[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswechseln einer vollen Spule
gegen eine Leerhülse in einer Spulvorrichtung einer Offenend-Spinnvorrichtung, bei
welchem bei Erreichen der vorgegebenen Spulengröße die Offenend-Spinnvorrichtung stillgesetzt
und deren Fasersammelfläche gereinigt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens.
[0002] Es ist bekannt, nach einem Stillstand der Maschine mit Hilfe eines von einer Starterspule
rückgelieferten Fadens neu anzuspinnen und anschließend den Ansetzer auf diese Starterspule
aufzuwickeln, woraufhin dann ohne Unterbrechung des Spinnvorganges die Starterspule
gegen eine Leerhülse ausgewechselt wird, auf welche dann der Faden übergeben wird.
In diesem Fall ist mit dem Aufwindebeginn auf der neu eingelegten Leerhülse kein Neuanspinnen
verbunden, so daß der Spulenbeginn keinen Ansetzer aufweist, doch ist für das Anspinnen
eine Starterspule erforderlich.
[0003] Durch die FR-A 2 297 936 ist es auch bekannt, das Fadenstück mit der Anspinnstelle
aus dem Faden herauszutrennen und in die Mündung eines Fadenabsaugrohres hineinzusaugen.
Um dies zu erreichen, erfolgt beim bekannten Stand der Technik das Anspinnen mit Hilfe
eines Hilfsfadens einer von der Auflaufspulenwechselvorrichtung mitgeführten Anspinnspule.
Auch wird der Faden gemäß dieser Schrift erst an die Leerhülse übergeben und danach
der Fadenabschnitt mit dem Ansetzer abgetrennt und abgeführt. Dies bedeutet, daß beim
Stand der Technik für das Spulenwechseln eine eigene Anspinnvorrichtung erforderlich
ist, die zusätzlich zu der normalen Anspinnvorrichtung vorzusehen ist.
[0004] Darüber hinaus ist es beim Stand der Technik erforderlich, die Spulenwechselvorrichtung
und Spulenwechsel-Anspinnvorrichtung genauestens auf die Fadenabzugsgeschwindigkeit
abzustimmen, da sonst entweder die Übernahme des Fadens durch die Leerhülse nicht
sichergestellt ist und statt des relativ kurzen Ansetzers eine noch größere Garnunregelmäßigkeit
durch eine Anspinnabzugsgeschwindigkeit entsteht, welche von der Produktionsgeschwindigkeit
abweicht.
[0005] Im Zusammenhang mit einem Spulenwechsel ist es weiterhin bekannt, an der betroffenen
Spinnstelle den Spinnvorgang zu unterbrechen, das Spinnelement zu reinigen und den
Faden neu anzuspinnen (Süssen-WST-Technische Mitteilungen : « Die Automation der Rotorspinnmaschine
mit CleanCat/CLC und SpinCat/SPC - Aspekte und Perspektiven ·•, Seite 23, Abschnitt
3.1.2 : « Beheben von Fadenbrüchen, die beim Spulenwechsel entstehen - « unterbrochener
Spulenwechsel - »). Hierbei gelangt jedoch der entstehende Ansetzer auf die Spule.
Dieser Ansetzer stellt in der Regel eine Dick- oder Dünnstelle und somit eine Störstelle
im Garn dar und ist deshalb unerwünscht.
[0006] Um zu vermeiden, daß Ansetzer auf die Spule gelangen, ist es ferner bekannt, den
Ansetzer durch einen Knoten zu ersetzen (DE-A 2.242.151, Anspruch 3). Knoten haben
zwar den Vorteil, daß sie die Garnfestigkeit nicht herabsetzen, doch bilden auch sie
eine Störstelle im Garn. Deshalb ist es für die Weiterverarbeitung erwünscht, daß
das Garn möglichst wenig Knoten enthält. Bei der Weiterverarbeitung des Garnes muß
ohnehin das Fadenende einer ablaufenden Spule mit dem Fadenbeginn einer neuen Spule
verbunden werden, so daß derartige Spulenverbindungsknoten unvermeidbar sind. Zu diesen
Verbindungs
- knoten kommen jedoch in deren unmittelbarer Nähe noch die Knoten hinzu, die die Ansetzstellen
ersetzen. Um derartige, die Ansetzstellen ersetzende Knoten zu beseitigen, muß die
von der Offenend-Spinnstelle kommende Spule in einem zusätzlichen Arbeitsgang umgespult
werden, wobei dann dieser den Ansetzer ersetzende Knoten abgetrennt wird.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu schaffen, die es ermöglichen, daß auf einfache Weise und ohne Zuhilfenahme von
Zusatzeinrichtungen der Faden nach dem Spulenwechsel und Reinigen der Spinnstelle
ansetzerfrei auf die Leerhülse aufgewunden wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nach dem Reinigen der Offenend-Spinnvorrichtung
der Faden zum Anspinnen von der Spulvorrichtung an die Offenend-Spinnvorrichtung zurückgeliefert,
nach dem Anspinnen abgezogen und mit dem Ansetzer abgeführt wird, daß anschließend
der von der Offenend-Spinnvorrichtung in die Abführungseinrichtung nachgelieferte
Faden an die in die Spulvorrichtung eingelegte Leerhülse übergeben und das sich in
die Abführungseinrichtung erstreckende Fadenende abgetrennt wird. Auf diese Weise
wird ein ansetzerfreier Spulenanfang erreicht, ohne daß ein Timing zwischen Spulenwechsel
und Anspinnen erforderlich ist. Das Einlegen der Leerhülse kann somit in aller Ruhe
ohne Zeitdruck und bei stillstehender Spulvorrichtung vonstatten gehen. Zum Anspinnen
wird auch beim Spulenwechsel die normale Anspinnvorrichtung eingesetzt. Ein Hilfsfaden
wird ebenfalls nicht benötigt. Außerdem wird mit Hilfe des erfindungsgemäBen Verfahrens
erreicht, daß jede neue Spule unter den gleichen Spinnbedingungen, die ja im wesentlichen
von dem Zustand der Sammelfläche der Offenend-Spinnvorrichtung abhängt, hergestellt
werden kann.
[0009] Um bei normalen Anspinnbedingungen Leerhülsen mit aufgebrachten Starterwindungen
zu vermeiden, wird zweckmäßigerweise zum Anspinnen der Faden von der sich noch in
der Spulvorrichtung befindlichen vollen Spule an die Offenend-Spinnvorrichtung zurückgeliefert
und der Faden nach dem Anspinnen abgezogen und mit dem Ansetzer abgeführt und erst
dann die volle Spule gegen die Leerhülse ausgewechselt und anschließend der von der
Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferte Faden an die Leerhülse übergeben und das
sich in die Abführung erstreckende Fadenende abgetrennt. Unter gewissen Umständen,
z. B. bei einem Partiewechsel, kann es aber auch vorteilhaft sein, das Anspinnen mit
Hilfe von Leerhülsen mit aufgebrachten Starterwindungen vorzunehmen, um sich dem zu
verspinnenden Material besser anpassen zu können. In diesem Fall ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß nach Stillsetzen der Offenend-Spinnvorrichtung die volle Spule gegen
eine mit Starterwindungen versehene Leerhülse ausgetauscht wird und das Anspinnen
mit Hilfe dieser Starterwindungen erfolgt und sodann sowohl der von der Offenend-Spinnvorrichtung
nachgelieferte Faden als auch der sich noch als Starterwindungen auf der Leerhülse
befindliche Faden abgeführt wird.
[0010] Um im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht zusätzliche Steuerelemente
oder Hilfsaggregate für den sofortigen Abzug des Fadens nach dem Rückliefern vorzusehen,
ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß das Abzielen des Fadens nach dem Anspinnen zunächst
durch die Spulvorrichtung erfolgt, daß dann der Fadenabschnitt mit dem Ansetzer wieder
abgewickelt und zusammen mit dem von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferten
Faden abgeführt wird.
