[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Druckluftstrahlen, wobei ein körniges Strahlmittel
in einen Tragluftstrom eingebracht und durch den Tragluftstrom gefördert, beschleunigt
und gegen eine zu behandelnde Oberfläche geblasen wird und dem beladenen Tragluftstrom
ein korrosionsschützendes Material, insbesondere Metall, beigegeben wi.rd, - und ein
Strahlgerät zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Bei dem bekannten Verfahren zum Druckluftstrahlen, von dem die Erfindung ausgeht
(vgl. die DE-OS 27 24 318), wird dem mit dem Strahlmittel beladenen Tragluftstrom
ein Zusatzluftstrom zugegeben, beispielsweise in den beladenen Tragluftstrom injiziert.
Dieser Zusatzluftstrom wird mit einem Zusatzstoff aus Blei und/oder Zink in Form von
Metallstaub beladen. Auf diese Weise wird erreich, daß die durch das Strahlmittel
gesäuberte und praktisch jungfräuliche Oberfläche noch während des Reinigungsvorgangs
gegen Korrosion geschützt wird. Dieser Schutz kann permanent oder auch nur temporär
sein. Er verhindert eine Oxydierung oder anderweitige Verschmutzung der unmittelbar
zuvor gereinigten Oberfläche, die aufgrund ihres hohen Saberkeitsgrades normalerweise
sehr aktiv mit Sauerstoff und anderen Verunreinigungen reagieren würde. Der Korrosionsschutz
sichert dabei die Haftfähigkeit der Oberfläche beim späteren Auftragen eines Anstrichs,
einer Rostschutzschicht, einer Kunststoffummantelung od. dgl. und.gewährleistet, daß
die Vornahme dieser nachfolgenden Arbeitsgänge nicht drängt.
[0003] Bei der Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens - mit einem einen Düsenbereich
aufweisenden Strahlgerät - hat sich jedoch gezeigt, daß die Zugabe von pulverförmigem
Metall in einen Zusatzluftstrom apparativ aufwendig ist. Weiterhin ist man insbesondere
aus Arbeitsschutzgründen bestrebt, dem Zusatzluftstrom Wasser beizugeben, um die einzelnen
Körner des Strahlmittels benetzen und somit ein "Feuchtstahlen" durchführen zu können.
Eine Beladung des Zusatzluftstromes mit mehr als einem Zusatzstoff erweist sich jedoch
als schwierig, mehrere Zusatzluftströme erfordern eine zu umfangreiche Apparatur mit
einer hohen Anzahl von Zuleitungen für den Düsenbereich des Strahlgerätes. Ferner
erweist sich die Förderung von feinpulvrigem Metall wie beispielsweise Zink, das eine
dendritische Struktur hat, als schwierig, weil der Staub zur Klumpenbildung neigt.
Schließlich hat es sich als nachteilig herausgestellt, den Metallstaub getrennt vom
Strahlmittel in den beiden Luftströmen - Tragluftstrom und Zusatzluftstrom - der Oberfläche
zuzuführen. Aufgrund der unterschiedlichen Massen eines typischen Strahlmit-
telkorns und eines Metallkorns und aufgrund ihres unterschiedlichen Volumens ist die
Auftreffgeschwindigkeit beider Körner auf der Oberfläche deutlich voneinander verschieden.
Dadurch kann nur die Auftreffgeschwindigkeit einer Kornart optimiert werden, die der
anderen Kornart ist entweder zu klein oder zu groß und liefert keine zufriedenstellenden
Resultate.
[0004] Weiterhin ist ein Verfahren zum Sandstrahlen bekannt (vgl. die GB-PS 10 41 620),
bei dem ein pulverförmiges Metall dem körnigen Strahlmittel zugemischt wird, bevor
beide in einen Tragluftstrom eingegeben werden. Dabei wird angestrebt, die einzelnen
Körner des Strahlmittels mit einer Schicht des korrosionsschützenden Metalls zu überziehen.
