[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1. Zum Rangieren von Güterwagen in Schwerkraftrangieranlagen werden die Güterwagen
von einer Rangierlok über einen Ablaufberg gedrückt, um dann in freiem Lauf über eine
im Gefälle liegende Weichenverteilzone auf unterschiedliche Richtungsgleise verteilt
zu werden. Um ein gegenseitiges Einholen innerhalb der Weichenverteilzone auszuschließen
und um unzulässige Auflaufstöße in den Richtungsgleisen zu vermeiden, ist es erforderlich,
die ablaufenden Güterwagen innerhalb der Verteilzone und am Beginn der Richtungsgleise
durch ortsfeste Gleisbremsen individuell zu behandeln. Hierzu ist es u.a. erforderlich,
die Laufeigenschaften der einzeln oder in Gruppen ablaufenden Güterwagen - nachfolgend
einheitlich als Abteilungen bezeichnet - mindestens annähernd zu kennen.Die Laufeigenschaften
der Abteilungen werden üblicherweise während des Ablaufbetriebes bestimmt, indem für
jede Abteilung nacheinander jeweils zwei Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden,
aus deren Geschwindigkeitsdifferenz auf das Laufverhalten der Abteilungen geschlossen
werden kann.
[0002] Eine Anordnung zum Erfassender Laufeigenschaften von Eisenbahnwagen ist beispielsweise
in der DE-PS 1 530 315 beschrieben. Die mit dieser oder einer anderen bekannten Anordnung
bestimmbaren Werte für den Laufwiderstand einer Abteilung haben nur solange Gültigkeit
als sichergestellt ist, daß die für die Abteilung gemessenen Geschwindigkeitswerte
auch wirklich repräsentativ sind für das Laufverhalten der betreffenden Abteilung.
Diese Voraussetzung ist im allgemeinen gegeben; sie wird jedoch nicht von nur teilweise
gefüllten Kesselwagen erfüllt, deren Tankinhalt z.B. beim Abbremsen in ortsfesten
Gleisbremsen oder beim Übergang auf Gleise unterschiedlicher Neigung oder Krümmung
so stark in Bewegung gerät, daß dadurch die Geschwindigkeit der ablaufenden Kesselwagen
merklich beeinflußt wird. Für derartige Kesselwagen haben die ermittelten Laufeigenschaftswerte
keine Gültigkeit, da die bei in Bewegung befindlichem Tankinhalt ermittelten Geschwindigkeits-und
Beschleunigungswerte nicht allein vom tatsächlichen Laufverhalten der Abteilungen,
sondern auch vom Kesselwageninhalt, seinem Füllzustand und der Verzögerung bzw. Beschleunigung
des Kesselwagens in der Bremse bzw. zu den Neigungs- oder Krümmungssprüngen beeinflußt
sind.
[0003] Die für derartige Abteilungen nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit gebildeten Laufwiderstandswerte
sind unbrauchbar; für die weitere ablauftechnische Behandlung dieser Abteilungen wird
daher üblicherweise auf bekannte Laufwiderstandsersatzwerte zurückgegriffen. Voraussetzung
hierfür ist jedoch, daß das Schwappverhalten der betreffenden Abteilungen zuvor eindeutig
erkannt worden ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einrichtung zum automatischen Erkennen
ablaufender Abteilungen mit Schwappverhalten anzugeben und so die Möglichkeit zu schaffen,
die für derartige Abteilungen festgestellten unzutreffenden Laufeigenschaftswerte
für die weitere Ablaufprozedur zu eliminieren, ohne daß es hierbei auf die Sorgfaltspflicht
und das Erkennungsvermögen eines Menschen ankommt.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, die Messungen zum
Erkennen des Schwappverhaltens einer Abteilung beim Auslaufen der Abteilungen aus
der in ihrem Laufweg liegenden Talbremse vorzunehmen. Da praktisch jede Abteilung
auf ihrem Weg vom Ablaufberg zu ihrem jeweiligen Laufziel in einer Talbremse gebremst
wird, ist ein evtl. Schwappverhalten der Abteilungen als Folge des Brems- und Lösevorganges
dort besonders deutlich festzustellen. Zudem sind den Talbremsen für die Bestimmung
des Lösezeitpunktes Radargeräte zugeordnet und diese Radargeräte können für die Erkennung
des Schwappverhaltens der Abteilungen mitbenutzt werden; dies macht eine sehr kostengünstige
Schwappwagenerkennung möglich.
