[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spritzvorrichtung, insbesondere für Spritzbeton.
[0002] Bekannte Spritzvorrichtungen für Spritzbeton, wie sie beispielsweise im Tunnelbau
Verwendung finden, werden am Ende eines Spritzarmes beziehungsweise eines sogenannten
Spritzmanipulators angeordnet und von Hand geführt, wie dies z.B. in der CH-PS 613
015 erläutert ist.
[0003] Es ist ferner eine Betonspritzanlage bekannt, bei welcher die Sprühdüse eine Taumelbewegung
auszuführen im Stande ist. Dabei ist ein Punkt der Düsenlängsachse ruhend, während
der Rest der Düsenlängsachse und mit dieser der Schlauchachse des Materialzufuhrschlauches
einen Doppelkreiskegelmantel beschreibt. Ein taumelnder Schlauch mit der Gefahr des
Knickens an irgend einer Stelle in einer derartigen, normalerweise unter Tag arbeitenden
Anlage ist nicht nur aus Platzgründen störend, sondern stellt einen Unsicherheitsfaktor
im Betrieb dar. Diese Lösung ist daher mit wesentlichen Mängeln behaftet, auf den
Baustellen wenig gefragt, trotzdem mit ihr ein raupenloses Spritzen ermöglicht wird.
(EP 0009011)
[0004] Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer derartigen Spritzvorrichtung,
bei welcher ausschliesslich die Spritzvorrichtung mit der Düse und dem bezüglich Länge
genau festgelegten Schlauchende eine Taumelbewegung ausführen. Dabei bleibt der übrige
Schlauch bis zu einer vorbestimmten Ebene völlig bewegungslos. In dieser Ebene soll
die Spitze des einfachen Kreiskegels liegen, den die taumelnde Achse der Spritzvorrichtung
beschreibt.
[0005] Eine derartige Spritzvorrichtung insbesondere für Spritzbeton ist gekennzeichnet
durch einen ersten Schlauchhalter zum ortsfesten Fixieren des Beton zuführenden Schlauches
und einen zweiten Schlauchhalter zum Halten des Schlauchendbereiches, sowie durch
Mittel, um den zweiten Schlauchhalter und mit ihm den Schlauchendbereich, ohne diesen
um seine Achse zu drehen, auf einer Kreisbahn zu bewegen.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird anschliessend anhand einer
Zeichnung erläutert.
[0007] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Spritzvorrichtung mit Teilen eines Spritzarmes, z.T.
im Schnitt nach Schnittlinie I - I der Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt gemäss Schnittlinie II - II der Fig. l.
[0008] In Fig. 1 ist das freie Ende eines Spritzarmes 10 dargestellt, wie er beispielsweise
in der CH-PS 613 015 eingehend beschrieben ist. An diesem Ende ist eine Spritzvorrichtung
12 gelenkig befestigt. Diese Spritzvorrichtung 12 umfasst u.a. eine, z.B. aus Metall,
bestehende Düse 7, welche auf das Ende eines gummielastischen Förderschlauches 6 aufgesetzt
ist. Eine Schwenkeinrichtung 13 ist im Bereich des Endes des Förderschlauches 6 angeordnet.
Sie hat einen Vorrichtungshalter 5, welcher den Festteil der Schwenkeinrichtung 13
bildet und einen mit dem Halter 5 beweglich verbundenen Schlauchhalter 3. Am Vorrichtungshalter
5 ist ein Motor, vorzugsweise ein Hydraulikmotor 2, vorgesehen, auf dessen Welle ein
Exzenter 1 befestigt ist. In diesen greift ein in einem Kugellager angeordneter Stummel
ein, welches Kugellager mit seinem äusseren Ring im Schlauchhalter 3, wie Fig. 2 zeigt,
festgemacht ist. Zur Halterung der beiden Teile 5 und 3 dient ferner eine Kreuzgelenkwelle
4, deren eines Ende mit dem Vorrichtungshalter 5 und deren anderes mit dem Schlauchhalter
3 verbunden ist. Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Ende des Förderschlauches 6 mit
dem Schlauchhalter 3 verbunden, während, etwas zurückliegend, der Vorrichtungshalter
5 ebenfalls mit dem Schlauch verbunden ist. Um ein Abknicken des Förderschlauches
6 im Bereich des Vorrichtungshalters 5 zu verhüten, sind an diesem in Längsrichtung
Ketten mit Gliedern 8 angeordnet. Dazwischen liegen Querringe 9, welche ein Neigen
des Förderschlauches 6 über ein gewisses erträgliches Mass verhüten, indem bei gewünschter
Maximalneigung die Glieder 8 an den Querringen 9 anstehen und damit ein Knicken des
Schlauches 6 verunmöglichen.
