(19)
(11) EP 0 067 925 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.12.1982  Patentblatt  1982/52

(21) Anmeldenummer: 82101718.3

(22) Anmeldetag:  05.03.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G01C 22/02, H03K 21/40
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 15.06.1981 DE 3123654

(71) Anmelder: VDO Adolf Schindling AG
D-60487 Frankfurt (DE)

(72) Erfinder:
  • Henry, Peter
    D-6234 Hattersheim 3 (DE)

(74) Vertreter: Könekamp, Herbert, Dipl.-Ing. 
Sodener Strasse 9
65824 Schwalbach
65824 Schwalbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schaltungsanordnung zur Speicherung eines mehrstelligen dekadischen Zählwerts einer von einem Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke


    (57) Bei einer Schaltungsanordnung zur Speicherung eines mehrstelligen dekadischen Zählwerts einer von einem Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke mit einem elektrische Zählimpulse abgebenden Signalgeber (1) ist der Zählwert über Mittel (Zähler Do, D,, D2, D3, D4, D5) zur Codierung des Zählwerts in einem einschrittigen Code in einen nichtflüchtigen, aus Floating-Gate-Speicherzellen gebildeten Speicher (21, 22) einspeicherbar ist.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Speicherung eines mehrstelligen dekadischen Zählwerts einer von einem Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke mit einem elektrische Zählimpulse abgebenden Signalgeber, insbesondere eines elektronischen Tachometers.

    [0002] Zum Stand der Technik gehören elektronische Tachometer, in denen anstelle von Wirbelstromtachometern ein Galvanometer zur Geschwindigkeitsanzeige benutzt wird. Zur Bildung des der Geschwindigkeit entsprechenden Signals wird von elektrischen Impulsen ausgegangen, die von einem Signalgeber, der die Getriebeausgangsdrehzahl mißt, erzeugt werden. Die elektrischen Impulse des Signalgebers werden in eine Schaltungsanordnung zur Signalverarbeitung eingespeist. Die Schaltungsanordnung umfaßt im wesentlichen eine mit einem integrierten Scahltkreis aufgebaute Auswerteelektronik, die in Signalflußrichtung einen impulsformenden Schmitt-Trigger, einen Impulse konstanter Breite abgebenden Monovibrator, enthält, der eine Konstantstromquelle steuert, so daß der Mittelwert des von der Konstantstromquelle abgegebenen Konstantstroms ein Maß für die Frequenz der elektrischen Impulse des Signalgebers ist, die mit dem Galvanometer angezeigt wird. Die Auswerteelektronik weist ferner einenFrequenzwandler auf, der ebenfalls von dem Monovibrator gespeist wird und der über einen Treiber einen Schrittmotor zum Antrieb eines mechanischen Rollenzählwerks für die Wegstreckenanzeige beaufschlagt. Zwischen dem Zählwerk und dem Schrittmotor ist üblicherweise ein die sogenannte Wegdrehzahl berücksichtigendes Anpassungsgetriebe angeordnet. - Schließlich kann die Auswerteelektronik einen digitalen Ausgang zum Speisen eines Geschwin- digkeitsreglers,eines Geschwindigkeitswarners oder einer Service-Überwachungseinrichtung aufweisen'.

    [0003] Dieser elektronische Tachometer ermöglicht es zwar, ohne mechanische Antriebswelle auszukommen und so vorzeitigen Verschleiß, Geräusche und Anzeigeunruhe durch die Antriebswelle zu vermeiden. Gleichwohl ist dieser elektronische Tachometer wegen der herkömmlichen Wegstreckenanzeige bzw. Anzeige der zurückgelegten Kilometer unvollkommen. Insbesondere ist wegen des zur Wegstreckenanzeige benötigten Schrittmotors mit Anpassungsgetriebe und des Zählers keine Verringerung des Bauvolumens gegenüber herkömmlichen Wirbelstromtachometern möglich: Das von dem Schrittmotor angetriebene Rollenzählwerk kann unerwünschte Geräusche verursachen. Für den Ablesenden, der das in das Fahrzeug eingebaute Rollenzählwerk betrachtet, ist - abgesehen von den erwähnten Störungen - kein Unterschied zu Rollenzählwerken herkömmlicher Wirbelstromtachometer feststellbar.