[0007] Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0008] Die Zeichnung zeigt schematisch ein Gleis G der Weichenverteilzone einer Rangieranlage
mit einer Gleisbremse TB, der sogenannten Talbremse, und einer aus der Gleisbremse
in Pfeilrichtung auslaufenden Abteilung, beispielsweise einem Kesselwagen KW. Die
Zeichnung zeigt ferner ein der Bremse fest zugeordnetes Radargerät RA, mit dem die
Geschwindigkeit der die Bremse durchlaufenden und der aus ihr auslaufenden Abteilungen
überwacht wird. Gesteuert wird die Bremse durch eine bekannte Bremsensteuerung BST.
Die Bremsensteuerung BST stellt der nachgeschalteten Einrichtung zum Erkennen von
Kesselwagen mit schwappendem Inhalt mehrere Steuergrößen zur Verfügung. Es sind dies
ein erstes und ein zweites statisches Ausgangssignal (Br) bzw. (Lö) für das Anlegen
bzw. Lösen der Bremsleisten der Bremse sowie ein drittes Ausgangssignal (Bb), das
bei jedem Bremsbeginn kurzzeitig ausgegeben wird. Der Bremse TB zugeordnet ist ferner
eine Gleisfreimeldeeinrichtung Gfm, die z.B. durch am Anfang und am Ende der Bremse
angeordnete Impulsgeber i1, i2 gesteuert wird. Der das Freimeldesignal (Fr) führende
Ausgang der Gleisfreimeldeeinrichtung Gfm ist auf den Steuereingang eines UND-Gliedes
U1 und der dem Besetztmeldesignal (Be)
führenden Ausgang auf den Signaleingang eines UND-Gliedes U2 geführt; der jeweils andere
Eingang dieser UND-Glieder ist an die Bremsensteuerung BST angeschlossen und wird
von dort aus bei angelegter bzw. gelöster Bremse beaufschlagt. Die beiden Ausgänge
der UND-Glieder U1 und U2 speisen ein ODER-Glied 01, dessen Ausgang an den Einstelleingang
eines ersten Zählers Z1 angeschlossen ist. Dieser Zähler soll zu Beginn des Bremsvorganges
von der Bremsensteuerung BST her über das UND-Glied U3 in die Grundstellung gelangt
sein.
[0009] Das UND-Glied U2 führt an seinem Ausgang kurzzeitig immer dann Potential, wenn die
Bremsensteuerung BST bei noch besetzter Bremse den Lösebefehl (Lö) für die Bremse
ausgibt; das UND-Glied U1 führt immer dann kurzzeitig Potential, wenn die Gleisfreimeldeeinrichtung
Gfm bei noch wirksamer Bremse TB die Bremse freimeldet. Am Ausgang des den UND-Gliedern
U1 und U2 nachgeschalteten ODER-Gliedes 01 liegt damit immer dann kurzzeitig Ausgangspotential,
wenn eine Abteilung aus der Bremse TB entlassen wird.
[0010] Das Ausgangssignal des ODER-Gliedes veranlaßt durch Einstellen des Zählers Z1 das
Wirksamschalten der erfindungsgemäßen Erkennungseinrichtung. Der Zähler Z1 übernimmt
dabei - ggf. nach Umformung - die Anzahl der vom Radargerät RA innerhalb einer vorgegebenen
Meßzeit abgegebenen Ausgangssignale auf seinen Zähleingang und stellt an seinem Ausgang
einen ersten Geschwindigkeitsmeßwert (V1) zur Verfügung, welcher der Entlassungs-.
