| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 069 912 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.01.1985 Patentblatt 1985/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.06.1982 |
|
|
| (54) |
Kraftstoffversorgungseinrichtung für Brennkraftmaschinen
Fuel supply device for internal-combustion engines
Dispositif d'alimentation de combustible pour moteurs à conbustion interne
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
11.07.1981 DE 3127543
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.01.1983 Patentblatt 1983/03 |
| (71) |
Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Straubel, Max, Dr. Dr.-Ing.
D-7000 Stuttgart 61 (DE)
- Stumpp, Gerhard, Dipl.-Ing.
D-7000 Stuttgart 80 (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einer Kraftstoffversorgungseinrichtung für Brennkraftmaschinen
nach der Gattung des Hauptanspruchs aus. Eine solche ist durch die DE-OS2944165 bekannt.
Dort wird die zur Einspritzung gelangende Kraftstoffmenge der Kraftstoffeinspritzpumpe
über eine Kraftstoffversorgungsleitung zugeführt, die als Meßeinrichtung für die zuströmende
Kraftstoffmenge ein Differenzdruckventil enthält. Mit diesem wird an einer luftmengengesteuerten
Zumeßdrossel ein konstanter Druckabfall eingehalten. Bei Abweichung desselben von
einem vorbestimmten Wert wird ein Kraftstoffstrom geänderter Größe von der Kraftstoffversorgungsleitung
stromaufwärts der Zumeßdrossel zu einem hydraulischen Stellmotor geführt, der durch
variables Drosseln des Frischluft führenden Saugrohres und/oder der Abgasrückführleitung
den Frischluftanteil gegenüber dem Abgasanteil des angesaugten, der Brennkraftmaschine
zugeführten Gemisches ändert.
[0002] Bei der bekannten Kraftstoffversorgungseinrichtung dient ein Druckbegrenzungsventil,
das stromabwärts der Meßeinrichtung die Kraftstoffversorgungsleitung mit einer Entlastungsleitung
verbindet, dazu, beim Schubbetrieb, bei dem der Arbeitsraum des hydraulischen Stellmotors
drucklos werden würde, durch eine simulierte geringe Kraftstoffeinspritzmenge auf
einen Stelldruck, der unmittelbar unter dem Ansprechdruck des Stellmotors liegt, zu
bringen.
[0003] Die gemessene Einspritzmenge fließt dabei, ohne tatsächlich zur Einspritzung zu gelangen,
über die Entlastungsleitung ab. Bei Schubbetrieb herrscht in der Kraftstoffversorgungsleitung
ein um den Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils reduzierter Systemdruck, der
beim Gegenstand der bekannten Einrichtung im wesentlichen konstant gehalten wird.
In allen übrigen Betriebsbereichen ist der Druck in der Kraftstoffversorgungsleitung
geringer als der Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils, so daß dieses tatsächlich
nur im Schubbetrieb zur Wirkung kommt.
[0004] Die bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß sie ein Spülen des Saugraumes der
Kraftstoffeinspritzpumpe derart, daß eine Kraftstoffüberströmmenge zum Kraftstoffvorratsbehälter
geführt wird, im gesamten Betriebsbereich mit Ausnahme des Schubbetriebes nicht erlaubt.
Solche Kraftstoffversorgungseinrichtungen müssen mit einem Kraftstoffkühler ausgestattet
werden, der vorzugsweise durch Temperaturfühler gesteuert wird. Die Anordnung eines
solchen Kühlers mit den zugehörigen Leitungen ist bautechnisch wie auch kostenmäßig
aufwendig und vergrößert zudem den Raumbedarf für die Kraftstoffeinspritzpumpe.
[0005] Für nicht geregelte, einfache Kraftstoffversorgungseinrichtungen von Brennkraftmaschinen
ist es bekannt, zur Kühlung von Teilen des Kraftstoffversorgungssystem Kraftstoff
zu verwenden, der mit der aufgenommenen Wärme dem Kraftstoffvorratsbehälter zurückgeführt
wird, der somit als Kühler oder Wärmetauscher dient (US-PS 4 231 342).
