[0001] Die Erfindung betrifft eine zerlegbare Werkbank aus Holz, bestehend aus einer Arbeitsplatte
und einem die Arbeitsplatte tragenden rechteckigen oberen Rahmen, an dessen vier Ecken
Stützbeine angeordnet sind, die nahe ihren unteren Enden mittels eines unteren rechteckigen
Rahmens miteinander verbunden sind, wobei die Rahmen aus jeweils vier fest miteinander
verbundenen Holzleisten bestehen.
[0002] Werkbänke aus Holz sind in verschiedenster Ausführungsform seit sehr langer Zeit
in Gebrauch. Man unterscheidet im wesentlichen zwei Gruppen von Werkbänken, nämlich
zum einen Werkbänke für Handwerker, die verhältnismäßig solide, stabil aber auch teuer
in der Herstellung und schwer zu transportieren sind. Auf der anderen Seite gibt es
Werkbänke für Heimwerker, die billiger in der Herstellung als professionelle Werkbänke
sind, auch vom Gewicht her meistens leichter und dadurch besser transportabel sind,
wobei aber trotzdem Transport und insbesondere auch Lagerung derartiger Werkbänke
wegen der Sperrigkeit noch zu teuer sind.
[0003] In jüngerer Zeit ist es auch üblich geworden, Möbel in zerlegbarer Form an den Endverbraucher
zu liefern, der diese Möbel dann mit Hilfe verhältnismäßig einfacher Werkzeuge und
beigepackten Beschlägen bei sich zu Hause zusammensetzt und aufstellt.
[0004] Eine zerlegbare Werkbank in diesem Sinne ist bisher jedoch nicht bekanntgeworden,
dies wohl auch deshalb, weil bei einer Werkbank hinsichtlich der Stabilität besondere
Anforderungen zu stellen sind,und die Zerlegbarkeit bei üblichen Konstruktionen oft
zu verminderter Stabilität führte.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer zerlegbaren Werkbank der eingangs genannten
Art, die im zusammengesetzten Zustand die an eine Werkbank zu stellenden Stabilitätsanforderungen
erfüllt, andererseits aber für Versand- und Lagerzwecke extrem eng zusammengelegt
werden kann, so daß die Werkbank im zusammengelegten Zustand nur ein geringfügig größeres
Volumen erfordert, als der Summe der Volumen der einzelnen Teile der Werkbank entspricht.
Nach Möglichkeit sollte außerdem die von den zusammengelegten Teilen gebildete Einheit
ohne wesentliches zusätzliches Verpackungsmaterial transportabel und lagerfähig sein,
so daß z. B. für den Versand der zusammengelegten Werkbank nicht etwa durch notwendig
werdendes Versteifungs- und Verpackungsmaterial Gewicht und Volumen der zusammengelegten
Einheit wieder wesentlich erhöht wird.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Abmessungen der Rahmen derart
gewählt sind, daß der untere Rahmen in den oberen Rahmen und die Beine in den unteren
Rahmen einlegbar sind.
[0007] Auf diese Weise erreicht man, daß sich das Volumen der zusammengelegten Werkbank
im wesentlichen auf das Volumen der Arbeitsplatte und das des von dem oberen Rahmen
umgrenzten Volumens verringert, wobei in vorteilhafter Weise Arbeitsplatteund oberer
Rahmen gleichzeitig einen Verpackungsbehälter für die anderen Teile, insbesondere
den unteren Rahmen und die Beine bilden.
[0008] Zusätzliche kastenartige Verpackungsmittel können daher meist weggelassen werden,
es sei denn, die einzelnen Teile sollen vor Witterungseinflüssen geschützt werden.
Werden die Einzelteile dagegen in geschlossenen Großbehältern transportiert, können
die zusammengelegten Werkbänke entweder einfach übereinandergestapelt werden oder
aber es können eine bestimmte Anzahl derartiger Werkbänke zu einer Art Palette vereinigt
werden, beispielsweise dadurch, daß diese Anzahl von Einheiten aufeinandergelegt und
dann mit Bändern umspannt oder in Schrumpffolie eingehüllt werden.