Die Körner des Strahlmittels werden als Vehikel für das Metall benutzt, so daß zumindest
die Auftreffgeschwindigkeiten auf die behandelnde Oberfläche für Strahlmittel und
Metall gleich groß sind. Auch dieses bekannte Verfahren erfordert damit pulverförmiges
Metall. Der angestrebte Metallüberzug der Strahlmittelkörnchen tritt nur bei ausreichender
Adhäsion zwischen beiden auf und ist nicht für alle Metalle bzw. Strahlmittel, die
man einsetzen möchte, zu erreichen, falls nicht zusätzliche, aufwendige Maßnahmen
getroffen werden.
[0005] Schließlich ist ein Verfahren zum Polieren von Gegenständen bekannt (vgl. die US-PS
30 90 166), bei dem kleine Kugeln aus einem elastischen Material an . einem Poliermittel
vorbeigeleitet werden, diese oberflächlich aufnehmen und auf die Oberfläche des zu
behandelnden Gegenstandes übertragen. Dabei wird ihnen eine Eigendrehung verliehen,
durch die sie im Moment des Auftreffens auf die Oberfläche gegenüber dieser eine Drehbewegung
ausführen und dabei das Poliermittel an die Oberfläche abgeben; die Beschleunigung
der elastischen Kugeln erfolgt mittels einer rotierenden Scheibe oder eines rotierenden
Flügelrades. Dieses bekannte Verfahren ist jedoch nur fürsphärische Körper geeignet
und läßt sich nicht auf im Tragluftstrom geförderte Strahlmittel, wie beispielsweise
Sandkörner od. dgl., übertragen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren der eingangs-beschriebenen Art dahingehend
zu verbessern, daß die Zugabe des korrosionsschützenden Materials in besonders einfacher
Weise, insbesondere ohne einen Zusatzluftstrom, erfolgen kann, daß für dieses Material
eine besondere, feinkörnige Aufbereitung nicht erforderlich ist und daß Probleme bei
der Förderung des korrosionsschützenden Materials nicht auftreten.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem die zuvor aufgezeigte Aufgabe gelöst ist,
ist dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Strahlmittel beladene Tragluftstrom an
einer in fester Form vorliegenden Vorratsmenge des korrosionsschützenden Materials
vorbeigeführt wird und die Körner des Strahlmittels kleine Mengen von dem korrosionsschützenden
Material abtragen, mit sich führen und auf die Oberfläche fördern. Dieses Verfahren
hat eine Vielzahl von Vorteilen. Zunächst sind die Herstellung und Handhabung von
in fester Form vorliegenden Vorratsmengen des korrosionsschützenden Materials wesentlich
einfacher als die Herstellung und Handhabung von korrosionsschützendem Material in
pulverförmiger Form. Darüberhinaus kann das erfindungsgemäß in fester Form zu verwendende
korrosionsschützende Material innerhalb des Düsenbereiches eines Strahlgeräts optimal
an derjenigen Stelle plaziert werden, an der die Körner des Strahlmittels die zum
Abtragen kleiner Mengen des korrosionsschützenden Materials günstigste Geschwindigkeit
aufweisen. Bei Strahlgeräten, deren Düsenbereich einen relativ lang ausgebildeten
Verengungsbereich und - daran anschließend - einen entsprechend lang ausgebildeten
Erweiterungsbereich aufweisen, erfolgt die Beschleunigung der Körner des Strahlmittels
mit geringen Werten, jedoch auf einer langen Strecke, so daß die für das Abtragen
geringer Mengen des korrosionsschützenden Materials erforderliche Geschwindigkeit
über einer relativ großen Strecke zur Verfügung steht, so daß die Plazierung des abzutragenden
korrosionsschützende-Materials unkritisch ist. Im übrigen kann das abzutragende korrosionsschützende
Material vorteilhaft genau an derjenigen Stelle des Düsenbereiches eines Strahlgeräts
vorgesehen werden, die normalerweise einen erhöhten VerschleiE durch Abtragen ausgesetzt
ist. Hier kann man den ansonsten unerwünschten Al-
riebeffekt, dem man mit speziellen Materialien, wie beispielsweise Wolfrancarbid oder
Borcarbid, entgegenzuwirken trachtet, gezielt für das Abtragen geringer Mengen des
korrosionsschützenden Materials einsetzen, wobei zugleich die ansonsten durch das
Strahlmittel besonders belasteten Stellen des Düsenbereichs abgedeckt werden.
