[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ausbildung eines zündfähigen Gemisches
aus flüssigem Brennstoff und Verbrennungsluft, bei dem vorgewärmte Verbrennungsluft
zur Aufnahme von Brennstoff in einem Strömungsraum an einer von Brennstoff benetzten
Oberfläche entlang geführt wird, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die Ausbildung zündfähiger Gemische durch Verdunsten von Brennstoff in vorgewärmte
Verbrennungsluft, die über eine von Brennstoff benetzte Oberfläche entlanggeführt
wird, ist bei Brennern bekannt, bei denen flüssiger Brennstoff poröse Wände einer
Brennstoffkammer durchdringt, die in einem von vorgewärmter Verbrennungsluft durchströmten
Strömungsraum angeordnet ist. Von den porösen Wänden der Brennstoffkammer verdunstet
der Brennstoff in die vorgewärmte Verbrennungsluft, wobei sich ein zündfähiges Brennstoff-Luft-Gemisch
bildet, das in eine Verbrennungszone einführbar ist, in der es gezündet und verbrannt
wird. Vergleiche DE-PS (Deutsche Patentanmeldungen P 29 12 519.7-13, P 30 13 428.2-13,
P 30 47 702.2). Brenner dieser Art sind sowohl für Industrieöfen als auch für Wärmeerzeuger
kleinerer Einheit bestimmt.
[0003] Um eine möglichst einwandfreie Bildung des zündfähigen Gemisches und eine rückstandsfreie
vollständige Verbrennung zu erreichen, ist eine sehr genaue Brennstoffdosierung erforderlich.
Bei den vorgenannten Brennern wird dies durch Einstellen des Öldrucks in der Brennstoffkammer
angestrebt. Der Öldruck wird so reguliert, daß die die porösen Wände der Brennstoffkammer
durchdringende Brennstoffmenge von der im Strömungsraum strömenden Verbrennungsluft
vollständig aufgenommen wird. Bei zu hoher Brennstoffzufuhr können nämlich von der
Verbrennungsluft Brennstofftröpfchen mitgerissen werden, die eine unvollständige Verbrennung
verursachen, was zu Brennstoffverlusten aber auch zur Umweltbelastung führt. Nachteilig
ist auch eine zu geringe Zufuhr von Brennstoff in den Strömungsraum. Die vorgewärmte
Verbrennungsluft heizt nämlich dann die porösen Wände der Brennstoffkammer auf, so
daß Gefahr besteht, daß der Brennstoff auf der vom Brennstoff benetzten Oberfläche
vercrackt und Rückstände bildet, die die weitere Zufuhr von Brennstoff durch die porösen
Wände hindurch verhindern. Es ist somit eine sehr feinfühlige und auf sich verändernde
Zustände mit geringer Verzögerung reagierende Regelung der Brenner erforderlich.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Ausbildung eines zündfähigen Gemisches
zu schaffen, bei dem sich das erforderliche Brennstoff-Luft-Gemisch für verschiedene
Betriebsverhältnisse ohne erheblichen Regelaufwand einstellen läßt.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung
durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Danach wird die Verbrennungsluft
dem Strömungsraum in Strömungsrichtung des unter Einwirkung der Schwerkraft auf der
vom Brennstoff benetzten Oberfläche abfließenden Brennstoffs zugeführt. Hierdurch
wird eine intensive Berührung zwischen Verbrennungsluft und Brennstoff erreicht. Der
Brennstoff wird im Überschuß dosiert, so daß stets eine ausreichende Brennstoffmenge
zur Verdunstung angeboten wird. Beim Durchströmen der Verbrennungsluft bildet sich
im Kontakt mit dem Brennstoff ein der Temperatur der vorgewärmten Verbrennungsluft
und der Temperatur des Brennstoffs entsprechend gesättigtes Brennstoff-Luft-Gemisch.
Zugleich ist dafür Sorge getragen, daß der durch Gravitation sowie durch Schleppwirkung
von der den Strömungsraum durchdringenden Verbrennungsluft gebildete Rieselfilm des
Brennstoffs am Fuße der vom Brennstoff benetzten Oberfläche frei aus dem Strömungsraum
austreten kann, soweit der Brennstoff von der Verbrennungsluft im Strömungsraum nicht
durch Verdunstung aufgenommen wird.
[0006] Die vom Brennstoffilm in die vorgewärmte Verbrennungsluft verdunstende Brennstoffmenge
ist mit guter Näherung nach dem sogenannten "Levis'schen Gesetz" bestimmbar, vergleiche
hierzu beispielsweise F. Kneule, "Das Trocknen", Grundlagen der chemischen Technik,
Band 6, Verlag Sauerländer und Co., Aarau, Schweiz, 1959. Die verdunstende Brennstoffmenge
ist abhängig von der Temperatur der Vorgewärmten Verbrennungsluft und von der Temperatur
des Brennstoffs an der Oberfläche des gebildeten Brennstoffilms.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die mit dem Brennstoffilm kontaktierte
Verbrennungslufmenge durch Steuerung eines über einen Bypaß geführten Luftstroms reguliert,
der vor Eintritt der Verbrennungsluft in den Strömungsraum abgezweigt und unmittelbar
dem aus dem Strömungsraum abziehenden Brennstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird, Patentanspruch
2. Damit wird das in die Brennkammer einzuleitende zündfähige Gemisch in einem weiten
Regelbereich einstellbar.
[0008] Eine gleichmäßige Filmbildung auf der vom Brennstoff zu benetzenden Oberfläche wird
bevorzugt durch Aufgabe des Brennstoffs am Verbrennungsluftzutritt zum Strömungsraum
erreicht, Patentanspruch 3. Eine Brennstoffkammer mit porösen Wänden, wie sie bisher
bei bekannten Brennern mit Brennstoffverdunstung verwendet wird, entfällt dann. Unterstützt
wird die Bildung des Brennstoffilms und die Haftung des Brennstoffs durch Aufrauhen
der Oberfläche der vom Brennstoff benetzten Wand.
[0009] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist in Patentanspruch
4 angegeben. Danach ist der Strömungsraum derart an einer Verbrennungsluftzuführung
und an einem Abzug für sich im Strömungsraum bildendes Brennstoff-Luft-Gemisch angeschlossen,
daß-die Verbrennungsluft den Strömungsraum in Strömungsrichtung des unter Einwirkung
der Schwerkraft auf der benetzbaren Oberfläche abfließenden Brennstoffs durchströmt.
Am Fuße der vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche ist ein Ablauf für überschüssigen
Brennstoff vorgesehen.
[0010] Die benetzbare Oberfläche ist bevorzugt zylindrisch ausgebildet und koaxial zu einem
senkrecht verlaufenden, die Verbrennungsluft führenden Strömungskanal angeordnet,
Patentanspruch 5. Als Ablauf für überschüssigen Brennstoff ist am Fuße der benetzbaren
Oberfläche ein Spalt mit einer Spaltweite vorgesehen, die zumindest der Filmdicke
des Brennstoffilms am Fuße der benetzbaren Oberfläche entspricht, Patentanspruch 6.
Durch diesen Spalt kann der überschüssige Brennstoff frei abfließen. Das zum Brennraum
strömende Brennstoff-Luft-Gemisch enthält keine unerwünschten Brennstofftröpfchen.
