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EP 0 069 261 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.1985 Patentblatt 1985/15 |
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Anmeldetag: 18.06.1982 |
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Hammer mit vom Hammerstiel über eine Einsteckbüchse getragenem Mittelteil
Hammer with a central portion carrying the handle inserted therein
Marteau muni d'une portion centrale pour l'insertion du manche
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.07.1981 DE 3126420
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.1983 Patentblatt 1983/02 |
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Anmelder: Wera-Werk Hermann Werner GmbH & Co. |
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D-42349 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Lieser, Karl
D-5600 Wuppertal 1 (DE)
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Vertreter: Rieder, Hans-Joachim, Dr. et al |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Hammer mit vom Hammerstiel über eine Einsteckbüchse
getragenem Mittelteil und an diesem gegenüberliegend angeordneten Kopfstücken aus
weicherem Material, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, wobei mit umfangseitigen
Hinterschneidungen ausgestattete Dorne des Mittelteils formschlüssig in Vertiefungen
der Kopfstücke eintreten.
[0002] Ein derartiger Hammer ist aus der Produktion der Firma Wera-Werk sowie aus deren
Prospektunterlagen, wie z.B. den Unterlagen Weralit 1/77 als sogenannter rückschlagfreier
Hammer bekannt. Das Mittelteil besteht aus einer Hülse, die endseitig durch eingesetzte,
die Dorne tragende Platten verschlossen ist. Innerhalb der Hülse befindet sich körniges
Material. An die Hülse ist eine radial ausgerichtete Einsteckbüchse angesetzt, die
den Hammerstiel aufnimmt. Eine solche Bauform ist wegen der vielen das Mittelteil
bildenden Teile aufwendig in der Herstellung.
[0003] Des weiteren ist ein Hammer bekannt, dessen Mittelteil aus Temperguss besteht, von
welchem einstückig die Dorne ausgehen. Diese Ausführungsform erfordert nach dem Giessen
des Mittelteils eine Nachbehandlung durch Überdrehen. Ausserdem lassen sich beim Giessen
an den Dornen keine Hinterschneidungen vorsehen, so dass die Kopfstücke nicht ausreichend
festsitzen und daher ein Gefahrenmoment bei der Arbeit mit dem Hammer darstellen.
[0004] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hammer der vorausgesetzten
Art in herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestalten, dass neben einer kostengünstigen
Herstellung der Sicherheitswert des Hammers erhöht ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1.
[0006] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemässer Hammer von erhöhtem Gebrauchswert
angegeben. Die entsprechende Materialwahl bringt giess- und sicherungstechnische Vorteile.
Die mit umfangseitigen Hinterschneidungen ausgestatteten Dorne können nun materialeinheitlich
von dem Mittelteil ausgehen, so dass dann die auf die Dorne aufgesetzten Kopfstücke
sicher gehalten sind. Weiterhin erfährt der Hammerstiel eine sichere Festlegung. Das
besonders gefährdete vordere Ende des Hammerstiels liegt dabei geschützt in der einstückig
von dem Mittelteil ausgehenden Einsteckbüchse. Die Gesamttraglänge für den Hammerstiel
setzt sich daher aus der Länge der Einsteckbüchse und dem Durchmesser des Mittelteils
zusammen. Sodann formt die Einsteckbüchse durch die Innenhöhlung und das Mittelteil
durch die sich erbreiternde Öffnung einen Doppelkonus der zu einem äusserstfesten
Stitz des Hammerstiels führt. Die sich erbreiternde Öffnung dient dabei zur Aufnahme
des in das Stirnende des Hammerstiels eingeschlagenen Keiles, so dass das Mittelteil
in beiden Richtungen zum Hammerstiel nicht mehr verlagerbar ist. Zur Herstellung dieses
Mittelteils eignet sich insbesondere Zinkdruckguss mittlerer Härte, welche die erforderliche
Festigkeit erbringt. Ein weiterer Vorteil besteht in der kostengünstigeren Herstellung,
da sich gegenüber bekannten Hämmern ca. 30% Kosten einsparen lassen.