geschwindigkeit der Ableitung aus der Bremse entspricht. Dieser erste Geschwindigkeitsmeßwert
(V1) gelangt auf einen.nachgeschalteten Funktionsgeber FG, welcher unter Berücksichtigung
der durch die Neigung des Gleises G gegebenen Beschleunigung (bs) der Abteilung sowie
der jeweiligen Beobachtungszeit (ta) seit Entlassung der Abteilung aus der Bremse
einen Geschwindigkeitsänderungswert (AV1) bildet, der angibt, um welchen Betrag sich
die Geschwindigkeit der aus der Bremse auslaufenden Abteilung gegenüber der Entlassungsgeschwindigkeit
üblicherweise höchstens ändern darf. Dieser Geschwindigkeits- änderungswert (ΔV1)
wird in einem nachgeschalteten Addierglied A zu dem vom Zähler Z1 bestimmten ersten
Geschwindigkeitsmeßwert (V1) addiert und bildet so einen aus dem ersten Geschwindigkeitsmeßwert
(V1) fortgeschriebenen Geschwindigkeitsmeßwert (Vs), welcher die zu jedem Zeitpunkt
erwartete maximale Ablaufgeschwindigkeit der Abteilung nach ihrer Entlassung aus der
Bremse angibt. Dieser fortgeschriebene Geschwindigkeitswert (Vs) wird ständig verglichen
mit der zum jeweiligen Betrachtungszeitpunkt vom Radargerät RA gemessenen tatsächlichen
Ablaufgeschwindigkeit der Abteilung. Zu diesem Zweck ist ein weiterer Zähler Z2 vorgesehen,
der durch die Ausgangssignale des Radargerätes laufend aktualisiert wird. Dieser Zähler
war zusammen mit dem ersten Zähler von der Bremsensteuerung BST her über das UND-Glied
U3 zurückgestellt worden als der Bremsvorgang der betrachteten Abteilung begann
[0011] Für den Vergleich des fortgeschriebenen Geschwindigkeitsmeßwertes (Vs) mit dem für
den jeweiligen Betrachtungszeitpunkt geltenden tatsächlichen Geschwindigkeitsmeßwert
(V2)- ist ein Schwellwertschalter SS vorgesehen. Der Einstelleingang dieses Schalters
ist durch den fortgeschriebenen Geschwindigkeitsmeßwert (Vs) und der Signaleingang
durch den tatsächlichen Geschwindigkeitsmeßwert (V2) beaufschlagt. Am Ausgang des
Schwellwertschalters ist dann ein das Schwappverhalten einer aus der Bremse auslaufenden
Abteilung kennzeichnendes Signal (SW) abgreifbar, wenn einer der tatsächlich gemessenen
Geschwindigkeitswerte (V2) über dem zugehörigen fortgeschriebenen rechnerisch ermittelten
Geschwindigkeitsmeßwert (Vs) liegt. Das Signal (SW) besagt, daß die für diese Abteilung
ermittelten oder zu einem späteren Zeitpunkt noch zu ermittelnden Laufwiderstandswerte
mit hoher Wahrscheinlichkeit unbrauchbar sind bzw. sein werden, weil die in die Laufwiderstandsberechnung
eingehende Geschwindigkeitsmeßwerte wegen des Schwappverhaltens der Abteilung möglicherweise
zu hoch oder zu niedrig liegen; die ermittelten Laufwiderstandswerte sind durch auf
Erfahrung beruhende Laufwiderstandsersatzwerte zu ersetzen. Liegt der zweite Geschwindigkeitsmeßwert
(V2) über eine gewisse Beobachtungszeitspanne ab dem Entlassungszeitpunkt einer Abteilung
aus einer Bremse stets unterhalb des zugehörigen fortgeschriebenen Geschwindigkeitsmeßwertes
(Vs) so steht fest, daß die betrachtete Abteilung mindestens kein ausgeprägtes Schwappverhalten
zeigt; die für diese Abteilung bestimmten Laufeigenschaften können daher für die weitere
Bremsensteuerung berücksichtigt werden.