[0011] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die vom Brennstoff benetzbare
Oberfläche den Strömungsraum koaxial umgibt. Die innere Wand des Strömungsraumes bildet
ein Rohr, dessen freier Innenraum zum Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches dient. Die
vom Brennstoff zu benetzende Oberfläche ist aufgerauht. Dies führt zu einer gleichmäßigen
Filmbildung. Um das sich im Kontakt zwischen Verbrennungsluft und Brennstofffilm bildenden
Brennstoff-Luft-Gemisches regulieren zu können, ist die vom Brennstoff benetzbare
Oberfläche verschiebbar im Strömungsraum angeordnet. Die Größe der Kontaktfläche zwischen
Verbrennungsluft und Brennstoffilm ist somit veränderbar.
[0012] Eine Reglereinheit, mit der sich das der Brennkammer zuzuführende zündfähige Gemisch
in weiten Grenzen sehr Feinfühlig einstellen läßt, ist in Patentansprüchen 10 bis
19 angegeben. Danach wird die Zusammensetzung des zündfähigen Gemisches über einen
Bypaß reguliert, der die Verbrennungsluftzuführung vor Eintritt der Verbrennungsluft
in den Strömungsraum mit dem Abzug für das Brennstoff-Luft-Gemisch verbindet, wobei
die durch den Bypaß in den Abzug strömende Verbrennungsluftmenge mit Hilfe eines Reglers
einstellbar ist. Bevorzugt steht der Regler mit einem Temperaturfühler in Wirkverbindung,
der in der Verbrennungsluftzuführung angeordnet ist. In Abhängigkeit von der Temperatur
der vorgewärmten Verbrennungsluft wird der Anteil der in den Strömungsraum eindringenden
Verbrennungsluftmenge gesteuert. Das aus dem Strömungsraum austretende Brennstoff-Luft-Gemisch
und der über den Bypaß dem Brennstoff-Luft-Gemisch zugeführte Anteil der Verbrennungsluft
bestimmt dann die Zusammensetzung des der Brennkammer zugeführten zündfähigen Gemisches.
Zur Einstellung der beiden Zweigströme der Verbrennungsluft, von denen der eine durch
den Strömungsraum, der andere durch den Bypaß geführt wird, weist der Regler bevorzugt
zumindest ein Regelelement auf, das die von der Verbrennungsluft zu durchströmenden
Strömungsquerschnitte im Bypaß und in der Verbrennungsluftzuführung vor Eintritt der
Verbrennungsluft in den Strömungsraum zugleich einstellt. Dabei ist der Strömungsquerschnitt
im Eingang zum Strömungsraum so veränderbar, daß bei voll geöffnetem Bypaß der Zutritt
von Verbrennungsluft zum Strömungsraum gesperrt ist. Statt den Eingang der Verbrennungsluft
zum Strömungsraum zu schließen, läßt sich mit gleicher Wirkung auch ein Strömungsquerschnitt
im Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches aus dem Strömungsraum vor Mündung des Bypaßstromes
versperren. Bevorzugt ist bei voll geöffnetem Bypaß sowohl der Eingang der Verbrennungsluft
zum Strömungsraum als auch der Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches aus dem Strömungsraum
verschlossen, damit beim Kaltstart und beim Abschalten der Vorrichtung kein unerwünschter
Brennstoffdampf in die den Bypaß durchströmende Verbrennungsluft gelangt.
[0013] In weiterer Ausbildung der Erfindung sind gegeneinander verschiebbar angeordnete
Regelelemente vorgesehen. Bevorzugt sind die Regelelemente rohrförmig ausgebildet
und koaxial zueinander angeordnet, wobei zumindest eines der Regelelemente verstellbar
gelagert ist und zugleich den Strömungsquerschnitt des Bypasses und den Strömungsquerschnitt
der Verbrennungsluftzuführung und/oder einen Strömungsquerschnitt im Abzug für das
Brennstoff-Luft-Gemisch verändert. Das Regelelement weist Ausnehmungen auf, die gegenüber
Ausnehmungen eines ortsfest angeordneten Regelelementes zur Veränderung der Strömungsquerschnitte
verstellbar sind. Zum Einstellen der Extremstellungen des Reglers, nämlich einerseits
der "Aus"-Stellung, bei der der Bypaß voll geöffnet ist und der Strömungsraum geschlossen
wird, und andererseits der maximalen Betriebsstellung, bei der der Bypaß geschlossen
und die gesamte Verbrennungsluft zur Aufnahme von Brennstoff dient, sind am Regler
Arretierungen angebracht. Eine solche Arretierung ist insbesondere für die "Aus"-Stellung
aus Sicherheitsgründen und für den Kaltstart von Bedeutung.
[0014] Bevorzugt ist das verstellbare Regelelement als axial verstellbare Hülse ausgeführt,
die den Strömungsraum bei geöffnetem Bypaß verschließt. Ein solches in einfachster
Weise gestaltetes Regelelement entspricht sowohl den Anforderungen, die an eine feinfühlige
Regelung zu stellen sind, als auch der dem Einsatz der Vorrichtung entsprechend gewünschten
robusten Gestaltung des Reglers. Die Hülse ist gegen eine Feder von einem Temperaturfühler
in Abhängigkeit von der Temperatur der in der Verbrennungsluftzuführung strömenden
vorgewärmten Verbrennungsluft verstellbar angeordnet. Mittels eines Schalters ist
die Hülse in derjenigen Stellung fixierbar, in der der Bypaß voll geöffnet ist. Der
Schalter dient zugleich als Sicherheitsschalter.
[0015] Zur zweckmäßigen Ausbildung eines Brennstoffspeichers, in den der überschüssige Brennstoff
am Fuße der vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche mittels einer Brennstofführung eingeleitet
wird, werden in Patentansprüchen 20 bis 25 Merkmale angegeben. Am Brennstoffspeicher
ist eine Brennstoffleitung angeschlossen, die am Kopfe der vom Brennstoff zu benetzenden
Oberfläche an einem Brennstoffverteiler mündet. Der überschüssige Brennstoff wird
so im Kreislauf geführt und steht erneut zur Ausbildung des Brennstoff-Luft-Gemisches
zur Verfügung. Aus dem Brennstoffverteiler fließt der Brennstoff infolge Gravitation
auf die zu benetzende Oberfläche. Zur Vorwärmung des Brennstoffs ist die Brennstoffleitung
mit einem Wärmetauscher verbunden, der innerhalb der Verbrennungsluftzuführung angeordnet
ist. Der Brennstoffilm im Strömungsraum weist somit eine Temperatur auf, die nur wenig
unterhalb der Temperatur liegt, mit der die Verbrennungsluft in den Strömungsraum
eintritt, und die so hoch ist, daß alle Ö1- fraktionen im Brennstoff in die zugeführte
Verbrennungsluft verdunsten können. Für den Kaltstart der Vorrichtung, beiden, noch
keine vorgewärmte Verbrennungsluft vorhanden ist, weist der Brennstoffspeicher ein
Heizelement zur Vorwärmung des Brennstoffs auf. Um einer Überhitzung des Brennstoffs
während des Betriebes entgegenwirken zu können, ist im Brennstoffspeicher ein Kühlelement
für den Brennstoff vorgesehen.
[0016] Damit sich das erzeugte zündfähige Gemisch bis zum Eintritt in die Brennkammer nicht
in unerwünschter Weise abkühlt, ist am Abzug für das Brennstoff-Luft-Gemisch und/oder
an einer das zündfähige Gemisch zur Brennkammer führenden Gasleitung eine Wärmeisolation
angebracht.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
im einzelnen:
Figur 1 Prinzipskizze eines Strömungsraumes zur Ausbildung eines zündfähigen Gemisches.
