| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 068 421 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.01.1985 Patentblatt 1985/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.06.1982 |
|
|
| (54) |
Zündglühkopf, für eine Vorrichtung zum Brennen von Grobkeramik, insbesondere von Ziegeln
Hot bulb ignition head for a device for firing rough ceramics, especially bricks
Tête d'allumage à incandescence pour un dispositif de cuisson de céramique grossière,
notamment de briques
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
29.06.1981 DE 8118921 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
05.01.1983 Patentblatt 1983/01 |
| (71) |
Anmelder: Friedl, Andreas |
|
D-8263 Burghausen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Friedl, Andreas
D-8263 Burghausen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Eder, Eugen, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Eder & Schieschke
Elisabethstrasse 34 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Zündglühkopf für eine Vorrichtung zum Brennen von Grobkeramik,
insbesondere von Ziegeln, mit einem Anschlussrohr für die intermittierende Zufuhr
von Festbrennstoff durch Druckluft, einem damit fest verbundenen zylindrischen Rohrendstück
mit grösserem Durchmesser und einer Prallplatte am Austrittsende, die wenigstens zwei
Austrittsöffnungen bildet.
[0002] Ein derartiger Zündglühkopf ist bereits aus der DE-PS Nr. 2441680 bekannt. Bei diesem
bekannten Zündglühkopf ist die Verteilung des ausgeschleuderten Festbrennstoffes nur
in eine bestimmte Richtung nicht gegeben. Auch ist die Gefahr der Zerstörung des Zündglühkopfes
durch die auftretenden Explosionen nicht völlig ausgeschaltet und schliesslich ist
keine Anpassungsmöglichkeit der Brennstoffverteilung an unterschiedliche Ofengegebenheiten
möglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Zündglühkopf dahingehend
zu verbessern, dass eine verbesserte Brennstoffausschleuderung in gewünschten Richtungen
ermöglicht und die Gefahr der Zerstörung bzw. Beschädigung des Zündglühkopfes durch
die auftretenden Explosionen vermieden wird.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1, wobei zweckmässige Ausgestaltungen in den abhängigen Ansprüchen wiedergegeben sind.
[0005] Dadurch, dass der Zündglühkopf mit Rückschlagkammern ausgestattet ist, können auch
auftretende stärkere Explosionen gefahrlos beherrscht werden. Die einander gegenüberliegenden
Austrittsöffnungen mit ihren Lenkflächen und Lenkkammern gewährleisten eine gezieltere
Ausschleuderung des granulierten Festbrennstoffes. Schliesslich ermöglichen die Einlegeteile
eine einfache und rasche Anpassung des Brennvorganges an unterschiedliche Brennbedingungen,
wie z.B. Ofenquerschnitte und dergleichen. Ausserdem sind die Zündflächen für den
Brennstoff erheblich vergrössert, so dass eine wirksamere Explosion erzielbar ist.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Zündglühkopfes für eine Vorrichtung zum
Brennen von Grobkeramik, insbesondere von Ziegeln;
Fig. 2 eine Draufsicht;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 in Fig. 1;
Fig. 4 eine Unteransicht des Zündglühkopfes nach Fig. 1;
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Einlegeteiles für die Prallplatte, und
Fig. 6 eine Draufsicht eines anderen Einlegeteiles.
[0007] Der in Fig. 1 dargestellte Zündglühopf 1 weist ein zylindrisches Anschlussrohr 2
auf, über welches der Zündglühkopf an eine Zufuhrvorrichtung anschliessbar ist, die
dem im Ofeninneren befindlichen Zündglühkopf intermittierend Festbrennstoff, z.B.
in Form von gemahlener Kohle, unter Anwendung von Druckluft zuführt. Zugeführte Brennstoffmenge
und Druckluft sind dabei im Wert so bemessen, dass im Zündglühkopf eine Explosion
entsteht, durch welche die Festbrennstoffteilchen aus dem Zündglühkopf geschleudert
und über den Ofenquerschnitt verteilt werden.
[0008] Mit dem Anschlussrohr 2 ist ein zylindrisches Rohrendstück 3 fest verbunden, dessen
Innendurchmesser grösser ist als der Innendurchmesser des Anschlussrohres 2. Am Anschlussende
ist hierzu das Rohrendstück 3 mit dem Anschlussrohr 2 gegebenenfalls unter Einsetzen
eines Stirnringes 4 verschweisst.
[0009] Mit der Innenwand des Rohrendstückes 3 sind einander gegenüberliegend zwei ebene,
stegartige Platten 5,6 fest verbunden. Hierzu sind die Längsränder 7 der Platten 5,
6 mit der Innenwand des Rohrendstückes 3 verschweisst. Zwischen Platten 5, 6 und der
Innenwand des Rohrendstückes 3 bilden sich Kammern 8, die zum Ende des Anschlussrohres
2 hin offen sind.
[0010] Die stegartigen Platten 5, 6 stehen zum Austrittsende hin über den unteren Rand 6
des Rohrendstückes 3 vor und bilden die quer liegende Prallplatte 10. Vorzugsweise
sind Platten 5, 6 und Prallplatte 1 0 von einem einstückigen, U-förmigen Teil gebildet.