[0006] Bei Kraftstoffeinspritzpumpen der Reihenbauart mit nicht gesteuertem Kraftstoffzufluß
zum Pumpenarbeitsraum ist es auch bekannt, an der Abzweigung einer Entlastungs- oder
Spülleitung vom Pumpenarbeitsraum ein Rückschlagventil vorzusehen, wie das in der
DE-OS 24 41 570 gezeigt ist. Diese Ventile dienen bekannterweise zur Einhaltung eines
Mindestdruckes in Verbindung mit einer Abströmdrossel.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungseinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß in besonders einfacher Weise
die Kraftstofftemperatur auf einen im wesentlichen konstanten Wert gehalten werden
kann, wobei sich die Anordnung eines Kühlers mit den zugehörigen Leitungen einsparen
läßt. Dabei ergibt sich eine wirksame Kühlung der Pumpe insbesondere im kritischen
Bereich, also bei hoher Drehzahl, wobei die Überströmmenge direkt in den Kraftstoffvorratsbehälter
zurückgeführt wird. Die Kraftstoffeinspritzpumpe wird somit immer dann, wenn wie in
den regelmäßig auftretenden außerhalb des Abgastestbereiches liegenden Betriebsbereichen
betrieben wird, also zeitweise, sauber entlüftet und gekühlt. Der Abgastestbereich
ist mit Bezug auf die Brennkraftmaschinendrehzahl definiert, wobei innerhalb des Abgastestbereiches
die Abgasrückführung, wie bekannt, häufig in ihrem Ausmaß gesteuert, wirksam ist,
während bei sehr hohen Maschinendrehzahlen, die außerhalb des Testbereichs liegen
eine Abschaltung der Abgasrückführung erwünscht ist.
[0008] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, daß im Drehzahlbereich oberhalb der höchsten
im Abgastestbereich auftretenden Drehzahl die Abgasrückführmenge vermindert wird infolge
des durch die Verteilereinspritzpumpe lediglich zur Spülung fließenden, jedoch von
dieser nicht verbrauchten Kraftstoffs, der von der die Abgasrückführmenge und die
Frischluftmenge steuernden Meßeinrichtung gemessen wird. Die Brennkraftmaschine wird
so weniger verschmutzt; im niedrigen Drehzahlbereich ergibt sich eine Stabilisierung
der Kraftstofftemperatur.
[0009] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Kraftstoffversorgungseinrichtung
möglich. Besonders vorteilhaft ist ferner daß im Schiebebetrieb über unterer Leerlaufdrehzahl
die Entlastungsleitung ebenfalls direkt in den Tank zurückgeführt werden kann ; außerdem
lassen sich durch spezielle Druckschalter mit elektrischer Ausgangsgröße Magnetventile
ansteuern, die eine Überströmleitung und/oder die Entlastungsleitung steuern. Dabei
können auch entsprechende Stellungen des willkürlich betätigten Fahrpedals sowie Betriebszustände
des Anlassers und eines gegebenenfalls vorgesehenen Thermoschalters beim Start und
in der Kaltlaufphase einbezogen werden.