Figur 2 Strömungsraum mit verstellbarer Brennstoffkammer und mit einem Bypaßregler
im Längsschnitt gemäß Schnittlinie II/II nach Figur 3.
Figur 3 Querschnitt durch den Bypaßregler nach Figur 2 gemäß Schnittlinie III/III,
sowie eine teilweise geschnittene Ansicht von oben.
Figur 4 Strömungsraum mit Brennstoffspeicher im Längsschnitt.
Figur 5 Ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Bypaßregler für den Strömungsraum
nach Figur 4.
Figur 6 Strömungsraum mit einem Bypaßregler, der den Strömungsraum bei geöffnetem
Bypaß vollständig schließt.
Figur 7 Mehrkammer-Strömungsraum.
[0018] In Figur 1 ist ein Strömungsraum 1 zur Ausbildung eines zündfähigen Gemisches aus
flüssigem Brennstoff und Verbrennungsluft schematisch dargestellt. In den Strömungsraum
1 wird die Verbrennungsluft über eine von Brennstoff benetzbare Oberfläche 2 einer
Wand 3 geführt. Die Verbrennungsluft durchströmt den Strömungsraum in Strömungsrichtung
des unter Einwirkung der Schwerkraft auf der Oberfläche abfließenden Brennstoffs.
Die Strömungsrichtung der Verbrennungsluft ist im Strömungsraum 1 in Figur 1 durch
Pfeile auf weißem Grund markiert. Der Brennstoff wird mittels eines Brennstoffverteilers-4
am Kopfe der Oberfläche 2 gleichmäßig verteilt und rieselt als Brennstoffilm, in Figur
1 Bezugszeichen 5, unter Einwirkung der Schwerkraft zum Fuße 6 der benetzbaren Oberfläche
2. An dieser Stelle des Strömungsraumes befindet sich einerseits ein Auslaß 7 für
das im Strömungsraum gebildete Brennstoff-Luft-Gemisch, dessen Strömungsrichtung in
Figur 1 mit Pfeilen mit unterbrochenem Linienzug markiert ist. Das Brennstoff-Luft-Ge-
misch wird um 180 Grad umgelenkt und strömt frei von Brenntropfen über einen Abzug
8 ab. Es wird einer in der Zeichnung nicht dargestellten Brennkammer zugeführt. Andererseits
ist am Fuße 6 ein Ablauf 9 für überschüssigen Brennstoff vorgesehen.
[0019] Als Ablauf 9 für den Brennstoff dient ein Spalt zwischen benetzbarer Oberfläche und
unterem Abschluß 10 des Strömungsraumes 1. Der Spalt weist eine Spaltweite 11 auf,
die nur wenig größer ist als die sich am Fuße 6 der Oberfläche ausbildende Filmdicke
des Brennstoffilrns 5. Zum Ablaufen des Brennstoffs ist der Spalt nach unten offen.
Diese Ausbildung des Ablaufs 9 ermöglicht einerseits einen ungestörten Abfluß überschüssigen
Brennstoffs, andererseits einen Brennstofftropfen freien Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches.
Der durch den Ablauf 9 abgeführte überschüssige Brennstoff gelangt in einen unterhalb
des Ablaufs 9 angeordneten Brennstoffspeicher 12.
[0020] Der Brennstoffverteiler 4 ist zur Zufuhr von Brennstoff mit einer Brennstoffkammer
13 verbunden und am Kopfe der zu benetzenden Oberfläche 2 im Ausführungsbeispiel nach
Figur 1 unmittelbar im Bereich der Mündung einer Verbrennungsluftzuführung 14 im Strömungsraum
1 angeordnet. Der aus dem Brennstoffverteiler 4 austretende Brennstoff verteilt sich
gleichmäßig über der zu benetzenden Oberfläche, wobei Verteilung und Haftung des Brennstoffilms
durch Aufrauhen der Oberfläche begünstigt wird. Im Ausführungsbeispiel besteht die
Wand 3, auf deren Oberfläche der Brennstoff unter Einwirkung der Schwerkraft in Strömungsrichtung
4er Verbrennungslujt herunter rieselt, aus Keramik mit feinkörniger Oberflächenstruktur.Es
lassen sich jedoch auch Wände aus Metall verwenden, deren Oberfläche aufgerauht, beispielsweise
sandgestrahlt sind.
[0021] In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel mit einer zylinderförmig ausgebildeten Brennstoffkammer
13a wiedergegeben, die von einer senkrecht angeordneten Strömungsführung 15 mit Abstand
umgeben wird, wobei zwischen der äußeren Oberfläche der Brennstoffkammer 13a und der
inneren Wandseite der Strömungsführung 15 ein dem Strömungsraum 1 in Figur 1 entsprechender
Strömungsraum 16 gebildet wird. Die Verbrennungsluft wird am Kopfe des Strömungsrauns
16 über eine Verbrennungsluftzuführung 17 eingeführt. Die Strömungsrichtung der zum
Strömungsraum 16 geführten Verbrennungsluft ist in Figur 2 mit A' und mit strichlinierter
Strömungslinie kenntlich gemacht. Beim Durchströmen des Strömungsraumes 16 in Richtung
des unter Einwirkung der Schwerkraft zum Ablauf 18 abfließenden Brennstoffilms nimmt
die Verbrennungsluft von der vom Brennstoff benetzten Oberfläche verdunstenden Brennstoff
auf. Das Brennstoff-Luft-Gemisch wird am Fuße der benetzten Oberfläche am Auslaß 19
um 180 Grad umgelenkt und strömt über einen den Strömungsraum 16 koaxial umgebenden
Abzug 20 und einen Gasraum 20a hindurch in eine das zündfähige Gemisch führende Gasleitung
21 ab. Um ein Ab- kühlen des gebildeten Brennstoff-Luft-Gemisches zu vermeiden, sind
Abzug 20 sowie Gasraum 20a und Gasleitung 21 auf ihren äußeren Seiten isoliert ausgeführt.
Der überschüssige Brennstoff fließt über den Ablauf 18 in einen Brennstoffspeicher
22 ein, aus dem er über eine Förderleitung 23 abziehbar ist.
[0022] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 weist die Brennstoffkammer 13a poröse Wände 24
auf, durch die der über Brennstoffleitungen 25, 26, 27 in die Brennstoffkammer eingeführte
Brennstoff über die ganze Höhe der Wände 24 verteilt in den Strömungsraum 16 austritt.
Dies ermöglicht ein gleichmäßiges Nachspeisen von Brennstoff auf der gesamten benetzten
Oberfläche. Durch entsprechenden Brennstoffdruck innerhalb der Brennstoffkammer wird
erreicht, daß stets mehr Brennstoff die zu benetzende Oberfläche herabrieselt, als
in die im Strömungsraum geführte warme Verbrennungsluft verdunstet.