[0007] Es erweist sich ferner von Vorteil, wenn die Dorne zusätzlich zu ihren umfangseitigen
Hinterschneidungen in Längsrichtung verlaufende Rinnen besitzen. Dadurch erfahren
die Kopfstücke nicht nur eine Festlegung in Achsrichtung der Dorne, sondern sind auch
gegen Verdrehen auf den Dornen gesichert. Diese in Längsrichtung verlaufenden Rinnen
lassen sich ebenfalls beim Spritzvorgang mit erzeugen.
[0008] Schliesslich besteht ein vorteilhaftes Merkmal noch darin, wenn sich zwischen verjüngendem
Verlauf der Innenhöhlung und erbreiterndem Verlauf der Öffnung ein zylindrischer Zwischenabschnitt
erstreckt.
[0009] Diese Massnahme führt zu abstützungstechnischen Vorteilen.
[0010] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 5 erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht des Hammers,
Fig. 2 eine Ansicht auf das Mittelteil, von der sich erbreiternden Öffnung des Mittelteils
her gesehen,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Hammer,
Fig. 4 eine Stirnansicht des Mittelteils und
Fig. 5 einen anderen Längsschnitt durch das Mittelteil.
[0011] Der Hammer weist einen Hammerstiel 1, ein Mittelteil 2 sowie die beiden an das Mittelteil
angesetzten Kopfstücke 3 und 4 auf. Das Mittelteil besteht aus Zinkdruckguss mittlerer
Härte und ist zylindrisch geformt. Materialeinheitlich gehen von den Stirnflächen
5 des Mittelteils die gegenüber dem Mittelteil querschnittsabgesetzten Dorne 6 aus.
Jeder Dorn ist mit vier in gleicher Winkelverteilung in Längsrichtung verlaufenden
Rinnen 7 ausgestattet. Ferner bildet jeder Dorn 6, dem Stirnende benachbart, eine
ringnutartige Hinterschneidung 8 aus. Sodann ist das Stirnende jedes Dornes 6 mit
einer Auflageschräge 9 versehen. Diese dienen zum erleichterten Aufstecken der Kopfstücke
3 und 4, die ihrerseits mit zentralen Sacklöchern 11 bzw. 12 ausgestattet sind. Das
Aufziehen der aus Kunststoff bestehenden Köpfe 3, 4 auf die Dorne 6 erfolgt vorzugsweise
nach Erwärmen derselben, so dass anschliessend jedes Kopfstück 3, 4 in Achsrichtung
sicher festgelegt ist und zusätzlich zufolge der in Längsrichtung verlaufenden Rinnen
7 der Dorne 6 nicht verdreht werden kann.
[0012] Vom Mittelteil 2 geht materialeinheitlich eine radial ausgerichtete Einsteckbüchse
13 aus, deren Länge nahezu dem Durchmesser des Mittelteils 2 entspricht. Die Innenhöhlung
14 der Einsteckbüchse 13 verläuft etwa bis zur Quermittelebene des Mittelteils verjüngend.
[0013] An diesen verjüngenden Verlauf schliesst sich ein zylindrischer Zwischenabschnitt
15 an, der sich seinerseits in eine bis zur Mantelfläche F des Mittelteils 2 reichende
und sich in dieser Richtung erbreiternde Öffnung 16 fortsetzt. Sowohl die Innenhöhlung
14, der Zwischenabschnitt 15 als auch die Öffnung 16 sind im Querschnitt oval gestaltet.
Der Zwischenabschnitt 15 erstreckt sich dabei symmetrisch zu der durch die Dorne 6
und Mittelteil 2 gehenden Mittelachse.
[0014] Der Hammerstiel 1 ist an seinem dem Mittelteil 2 zugekehrten Ende 17 vor dem Einsetzen
in das Mittelteil kegelstumpfförmig gestaltet. Nach dem Einsetzen des kegelstumpfförmigen
Endes 17 in die Höhlung 14, den Zwischenabschnitt 15 und die Öffnung 16 wird von der
Öffnung 16 her ein in Fig. 3 strichpunktiert dargestellter Keil 18 eingetrieben, der
das kegelstumpfförmige Ende 17 endseitig aufweitet, so dass sich dieses dem Verlauf
der Öffnung anpasst. Hierdurch wird das Ende 17 des Hammerstiels 1 ebenfalls zu einem
Doppelkonus geformt, der einen äusserst sicheren Sitz des Mittelteils 2 auf dem Hammerstiel
1 gewährleistet.