[0009] Auf diese Weise lassen sich die Transport- und Lagerkosten für derartige Werkbänke
extrem niedrig halten. Als weiterer Vorteil kommt noch hinzu, daß auch der Platzbedarf
im Verkaufsraum eines Endverkäufers, beispielsweise kann es sich dabei um einen Baumarkt
o. dgl. handeln, sehr klein bleibt, da die übereinanderliegenden Stapel aus zusammengelegten
Werkbänken nur an den Verkaufsort gebracht und dann die Bänder entfernt oder die Schrumpffolienumhüllung
aufgeschnitten werden muß, woraufhin die Käufer von oben jeweils eine zusammengelegte
Werkbank abnehmen und damit zur Kasse gehen können.
[0010] Die Erfindung erfaßt somit nicht nur die zerlegbare Werkbank mit der besonderen Bemessung
von unterem Rahmen, oberem Rahmen und Beinen, sondern auch eine aus derartigen zerlegbaren
Werkbänken gebildete Palette, sowie ein Verfahren zur Palettierung derartiger zerlegbarer
Werkbänke.
[0011] Bisher wurden derartige Werkbänke entweder in fertigem Zustand transportiert, oder
aber als Einzelstück verpackt in einem Karton o. dgl. Viel günstiger ist jedoch der
Versand in Form von Paletten, weil dadurch die Handhabung während des Versands wesentlich
vereinfacht wird. Insbesondere läßt sich in einfacher Weise der Transport mittels
Gabelstaplern bewerkstelligen.
[0012] Um auch hier Kosten einzusparen, sollten möglichst viele Werkbänke auf einer Palette
(insbesondere Europa-Palette) unterbringbar sein, noch günstiger ist es, auf eine
übliche Palette überhaupt verzichten zu können. Mit der erfindungsgemäßen Werkbank
läßt sich eine derartige Palette, bestehend aus mehreren zusammengelegten Werkbänken,
in der Tat bilden. Erreicht wird dies dadurch, daß die Palette aus einem ersten Stapel
zueinander ausgerichteter, zusammengelegter Werkbänke sowie einem zweiten Stapel zueinander
ausgerichteter zusammengelegter Werkbänke besteht, wobei der erste Stapel mit den
Hinterflächen der Werkbänke nach unten und der zweite Stapel mit der Hinterfläche
der Werkbänke nach oben über dem ersten Stapel bezüglich des ersten Stapels um 180
gedreht angeordnet ist, derart, daß die (in Arbeitsstellung) vorderen Stirnkanten
der Werkbänke des einen Stapels auf der Vorderfläche des oberen Rahmens zu liegen
kommt. Springt die Arbeitsplatte über die vordere Rahmenfläche vor, was aus verschiedenen
Gründen günstig ist, ergibt sich auf diese Art eine gegenseitige Verzahnung der beiden
Stapel, was zum einen Platz spart, zum anderen die Stabilität der so gebildeten Palette
erheblich vergrößert. Günstig ist auch, daß die später meist nicht sichtbaren Rückenflächen
der Werkbank die untere bzw. obere Fläche der fertigen Palette bilden, so daß eventuelle
Verschmutzungen oder Beschädigungen während des Transports eher hingenommen werden
können, so daß u. U. auf zusätzliches Umhüllungsmaterial für die Palette, beispielsweise
in Form einer Schrumpffolie, verzichtet werden kann. Allerdings könnte eine derartige
Schrumpffolie auch zur Erhöhung der Stabilität des Palettenaufbaus beitragen. Statt
dessen könnten aber auch Haltebänder oder sonstige Fixiereinrichtungen vorgesehen
sein. Falls man an der Palettenunterseite noch Fußleisten vorsieht, um so einen zusätzlichen
Schutz gegen Beschädigung zu erhalten und außerdem das Einfahren einer Gabel eines
Gabelstaplers zu erleichtern, könnten diese Fußleisten auch durch die Schrumpffolie
oder die Haltebänder mit umspannt und dadurch fixiert werden.