    [0004] Aus den voranstehenden Gründen wurde der Entwicklung elektronischer Tachometer das Ziel gesetzt, zur Wegstreckenanzeige modernere elektronische Anzeigemittel, insbesondere Flüssigkristallzellen einzusetzen. Diese Anzeigemittel setzen jedoch eine fortschrittliche Speicherung des anzuzeigenden mehrstelligen dekadischen Zählwerts voraus, da hier eine elektromechanische Speicherung mit dem herkömmlichen Schrittmotor, dem Anpassungsgetriebe und dem mechanischen Rollenzählwerk entfallen soll.

    [0005] Zu Demonstrationszwecken hat man bereits versucht, die Wegstrecke mit einem C-MOS-RAM -Schreiblesespeicher in Verbindung mit einer Batterie zu speichern. Dabei hat sich aber u.a. als nachteilig herausgestellt, daß die Batterie über den in Kraftfahrzeugen auftretenden Temperaturbereich von -250C bis +700C keine ausreichende Speicherfähigkeit besitzt. Außerdem sind geeignete Batterien, z.B. auf Lithiumbasis aufwendig.

    [0006] Zur Erfindung gehört daher die Aufgabe, unter Vermeidung der Nachteile bisheriger Wegstreckenzähler bzw. Wegstrecken- speicher,eine Schaltungsanordnung zur Speicherung unter Verwendung der Halbleitertechnologie zu schaffen, die in einem großen Arbeitstemperaturbereich von -25°C bis +70oC eine Speicherzeit von mindestens 10 Jahren bei abgeschalteter Betriebsspannung aufweist und deren Speicherladezeit bzw. Löschzeit zur Speicherung des sich ändernden Zählwerts kurz genug ist. Die Schaltungsanordnung soll ferner zumindest langfristig eine Herabsetzung des Herstellungsaufwandes für den Speicher und die Speicheranzeige ermöglichen.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Zählwert über Mittel zur Codierung des Zählwerts in einem einschrittigen Code in einen nichtflüchtigen, aus Floating-Gate-Speicherzellen gebildeten Speicher einspeicherbar ist.

    [0008] Mit dieser Schaltungsanordnung mit einem nichtflüchtigen Speicher aus Floating-Gate-Speicherzellen wird eine Speicherzeit größer als 10 Jahre bei einer Umgebungstemperatur von 70°C realisiert. Der Arbeitstemperaturbereich von -250C bis +70°C wird eingehalten. In vorteilhafter Weise kann die Logik zur Steuerung des Speichers auf dem gleichen Chip wie die Speicherzellen realisiert werden. Die Speicherladezeit, d.h. die Zeit zum Einschreiben einer logischen 1 (L) ist unabhängig von der Anzahl der Schreib- und Löschzyklen und bleibt typischerweise kleiner als 20 ms. Die Zeit zum Löschen des Speichers hängt von der Anzahl der Löschzyklen ab und beträgt nach 10.000 Löschvorgängen typischerweise ca. 100 ms. Erfindungsgemäß wird, um die Anzahl der Löschzyklen möglichst gering zu halten und damit die Löschzeiten kurz zu halten, der Zählwert in einem einschrittigen Code in den nichtflüchtigen Speicher eingespeichert. Dadurch wird beim Übergang von einem mehrstelligen Zählwert zu dem nächsten mehrstelligen Zählwert nur eine Stelle ihren Wert von einem ersten binären Zustand,z.B. L auf einen zweiten binären Zustand, z.B. Null wechseln.

    [0009] Hierzu sind die Mittel zur Codierung des Zählwerts vorzugsweise in dem Code von Libaw-Craig ausgebildet.

    [0010] Als nichtflüchtiger Speicher gebildet aus Floating-Gate-Speicherzellen kann beispielsweise vorteilhaft ein Non-Volatile RAM der Firma SGS-Ates verwendet werden.

