(19)
(11) EP 0 066 646 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.12.1982  Patentblatt  1982/50

(21) Anmeldenummer: 81105641.5

(22) Anmeldetag:  17.07.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E04B 1/62
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 04.06.1981 ES 502745

(71) Anmelder: Solemo, Emil
Fuengirola Malaga (ES)

(72) Erfinder:
  • Solemo, Emil
    Fuengirola Malaga (ES)

(74) Vertreter: Boeters, Hans Dietrich, Dr. et al
Patentanwälte Boeters & Bauer, Bereiteranger 15
81541 München
81541 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung und Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerks einführbaren perforierten Rohr, einem Zuleitungsrohr und einem Flüssigkeitsbehälter, wobei das eine Ende des perforierten Rohres geschlossen ist und an seinem offenen Ende und/oder in seinem Inneren.und/oder im Verlauf des Zuleitungsrohres mindestens eine Dosiereinrichtung für das Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter vorgesehen ist. Als Dosiereinrichtung kann mindestens ein weiteres perforiertes Rohr im Inneren des perforierten Rohres oder eine austauschbare Blende mit einer oder mehreren Öffnungen oder ein stufenweise bzw. kontinuierlich einstellbares Ventil dienen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk unter Verwendung dieser Vorrichtung.




    Beschreibung


    [0001] Vorrichtung und Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk

    [0002] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/ oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerkes einführbaren perforierten Rohr, einem Zuleitungsrohr und einem Flüssigkeitsbehälter.

    [0003] Damit keine Feuchtigkeit aus dem Boden in die Fundamente und das Mauerwerk von Gebäuden eindringen und Schäden verursachen kann, ist es bei modernen Gebäuden üblich, eine Dämmschicht in einer geeigneten Höhenlage vorzusehen. Es gibt jedoch zahlreiche, vorwiegend ältere Bauwerke, bei denen eine solche Dämmschicht nicht eingebaut und in vielen Fällen auch bereits Feuchtigkeit eingedrungen ist.

    [0004] Um die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zurückzudrängen und ihr erneutes Eindringen zu verhindern, ist es bekannt, in dem Mauerwerk Bohrungen anzubringen und in die Bohrungen beispielsweise unter Druck eines oder mehrerer Behälter in einer gewissen Höhe über dem Boden ein flüssiges Imprägnierungsmittel einzuführen, das wasserabweisend ist. Man konnte jedoch keine gleichmäßige Durchdringung des Mauerwerkes erzielen, weil im Laufe der Zeit die Bohrungen durch Abbröckeln des Mauerwerks verschüttet wurden,und daher das Imprägnierungsmittel einige Zonen des Mauerwerks nicht mehr erreichte. Es versickerte vielmehr in den durchlässigeren Zonen des Mauerwerks und in Rissen und Spalten, wie sie besonders in alten Mauern häufig vorkommen.

    [0005] Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bekannt, in die Bohrungen des Mauerwerks perforierte Rohre einzusetzen. Jedoch blieb der Nachteil der unzureichenden Verteilung des Imprägnierungsmittels im Mauerwerk bestehen, da die engen Durchtrittsöffnungen der.Perforationen im Laufe der Zeit verschlammten. Wenn man jedoch als Perforation eine ausreichende Anzahl von Durchtrittsöffnungen mit größerem Durchmesser vorsah, trat das Imprägnierungsmittel in starker Strömung aus und durchdrang nicht die weniger porösen Teile des Mauerwerks, sondern versickerte rasch in den stärker porösen Teilen des Mauerwerks und in den Rissen, wodurch viel Imprägnierungsmittel verschwendet wurde.

