[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung zur Befestigung einer Fassadenplatte
an einer Stützkonstruktion, mit einem vertikalen Anlageschenkel, der an dem zu verbindenden
Bauelement befestigt ist und aus zwei, zur justierbaren Verbindungsherstellung mit
einem der Bauelemente dem Anlageschenkel zugeordneten Montageteilen, wobei das erste
Montageteil ein Langloch des Anlageschenkels zur vorläufigen Positionierung durchgreift,
wobei das zweite Montageteil nach endgültiger Positionierung der Fassadenplatte eine
separate Bohrung im Anlageschenkel durchgreift und in der Stützkonstruktion verankert
ist, und wobei der Anlageschenkel einen Haltearm für die Fassadenplatte aufweist.
[0002] Eine derartige Verbindungsvorrichtung ist aus der DE-OS 2637846 kekannt. Durch die
spezielle Konstruktion dieser Verbindungsvorrichtung und der Formgebung der Fassadenplatten
ist lediglich eine Längsverschieblichkeit des Anlageschenkels erforderlich, da immer
eine vertikale Montage des Anlageschenkels möglich ist. An den verwendeten Montageteilen
treten daher auch keine Drehmomente auf, auch deswegen nicht, da die dargestellten
Fassadenplatten nur geringeres Gewicht besitzen.
[0003] Aus der DE-OS 17 59152 ist es bekannt, ein Halterungssystem für Fassaden-Verkleidungsplatten
so auszubilden, daß durch Verschiebung und Verschwenkung des Tragarms eine Anpassung
an Unebenheiten der Tragwand erreicht wird. Da es sich hier um ein Mehrzwecksystem
handelt, ist es konstruktiv sehr aufwendig.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die konstruktiv einfachere, gattungsgemäße Verbindungsvorrichtung
derart weiterzubilden, daß auch eine statisch sichere Montage bei verschwenktem, also
nicht vertikal liegendem Anlageschenkel möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Aufnahme von Fassadenplatten
hohen Gewichtes, beispielsweise Natursteinplatten, das erste Montageteil eine Schraube
ist, die in einem Dübel in der Tragwand verankert ist und somit Zugkräfte senkrecht
zur Tragwand aufnimmt, und daß das zweite Montageteil ein Bolzen oder Schwerspannstift
ist, der die Lastkomponenten der Fassadenplatte in der Ebene der Tragwand aufnimmt.
[0006] Durch diesen kombinierten Einsatz der Montageteile wird eine justierbare, kraftschlüssige
Verbindung von Tragwand und Fassadenplatte geschaffen.
[0007] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht eine schnelle Verbindung der Bauelemente mit
stufenloser Justierung und konstruktiv einfachen und damit kostengünstigen Montageteilen.
Je nach Anwendungszweck kann die Verbindungsvorrichtung unterschiedlich ausgestaltet
sein (beispielsweise als Ankerschiene, U-Profil, Flacheisen usw.).
[0008] Mit der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung ist immer dann eine positionsgerechte
Montage bei der Fassadenplatte an einer Tragwand möglich, wenn das praktisch unvermeidbare
Auftreten von Zugbelastungen senkrecht zur Oberfläche der Tragwand eine Dübelverbindung
erforderlich macht, und wenn zur schnelleren Endmontage die Position der Verbindungsvorrichtung
in beiden Bauelementen bereits vorgegeben ist, beispielsweise durch bereits vor der
Montage eingesetzte Dübel.
[0009] Von besonderer Bedeutung ist hierbei, daß das Verbindungsteil durch die Last der
Fassadenplatte durch die Zwei-Punkt-Befestigung nicht aus seiner gegen die Vertikale
geneigten Position gedreht werden kann, da die entsprechenden Drehmomente aufgefangen
und in die Tragwand übergeleitet werden.