[0013] Die so gebildeten Paletten sind wie übliche Paletten handhabbar und ermöglichen die
sehr enge Stapelung einer großen Anzahl von Werkbänken in beispielsweise Eisenbahnwaggons
oder Lastwagen, so daß die Transportkosten extrem niedrig werden. Ein weiterer Vorteil
einer derartigen Palette liegt darin, daß sie durch Kippen um 90
0 in eine besonders günstige Verkaufsstellung gebracht werden kann, in der die einzelnen
Werkbänke so zu liegen kommen, daß (nach Entfernung der evtl. vorhandenen Fixierungseinrichtungen
wie Haltebänder oder Schrumpffolienumhüllung) ein Käufer sich die gewünschte Anzahl
von Werkbänken von dem Stapel selbst abnehmen kann, so daß im Verkaufsraum weder besondere
Regale noch Bedienungspersonal erforderlich ist.
[0014] Da die Palette von den Werkbänken selbst gebildet wird, evtl. unter Ergänzung von
den bereits genannten Fixierungseinrichtungen und ggf. den Fußleisten, bleibt nach
Verkauf der die Palette bildenden Werkbänke auch nichts übrig, das zum Hersteller
zurückt transportiert werden müßte oder auf sonstige Art zu beseitigen wäre.
[0015] Die erfindungsgemäße Werkbank ermöglicht auch ein besonders günstiges Palettierungsverfahren,
das besonders dann anwendbar ist, wenn die hintere Fläche des oberen Rahmens und die
hintere Kante der Arbeitsplatte fluchten, während die Arbeitsplatte über die vordere
Fläche des oberen Rahmens vorspringt, wie das üblicherweise der Fall ist. In diesem
Falle können mehrere Werkbankverpackungseinheiten mit der hinteren Fläche von oberen
Rahmen bzw. hinterer Kante der Arbeitsplatte nach unten in Ausrichtung zueinander
aufgestellt werden, um eine erste untere Gruppe zu bilden, und dann mehrere eine zweite
Gruppe bildende Werkbankverpackungseinheiten mit der hinteren Fläche von oberen Rahmen
zu hinterer Kante der Arbeitsplatte nach oben in Ausrichtung zueinander auf die Werkbankverpackungseinheiten
der ersten Gruppe gestellt werden, derart, daß die über dem Rahmen vorspringenden
Arbeitsplattenenden der beiden Gruppen kammartig ineinandergreifen, und daß dann die
Werkbankverpackungseinheiten mittels Fixiereinrichtungen, wie Spannbänder, zueinander
fixiert werden.
[0016] Auf diese Weise können beispielsweise 4, 6, 8 usw. Werkbänke zu einer Palette vereinigt
werden, wobei die Anzahl der palettierten Werkbänke im wesentlichen von den Abmessungen
der zusammengelegten Werkbankverpackungseinheiten abhängt, wie auch der für die Palette
angestrebten Größe.
[0017] Als besonders günstig hat sich eine Verfahrensweise erwiesen, bei der jeweils zwei
Werkbankeinheiten mit der Unterkante des oberen Rahmens aneinandergelegt sind, wodurch
ein die Beine, unteren Rahmen und Beschlagteile einschließender Kasten gebildet wird.
In diesem Falle brauchen keine besonderen Fixierungsmaßnahmen für diese Einzelteile
vorgesehen zu sein. Allenfalls ist dafür Sorge zu tragen, daß die beiden den Kasten
bildenden Werkbänke während Transport und Lagerung miteinander verbunden bleiben,
was beispielsweise durch Spannbänder oder durch eine Schrumpffolie möglich wäre.
[0018] Soll dagegen die Arbeitsplatte besonders geschützt werden und ist die Fixierung der
Einzelteile kein Problem, könnte es auch günstig sein, zwei Werkbänke so zusammenzulegen,
daß die beiden Arbeitsplatten aufeinander zu liegen kommen.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in den Zeichnungen dargestellt sind.
[0020] Es zeigt
Fig. 1 in einer geschnittenen Vorderansicht längs der Linien I-I der Fig. 2 die erfindungsgemäße
Werkbank in zusammengesetztem Zustand;
Fig. 2 in einer geschnittenen Seitenansicht längs der Linien II-II der Fig. 1 die
in Fig. 1 dargestellte Werkbank;
Fig. 3 in einer auseinandergezogenen, perspektivischen Darstellung die verschiedenen
Teile, aus denen die Werkbank der Fig. 1 zusammengesetzt ist;
Fig. 4 vier übereinandergestapelte zusammengelegte Werkbänke, wobei alle Werkbänke
gleichartig zueinander angeordnet sind;
Fig. 5 eine andere Art der Vereinigung von Werkbänken, bei denen die Arbeitsplatten
aufeinandergelegt sind;
Fig. 6 eine Anordnung, bei der zwei Werkbänke einen Kasten für Einzelteile bilden;
und
Fig. 7 eine Darstellung zur Erläuterung der Palettenbildung.