    [0006] Zur Beseitigung dieses Nachteils wurde in der AT-PS 276 702 und den entsprechenden GB-Patentanmeldungen Serien-Nummer A 5413/66, 24809/65 und 54416/65 vorgeschlagen, das in das Mauerwerk eingesetzte perforierte Rohr mit einer porösen Umhüllung, beispielsweise aus Schaumgummi oder geschäumtem Kunststoff zu umgeben. Dadurch wurde verhindert, daß der aus dem Mauerwerk stammende Schlamm bis zu der im Rohr vorgesehenen Perforation gelangen konnte, er verstopfte aber im Laufe der Zeit die Poren an der Oberfläche der Umhüllung. Dadurch wurde zwar das Austreten der Imprägnierungsflüssigkeit nicht wesentlich behindert, es traten jedoch Probleme bei der Reinigung auf. Weil die Strömung des Imprägnierungsmittels,das aus der porösen Umhüllung austrat, von der Porosität des Teiles der Mauer Solemo-P230681EU abh-ing, der mit dieser Umhüllung in Berührung stand, wurde ein großer Überschuß an Imprägnierungsmittel durch Mauerrisse aufgenommen, bevor es die weniger porösen Zonen der Mauer durchdringen konnte. Ferner mußte man ständig den Füllungsgrad des Flüssigkeitsbehälters beobachten, weil man nicht voraussagen konnte, welche Menge an Imprägnierungsmittel pro Zeiteinheit in einer bestimmten Bohrung aufgenommen wurde. Es kam häufig vor, daß der Behälter und das perforierte Rohr leer liefen, was bei einem leicht auskristallisierendem Imprägnierungsmittel die Folge hatte, daß sich die Poren der porösen Umhüllung durch die ausgefallenen Kristalle verstopften. Zur Reinigung mußte die poröse Umhüllung beispielsweise mit Salzsäure gespült werden, was den Einsatz von geschultem Afbeitspersonal erforderte und eine Gefährdung der Umwelt darstellte. Um einen ausreichenden Durchtritt der Imprägnierungsflüssigkeit durch die poröse Umhüllung auch bei gegebenenfalls verschlammten Poren der Oberfläche zu gewährleisten, mußte man eine relativ dicke Umhüllung vorsehen, was einen entsprechend großen Durchmesser der Bohrung im Mauerwerk erforderlich machte. Dadurch wurde aber die Festigkeit des Mauerwerks beeinträchtigt.

    [0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter im Mauerwerk vorzusehen, mit der man die einzuführende Flüssigkeit gleichmäßig in der gesamten Tiefe der Sackbohrung im Mauerwerk verteilen kann, und bei der man ferner die Strömungsgeschwindigkeit und die Menge des Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters einstel-, len kann, die pro Zeiteinheit dem Mauerwerk zugeführt wird.

    [0008] Die. Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerkes einführbaren perforierten Rohr, einem Zuleitungsrohr und einem Flüssigkeitsbehälter, wobei das eine - dem Sackbohrungsende zugewandte - Ende des perforierten Rohres geschlossen ist, und an seinem anderen - dem Sackbohrungsende abgewandten - offenen bzw. zu öffnenden Ende und/oder in seinem Inneren und/oder im Verlauf des Zuleitungsrohres mindestens eine Dosiereinrichtung für das Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter vorgesehen ist.

    [0009] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung hängt die Anzahl der Tropfen, die aus den Durchtrittsöffnungen des perforierten Rohres in das Mauerwerk austreten, nur von der Dosiereinrichtung ab und nicht von der Porosität der Mauer. Die Dosiereinrichtung wird unter Berücksichtigung qes Durchmessers und des Abstands der Durchtrittsöffnungen im perforierten Rohr derart ausgewählt bzw. eingestellt, daß sie jene Menge an Imprägnierungsmittel und/ oder Entfeuchter in Tropfenform abgibt, die der weniger poröse Teil der Mauer frei absorbieren kann. Die Strömungsgeschwindigkeit des austretenden Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters wird dabei so niedrig gehalten, daß es in die weniger porösen Teile des Mauerwerks eindringen kann und nicht in den stärker porösen Zonen und Rissen versickert. Daher wird kein Imprägnierungsmittel verschwendet.

    [0010] Weil durch die Dosiereinrichtung die Strömung der austretenden Flüssigkeit eingestellt wird, ist es möglich, derart viele und weite Durchtrittsöffnungen des perforierten Rohres vorzusehen, daß diese durch den aus dem Mauerwerk stammenden Schlamm zumindest nicht in einem störenden Ausmaß verstopft werden. Dadurch ist gewährleistet, daß das Imprägnierungsmittel und/oder der Entfeuchter auf der ganzen Länge des perforierten Rohres gleichmäßig dem Mauerwerk zugeführt werden.

    [0011] Die Reinigung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist einfach, da man sie leicht auseinandernehmen und durchspülen kann, und man keine aggressiven Mittel, wie z.B. Salzsäure, benötigt.

