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EP 0 066 711 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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15.12.1982 Patentblatt 1982/50 |
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Anmeldetag: 03.05.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: C10B 5/12 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
05.06.1981 DE 3122344
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Anmelder: Krupp Koppers GmbH |
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D-45143 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Griego, Rudolf
D-4300 Essen 16 (DE)
- Jakobi, Wilhelm
D-4300 Essen 1 (DE)
- Schüffler, Arnulf, Dr. Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Verkokungsofenbatterie |
(57) Die Erfindung betrifft eine Verkokungsofenbatterie, insbesondere mit halbgeteilten
Regeneratoren, zur Beheizung mit Stark- und/oder Schwachgas. Es ist vorgesehen, daß
die Unteröfen in abwechselnder Reihenfolge ungleiche Breiten aufweisen.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verkokungsofenbatterie, insbesondere mit halbgeteilten
Regeneratoren für die Beheizung mit Stark- und/oder Schwachgas.
[0002] Bei der heutigen Energiesituation gewinnt das Schwachgas für die Beheizung von Verkokungsöfen
auch bei sehr niedrigem Heizwert, beispielsweise von 3 000 kJ/Nm
3 immer mehr an Bedeutung. Der Wunsch geht zunehmend dahin, die bisher übliche Zumischung
von Starkgas bis auf einen Heizwert, bei dem die Gas- und Luftmengen, die durch den
Ofen strömen, gleich sind, ganz oder teilweise zu sparen. Es sollen also in Zukunft
auch solche Gichtgase verwendet werden, bei denen das Mengenverhältnis von Gas zu
Luft wesentlich von 1 : 1 verschieden ist. Das bedeutet bei den Verkokungsöfen eine
unterschiedliche Beaufschlagung benachbarter Regeneratoren für die Aufheizung von
Gas und Luft.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, auch solche Gase in Verkokungsofenbatterien für die
Unterfeuerung zu nutzen, ohne dass dabei die Wirkungsgrade des Wärmeaustausches sinken
und durch die Unterschiedlichkeit der strömenden Mengen nennenswerte Druckdifferenzen
in den benachbarten Kammern auftreten oder Taupunktunterschreitungen in den Regeneratoren
vorkommen können.
[0004] Bekanntlich kann dieses Problem bei Verkokungsofenbatterien mit längs geteilten Regeneratoren
dadurch gelöst werden, dass man die Trennwand im Regenerator, die diesen in das Gas-und
Luftabteil auftrennt, entsprechend verschiebt.
[0005] Erfindungsgemäss werden bei Verkokungsofenbatterien mit vorzugsweise halbgeteilten
Regeneratoren und Oberöfen mit gleichen Mittenabständen solche Unteröfen verwendet,
die in abwechselnder Reihenfolge ungleiche Breiten aufweisen. (Unter Oberofen sei
der Teil zwischen Ofensohle und Oberkante Ofendecke verstanden und unter dem Unterofen
der Teil zwischen Ofensohle und Fundament.) Bei dieser Anordnung sollen zwei jeweils
benachbarte Unteröfen zusammen dieselbe Breite haben wie zwei Oberöfen. Ferner sollen
die Mittellinien der Unteröfen (Regeneratoren) mit den Mittellinien der darüber befindlichen
Ofenkammern lotrecht fluchten. Die Trennwände der Regeneratoren sollen dabei normalerweise
gleich dick ausgeführt werden, während die lichten Regeneratorkammerbreiten ungleich
sind.
[0006] Erfindungsgemäss kann das Verhältnis der lichten Kammerbreiten zweier benachbarter
Regeneratoren im Verhältnis der durchgesetzten Gas- und Luftmengen ausgeführt werden.
In diesem Falle ergeben sich bei der Verwendung gleichwertiger Gittersteine in beiden
Kammern gleiche Regeneratorwirkungsgrade und gleiche Druckverhältnisse in beiden Nachbarregeneratoren.