[0011] Gemäß einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung wird bei Durchführung des Spulenwechsels
zunächst die volle Spule aus der Spulvorrichtung ausgeworfen und der Fadenlauf des
neu angesponnenen und abgeführten Fadens bis über die Spulvorrichtung hinaus verlängert
und sodann die neue Hülse in die Spulvorrichtung eingelegt, woraufhin der Fadenlauf
in Richtung zur neu eingelegten Hülse umgelenkt wird, so daß der Faden die Hülse teilweise
umschlingt. Da der Fadenlauf nach Auswerfen der vollen Spule und vor Einlegen der
Leerhülse bis über die Spulvorrichtung hinaus verlängert wird, befindet sich der neu
angesponnene und der Abführung zugeführte Faden zwischen der Antriebswalze der Spulvorrichtung
und der Hülse. Durch Umlenken des Fadens in Richtung zur Hülse wird eine teilweise
Umschlingung der Hülse erreicht, so daß diese, insbesondere bei rauher Oberfläche
der Hülse, den Fadenbei ihrer Drehung mitnimmt.
[0012] Vorzugsweise wird der Faden der Spule dadurch vorgelegt, daß nach Durchführung des
Spulenwechsels der Fadenlauf des neu angesponnenen und abgeführten Fadens - in bezug
auf die Transportrichtung des von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferten Fadens
- soweit verlängert wird, daß der Fadenlauf die Bahn einer an einer Spulvorrichtung
vorgesehenen Fadenfangvorrichtung kreuzt.
[0013] Die an der Antriebswalze anliegende Hülse wird so angetrieben, daß im Bereich der
Klemmlinie von Antriebswalze und Hülse deren Bewegungsrichtung mit der Fadentransportrichtung
zusammenfällt. Eine an der Spulvorrichtung vorgesehene Fadenfangvorrichtung, die den
Faden nur in dem der Klemmlinie abgewandten Bereich der Hülse fangen kann, bewegt
sich somit in einer Richtung, die der Fadentransportrichtung entgegengesetzt ist,
so daß sich der Faden bei seiner Übernahme durch die Hülse entspannt. Da der Faden
weiterhin während der Bildung der Reservewindungen nicht changiert wird, ist die Aufwickelgeschwindigkeit
auch hierbei geringer als die Geschwindigkeit des von der Offenend-Spinnvorrichtung
nachgelieferten Fadens. Zur Kompensierung dieser Fadenlängen wird vorteilhafterweise
während des Einsetzens der Aufwindung, welcher Vorgang die Bildung der Reservewindungen
einschließt, die auftretende überschüssige Länge des nachgelieferten Fadens zwischengespeichert
und nach Beginn des Spulenaufbaues beim Aufbau der normalen Spulenwicklungen wider
aufgebraucht.
[0014] Da der nach dem Abtrennen des Fadenabschnittes mit dem Ansetzer nachgelieferte Faden
länger als für die Fadenreserve werden kann, wird vorteilhafterweise im Zusammenhang
mit der Übergabe des von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferten Fadens an die
neu eingelegte Hülse die für die Übergabe und die Bildung einer Fadenreserve nicht
benötigte überschüssige Fadenlänge abgetrennt und abgeführt.
[0015] Um die Voraussetzung dafür zu schaffen, daß mit ein und derselben Trennvorrichtung
sowohl der Trennvorgang zum Unterbrechen des nachgelieferten Fadens von der Spule
als auch der Trennvorgang zur Beseitigung der Ansetzstelle im neu angesponnenen Faden
als auch der Trennvorgang zum Abtrennen der überschüssigen Fadenlänge bei der Übergabe
des Fadens an die neue Hülse durchgeführt werden kann, wird vorzugsweise der den Ansetzer
enthaltende Fadenabschnitt als Schlaufe abgeführt.
[0016] Zur Durchführung des erfindungsgemäBen Verfahrens dienen ein Hilfsantrieb für die
Spule, eine als Abführungseinrichtung dienende Fadensaugvorrichtung sowie eine der
Fadensaugvorrichtung zugeordnete Fadentrennvorrichtung. Die Fadensaufvorrichtung hat
die Aufgabe, den Fadenabschnitt mit dem Ansetzer abzuführen, woraufhin dieser mit
Hilfe der Fadentrennvorrichtung durchtrennt wird, wobei der beim Anspinnen entstandene
Ansetzer beseitigt wird. Der abgetrennte Fadenabschnitt wird sodann durch die Fadensaugvorrichtung
abgeführt. Die Fadensaugvorrichtung bewegt sich nun in eine solche Stellung, daß der
Faden an die Leerhülse übergeben werden kann, wobei mittels der Fadentrennvorrichtung
die überschüssige Fadenlänge abgeschnitten werden kann, die dann ebenfalls durch die
Fadensaugvorrichtung abgeführt wird.
[0017] Gemäß einer besonders einfachen und daher bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes
ist die Mündung der Fadensaugvorrichtung aus einer Fadenaufnahmestellung zwischen
Offenend-Spinvorrichtung und Spulvorrichtung in eine Fadenübergabestellung zur Übergabe
des Fadens an die Leerhülse beweglich.
[0018] Zur Übergabe des Fadens an die Leerhülse ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die
Mündung der Fadensaugvorrichtung aus der Fadenübernahmestellung auf die der Fadenzuführseite
abgewandte Seite der Leerhülse beweglich ist, wobei in weiterer Ausgestaltung vorgesehen
sein kann, daß die Mündung der Fadensaugvorrichtung aus ihrer Fadenübergabestellung
derart senkrecht zur Achse der Hülse bewegbar ist, daß der sich zur Mündung der Fadensaugvorrichtung
erstreckende Faden die Hülse teilweise umschlingt. Zur Verbesserung der Anlage des
Fadens an der Leerhülse, insbesondere nach Abtrennung der überschüssigen Fadenlänge,
kann die Fadensaugvorrichtung auf eine Druckluftquelle umschaltbar sein, so daß das
Fadenende gegen die Leerhülse geblasen werden kann.
[0019] Für die Übergabe des Fadens an die Leerhülse kann aber auch vorgesehen sein, daß
die Mündung der Fadensaugvorrichtung aus der Fadenaufnahmestellung in eine derartige
Fadenübergabestellung bringbar ist, daß der Fadenlauf die Bahn einer an der Spulvorrichtung
vorgesehenen Fadenfangvorrichtung kreuzt.
[0020] Um für alle zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens benötigten Trennvorgänge
mit einer einzigen Fadentrennvorrichtung auskommen zu können, ist vorzugsweise die
Fadentrennvorrichtung in der Fadensaugvorrichtung angeordnet. Zweckmäßigerweise ist
dabei die Fadensaugvorrichtung als Verschlußorgan für die Fadensaugvorrichtung ausgebildet,
da auf diese Weise zur Steuerung des in der Fadensaugvorrichtung wirksamen Unterdruckes
weder ein separates Verschlußorgan noch ein eigenes Steuerorgan erforderlich ist.
[0021] Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die Fadensaugvorrichtung beweglich ist,
sondern diese kann durchaus auch stationär angeordnet sein. Für diesen Fall ist gemäß
einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß der Fadensaugvorrichtung ein
Fadenvorleger zugeordnet ist zur Übergabe des der Fadensaugvorrichtung zugeführten
Fadens an die Leerhülse.
[0022] Um den Fadenlauf für die Aufnahme des Fadens durch die Fadensaugvorrichtung und/oder
für die Übergabe an die neu eingelegte Hülse und/oder für die Länge der zu bildenden
Fadenreserve steuern zu können, ist vorzugsweise im Fadenlauf zwischen der Offenend-Spinnvorrichtung
und der Spulvorrichtung ein längs der Spule bewegbarer Fadenführer vorgesehen, dem
eine steuerbare Fadenfreigabevorrichtung zugeordnet ist. Vorteilhafterweise ist dieser
parallel zur Spule bewegbare Fadenführer zu dem Abwurfende einer im Durchmesser abgesetzten
Zentrierspindel bringbar, die auf besonders einfache Weise den Faden aus einem beliebigen
Fadenlauf in einen festgelegten Fadenlauf zwingt.