[0023] Zum Regeln und Einstellen des in der Gasleitung 21 abzuführenden zündfähigen Gemisches
aus flüssigem Brennstoff und Verbrennungsluft, läßt sich die in Figuren 2 und 3 dargestellte
Vorrichtung auf zweierlei Weise regeln. Einerseits ist die Größe der vom Brennstoff
zu benetzenden Oberfläche, die von der Verbrennungsluft im Strömungsraum überstrichen
wird, durch Verstellen der Brennstoffkammer 13a veränderbar. Hierzu weist die in der
senkrecht angeordneten Strömungsführung 15 axial verschiebbar angeordnete Brennstoffkammer
13 einen Schaft 28 auf, der den Brennstoffspeicher 22 durchdringt und in eine Grundplatte
29 des Brennstoffspeichers einschraubbar ist. Der Schaft 28 ist nach außen geführt
und hier mittels einer Spannmuffe 30 feststellbar. Nach Lösen der Spannmuffe 30 kann
die Brennstoffkammer 13 aus dem Strömungsraum 16 herausgeschraubt oder in den Strömungsraum
eingeschraubt werden, wobei sich die der Verbrennungsluft angebotene, mit Brennstoff
benetzte Oberfläche verkleinert oder vergrößert. Die Kontaktfläche, die für die Aufnahme
von verdunstendem Brennstoff in die vorgewärmte Verbrehnungsluft zur Verfügung steht,
läßt sich so den im Strömungsraum gegebenen Verhältnissen je nach Qualität des Brennstoffes
anpassen.
[0024] Als weitere Regeleinheit zur Ausbildung des zündfähigen Gemisches ist für die Zuführung
von Verbrennungsluft zum Strömungsraum ein Bypaßregler 31 vorgesehen, der es ermöglicht,
nur einen Teil der in der Verbrennungsluftzuführung 17 strömenden Verbrennungsluftmenge
in den Strömungsraum 16 einzuleiten. Der übrige Teil der Verbrennungsluft strömt über
einen Bypaß 32 unmittelbar in das vom Strömungsraum 16 über Abzug 20 und Gasraum 20a
in die Gasleitung 21 abziehende Brennstoff-Luft-Gemisch. Die Strömungsrichtung der
durch den Bypaß geführten Verbrennungsluft ist in Figur 2 durch einen mit durchgezogener
Linie gezeichneten Strömungspfeil A markiert. Die über den Bypaß abströmende Verbrennungsluft
wird in den Gasraum 2Qa eingeführt, in die der Abzug 20 für das Brennstoff-Luft-Gemisch
mit Verteilerkammer 33 mündet. Der Bypaßregler 31 besteht aus einem verstellbaren
Regelelement 34, das im Ausführungsbeispiel mittels eines Hebels 35 innerhalb eines
von Arretierungen 36, 36' vorgegebenen Winkels 37, vergleiche Figur 3, gegenüber einem
ortsfest an der Strömungsführung 15 angebrachten Regelelement 38 drehbar geführt ist.
Bei der in den Figuren 2 und 3 wiedergegebenen Vorrichtung sind Strömungskanal 15
und Regelelement 38 aus einem Stück gefertigt. Die Regelelemente 34 und 38 weisen
zur Ausbildung des Bypasses Ausnehmungen 39 und 40 auf. Im Ausführungsbeispiel sind
die Ausnehmungen 39 und 40 gleichförmig ausgebildet und derart angeordnet, daß die
Ausnehmungen 39 des verstellbaren Regelelementes 34 und die Ausnehmungen 40 des ortsfest
angeordneten Regelelementes 38 in der "Aus"-Stellung der Bypaßregelung übereinander
stehen, wobei die gesamte in der Verbrennungsluftzuführung strömende Verbrennungsluft,
ohne in den Strömungsraum 16 einzutreten, durch den Bypaß 32 hindurch in die Gasleitung
21 abströmt. In dieser Stellung ist der Bypaßregler 31 in Figuren 2 und 3 dargestellt.
[0025] In der "Aus"-Stellung wird vom Bypaßregler 31 der Abzug 20 für das Brennstoff-Luft-Gemisch
oberhalb der Verteilerkammer 33 verschlossen. Hierzu weist das Regelelement 34 Ausnehmungen
41 auf, mit denen Ausnehmungen 42 des ortsfest angeordneten Regelelements 34 überdeckt
werden, die die Verteilerkammer 33 räumlich mit dem Gasraum 20a verbinden. Beim Verstellen
des Reglerelementes 34 mit Hilfe des Hebels 35 werden die Ausnehmungen 41 relativ
zu den Ausnehmungen 42 verschoben. Die Ausnehmungen 42 sind in Figur 3 mit gestricheltem
Linienzug wiedergegeben. Soll Verbrennungsluft in den Strömungsraum 16 eingeführt
werden, wird das Regelelement 34 aus der in Figur 2 und 3 dargestellten "Aus"-Stellung
durch Umlegen des Hebels 35 in eine Betriebsstellung gebracht. Liegt der Hebel 35
an der Arretierung 36' an, so ist der Bypaß 32 geschlossen und die gesamte Verbrennungsluft
wird durch den Strömungsraum 16 hindurchgeleitet. In dieser Stellung stehen die Ausnehmungen
41 und 42 übereinander, während sich die Ausnehmungen 39 und 40 gegenseitig überdecken
und so den Bypaß 32 schließen. Das über die Gasleitung 21 zur Brennstoffkammer strömende
zündfähige Gemisch weist bei dieser Reglerstellung den maximal möglichen Brennstoffgehalt
auf.
[0026] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß gestaltete Vorrichtung
zeigt schematisch Figur 4. Ein dem Strömungsraum 1 nach Figur 1 entsprechender Strömungsraum
43 ist bei diesem Ausführungsbeispiel als Ringspalt zwischen einer vom Brennstoff
benetzbaren inneren Oberfläche 44 eines Hohlzylinders 45 und der äußeren Wandseite
einer senkrecht von oben in den Zylinder eingesetzten Strömungsführung 46 ausgebildet.
Die vorgewärmte Verbrennungsluft wird dem Strömungsraum 43 über eine Verbrennungsluftzuführung
47 zugeführt. Die Verbrennungsluft strömt über ein dem Regel" element 34 im Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 und 3 zur Regelung des Bypaßstromes entsprechendes, durch Drehen verstellbares
Regelelement 48 zum Eingang 49 des Strömungsraumes 43. Die Strömungsrichtung der in
den Strömungsraum eindringenden Verbrennungsluft ist in Figur 4 mit einem Pfeil A'
mit ausgezogenem Linienzug markiert.
[0027] Zum Einführen von Brennstoff in den Strömungsraum 43 mündet unterhalb des Eingangs
49, durch den die Verbrennungsluft strömt, eine Brennstoffleitung 50 an einem Brennstoffverteiler
51. Der Brennstoffverteiler 51 besteht aus einem Ring aus einer für den Brennstoff
durchlässigen Keramik, oder beispielsweise auch aus einem mit feinen Bohrungen versehenen
Metallring, der einen so hohen Strömungswiderstand aufweist, daß der Brennstoff auf
der gesamten äußeren Ringfläche des Brennstoffverteilers gleichmäßig austritt. Der
Brennstoffverteiler 51 ist am Kopf des Strömungsraumes 43 in die Wand des Zylinders
45 so eingesetzt, daß der austretende Brennstoff auf der vom Brennstoff zu benetzenden
Oberfläche 44 einen Rieselfilm bildet. Der Brennstoff fließt unter Einwirkung der
Schwerkraft zum Fuß 52 der Oberfläche 44, die wie im Ausführungsbeispiel nach Figur
2 und 3 zur Verbesserung der Filmbildung und Haftung des Brennstoffs aufgerauht ist.