[0010] Wählt man erfindungsgemäß als erstes Montageteil einen Dübel und als zweites Montageteil
einen Bolzen oder Schwerspannstift, so bringt dies außerdem den Vorteil, daß diese
beiden Montageteile enger zueinander gesetzt werden können als beispielsweise bei
einer Verbindung mittels zwei Dübeln. Dies beruht wahrscheinlich darauf, daß bei zwei
eingesetzten Dübeln durch die Überlappung der beiden konusförmigen Beanspruchsbereiche
infolge der auftretenden Spreizkräfte in der Tragwand insgesamt eine Schwächung der
Leistungsfähigkeit der beiden Dübelverbindungen hervorgerufen wird, wogegen ein Bolzen
oder Schwerspannstift (Aufnahme nur von Scherkräften) durch die anders geartete Beanspruchung
der Tragwand unter bestimmten Voraussetzungen auch im Bereich der konusförmigen Beanspruchungszone
des Dübels sitzen kann.
[0011] Dadurch kann der Abstand zwischen Langloch und Bohrung gering gehalten werden, was
ein Minimum an Materialaufwand und damit Reduzierung der Herstellungskosten bedeutet.
[0012] Aus der Veröffentlichung « Bau- und Möbelschreiner 1961, Heft 11, Anzeigenseite 17,
links oben, ist ebenfalls eine Verbindungsvorrichtung bekannt.
[0013] Diese im Schreinerhandwerk benutzte Verbindungsvorrichtung ist jedoch nur zur Aufnahme
von mäßigen Kraftbeanspruchungen in der Ebene des Verbindungsteils geeignet ; die
dort als Montageteile verwendeten Nägel können auch keine Zugbeanspruchungen aufnehmen
; diese Verbindungsvorrichtung dient daher auch nicht zur Lastaufnahme des zu haltenden
Bauteils (Fenster), sondern lediglich zu dessen ortsfester Fixierung ; bis weitere
Montagehilfen (Keile oder Hartschaum) zusammen mit der Fensterbrüstung die endgültige
Kräftemässige Absicherung des Bauteils übernehmen. Die dort dargestellte Zwei-Punkt-Befestigung
hat daher praktisch keine lastaufnehmende, sondern nur montageerleichternde Funktion,
wogegen die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung diese beiden Funktionen erfüllt
: so dient beispielsweise das Verbindungsteil nach der Justierung gleichzeitig als
Bohrschablone für das in der Tragwand zur Aufnahme des zweiten Montageteils einzubringende
Bohrloch.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung wird nun anhand
von Figuren näher erläutert, es zeigen :
Figur 1 einen Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel der Verbindungsvorrichtung
entlang der Linie I-I der Figur 2 und
Figur 2 eine Aufsicht auf das Ausführungsbeispiel der Figur 1.
[0015] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Verbindungsteil
aus einem einen vertikalen Anlageschenkel 10 bildenden Flacheisen, auf das ein Ausleger
15 an sich bekannte Konstruktionen geschweißt ist, auf den eine Fassadenplatte 30
aufsitzt.
[0016] Montageteile 11 und 12 dienen dabei zur kraftschlüssigen Befestigung des Anlageschenkels
10 an der Tragwand 20.
[0017] Beim Montageteil 12 handelt es sich um eine Schraube, die ein Langloch 14 durchgreift
und in einem Dübel 16 verankert ist.
[0018] Da die Schraube 12 infolge der Langlochführung Kräfte in der Längsachse des Langlochs
14 nur durch Haftreibung begrenzt aufnehmen kann (was nach den einschlägigen Vorschriften
unzulässig ist), ist das Verbindungsteil zusätzlich durch einen Bolzen 11 an der Tragwand
20 gehalten. Dieser Bolzen 11 übernimmt Beanspruchungen der Verbindungsvorrichtung
in der Längsachse des Langlochs 14.
[0019] Hierbei dient das zweite Montageteil 11 (Gewindebolzen) ausschließlich zur Aufnahme
der Last der Fassadenplatte (Bauelement 30) in der Ebene der Tragwand, wogegen das
erste Montageteil 12 (Schraube) die als Zugkraft (senkrecht zur Ebene der Tragwand)
auftretende Hebelkraft resultierend aus der Last der Fassadenplatte 30, aufnimmt.