Zeichnung
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer betriebszustandsabhängigen Entlüftung
bzw. Entlastung einer Kraftstoffeinspritzpumpe mit Fig. 1a, die die Abhängigkeit des
Saugraumdrucks der Kraftstoffeinspritzpumpe von der Motordrehzahl zeigt,
Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Entlüftung einer Kraftstoffeinspritzpumpe
in schematischer Darstellung mit zwei unterschiedlichen Entlastungsstellungen und
Figur 3 eine Variante der Darstellung der Fig. 2 mit vom Saugraumdruck gesteuerten
Druckschaltern mit elektrischen Ausgangsgrößen.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0011] Bei dem in Fig. 1 gezeigten einfachen ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
die Kraftstoffeinspritzpumpe mit 1 bezeichnet; ihr wird zur Versorgung einer nicht
weiter dargestellten Brennkraftmaschine Kraftstoff über eine Kraftstoffversorgungsleitung
14, die ein Filter 2 und eine Kraftstofförderpumpe 3 enthält, zugeführt. Die Kraftstofförderpumpe
kann auch eine Vorförderpumpe sein oder gegebenenfalls auch völlig entfallen, wenn
in der Kraftstoffeinspritzpumpe selbst eine Kraftstofförderpumpe integriert ist. Bei
der Kraftstoffeinspritzpumpe kann es sich um eine bekannte Reiheneinspritzpumpe handeln,
wobei in bekannter Weise dem Saugraum der Einspritzpumpe während des Saughubs der
Einspritzpumpenkolben der zur Brennkraftmaschine zu fördernde Kraftstoff entnommen
wird. Die während des Einspritzhubs der Pumpenkolben beispielsweise im Teillastbereich
nicht benötigte Kraftstoffmenge wird dem Saugraum wieder zugeführt, wobei insbesondere
dadurch der Kraftstoff im Saugraum auch erwärmt wird. Zwischen das Filter 2 und dem
Pumpenzulauf ist üblicherweise noch ein Kraftstoffmengenmesser 4 geschaltet, der Teil
des Gemischreglers ist ; hierauf braucht jedoch nicht weiter eingegangen zu werden.
Der Gemischregler bestimmt aus der von der Kraftstoffeinspritzpumpe 1 geförderten
oder ihr zugeführten Kraftstoff die Abgos-Frischtuft-Gemischzusammensetzung und kann
in Abhängigkeit zur Kraftstoffmenge eine Drosselklappe im Ansaugrohr öffnen und dabei,
gegebenenfalls gleichzeitig auch die Einlaßöffnung einer Abgasrückführleitung in das
Saugrohr verschließen.
[0012] Der Diagrammverlauf der Fig. 1a zeigt qualitativ die Abhängigkeit des Drucks pp im
Saugraum der Kraftstoffeinspritzpumpe über der Motordrehzahl n, wobei der bis zur
Drehzahl n
1 schraffierte Bereich unterhalb des Kurvenverlaufs I den Abgastestbereich oder auch
CVS-Testbereich darstellt. In dem Diagramm der Fig. 1a ist mit
Pö der Öffnungsdruck eines mechanischen Entlastungsventils 5 angegeben, das im Überlauf
der Einspritzpumpe angeordnet ist und von dem eine Entlastungsleitung 6 zum Kraftstoffvorratsbehälter
7 geführt ist. Das Entlastungsventil 5 ist vorzugsweise als einfaches Rückschlagventil
ausgebildet und umfaßt dann als Ventilglied eine Kugel 5a, die von einer Feder 5b
mit vorgegebener Kraft auf einen Sitz gepreßt wird, wobei im Zulauf zum Kugeldruckventil
noch eine Überströmdrossel 8 angeordnet sein kann. Der Öffnungsdruck p
ö des solchermaßen gebildeten Entlastungsventils - dieses kann auch ein Druckregler
beliebiger Ausbildung sein - ist jedenfalls so eingestellt, daß er oberhalb des bei
der höchsten Drehzahl n
1 im Abgastest entwickelten Saugraumdrucks pp
; liegt. Wird daher die von der Kraftstoffeinspritzpumpe 1 mit Kraftstoff versorgte
Brennkraftmaschine bei einer Drehzahl betrieben, beispielsweise im Vollastbereich,
bei welcher der Öffnungsdruck p
ö gleich oder kleiner des dann bei dieser Drehzahl herrschenden Pumpensaugraumdrucks
ist, dann öffnet das Entlastungsventil und es ergibt sich im kritischen Bereich eine
wirksame Kühlung der Einspritzpumpe, da dieser nunmehr aus dem als Wärmetauscher benutzten
Kraftstoffvorratsbehälter 7 zusätzlich kühler Kraftstoff zugeführt wird, nämlich in
der Menge, wie sie über das Entlastungsventil zum Kraftstoffvorratstank 7 zurückgelangt.