[0008] Besonders vorteilhaft kann es sein, bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
nur einen außenliegenden Teil des mit dem Strahlmittel beladenen Tragluftstroms, insbesondere
den Mantelbereich des beladenen Tragluftstroms, an dem korrosionsschützenden Material
vorbeizuführen, so daß nur in einem Teil des auf die Oberfläche auftreffenden Tragluftstroms
korrosionsschützendes Material abgelagert wird. Dadurch kann der Düsenbereich eines
Strahlgeräts so über eine zu bearbeitende Oberfläche geführt werden, daß nur die in
Bewegungsrichtung hinten liegenden Teile des auf die Oberfläche auftreffenden Tragluftstroms
eine Ablagerung des korrosionsschützenden Materials bewirken. Die in Bewegungsrichtung
vorn liegenden, wesentlich größeren Teile des auf die Oberfläche auftreffenden Tragluftstroms
reinigen zunächst die Oberfläche, ohne daß unnütz korrosiönsschützendes Material eingesetzt
wird.
[0009] Obwohl sich in erster Linie Metalle als korrosionsschützendes Material durchgesetzt
haben, ist es prinzipiell auch möglich, das erfindungsgemäße Verfahren bei anderen
korrosionsschützenden Materialien anzuwenden, also andere korrosionsschützende Materialien
mit dem Strahlmittel abzutragen und auf die Oberfläche zu übertragen. Der erfindungsgemäß
verwirklichte Korrosionsschutz kann ein permanenter oder nur ein temporärer Korrosionsschutz
sein. Wird erfindungsgemäß nur ein temporärer Korrosionsschutz verwirklicht, so kann
es vorteilhaft sein, dem temporären Korrosionsschutz unmittelbar vor oder mit dem
Auftragen eines permanenten Korrosionsschutzes zu entfernen.
[0010] Besonders vorteilhaft arbeitet das erfindungsgemäße Verfahren dann, wenn der mit
dem Strahlmittel beladene Tragluftstrom einen Krümmungsbereich durchläuft und an der
Innenseite des Krümmungsbereichs das korrosionsschützende Material angeordnet ist.
Dabei läßt sich der Auftreffwinkel des Strahlmittels auf die Oberfläche des korrosionsschützenden
Materials relativ flach ausbilden, so daß die einzelnen Körner des Strahlmittels gleichsam
entlang der - Oberfläche des korrosionsschützenden Materials schaben und relativ viel
von dem-korrosionsschützenden Material abtragen.
[0011] Ein Strahlgerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das in üblicher
Weise eine Zuleitung und einen an die Zuleitung angeschlossenen Düsenbereich aufweist,
ist dadurch gekennzeichnet, daß sich innerhalb des Düsenbereichs und im Bereich der
Fluglinien des Strahlmittels eine Vorratsmenge eines korrosionsschützenden Materials
befindet, wobei, wie zuvor schon ausgeführt, insgesamt dafür gesorgt sein kann, daß
der Auftreffwinkel des Strahlmittels auf die Oberfläche des korrosionsschützenden
Materials flach ist, z. B. zwischen 5° und 20° liegt.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, bei dem zuvor beschriebenen Strahlgerät zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens das korrosionsschützende Material an derjenigen Stelle
der Innenwand des Düsenbereichs anzuordnen, die normalerweise einem erhöhten Verschleiß
durch Abtragen ausgesetzt ist.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigt, jeweils ausschnittsweise, teilweise geschnitten,
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Strahlgerätes zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Strahlgerätes zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines Strahlgerätes zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0014] Dem Strahlgerät nach Fig. 1, von dem - wie auch in den beiden anderen Figuren - lediglich