Vom Fuße 52 fließt der von der Verbrennungaluft nicht aufgenommene überschüssige Brennstoff
über eine Zusammenführung 53 in einen unterhalb des Strömungsraumes 43 angeordneten
Brennstoffspeicher 54. Über der Zusammenführung 53 wird das aus dem Strömungaraum
43 abziehende Brennstoff-Luft-Gemisch um 180 Grad umgelenkt, und zieht frei von Brennstofftropfen
im Innenraum 55 des Strömungskanals 46 zu einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Brennkammer ab. Die Strömungsrichtung des Brennstoff-Luft-Gemisches am Ausgang des
Strömungsraumes 43 am Fuß 52 der Oberfläche 44 ist in Figur 4 mit Strömungspfeilen
mit strichpunktiertem Linienzug markiert.
[0028] Das verstellbare Regelelement 48 zur Regulierung des Verbrennungsluftstromes im Bypaß
56 zwischen Verbrennungsluftzuführung 47 und Innenraum 55 der Strömungsführung 46
ist in Figur 4 schematisch zugleich in zwei seiner Regelstellungen dargestellt. Links
von einer Mittellinie 57 der Strömungsführung 46 ist das Regelelement 48 in seiner
"Aus"-Stellung bei geöffnetem Bypaß 56 und geschlossenem Eingang 49 des Strömungsraumes
43 wiedergegeben, die Strömungsrichtung der Verbrennungsluft durch den Bypaß 56 ist
mit Pfeil A mit gestricheltem Linienzug markiert. Rechts von der Mittellinie 57 ist
das Regelelement 48 bei geschlossenem Bypaß 56 und vollständig geöffnetem Eingang
49 dargestellt. Das Regelelement 48 weist Ausnehmungen 58 und 59 auf, die zur Regulierung
des Verbrennungsluftetromes im Bypaß 56 gegenüber Ausnehmungen 60 in der Wand des
Strömungskanals 46 und gegenüber Ausnehmungen 61 in der Wand der Verbrennungsluftzuführung
47 verstellbar sind. Das Regelelement 48 entspricht in ealner Funktion dem Regelelement
34 nach Figur 2 und 3. Es wird jedoch vom Regelelement 48 im Unterschied zum Regelelement
34 nicht ein Strömungsquerschnitt im Abzug des Brenhstoff-Luft-Gemisches, sondern
ein Strömungsquerschnitt in der Verbrennungsluftzuführung vor dem Eingang 49 zum Strömungsraum
43 eingestellt. Die Verbrennungsluft strömt bei Verstellen des Regelelements 48 aus
der "Aus"-Stellung in eine Betriebsstellung durch die Ausnehmungen 59 und 61 hindurch,
und über den Eingang 49 in den Strömungsraum 43 ein und nimmt hier verdunstenden Brennstoff
auf. Das Brennstoff-Luft-Gemisch fließt im Innenraum 55 des Strömungskanals 46, der
nach unten offen ist und räumlich mit dem Strömungskanal 43 verbunden ist, zur Brennkammer
ab.
[0029] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Bypaßregelung ist in Figur 5 dargestellt.
Bei diesem Regler ist das verstellbare Regelelement als eine axial verschiebbare Hülse
62 ausgebildet. Auch in Figur 5 ist dieses Regelelement zugleich in zwei seiner Stellungen
gezeigt: links von einer Mittellinie 110 ist die "Aus"-Stellung der Bypaßregelung,
rechts von der Mittellinie 110 die Betriebsstellung bei maximalem Brennstoffgehalt
im zündfähigen Gemisch wiedergegeben. Die Hülse 62 weist zur Einstellung des Strömungsquerschnittes
für einen Bypaßstrom 63 Ausnehmungen 64 auf, die relativ zu schlitzförmigen Ausnehmungen
65 in einer Strömungsführung 66, die der Strömungsführung 46 des Ausführungsbeispieles
nach Figur 4 entspricht, beim Verstellen der Hülse 62 verschoben werden. Zur Regulierund
des Verbrennungsluftstromes zum Strömungsraum 67, der in gleicher Weise wie der Strömungsraum
43 im Ausführungsbespiel nach Figur 5 ausgebildet ist, und einen trichterförmigen
Zugang 68 aufweist, ist die Hülse 62 an ihrem dem Strömungsraum 67 zugewandten Ende
mit einem Verschluß 69 versehen, der in der "Aus"-Stellung des Bypaßreglers, also
bei voll geöffnetem Bypaß,den Zugang zum Strömungsraum 67 verschließt.
[0030] Die Hülse 62 steht mit einem Temperaturfühler, der in einer Verbrennungsluftzuführung
70 angeordnet ist, in Wirkverbindung. Hierzu ist die Hülse 62 gegen eine vorgespannte
Feder 71, die mittels einer Zugstange 72 an einem Zapfen 73 der verstellbaren Hülse
62 angelenkt ist, über einen Kipphebel 74 verstellbar. Der Kipphebel 74 ist an einem
Träger 75 in einer vertikalen Ebene drehbar gelagert. Der Träger 75 besteht aus einem
Wellrohr, das mit öl gefüllt ist und seine Länge in Abhängigkeit von der Temperatur
der Verbrennungsluft in der Verbrennungsluftzuführung 70 relativ zu einem Gestänge
76 verändert, an dem der Kipphebel 74 schwenkbar angelenkt ist. Bei einer durch den
Träger 75 verursachten Drehung des Kipphebels 74 um seinen ortsfesten Drehpunkt 77
wird die Hülse 62 über einen Anschlag 78 an der Hülse, mit dem der Kipphebel 74 im
Ausführungsbeispiel kraftschlüssig verbunden ist, in die erforderliche Betriebsstellung
gebracht. Die Lage des ortsfesten Drehpunkts 77 läßt sich relativ zur Lage des Drehpunkts
am Träger 75 auch mittels einer am Gestänge 76 angreifenden Stellschraube 79 verändern.
Dies ermöglicht die Einstellung der Bypaßregelung auf unterschiedliche im Strömungsraum
67 zu verdunstende Brennstoffsorten.
[0031] Die am Zapfen 73 der Hülse 62 angelenkte Zugstange 72 ist nach außen geführt und
ermöglicht bei Verschiebung mittels eines Tasters 80 ein "Aus"-Stellen der Bypaßregelung.
Der Verschiebeweg der Zugstange 72 wird durch einen Anschlag 81 an der Hülse 62 begrenzt.
Wird nach Betätigung des Tasters 80 die Taste wieder freigegeben, wird die Hülse 62
mittels der Federkraft der Feder 71 wieder in die durch die Stellung des Kipphebels
74 vorgegebene Betriebsstellung gebracht. Mit dem Taster 80 läßt sich somit auch ein
Sicherheitsschalter verbinden.
[0032] Der in Figur 4 unterhalb des Strömungsraumes 43 dargestellte Brennstoffspeicher 54,
in den der im Strömungsraum von der Verbrennungsluft nicht aufgenommene überschüssige
Brennstoff abfließt, weist einerseits ein Heizelement 82 zum Vorwärmen des im Brennstoffspeicher
vorhandenen Brennstoffs auf, andererseits ist auch ein Kühlelement 83 vorgesehen,
das bei überschreiten einer vorgegebenen Brennstofftemperatur im Brennstoffspeicher
wirksam wird. Heizelement 82 und Kühlelement 83 werden von einem Thermostaten 84 gesteuert,
der innerhalb des Brennstoffspeichers mit der Brennstoffflüssigkeit in Berührung steht.
