (2) geschlossen ist und an seinem offenen
Ende und/oder in seinem Inneren und/ oder im Verlauf des Zuleitungsrohres(5) mindestens
eine Dosiereinrichtung für das Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter vorgesehen
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung
im inneren des perforierten Rohres (2) mindestens ein bis drei weitere perforierte
Rohre (1) mit einem geschlossenen Ende vorgesehen sind, wobei alle Rohre koaxial derart
angeordnet sind, daß jene Durchtrittsöffnungen benachbarter Rohre, die auf einer im
rechten Winkel zur Rohrachse gedachten Ebene liegen, gegeneinander jeweils um 180
0 versetzt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen
des innersten perforierten Rohres (1) in einer geraden Linie auf seiner Oberseite
angeordnet sind, und die Durchtrittsöffnungen des bzw. der anderen Rohre auf einer
Spirallinie angeordnet sind, die um das jeweilige Rohr herumläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein inneres perforiertes Rohr
(1), dessen Durchtrittsöffnungen einen Durchmesser von 0,3 mm aufweisen und in einem
Abstand von je 100 mm voneinander und einem Abstand von je 50 mm von den beiden Rohrenden
angeordnet sind; und durch ein äußeres perforiertes Rohr (2) mit 100 mm äußerem Durchmesser
mit Durchtrittsöffnungen von 0,5 mm Durchmesser in einem Abstand von 15 mm zwischen
den im rechten Winkel zur Rohrachse gedachten Ebenen durch je eine Durchtrittsöffnung;
wobei die beiden perforierten Rohre (1,2) eine Länge aufweisen, die 50 mm weniger
als die Dicke des Mauerwerks beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen
des perforierten Rohres (2) in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung
eine austauschbare Blende (13) mit einer oder mehreren Öffnungen am offenen Ende des
perforierten Rohres (2) oder im Verlauf des Zuleitungsrohres (5) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung
ein Ventil (14) am offenen Ende des perforierten Rohres (2) oder im Verlauf des Zuleitungsrohres
(5) vorgesehen ist, wobei der Durchmesser der Ventilöffnung stufenweise oder kontinuierlich
veränderbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Dosiereinrichtungen gemäß den Ansprüchen 2, 6 und 7 hintereinandergeschaltet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie aus Kunststoff und/oder Metall besteht.
10. Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter
in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder mehrere Vorrichtungen gemäß
einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet und die Strömungsgeschwindigkeit des
Imprägnierungsmittels und/ oder Entfeuchters im Laufe des Imprägnierungsarbeitsganges
verringert.