    [0011] Im einzelnen ist weiterhin die Schaltungsanordnung nach der Erfindung dergestalt ausgebildet, daß als Mittel zur Codierung ein mehrdekadischer Zähler vorgesehen ist, in dem jede Dekade zum Zählen des Zählwerts in dem einschrittigen Code ausgebildet ist, und daß je eine Gruppe Floating-Gate-Speicherzellen zur Speicherung je eines codierten Zählwerts einer Dekade adressierbar ist.

    [0012] Bei dieser Schaltungsanordnung wird also der Zählvorgang bzw. die Bildung des Zählwerts in dem einschrittigen Code von der Speicherung des Zählwerts getrennt und der Zählwert wird dekadenweise gebildet und gespeichert. Während eines den gesamten Zahlenvorrat einer Dekade durchlaufenden Zählzyklus wechsel jedes Zählbit nur einmal von dem ersten binären Zustand L auf den zweiten binären Zustand Null. Damit tritt während eines Zählzyklus in sämtlichen Speicherzellen,die einer Dekade zugeordnet unter einer Adresse erreichbar sind,während eines Zählzyklus nur ein einziger Löschzyklus ein. Die Löschzeit wird also gering gehalten.

    [0013] In der üblichen Organisation eines mehrdekadischen Zählers und Speichers wird eine niedrigere Dekade die Werte ihrer Stellen beim Hochzählen öfter wechseln als die Stellen der nächsthöheren Dekade. Um deswegen die Löschzeiten für die Speicherzellen der niedrigeren Dekade während der Speicherzeit des nichtflüchtigen Speichers möglichst wenig ansteigen zu lassen, sind gemäß Anspruch 4 bei gegebenen Zählwerten gesteuerte Mittel zum zyklischen Vertauschen der Adressen der Speicherplätze der niedrigsten Dekaden vorgesehen.

    [0014] Damit wird die Zuordnung der Dekaden des Zählers zu denjenigen der Speicherplätze bei vorgegebenen Zählwerten, typischerweise alle 100.000 Kilometer,geändert.

    [0015] Im einzelnen ist zur Übertragung des Zählwerts aus dem Zähler in den nichtflüchtigen Speicher die Schaltungsanordnung unter Berücksichtigung der voranstehenden erfinderischen Prinzipien in der Weise ausgebildet, daß die Zählerausgänge je einer der niedrigsten fünf Dekaden über einen als Multiplexer ausgebildeten Dekadenzähler zyklisch mit den mit je einer Adresse adressierbaren Speichereingängen verbindbar sind, daß ein aufeinanderfolgende Dekaden zählender Adressenzähler vorgesehen ist, der den Dekadenwähler sowie einen ersten Eingang eines Codierers steuert, dessen zweiter Eingang von wenigstens einer Dekade (6. Dekade) des Zählers gespeist wird, und daß ein Adressausgang des Codierers zum zyklischen Vertauschen der Adressen der niedrigsten fünf Dekaden mit dem Speicher verbunden ist.

    [0016] Bei dieser Schaltungsanordnung wird also der Zählwert in vorteilhafter Weise dekadenweise vorzugsweise beginnend mit der höchsten Dekade im Multiplexbetrieb in den nichtflüchtigen Speicher übertragen. Dabei wird in Abhängigkeit von dem erreichten Zählwert,typischerweise alle 100.000 Kilometer, die Zuordnung der niedrigsten fünf Dekaden des Zählers zu den fünf entsprechenden Adressen des nichtflüchtigen Speichers zyklisch vertauscht. Die Zuordnung der höchsten 6. Dekade des Zählers zu der Adresse des nichtflüchtigen Speichers der 6. Dekade bleibt unverändert. Der Adressenzähler steuert außer dem Dekadenwähler den Codierer, der außerdem in Abhängigkeit von dem Zählwert alle 100.000 Kilometer zum zyklischen Vertauschen der Adressen in dem nichtflüchtigen Speicher für die niedrigsten fünf Dekaden vorgesehen ist. - Diese Schaltungsanordnung kann in raumökonomischer Weise auf einem Chip realisiert werden.