    [0012] Weil das perforierte Rohr der Vorrichtung gemäß der Erfindung und demgemäß auch die Sackbohrungen nur einen geringen Durchmesser aufweisen, wird das Mauerwerk in seiner Stabilität nicht beeinträchtigt.

    [0013] Die Erfindung wird anhand von Figuren näher erläutert.

    [0014] Es zeigen

    - Figur 1 einen Querschnitt durch ein Mauerwerk mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

    - Figur 2 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform (I) der Vorrichtung gemäß der Erfindung.

    - Figur 3 einen Querschnitt durch die koaxial angeordneten perforierten Rohre gemäß einer speziellen Ausführungsform (I) der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

    - Figur 4 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform (II) der Vorrichtung gemäß der Erfindung.

    - Figur 5 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform (III) der Vorrichtung gemäß der Erfindung.



    [0015] Gemäß einer Ausführungsform (I) weist die Vorrichtung gemäß der Erfindung als Dosiereinrichtung im Inneren des perforierten Rohres 2 ein weiteres perforiertes Rohr 1 mit einem geschlossenen Ende auf, das dem Sackbohrungsende zugewandt ist, wobei die Perforationen der beiden Rohre derart angeordnet sind, daß jene Durchtrittsöffnungen gegeneinander um 180 0 versetzt sind, die sich jeweils auf der gleichen im rechten Winkel zur Längsachse der Rohre gedachten Ebene befinden. Die Strömung der Flüssigkeit hängt von der Größe und Anordnung der Perforationen der beiden Rohre und von der Viskosität der verwendeten Flüssigkeit ab. Vorzugsweise sind die Durchtrittsöffnungen des inneren Rohres 1 in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet, wodurch ein vollständiges Verdrängen der Luft aus der Vorrichtung gemäß der Erfindung und damit die gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit erleichtert werden. Vorzugsweise weist das äußere Rohr 2 eine größere Anzahl von Durchtrittsöffnungen als das innere Rohr 1 auf ; in diesem Fall werden nur einige der Durchtrittsöffnungen des Rohres 2 von einer Ebene erfaßt, die durch eine Durchtrittsöffnung des Rohres 1 verlaufend im rechten Winkel zur Längsachse der Rohre gedacht ist. Besonders bevorzugt sind die Durchtrittsöffnungen des äußeren Rohres 2 auf einer um dieses Rohr herumlaufenden Spirallinie angeordnet.

    [0016] Beispielsweise weist die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Ausführungsform (I) ein inneres perforiertes Rohr 1 und ein äußeres perforiertes Rohr 2 auf, deren eines Ende mit einer Abdeckkappe 3 verschlossen und mit einer elastischen Dichtung 12 abgedichtet ist; das andere, offene Ende der beiden Rohre 1 und 2 ist mit einer gelochten Abdeckkappe 4 abgedeckt und mit einem elastischen Dichtungsring 11 abgedichtet, durch die das Zuleitungsrohr 5 gegebenenfalls ein Stück weit in das Innere des inneren perforierten Rohres 1 hineinragt; eine Anschlagscheibe 7, die die Befestigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Sackbohrung des Mauerwerks erleichtert und die Einführtiefe des perforierten Rohres 2 in die Sackbohrung begrenzt, weist einen erheblich größeren Außendurchmesser als das Rohr 2 auf und ist beispielsweise vor der Abdeckkappe 4 angeordnet; das Zuleitungsrohr 5 ist mit einem Flüssigkeitsbehälter 6 verbunden, wobei sein fester Sitz an.dessen Ausflußöffnung durch eine Beilegscheibe .8, eine; - elastische Dichtung 10 und Schraubenmuttern 9 gesichert sein kann; analog ist der Sitz des Zuleitungsrohres 5 in der gelochten Abdeckkappe 4 beispielsweise durch eine Dichtung 10 und Schraubenmuttern 9 gesichert.

    [0017] Vorzugsweise haben die Durchtrittsöffnungen des inneren Rohres einen Durchmesser von 0,3 mm und sind in einer geraden Linie in einem Abstand von 100 mm voneinander und mit einem Abstand von jeweils 50 mm von den beiden Rohrenden angeordnet. Das äußere perforierte Rohr hat vorzugsweise einen Querschnitt von 100 mm und weist in einer spiralförmigen Linie Durchtrittsöffnungen von 0,5 mm Durchmesser auf, wobei der Abstand zwischen den im rechten Winkel zur Längsachse der Rohre gedachten Ebenen, die jeweils durch eine Durchtrittsöffnung verlaufen, 15 mm beträgt.