Zum Nachfüllen von Brennstoff mündet in den Brennstoffspeicher eine Brennstoffleitung
85, die mittels eines vom Flüssigkeitaspiegel im Brenn- stoffspeicher gesteuerten
Schwimmerventils 86 verschließbar ist. Entleeren läßt sich der Brennstoffspeicher
54 über einen gegen eine Feder verstellbaren Verschluß 87, der im Boden des Brennstoffspeichers
angeordnet ist.
[0033] Aus einem von einem Filter 88 umgebenen Brennstoffraum 89 wird der Brennstoff mittels
einer Brennstoffpumpe 90 aus dem Brennstoffspeicher 54 abgesaugt. Die Brennstoffpumpe
90 fordert den Brennstoff in die zum brennstoffverteiler 51 führende Brennstoffleitung
50. Bevor der Brennstoff aus dem Brennstoffverteiler 51 auf die zu benetzende Oberfläche
44 austritt, wird der Brennstoff noch in einem Wärmetauscher 91, an den die Brennstoffleitung
50 angeschlossen ist, von der in der Verbrennungsluftzuführung 47 strömenden Verbrennungsluft
vorgewärmt. Ein dem Wärmetauscher 91 entsprechender Wärmetauscher 92 ist auch im Ausführungsbeispiel
nach Figur 5 in der Verbrennungsluftzuführung 70 angeordnet.
[0034] Strömt in der Verbrennungsluftzuführung von Abgasen einer Verbrennungs- oder Heizeinrichtung
vorgewärmte Verbrennungsluft und dient das in der Gasleitung abströmende zündfähige
Gemisch der gleichen Verbrennungs-und Heizeinrichtung als Brenngas, so hat sich gezeigt,
daß sich die Temperatur der dem Strömungsraum zuge- führten vorgewärmten Luft in Abhängigkeit
vom Luftdurchsatz ändert und daß diese Temperaturänderung zur Bypaßregelung nutzbar
ist. Mittels eines Temperaturfühlers in der Verbrennungsluftzuführung, der in Abänderung
des in Figur 5 dargestellten Temperaturfühlers beispielsweise auch elektronisch ausgeführt
sein kann, wird dann selbsttätig ein optimales Brennstoff-Luft-Gemisch in Abhängigkeit
vom Luftdurchsatz erzeugt, da ja auch die Temperatur des mit konstanter Menge umgewälzten
und von der Verbrennungsluft vorgewärmten Brennstoffs in Abhängigkeit von der Temperatur
in der Verbrennungsluftzuführung beeinflußt wird.
[0035] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Bypaßregler mit axial verschiebbarem Regelelement
ist schematisch in Figur 6 wiedergegeben. Ein Strömungsraum 93, der in gleicher Weise
wie bei den Ausführungsbeispielen nach Figuren 3, 4 und 5 als Ringraum zwischen innerer
Oberfläche eines Hohlzylinders 94 und äußerer Wandfläche einer Strömungsführung 95
ausgebildet ist, dient zur Aufnahme von Brennstoff in Verbrennungsluft. Die Verbrennungsluft
wird in den Strömungsraum 93 über eine Verbrennungsluftzuführung 96 und einen sich
zum Strömungsraum 93 hin verjüngenden Eingang 97 eingeführt. Der Brennstoff wird der
inneren Oberfläche des Hohlzylinders 94 aus einer Brennstoffkammer 98 zugegeben, in
die eine Brennstoffleitung 99 mündet. Der Brennstoff fließt über einen ringförmigen
Spalt 100 auf die innere Oberfläche des Hohlzylinders 94. Die Spaltweite ist so dimensioniert,
daß der Brennstoff die gesamte von Verbrennungsluft umströmte Oberfläche des Hohlzylinders
benetzt und unter Einwirkung der Schwerkraft zum Auslaß 101 des Brennstoff-Luft-Gemisches
am unteren Ende des Strömungsraumes 93 rieselt. An dieser Stelle wird das Brennstoff-Luft-Gemisch
um 180°C umgelenkt und im Innenraum 102 der Strömungsführung 95 abgeführt, so daß
die den Strömungsraum 93 auf seiner Innenseite begrenzende Strömungsführung 95 zugleich
zum Abzug des Brennstoff-Luft-Gemischea dient.
[0036] Vom Auslaß 101 wird der Brennstoff über einen Brennstoffsammler 103 und eine daran
angeschlossene Ablaufleitung 104 zum Brennstoffspeicher 105 geführt. Der Brennstoffspeicher
weist eine Brennstoffzufuhr 106 und einen Abfluß 107 auf, an den analog zum Ausführungsbeispiel
nach Figur 4 die Brennstoffleitung 99 anschließbar ist, so daß im Überschuß zugegebener
Brennstoff erneut zur Ausbildung des Brennstoff-Luft-Gemisches verwendbar ist. Die
hierzu für den Brennstoffumlauf erforderliche Brennstoffpumpe ist in Figur 6 nicht
dargestellt.
[0037] Für die Regelung des Bypaßstromes, der aus der Verbrennungsluftzuführung 96 in das
vom Strömungsraum 93 abziehende Brennstoff-Luft-Gemisch eingeführt wird, dient im
Ausführungsbeispiel nach Figur 6 als axial verschiebbares Regelelement die Strömungsführung
95 selbst. Die Verschiebung der Strömungsführung erfolgt in der im Ausführungsbeispiel
nach Figur 5 gezeigten Weise in Abhängigkeit von der Temperatur der in der Verbrennugsluftzuführung
96 strömenden Verbrennungsluft über einen in der Verbrennungsluftzuführung eingesetzten
Temperaturfühler. In Figur 6 sind diese Steuerorgane für die Verschiebung der Strömungsführung
95 zur Vereinfachung der Darstellung nicht nochmals gezeigt. Als Regelelement weist
die Strömungsführung 95 im Bereich der Verbrennungsluftzuführung Ausnehmungen 108
auf die Sich bei axialer Verstellung der Strömungsführung über Ausnehmungen 109 schieben
lassen, die in einem Gasauslaß 111 für das Brennstoff-Luft-Gemisch vorgesehen sind.
Der Gasauslaß 111 ist in der Verbrennungsluftzuführung eingeschweißt und bildet somit
gegenüber der Strömungsführung 95, die wie oben angegeben als verstellbares Regelelement
eingesetzt ist, ein ortsfestes Regelelement. Die Ausnehmungen 109 im Gasauslaß 111
verlaufen in einer Ebene senkrecht zur Rohrachse 112 des Gasauslasses und sind schlitzförmig
gestaltet.
[0038] In Figur 6 ist die Strömungsführung 95 als verschiebbares Regelelement zugleich in
ihren zwei Extrempositionen dargestellt. Links von der Rohrachse 112 ist die Betriebsstellung
wiedergegeben, bei der das Brennstoff-Luft-Gemisch den maximalen Brennstoffgehalt
aufweist, rechts von der Rohrachse 112 ist die "Aus"-Stellung des Regelelements bei
voll geöffnetem Bypaß 113 und geschlossenem Strömungsraum 93 dargestellt.
[0039] Für die beiden Extrempositionen des Bypaßreglers ist mit Strömungspfeilen die Strömung
der Verbrennungsluft eingezeichnet. Auf der linken Seite der Rohrachse 112 ist mit
Strömungspfeil A' und strichlinierter Strömungslinie das Eindringen der Verbrennungsluft
in den Strömungsraum 93 markiert, auf der rechten Seite ist das Ausströmen der Verbrennungsluft
durch den Bypaß 113 in den Gasauslaß 111 mit Strömungspfeil A und durchgezogener Strömungslinie
angegeben. In der zuletzt genannten Reglerstellung wird der Strömungsraum 93 von der
Strömungsführung 95 vollständig verschlossen. Hierzu weist die Strömungsführung 95
einerseits im Bereich des Eingangs 97 zum Strömungsraum 93 Dichtelemente 119a auf,
die ringförmig auf dem äußeren Mantel der Strömungsführung 95 angeordnet sind und
beim öffnen des Bypasses 113 so in den Eingang 97 einführbar sind, daß der Zugang
zum Strömungsraum 93 bei voll geöffnetem Bypaß verschlossen ist. Andererseits wird
bei voll geöffnetem Bypaß am Fuß 114 der Strömungsführung 95 auch der Auslaß 101 verschlossen.
Wie in Figur 6 rechts von der Rohrachse 112 dargestellt ist, sitzt der Fuß 114 der
Strömungsführung 95 bei vollgeöffnetem Bypaß auf einem Sockel 115 auf, der den für
den Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches vorgesehenen Innenraum 102 der Strömungsführung
95 nach unten abschließt. Der Sockel 115 ist zum Brennstoffsammler 103 hin schräg
abfallend gestaltet, damit gegebenenfalls im Bereich des Sockels verbleibender Brennstoff
in den Brennstoffsammler 103 einführbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Sockel
115 in Leichtbauweise ausgeführt. Der Sockel weist zum Innenraum 102 der Strömungsführung
95 hin eine am Fuß des Sockels aufgesetzte konische Kappe 116 auf, wobei der so entstehende
Sockelhohlraum 117 über eine Beluftungsbohrung 118 druckentlastbar ist. Die Strömungsführung
95 ist im unteren Teil des Strömungsraumea 93 mit Führungen 120 zentriert.
[0040] Mit der in Figur 6 schematisch dargestellten Einrichtung wird bei voll geöffnetem
Bypaß die Emmission von unverbranntem Brennstoff in die dann lediglich Verbrennungsluft
führenden Gasleitungen, nämlich in die Verbrennungsluftzuführung 96 und in den Innenraum
102 der Strömungsführung 95 vollständig vermieden. Dies ermöglicht vor allem das Aufwärmen
des Öls vor dem Start der Einrichtung und auch das Abschalten der Einrichtung ohne
Umweltbelastung und Brennstoffverlust.
[0041] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Figur 7
dargestellt. Die Vorrichtung weist als Strömungsraum mehrere parallel zueinander angeordnete
Strömungskanäle 119 für die Verbrennungsluft auf. Jedem Strömungskanal 119 wird über
einen Brennstoffverteiler 120 Brennstoff zugeführt, der den Strömungskanal als Brennstoffilm
durchrieselt. Der Brennstoff wird vom Brennstoffverteiler 120 in Sackbohrungen 121
geleitet, die in Wände 122 der Strömungskanäle 119 in deren gesamter Längserstreckung
eingelassen sind. Die Sackbohrungen 121 sind über schlitzförmige Ausnehmungen 123
in den Wänden 122 mit den Strömungskanälen 119 räumlich verbunden, wobei die Weite
der Ausnehmungen 123 so bemessen ist, daß sich für ein gleichmäßiges Ausströmen des
Brennstoffs auf die gesamte von der Verbrennungsluft umströmte Oberfläche der Strömungskanäle
119 ein hinreichender Strömungswiderstand für den zufließenden Brennstoff ergibt.
[0042] Aus den Strömungskanälen 119 fließt der überschüssige Brennstoff über eine Zusammenführung
124 in einen unterhalb der Strömungskanäle 119 angeordneten Brennstoffspeicher 125.
Aus dem Brennstoffspeicher wird der Brennstoff in gleicher Weise, wie bei dem in Figur
4 dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer Brennstoffpumpe 126 in einer Brennstoffleitung
127 zum Brennstoffverteiler 120 gefördert. Die Brennstoffleitung 127 ist über einen
in einer Verbrennungsluftzuführung 128 angeordneten Wärmetauscher 129 geführt.
[0043] Zur Einstellung des zündfähigen Gemisches für die Brennkammer ist im Ausführungsbeispiel
nach Figur 7 an der der Verbrennungsluftzuführung 128 zugewandten offenen Seite der
Strömungskanäle 119 ein in angegebener Pfeilrichtung verschiebbares Regelelement 130
angeordnet, mit dem sich die Strömungsquerschnitte am Eingang der Strömungskanäle
119 verändern lassen. Mit Verschieben des Regelelements 130 wird zugleich ein von
der Verbrennungsluft parallel zu den Strömungskanälen 119 durchströmbarer Bypaß 131
zur Regulierung der Verbrennungsluftzufuhr zu den Strömungskanälen 119 geöffnet oder
geschlossen. Der Bypaß 131 ist in Figur 7 durch eine strichlinierte Strömungslinie
für die Verbrennungsluft im Bypaß kenntlich gemacht. In Figur 7 ist das Regelelement
131 in einer Betriebsstellung dargestellt, bei der die gesamte in der Verbrennungsluftzuführung
128 strömende Verbrennungsluft in Richtung des Strömungspfeils A' (ausgezogene Strömungslinie)durch
die Strömungskanäle 119 geführt wird. Vom Ausgang der Strömungskanäle führt ein Gasauslaß
132 das Brennstoff-Luft-Gemisch zu einer nicht dargestellten Brennkammer. Die "Aus"-Stellung
des Regelelements 130 ist im Ausführungsbeispiel nach Figur 6 bei vollständiger Abdeckung
der Eingänge zu den Strömungskanälen 119 gegeben.
[0044] Bei allen Ausführungsbeispielen läßt sich das zündfähige Gemisch über weite Breiche
sehr genau den erforderlichen Betriebszuständen anpassen, wie sie bei unterschiedlichen
Leistungsanforderungen bei Verbrennungs- und Heizeinrichtungen auftreten. Das Gemisch
verbrennt rußfrei und führt zu geringen Kohlenmonoxidanteilen im Abgas. Dabei sind
alle Geräte nicht nur robust gestaltet, sondern auch einfach in ihrer Handhabung.
Die Verbrennungsluftzuführung in Strömungsrichtung des unter Einwirkung der Schwerkraft
auf der benetzbaren Oberfläche gebildeten Brennstoff-Rieselfilms und die Bypaßregelung
für die Zufuhr von Verbrennungsluft in den Strömungsraum, bei der ein Teil der Verbrennungsluft
unter Umgehung des Strömungsraumes unmittelbar dem im Strömungsraum gebildeten Brennstoff-Luft-Gemisch
zur Einstellung des einer Brennkammer zuzuführenden zündfähigen Gemisches zugegeben
wird, führt zu einer sehr genauen Regelung. Als Regelgröße wird dabei die Temperatur
der Verbrennungsluft benutzt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,, wenn die Verbrennungsluft
von Abgasen aus der Brennkammer vorgewärmt wird. Die gegenseitige Abhängigkeit von
eingestelltem zündfähigen Gemisch, Temperatur in der Brennkammer und Temperatur der
von den Abgasen vorgewärmten Verbrennungsluft in der Verbrennungsluftzuführung, sowie
der Temperatur des Brennstoffes, der von der den verdunstenden Brennstoff aufnehmenden
Verbrennungsluft vorgewärmt wird, führt zu einem Regelkreis, der selbsttätig das für
die geforderte Heizleistung in der Brennkammer erforderliche zündfähige Gemisch mit
dem notwendigen Brennstoffgehalt einstellt.