[0021] In Fig. 1 ist in einer teilweise geschnittenen Vorderansicht eine Werkbank 10 zu
erkennen, die aus einer Arbeitsplatte 12 und einem die Arbeitsplatte 12 tragenden,
rechteckigen oberen Rahmen 14 besteht, an dessen vier Ecken Stützbeine 16 angeordnet
sind, die nahe ihrer unteren Enden mittels eines unteren rechteckigen Rahmens 18 miteinander
verbunden sind, wobei die beiden Rahmen 14, 18 jeweils aus vier fest miteinander verbundenen,
beispielsweise verleimten Holzleisten 20 bis 26 bzw. 28 bis 34 (siehe auch Fig. 2)
bestehen. Die Abmessungen der Rahmen 14, 18 sind dabei so gewählt, daß der untere
Rahmen 18 in den oberen Rahmen 14 und die Beine 16 in den unteren Rahmen 18 einlegbar
sind. Dies läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß die äußere Längserstreckung
E des unteren Rahmens kleiner oder höchstens gleich der inneren lichten Breite in
Längsrichtung, F, des oberen Rahmens 14 entspricht. Entsprechend ist die Länge A der
Beine 16 vorzugsweise kleiner oder höchstens gleich der inneren lichten Längsweite
B des unteren Rahmens 32 (bei eventueller Schräglage der Beine könnte das Maß B allerdings
auch geringfügig kleiner als das Maß A sein).
[0022] Um den unteren Rahmen 32 gleichzeitig auch als Aufnahmekasten für Werkzeug, Arbeitsmittel
u. dgl. verwenden zu können, ist gemäß der Fig. 1 der untere Rahmen 18 mit einer Bodenfläche
36 ausgestattet, wodurch ein oben offener Kasten 38 entsteht. Die Bodenfläche wird
bei der dargestellten Ausführungsform durch Einzelbretter 40 gebildet, die beispielsweise
auf Halteleisten 42 aufliegen, die am unteren Ende der Innenwand der Rahmenleisten
30, 34 angebracht sind. Alternativ kann natürlich die Bodenplatte 36 auch in anderer
Weise gebildet sein, beispielsweise durch eine einstückige Holz- oder Preßspan- oder
Hartfaserplatte, die auf Leisten 42 aufgelegt oder in anderer Weise am unteren Rand
des Rahmens 18 befestigt ist, beispielsweise dort angeleimt oder angenagelt ist.
[0023] Zur Erhöhung der Stabilität der ggf. ebenfalls aus mehreren Brettern bestehenden
Arbeitsplatte 12 wie auch zur besseren Ausrichtung bezüglich des oberen Rahmens 14
trägt die Arbeitsplatte 12 auf ihrer Unterseite Ausrichtleisten 44, deren jeweils
eine Seitenfläche zu einer zugehörigen Seitenfläche 46 des oberen Rahmens 14 im wesentlichen
fluchtet, wie auch in Fig. 1 zu erkennen. Es können insgesamt vier derartige Ausrichtleisten
entsprechend den vier Leisten 20 bis 26 des oberen Rahmens vorgesehen sein, meist
wird aber die Anordnung von zwei Ausrichtleisten 44 ausreichen, die an den Innenflächen
46 der kürzeren Rahmenseiten (Bezugszahlen 20, 24) anliegen. Auf diese Weise wird
die Arbeitsplatte 12 bezüglich Verschiebung in Längsrichtung fixiert. Macht man die
Ausrichtleisten 44 so lang, daß sie bis zu den dazu senkrecht liegenden Rahmenleisten
22, 26 (siehe Fig. 2) bzw. bis zu den Beinen 16 reichen, ergibt sich gleichzeitig
auch eine Fixierung in Querrichtung.