[0009] Solche Ketten sind aber nur bei nicht taumelndem Schlauch verwendbar. Eine Gummischürze
15 über den Schlauchhalter 3 gezogen, deckt die Vorrichtung ab. Während bei den bisher
bekannten Spritzvorrichtungen beim Spritzen der Zuführschlauch 5 eine Taumelbewegung
ausführt, bei welcher Gefahr besteht, dass der Schlauch irgendwo einknickt, dient
die Erfindung dazu, die Spritzvorrichtung diesbezüglich zu verbessern. Der Hydraulikmotor
2, dessen Exzenter 1 dem Schlauchhalter 3 eine kreisförmige Taumelbewegung vermittelt,
welche sich auf das im Schlauchhalter 3 befestigte Ende des Förderschlauches 6 und
damit auf die Düse 7 auswirkt, lässt deren Mund eine kreisförmige Bewegung beschreiben.
Die Grösse der Auslenkung kann am Exzenter l, über verschiedene Bohrungen, auf unterschiedlichen
Radien eingestellt werden. Der Schlauchhalter 3 ist durch die Kreuzgelenkwelle 4 gegen
Verdrehen gesichert. Die vier um 90 zueinander versetzten, um den Förderschlauch angeordneten
Ketten mit den Gliedern 8 verhüten zusammen mit den Querringen 9 ein zu starkes Ausbiegen
des Förderschlauches 6 und damit dessen mögliches Knicken. Dies würde zu vermehrtem
Verschleiss und Störungen beim Betonspritzen führen.
[0010] An der Umlenkungsstelle wird von der Elastizität des Schlauches Gebrauch gemacht.
Der zuführende Schlauch 6 der Spritzvorrichtung bleibt im Halter 5 ruhig. Er taumelt
nicht. Erst das ermöglicht das Anbringen eines Knickschutzes, der bei horizontalem
oder nach unten Spritzen das Knicken des Förderschlauches und damit einen frühzeitigen
Verschleiss verhindert.
[0011] Diese Spritzvorrichtung erleichtert das an und für sich mühsame Betonspritzen, insbesondere
von Gewölben, ganz beträchtlich.
[0012] Diese Spritzvorrichtung ermöglicht erst das einwandfreie Spritzen mit einem Spritzmanipulator!
l. Spritzvorrichtung, insbesondere für Spritzbeton, gekennzeichnet durch einen ersten
Schlauchhalter (5) zum ortsfesten Fixieren des Beton zuführenden Schlauches und einen
zweiten Schlauchhalter (3) zum Halten des Schlauchendbereiches (6), sowie durch Mittel
(l, 2) um den zweiten Schlauchhalter (3) und mit ihm den Schlauchendbereich (6), ohne
diesen um seine Achse zu drehen, auf einer Kreisbahn zu bewegen.
2. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel mindestens einen Exzenter (1) enthalten, wobei einer mit einem Motor
(2) verbunden ist.
3. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlauchhalter einen Antrieb (1, 2) und mindestens einen Halter, z.B. eine
Kreuzgelenkwelle (4) oder Exzenterwelle, aufweist.
4. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass Festteil (5) und beweglicher Teil (3) über eine Kreuzgelenkwelle (4) und einen
Exzenter-Antrieb (l, 2) miteinander verbunden.sind.
5. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Festteil (5) an zwei Stellen mit dem Schlauchende verbunden ist und dass
der Schlauch (6) mit einem Schlauchende-Neigungsbegrenzer, z.B. Ketten (8) und Querringen
(9), versehen ist, um ein Knicken des Schlauches (6) zu verunmöglichen.
6. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüch, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlauchendbereich eine Düse (7) enthält.
7. Spritzvorrichtung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Düse (7) im zweiten beweglichen Schlauchhalter (3) befestigt ist.