    [0017] Um sicherzustellen, daß in der Schaltungsanordnung bei Änderung der Batteriespannung, insbesondere Spannungsausfall, nicht der Speicherinhalt zerstört wird ist gemäß Anspruch 6 ein Pufferkondensator vorgesehen.

    [0018] Der Pufferkondensator liefert so viel Energie, daß die Übertragung eines Zählwerts aus dem Zähler in den nichtflüchtigen Speicher auch dan abgeschlossen wird, wenn während eines Übertragungszyklus die Betriebsspannung ausfällt.

    [0019] In besonders vorteilhafter Weise ist die Schaltungsanordnung mit den Mitteln zur Datensicherung gemäß Anspruch 7 ausgestattet:

    Bei dieser Ausbildung der Mittel zur Datensicherung kann die Kapazität des Pufferkondensators sehr klein sein, da im Falle eines Betriebsspannungsausfalls während eines Schreibvorgangs nur der Schreibvorgang für die jeweils übertragene Dekade zu Ende geführt wird und anschließend der Betriebsspannungsausfall durch Eingabe eines bestimmten binären Zustands in das 6. Bit der jeweils angesprochenen Adresse markiert wird. Da die zu diesem 6. Bit gehörende Speicherzelle nur für diesen Sonderfall vorgesehen ist, kann sie schnell beschrieben werden. Der Zählerstand kann nach Wiederherstellen der Betriebsspannung dadurch wieder restauriert werden, weil das zusätzliche 6. Bit bei dem Ausfall der Betriebsspannung nur dann auf einen vorgegebenen binären Zustand, typischerweise L gesetzt wurde, wenn der Inhalt der zu dieser Adresse gehörenden Dekade gerade geändert worden ist. Das bedeutet, daß der Zähler gerade einen Übertrag in diese Dekade gezählt hat, so daß die niedrigeren Dekaden den Wert Null haben, auf den die Adressen nach Wiederherstellen der Betriebsspannung gesetzt werden. War vor dem Ausfall der Betriebsspannung nach dem letzten Übertragungszyklus der Zählwert nicht geändert worden, so wird kein zusätzliches Bit einer Dekade markiert, da der alte Zahlenwert sehr rasch in den nichtflüchtigen Speicher überschrieben wird.



    [0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung mit fünf Figuren erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 ein Blockschaltbild eines elektronischen Tachometers mit Wegstreckenanzeige auf der Basis von Flüssigkristallen und mit einem nichtflüchtigen Speicher;

    Figur 2 ein Blockschaltbild des nichtflüchtigen Speichers mit dem zugehörigen Zähler und der zugehörigen Steuerlogik;

    Figur 3 im Blockschaltbild die Speicherzuordnung zu den Dekaden des Zählers;

    Figur 4 den Zählcode und

    Figur 5 eine Funktionstabelle der Adressen für die Speicherplätze für die einzelnen Dekaden in Abhängigkeit von vorgegebenen Zählintervallen (je 100.000 Kilometer).



    [0021] In dem Blockschaltbild in Figur 1 ist in dem Abschnitt 1 der Signalgeber bezeichnet, der als Reed-Kontaktgeber oder Abreißoszillatorgeber oder aber als Induktivgeber mit nachgeschaltetem Verstärker aufgebaut sein kann. - An den Signalgeber schließt sich eine Schaltungsanordnung 2 zur Signalverarbeitung an. Sie ist im wesentlichen auf einem Halbleiterchip aufgebaut. Von einem Tiefpaß 3, der die elektrischen Zählimpulse von dem Signalgeber empfängt, wird ein Schmitt-Trigger 4 auf dem Halbleiterchip beaufschlagt, so daß vorgegeben geformte Impulse einen Monovibrator 5 auf dem Halbleiterchip beaufschlagen. Der Monovibrator erzeugt Impulse konstanter Impulsbreite, die einerseits eine Konstantstromquelle 6 - außerhalb des Halbleiterchips - sowie einen Frequenzwandler 7 auf dem Halbleiterchip steuern. Die Konstantstromquelle beaufschlagt ein Galvanometer 8 als Geschwindigkeitsanzeige in einer Gruppe 9 zur Signaldarstellung.