[0024] Es können noch weitere Leisten 46 vorgesehen sein, die mit ihren Stirnflächen an
den Innenflächen der längeren Rahmenseiten 22, 26 anliegen. In Fig. 1 ist eine derartige
Leiste 46 dargestellt, jedoch können natürlich auch bei Bedarf deren mehrere vorgesehen
sein. Derartige Leisten könnten auch zur Versteifung des oberen Rahmens 14 herangezogen
werden, wenn man ihre Stirnflächen mit den Leisten 22 bzw. 26 des oberen Rahmens 14
in geeigneter Weise verbindet, beispielsweise verleimt oder verschraubt, siehe dazu
auch die Fig. 3, die eine auseinandergezogene Ansicht der verschiedenen Teile der
erfindungsgemäßen Werkbank deutlicher wiedergibt.
[0025] Aus dieser Figur ist auch erkennbar, daß das obere Ende der Beine 16 durch Materialwegnahme
eine Auflageschulter 48 für den oberen Rahmen 14 bildet.
[0026] Fig. 4 läßt erkennen, wie man die in Fig. 3 dargestellten Einzelteile so zusammenlegen
kann, daß das von der zusammengelegten Werkbank beanspruchte Lagervolumen möglichst
klein wird. Dazu braucht die in Fig. 3 dargestellte Werkbank lediglich soweit demontiert
zu sein, daß die Beine 16 sowie der untere Rahmen 18 von Arbeitsplatte 12 mit daran
weiterhin befestigtem oberen Rahmen 14 abmontiert sind. Zunächst werden zur Bildung
der Werkbankverpackungseinheit, die in Fig. 4 mit der Bezugszahl 50 versehen ist,
die vier Beine 16 in den ggf. mit Boden 36 versehenen unteren Rahmen 18 eingelegt,
wobei evtl. vorhandene Beschläge, wie Schrauben o. dgl., gleichfalls hier ihren Platz
finden könnten, ggf. in einem von den Beinen einklemmbaren Beutel (nicht dargestellt).
Anschließend wird dann der untere Rahmen 18 in den oberen Rahmen 14 eingelegt, wobei
der evtl. vorhandene Boden 36 des unteren Rahmens 18 entweder wie in Fig. 4 dargestellt
an die Arbeitsplatte 12 anliegend angeordnet wird, so daß die Beine 16 sichtbar bleiben,
oder aber von der Arbeitsplatte 12 entfernt, so daß die Arbeitsplatte 12 zusammen
mit dem mit Boden versehenen Rahmen 18 einen geschlossenen Behälter bildet, aus dem
auch kleine Einzelteile nicht herausfallen können.
[0027] Es ist im allgemeinen zweckmäßig, die Höhe des unteren Rahmens 18 (in Fig. 1 ist
es das Maß G) so zu wählen, daß der untere Rahmen 18 nach Einlegen in den oberen Rahmen
14 gemäß Fig. 4 nicht über diesen vorspringt, was bedeutet, daß das Maß G höchstens
das Maß D gemäß Fig. 1 erreichen darf, das ist die Höhe des oberen Rahmens abzüglich
evtl. vorhandener Vorsprünge infolge von Ausrichtleisten 44, 46.
[0028] Aus dem gleichen Grunde ist es günstig, die Abmessungen der Beine 16 derart zu wählen,
daß ihre Stärke (Maß C in Fig. 1) nicht größer ist als die Tiefe des vom unteren Rahmen
18 gebildeten Kastens, siehe Maß H in Fig. 1.
[0029] Durch die gewählte Konstruktion gemäß Fig. 3 ist außerdem sichergestellt, daß der
untere Rahmen auch in seiner Tiefe in den oberen Rahmen eingelegt werden kann, d.
h., daß das Maß J gemäß Fig. 2 kleiner als das Maß K ist.
[0030] Demzufolge ergibt sich eine Werkbankverpackungseinheit, deren Höhe gleich der Höhe
des oberen Rahmens 22 zuzüglich der Dicke der Arbeitsplatte 12 ist, Maß L in Fig.
2, und deren Breite und Tiefe von den Abmessungen der Arbeitsplatte 12 bestimmt wird.
[0031] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind dort vier Werkbankverpackungseinheiten 50 übereinandergestapelt
und mittels Haltebändern 52 fixiert. Soll die Arbeitsplatte der untersten Werkbankverpackungseinheit
besonders geschützt werden, ist eine Anordnung gemäß Fig. 5 zweckmäßig, bei der die
unterste Werkbankverpackungseinheit umgedreht angeordnet wird, so daß die Arbeitsplatten
der beiden unteren Werkbänke aufeinanderliegen.