[0023] Vorzugsweise ist zum Ausgleich von Fadenspannungsschwankungen, die im Verlauf des
Einsetzens der Aufwindung auftreten, im Fadenlauf vor der Spule ein Fadenspeicher
angeordnet.
[0024] Der Erfindungsgegenstand benötigt keine auszuwechselnden Starterspulen und ist einfach
im Aufbau, einfach in der Funktion und in der Steuerung und ermöglicht es, Spulen
ohne die sonst üblicherweise beim Spulenwechsel unvermeidlich auf die neu eingelegte
Hülse gelangenden Ansetzer oder andere Verbindungen, die diese Ansetzer ersetzen,
z. B. Knoten etc., herzustellen. Auf diese Weise wird mit wesentlich geringerem Arbeits-
und Zeitaufwand als bisher ein Garn erzeugt, das die bekannten Störstellen nicht enthält,
die sonst durch das mit dem Spulenbeginn zusammenfallende Anspinnen entstehen.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und
den anliegenden Zeichnungen, in denen nur die für das Verständnis der Erfindung erforderlichen
Teile einer Offenend-Spinnstelle dargestellt sind. Es zeigen :
Figur 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Offenend-Spinnstelle
;
Figur 2 in der Vorderansicht einen Ausschnitt aus der in Fig. 1 gezeigten Spulvorrichtung
bei der Übergabe des Fadens an eine neu eingelegte Hülse ;
Figur 3 einen Ausschnitt aus einer Spulvorrichtung in der Vorderansicht, bei der die
Übergabe des Fadens an die neu eingelegte Hülse gegenüber Fig. 2 in etwas abgewandelter
Weise erfolgt;
Figur4 eine schematische Darstellung einer anderen Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
;
Figur 5 einen Teil der in Fig. 4 gezeigten Vorrichtung in einer anderen Arbeitsphase,
und
Figur 6 eine weitere Abwandlung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0026] Zunächst soll die Erfindung anhand der in Fig. 1 gezeigten Ausführung erläutert werden.
In dieser Darstellung sind die wesentlichen Teile einer nach dem Offenend-Spinnverfahren
arbeitenden Spinnmaschine 1 wiedergegeben, die zum Anspinnen und zur Übergabe eines
Fadens 35 an eine neu eingelegte Hülse 38 nach Elimierung des Ansetzers erforderlich
sind. Diese Teile sind in der Praxis in der Regel auf die Spinnmaschine 1 und eine
längs der Spinnmaschine 1 verfahrbare Wartungsvorrichtung 2 verteilt, doch ist die
Erfindung auch bei einer Spinnmaschine 1 ohne verfahrbare Wartungsvorrichtung 2 anwendbar.
[0027] Die Spinnmaschine 1 weist eine Vielzahl von Spinnstellen auf, von denen Fig. 1 eine
Spinnstelle zeigt. In einem Gehäuse 10 befindet sich die den Faden 3 erzeugende Offenend-Spinnvorrichtung.
Das Gehäuse 10 weist ein Fadenaustrittsrohr 11 aus, durch welches hindurch der Faden
3 das Gehäuse 10 verläßt unter der Wirkung eines Abzugswalzenpaares 12.
[0028] Zum Aufwinden des Fadens 35 weist die Spinnmaschine 1 eine Spulvorrichtung 3 auf,
die im wesentlichen eine Antriebswalze 30 zum Antreiben der zwischen zwei Spulenarmen
31 getragenen Spule 32 besitzt. Die Spulenarme 31 sind um eine Achse 33 schwenkbar.
Jeder der beiden Spulenarme 31 der Spulvorrichtung 3 besitzt zur Aufnahme und Zentrierung
der Spule 32 einen Spulenteller 36, von denen einer eine Fadenfangvorrichtung 37 trägt
(Fig. 2).
[0029] Gemäß Fig. 1 ist in der Spinnmaschine 1 ein Schalter 34 vorgesehen, der bei Erreichen
einer bestimmten Schwenkposition von einem der Spulenarme 31 betätigbar ist und welcher
steuerbar mit einer Faserbandliefervorrichtung 13, mit welcher der Spinnvorrichtung
über eine nichtgezeigte Faserbandauflösevorrichtung ein Faserband zugeführt wird,
und mit einer Reinigungsvorrichtung 14 für die Spinnvorrichtung verbunden ist.
[0030] Weiterhin ist ein pneumatischer Fadenspeicher 15 im Fadenlauf zwischen Spinnvorrichtung
und Spulvorrichtung 3 vorgesehen. Der Spulvorrichtung 3 ist in üblicher Weise ein
Changierfadenführer 16 oder eine andere Changiervorrichtung zugeordnet.
[0031] Die längs der Spinnmaschine 1 verfahrbare Wartungsvorrichtung 2 nimmt die Anspinnvorrichtung
auf, die im wesentlichen ein schwenkbares Saugrohr 20 mit einem nicht gezeigten Längsschlitz
auf seiner dem Fadenlauf zugewandten Seite sowie ein Hilfswalzenpaar 21 aufweist,
das auf einem Schwenkarm 22 gelagert ist. Durch den Schwenkarm 22 kann das Hilfswalzenpaar
21 derart bewegt werden, daß es den Faden 35, nachdem dieser das Saugrohr 20 verlassen
hat, aufnehmen und der Mündung des Fadenaustrittsrohres 11 vorlegen kann. Darüber
hinaus ist dieses Hilfswalzenpaar 21 in seinen beiden Drehrichtungen antreibbar.
[0032] Es ist ferner ein Schwenkhebel 23 in der Wartungsvorrichtung 2 angeordnet, der die
Spule 32 von ihrer Antriebswalze 30 abheben kann. Für den Antrieb der Spule 32 ist
ferner eine Hilfsantriebsrolle 24 vorgesehen, die von einem schwenkbaren Hebel 25
getragen wird und zur Anlage an die von der Antriebswalze 30 abgehobene Spule 32 gebracht
werden kann.
[0033] Die Wartungsvorrichtung 2 besitzt ferner eine Fadensaugvorrichtung 4, deren Mündung
40 in eine Fadenaufnahmestellung 40a bringbar ist, in welcher sie sich im Bereich
des Fadenlaufs zwischen Spinnelement und Spulvorrichtung 3 befindet. Außerdem kann
die Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung 4 in eine Fadenübergabestellung 40b gebracht
werden, in der der in die Fadensaugvorrichtung 4 einlaufende Faden 35 die Bahn der
Fadenfangvorrichtung 37 kreuzt (Fig. 2).
[0034] In der Fadensaugvorrichtung 4 ist eine Fadentrennvorrichtung 41 angeordnet, die vorzugsweise
ein quer zum Durchlaßquerschnitt bewegbares Trennelement und ein in der Wand der Fadensaugvorrichtung
4 vorgesehenes Gegen-Trennelement aufweist.
[0035] Wenn während des Spinnprozesses die Spule 32 ihre Sollgröße erreicht, so wird der
Schalter 34 geschlossen und bewirkt, daß die Faserbandliefervorrichtung 13 stillgesetzt
wird. Dadurch wird ein Fadenbruch erzeugt. Auf bekannte Weise wird nun das Wartungsgerät
2 an die betreffende Spinnstelle gerufen und dort arretiert. Von der Wartungsvorrichtung
2 oder auch vom Schalter 34 aus wird über eine nichtgezeigte Steuervorrichtung die
Reinigungsvorrichtung 14 für die Spinnvorrichtung betätigt, so daß Faserreste etc.
aus der Spinnvorrichtung entfernt werden.
[0036] Anschließend wird der Faden 35 in ebenfalls bekannter Weise angesponnen. Gemäß Fig.