    [0022] Durch den Frequenzwandler 7 wird ein Zähler 10 gespeist, dessen Zählerstand über eine Steuerlogik 11 gesteuert in einen nichtflüchtigen Speicher 12 einzuspeisen ist. Zähler 10, Steuerlogik 11 und nichtflüchtiger Speicher 12 sind ebenfalls Bestandteil des integrierten Schaltkreises, ebenso wie ein Oszillator 13 als Taktgeber und eine von der Steuerlogik beaufschlagte Treiberstufe 14.

    [0023] Die Treiberstufe 14 beaufschlagt eine Kilometeranzeige 15, die den in dem nichtflüchtigen Speicher 12 gespeicherten Zählwert als Angabe der von dem Fahrzeug zurückgelegten Kilometer darstellt. Die Kilometeranzeige kann über eine Anzeigeumschaltung 16 von einer Gesamtanzeige auf eine Tageskilometerzähleranzeige umgeschaltet werden.

    [0024] Von der Steuerlogik 11 kann ferner ein Geschwindigkeitsregler, ein Geschwindigkeitswarner oder ein Intervallschalter 17 entsprechend der gefahrenen Geschwindigkeit bzw. der zurückgelegten Wegstrecke gesteuert werden.

    [0025] In den Figuren 2 und 3 sind mit D0, D1, D2, D3, D4, D5 sechs Dekaden eines Zählers bezeichnet. Jede Dekade ist als Schiebezähler mit fünf Bit aufgebaut. In die erste Dekade D0 wird über eine Leitung 18 der Zählimpuls - gegebenenfalls nach Umformung - eingespeist. Eine Übertragsleitung 19, die Dekade D0 mit der Dekade D1 verbindet, speist in die nächsthöhere Dekade D1 einen Impuls ein, wenn ein Zählzyklus der Dekade D0 durchlaufen ist. In gleicher Weise werden Überträge in die Dekaden D2, D39 D4, D5 eingespeist. Jeder Zähler weist fünf Zählerausgänge 20 auf, die in Figur 3 für die erste Dekade mit

    ,

    ,

    ,

    ,

    bezeichnet sind. Dementsprechend sind die Zählerausgänge für die zweite Dekade D1 mit

    ,

    usw. bitweise bezeichnet usw. bis

    ,

    ,

    ,

    ,

    der sechsten Dekade D5.

    [0026] In der Zustandstabelle in Figur 5 ist dargestellte wie jede Dekade des Sechs-Dekaden-Zählers 10 in einem Zählcode nach Libaw-Craig verknüpft ist:

    In der Zustandstabelle sind mit Z die Zählimpulse bezeichnet, denen die Zählerzustände bzw. Ausgänge Q0 bis Q4 bitweise zugeordnet sind. Aus der Zustandstabelle ist ersichtlich, daß bei Auftreten jedes Zählimpulses Z höchstens ein Bit von dem binären Zustand L auf den binären Zustand Null wechselt, z.B. bei dem ersten Zählimpuls in dem untersten, dem Ausgang Q0 zugeordneten Bit. Die Wechsel von dem binären Zustand Null auf den binären Zustand L ab dem sechsten Zählimpuls sind hier von weniger großem Interesse, da ihnen kein Löschen einer Speicherzelle, sondern im Gegenteil das Einschreiben einer binären Zahl L zugeordnet ist.



    [0027] Der Zählerstand jeder Dekade D0 bis D5 wird in einem Wort eines nichtflüchtigen Speichers aus Floating-Gate-Speicherzellen gespeichert. Jedes Wort umfaßt zur Speicherung eines dekadischen Werts fünf Bit und ein sechstes zusätzliches Bit zur Datensicherung, die weiter unten erläutert wird.

    [0028] In Figur 2 ist der mit fünf Worten adressierbare nichtflüchtige Speicherteil, der den untersten fünf Dekaden zugeordnet ist mit 21 bezeichnet. Der Speicherteil 22, der der höchsten Dekade zugeordnet ist, ist mit einer weiteren aus sechs Bit bestehenden Adresse adressierbar. In Figur 3 sind die Speicheradressen mit A0, A1 bis A5 bezeichnet und die Speichereingänge sind mit

    ,

    ,

    ,

    ,

    für die unterste Dekade bzw.

