[0001] Die Erfindung betrifft einen Zündglühkopf für eine Vorrichtung zum Brennen von Grobkeramik,
insbesondere von Ziegeln, mit einem Anschlußrohr für die intermittierende Zufuhr von
Festbrennstoff durch Druckluft, einem damit fest verbundenen zylindrischen Rohrendstück
mit größerem Durchmesser und einer Prallplatte am Austrittsende, die wenigstens zwei
Austrittsöffnungen bildet.
[0002] Ein derartiger Zündglühkopf ist bereits aus der DE-PS 24 41 680 bekannt. Bei diesem
bekannten Zündglühkopf ist die Verteilung des ausgeschleuderten Festbrennstoffes nur
in eine bestimmte Richtung nicht gegeben. Auch ist die Gefahr der Zerstörung des Zündglühkopfes
durch die auftretenden Explosionen nicht völlig ausgeschaltet und schließlich ist
keine Anpassungsmöglichkeit der Brennstoffverteilung an unterschiedliche Ofengegebenheiten
möglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Zündglühkopf dahingehend
zu verbessern, daß die Gefahr der Zerstörung bzw. Beschädigung des Zündglühkopfes
durch die auftretenden Explosionen vermieden wird, eine bessere Brennstoffausschleuderung
in gewünschten Richtungen erfolgt und eine günstige Anpassung an unterschiedliche
Ofenabmessungen und Brennbedingungen auf einfachste Weise möglich ist.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen einer oder mehrerer Patentansprüche.
[0005] Dadurch, daß der Zündglühkopf mit Rückschlagkammern ausgestattet ist, können auch
auftretende stärkere Explosionen gefahrlos beherrscht werden. Die einander gegenüberliegenden
Austrittsöffnungen mit ihren Lenkflächen und Lenkkammern gewährleisten eine gezieltere
Ausschleuderung des granulierten Festbrennstoffes. Schließlich ermöglichen die Einlegeteile
eine einfache und rasche Anpassung des Brennvorganges an unterschiedliche Brennbedingungen,
wie z.B. Ofenquerschnitte und dergleichen. Außerdem sind die Zündflächen für den Brennstoff
erheblich vergrößert, so daß eine wirksamere Explosion erzielbar ist.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Zündglühkopfes für eine Vorrichtung zum
Brennen von Grobkeramik, insbesondere von Ziegeln;
Fig. 2 eine Draufsicht;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1;
Fig. 4 eine Unteransicht des Zündglühkopfes nach Fig. 1;
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Einlegeteiles für die Prallplatte, und
Fig. 6 eine Draufsicht eines anderen Einlegeteiles.
[0007] Der in Fig. 1 dargestellte Zündglühkopf 1 weist ein zylindrisches Anschlußrohr 2
auf, über welches der Zündglühkopf an eine Zuführvorrichtung anschließbar ist, die
dem im Ofeninneren befindlichen Zündglühkopf intermittierend Festbrennstoff, z.B.
in Form von gemahlener Kohle, unter Anwendung von Druckluft zuführt. Zugeführte Brennstoffmenge
und Druckluft sind dabei im Wert so bemessen, daß im Zündglühkopf eine Explosion entsteht,
durch welche die Festbrennstoffteilchen aus dem Zündglühkopf geschleudert und über
den Ofenquerschnitt verteilt werden.
[0008] Mit dem Anschlußrohr 2 ist ein zylindrisches Rohrendstück 3 fest verbunden, dessen
Innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser des Anschlußrohres 2. Am Anschlußende
ist hierzu das Rohrendstück 3 mit dem Anschlußrohr 2 gegebenenfalls unter Einsetzen
eines Stirnringes 4 verschweißt.
[0009] Mit der Innenwand des Rohrendstückes 3 sind einander gegenüberliegend zwei ebene,
stegartige Platten 5, 5 fest verbunden. Hierzu sind die Längsränder 7 der Platten
5, 6 mit der Innenwand des Rohrendstückes 3 verschweißt. Zwischen Platten 5, 6 und
der Innenwand des Rohrendstückes 3 bilden sich Kammern 8, die zum Ende des Anschlußrohres
2 hin offen sind.
[0010] Die stegartigen Platten 5, 6 stehen zum Austrittsende hin über den unteren Rand 9
des Rohrendstückes 3 vor und bilden die quer liegende Prallplatte 10. Vorzugsweise
sind Platten 5, 6 und Prallplatte 10 von einem einstückigen, U-förmigen Teil gebildet.
[0011] Die Prallplatte 10 und die Platten 5, 6 bilden zusammen mit dem Rohrendstück 3 seitliche,
einander gegenüberliegende Austrittsöffnungen 11, 12.
[0012] Die über den Rand 9 vorstehenden Platten 5., 6 weisen zueinander und zur Längsmittelebene
versetzte Durchlaßöffnungen 13, 14 auf.