[0032] Fig. 6 zeigt eine noch andere Ausführungsform, bei der zwei Werkbankverpackungseinheiten
50 so aufeinandergelegt sind, daß die Arbeitsplatten jeweils nach außen weisen. Dadurch
ergibt sich eine geschlossene Kastenform, aus der Einzelteile selbst dann nicht herausfallen
können, wenn sie nicht besonders gesichert sind. Die aus den beiden dargestellten
Werkbankverpackungseinheiten 50 gebildete Einheit ist gemäß der Darstellung von Fig.
6 durch eine Schrumpffolie 54 gehalten.
[0033] Fig. 7 zeigt eine noch andere Art der Vereinigung von Werkbankverpackungseinheiten
50 zu einem Bündel, das die Form einer Palette gewinnt und dadurch besonders einfach
gehandhabt werden kann. Die in Fig. 7 dargestellten Werkbänke weisen dabei eine über
die vordere Rahmenfläche vorspringende Arbeitsplatte auf, wie es auch bei den Ausführungsformen
der übrigen Figuren der Fall ist, während an der Rückseite der Werkbank die Arbeitsplatte
12 zum Rahmen 14 fluchtet. Werden also mehrere Werkbankverpackungseinheiten 50 zueinander
ausgerichtet so aufgestellt, daß sie mit ihrer Hinterfläche parallel zum Boden sind,
ergibt sich eine im wesentlichen ebene Bodenfläche für die auf diese Weise gebildete
untere Gruppe von Werkbankverpackungseinheiten, die mit der Bezugszahl 56 in Fig.
7 versehen ist. Auf diese Gruppe läßt sich dann eine zweite Gruppe 58 einer gleichen
Anzahl von Werkbankverpackungseinheiten 50 aufschichten, und zwar derart, daß die
Rückenfläche nun nach oben weist. Durch Verdrehung um 180
0 wird außerdem eine kammartige Verzahnung der vorspringenden Arbeitsplatten ermöglicht,
wobei sich die vordere Stirnfläche der Arbeitsplatten auf den vorderen Flächen des
oberen Rahmens jeweils gegenseitig abstützen, wie aus Fig. 7 deutlich hervorgeht.
Auf diese Weise wird eine besonders große Stabilität der von den beiden Gruppen 56,
58 gebildeten palettenartigen Einheit 60 erreicht, welche Stabilität durch geeignete
Maßnahmen, wie beispielsweise die dargestellten Haltebänder 52 noch erhöht werden
kann.
[0034] Um die von den Werkbankverpackungseinheiten 50 gebildete Palette 60 auch in einfacher
Weise durch einen Gabelstapler transportieren zu können, ist gemäß Fig. 4 an der Unterseite
der von den Werkbankverpackungseinheiten gebildeten Einheit 60 jeweils am Ende eine
Stützleiste 62, 64 vorgesehen, so daß in Richtung der Pfeile 66 die Gabel eines Gabelstaplers
die Palette unterfahren und anheben kann.
[0035] Die Stützleisten 62 können mit einer Rille 64 versehen sein, in die das Halteband
52 einlegbar ist, so daß das Halteband die Stützleiste 62 festhält. Alternativ können
die Stützleisten 62, 64 aber auch in anderer Weise festgelegt shin, beispielsweise
mittels Drahtstiften an der Hinterwand der unteren Gruppe von Werkbankverpackungseinheiten
50, oder aber die ganze Einheit kann von Schrumpffolie umhüllt werden.