    ,

    ,

    ,

    ,

    für die nächsthöhere Dekade bezeichnet. Die Darstellung in Figur 3 der Speicheradressen zu den Dekaden des Zählers liegt dabei während eines bestimmten Zählintervalls, hier während der ersten 100.000 Kilometer vor. Die Zuordnung wird,wie unten erläutert,in Abhängigkeit von dem Zählerstand bzw. dem Zählwert alle 100.000 Kilometer für die untersten fünf Dekaden geändert, während die Zuordnung für die oberste Dekade D5 zu dem Speicherteil 22 immer erhalten bleibt.

    [0029] In Figur 5 ist dargestellt,wie die Zuordnung der Adressen j für die Speicherung der Werte der untersten fünf Dekaden K = 0, 1, 2, 3, 4 in Abhängigkeit von den Zählintervallen 0, 1, 2, 3, 4, d.h. alle 100.000 Kilometer zyklisch vertauscht wird. Die Speicheradresse zur Speicherung der 6. Dekade K = 5 bleibt hingegen immer gleich j = 5.

    [0030] Die Funktionstabelle für die Bildung der Adressen ist in Figur 2 in dem Codierer 23 realisiert. Demzufolge führt eine Busleitung 24 für die Adressen zu den beiden Speicherteilen 21 und 22. Der Codierer wird über eine Busleitung 25 mit einer Information über das gerade vorliegende Zählintervall gespeist, welches der Dekade D5 entnommen wird, da das Zählintervall 100.000 Kilometer beträgt. Eine weitere Busleitung 26 speist in den Codierer eine Information ein, welcher Wert einer der Dekaden DO bis D5 jeweils in den nichtflüchtigen Speicherteil 21 zu übertragen ist.

    [0031] Über einen Steuerbus 27, der in einem Steuerlogikteil 28 mit Steuerdaten beaufschlagt wird, werden die Steuerinformationen zu dem Adressenzähler 29, welcher die Busleitung 26 speist, zu dem Codierer 23, zu dem nichtflüchtigen Speicher 21, 22 und zu einem Dekadenwähler 30 übertragen.

    [0032] Der Dekadenwähler 30 ist als Multiplexer aufgebaut und bestimmt durch den Adresszähler 29 über die Busleitung 26 gesteuert der Zählwert welcher Dekade jeweils in den nichtflüchtigen Speicher zu übertragen ist. Die Abfrage der Dekaden DO bis D5 erfolgt dabei von der höchsten zur niedrigsten Dekade, d.h. ausgehend von D5.

    [0033] Die beschriebenen Funktionsgruppen können Bestandteile eines Mikroprozessors sein, ebenso wie die noch nachfolgend zu beschreibenden Funktionsgruppen zur Datensicherung.

    [0034] Aus Figur 2 ist noch ersichtlich, daß der Steuerlogikteil über eine Leitung 31 mit den Zählimpulsen gespeist wird. Eine weitere Leitung 32 ist von der Busleitung 26 abgezweigt und führt nur zu dem Speicherteil 22.

    [0035] Zu der Ausführung des nichtflüchtigen Speichers wird noch als vorteilhaft bemerkt, daß dieser nur 35 Speicherzellen zur Speicherung des sechs Dekaden umfassenden Zählwerts aufzuweisen braucht.

