[0001] Die Erfindung bezieht sich auf'ein Drehzylinderschloß nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein Drehzylinderschloß dieser Bauart ist in der DE-PS 20 03 059 beschrieben und dargestellt.
[0003] Neben den Möglichkeiten, eine Vielzahl von Schließungsvariationen durch unterschiedliche
Kerbeneinschnitte für die Zuhaltungsstifte und verschiedene Schlüsselquerschnittsprofile
zu schaffen, bietet dieses Drehzylinderschloß die Möglichkeit der Schaffung weiterer
Schließungsvariationen durch unterschiedliche Besetzung der Sperrstiftbohrungen mit
Sperrstiften,- wobei in Abhängigkeit der tatsächlichen Besetzung die Kalotten im Schlüssel
vorzusehen sind.
[0004] Drehzylinderschlösser dieser bekannten Bauart sind auf dem Markt eingeführt und haben
sich bewährt. Ein Nachteil kann jedoch - wie bei den meisten Drehzylinderschloßbauarten
- noch darin gesehen werden, daß die Sicherheit des Schlosses durch eine - zwar mit
einem erheblichen Aufwand - aber immerhin möglichen Manipulation am Schlüssel herabgesetzt
werden kann.
[0005] Es sind schon Drehzylinderschloßkonstruktionen bekannt geworden (DE-PS 24 11 362,
DE-OS 29 10 886), bei denen zur Lösung des vorbeschriebenen Nachteils sogenannte Zusatzsperrstifte
vorgesehen sind, die bei Anlage an der Breitseite des eingesteckten Schlüssels mit
der Peripherie des Kerns abgleichen. Bei einem falschen Schlüssel, bei dem z. B. der
Zusatzsperrstift auf eine Ausnehmung im Schlüssel trifft, kommt es nach anfänglicher
Drehung des Kerns zu dessen Blockierung, weil der in der gleichen Drehebene liegende
Zuhaltungsstift in die Zusatzsperrstiftbohrung hineinzudrücken vermag. Diese bekannten
Lösungen sind aus mehreren Gründen nachteilig:
Aufgrund der Tatsache, daß die vorbeschriebenen Sperrstifte (Zusatzsperrstifte, Sicherungsstifte)
im Durchmesser unterschiedlich bemessen sind, ist nicht nur die Anzahl der durch unterschiedliche
Besetzung der Sperrstiftbohrungen mit Sperrstiften möglichen Schließungsvariationen
eingeschränkt, sondern es bedarf bei einer unterschiedlichen Besetzung auch einer
Vielzahl von unterschiedlichen Kernen und auch Gehäusen (unterschiedliche Kalottenformen
in der Innenwand wegen der unterschiedlichen Sperrstiftkuppen), was zu einer außerordentlich
umfangreichen Lagerhaltung führt. Darüberhinaus ist aufgrund der Tatsache, daß die
Sperrstiftbohrungen im Durchmesser kleiner bemessen sind als die Zuhaltungsstifte,
die Blockierung nicht sicher gewährleistet, was deutlich z. B. aus der Fig. 3 von
DE-OS 29 10 886 zu entnehmen ist. Das Einrasten des betreffenden Zuhaltungsstiftes
in die den in jener Druckschrift mit 7 bezeichneten Sperrstift aufnehmenden Bohrung
dürfte zwar gewährleistet sein, jedoch bedarf es hierzu einer zusätzlichen Aussparung
an der Peripherie des Kerns. Dagegen scheint das Einrasten in die den Sicherungsstift
aufnehmende Bohrung 30 nicht gewährleistet zu sein.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe-zugrunde, die Sicherheit eines Drehzylinderschlosses
der eingangs bezeichneten Bauart mit einfachen und kostengünstigen Mitteln zu erhöhen,
ohne daß die Anzahl der erreichbaren Schließungsvariationen wesentlich herabgesetzt
wird. Diese Aufgabe wird nach der Lehre aus dem Anspruch 1 gelöst. Bei einem erfindungsgemäß
ausgestalteten Drehzylinderschloß ist eine Manipulation am Schlüssel ganz erheblich
deshalb erschwert, weil die tatsächlich vorhandene Anordnung der Sperrstifte ohne
eine Zerlegung des Drehzylinderschlosses kaum feststellbar ist. Eine Manipulation,
die z. B. dahingeht, einen Nachschlüssel mit der vollständigen Anzahl der Kalotten
zu versehen, ist deshalb nicht geeignet, das Drehzylinderschloß zu öffnen, weil bei
einer solchen Manipulation das Drehzylinderschloß nach einer anfänglichen Drehung
blockiert. Diese Blockierung kommt zustande, weil nach der anfänglichen Drehung betreffende
Zuhaltungsstifte in die Sperrstiftbohrungen aufgrund der vorhandenen Federspannung
zwangsläufig eintauchen und die Blindstifte dabei verdrängen. Bei der Verwendung eines
solchen falschen Schlüssels kommt es also zu einer Blockierung des
Drehzylin- derschlosses.