[0013] Gleichzeitig ergibt sich in diesem Zusammenhang in Verbindung mit der geregelten
Abgasrückführung ein Mechanismus, der den Gemischregler veranlaßt, die Abgasrückführmenge
zu vermindern bzw. ganz zu unterbinden. Tatsächlich mißt der Kraftstoffmengenmesser
4 . in der Kraftstoffversorgungsleitung 6 nunmehr eine größere Kraftstoffmenge, als
von der Brennkraftmaschine effektiv verbraucht wird, so daß auch ein größerer Frischluftanteil
vom Gemischregler eingestellt wird, unter Verringerung oder Sperrung der Abgasrückführmenge.
Dies geschieht insgesamt in einem Drehzahlbereich oberhalb der höchsten Drehzahl im
Abgastest betriebsbereich, aufgrund der Einstellung des Öffnungsdrucks des Entlastungsventils
5, wie schon erwähnt. Es versteht sich im übrigen, daß das Entlastungsventil 5 so
ausgebildet sein muß, daß es im Abgastestbereich, also unterhalb der Drehzahl n
1 der Fig. 1a im wesentlichen dicht ist, um zu vermeiden, daß gegebenenfalls ein falsches
Luft-Kraftstoffverhältnis eingestellt wird.
[0014] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist das Entlastungsventil 5' als ebenfalls vom
Saugraumdruck pp
; gesteuertes Ventil, jedoch mit zwei Ausgängen 9a, 9b ausgebildet, wobei die Drucksteuerung
in zwei Stufen erfolgt. Das Entlastungsventil 5' der Fig. 2 verfügt über ein Ventilglied
in Form eines federbelasteten Kolbens 10 ; die Vorspannungsfeder ist als Druckfeder
ausgebildet und mit 11 bezeichnet. In Abhängigkeit von dem im Diagramm der Fig. 1a
schon dargestellten Pumpensaugraumdruck wird der federbelastete Kolben vom Saugraum
1a der Kraftstoffeinspritzpumpe 1' an seiner Kolbenfläche 10a drehzahlabhängig gesteuert
derart, daß bei niederer Drehzahl und damit niederem Saugraumdruck Steuerkanten 12
des Kolbens 10 den Überlauf 13 der Einspritzpumpe über die Überströmleitung 19 auf
die Kraftstoffversorgungsleitung 14 stromabwärts des Kraftstoffmengenmessers schalten,
während bei hoher Drehzahl der Auslaß 9b des Entlüftungsventils 5' gesperrt und der
Auslaß 9a freigegeben wird, der den Überlauf 13 über eine Entlastungsleitung 15 mit
dem Kraftstoffvorratsbehälter 7 verbindet. In beiden Auslaßleitungen des Entlastungsventils
5' können Rückschlagventile 16 angeordnet sein. Dabei ist das Entlastungsventil 5'
auch beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 so ausgelegt und eingestellt, daß die Überströmmenge
der Kraftstoffeinspritzpumpe innerhalb des Abgastestbereichs stromab des Kraftstoffmengenmessers
4 direkt der Pumpe wieder zugeführt wird, während außerhalb des Testbereichs bei entsprechend
hoher Drehzahl die Überströmmenge in den Tank gelangt, wodurch sich bei den hier möglicherweise
thermisch kritischen Betriebszuständen neben einer sauberen Entlüftung der Pumpe auch
eine wirksame Kühlung ergibt. Die Steuerung des Abgasrückführsystems kann in der gleichen
Weise über den Kraftstoffmengenmesser erfolgen, wie mit Bezug auf Fig. 1 schon erläutert
; auch hier mißt der Kraftstoffmengenmesser stets die gesamte, der Pumpe zugeführte
Kraftstoffmenge, die innerhalb des Abgastestbereichs auch der den Einspritzventilen
zugeführten Menge entspricht, während außerhalb des Testbereichs noch die Überströmmenge
(Rücklaufmenge) hinzukommt.