[0012] Beobachtungen zeigen, daß das Schwappverhalten teilgefüllter Kesselwagen kurz nach
dem Entlassen dieser Wagen aus einer zuvor wirksamen Bremse besonders stark ausgeprägt
ist und daß zum Feststellen des Schwappverhaltens ein Beobachtungszeitraum von etwa
1s vollkommen ausreicht. Aus diesem Grunde kann der nach der Erfindung vorgesehene
Vergleichsvorgang zum Feststellen eines evtl. Schwappverhaltens nach dieser Beobachtungszeitspanne
abgebrochen werden. Dies wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel erreicht durch
einen bedarfsweise rückstellbaren Zeitschalter T, dessen eingeprägte Schaltzeit (t)
bei 1s liegt. Dieser Zeitschalter gelangt spätestens-zu Beginn jedes Bremsvorganges
durch das Ausgangssignal des UND-Gliedes U3 in seine Grundstellung, aus der er beim
Einstellen der Zähler Z1 und Z2 in die Wirkstellung geschaltet wird. Für die Dauer
der eingeprägten Schaltzeit veranlaßt er die Übernahme der für eine Abteilung gemessenen
Geschwindigkeitswerte in den Zähler Z2; in seiner Grundstellung verhindert er auf
in der Zeichnung nicht näher dargestellte Weise, beispielsweise durch Unwirksamschalten
des Schwellwertschalters SS, das Durchführen weiterer Geschwindigkeitsvergleiche.
[0013] Gelegentlich kommt es vor, daß eine bereits freigegebene Abteilung in der Bremse
so stark beschleunigt, daß ein Nachbremsen erforderlich ist. Wenn die Zeitspanne zwischen
dem Lösen und dem Wiedereinschalten der Bremse kürzer ist als die zum.Feststellen
eines Nicht-Schwappverhaltens benötigte Zeitspanne (t), so kann bis zum erneuten Einstellen
der Bremse noch keine endgültige Aussage darüber gemacht werden, ob die beobachtete
Abteilung tatsächlich kein Schwappverhalten zeigt. Eine bevorzugte Ausgestaltung der
Erfindung sieht daher vor, für den Fall, daß das Schwappverhalten einer Abteilung
noch nicht nachgewiesen ist, die nachgebremste Abteilung erneut auf ein evtl. vorhandenes
S
chwappverhalten hin zu untersuchen, und zwar spätestens dann, wenn die Abteilung die
Bremse endgültig verläßt. Die Entscheidung darüber, ob ein erneuter Erkennungsvorgang
eingeleitet wird oder nicht, wird von einer Kippstufe K getroffen. Diese Kippstufe,
die bei jedem Freimelden der zugehörigen Bremse TB in die Grundstellung gesteuert
wird, ist mit ihrem Setzeingang an den Ausgang des Zeitschalters T angeschlossen.
Solange die Kippstufe die Grundstellung einnimmt, kann noch nicht ausgeschlossen werden,
daß eine vom Radargerät beobachtete Abteilung nicht doch Schwappverhalten zeigt; deshalb
ist für diese Zeitpsanne der Sperreingang des UND-Gliedes U3 potentialfrei und jeder
von der Bremsensteuerung BST ausgelöste Bremsbefehl (Bb) führt zum Zurückstellen der
Zähler Z1 und Z2 sowie zum Zurückstellen des Zeitschalters T. Dies gilt sowohl für
das erstmalige Anschalten der Bremse vor oder beim Einlaufen einer Abteilung sowie
für jedes evtl. Nachbremsen dieser Abteilung in der Bremse. Dann jedoch,wenn nach
einem erstmaligen Lösen der Bremse bis zu einem späteren Nachbremsen bereits soviel
Zeit vergangen ist, daß die Untersuchung bezüglich des Schwappverhaltens der beobachteten
Abteilung abgeschlossen ist, ist der Zeitschalter T bereits wieder in seine Grundstellung
gelangt, wobei er über die Kippstufe K die Sperrung des UND-Gliedes U3 veranlaßt.