[0007] Dabei wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung die Anzahl der durch unterschiedliche
Besetzung der Sperrstiftbohrungen mit Sperrstiften bzw. Blindstiften erreichbaren
Schließungsvariationen nur in dem Fall verringert, bei dem die vollständige Anzahl
der Sperrstifte weniger eins vorgesehen ist. Diese eine Sperrstiftbohrung wird in
einem solchen Fall mit einem Blindstift besetzt.
[0008] Es ist ein ganz besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung, daß ein Drehzylinderschloß
der gattungsgemäßen Bauart mit nur verhältnismäßig kleinem Bearbeitungsaufwand durch
eine erfindungsgemäße Ausgestaltung abzuändern ist, wobei bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung die Anzahl sich unterscheidender Teile tatsächlich nur um eins erhöht
wird, nämlich die Blindstifte. Die erreichbaren Schließungsvariationen sind also weiterhin
durch unterschiedliche Besetzung der Sperrstiftbohrungen mit Sperrstiften bzw. Blindstiften
erreichbar.
[0009] Bei einem Zylinderschloß, bei dem eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Sperrstiftbohrungen
möglich ist, empfiehlt es sich natürlich gemäß Anspruch 2 die Sperrstiftbohrungen
immer vollzählig vorzusehen. Dies kann bei sogenannten einzelgesicherten Schlössern,bei
denen eine geringere Anzahl von Schließungsvariationen ausreicht, zwar zu einem Mehraufwand
führen, weil nicht unbedingt gebrauchte Sperrstiftbohrungen einzubringen und mit Blindstiften
zu versehen sind, jedoch überwiegt der Vorteil der vereinfachten Lagerhaltung.
[0010] Dabei führt die Ausgestaltung nach Anspruch 3 zu dem Vorteil, daß die Blindstifte
gleich weit wie die Sperrstifte in den Schlüsselkanal hineinragen. Die Unterscheidung
von außen, ob es sich um einen Sperr- oder Blindstift handelt, ist hierdurch weiter
erschwert.
[0011] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist auch vorteilhaft für Drehzylinderschlösser
einzusetzen, die zu einer Schließanlage gehören. Um hier die gewünschten Schließvariationen
bei der Zuordnung eines übergeordneten Schlüssels zu ermöglichen, wird gemäß Anspruch
5 weiter vorgeschlagen, gegebenenfalls in wenigstens einer Sperrstiftbohrung bzw.
-senkung einen (zweiten) Blindstift anzuordnen, der mit der Peripherie des Kerns abschließt
und gegen weiteres Eintauchen in den Kern gesichert ist. Durch verschiedene Anordnungen
eines oder mehrerer solcher (zweiten) Blindstifte ergeben sich eine Vielzahl von Schließvariationen,
bei denen die Zuordnung eines übergeordneten Schlüssels für wenigstens zwei Drehzylinderschlösser
möglich ist.
[0012] Es empfiehlt sich, gemäß Anspruch 5 dem (zweiten) Blindstift die Form eines Sperrstiftkopfes
zu geben. Ein solcher Sperrstiftkopf unterliegt nämlich gleichen Bedingungen wie der
(zweite) Blindstift.
[0013] Dabei ist es vorteilhaft, gemäß Anspruch 6 gleichtiefe Senkungen und gleiche Sperrstiftköpfe
vorzusehen, so daß einander gleiche (zweite) Blindstifte verwendet werden können.
[0014] Zur Lagesicherung des oder der (zweiten) Blindstifte ist es gemäß Anspruch 7 zweckmäßig,
die (zweiten) Blindstifte jeweils mit einem Schaft zu versehen, der in die Sperrstiftbohrung
eintaucht. Hierdurch sind die (zweiten) Blindstifte gegen Verkanten oder Umkippen
gesichert.
[0015] Die Ausbildung nach Anspruch 8 führt zu dem Vorteil, daß beim Schließen des Drehzylinderschlosses
mit einem falschen Schlüssel das Drehzylinderschloß zwar blockiert, diese Blockierung
jedoch wieder aufzuheben ist, d. h., der Kern wieder zurückzudrehen ist. Dies wird
durch erfindungsgemäße Aussparungen ermöglicht, die beim Zurückdrehen des Kerns ein
Ausheben der in die Sperrstiftbohrungen bzw. -senkungen eingetauchten Zuhaltungsstifte
gewährleisten.