1 wird zu diesem Zweck die Spule 32 mit Hilfe des Schwenkhebels 23 von der Antriebswalze
30 abgehoben. Sodann wird das Saugrohr 20 aus seiner gezeigten Ruhestellung in die
Stellung 20 a gebracht, in welcher sich die Mündung 26 in unmittelbarer Nähe der vollen
Spule 32 befindet. Die Hilfsantriebsrolle 24 wird durch Verschwenken des Hebels 25
zur Anlage an die Spule 32 gebracht und nun in Abwickelrichtung angetrieben. Die Mündung
26 des Saugrohres 20 nimmt nun das Ende des von der Spule abgewickelten Fadens 35
auf. Der Faden 35 wird nun entsprechend der Abwickelgeschwindigkeit der Spule in das
Saugrohr 20 abgesaugt und tritt dabei in Form einer Sehne aus dem Längsschlitz des
Saugrohres 20 aus. Dabei nimmt der Faden 35 die Position 35a ein, in welcher er sich
im Schwenkbereich des Hilfswalzenpaares 21 befindet. Das Hilfswalzenpaar 21 wird sodann
aus seiner Ruhestellung in die Stellung 21a vor der Mündung des Fadenaustrittsrohres
11 verschwenkt. Bei dieser Bewegung erfaßt das Hilfswalzenpaar 21 den Faden 35, wobei
dieser auf nicht gezeigte Weise unterhalb des Hilfswalzenpaares 21 abgetrennt wird,
und präsentiert ihn sodann dem Fadenaustrittsrohr 11. Durch entsprechenden Antrieb
des Hilfsantriebswalzenpaares 21 und der Spule 32 gelangt der Faden 35 infolge des
in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdruckes auf deren Sammelfläche, der in bekannter
Weise wieder Fasern zugeführt werden. Durch Umkehrung der Drehrichtung des Hilfswalzenpaares
21 und der Spule 32 wird der Faden 35 nun wieder aus dem Fadenaustrittsrohr 11 abgezogen.
[0037] Nun wird die Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung 4 in ihre Fadenaufnahmestellung
in unmittelbarer Nähe des Fadenlaufes gebracht. Nach einer Zeite, die ausreichend
ist, um sicherzustellen, daß der Faden 35 aufgrund seiner Spannung dem Klemmbereich
des Abzugswalzenpaares 12 zugeführt worden ist, wird das Hilfswalzenpaar 21 gespreizt
und aus seiner Stellung 21 a in seine' Ruhestellung zurückgeschwenkt. Gleichzeitig
wird die Drehrichtung der Spule 32 mit Hilfe der Hilfsantriebsrolle 24 erneut umgekehrt.
Der Faden 35 wird somit aufgrund seiner nachlassenden Spannung in Form einer Schlaufe
in die Fadensaugvorrichtung 4 gesaugt und fortlaufend abgeführt, wobei diese Schlaufe
aus dem von der Spule 32 rückgelieferten Faden sowie dem von der Spinnvorrichtung
nachgelieferten Faden genährt wird.
[0038] Wenn diese Schlaufe eine derartige Größe erreicht hat, daß die zuvor auf die volle
Spule 32 aufgewickelte Ansetzstelle die Fadentrennvorrichtung 41 passiert hat, wird
diese Fadentrennvorrichtung 41 betätigt und die abgetrennte Schlaufe abgeführt. Hierdurch
ist die volle Spule 32 vom nachgelieferten Faden 35 getrennt. Anschließend wird die
volle Spule 32 für kurze Zeite in Aufwickelrichtung angetrieben, um den von der Spule
32 zur Fadentrennvorrichtung 41 reichenden Faden aus der Fadensaugvorrichtung 4 herauszuziehen
und auf der Spule 32 aufzuwickeln. Durch Abheben der Hilfsantriebsrolle 24 wird die
volle Spule 32 stillgesetzt und nun in bekannter Weise gegen eine neue Hülse 38 (Fig.
2) ausgewechselt. Ist dies geschehen, so wird durch Freigabe des Spulenarmes 31 die
Hülse 38 auf die Antriebswalze 30 abgesenkt, so daß die Hülse 38 in Aufwickelrichtung
angetrieben wird. Die Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung 4 wird außerdem in zwei
Ebenen in ihre Fadenübergabestellung 40b geschwenkt, die bewirkt, daß der Faden 35
die Position 35 b einnimmt und die Bahn der Fadenfangvorrichtung 37 kreuzt. Der Faden
35 wird somit auf die Hülse 38 aufgewickelt. Außerdem wird nun die Länge der sich
in der Fadensaugvorrichtung 4 befindlichen Fadenabschnittes durch erneutes Betätigen
der Fadentrennvorrichtung 41 begrenzt, so daß die Position der Fadentrennvorrichtung
41 in der Fadensaugvorrichtung die Länge des freien Fadenendes am Hülsenende bestimmt.
Der sich von der Spinnvorrichtung zur Fadenfangvorrichtung 37 erstreckende Faden wandert
aufgrund der Fadenspannung immer weiter zur Hülsenmitte, bis er vom Changierfadenführer
16 erfaßt wird. Bei diesem Hereinwandern des Fadens 35 von der Fadenfangvorrichtung
37 in den Arbeitsbereich des Changierfadenführers 16 bildet der Faden mehrere Windungen
als Fadenreserve.
[0039] Wie Fig. 2 zeigt, ist es nicht erforderlich, daß der Fadenlauf soweit verlängert
wird, daß er - in bezug auf die Fadentransportrichtung - bis jenseits der Hülse 38
reicht. Wenn die Platzverhältnisse dies zulassen, kann sich die Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung
4 auch neben dem Spulenteller 36 befinden.
[0040] Beim Fangen des Fadens 35 durch die Fadenfangvorrichtung 37 läuft diese der Fadentransportrichtung
entgegen. Außerdem wird bei der Bildung der Reservewindungen auf der Hülse 38 der
Faden nicht changiert. Die Aufwindegeschwindigkeit ist deshalb hierbei geringer als
die Fadenliefergeschwindigkeit. Dieser Zeitraum ist relativ klein, so daß bei geringeren
Fadenabzugsgeschwindigkeiten dieser vorübergehende Fadenüberschuß unter Umständen
toleriert werden kann. Für größere Fadenabzugsgeschwindigkeiten jedoch ist es vorteilhaft,
wenn die überschüssige Fadenlänge, die beim Einsetzen der Aufwindung, d. h. in der
Zeit vom Fangen des Fadens 35 bis nach Abschluß der Reservewindungen, wenn der eigentliche
Spulenaufbau beginnt, aufgetreten ist, vorübergehend zwischengespeichert wird. Hierfür
ist der zuvor erwähnte pneumatische Fadenspeicher 15 vorgesehen.
[0041] Wenn eine Fadenreserve definierter und steuerbarer Länge gewünscht wird, so kann
diese dadurch erzielt werden, daß gemäß Fig. 2 im Fadenlauf zwischen dem Offenend-Spinnelement
und der Spulvorrichtung 3 ein Fadenführer 5 vorgesehen ist, der längs der Spule 32
(bzw. der Hülse 38) beweglich ist und dem eine steuerbare Freigabevorrichtung 50 zugeordnet
ist, mit deren Hilfe der Faden 35 aus dem Fadenführer 5 ausgeworfen werden kann. Der
Fadenführer 5 ist so ausgebildet, daß er der Faden 35 zwischen dem Offenend-Spinnelement
und der sich in der Fadenaufnahmestellung 40a befindliche Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung
4 aufnehmen kann. Wenn die Mündung 40 ihrer Fadenübergabestellung 40b einnimmt, ist
somit der Fadenlauf genau fixiert. Durch axiales Verstellen des Fadenführers 5 relativ
zur Hülse 38 wird der Fadenführer 5 aus seiner gezeigten Stellung, in welcher er den
freigegebenen Faden 35 auffängt, in eine zweite Stellung 5a gebracht, in welcher er
den Faden 35 dem für die Reservewindungen vorbehaltenen Bereich der Hülse 38 zuführt.
Durch Verschiebung des Fadenführers 5 in Richtung zur Hülsenmitte sowie durch anschließende
Betätigung der Freigabevorrichtung 50 wird der Faden 35 im Arbeitsbereich des Changierfadenführers
16 aus dem Fadenführer 5 ausgeworfen und somit freigegeben und vom Changierfadenführer
16 erfaßt.