[0015] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist das mechanische Entlastungsventil durch
ein Magnetventil 17 ersetzt, wodurch sich auch periphere Randbedingungen noch erfassen
lassen. In einer vereinfachten Ausführung kann das Magnetventil lediglich als einschaltendes
Magnetventil ausgebildet sein und arbeitet dann so wie das Entlastungsventil 5 der
Fig. 1, wobei die Betätigung des Magnetventils 17 über einen Druckschalter 18 erfolgt,
der seinerseits vom Saugraumdruck betätigt ist. Oberhalb eines vorgegebenen Saugraumdrucks,
d. h. oberhalb beispielsweise der Drehzahlgrenze, die sich aus dem Abgastestbereich
ergibt, schaltet dann das Magnetventil 17 den Entlastungskreis mit Rückführung der
Uberströmmenge direkt in den Kraftstoffvorratsbehälter 7 ein.
[0016] Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Magnetventil jedoch als umschaltendes
Magnetven*i ausgebildet, so daß unterhalb der Drehzahlschwelle die Überströmmenge
stromab des Kraftstoffmengenmessers 4 wieder dem Pumpenzulauf über die Überströmleitung
19 zugeführt ist, bis dann oberhalb der Drehzahlschwelle und unter Einschaltung einer
wirksamen Kühlung der Kreislauf über den Kraftstoffvorratsbehälter 7 bei Ansprechen
des Druckschalters 18 hergestellt wird.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung können auch zwei vom Saugraumdruck betätigte Druckschalter
vorgesehen sein, wobei der zweite Druckschalter mit 20 bezeichnet ist. Dieser kann
bei einer wesentlich niedrigeren Drehzahlschwelle ansprechen und die Überströmleitung
zum Kraftstoffvorratsbehälter 7 öffnen ; er ist in diesem Fall jedoch in Reihe geschaltet
mit einem vom Fahrpedal betätigenden Schalter 21 und dient dann dazu, im Schiebebetrieb
oberhalb der Leerlaufdrehzahl zusätzlich über den Kraftstoffvorratsbehälter 7 zu entlasten.
Da das Magnetventil 17 elektrisch eingeschaltet werden kann, läßt es sich beispielsweise
auch bei Betätigung des Anlassers einschalten, gegebenenfalls auch noch durch einen
nicht dargestellten Thermoschalter beim Start und in der Kaltlaufphase der Brennkraftmaschine,
so daß auch bei diesen Betriebszuständen auf Entlastung über den Kraftstoffvorratsbehälter
7 umgeschaltet werden kann.
1. Kraftstoffversorgungseinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer Kraftstoffeinspritzpumpe,
deren Pumpensaugraum von einer Förderpumpe (3) aus einem Kraftstoffvorratsbehälter
(7) über eine Kraftstoffversorgungsleitung (14), in der eine Meßeinrichtung (4) zur
Erfassung der der Kraftstoffeinspritzpumpe zuströmenden Kraftstoffmenge angeordnet
ist, mit unter sich drehzahlabhängig änderndem Druck stehenden Kraftstoff versorgt
wird und mit einem stromabwärts der Meßeinrichtung (4) abzweigenden und zum Kraftstoffvorratsbehälter
(7) führenden Entlastungsleitung (6, 15), deren Öffnung durch ein den Druck begrenzendes
Entlastungsventil (5, 5') gesteuert wird, sowie mit einer Abgasrückführmengensteuereinrichtung,
die von der Meßeinrichtung (4) gesteuert wird und entsprechend der der Kraftstoffeinspritzpumpe
zuströmenden Kraftstoffmenge das Verhältnis von Frischluftmenge zu Menge von rückgeführtem
Abgas bei dem der Brennkraftmaschine zugeführten Luft-Abgas-Gemisch steuert, dadurch
gekennzeichnet, daß die Entlastungsleitung (6 ; 13, 15) unmittelbar von dem Saugraum
(1a) der Kraftstoffeinspritzpumpe abzweigt und das Entlastungsventil (5, 5') aufweist,
dessen Öffnungspunkt vom Saugraumdruck der Kraftstoffeinspritzpumpe gesteuert ist
und so eingestellt ist, daß er bei einem Saugraumdruck liegt, der größer ist als der
größte Saugraumdruck der Kraftstoffeinspritzpumpe im Abgastestbereich.
2. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Entlastungsventil (5, 5') ein Druckbegrenzungsventil ist, mit einem Schließglied (5a,
10) das vom Saugraumdruck der Kraftstoffeinspritzpumpe in Öffnungsrichtung entgegen
der Kraft einer Schließfeder (5b, 11) belastet ist.
3. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Entlastungsventil (5') als Zweiwegeventil ausgebildet ist mit einem vom Saugraumdruck
(PPi) in seiner Position gesteuerten, zwei Auslaßöffnungen je wahlweise freigebendem,
federbelasteten Kolben (10), wobei bei einem einer innerhalb des Abgastestbereichs
liegenden Drehzahl der Brennkraftmaschine entsprechendem Saugraumdruck eine stromab
der Meßeinrichtung (4) in die Kraftstoffversorgungsleitung (14) mündende Überströmleitung
(19) geöffnet wird, während bei einem Saugraumdruck, der einer außerhalb des Abgastestbereichs
liegenden Drehzahl entspricht, die zum Kraftstoffvorratsbehälter (7) führende Entlastungsleitung
(15) geöffnet wird, zur wirksamen Kühlung und Entlüftung der Kraftstoffeinspritzpumpe
in vorgegebenen Betriebsbereichen.
4. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Entlastungsventil als von mindestens einem elektrischen Druckschalter geschaltetes
Magnetventil (17) ausgebildet ist, wobei der Druckschalter vom Saugraumdruck betätigt
ist.
5. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Magnetventil als umschaltendes Magnetventil ausgebildet ist und bei fehlender Ansteuerung
über den zugeordneten Druckschalter (18) die Überströmleitung in die Kraftstoffversorgungsleitung
(14) stromab der Meßeinrichtung (4) öffnet, bei einer außerhalb des Abgastestbereichs
liegenden Ansteuerung durch den Druckschalter (18) jedoch die Entlastungsleitung (15)
mit dem Kraftstoffvorratsbehälter (7) verbindet.
6. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein zweiter Druckschalter mit einer bei einer wesentlich niedrigeren
Drehzahl liegenden Ansprechschwelle vorgesehen ist, der mit einem vom Fahrpedal geschalteten
Schalter (21) in Reihe liegt derart, daß im Schiebebetrieb oberhalb der Leerlaufdrehzahl
eine zusätzliche Entlüftung über den Kraftstoffvorratsbehälter (7) möglich ist.
7. Kraftstoffversorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Magnetventil (17) in der Entlastungsleitung (15) ergänzend bei Betätigung
des Anlassers und/oder durch einen Thermoschalter beim Start und/oder in der Kaltlaufphase
geschaltet ist zur Bildung des Entlüftungskreises über den Kraftstoffvorratsbehälter
(7).