[0016] Der Nebenanspruch 9 löst ebenfalls die der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe. Eine
Ausgestaltung nach diesem Anspruch unterscheidet sich von der Ausgestaltung nach Anspruch
1 dadurch, daß die Sperrstiftbohrungen und die Zuhaltungsstiftbohrungen nicht in der
gleichen Querebene liegen, also die Zuhaltungsstifte beim Vorhandensein eines falschen
Schlüssels nicht in die Sperrstiftbohrungen bzw. -senkungen eintauchen können. Die
Sperrung erfolgt hier durch das Vorhandensein wenigstens einer erfindungsgemäßen Aussparung,
in die der betreffende Zuhaltungsstift einzutauchen vermag. Auch aus dieser Aussparung
wird der betreffende Zuhaltungsstift beim Zurückdrehen des Kerns automatisch wieder
herausgehoben.
[0017] Dem Anspruch 4 ist selbständige erfinderische Bedeutung zuzumessen, da eine entsprechende
Ausgestaltung auch unabhängig vom Hauptanspruch vorteilhaft ist. Dies ist durch das
Wort insbesondere im Obergebriff des Anspruchs 4 verdeutlicht.
[0018] Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand einer vereinfachten
Zeichnung näher beschrieben.
[0019] Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Drehzylinderschloß im Querschnitt,
Fig. 2 eine Gegenüberstellung der vorhandenen Sperr- und Blindstifte eines Drehzylinderschlosses,
das zu einer Schließanlage gehört (zweites Ausführungsbeispiel) und
Fig. 3 eine beispielhafte Anordnung der vorhandenen Sperr-und Blindstifte eines Drehzylinderschlosses,
das zu einer Schließanlage gehört.
[0020] Gemäß Fig. 1 ist ein Drehzylinderschloß dargestellt, dessen Gehäuse 1 ein sogenanntes
Hahn-Profil aufweist. Der dazugehörige Schlüssel ist mit 2 bezeichnet und ist in einem
Schlüsselkanal 3 im Kern 4 aufgenommen, wobei der Schlüsselkanal 3 im Sinne der in
die Breitseiten 5 des Schlüssel 2 eingebrachten Längsnuten-6 profiliert ist. Die Dicke
des Schlüssels 2 wird durch übliche Sperrstifte 7 abgetastet, die längs der Drehachse
8 des Kerns 4 in einer Reihe oder auch versetzt zueinander angeordnet sein können.
Im Schlüssel 2 und in der Innenwandung 9 des Gehäuses 1 sind sogenannte Kalotten 11,
12 vorgesehen. Die Kalotte 12 hat zum einen den Zweck, den Kopf 13 des Sperrstifts
7 beim Einschieben des Schlüssels 2 aufzunehmen, wie es in der Fig. 1 dargestellt
ist. Zum anderen ist es Zweck der Kalotte 12, den Sperrstift 7 beim Drehen des Kerns
4 in die Kalotte 11 einzuschieben. Ein in die Kalotte 11 eingeschobener Sperrstift
7 schließt außenseitig mit der Peripherie 14 des Kerns 3 ab, so daß seine Drehung
gewährleistet ist.
[0021] Bei dem zu beschreibenden Ausführungsbeispiel ist auf jeder Seite des Schlüssels
2 eine Reihe Sperrstiftbohrungen 15 vorgesehen, die außenseitig in Senkungen 16 zur
Aufnahme evtl. einer Vielzahl von Sperrstiftköpfen 13 übergehen.
[0022] In der gleichen Querebene sind übliche Einschnitte 17 im Schlüssel 2 abtastende Zuhaltungsstifte
18, 19 vorgesehen die in Zuhaltungsstiftbohrungen 21,22 längsverschieblich sind und
bei einem passenden Schlüssel 2 mit der Peripherie 14 des Kerns 4 bzw. mit der Innenwandung
9 des Gehäuses 1 abgleichen. Die Zuhaltungsstifte 18 stehen unter einer Federspannung
23, die sie in die Einschnitte 17 einzuschieben sucht. Es sind eine Mehrzahl Zuhaltungsstiftbohrungen
21, 22 längs der Drehachse 8 in einer Reihe oder versetzt zueinander angeordnet.Die
Zuhaltungsstiftbohrungen 21,22 und die Sperrstiftbohrungen 15 liegen jedoch jeweils
in einer Querebene.