[0036] Die in Fig. 7 dargestellte palettenartige Verpackungseinheit ist nicht nur leicht
transportierbar und nimmt extrem wenig Raum ein, sie hat noch den weiteren Vorteil,
daß sie besondere Verkaufsstände für die Werkbänke entbehrlich macht. So könnte mittels
eines Gabelstaplers die in Fig. 7 dargeszellte Palette an eine Stelle im Verkaufsraum
gefahren werden, wo der Verkauf stattfinden soll, woraufhin die Palette z. B. in Richtung
des Pfeiles 68 um 90° gekippt werden kann, woraufhin die eine Gruppe von Werkbankverpackungseinheiten
mit der Arbeitsfläche nach unten und die andere Gruppe mit der Arbeitsfläche nach
oben zu liegen kommt. Jetzt brauchen nur noch die Fixierungseinrichtungen wie Haltebänder
52 und ggf. die Stützleisten 62 entfernt zu werden und es ergibt sich ein verkaufsfertiger
Stapel von Werkbänken, wobei der Kunde diese Werkbank in dem zusammengelegten Zustand
sowohl von der einen Seite wie auch von der anderen Seite begutachten kann. Auch der
Einzelverkauf von Werkbankverpackungseinheiten ist auf diese Weise möglich, wobei
die Käufer sich ohne Hilfe von Verkaufspersonal selbst bedienen können.
[0037] Die Werkbankverpackungseinheit 50 läßt sich dann am Aufstellungsort dadurch in einfacher
Weise montieren, daß zunächst die Beine 16 und evtl. beigefügte Beschläge wie Schrauben,
Klammern u. dgl. aus dem unteren Rahmen 18 herausgenommen und anschließend dieser
untere Rahmen 18 aus dem oberen Rahmen 14 herausgenommen wird. Der obere Rahmen 24
wird mit der Platte 12 üblicherweise bereits verleimt oder verschraubt sein. Anschließend
werden dann die Beine 16 in den Ecken des oberen Rahmens 14 montiert, wobei z. B.
Holzschrauben in Richtung der Pfeile 68 eingeführt werden könnten, siehe Fig. 2. Nach
Befestigung der vier Beine wird dann der untere Rahmen 30 zwischen die Beine eingeschoben
und dort ebenfalls in geeigneter Weise festgelegt, beispielsweise wieder mit Hilfe
von Holzschrauben, siehe Pfeil 70 in Fig. 2. Der untere Rahmen 30 kann vom Anwender
in an sich beliebiger Höhe angeordnet werden, sofern die vom unteren Rahmen 30 den
Beinen zu liefernde Stabilität noch ausreicht, die ja bei Werkbänken höher als bei
üblichen tischartigen Gebilden sein sollte.
[0038] Anstelle von Holzschrauben können auch Maschinenschrauben Anwendung finden, wie auch
die Verwendung von Holzdübeln und entsprechend vorgebohrte Löcher in den Beinen denkbar
wäre.
[0039] Sofern die Bodenplatte 36 nicht ohnehin bereits im unteren Rahmen 30 fest montiert
ist, könnte diese jetzt in den Rahmen 30 eingelegt werden.
[0040] Damit ist die Werkbank fertig montiert und kann in Benutzung genommen werden.
1. Zerlegbare Werkbank aus Holz, bestehend aus einer Arbeitsplatte (12) und einem
die Arbeitsplatte (12) tragenden rechteckigen oberen Rahmen (14), an dessen vier Ecken
Stützbeine (16) angeordnet sind, die nahe ihrer unteren Enden mittels eines unteren
rechteckigen Rahmens (18) miteinander verbunden sind, wobei die Rahmen (14, 18) aus
jeweils vier fest miteinander verbundenen Holzleisten (20, 22, 24, 26 bzw. 28, 30,
32, 34) bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Rahmen (14, 18)
derart gewählt sind, daß der untere Rahmen (18) in den oberen Rahmen (14) und die
Beine (16) in den unteren Rahmen (18) einlegbar sind.
2. Werkbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rahmen (18) eine
Bodenfläche (36) aufweist und einen oben offenen Kasten darstellt.
3. Werkbank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche (36) von
Einzelbrettern (40) gebildet wird, die von vom unteren Innenrand der Rahmenleisten
(z. B. 30, 34) ausgehenden Halteleisten (42) gehalten werden.
4. Werkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsplatte
(12) auf ihrer Unterseite Ausrichtleisten (44, 46) trägt, deren jeweils eine Seitenfläche
zu einer zugehörigen Seitenfläche (46) des oberen Rahmens (14) fluchtet.
5. Werkbank nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Ausrichtleisten (44)
vorgesehen sind, die an den Innenflächen (46) der kurzen Rahmenseiten (20, 24) anliegen.
6. Werkbank nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Ausrichtleiste
(46) vorgesehen ist, die mit ihren Stirnflächen an den Innenflächen der längeren Rahmenseiten
(22, 26) anliegen.