[0042] Zur Erleichterung der Fadenaufnahme durch den Fadenführer 5, um diesen klein ausbilden
zu können, ist vorteilhafterweise im Fadenlauf zwischen der Spinnvorrichtung und der
Spuivorrichtung 3 eine Zentrierspindel 51 vorgesehen, die eine Zentriernut 52 und
hieran anschließend zwei von entgegengesetzten Seiten in diese Zentriernut 52 einmündende
Gewinde zur Führung des Fadens 35 aufweist. Der Zentrierspindel 51 ist ein nichtgezeigter
umkehrbarer Antriebsmotor zugeordnet und weist in bezug auf die Zentriernut 52 auf
ihrem dem Antriebsmotor abgewandten Abwurfende 53 einen kleineren Durchmesser auf
als auf ihrer dem Antriebsmotor zugewandten Seite 54.
[0043] Wenn der Faden das Saugrohr 20 durch dessen Schlitz verläßt, gelangt er auf die Zentrierspindel
51, die den Faden 35 durch Rotation in der einen Richtung ihrer Zentriernut 52 zuführt.
Nach abgeschlossenem Anspinnen wird die Zentrierspindel 51 in entgegengesetzter Richtung
gedreht, so daß der Faden 35 zum Abwurfende 53 der Zentrierspindel 51 wandert ünd
dort abgeworfen wird. Zuvor ist jedoch der Fadenführer 5 zu dem Abwurfende 53 der
Zentrierspindel 51 bewegt worden und fängt den Faden 35 auf.
[0044] Um seitliche Bewegungen der Fadensaugvorrichtung 4 zu vermeiden, ist gemäß Fig. 3
vorgesehen, daß die Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung 4 lediglich eine Schwenkbewegung
in einer einzigen Ebene senkrecht zur Achse der Spule 32 durchführen muß. Um den Faden
35 der Fadenfangvorrichtung 37 vorlegen zu können, kann der Fadenführer 5 in diesem
Fall eine weitere Arbeitsstellung 5b einnehmen, in welcher der Faden 35 die Position
35c einnimmt. Die auf diese Weise gebildete Fadenreserve ist besonders vorteilhaft,
dadurch die relative Anordnung von Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung 4 und Fadenführer
5 durch die übliche konische Form des Spulentellers 36 erreicht wird, daß mit Sicherheit
der Faden 35 sich nicht um den Spulenarm schlingt. Es entsteht auch kein freiliegendes
Fadenende, sondern eine kleine Schlaufe, die beim Weiterverarbeiten auf einfache Weise
ein Abziehen der Fadenreserve von der Spule zum Verbinden mit der nächsten Spule ermöglicht.
[0045] Die Bewegungsebene der Fadensaugvorrichtung 4 wird zweckmäßigerweise so gewählt,
daß sie sich im Bereich der Fadenreserve befindet. Auf diese Weise wird erreicht,
daß das Fadenende, das aus der Fadensaugvorrichtung 4 nach dem Trennvorgang abgezogen
wird, beim Aufwinden unmittelbar vor dem Auswerfen der Spule 32 an der Stirnseite
der Wicklung vorbei zur Hülse gelangt, wo sich noch ein oder zwei Windungen über der
vor dem Beginn des Spulenaufbaues gebildeten Fadenreserve bilden. Dieser sich an der
Stirnseite befindliche Fadenabschnitt ist für das bei der Weiterverarbeitung erforderliche
Verbinden mit anderen Spulen besonders gut zugänglich und muß nicht erst lange gesucht
werden.
[0046] In der geschilderten Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist die Fadentrennvorrichtung
41 in der Fadensaugvorrichtung 4 angeordnet. Da der Trennvorgang äußerst schnell vor
sich geht, spielt selbst eine vorübergehende Unterbrechung des in der Fadensaugvorrichtung
4 wirkenden Unterdruckes keine Rolle. Deshalb wird vorzugsweise das bewegliche Trennelement
so ausgebildet, daß es die Funktion eines Verschlußorganes für die Fadensaugvorrichtung
4 übernimmt, was zu einer baulichen Vereinfachung des Erfindungsgegenstandes führt.
[0047] Nach Wunsch oder in Abhängigkeit von der Art der Übergabe des Fadens 35 an die Spule
32 oder an die Hülse 38 kann oder muß das Fadenende auf eine bestimmte Länge gebracht
werden. Für diesen Fall ist die Fadentrennvorrichtung 41 erforderlich, welche bei
geringen Längen nicht in der Fadensaugvorrichtung 4 angeordnet ist, sondern an deren
Mündung 40. Allerdings ist es dann nicht mehr möglich, den Faden 35 in Form einer
Schlaufe durch die Fadensaugvorrichtung 4 abzuführen, was andererseits hinsichtlich
der Effektivität dieser Fadensaugvorrichtung 4 besonders vorteilhaft ist.
[0048] Ein Beispiel einer Fadensaugvorrichtung 4 mit einer an oder in Nähe der Mündung 40
angeordneten Fadentrennvorrichtung 41 zeigt Fig. 6. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Fadensaugvorrichtung 4 - in bezug auf die Fadentransportrichtung - stationär
nach der Spulvorrichtung 3 angeordnet. Ihr ist ein schwenkbarer mechanischer Fadenvorleger
42 zugeordnet, der den Faden 35 im Bereich des Fadenlaufes zwischen Spinnvorrichtung
und Spulvorrichtung 3 aufnimmt und ihn der Mündung 40 der stationären Fadensaugvorrichtung
4 zuführt. Durch einen geeigneten, nicht gezeigten Fadenführer, z. B. den Fadenführer
5, kann dabei dafür gesorgt werden, daß der nachgelieferte Faden 35 erst nach Abführung
des Ansetzers mit der inzwischen neu eingelegten Hülse 38 in Berührung gelangen kann.
Ansonsten entspricht das Verfahren den zuvor anhand der Figuren 1 bis 3 geschilderten
Verfahren.
[0049] Falls gewünscht, kann sowohl am Fadenvorleger 42 als auch an der bzw. in der Fadensaugvorrichtung
4 eine Trennvorrichtung 41 vorgesehen sein.
[0050] Im geschilderten Beispiel erfolgt das Anspinnen mit Hilfe des Fadens 35, der vor
dem Spulenwechsel von der vollen Spule 32 zur Spinnvorrichtung rückgeliefert wurde.
Es ist aber durchaus möglich, zunächst den Spulenwechsel durchzuführen und die Spinnstelle
mit einer Hülse 38 zu bestücken, die eine für das Anspinnen ausreichende Fadenlänge
in Form von Starterwindungen trägt. Nach dem Anspinnen wird der Faden 35 zunächst
- wie am Beispiel der vollen Spule 32 beschrieben - auf die Hülse 38 gewickelt, dann
jedoch mit Hilfe der Hilfsantriebsrolle 24 restlos von dieser wieder abgewickelt und
durch die Fadensaugvorrichtung 4 abgeführt. Dann erfolgt die Aufwindung erneut auf
die neue Hülse 38, die somit als Starterhülse und als Hülse zur Aufnahme der Spule
dient.
[0051] Der Antrieb der Hülse 38 bzw. der Spule 32 beim Anspinnen - d. h. für die Anspinnrücklieferung,
den Abzug des Fadenabschnittes mit dem Ansetzer sowie für die weitere Rücklieferung,
um den Fadenabschnitt mit dem Ansetzer der Fadensaugvorrichtung 4 zuzuführen - kann
prinzipiell durch die Spinnmaschine 1 erfolgen, indem die Antriebswalze 30 über eine
Kupplung vorübergehend vom Maschinenhauptantrieb aus über ein Zwischengetriebe angetrieben
wird. Einfacher jedoch ist es, wenn der Antrieb der Hülse 38 bzw. der Spule 32 von
der Wartungsvorrichtung 2 aus über eine Hilfsantriebsrolle 24 erfolgt, da dann auch
die Synchronisation mit den anderen Arbeitsgängen beim Anspinnen und Aufwindebeginn
leichter zu bewerkstelligen ist.