eine Zuleitung 1 und ein Düsenbereich 2 gezeigt sind, wird durch die Zuleitung 1 ein
mit einem Strahlmittel 3 beladener Tragluftstrom zugeführt. Der mit dem Strahlmittel
3 beladene Tragluftstrom tritt zunächst in einen Verengungsbereich 4 ein, wo der Druck
des Tragluftstromes zunehmend in kinetische Energie umgesetzt wird, durchläuft
.dann eine Düsenengstelle 5 und anschließend einen Erweiterungsbereich 6, der einen
Austrittsbereich 7 hat, an dem das Strahlmittel 3 zusammen mit dem Tragluftstrom den
Düsenbereich 2 wieder verläßt. Am Ende des Erweiterungsbereichs 6 ist eine Ringbohrung
8 vorgesehen, in die korrosionsschützendes Material 9 eingeschoben ist, und zwar eine
in fester Form vorliegende Vorratsmenge; das korrosionsschützende Material 9 ist als
zylindrische Muffe ausgebildet. Ein Teil des als zylindrische Muffe ausgebildeten
korrosionsschützenden Materials 9 kleidet den Austrittsbereich 7 des Düsenbereichs
2 aus, während sich der andere Teil des als zylindrische Muffe ausgeführten korrosionsschützenden
Materials 9 innerhalb der Ringbohrung 8 befindet, zunächst also noch vor der Wirkung
des Strahlmittels 3 geschützt ist. Ist nun der im Austrittsbereich 7 befindliche Teil
des korrosionsschützenden Materials 9 weitgehend verbraucht, so wird das als Muffe
ausgebildete korrosionsschützende Material 9 mittels eines Knopfes 10 zum Austrittsbereich
7 des Düsenbereiches 2 hingeschoben, während das weitgehend verbrauchte Ende abgebrochen
oder abgeschnitten wird.
[0015] Während sich im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 das korrosionsschützende Material
9 an einer Stelle befindet, an der die Geschwindigkeit des Strahlmittels 3 praktisch
den größten Wert hat, ist im Ausführungsbeispiel nach
Fig. 2 das korrosionsschützende Material 9 im Verengungsbereich 4 des Düsenbereichs
2 vorgesehen. Hier ist die Anordnung des korrosionsschützenden Materials 9 so gewählt,
daß die Geschwindigkeit des Strahlmittels 3 ein optimales Abtragen des korrosionsschützenden
Materials 9 ermöglicht. Im einzelnen ist das korrosionsschützende Material 9 als dicker
Mantel um einen Tragdraht 11 ausgeführt. Der Tragdraht 11 und das den Tragdraht 11
gleichsamschlauchförmig umgebende korrosionsschützende Material 9 sind oberhalb des
Düsenbereichs 2 in einer - nicht gezeigten - Spule aufgewickelt und werden gemeinsam
durch eine Bohrung 12 im Düsenbereich 2 geführt. Im Verengun
gs-bereich 4 wird, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, korrosionsschützendes Material 9
abgetragen, so daß letztlich nur noch der Tragdraht 11 übrigbleibt, der durch eine
Bohrung 13 aus dem Düsenbereich 12 herausgeführt und in einer Spule 14 aufgewickelt
wird. Damit ist eine kontinuierliche oder quasikontinuierliche Zuführung des korrosionsschützenden
Materials 9 möglich.
[0016] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Auftreffwinkel des Strahlmittels 3 auf
die Oberfläche des korrosionsschützenden Materials 9 sehr flach. Dadurch wird eine
weitgehend schabende Wirkung des Strahlmittels 3 auf der Oberfläche des korrosionsschützenden
Materials 9 erreicht. Im Gegensatz hierzu liegt der Auftreffwinkel des Strahlmittels
3 im Ausführungsbeispiel nach F
ig. 2 in einem sehr großen Winkelbereich, der praktisch bis 90° geht. Um eine gleichmäßige
Abtragung des den Tragdraht 11 schlauchförmig umgebenden korrosionsschützenden Materials
9 zu gewährleisten, ist das den Tragdraht 11 schlauchförmig umgebende korrosionsschützende
Material 9 zusammen mit dem Tragdraht 11 innerhalb des Düsenbereichs 2, und zwar zwischen
den Bohrungen 12 und 13, tordiert.