1. Verfahren zur Ausbildung eines zündfähigen Gemisches aus flüssigem Brennstoff und
Verbrennungsluft, bei dem vorgewärmte Verbrennungsluft zur Aufnahme von Brennstoff
in einem Strömungsraum an einer von Brennstoff benetzten Oberfläche entlang geführt
wird, dadurch gekennzeichnet , daß die Verbrennungsluft den Strömungsraum in Strömungsrichtung
des unter Einwirkung der Schwerkraft auf der Oberfläche abfließenden Brennstoffs durchströmt,
daß der Brennstoff im Überschuß dosiert wird und von der Verbrennungsluft nicht aufgenommener
Brennstoff aus dem Strömungsraum abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß von der dem Strömungsraum
zugeführten Verbrennungsluft ein regulierbarer Bypaßstrom in das im Strömungsraum
gebildete Brennstoff-Luft-Gemisch einleitbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Brennstoff auf
der vom Brennstoff zu benetzenden Oberfläche am Verbrennungsluftzutritt zum Strömungsraum
verteilt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 zur Ausbildung
eines zündfähigen Gemisches aus flüssigem Brennstoff und Verbrennungsluft mit einer
für die Zufuhr von Brennstoff mit Brennstoff benetzbaren Oberfläche, die in einem
von vorgewärmter Verbrennungsluft zur Verbrennungszone hin durchströmbaren Strömungsraum
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet , daß der Strömungsraum (1, 16, 43, 67, 93,
119) derart an Verbrennungsluftzuführungen (14, 17, 47, 70, 96, 128) und Abzug (8,
20, 55, 102, 132) für sich im Strömungsraum (1, 16, 43, 67, 93, 119) bildendes Brennstoff-Luft-Gemisch
angeschlossen ist, daß die Verbrennungsluft den Strömungsraum (1, 16, 43, 67, 93,
119) in Strömungsrichtung des unter Einwirkung der Schwerkraft auf der benetzbaren
Oberfläche (2, 44) abfließenden Brennstoffs durchströmt, und daß in Strömungsrichtung
des Brennstoffs gesehen am Fuße (6, 52) der vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche
(2, 44) ein Ablauf (9, 18) für überschüssigen Brennstoff vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die vom Brennstoff benetzbare
Oberfläche (16, 43, 67, 93) zylindrisch ausgebildet und koaxial zu einer senkrecht
verlaufenden Strömungsführung (15, 46, 66, 95) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß als Ablauf am
Fuße (6, 52) der vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche (2, 44) ein Spalt vorgesehen
ist, dessen Spaltweite (11) zumindest der Filmdicke des Brennstoffilms am Fuße der
vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche (2, 44) entspricht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die
vom Brennstoff benetzbare Oberfläche (44) den Strömungsraum (43, 67, 93) umgibt und
daß als innere Wand des Strömungsraumes (43, 67, 93) eine Strömungsführung (46, 66,
95) vorgesehen ist, deren freier Innenraum (55, 102) zum Abzug des Brennstoff-Luft-Gemisches
dient.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß die
vom Brennstoff benetzbare Oberfläche (2, 44) aufgerauht ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die vom Brennstoff
benetzbare Oberfläche (2) verschiebbar im Strömungsraum angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß an
der Verbrennungsluftzuführung (17, 47, 70, 96, 128) vor deren Mündung in den Strömungsraum
(16, 43, 67, 93, 119) ein mit dem Abzug (20, 55, 102, 132) für das Brennstoff-Luft-Gemisch
verbundener Bypaß (32, 56, 113, 131) mit einem Regler (34, 38, 48, 62, 95, 130) für
den Bypaß durchdringende Verbrennungsluft angeschlossen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß der Regler (62) in
Wirkverbindung mit einem in der Verbrennungsluftzuführung (70) angeordneten Temperaturfühler
(74, 75, 76) steht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet , daß
der Regler zumindest ein Regelelement (34, 48, 62, 95, 130) aufweist, das bei voll
geöffnetem Bypaß zugleich einen Strömungsquerschnitt am Eingang (49, 68, 97) der Verbrennungsluft
zum Strömungsraum (16, 43, 67, 93, 119) und/oder einen Strömungsquerschnitt im Abzug
(20, 101) für das Brennstoff-Luft-Gemisch vor dem Bypaß (32, 56, 113, 131) verschließt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet ,
daß der Regler zwei gegeneinander verschiebbar angeordnete Regelelemente (34, 38,
48, 62, 95) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß die
Regelelemente (34, 38, 48, 62, 95) rohrförmig ausgebildet und koaxial zueinander angeordnet
sind und daß zumindest eines der Regelelemente (34, 48, 95) verstellbar gelagert ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß die
Regelelemente (34, 38, 48, 62, 95) von der Verbrennungsluft durchströmbare Ausnehmungen
(39, 40, 41, 42; 58, 59, 60, 61; 64, 65; 108, 109) aufweisen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet , daß der
Regler zwischen zwei Arretierungen (36, 36') verstellbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß das
verstellbare Regelelement als axial verstellbare Hülse (95) ausgeführt ist, die den
Strömungsraum (93) bei geöffnetem Bypaß (113) vollständig verschließt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet , daß die Hülse (62) gegen
eine Feder (71) von einem Temperaturfühler (74, 75, 76) in Abhängigkeit von der Temperatur
der Verbrennungsluft in der Verbrennungsluftzuführung (70) verstellbar angeordnet
ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet , daß
die Hülse (62) mittels eines Tasters (80) zur Versperrung der Zufuhr von Verbrennungsluft
zum Strömungsraum (67) verschiebbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 19, dadurch gekennzeichnet , daß am
Fuße der vom Brennstoff benetzbaren Oberfläche (44) eine Zusammenführung (53, 103)
für den Brennstoff angeordnet ist, die in einem Brennstoffspeicher (54, 105) mündet.
21. Vorrichtung nach Patentanspruch 20, dadurch gekennzeichnet , daß am Brennstoffspeicher
(54) eine Brennstoffleitung (50) angeschlossen ist, die zu einem am Kopfe der vom
Brennstoff zu benetzenden Oberfläche (44) angeordneten Brennstoffverteiler (51) geführt
ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet , daß die Brennstoffleitung
(50) zur Vorwärmung des Brennstoffs über einen Wärmetauscher (91, 92) zum Brennstoffverteiler
(51) geführt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet , daß der Wärmetauscher (91,
99) innerhalb der Verbrennungsluftzuführung (47, 70) angeordnet ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet , daß der
Brennstoffspeicher (54) ein Heizelement (82) zur Vorwärmung von Brennstoff aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet , daß im
Brennstoffspeicher (54) ein Kühlelement (83) für den Brennstoff vorgesehen ist.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 25, dadurch gekennzeichnet
, daß der Abzug (8, 20, 55, 102) für das Brennstoff-Luft-Gemisch und/oder eine das
zündfähige Gemisch zur Brennkammer führende Gasleitung (21, 111, 132) wärmeisoliert
ist.