[0011] Die Prallplatte 10 und die Platten 5, 6 bilden zusammen mit dem Rohrendstück 3 seitliche,
einander gegenüberliegende Austrittsöffnungen 11, 12.
[0012] Die über den Rand 9 vorstehenden Platten 5, 6 weisen zueinander und zur Längsmittelebene
versetzte Durchlassöffnungen 13,14 auf.
[0013] An den vorstehenden Enden der Platten 5, 6 sind quer zur Rohrlängsachse verlaufende,
die Durchlassöffnungen 13, 14 freilassende Querstege 15, 16 befestigt. Die Querstegenden
17, 18 stehen nach beiden Seiten vorzugsweise gleich weit über die Platten 5, 6 und
die gleichbreite Prallplatte 10 vor. Sie bilden damit seitliche Begrenzungen und Lenkflächen
zu den Austrittsöffnungen 11, 12.
[0014] Am unteren Rand 9 des Rohrendstückes 3 sind einander gegenüberliegend Umlenkplatten
19, 20 befestigt. Ihr bis zur Höheder Prallplatte 10 vorstehender Teil ist gewölbt.
Zueinander versetzte Längsränder dieser Umlenkplatten sind mit den Querstegen 15,
16 verschweisst, während die anderen im Abstand von den Querstegen 15,16 enden. Für
die durch die Auslassöffnungen 13, 14 eintretenden Brennstoffteilchen und Gase bzw.
Druckluft sind die Umlenkkammern 21, 22 nach abwärts und nach zueinander entgegengesetzten
Seiten hin über die Austrittsöffnungen 23, 24 offen. Hierdurch kann der Brennstoff
über den mittleren Ofenbereich verteilt werden. Nach oben zu stehen diese Umlenkkammern
21, 22 mit den Kammern 8 in Verbindung.
[0015] Die Prallplatte 10 besitzt eine zentrische Öffnung 25, in die ein flacher Haltestift
26 einer Einlegeplatte 27 oder eines U-förmigen Einlegeteiles 28 einsetzbar ist. Die
Platten bzw. U-förmigen Einlegeteile 27, 28 passen zwischen den Platten 5, 6 und stehen
mit ihren Enden über die Prallplatte 10 vor. Durch Einsetzen ein oder mehrerer plattenförmiger
Einlegeteile 27 können die Austrittsöffnungen 11, 12, 13 und 14 in ihrer Höhe verändert
werden. Hierdurch ist eine Anpassung der Brennstoffverteilung an unterschiedliche
Ofenabmessungen bzw. Brandbedingungen möglich. Durch das U-förmige Einlegeteil 28
kann mittels derseitlich hochgezogenen Ränder 29,30 der freie Durchlassquerschnitt
der Durchlassöffnungen 13, 14 verändert werden. U-förmige und plattenförmige Einlegeteile
können auch kombiniert werden.
[0016] Zündglühkopf und Einlegeteile bestehen aus hochhitzebeständigem Metall, insbesondere
Stahl.
1. Zündglühkopf für eine Vorrichtung zum Brennen von Grobkeramik, insbesondere von
Ziegeln, mit einem Anschlussrohr (2) für die intermittierende Zufuhr von Festbrennstoff
durch Druckluft, einem damit fest verbundenen zylindrischen Rohrendstück (3) mit grösserem
Durchmesser und einer Prallplatte (10) am Austrittsende, die wenigstens zwei Austrittsöffnungen
(11, 12) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass im Rohrendstück (3) parallel zueinander
und zur Rohrstücklängsachse zwei ebene Platten (5, 6) mit Abstand zur Rohrstückinnenwandung
befestigt sind, deren Enden über das Ende des Rohrendstückes (3) vorstehen und durch
die Prallplatte (10) verbunden sind, so dass zwischen Platten (5, 6) und Rohrstückinnenwandung
Rückschlagkammern (8) entstehen und einander gegenüberliegende, seitliche Austrittsöffnungen
(11, 12) gebildet sind.
2. Zündglühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Platten (5, 6) und Praliplatte
(10) ein einstückiges U-Stück sind.
3. Zündglühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (5, 6) überhalb
der Prallplatte Öffnungen (13, 14) aufweisen, dass mit dem Rand des Rohrendstückes
(3), einander gegenüberliegend, die Austrittsöffnungen freilassend, ausgewölbte Umlenkplatten
(19, 20) fest verbunden sind, deren einander entgegengesetzte Längsränder mit den
vorstehenden Plattenrändern verbunden sind, während die anderen Längs- und Querränder
nach aussen und abwärts offene Austrittsöffnungen (23, 24) der Umlenkkammern (21,
22) bilden.
4. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Platten
(5, 6) plattenförmige Querstege (15, 16) befestigt sind, deren vorstehende Enden zusammen
mit den Umlenkplatten (19,20) die Umlenkkammern (21, 22) bilden.
5. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der
Praliplatte (10) passend ein oder mehrere Einlegeteile (27, 28) einsetzbar angeordnet
sind.
6. Zündglühkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (10)
eine zentrische Öffnung (25) besitzt und die Einlegeteile (27, 28) einen Haltestift
(26) besitzen.
7. Zündglühkopf nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlegeteil
(28) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
1. A hot bulb ignition head for a device for firing rough ceramics, especially bricks,
having a connecting pipe (2) for the intermittent feed of solid fuel by compressed
air, a cylindrical pipe endpiece (3) having a larger diameter connected securely thereto
and a baffle plate (10) at the outlet end which forms at least two outlet openings
(11, 12), characterised in that, in the pipe endpiece (3), parallel to one another
and to the longitudinal axis of the pipe piece, two plates (5, 6) are fastened at
a spacing from the inner wall of the pipe piece, and the ends of which protrude beyond
the end of the pipe endpiece (3) and are connected by the baffle plate (10), so that,
between the plates (5, 6) and the inner wall of the pipe piece, check chambers (8)
arise and mutually opposed lateral outlet openings (11, 12) are formed.
2. A hot bulb ignition head according to Claim 1, characterised in that the plates
(5, 6) and the baffle plate (10) are a unitary U-piece.
3. A hot bulb ignition head according to Claim 1, characterised in thatthe plates
(5, 6) have openings (13, 14) above the baffle plate, in that connected securely to
the edge of the pipe endpiece (3), opposite one another, and leaving the outlet openings
free, are convexly arched deflection plates (19, 20), the mutually opposed longitudinal
edges of which are connected to the protruding plate edges, whilst the other longitudinal
and transverse edges form outwardly and downwardly open outlet openings (23, 24) of
the deflection chambers (21, 22).
4. A hot bulb ignition head according to Claims 1 to 3, characterised in that fastened
to the plates (5, 6) are plate-like transverse webs (15, 16), the protruding ends
of which form, together with the deflection plates (19, 20), the deflection chambers
(21, 22).
5. A hot bulb ignition head according to Claims 1 to 4, characterised in that fitting
on the baffle plate (10) are one or more insets (27, 28) which are insertably arranged.
6. A hot bulb ignition head according to Claim 5, characterised in that the baffle
plate (10) has-a central opening (25) and the insets (27, 28) have a retaining pin
(26).
7. A hot bulb ignition head according to Claims 5 and 6, characterised in that one
inset (28) is U-shaped in cross-section at configuration.
1. Tête d'allumage à incandescence pour un dispositif de cuisson de céramique grossière,
notamment de briques, avec un tube de raccordement (2) pour l'admission intermittente
de combustible solide à l'aide d'air comprimé, un tronçon d'extrémité de tube cylindrique
(3) qui y est relié de manière fixe et qui présente un diamètre supérieur et une plaque
formant chicane (10) à l'extrémité de sortie, formant au moins deux orifices de sortie
(11, 12), caractérisée en ce que deux plaques planes (5, 6) parallèles entre elles
et à l'axe longitudinal du tronçon de tube sont fixées dans le tronçon de tube (3)
à une certaine distance de la paroi intérieure du tronçon de tube, les extrémités
de ces plaques dépassant au-delà de l'extrémité du tronçon de tube (3) et étant reliées
par la chicane (10) de façon à former entre les plaques (5, 6) et la paroi intérieure
du tronçon de tube des chambres antiretour (8) et à former des orifices de sortie
(11, 12) latéraux et opposés.
2. Tête d'allumage à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que
les plaques (5,6) et la plaque formant chicane (10) sont d'une seule pièce en U.
3. Tête d'allumage à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que
les plaques (5,6) comportent des orifices (13, 14) au-dessus de la chicane, en ce
que des plaques de renvoi cintrées (19, 20) opposées, laissant libres les orifices
de sortie, sont fixées au bord du tronçon de tube (3), leurs bords longitudinaux opposés
étant reliés aux bords en saillie des plaques, alors que les autres bords longitudinaux
et transversaux forment des orifices de sortie (23, 24) débouchant vers l'extérieur
et vers le bas pour les chambres de renvoi (21,22).
4. Tête d'allumage à incandescence selon les revendications 1 à 3, caractérisée en
ce que des nervures transversales (15,16) en forme de plaque sont fixées aux plaques
(5, 6), leurs extrémités en saillie formant, avec les plaques de renvoi (19,20), les
chambres de renvoi (21, 22).
5. Tête d'allumage à incandescence selon les revendications 1 à 4, caractérisée en
ce qu'un ou plusieurs éléments rapportés (27, 28) sont convenablement placés sur la
plaque formant chicane (10).
6. Tête d'allumage à incandescence selon la revendication 5, caractérisée en ce que
la plaque formant chicane (10) comporte un orifice central (25) et les éléments rapportés
(27, 28) comportent un téton de maintien (26).
7. Tête d'allumage à incandescence selon les revendications 5 et 6, caractérisée en
ce qu'un élément rapporté (28) présente une section en forme de U.