[0023] Der Durchmesser D der Senkungen 16 ist gleich oder größer bemessen als der Durchmesser
d der Zuhaltungsstifte 18, 19 bzw. der Zuhaltungsstiftbohrungen 21, 22.
[0024] In den Querstiftbohrungen 15, denen keine Kalotte 11 im Schlüssel 2 und kein Sperrstift
7 zugeordnet sind, sind Blindstifte 24 eingesetzt, die mit ihren Köpfen 25 mit der
Peripherie 14 des Kerns abschließen, wenn sie an der Breitseite 5 des Schlüssels 2
anliegen. Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Höhe h des Kopfes 25 eines
Blindstiftes 24 geringer bemessen als die Höhe H des Sperrstiftkopfes. Da die Tiefe
t der Senkungen 16 gleich ist, vermag ein Blindstiftkopf 25 folglich tiefer einzutauchen,
so daß z.B. beim Vorhandensein einer Kalotte vor einem Blindstift 24 (falscher Schlüssel)
beim Drehen des Kerns in Richtung des Pfeiles 26 der Zuhaltungsstift 18 in die den
Blindstift 24 aufnehmende Senkung 16 eintaucht und das Weiterdrehen blockiert. Das
Zurückdrehen des Kerns 4 ist dagegen durch Aussparungen 27 gewährleistet, die am Auslauf
der Senkungen 16 angeordnet sind, sekantial zu den Zuhaltungsstiften 21 hin auslaufen
und die betreffenden Zuhaltungsstifte 18 aus der Eintauchposition herausheben.
[0025] Eine Aussparung 27 ist deshalb wenigstens so breit bemessen wie der Durchmesser d
des Zuhaltungsstiftes 18. Jeder Senkung 16 ist eine solche Aussparung 27 zugeordnet.
[0026] Wie aus
Fig. 2 deutlicn zu entnehmen ist, sind der Schaft 28 des
Blindstiftes 24 und der Schaft 29 des Sperrstiftes 7 gleich lang bemessen (L).
[0027] Erfindungsgemäß ausgestaltete Drehzylinderschlösser lassen sich auch vorteilhaft
für Schließanlagen einsetzen. In der Fig. 3 ist beispielhaft eine Schließanlage dargestellt,
die zwei Drehzylinderschlösser 31, 32 mit dazugehörigen Schlüsseln 33, 34 und einen
übergeordneten Schlüssel 35 umfaßt, der zu beiden Drehzylinderschlössern 31, 32 paßt.
Um die gewünschten Schließvariationen beim Vorhandensein des übergeordneten Schlüssels
35 zu erreichen, weist der Schlüssel 33 an der mit 36 und der Schlüssel 34 an der
mit 37 bezeichneten Stelle jeweils keine Kalotte 12auf, während der Schlüssel 35 an
diesen Stellen-Kalotten 12 aufweist. Um zu verhindern, daß nach einer anfänglichen
Drehung des Drehzylinderschlosses 31 oder 32 mit dem übergeordneten Schlüssel 35 die
Zuhaltungsstifte 1b in die den Stellen 36 und 37 entsprechenden Senkungen 16 einrasten,
sind in diesen Senkungen 16 Blindstifte 38 einer zweiten Art angeordnet, deren Köpfe
39 - wie die Fig. 2 deutlich zeigt - die gleiche Höhe H aufweisen wie die Sperrstiftköpfe
13, deren Länge 1 jedoch nicht größer ist, als der entsprechende Abstand a zwischen
der Breitseite 5 des Schlüssels 2 und der Peripherie 14 des Kerns 4. Bei dem Ausführungsbeispiel
entspricht die Gesamtlänge der Blindstifte 38 der Gesamtlänge der Blindstifte 24.
Folglich ist der Schaft 41 eines jeden Blindstiftes 38 kürzer als die Länge 1 der
Schäfte 28, 29.
[0028] Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen sind jeweils vier Sperrstiftbohrungen
15 bzw. -senkungen 16 hintereinander angeordnet. Im Rahmen der Erfindung sind die
durch die Er- fin
dung erzielbaren Vorteile jedoch schon dann erreichbar, wenn zwei Sperrstiftbohrungen
15 bzw. -senkungen 16 hintereinander angeordnet sind.