    [0018] Wenn also beispielsweise die beiden Rohre 1 und 2 600 mm lang sind (und damit für ein Mauerwerk von 65 cm Dicke vorgesehen sind), weist das äußere Rohr 2 41 Durchtrittsöffnungen und das innere Rohr 1 6 Durchtrittsöffnungen auf.

    [0019] Gegebenenfalls kann man den Strömungswiderstand des flüssigen Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters erhöhen und die Tropfgeschwindigkeit verlangsamen, indem man im Inneren des perforierten Rohres 2 mehrere perforierte Rohre koaxial anordnet, wobei jeweils die auf der gleichen, senkrecht zur Längsachse der Rohre gedachten, Ebene liegenden Durchtrittsöffnungen benachbarter Rohre um 180 0 versetzt sind. Vorzugsweise sind die Durchtrittsöffnungen des innersten perforierten Rohres 1 in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet, und sind die Durchtrittsöffnungen der anderen perforierten Rohre in einer um das jeweilige Rohr herumlaufenden Spirallinie angeordnet.

    [0020] Die Dosierung des Imprägnierungsmittels und/oder des Entfeuchters entsprechend seiner Viskosität und entsprechend der Porosität des Mauerwerks wird durch eine geeignete Auswahl des Durchmessers und der Abstände der Durchtrittsöffnungen in sämtlichen verwendeten perforierten Rohren erzielt.

    [0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (II) dient als Dosiereinrichtung eine austauschbare Blende 13 mit einer oder mehreren Öffnungen, die sich im Verlauf des Zuleitungsrohres 5 oder vorzugsweise am offenen Ende des perforierten Rohres 2 befindet. Die Strömung des Imprägnierungsmittels und/oder des Entfeuchters kann man einstellen, indem man einen geeigneten Durchmesser der Blendenöffnung bzw. -öffnungen entsprechend den Durchtrittsöffnungen des perforierten Rohres 2 und der Viskosität der verwendeten Flüssigkeit auswählt.

    [0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (III) dient als Dosiereinrichtung ein Ventil 14, das im Verlauf des Zuleitungsrohres 5 oder vorzugsweise am offenen Ende des perforierten Rohres 2 vorgesehen ist, wobei der Durchmesser der Ventilöffnung stufenweise oder kontinuierlich veränderbar ist. Das Ventil weist zweckmäßig eine Skala auf, an der man den eingestellten Durchmesser der Ventilöffnung ablesen kann.Als stufenweise einstellbares Ventil dient beispielsweise ein Hahn mit einem Küken, das mehrere Bohrungen verschiedenen Durchmessers aufweist. Die Ausführungsform (III) erzielt gegenüber der Ausführungsform (II) den Vorteil, daß man die Ventilöffnung leichter Variieren kann. Die Durchtrittsöffnungen des perforierten Rohres 2 sind bei den Ausführungsformen (II) und (III) vorzugsweise in einer geraden Linie auf der Oberseite des Rohres angeordnet.

    [0023] Man kann erfindungsgemäß mehrere der beschriebenen Dosiereinrichtungen hintereinanderschalten und damit die gewünschte Dosierung des Imprägnierungsmittels und/oder Entfeuchters erzielen.

    [0024] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht ganz oder teilweise aus Kunststoff und/oder Metall. Vorzugsweise besteht sie aus einem Kunststoff, der gegen Witterungseinflüsse und das verwendete Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter unempfindlich ist und sich leicht reinigen läßt.

    [0025] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird bis zur Anschlagsscheibe 7 in eine Sackbohrung des Mauerwerkes(A)eingeführt, welche eine Tiefe von etwa 50-mm weniger als die Mauerdicke aufweist. Man kann die Vorrichtung (B) gemäß der Erfindung beispielsweise mit Gips (C) in der Mauer befestigen. Die Sackbohrungen werden beispielsweise in gleicher Höhe und in gleichen Abständen von 150 bis 250 mm angelegt. Erfindungsgemäß kann jede Vorrichtung ihren eigenen Flüssigkeitsbehälter aufweisen, es kann jedoch wahlweise dazu auch ein einziger Flüssigkeitsbehälter mehrere oder alle Vorrichtungen gemäß der Erfindung in einer Mauer versorgen.