[0015] Die Übergangsstelle 19 zwischen Mittelteil 2 und Einsteckbüchse 13 ist gerundet ausgestaltet,
so dass eine Bruchgefahr vermieden ist.
1. Hammer mit vom Hammerstiel (1) über eine Einsteckbüchse (13) getragenem Mittelteil
(2) und an diesem gegenüberliegend angeordneten Kopfstücken (3, 4) aus weicherem Material,
beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, wobei mit umfangseitigen Hinterschneidungen
(8) ausgestattete Dorne (6) des Mittelteils (2) formschlüssig in Vertiefungen (11,
12) der Kopfstücke (3, 4) eintreten, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelteil (2),
die Dorne (6) und die Einsteckbüchse (13) materialeinheitlich aus Zinkdruckguss gespritzt
sind, die Innenhöhlung (14) der Einsteckbüchse (13) etwa bis zur Quermittelebene des
Mittelteils (2) verjüngend verläuft und sich daran anschliessend fortsetzt in eine
zur Mantelfläche (F) des Mittelteils (2) reichende und sich in dieser Richtung erbreiternde
Öffnung (16).
2. Hammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne (6) zusätzlich zu
ihren umfangseitigen Hinterschneidungen (8) in Längsrichtung verlaufende Rinnen (7)
besitzen.
3. Hammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen verjüngendem
Verlauf der Innenhöhlung (14) und erbreiterndem Verlauf der Öffnung (16) ein zylindrischer
Zwischenabschnitt (15) erstreckt.
1. A hammer having a middle part (2) carried by the hammer handle (1) via an inserting-socket
(13), and arranged on opposite sides of it headpieces (3, 4) of softer material, for
example, of plastics or rubber, where plugs (6) on the middle part (2) equipped with
circumferential undercuts (8) enter with a tight fit into recesses (11,12) in the
headpieces (3, 4), characterized in that the middle part (2), the plugs (6) and the
inserting-socket (13) are injection-moulded as one piece of material in a zinc diecasting,
the hollow (14) inside the inserting-socket (13) runs on a taper in about as far as
the transverse central plane through the middle part (2) and continues directly into
an opening (16) which reaches as far as the surface (F) of the middle part (2) and
widens in this direction.
2. A hammer as in claim 1, characterized in that the plugs (6) in addition to their
circumferential undercuts (8) have grooves (7) running in the longitudinal direction.
3. A hammer as in claim 1, characterized in that between the inwards tapering trend
of the inner hollow (14) and the widening trend of the opening (16) extends a cylindrical
intermediate section (15).
1. Marteau composé d'une partie centrale (2) portée par le manche (1) par l'intermédiaire
d'un manchon de réception (13) et de pièces de tête (3, 4) opposées en un matériau
moins dur que celui de la partie centrale, des broches (6) de la partie centrale (2)
venant s'engager, suivant une liaison par la forme, par des contre dépouilles (8),
dans des cavités (11, 12) des pièces de tête (3,4), caractérisé en ce que la partie
centrale (2), les broches (6), et le manchon de réception (13), sont réalisés dans
la même matière en zinc injecté sous pression, le manchonn de réception (13) allant
en se rétrécissant jusqu'au niveau du plan de coupe médian de la partie centrale (2),
puis en se poursuivant de façon adjacente par une ouverture (16) arrivant jusque sur
une surface enveloppe (F) de la partie centrale (2) et s'élargissant dans cette direction.
2. Marteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les broches (6) comportent
des rainures (7) longitudinales en plus de leurs contre dépouilles (8) périphériques.
3. Marteau selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il y a un segment intermédiaire
(15) cylindrique entre la partie de la cavité (14) allant en se rétrécissant et la
partie de l'ouverture (16) allant en s'élargissant.