[0052] Anstatt daß die Windungen nach dem Anspinnen zunächst auf die volle Spule 32 oder
die Hülse 38 aufgewickelt werden, ist es auch möglich, den Faden 35 allein durch die
Fadensaugvorrichtung 4 von der Spinnvorrichtung abzuziehen, wobei gegebenenfalls das
Hilfsabzugswalzenpaar 21 wirksam bleiben muß, bis nach der bereits geschilderten Übergabe
des Fadens 35 an die Hülse 38 der Faden 35 durch den Anspannungsverzug in die Klemmlinie
des Abzugswalzenpaares 21 eingezogen wird.
[0053] Die Vorrichtung, welche den Spulenwechsel auslöst, kann ebenfalls unterschiedlich
ausgebildet sein. Statt des gezeigten Schalters 34, der die Position des Spulenarmes
31 abtastet, kann eine die Spulen abtastende Lichtschranke, ein Zeitglied oder ein
Garnlängenzähler etc. vorgesehen sein.
[0054] Auch die Ausbildung der Reinigungsvorrichtung 14 ist für die vorliegende Erfindung
ohne Belang. Wenn nicht die Spinnvorrichtung durch ihre Ausbildung (Spinnrotor, elektrostatisches
Spinnelement etc.) eine bestimmte Ausbildung verlangt, kann diese Reinigungsvorrichtung
14 stationär pro Spinnstelle vorgesehen sein und von der Spinnstelle oder von der
Wartungsvorrichtung 2 aus betätigt werden. Die Reinigungsvorrichtung 14 kann aber
auch in der Wartungsvorrichtung 2 angeordnet sein und durch Öffnen des Gehäuses 10
oder durch Einführen eines Reinigungselementes durch eine geeignete Öffnung im Gehäuse
10, z. B. das Fadenaustrittsrohr 11, auf die Spinnvorrichtung zur Einwirkung gebracht
werden. Dasselbe trifft im Prinzip für die Anspinnvorrichtung zu, die stationär pro
Spinnstelle oder in einer Wartungsvorrichtung 2 für die gesamte Spinnmaschine 1 angeordnet
sein kann.
[0055] Nachstehend wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, bei
der die Fadensaugvorrichtung -4 mit einer Spulenwechselvorrichtung gekoppelt ist.
Wie Fig. 4 zeigt, ist in der Wartungsvorrichtung 2 eine Schwenkkulisse 6 vorgesehen,
deren der Spinnmaschine 1 zugewandte Seite als Auswerfer für die volle Spule 32 dient.
Auf der der Spinnmaschine 1 abgewandten Seite besitzt die Schwenkkulisse 6 einen Hülsengreifer
60, der die Aufgabe hat, eine Hülse 38 aus einem nicht gezeigten Magazin o. dgl. zu
holen und diese zwischen die Spulenarme 31 der Spulvorrichtung 3 zu legen. Am Seitenrand
trägt die Schwenkkulisse 6 die Fadensaugvorrichtung 4, deren Mündung 40 eine Fadentrennvorrichtung
41 zugeordnet ist.
[0056] Wenn ein Spulenwechsel, verbunden mit einem Reinigungsvorgang der Spinnvorrichtung
und einem Neuanspinnen des Fadens, vorgenommen werden soll, so wird die Schwenkkulisse
6 aus ihrer Ruhestellung 6a in die in Fig. 4 gezeigte Fadenaufnahmestellung gebracht.
In dieser Stellung wird der Faden 35 der Mündung 40 der Fadenaufnahmevorrichtung 4,
evtl. unter Zuhilfenahme einer Zentrierspindel 51 und eines Fadenführers 5, zugeführt.
Auf eine der oben geschilderten Arten wird der Fadenabschnitt mit dem Ansetzer durch
die Fadenaufnahmevorrichtung 4 abgeführt und der sich zur Spule 32 erstreckende Faden
35 durch Betätigung der Fadentrennvorrichtung 41 durchtrennt. Daraufhin wird die Schwenkkulisse
6 weiter angehoben, wobei die Hülsengreifer 60 die Hülse 38 freigeben, wenn diese
sich genau zwischen den Spulentellern 36 der Spulenarme 31 befindet. Durch weiteres
Anheben der Schwenkkulisse 6 bis in die Stellung 6b wird die volle Spule 32 auf eine
Abführrampe 61 befördert. Die Spulenarme 31 befinden sich während dieser Zeit immer
noch in ihrer angehobenen Stellung (vergleiche mit Fig. 1). Der Fadenlauf ist auf
diese Weise bis über die Spulvorrichtung 3 hinaus verlängert. Der Faden 35 wird stetig
durch die Fadensaugvorrichtung 4 abgeführt, die die Bewegungen der Schwenkkulisse
6 stets mitmacht. Die Schwenkkulisse 6 wird nun senkrecht zur Achse der Hülse 38 bewegt
und in die Übergabestellung 6c gebracht, so daß der Fadenlauf in Richtung zur neu
eingelegten Hülse umgelenkt wird und der sich zur Mündung 40 der Fadensaugvorrichtung
4 erstreckende Faden 35 die Hülse 38 teilweise umschlingt. Durch geeignete Oberflächengestaltung
der Hülse 38 nimmt diese nach der jetzt folgenden Absenkung der Hülse 38 auf die Antriebswalze
30 den Faden 35 mit, der nun durch die Fadentrennvorrichtung 41 von dem restlichen,
in der Fadensaugvorrichtung 4 befindlichen Faden 35 abgetrennt wird. Sodann kehrt
die Schwenkkulisse 6 in ihre Ruhestellung 6a zurück.
[0057] Um die Mitnahme des Fadens 35 durch die Hülse 38 zu verbessern, ist gemäß Fig. 4
in der Fadensaugvorrichtung 4 ein Umschaltventil 43 vorgesehen, mittels welchem die
Fadensaugvorrichtung 4 wahlweise an eine Unterdruckleitung 44 oder an eine Druckluftleitung
45 angeschlossen werden kann. Zur Übergabe des Fadens 35 an die Hülse 38, d. h. wenn
die Schwenkkulisse 6 ihre Übergabestellung 6c einnimmt, wird somit das Umschaltventil
43 betätigt, um die Fadensaugvorrichtung 4 über die Druckluftleitung 45 an eine Druckluftquelle
anzuschlie-Ben - außer in ihrer Ruhestellung 6a - ist die Fadensaugvorrichtung 4 stets
an die Unterdruckleitung 44 angeschlossen.