[0020] Anhand der Figur 2 soll erläutert werden, wie die Montage einer Fassadenplatte mit
der neuen Verbindungsvorrichtung erfolgt :
Aufgrund der vorgegebenen bzw. beabsichtigten Verankerungsschwerpunkte der Fassadenplatte
30 wird die ungefähre Position A des ersten Montageteils 12 bestimmt und an der ermittelten
Position wird ein Dübel 16 in die Tragwand eingesetzt. Danach wird die Fassadenplatte
in ihre Endposition vor die Tragwand gebracht und dort gegebenenfalls abgestützt,
wodurch sich eine Position B auf der Oberfläche der Tragwand ergibt. Danach wird die
Verbindungsvorrichtung so verschoben bzw. geschwenkt, daß das erste Montageteil 12
in den gesetzten Dübel 16 eingeschraubt werden kann. Wie in Figur 2 dargestellt, läßt
sich bei vorgegebener Länge L des Lachloches 14 durch Verschiebung in Richtung des
Pfeiles y und durch Schwenkung in Richtung des Pfeiles x bezogen auf die Position
A des Dübels 15, der schraffierte Justierbereich überdecken, in dem die Position B
(Achse des Abschnittes 15) liegen darf, um eine Befestigung mit der erfindungsgemäßen
Verbindungsvorrichtung zu ermöglichen.
[0021] Ist diese Justierung vorgenommen (erster Montageschritt), so gibt die Bohrung 13
als Bohrschablone das in die Tragwand einzubringende Bohrloch für das zweite Montageteil11
(Gewindebolzen) vor. Nach dem Einschlagen bzw. Einschrauben des Gewindebolzens als
lasttragendes Bauteil kann dann gegebenenfalls die Abstützung der Fassadenplatte entfernt
werden und der zweite Montageschritt ist beendet.
[0022] Die geometrische Zuordnung und Form der Bohrungen 13 und des Langloches 14 können
entsprechend den gegebenen räumlichen und- /oder konstruktiven Voraussetzungen ausgeführt
werden, es ist jedoch zweckmäßig, wenn der Durchmesser der Bohrung 13 und die Breite
des Langloches 14 so aufeinander abgestimmt sind, daß der gleiche Bohrer für die im
Bauelement 20 einzubringenden Löcher verwendet werden kann.
1. Verbindungsvorrichtung zur Befestigung einer Fassadenplatte (30) an einer Stützkonstruktion,
mit einem vertikalen Anlageschenkel (10), der an dem zu verbindenden Bauelement befestigt
ist und aus zwei, zur justierbaren Verbindungsherstellung mit einem der Bauelemente
dem Anlageschenkel (10) zugeordneten Montageteilen (12, 11) wobei das erste Montageteil
(12) ein Langloch (14) des Anlageschenkels (10) zur vorläufigen Positionierung durchgreift,
wobei das zweite Montageteil (11) nach endgültiger Positionierung der Fassadenplatte
(30) eine separate Bohrung (13) im Anlageschenkel (10) durchgreift und in der Stützkonstruktion
verankert ist, und wobei der Anlageschenkel (10) einen Haltearm (15) für die Fassadenplatte
(30) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme von Fassadenplatten (30) hohen
Gewichtes, beispielsweise Natursteinplatten, das erste Montageteil (12) eine Schraube
ist, die in einem Dübel (16) in der Tragwand (20) verankert ist und somit Zugkräfte
senkrecht zur Tragwand (20) aufnimmt, und daß das zweite Montageteil (11) ein Bolzen
oder Schwerspannstift ist, der die Lastkomponenten der Fassadenplatte (30) in der
Ebene der Tragwand (20) aufnimmt.
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung
(13) ein Gewinde zur Aufnahme eines Gewindebolzens als zweiten Montageteil (11) aufweist.
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung
(13) durch Formung eines zylindrischen Halses aus dem Material des Anlageschenkels
(10) gebildet (gedüst) ist.
4. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche
Bohrungen im Anlageschenkel (10) zur Aufnahme von weiteren, zweiten Montageteilen
vorgesehen sind, um Kräfte in der Ebene des Anlageschenkels (10) aufzunehmen.
5. Verbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Bohrung (13) und die Breite des Langlochs (14) so aufeinander
abgestimmt sind, daß der gleiche Bohrer für die beiden in der Tragwand (20) einzubringenden
Bohrlöcher verwendet werden kann.
1. Means of attachment for securing a facing panel (30) to a supporting structure
with a vertical mounting (10) which is secured to the structural member which is to
be attached and two mounting pieces (12, 11) associated with the mounting (10) in
order to make an adjustable attachment to one of the structural members, in which
the first mounting piece (12) engages a long hole (14) in the mounting (10) for preliminary
positioning while the second mounting piece (11) engages a separate hole (13) in the
mounting (10) after the facing panel (30) has been finally positioned and is anchored
into the supporting structure and in which the mounting (10) has a supporting arm
(15) for the facing panel, characterised in that in order to accept facing panels
(30) of great weight, for example natural stone panels, the first mounting piece (12)
is a bolt which is anchored in a plug (16) in the supporting wall (20) and thus takes
up tensile forces at right angles to the supporting wall (20) and in that the second
mounting piece (11) is a bolt or high tensile rod which takes up the load components
of the facing panel (30) in the plane of the supporting wall (20).
2. Means of attachment according to claim 1, characterised in that the hole (13) is
threaded to take a threaded bolt as a second mounting piece (11 ).
3. Means of attachment according to claim 2, characterised in that the hole (13) is
produced (drawn out) by forming a cylindrical neck from the material of the mounting
(10).
4. Means of attachment according to claim 1, characterised in that additional holes
are provided in the mounting (10) to take two further mounting pieces in order to
take up forces in the plane of the mounting (10).
5. Means of attachment according to one of the foregoing claims, characterised in
that the diameter of the hole (13) and the width of the long hole (14) are determined
in relation to each other so that the same drill can be used for the two holes which
have to be drilled in the supporting wall (20).
1. Dispositif d'assemblage pour la fixation d'une plaque de façade (30) à une structure
d'appui, comprenant un montant de pose vertical (10) fixé à l'élément de construction
à assembler et deux pièces de montage (12, 11) associées au montant de pose (10) pour
le raccordement ajustable avec l'un des éléments de construction, la première pièce
de montage (12) traversant un trou allongé (14) du montant de pose (10) pour le positionnement
provisoire, la seconde pièce de montage (11) traversant après le positionnement définitif
de la plaque de façade (30) un alésage séparé (13) dans le montant de pose (10) et
étant ancrée dans la structure d'appui, et le montant de pose (10) comportant un bras
de retenue (15) pour la plaque de façade (30), caractérisé en ce que, pour recevoir
des plaques de façade (30) de poids élevé, par exemple des plaques de pierre naturelle,
la première pièce de montage (2) est une vis ancrée dans une cheville (16) dans le
mur porteur (20) et absorbant ainsi les forces de traction perpendiculairement au
mur porteur (20), et que la seconde pièce de montage (11) est un boulon ou une goupille
élastique qui absorbe les composantes de charge de la plaque de façade (30) dans le
plan du mur porteur (20).
2. Dispositif d'assemblage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'alésage
(13) comporte un filetage pour recevoir un boulon fileté constituant la seconde pièce
de montage (11).
3. Dispositif d'assemblage selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'alésage
(3) est formé par façonnage d'un col cylindrique à partir du matériau du montant de
pose (10).
4. Dispositif d'assemblage selon la revendication 1, caractérisé en ce que des alésages
additionnels sont prévus dans le montant de pose (10) pour recevoir des secondes pièces
de montage supplémentaires, afin d'absorber les forces dans le plan du montant de
pose (10).
5. Dispositif d'assemblage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le diamètre de l'alésage (13) et la largeur du trou allongé (14) sont coordonnés
l'un à l'autre de façon que le même foret puisse être utilisé pour les deux perçages
à réaliser dans le mur porteur (20).