1. Drehzylinderschloß, umfassend einen dazugehörigen Schlüssel, insbesondere einen
Flachschlüssel mit in sein rechteckiges Grundprofil eingearbeiteten Längsnuten, ein
insbesondere die Form eines Hahn-Profils aufweisendes Gehäuse und einen Zylinderkern,
in dem quer zu der (den) durch die Zuhaltungsstifte gehende (n) Ebene (n) Sperrstiftbohrungen
gleichen Durchmessers zur Aufnahme von federlosen Sperrstiften vorgesehen sind,.die
mit dem Schlüssel abgewandten Köpfen versehen und in in die Peripherie des Kerns eingearbeiteten
Senkungen gleicher Tiefe aufgenommen sind, und den Sperrstiftbohrungen in der Innenwandung
des Gehäuses jeweils eine Kalotte oder dergleichen sowie wenigstens einer dieser Sperrstiftbohrungen
in der Breitseite des Flachschlüssels eine Kalotte . oder dergleichen für die betreffenden
Sperrstifte zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrstiftbohrungen (15)
wenigstens an der äußeren Peripherie (14) des Kerns (4) jeweils in der Drehzylinderschloß-Querebene
eines Zuhaltungsstiftes (18) liegen, die Durchmesser (D) der Sperrstiftbohrungen (Senkungen
16) gleich oder größer sind als die Durchmesser (d) der Zuhaltungsstifte (18) und
in der oder den Sperrstiftbohrungen (15), denen keine Kalotten (12) in der Breitseite
(5) des Schlüssels (2) zugeordnet sind, Blindstifte (24) angeordnet sind, die bei
Anlage an der Breitseite (5) des Schlüssels (2) mit der Peripherie (14) des Kerns
(4) abschließen, wobei die Köpfe (25) der Blindstifte (24) niedriger bemessen sind
(h) als die Köpfe (13) der Sperrstifte (7).
2. Drehzylinderschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Drehzylinderschloß
mit mehr als zwei möglichen Sperrstiftbohrungen (15) die Sperrstiftbohrungen (15) vollzählig vorhanden sind.
3. Drehzylinderschloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftlänge
(1) der Blindstifte (24) gleich der Schaftlänge (1) der Sperrstifte (7) ist.
4. Drehzylinderschloß, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
für Schließanlagen, die wenigstens zwei Zylinderschlösser mit sich voneinander unterscheidenden
Sperrstiftanordnungen umfaßt, und den Zylinderschlössern ein übergeordneter Schlüssel zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermöglichung von unterschiedlichen Sperrstiftanordnungen (Fig. 3) bei der
Zuordnung eines übergeordneten Schlüssels (35) gegebenenfalls in wenigstens einer
Sperrstiftbohrung (15) bzw. -senkung (16) ein (zweiter) Blindstift (38) angeordnet
ist, der mit der Peripherie (14) des Kerns (4) abschließt und gegen weiteres Eintauchen
in den Kern (4) gesichert ist.
5. Drehzylinderschloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der (zweite) Blindstift
(38) die Form eines Sperrstiftkopfes (13) hat.
6.'Drehzylinderschloß nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Senkungen
(16) gleich tief bemessen sind und beim Vorhandensein mehrerer Blindstifte (38) diese
gleich ausgebildet sind.
7. Drehzylinderschloß nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch qekennzeichnet,
daß der (zweite) Blindstift (38) mit einem Schaft (41) in die Sperrstiftbohrung (15)
einfaßt, der gleich oder kleiner als der Abstand (k) zwischen der Breitseite (5) des
Schlüssels (2) und der Senkung (16) ist.
8. Drehzylinderschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch-gekennzeichnet,
daß den Senkungen (16) einseitige, in der Querebene der Zuhaltungsstiftbohrungen (21)
liegende Aussparungen (27) zugeordnet sind, die zu den Zuhaltungsstiftbohrungen (21)
hin etwa sekantial auslaufen und deren Breite gleich oder größer bemessen ist als
der Durchmesser (d) der Zuhaltungsstifte (18).
9. Drehzylinderschloß nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und/oder nach'einem oder
mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrstiftbohrungen
(15) und die Zuhaltungsstiftbohrungen (21) derart angeordnet sind, daß sie sich in
der Drehebene des Drehzylinderschlosses wenigstens teilweise überschneiden, in den
Sperrstiftbohrun--. gen (15), denen keine Kalotten (12) in der Breitseite (5) des
Schlüssels (2) zugeordnet sind, Blindstifte (24) angeordnet sind, die bei Anlage an
der Breitseite (5) des Schlüssels (2) mit der Peripherie (14) des Kerns (4) abschließen,
und den Sperrstiftbohrungen (15) bzw. -senkungen (16) an der Peripherie (14) einseitige
Aussparungen (27) zugeordnet sind, die in der Querebene der Zuhaltungsstifte (18)
angeordnet sind, jeweils wenigstens so breit wie deren Durchmesser (d) bemessen sind
und zu den Zuhaltungsstiftbohrungen (21) hin etwa sekantial auslaufen.