1. Verfahren zum Auswechseln einer vollen Spule gegen eine Leerhülse in einer Spulvorrichtung
einer Offenend-Spinnvorrichtung, bei welchem bei Erreichen der vorgegebenen Spulengröβe
die Offenend-Spinnvorrichtung stillgesetzt und deren Fasersammelfläche gereinigt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Reinigen der Offenend-Spinnvorrichtung der Faden
zum Anspinnen von der Spulvorrichtung an die Offenend-Spinnvorrichtung zurückgeliefert,
nach dem Anspinnen abgezogen und mit dem Ansetzer in eine Abführungseinrichtung abgeführt
wird, daß anschließend der von der Offenend-Spinnvorrichtung in die Abführungseinrichtung
nachgelieferte Faden an die in die Spulvorrichtung eingelegte Leerhülse übergeben
und das sich in die Abführungseinrichtung erstreckende Fadenende abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anspinnen der Faden
von der sich noch in der Spulvorrichtung befindlichen vollen Spule an die Offenend-Spinnvorrichtung
zurückgeliefert und der Faden nach dem Anspinnen abgezogen und mit dem Ansetzer abgeführt
wird, und daß erst dann die volle Spule gegen die Leerhülse ausgewechselt und anschließend
der von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferte Faden an die Leerhülse übergeben
und das sich in die Abführung erstreckende Fadenende abgetrennt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Stillsetzen der Offenend-Spinnvorrichtung
die volle Spule gegen eine mit Starterwindungen versehene Leerhülse ausgetauscht wird
und das Anspinnen mit Hilfe dieser Starterwindungen erfolgt und sodann sowohl der
von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferte Faden als auch der sich noch als
Starterwindungen auf der Leerhülse befindliche Faden abgeführt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abziehen des Fadens nach dem Anspinnen zunächst durch die Spulvorrichtung
erfolgt, daß dann der Fadenabschnitt mit dem Ansetzer wieder abgewickelt und zusammen
mit dem von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferten Faden abgeführt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst die volle Spule aus der Spulvorrichtung ausgeworfen und der Fadenlauf
des neu angesponnenen und abgeführten Fadens bis über die Spulvorrichtung hinaus verlängert
und sodann die neue Hülse in die Spulvorrichtung eingelegt wird, woraufhin der Fadenlauf
in Richtung zur neu eingelegten Hülse umgelenkt wird, so daß der Faden die Hülse teilweise
umschlingt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Durchführung des Spulenwechsels der Fadenlauf des neu angesponnenen und abgeführten
Fadens - in bezug auf die Transportrichtung des von der Offenend-Spinnvorrichtung
nachgelieferten Fadens - soweit verlängert wird, daß der Fadenlauf die Bahn einer
an einer Spulvorrichtung vorgesehenen Fadenfangvorrichtung kreuzt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Einsetzens der Aufwindung die auftretende überschüssige Länge des
nachgelieferten Fadens zwischengespeichert und nach Beginn des Spulenaufbaues wieder
verbraucht wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Zusammenhang mit der Übergabe des von der Offenend-Spinnvorrichtung nachgelieferten
Fadens an die neu eingelegte Hülse die überschüssige Fadenlänge abgetrennt und abgeführt
wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der den Ansetzer enthaltende Fadenabschnitt als Schlaufe abgeführt wird.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 9 an einer Offenend-Spinnvorrichtung, mit einer Anspinnvorrichtung sowie einer
Spulvorrichtung, gekennzeichnet durch einen Hilfsantrieb (24) für die Spule (32),
eine als Abführungseinrichtung dienende Fadensaugvorrichtung (4) und eine der Fadensaugvorrichtung
(4) zugeordnete Fadentrennvorrichtung (41).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung (40) der
Fadensaugvorrichtung (4) aus einer Fadenaufnahmestellung (40a) zwischen Offenend-Spinnvorrichtung
und Spulvorrichtung (3) in eine Fadenübergabestellung (40b) zur Übergabe des Fadens
(35) an die Leerhülse (38) beweglich ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung (40) der
Fadensaugvorrichtung (4) aus der Fadenübernahmestellung (40a) auf die der Fadenzuführseite
abgewandte Seite der Leerhülse (38) beweglich ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der Fadensaugvorrichtung
(4) aus ihrer Fadenübergabestellung (40b) derart senkrecht zur Achse der Hülse (38)
bewegbar ist, daß der sich zur Mündung (40) der Fadensaugvorrichtung (4) erstreckende
Faden (35) die Hülse (38) teilweise umschlingt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadensaugvorrichtung
(4) auf eine Druckluftquelle (45) umschaltbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die Mündung (40)
der Fadensaugvorrichtung (4) aus der Fadenaufnahmestellung (40a) in eine derartige
Fadenübergabestellung (40b) bringbar ist, daß der Fadenlauf die Bahn einer an der
Spulvorrichtung (3) vorgesehenen Fadenfangvorrichtung (37) kreuzt.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadentrennvorrichtung (41) in der Fadensaugvorrichtung (4) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadentrennvorrichtung
(41) als Verschlußorgan für die Fadensaugvorrichtung (4) ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadensaugvorrichtung
(4) ein Fadenvorleger (42) zugeordnet ist zur Übergabe des der Fadensaugvorrichtung
(4) zugeführten Fadens (35) an die Leerhülse (38).
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß im Fadenlauf zwischen der Offenend-Spinnvorrichtung und der Spulvorrichtung (3)
ein längs der Spule (32) bewegbarer Fadenführer (5) vorgesehen ist, dem eine steuerbare
Fadenfreigabevorrichtung (50) zugeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der parallel zur Spule
(32) bewegbare Fadenführer (5) zu dem Abwurfende (53) einer im Durchmesser abgesetzten
Zentrierspindel (51) bringbar ist.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß im Fadenlauf vor der Spule (32) ein Fadenspeicher (15) angeordnet ist.
1. Method for exchanging a full bobbin for an empty tube in a winding unit of an open-end
spinning mechanism, wherein on reaching the desired bobbin size the open-end spinning
mechanism is stopped and its fibre collecting surface is cleaned, characterized by
the fact that after cleaning of the open-end spinning mechanism for effecting a thread-joining
operation the thread is returned from the winding unit to the open-end spinning mechanism,
withdrawn after the thread-joining operation and is led off with the thread join into
a lead-off device, that subsequently the thread being delivered from the open-end
spinning mechanism into the lead-off device is transferred to the empty tube. having
been placed into the bobbin unit and that the thread end extending into the lead-off
device is separated.
2. Method as claimed in claim 1, wherein for thread-joining the thread is returned
from the full bobbin which is still in the winding unit, to the open-end spinning
mechanism and the thread is drawn off after thread-joining and is led off with the
thread join ; and wherein only then the full bobbin is exchanged for the empty tube
and thereafter the thread subsequently delivered from the open-end spinning mechanism
is transferred to the empty tube and the thread end extending into the lead-off device
is separated.
3. Method as claimed in claim 1, wherein after the open-end spinning mechanism has
been stopped, the full bobbin is exchanged for an empty tube privided with starter
windings and thread joining occurs by means of these starter windings and subsequently
both this thread subsequently delivered from the open-end spinn mechanism and the
thread located on the empty tube as starter windings are led off.
-4. Method as claimed in any of claims 1 to 3, wherein the draw-off of the thread
after thread-joining firstly occurs by means of the winding unit ; wherein subsequently
the thread section with thread join is unwound again and is led off together with
the thread subsequently delivered from the open-end spinning mechanism.
5. Method as claimed in any of claims 1 to 4, wherein firstly the full bobbin is ejected
from the winding unit and the thread path of the newly joined and led off thread is
extended beyond the winding unit and subsequently the new tube is inserted in the
winding unit, whereupon the thread path is deflected in the direction of the newly
inserted tube so that the thread is partially wound around the tube.
6. Method as claimed in any of claims 1 to 5, wherein after bobbin changing has been
performed the thread path of the newly joined and led off thread - in relation to
the transport direction of the open-end spinning mechanism - is extended to the extend
that the thread path crosses the path of a thread-catching device provided on a winding
unit.
7. Method as claimed in any of claims 1 to 6, wherein during the beginning of the
winding-on process the appearing excess length of the subsequently delivered thread
is intermediately stored and is used again after the beginning of the bobbin buiid-up.
8. Method as claimed in any of claim 1 to 6, wherein in connection with the transfer
of the thread subsequently delivered from the open-end spinning mechanism to the newly
inserted tube the excess length is separated and led off.
9. Method according to any of claim 1 to 8, wherein the thread section containing
the thread join is led off as a loop.
10. Apparatus for performing the method as claimed in any of claims 1 to 9, on an
open-end spinning apparatus, having a thread-joining apparatus and a winding unit,
characterised by an auxiliary drive (24) for the bobbin (32), a thread suction device
(4) serving as a thread lead-off device, and a thread separating device (41) associated
with the thread suction apparatus (4).
11. Apparatus as claimed in claim 10, wherein the mouth (40) of the thread suction
apparatus (4) is movable from a thread pick-up position (40a), between the open-end
spinning mechanisms and the winding unit (3), into a thread transfer position (40b)
for transferring the thread (35) to the empty tube (38).
12. Apparatus as claimed in claim 11, wherein the mouth (40) of the thread suction
apparatus (4) is movable from the thread pick-up position (40a) to the side of the
empty tube (38), which is remote from the thread delivery side.