    [0036] Die Schaltungsanordnung arbeitet in der Weise, daß in den sechs dekadischen Zähler.Zählimpulse über die Leitung 18 eingespeist werden, so daß die Dekaden D0 bis D5 entsprechend der eingespeisten Anzahl Zählimpulse hochgezählt werden und der Zählwert in dem Zähler als in dem Code von Libaw-Craig codierte Zahl vorliegt. Zur Übertragung der einzelnen Dekaden des Zählwerts wird der Adresszähler 29 durch den Steuerlogikteil 28 gesteuert in Betrieb gesetzt, so daß die Dekaden von D5 bis D0 nacheinander in den nichtflüchtigen Speicher 21, 22 übertragen werden. Zunächst wird der Inhalt der Dekade D5 in den Speicherteil 22 eingespeist, was durch ein Signal auf der Leitung 33 veranlaßt wird, wenn der Adresszähler die Dekade K = 5 gezählt hat. Die Zählerstände der Dekaden D4 bis D0 werden anschließend zyklisch im Zeitmultiplexbetrieb durch den Dekadenwähler 30 in den Speicherteil 21 des nichtflüchtigen Speichers eingeschrieben, wozu der Dekadenwähler durch Signale in der Busleitung 26 gesteuert wird. Gleichzeitig bestimmt der Codierer 23, der ebenfalls Signale von der Busleitung 26 entsprechend dem zu übertragenden Dekadenwert,aber auch Signale von der Busleitung 25 über das jeweilige Zählintervall enthält, die Adresse des Fünf-Bit-Worts in dem Speicherteil 21,unter der der Inhalt der-gleichzeitig durch den Dekadenwähler angewählten Dekade in den nichtflüchtigen Speicherteil 21 abzuspeichern ist. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis während eines Übertragungszyklus auch die unterste Dekade D0 abgefragt ist. - Die Zuordnung der Adressen in dem Speicherteil 21 ändert sich durch den Adressenzähler 29 gesteuert alle 100.000 Kilometer, während die Zuordnung der Adresse j = 5 zu dem Speicherteil 22 fest bleibt.

    [0037] Zur Datensicherung muß sichergestellt sein, daß bei einer Unterbrechung der Stromversorgung bzw. starkem Spannungsabfall während des Übertragungsvorgangs eines Zählerstandes in den nichtflüchtigen Speicher ausreichend Energie zur Verfügung steht, um diesen Vorgang so zu beenden, daß keine Informationsverluste auftreten. Die zum Abschluß des Vorgangs und Datensicherung benötigte Energie wird einem in der Zeichnung nicht dargestellten Kondensator entnommen, der erfindungsgemäß eine vorteilhaft kleine Kapazität hat.

    [0038] Zur Datensicherung ist jede Speicheradresse des nichtflüchtigen Speichers um ein sechstes Bit erweitert,d.h. zur Speicherung eines Worts gehört eine sechste Speicherzelle. Weiterhin ist ein 1-Bit-Register F vorgesehen, welches mit den sechsten Speicherzellen aller Adressen in Verbindung steht. Weiterhin wird der Steuerlogikteil 28 zusätzlich über eine Leitung 34 durch ein von einer Betriebsspannungsüberwachungseinrichtung abgegebenes Signal gespeist.

    [0039] Wenn während eines Übertragungsvorganges des Zählwerts einer Dekade, z.B. der Dekade D3 die Betriebsspannung ausfällt, wird die Übertragung des Zählerstands dieser Dekade D3 gleichwohl vollständig zu Ende geführt. Anschließend wird, wenn der Inhalt der. Dekade D3 vor der Übertragung dieses Inhalts gerade geändert wurde, in die sechste Speicherzelle unter dieser Adresse eine logische 1 (= L) eingeschrieben. Diese sechste Speicherzelle, die normalerweise nicht beansprucht wird, kann sehr schnell beschrieben werden. Wegen des Spannungsausfalls werden die Inhalte der Dekaden D2, D1, D0 in diesem Übertragungszyklus nicht mehr übertragen. Beim Wiederherstellen der Betriebsspannung wird aber geprüft, ob eine sechste Speicherzelle auf L gesetzt wurde. Da dies hier in der sechsten Speicherzelle zutrifft, die zu der Adresse gehört, unter der der Wert der Dekade D3 übertragen wird, werden beim Wiederherstellen der Betriebsspannung unter den Adressen für die Dekaden D2, D1 und D0 der Wert Null in den Speicherteil 21 eingespeist. Dies bedeutet, daß in dem Falle, in dem die sechste Speicherzelle zu der Adresse, unter der der Wert der Dekade D3 gespeichert wurde, L gesetzt worden ist, der Zähler in den Dekaden D2, D1, D0 einen Übertrag bis zur Dekade D3 gemacht hat, so daß die Inhalte der Adressen zu D2, D1, D0 Null sein müssen.