1. Fuel supply device for internal-combustion engines, with a fuel injection pump,
the pump suction space of which is supplied by a feed pump (3) from a fuel supply
tank (7) via a fuel supply line (14), in which there is a measuring device (4) for
detecting the fuel rate flowing to the fuel injection pump, with fuel which is under
a pressure changing as a function of the engine speed, and with a relief line (6,
15) which branches off downstream of the measuring device (4) and leads to the fuel
supply tank (7) and the opening of which is controlled by a relief valve (5, 5') limiting
the pressure, as well as with an exhaust recirculation control device which is controlled
by the measuring device (4) and which, according to the fuel rate flowing to the fuel
injection pump, controls the ratio between the fresh air rate and the recirculated
exhaust rate in the air/exhaust-gas mixture fed to the internal-combustion engine,
characterised in that the relief line (6 ; 13, 15) branches off directly from the
suction space (1a) of the fuel injection pump and contains the relief valve (5, 5'),
the opening point of which is controlled by the suction-space pressure of the fuel
injection pump and which is set so that it is at a suction-space pressure which is
higher than the maximum suction-space pressure of the fuel injection pump in the exhaust-gas
test range.
2. Fuel supply device according to Claim 1, characterised in that the relief valve
(5, 5') is a - pressure-limiting valve, with a closing member (5a, 10) which is subjected
to the suction-space pressure of the fuel injection pump in the opening direction
counter to the force of a closing spring (5b, 11).
3. Fuel supply device according to one of Claims 1 and 2, characterised in that the
relief valve (5') is designed as a two-way valve with a spring-loaded piston (10)
controlled in its position by the suction-space pressure (Ppi) and selectively exposing either one of two outlet orifices, and, at a suction-space
pressure corresponding to a speed of the internal-combustion engine located within
the exhaust-gas test range, an overflow line (19) discharging into the fuel supply
line (14) downstream of the measuring device (4) is opened, whilst, at a suction-space
pressure corresponding to a speed located outside the exhaust-gas test range, the
relief line (15) leading to the fuel supply tank (7) is opened, for the purpose of
effectively cooling and venting the fuel injection pump within predetermined operating
ranges.
4. Fuel supply device according to Claim 1, characterised in that the relief valve
is designed as a solenoid valve (17) switched by at least one electrical pressure
switch, the pressure switch being actuated by the suction-space pressure.
5. Fuel supply device according to Claim 4, characterised in that the solenoid valve
is designed as a reversing solenoid valve and, in the event of an absence of control
via the associated pressure switch (18), opens the overflow line into the fuel supply
line (14) downstream of the measuring device (4), but, in the event of control by
the pressure switch (18) outside the exhaust-gas test range, connects the relief line
(15) to the fuel supply tank (7).
6. Fuel supply device according to Claim 4 or 5, characterised in that there is at
least one second pressure switch which has a response threshold located at a substantially
lower speed and which is connected in series with a switch (21), controlled by the
accelerator pedal, in such a way that under overrun conditions above the idling speed
additional venting via the fuel supply tank (7) is possible.
7. Fuel supply device according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the
solenoid valve (17) in the relief line (15) is additionallly switched when the starter
is actuated and/or by means of a thermal switch during starting and/or in the cold-running
phase, in order to form the venting circuit via the fuel supply tank (7).
1. Installation d'alimentation en carburant pour moteurs à combustion interne, comprenant
une pompe d'injection de carburant dont la chambre d'aspiration est alimentée, avec
un carburant sous une pression variable en dépendance de la vitesse de rotation, par
une pompe de refoulement (3), à partir d'un réservoir de carburant (7), par l'intermédiaire
d'une conduite d'alimentation (14) dans laquelle est disposée une installation de
mesure (4) pour détecter la quantité de carburant arrivant dans la pompe d'injection,
comprenant en outre une conduite de décharge (6, 15), dérivée en aval de l'installation
de mesure (4), et conduisant au réservoir de carburant (7), conduite dont l'ouverture
est commandée par une soupape de décharge (5, 5') limitant la pression, installation
comprenant en outre une installation de commande du débit de retour des gaz d'échappement,
commandée elle-même par l'installation de mesure (4) et qui règle, en dépendance de
la quantité de carburant arrivant à la pompe d'injection, le rapport entre la quantité
d'air frais et la quantité de gaz d'échappement ramenée, dans le mélange air-gaz d'échappement
amené au moteur, installation caractérisée en ce que la conduite de décharge (6,13,15)
est dérivée directement de la chambre d'aspiration (1a) de la pompe d'injection et
elle comprend la soupape de décharge (5, 5') dont le point d'ouverture est commandé
par la pression de la chambre d'aspiration de la pompe d'injection, et est ainsi réglé
de telle sorte qu'il se situe à une pression de chambre d'aspiration qui est supérieure
à la pression de chambre d'aspiration maximale de la pompe d'injection, dans le régime
des tests des gaz d'échappement (contrôle anti-pollution).