In diesem Fall führt ein späteres Nachbremsen einer Abteilung nicht zum Rückstellen
der Zähler Z1 und Z2, sondern diese Rückstellung wird erst veranlaßt, wenn der Bremsvorgang
für die folgende Abteilung eingeleitet wird. Beim Auslaufen der nachgebremsten Abteilung
aus der Gleisbremse wird die Kippstufe K zurückgestellt und damit die Sperrfunktion
des UND-Glie-des U3 aufgehoben. Der folgende Bremsbefehl der Bremsensteuerung veranlaßt
dann in bereits beschriebener Weise die Rückstellung der Zähler Z1 und Z2 sowie die
Zurückstellung des Zeitschalters T.
[0014] Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wurden für die Einrichtung
zum Erkennen von Kesselwagen mit stark schwappendem Inhalt diskrete Bauelemente angenommenen,
weil dies für die Erläuterung der Erfindung am sinnfälligsten erschien. Die Erfindung
ist aber nicht auf die Verwendung der in der Zeichnung angegebenen diskreten Bauelemente
beschränkt. Bei der technischen Realisierung der erfindungsgemäßen Einrichtung kann
es vielmehr sinnvoll sein, bestimmte Elemente mit anderenElementen funktionsabhängig
zusammenzufassen und beispielsweise durch einen Mikroprozessor zu realisieren.
1. Einrichtung zum Erkennen von Kesselwagen, deren Inhalt durch von außen her auf
die Wagen wirkende Ereignisse, insbesondere durch Abbremsen der Wagen in ortsfesten
Gleisbremsen, so stark in Bewegung gerät, daß dadurch die Geschwindigkeit der ablaufenden
Kesselwagen einen merklich oszillierenden Verlauf nimmt, unter Verwendung ortsfester
Geschwindigkeitsmeßeinrichtungen zum Bestimmen der Geschwindigkeit der Wagen beim
und nach dem Auftreten dieser Ereignisse, dadurch gekennzeichnet , daß Schaltmittel
(Z1, FG, A, Z2, SS) vorgesehen sind, welche
a) einen ersten beim Auftreten eines solchen Ereignisses ermittelten Geschwindigkeitsmeßwert
(V1) unter Berücksichtigung der durch die Neigung des Gleises (G) gegebenen Beschleunigung
(bs) des Güterwagens fortschreiben,
b) diesen fortgeschriebenen Geschwindigkeitsmeßwert (Vs) mindestens mit dem größten
innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne (t) seit Bildung des ersten Geschwindigkeitsmeßwertes
(V1) für den betreffenden Wagen ermittelten zweiten Geschwindigkeitsmeßwert (V2) vergleichen
und
c) ein das Schwappverhalten des betreffenden Güterwagens (KW) kennzeichnendes Signal
(SW) ausgeben, wenn der zweite Geschwindigkeitsmeßwert (V2) den zugehörigen fortgeschriebenen
Geschwindigkeitsmeßwert (Vs) übersteigt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die vorgegebene Zeitspanne
(t) in der Größenordnung von 1s liegt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die jeweils
erste Geschwindigkeitsmessung veranlassende Ereignis das Lösen einer von einem Güterwagen
(KW) gerade passierten Bremse (TB) bzw. - sofern die Bremse nicht gelöst wurde - das
Auslaufen des betreffenden Güterwagens aus der Bremse ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Ansprechen einer
Bremse bei noch nicht eindeutig festgestelltem Schwappverhalten einer Abteilung die
Löschung aller bis dahin von den Schaltmitteln aufgenommenen bzw. gebildeten Geschwindigkeitsmeßwerte
veranlaßt.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes erneute Ansprechen
einer Bremse innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne (t) seit Ermittlung des ersten
Geschwindigkeitsmeßwertes (V1) bei noch nicht eindeutig festgestelltem Schwappverhalten
einer Abteilung die Löschung aller bis dahin von den Schaltmitteln (Z1, FG, A, Z2,
SS) aufgenommenen bzw. gebildeten Geschwindigkeitsmeßwerte veranlaßt.