    [0040] Anstelle der beschriebenen Methode der Datensicherurg kann unter Beibehaltung der aus fünf Bit bestehenden Adressen des Speichers ein Pufferkondensator einer größeren Kapazität verwendet werden, um die Übertragung der Werte sämtlicher Dekaden in einem Zyklus abzuschließen.

    [0041] Die beschriebene Schaltungsanordnung ermöglicht es, einen Kilometer-Zählerstand zuverlässig langfristig zu speichern, so daß zur Anzeige Flüssigkristallzellen verwendet werden können, die sich durch absolute Geräuschfreiheit, große Ziffernhöhe bei geringer Einbautiefe und leichter Trennbarkeit der Anzeige der Wegstrecke von der Elektronik-und Geschwindigkeitsanzeige auszeichnen.


    Ansprüche

    1. Schaltungsanordnung zur Speicherung eines mehrstelligen dekadischen Zählwerts einer von einem Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke mit einem elektrische Zählimpulse abgebenden Signalgeber, insbesondere eines elektronischen Tachometers,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Zählwert über Mittel (Zähler D0, D1, D2, D3, D4, D5) zur Codierung des Zählwerts in einem einschrittigen Code in einen nichtflüchtigen, aus Floating-Gate-Speicherzellen gebildeten Speicher (21, 22) einspeicherbar ist.
     
    2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß als Mittel zur Codierung ein mehrdekadischer Zähler (D0, D1, D2, D3, D4, D5) vorgesehen ist, in dem jede Dekade zum Zählen des Zählwerts in dem einschrittigen Code ausgebildet ist, und daß je eine Gruppe Floating-Gate-Speicherzellen zur Speicherung je eines codierten Zählwerts einer Dekade adressierbar ist (A0, A1... A5 in Figur 3).
     
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Mittel zur Codierung des Zählwerts in dem Code von Libaw-Craig ausgebildet sind.
     
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
    bei vorgegebenen Zählwerten gesteuerte Mittel (Codierer 23) zum zyklischen Vertauschen der Adressen der Speicherplätze (A0, A1...A5) der niedrigsten Dekaden (D0, D1, D2, D3, D4).
     
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Zählerausgänge (20) je einer der niedrigsten fünf Dekaden (DO bis D4) über einen als Multiplexer ausgebildeten Dekadenwähler (30) zyklisch mit den mit je einer Adresse adressierbaren Speichereingängen verbindbar sind, daß ein aufeinanderfolgende Dekaden zählender Adressenzähler (29) vorgesehen ist, der den Dekadenwähler (30) sowie einen ersten Eingang eines Codierers (23) steuert, dessen zweiter Eingang von wenigstens einer Dekade (6. Dekade D5) des Zählers gespeist wird, und daß ein Adressausgang (Busleitung 24) des Codierers zum zyklischen Vertauschen der Adressen der niedrigsten fünf Dekaden mit dem Speicher (Speicherteil 21) verbunden ist.
     
    6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 - 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Datensicherung bei Ausfall der Betriebsspannung während eines den Zählerstand in den Speicher übertragenden Schreibvorgangs ein Pufferkondensator vorgesehen ist.
     
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 und 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daßjede Adresse (A0, A1 bis A5) des nichtflüchtigen Speichers (21, 22) um ein zusätzliches Bit (6. Speicherzelle) erweitert ist, daß eine von einer Betriebsspannungsüberwachungseinrichtung gesteuerte Steuerlogik (Steuerlogikteil 28 und 1-Bit-Register F) derart aufgebaut ist, daß bei Betriebsspannungsausfall während des Übertragens des Zählerstands in den nichtflüchtigen Speicher (21, 22) mittels des Pufferkondensators der Schreibvorgang unter einer Adresse einer Dekade zu Ende geführt wird und anschließend das zusätzliche Bit dieser Dekade gesetzt wird und daß bei dem nachfolgenden Einschalten der Betriebsspannung die Inhalte der Adressen der niedrigeren Dekaden auf eine fest vorgegebene Zahl (Null) gesetzt werden.
     




    Zeichnung