[0017] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist der Auftreffwinkel des Strahlmittels 3 auf
das abzutragende korrosionsschützende Material 9 definiert; er liegt bei etwa 15°.
In diesem Ausführungsbeispiel hat der Düsenbereich 2 einen
Krümmungsbereich 15, in dem die Richtung des mit dem Strahlmittel 3 beladenen Tragluftstroms
um etwa 30° abgelenkt wird. Der Krümmungsbereich 15 des Düsenbereichs 2 hat eine in
der normalen Flugrichtung des durch die Zuleitung 1 zugeführten Strahlmittels 3 liegende
Stelle 16, gegen die ein großer Teil des Strahlmittels 3 prallt. Die Stelle 16 des
Krümmungsbereichs 15 des Düsenbereichs 2 weist das abzutragende korrosionsschützende
Material 9 auf, das durch das auftreffende Strahlmittel 3 abgetragen wird.
1. Verfahren zum Druckluftstrahlen, wobei ein körniges Strahlmittel in einen Tragluftstrom
eingebracht und durch den Tragluftstrom gefördert, beschleunigt und gegen eine zu
behandelnde Oberfläche geblasen wird und dem beladenen Tragluftstrom ein korrosionsschützendes
Material, insbesondere Metall, beigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der mit
der Strahlmittel beladene Tragluftstrom an einer in fester Form vorliegenden Vorratsmenge
des korrosionsschützenden Materials vorbeigeführt wird und die Körner des Strahlmittels
kleine Mengen von dem korrosionsschützenden Material abtragen, mit sich führen und
auf die Oberfläche fördern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein außenliegender Teil
des mit dem Strahlmittel beladenen Tragluftstroms, insbesondere der Mantelbereich
des beladenen Tragluftstroms, an dem korrosionsschützenden Material vorbeigeführt
wird und nur in einem Teil des auf die Oberfläche auftreffenden Tragluftstroms korrosionsschützendes
Material abgelagert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der beladene Tragluftstrom
einen Krümmungsbereich durchläuft und an der Innenseite des Krümmungsbereichs das
korrosionsschützende Material angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratsmenge
des korrosionsschützenden Materials kontinuierlich oder zumindest quasi-kontinuierlich
ergänzt wird.
5. Strahlgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit
einer Zuleitung und einem an die Zuleitung angeschlossenen Düsenbereich, dadurch gekennzeichnet,
daß sich innerhalb des Düsenbereichs (2) und im Bereich der Fluglinien des Strahlmittels
(3) eine Vorratsmenge eines korrosionsschützenden Materials (9) befindet.
6. Strahlgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftreffwinkel des
Strahlmittels (3) auf die Oberfläche des korrosionsschützenden Materials (9) flach
ist, z. B. bei 5° bis 20° liegt.
7. Strahlgerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das korrosionsschützende
Material (9) an derjenigen Stelle der Innenwand des Düsenbereichs (2) befindet, die
normalerweise einem erhöhten Verschleiß durch Abtragen ausgesetzt ist.
8. Strahlgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenbereich
(2) einen Krümmungsbereich (15) aufweist und das korrosionsschützende Material (9)
an derjenigen Stelle der Innenwand des Krümmungsbereichs (15) des Düsenbereichs (2)
angeordnet ist, gegen die die Körner des Strahlmittels (3) prallen.
9. Strahlgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das korrosionsschützende
Material (9) als zylindrische Muffe ausgebildet ist und die Innenwand der Muffe den
Austrittsbereich (7) des Düsenbereichs (2) innen auskleidet-
10. Strahlgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das als Muffe ausgebildete
korrosionsschützende Material (9) in einer vom Austrittsbereich (7) des Düsenbereichs
(2) axial zugänglichen Ringbohrung-(8) axial verschiebbar angeordnet ist, z. B. mittels
eines Knopfes (10) verschiebbar ist.