    [0026] Je nach der Porosität des Mauerwerks, die man beispielsweise beim Anlegen der Sackbohrungen festgestellt hat, wählt man die Dosiereinrichtung der Vorrichtung gemäß der Erfindung aus, bzw. stellt sie ein. Anfänglich nimmt das Mauerwerk das flüssige Imprägnierungsmittel und/oder den Ent- feuchter rascher auf als gegen Ende. Daher ist es inspesondere bei Verwendung der Ausführungsformen (II) und (III) zweckmäßig, zuerst eine größere Strömungsgeschwindigkeit einzustellen und diese später zu verringern. Das nachstehende Beispiel zeigt, wie man zweckmäßig den Durchmesser der Blendenöffnung bzw. Ventilöffnung entsprechend der Porosität der Mauer im Laufe der Zeit variieren kann. Beispiel:

    Die Vorrichtung wies ein perforiertes Rohr 2 von 600 mm Länge mit 6 Durchtrittsöffnungen von 0,5 mm Durchmesser auf, die in gerader Linie auf seiner Oberseite angeordnet waren. Der Öffnungsdurchmesser der eingesetzten Blende bzw. der eingestellten Ventilöffnung ist in der nachstehenden Tabelle angegeben, wobei die angegebenen Zahlenwerte bzw. Blendennummern den nachstehenden Öffnungsdurchmessern entsprachen:








    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk mit einem in eine Sackbohrung des Mauerwerkes (A) einführbaren perforierten Rohr (2), einem Zuleitungsrohr (5) und einem Flüssigkeitsbehälter (6), dadurch gekennzeichnet , daß das eine Ende des perforierten Rohres (2) geschlossen ist und an seinem offenen Ende und/oder in seinem Inneren und/ oder im Verlauf des Zuleitungsrohres(5) mindestens eine Dosiereinrichtung für das Imprägnierungsmittel und/oder den Entfeuchter vorgesehen ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung im inneren des perforierten Rohres (2) mindestens ein bis drei weitere perforierte Rohre (1) mit einem geschlossenen Ende vorgesehen sind, wobei alle Rohre koaxial derart angeordnet sind, daß jene Durchtrittsöffnungen benachbarter Rohre, die auf einer im rechten Winkel zur Rohrachse gedachten Ebene liegen, gegeneinander jeweils um 180 0 versetzt sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen des innersten perforierten Rohres (1) in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet sind, und die Durchtrittsöffnungen des bzw. der anderen Rohre auf einer Spirallinie angeordnet sind, die um das jeweilige Rohr herumläuft.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein inneres perforiertes Rohr (1), dessen Durchtrittsöffnungen einen Durchmesser von 0,3 mm aufweisen und in einem Abstand von je 100 mm voneinander und einem Abstand von je 50 mm von den beiden Rohrenden angeordnet sind; und durch ein äußeres perforiertes Rohr (2) mit 100 mm äußerem Durchmesser mit Durchtrittsöffnungen von 0,5 mm Durchmesser in einem Abstand von 15 mm zwischen den im rechten Winkel zur Rohrachse gedachten Ebenen durch je eine Durchtrittsöffnung; wobei die beiden perforierten Rohre (1,2) eine Länge aufweisen, die 50 mm weniger als die Dicke des Mauerwerks beträgt.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen des perforierten Rohres (2) in einer geraden Linie auf seiner Oberseite angeordnet sind.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung eine austauschbare Blende (13) mit einer oder mehreren Öffnungen am offenen Ende des perforierten Rohres (2) oder im Verlauf des Zuleitungsrohres (5) vorgesehen ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Dosiereinrichtung ein Ventil (14) am offenen Ende des perforierten Rohres (2) oder im Verlauf des Zuleitungsrohres (5) vorgesehen ist, wobei der Durchmesser der Ventilöffnung stufenweise oder kontinuierlich veränderbar ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dosiereinrichtungen gemäß den Ansprüchen 2, 6 und 7 hintereinandergeschaltet sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Kunststoff und/oder Metall besteht.
     
    10. Verfahren zum Einführen von flüssigem Imprägnierungsmittel und/oder Entfeuchter in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder mehrere Vorrichtungen gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet und die Strömungsgeschwindigkeit des Imprägnierungsmittels und/ oder Entfeuchters im Laufe des Imprägnierungsarbeitsganges verringert.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht