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EP 0 066 891 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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15.12.1982 Patentblatt 1982/50 |
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Anmeldetag: 09.06.1982 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB SE |
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Priorität: |
10.06.1981 DE 3122968 22.08.1981 DE 3133286
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Anmelder: Ruhrkohle Aktiengesellschaft |
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D-45128 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Kluge, Günther, Dr.-Ing.
D-4350 Recklinghausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Lärmgedämpfte Bohrstange |
(57) Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lärmminderung beim Betrieb von Schlagbohrmaschinen,
insbesondere im Untertagebergbau und Tunnelbau, durch eine wesentliche Beschränkung
der Entstehung von akustischen Schwingungen der zwischen Bohrhammer und Bohrkrone
angeordneten Bohrstange. Zu diesem Zweck wird auf der Bohrstange (1) direkt im Anschluss an ihr in den Bohrhammer
einzuführendes Einsteckende (2) ein mehrteiliger hülsenartiger metallischer Massenbund
(3) befestigt, der aus hülsenartigen metallischen Einzelmassen (4, 5) besteht, die
mit definierten Abständen auf der Bohrstange angeordnet sind. Die Befestigung der
Einzelmassen kann beispielsweise durch Aufpressen nach vorherigem Einbringen von Gummi-
oder Kunststoffringen (7) zwischen Bohrstange und Einzelmasse erfolgen. Die Abstände
zwischen den Einzelmassen können mit hülsenartigen Abstandsstücken (6) aus Kunststoff,
Gummi oder auf der Innenseite mit Kunststoff oder Gummi beschichteten Metallrohrstücken
ausgefüllt sein, die auf die Bohrstange aufgeschoben werden.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lärmminderung beim Betrieb von insbesondere
im Untertagebergbau und Tunnelbau verwendeten Schlagbohrmaschinen durch Erhöhung des
Widerstandes der zwischen Bohrhammer und Bohrkrone eingesetzten Bohrstange gegen die
Erzeugung akustischer Eigenschwingungen.
[0002] Bei den im Untertagebergbau und Tunnelbau verwendeten Schlagbohrmaschinen, insbesondere
zur Herstellung von Bohrlöchern für Sprengschüsse, sind im wesentlichen zwei Geräuschquellen
zu separieren, die zur Vermeidung von Gesundheitsschäden des im Bereich der Schlagbohrmaschinen
tätigen Personals unabhängig voneinander reduziert werden müssen. Die eine Quelle
bildet der normalerweise mit Druckluft betriebene Bohrhammer selbst, die andere Quelle
stellt die Bohrstange dar, die im Betrieb zu akustischen Eigenschwingungen - auch
und gerade im hörbaren Bereich - angeregt wird, die sie dann über ihre Oberfläche
an die umgebende Luft überträgt.
[0003] Die Schallabstrahlung vom Bohrhammer konnte in der Vergangenheit bereits durch eine
ganze Reihe von Maßnahmen weitgehend reduziert werden, z. B. durch kompaktere Bauweise
und damit verminderter Oberfläche Ersatz von Blechdurch Kunststoffteile und insbesondere
durch Schalldämpfungsmaßnahmen im Weg der aus dem Bohrhammer austretenden Druckluft.
[0004] Für eine Reduzierung der Geräuschentwicklung der Bohrstange wurde in der Vergangenheit
z. B. in der DE-OS 29 20 139 die Lösung vorgeschlagen, durch eine Bedeckung der gesamten
Bohrstangenlänge mit einer Kunststoffumhüllung die Abstrahlung mechanischer Schwingungsenergie
weitgehend zu dämpfen und mit Hilfe von abschnittsweise darauf aufgebrachten Zusatzmassen
einen merklichen Widerstand der Bohrstangenanordnung gegen das Entstehen von akustischen
Bohrstangenschwingungen zu erzeugen. Eine derartige Anordnung führt aber einerseits
zu einer erheblichen Gewichtszunahme der Bohrstangenanordnung, andererseits erfordert
sie zur Abbeförderung des Bohrkleins aus dem Bohrloch eine Bohrkrone mit vergrößertem
Durchmesser gegenüber dem Betrieb der gleichen Bohrmaschinenanordnung mit einfacher
Bohrstange. Beide Effekte führen im allgemeinen jedoch zu einem erheblichen Leistungsverlust
einer einmal vorgegebenen Bohrmaschinenanordnung bei Verwendung der vorgeschlagenen
Schalldämpfungsmaßnahmen.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, eine optimale
Schalldämpfung der Bohrstangenanordnung ohne unzumutbaren Leistungsverlust der gesamten
Bohrmaschinenanordnung zu erreichen.