7. Werkbank nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Arbeitsplatte aus mehreren
Brettern besteht, die mittels Verbindungsleisten aneinandergehalten werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungsleisten die Ausrichtleisten (44, 46) bilden.
8. Werkbank nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kastenabmessungen
des unteren Rahmens (18) ein bündiges Einlegen der Beine (16) in den Kasten ermöglichen.
9. Werkbank nach einem der Ansprüchh 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der obere
Rahmen (14) mit der Arbeitsplatte (12) fest verbunden ist und einen nach unten offenen
Kasten bildet, dessen Abmessungen ein bündiges Einlegen des vom unteren Rahmen (18)
gebildeten Kastens einschließlich Beinen (16) ermöglicht.
10. Werkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Beine
(16) an ihren oberen Enden Einfräsungen zur bündigen Aufnahme der Ecken des oberen
Rahmens (14) aufweisen.
11. Werkbank nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen
der Ausrichtleisten (44), die an den inneren Flächen (46) des oberen Rahmens (14)
anliegen, mit ihrer Stirnfläche jeweils an einem Bein (16) anliegen.
12. Palette, bestehend aus mehreren zusammengelegten Werkbänken (50) gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Palette (60) aus einem ersten
Stapel (56) zueinander ausgerichteter, zusammengelegter Werkbänke (50) sowie einem
zweiten Stapel (58) zueinander ausgerichteter, zusammengelegter Werkbänke (50) besteht,
wobei der erste Stapel (56) mit der Hinterfläche der Werkbänke (50) nach unten und
der zweite Stapel (58) mit der Hinterfläche der Werkbänke (50) nach oben über dem
ersten Stapel (56) bezüglich des ersten Stapels um 180° gedreht angeordnet ist, derart,
daß die (in Arbeitsstellung) vorderen Stirnkanten der Arbeitsplatte (12) der Werkbänke
des einen Stapels auf der Vorderfläche des oberen Rahmens (14) zu liegen kommt (Fig.
7).
13. Palette nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Palette durch Schrumpffolie
(54) oder Haltebänder (52) zusammengehalten wird.
14. Palette nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite
der von Werkbänken (50) gebildeten Palette (60) zwei Stützleisten (64) vorgesehen
sind.
15. Verfahren zum Palettieren von zerlegbaren Werkbänken gemäß einem der Ansprüche
1 bis 11, bei denen die hintere Fläche des oberen Rahmens (14) und die hintere Kante
der Arbeitsplatte (12) fluchten, während die Arbeitsplatte (12) über die vordere Fläche
des oberen Rahmens (14) vorspringt, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere (N) Werkbankverpackungseinheiten
(50) mit der hinteren Fläche von oberem Rahmen (14) bzw. hinterer Kante der Arbeitsplatte
(12) nach unten in Ausrichtung zueinander aufgestellt werden, um eine erste Gruppe
(56) zu bilden, und dann daß dann mehrere (N), eine zweite Gruppe (58) bildende Werkbankverpackungseinheiten
(50) mit der hinteren Fläche von oberem Rahmen (14) bzw. hinterer Kante der Arbeitsplatte
(12) nach oben in Ausrichtung zueinander auf die Werkbankverpackungseinheiten der
ersten Gruppe (56) gestellt werden, derart, daß die über dem Rahmen (14) vorspringenden
Arbeitsplattenenden der beiden Gruppen (56, 58) kammartig ineinandergreifen, und daß
dann die Werkbankverpackungseinheiten (50) mittels Fixiereinrichtungen, wie Spannbänder
(52), zueinander fixiert werden (Fig. 7).
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Werkbankeinheiten
(50) mit der Unterkante des oberen Rahmens (14) aneinandergelegt sind und dadurch
eine Beine (16), unteren Rahmen (18) und Beschlagteile einschließender Kasten gebildet
wird (Fig. 6).
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Palette (60)
durch Kippen um 90° (68) in Verkaufsstellung gebracht wird, in der die eine Gruppe
(56) mit der Arbeitsplatte (12) nach unten und die andere Gruppe (58) mit der Arbeitsplatte
(12) nach oben liegt und daß dann die Fixiereinrichtungen (52) gelöst werden.