[0013] An den vorstehenden Enden der Platten 5, 6 sind quer zur Rohrlängsachse verlaufende,
die Durchlaßöffnungen 13, 14 freilassende Querstege 15, 16 befestigt. Die Querstegenden
17, 18 stehen nach beiden Seiten vorzugsweise gleich weit über die Platten 5, 6 und
die gleichbreite Prallplatte 10 vor. Sie bilden damit seitliche Begrenzungen und Lenkflächen
zu den Austrittsöffnungen 11, 12.
[0014] Am unteren Rand 9 des Rohrendstückes 3 sind einander gegenüberliegend Umlenkplatten
19, 20 befestigt. Ihr bis zur Höhe der Prallplatte 10 vorstehender Teil ist gewölbt.
Zueinander versetzte Längsränder dieser Umlenkplatten sind mit den Querstegen 15,
16 verschweißt, während die anderen, im Abstand von den Querstegen 15, 16 enden. Für
die durch die Auslaßöffnungen 13, 14 eintretenden Brennstoffteilchen und Gase bzw.
Druckluft sind die Umlenkkammern 21, 22 nach abwärts und nach zueinander entgegengesetzten
Seiten hin über die Austrittsöffnungen 23, 24 offen. Hierdurch kann der Brennstoff
über den mittleren Ofenbereich verteilt werden. Nach oben zu stehen diese Umlenkkammern
21, 22 mit den Kammern 8 in Verbindung.
[0015] Die Prallplatte 10 besitzt eine zentrische Öffnung 25, in die ein flacher Haltestift
26 einer Einlegeplatte 27 oder eines U-förmigen Einlegeteiles 28 einsetzbar ist. Die
Platten bzw. U-förmigen Einlegeteile 27, 28 passen zwischen die Platten 5, 6 und stehen
mit ihren Enden über die Prallplatte 10 vor. Durch Einsetzen ein oder mehrerer plattenförmiger
Einlegeteile 27 können die Austrittsöffnungen 11, 12, 13 und 14 in ihrer Höhe verändert
werden. Hierdurch ist eine Anpassung der Brennstoffverteilung an unterschiedliche
Ofenabmessungen bzw. Brandbedingungen möglich. Durch das U-förmige Einlegeteil 28
kann mittels der seitlich hochgezogenen Ränder 29, 30 der freie Durchlaßquerschnitt
der Durchlaßöffnungen 13, 14 verändert werden. U-förmige und plattenförmige Einlageteile
können auch kombiniert werden.
[0016] Zündglühkopf und Einlageteile bestehen aus hochhitzebeständigem Metall, insbesondere
Stahl.
1. Zündglühkopf für eine Vorrichtung zum Brennen von Grobkeramik, insbesondere von
Ziegeln, mit einem Anschlußrohr für die intermittierende Zufuhr von Festbrennstoff
durch Druckluft, einem damit fest verbundenen zylindrischen Rohrendstück mit größerem
Durchmesser und einer Prallplatte am Austrittsende, die wenigstens zwei Austrittsöffnungen
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß im Rohrendstück (3) parallel zur Längsachse, zwei
einander gegenüberliegende, ebene Platten (5, 6) befestigt sind, die mit der Prallplatte
(10) am Ende des Rohrendstückes verbunden sind, so daß zwischen Platten und Rohrendstück
Rückschlagkammern (8) entstehen.
2. Zündglühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Platten (5, 6) und Prallplatte
(10) ein einstückiges U-Stück sind.
3. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten
(5, 6) mit Prallplatte (10) über das Ende des Rohrendstückes (3) vorstehend ausgebildet
sind, so daß einander gegenüberliegende, seitliche Austrittsöffnungen (11, 12) sich
bilden.
4. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten
(5, 6) überhalb der Prallplatte öffnungen (13, 14) aufweisen, daß mit dem Rand des
Rohrendstückes (3), einander gegenüberliegend, die Austrittsöffnungen freilassend,
ausgewölbte Umlenkplatten (19, 20) fest verbunden sind, deren einander entgegengesetzte
Längsränder mit den vorstehenden Plattenrändern verbunden sind, während die anderen
Längsränder nach außen offene Austrittsöffnungen (23, 24) der Umlenkkammern (21, 22)
bilden.
5. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß an den Platten
(5, 6) plattenförmige Querstege (15, 16) befestigt sind, deren vorstehende Enden zusammen
mit den Umlenkplatten (19, 20) die Umlenkkammer (21, 22) bilden.
6. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Prallplatte
(10) passend ein oder mehrere Einlegeteile (27, 28) einsetzbar angeordnet sind.
7. Zündglühkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallplatte (10)
eine zentrische öffnung (25) besitzt und Einlegeteile (27, 28) einen Haltestift (26)
besitzen.
8. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einlegeteil
(28) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.