Das Verhältnis der lichten Regeneratorkammerbreiten kann aber auch kleiner als das
Verhältnis von Gas- zu Luftmengen, jedoch grösser 1 : 1 ausgeführt werden. In diesem
Falle können entweder leichte
[0007] Unterschiede hinsichtlich der Regeneratorwirkungsgrade und auch kleine Druckunterschiede
zwischen benachbarten Kammern bei Verwendung gleichwertiger Gittersteine auftreten,
oder aber es sollen Gittersteine mit unterschiedlichen spezifischen Wärmeaustauschflächen
und/oder entsprechenden freien Durchschnittsquerschnitten verwendet werden. In letzterem
Falle wird wiederum erreicht, dass in beiden benachbarten Regeneratoren für Gas- oder
Luftaufheizung die Regeneratorwirkungsgrade gleich sind und keine Druckdifferenzen
zwischen den beiden Kammern auftreten.
[0008] Die Erfindung sieht ferner vor, dass die Gas- und Luftkanalquerschnitte in den Ofensohlen
sich zueinander verhalten wie die Gas-/ Luftmengen. Hierdurch soll verhindert werden,
dass durch unterschiedliche Druckverluste in den Kanälen rückwirkend unterschiedliche
Druckverhältnisse in benachbarten Regeneratoren auftreten.
[0009] Bei Verwendung eines Unterbrennersystems für Starkgasbeheizung können die vertikalen
Gasleitungen mittig oder auch aussermittig in den Regeneratortrennwänden angeordnet
sein.
[0010] Die Erfindung ist in der Zeichnung, die einen Teil eines Längsschnittes durch eine
Verkokungsofenbatterie zeigt, beispielsweise veranschaulicht.
[0011] In der Zeichnung sind mit 1 die Ofenkammern und mit 2 die dazwischen liegenden Heizwände
angedeutet, die zusammen den erwähnten Oberofen bilden. Der Unterofen besteht im wesentlichen
aus den Regeneratoren und den darunter befindlichen Sohlkanälen. Wie aus der Zeichnung
ersichtlich, ist der Regenerator 3 für Luft erfindungsgemäss von geringerer Breite
als der Regenerator 4 für Gas. Entsprechend sind die Sohlkanäle 5 für Luft schmaler
als die Sohlkanäle 6 für Gas. Die Abmessungen sind hierbei so getroffen, dass zwei
Ofenteilungen a die gleiche Breite aufweisen wie die Regeneratorteilung Luft b zuzüglich
der Regeneratorteilung Gas c. Die Mittellinien der Regeneratoren fluchten hierbei
mit den Mittellinien der darüber befindlichen Ofenkammern, während jeder zweite Regeneratortrennwand
gegenüber der darüber angeordneten Heizwand versetzt ist.
1. Verkokungsofenbatterie, insbesondere mit halbgeteilten Regeneratoren, zur Beheizung
mit Stark- und/oder Schwachgas, dadurch gekennzeichnet, dass die Unteröfen in abwechselnder
Reihenfolge ungleiche Breite haben.
2. Verkokungsofenbatterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte
Unteröfen zusammen dieselbe Breite haben wie zwei Oberöfen.
3. Verkokungsofenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittellinien der Unteröfen mit den Mittellinien der darüber befindlichen Ofenkammern
lotrecht fluchten.
4. Verkokungsofenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennezichnet, dass
die lichten Kammerbreiten zweier benachbarter Regeneratoren sich zueinander verhalten
in den Grenzen 1 : 1 bis zum Verhältnis Gas-/Luftmenge.
5. Verkokungsofenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gas- und Luftkanalquerschnitte in den Ofensohlen sich zueinander verhalten wie
die Gas-/Luftmengen.
6. Verkokungsofenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Regeneratorgittersteine in zwei benachbarten Regeneratoren mit gleichen oder ungleichen
spezifischen Wärmeaustauschflächen und/oder freien Kanalquerschnitten ausgestattet
sind.