[0006] Dies geschieht dadurch, daß auf der Bohrstange mit bekanntem mehrkantigen, runden
oder elliptischen Querschnitt im unmittelbaren Anschluß an ihr in den Bohrhammer einzuführendes
Einsteckende ein mehrteiliger hülsenartiger metallischer Massenbund dauerhaft befestigt
- beispielsweise aufgepreßt - wird, dessen Einzelmassen durch hülsenartige Abstandsstücke
aus Gummi, Kunststoff oder auf der Innenseite mit Gummi oder Kunststoff beschichteten
Metallrohrstücken voneinander getrennt werden.
[0007] Der besondere Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß sie von vornherein die Entstehung
akustischer Eigenschwingungen der Bohrstange - insbesondere im Bereich höherer Frequenzen
des Schallwellenspektrums - erheblich einschränkt und bereits damit eine einer vollständig
mit Gummi oder Kunststoff bedämpften Bohrstange vergleichbare Lärmminderung ergibt,
ohne einen Leistungsverlust durch die für die Abbeförderung des Bohrkleins erforderliche
Vergrößerung des Bohrkronendurchmessers bei Verwendung einer beschichteten Bohrstange
in Kauf nehmen zu müssen.
[0008] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Konzentration der zusätzlich
an der Bohrstange angebrachten Massen direkt vor dem Bohrhammer gegenüber einer kontinuierlichen
Verteilung der Zusatzmassen (Bedämpfung) über die gesamte Bohrstangenlänge einen wesentlich
geringeren Leistungsverlust verursacht, für ausgewählte - zulässige - Betriebszustände
sogar keinen Leistungsverlust bzw. größere Bohrleistungen gegenüber einer ungedämpften
Bohrstange ergibt - auch wenn die gesamte Zusatzmasse im Falle der vorliegenden Erfindung
bzw. einer kontinuierlichen Verteilung über die gesamte Bohrstangenlänge in der gleichen
Größenordnung liegt.
[0009] Ein Beispiel für einen mehrteiligen hülsenartigen metallischen Massenbund zeigt die
Fig. 1 :
Direkt im Anschluß an das in den Bohrhammer einzuführende Einsteckende (2) der Bohrstange
(1) sind auf diese zwei metallische Einzelmassen (4,5) mit definiertem Abstand untereinander
so aufgepreßt, daß die Befestigung einer Belastung von mindestens 5 t standhält, nachdem
vor dem Aufpressen zwischen Bohrstange und Einzelmassen Gummi-oder Kunststoffringe
(7) eingebracht worden sind. Der Abstand zwischen den Einzelmassen wird durch ein
Abstandsstück (6) definiert, das aus Gummi, Kunststoff oder einem auf der Innenseite
mit Gummi oder Kunststoff beschichteten Metallrohrstück besteht und vor dem Aufpressen
der Einzelmassen zwischen diesen auf die Bohrstange aufgeschoben wird.
[0010] Zur Anwendung sind bisher u. a. folgende beispielhafte Daten gekommen:
1 Bohrstange
2 Einsteckende der Bohrstange
3 Massenbund
4 Einzelmasse 1
5 Einzelmasse 2
6 Abstandsstück aus Gummi, Kunststoff oder auf der Innenseite mit Gummi oder Kunststoff
beschichtetem Metallrohrstück
7 Gummi- oder Kunststoffring
1..Anordnung zur Lärmminderung beim Betrieb von insbesondere im Untertagebergbau und
Tunnelbau verwendeten Schlagbohrmaschinen durch Erhöhung des Widerstandes der zwischen
Bohrhammer und Bohrkrone eingesetzten Bohrstange gegen die Erzeugung akustischer Eigenschwingungen,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bohrstange (1) mit bekanntem mehrkantigen, runden
oder elliptischen Querschnitt im unmittelbaren Anschluß an ihr in den Bohrhammer einzuführendes
Einsteckende (2) ein mehrteiliger hülsenartiger metallischer Massenbund (3) dauerhaft
befestigt - beispielsweise aufgepreßt - wird, dessen Einzelmassen (4,5) durch hülsenartige
Abstandsstücke (6) aus Gummi, Kunststoff oder auf der Innenseite mit Gummi oder Kunststoff
beschichteten Metallrohrstücken voneinander getrennt werden.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Befestigen der hülsenartigen
Einzelmassen (4,5) auf der Bohrstange Gummi- oder Kunststoffringe (7) zwischen Bohrstange
und Einzelmasse angeordnet werden.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmassen (4,5) bezüglich
Material, Masse und geometrischer Abmessungen im Rahmen der Herstellungsgenauigkeit
identisch sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmassen (4,5) sowohl
bezüglich des Materials als auch der Masse oder der geometrischen Abmessungen Unterschiede
aufweisen können.
5. Anordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsstücke (6) bezüglich
Material, Masse und geometrischer Abmessungen im Rahmen der Herstellungsgenauigkeit
identisch sind.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsstücke (6) sowohl
bezüglich des Materials als auch der Masse oder der geometrischen Abmessungen Unterschiede
aufweisen können.