13. Apparatus as claimed in claim 12, wherein the mouth of the thread suction apparatus
(4) is movable from its thread transfer position (40b) perpendicularly to the axis
of the tube (38) in such a way that the thread (35) extending to the mouth (40) of
the thread suction apparatus (4) partially winds around the tube (38).
14. Apparatus as claimed in claim 13, wherein the thread suction apparatus (14) is
switchable to a compressed air source (45).
15. Apparatus as claimed in claim 12, wherein the mouth (40) of the thread suction
apparatus (4) is movable from the thread pick-up position (40a) into a thread transfer
position (40b) such that the thread path crosses the path of a thread-catching device
(37) provided on the winding unit (3).
16. Apparatus as claimed in any of claims 10 to 15, wherein the thread separation
apparatus (41) is disposed in the thread suction apparatus (4).
17. Apparatus as claimed in claim 16, wherein the thread separation apparatus (41)
is formed as a closing member for the thread suction apparatus (4).
18. Apparatus as claimed in claim 10, wherein a thread supplier (42) is associated
with the thread suction apparatus (4) for the transfer of the thread (35) delivered
to the thread suction apparatus (4), to the empty tube (38).
19. Apparatus as claimed in any of claims 10 to 18, wherein a thread guide (5) is
situated in the thread path between the open-end spinning mechanism and the winding
unit (3) so as to be movable along the bobbin (32) and with which a controllable thread
releasing apparatus (50) is associated.
20. Apparatus as claimed in claim 19, wherein the thread guide (5), which is movable
parallel to the bobbin (32), is movable to the discharge end of a centering spindle
(51) having a stepped diameter.
21. Apparatus as claimed in any of claims 10 to 20, wherein a thread store (15) is
disposed in the thread path in front of the bobbin (32).
1. Procédé pour échanger une bobine pleine contre une bobine vide dans un dispositif
de bobinage d'un appareil de filature à extrémité ouverte, dans lequel, lorsque la
bobine a atteint la grosseur prédéterminée, l'appareil de filature à extrémité ouverte
est arrêté et sa surface collectrice de fibres est nettoyée, procédé caractérisé en
ce que, après le nettoyage de l'appareil de filature à extrémité ouverte, le fil destiné
à la reprise de filature est fourni en retour par le dispositif de bobinage à l'appareil
de filature à extrémité ouverte, il est tiré après la reprise de filature et il est
évacué avec la partie de raccordement dans un dispositif de décharge, en ce qu'ensuite
le fil fourni successivement par l'appareil de filature à extrémité ouverte dans le
dispositif d'évacuation est transféré sur la bobine vide mise en place dans le dispositif
de bobinage et l'extrémité de fil s'étendant dans le dispositif d'évacuation est sectionnée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour la reprise de filature,
le fil de la bobine pleine qui se trouve encore dans le dispositif de bobinage est
renvoyé à l'appareil de filature à extrémité ouverte et le fil, après la reprise de
filature, est tiré et est évacué avec la partie de raccordement, et ce n'est qu'ensuite
que la bobine pleine est remplacée par la bobine vide puis le fil provenant de l'appareil
de filature à extrémité ouverte est transféré sur la bobine vide, tandis que l'extrémité
de fil s'étendant dans le dispositif d'évacuation est sectionnée.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, après immobilisation de
l'appareil de filature à extrémité ouverte, la bobine pleiné est échangée contre une
bobine vide pourvue de spires de démarrage, la reprise de filage est effectuée à l'aide
de ces spires de démarrage et ensuite aussi bien le fil provenant de l'appareil de
filature à extrémité ouverte qu'également le fil se trouvant encore sous la forme
des spires de démarrage sur la bobine vide sont évacués.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
le tirage du fil après la reprise de filature est initialement effectué par le dispositif
de bobinage, en ce qu'ensuite le tronçon de fil avec la partie de raccordement est
à nouveau déroulé et est évacué en même temps que le fil fourni successivement par
l'appareil de filature à extrémité ouverte.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'initialement
la bobine pleine est éjectée du dispositif de bobinage, le trajet du fil nouvellement
filé et évacué est allongé jusqu'au-delà du dispositif de bobinage et ensuite la nouvelle
canette est mise en place dans le dispositif de bobinage, puis le trajet du fil est
dévié en direction de la canette nouvellement mise en place de façon que le fil entoure
partiellement la canette.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que,
après exécution du changement de bobines, le trajet du fil nouvellement filé et évacué
est allongé - par rapport à la direction de transport du fil fourni successivement
par l'appareil de filature à extrémité ouverte - suffisamment loin pour que le trajet
du fil croise la trajectoire d'un dispositif de captage de fil prévu sur un dispositif
de bobinage.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que,
pendant le réglage de la reprise d'enroulement, la longueur du fil fourni en excès
est stockée intermédiaire- ment et est à nouveau utilisée après le début de l'établissement
de la bobine.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que,
en relation avec le transfert du fil fourni successivement par l'appareil de filature
à extrémité ouverte, sur la canette nouvellement mise en place, la longueur de fil
en excès est sectionnée et est évacuée.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
le tronçon de fil contenant la partie de raccordement est évacué sous forme d'une
boucle.
10. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 9, dans un appareil ou métier de filature à extrémité ouverte, comportant un dispositif
à initier la filature ainsi qu'un dispositif de bobinage, caractérisé par un entraînement
auxiliaire (24) pour la bobine (32), un dispositif (4) d'aspiration de fil servant
de dispositif d'évacuation et un dispositif de séparation (41) de fil associé au dispositif
(4) d'aspiration de fil.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'embouchure (40)
du dispositif (4) d'aspiration de fil est déplaçable depuis une position de réception
(40a) de fil entre l'appareil de filature à extrémité ouverte et le dispositif de
bobinage (3) jusque dans une position (40b) de transfert de fil en vue d'un transfert
du fil (35) jusque sur la canette ou bobine vide (38).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'embouchure (40)
du dispositif (4) d'aspiration de fil est déplaçable depuis la position de réception
(40a) de fil jusque sur le côté de la canette vide (38) qui est opposé au côté d'admission
de fil.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'embouchure du dispositif
(4) d'aspiration de fil est déplaçable depuis sa position (40b) transfert de fil perpendiculairement
à l'axe de la canette (38) de telle sorte que le fil (35) s'étendant jusqu'à l'embouchure
(40) du dispositif (4) d'aspiration de fil entoure partiellement la canette (38).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif (4)
d'aspiration de fil peut être relié à une source d'air comprimé (45).
15. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'embouchure (40)
du dispositif (4) d'aspiration de fil peut être déplacée depuis la position (40a)
de réception de fil jusque dans une position (40b) de transfert de fil qui est telle
que le trajet du fil croise la trajectoire d'un dispositif de captage (37) de fil
prévu sur le dispositif de bobinage (3).
16. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 10 à 15, caractérisé en ce
que le dispositif de séparation de fil (41) est placé dans le dispositif (4) d'aspiration
de fil.
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que le dispositif de séparation
(41) de fil est agencé comme un organe d'obturation du dispositif (4) d'aspiration
de fil.
18. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un organe de guidage
(42) de fil est associé au dispositif (4) d'aspiration de fil en vue du transfert
du fil (35) introduit dans le dispositif (4) d'aspiration de fil jusque sur la canette
vide (38).
19. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 10 à 18, caractérisé en ce
qu'il est prévu dans le trajet du fil entre l'appareil de filature à extrémité ouverte
et le dispositif de bobinage (3) un guide-fil (5) pouvant être déplacé le long de
la bobine (32) et auquel est associé un dispositif de libération (50) de fil pouvant
être commandé.
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le guide-fil (5) déplaçable
parallèlement à la bobine (32) peut être amené à l'extrémité d'éjection (53) d'une
broche de centrage (51) d'un diamètre étagé.
21. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 10 à 20, caractérisé en ce
qu'il est prévu un accumulateur (15) de fil dans le trajet du fil en amont de la bobine
(32).