2. Installation d'alimentation en carburant suivant la revendication 1, caractérisée
en ce que la soupape de décharge (5, 5') est constituée par une soupape de limitation
de pression, pourvue d'un organe obturateur de soupape (5a, 10), qui est chargé par
la pression de la chambre d'aspiration dans le sens de l'ouverture, contre la force
d'un ressort de fermeture (5b, 11). 3. Installation d'alimentstion en carburant suivant
l'une des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que la soupape de décharge (5')
est une soupape à deux voies, avec un piston (10) chargé par ressort, commandé dans
sa position par la pression régnant dans la chambre d'aspiration (pp), qui libère
au choix deux orifices de sortie, de telle sorte que, pour une pression de chambre
d'aspiration, correspondant à une vitesse de rotation du moteur située dans le domaine
du régime avec apport de gaz d'échappement, le piston de soupape ouvre une conduite
de sortie (19) débouchant, en aval de l'installation de mesure (4), dans la conduite
d'alimentation en carburant (14), tandis que, dans le cas d'une pression de chambre
d'aspiration correspondant à une vitesse de rotation du moteur située à l'extérieur
du régime de marche avec apport de gaz d'échappement, le piston ouvre la conduite
de décharge (15) conduisant au réservoir de carburant (7), en vue d'un refroidissement
et d'un dégazage de la pompe d'injection dans des régimes de marche prédéterminés.
4. Installation d'alimentation en carburant suivant la revendication 1, caractérisée
en ce que la soupape de décharge est constituée par une soupape magnétique (17) mise
en circuit par au moins un contacteur électrique à pression actionné par la pression
régnant dans la chambre d'aspiration.
5. Installation d'alimentation en carburant suivant la revendication 4, caractérisée
en ce que la soupape magnétique est constituée par une soupape magnétique de commutation
qui, dans le cas d'une absence de commande de déclenchement par l'intermédiaire du
contacteur à pression (18) qui lui est affecté, ouvre la conduite d'écoulement dans
la conduite d'alimentation (14) en aval de l'installation de mesure (4), et qui, dans
le cas d'une commande par le contacteur à pression (18), se trouvant en dehors du
domaine de régime de marche avec apport de gaz d'échappement, relie cependant la conduite
de décharge (15) au réservoir de carburant (7).
6. Installation d'alimentation en carburant suivant l'une des revendications 4 ou
5, caractérisée en ce qu'au moins l'un des deux contacteurs à pression qui est prévu
avec un seuil de réponse pour une vitesse de rotation essentiellement basse, est monté
en série avec un contacteur (21) actionné par la pédale d'accélération du moteur,
de telle sorte que, en marche à vide du moteur, au-dessus de la vitesse de ralenti,
une décharge supplémentaire soit possible vers le réservoir de carburant (7).
7. Installation d'alimentation en carburant suivant l'une quelconque des revendications
4 à 6, caractérisée en ce que la soupape magnétique (17) dans la conduite de décharge
(15) est connectée, supplémentairement, lors de l'actionnement du démarreur et/ou
lors du démarrage, par l'intermédiaire d'un contacteur à thermostat, et/ou dans la
phase de marche à froid du moteur, pour former le circuit de décharge par l'intermédiaire
du réservoir à carburant.