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<ep-patent-document id="EP82106790B1" file="EP82106790NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0071248" kind="B1" date-publ="19850109" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>....CH......FRGB....LI..NL........................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360   - Ver 2.5 (21 Aug 1997)
 2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>0071248</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>19850109</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>82106790.7</B210><B220><date>19820727</date></B220><B240></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>3129934</B310><B320><date>19810729</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19850109</date><bnum>198502</bnum></B405><B430><date>19830209</date><bnum>198306</bnum></B430><B450><date>19850109</date><bnum>198502</bnum></B450><B451EP><date>19840523</date></B451EP></B400><B500><B510><B516>4</B516><B511> 4C 07C 131/02   A</B511><B512> 4C 11B   9/00   B</B512></B510><B540><B541>de</B541><B542>Verwendung von 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo(3.2.1)octan als Riech- und Aromastoff</B542><B541>en</B541><B542>Use of 1,5-dimethyl-hydroximino-bicyclo(3.2.1)octane as a perfuming or aromatic substance</B542><B541>fr</B541><B542>Utilisation de 1,5-diméthyl-8-hydroximino-bicyclo (3.2.1) octane comme parfum ou matériel d'arôme</B542></B540><B560></B560></B500><B700><B710><B711><snm>Dragoco Gerberding &amp; Co. GmbH</snm><iid>00286460</iid><irf>D-D 1743 EU</irf><adr><str>Dragocostrasse 1</str><city>D-37603 Holzminden</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Brunke, Ernst-Joachim, Dr.</snm><adr><str>Holbeinstrasse 6</str><city>D-3450 Holzminden</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>Müller-Boré &amp; Partner
Patentanwälte</snm><iid>00100651</iid><adr><str>Grafinger Strasse 2</str><city>81671 München</city><ctry>DE</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>CH</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>NL</ctry></B840><B880><date>19830209</date><bnum>198306</bnum></B880></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> --><!-- EPO <DP n="2"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft die Verwendung von 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octan (2), wobei die geschlängelte Linie geometrische Isomere bedeutet, als Riechstoff oder Bestandteil von Parfümkompositionen für kosmetische und technische Parfümierungen
<chemistry id="chem0001" num="0001"><img id="ib0001" file="imgb0001.tif" wi="148" he="56" img-content="chem" img-format="tif" inline="no"/></chemistry></p>
<p id="p0002" num="0002">Ebenfalls betroffen ist die Verwendung der Verbindung 2 als Aromastoff bzw. Bestandteil von Aroma-Kompositionen.
<chemistry id="chem0002" num="0002"><img id="ib0002" file="imgb0002.tif" wi="140" he="45" img-content="chem" img-format="tif" inline="no"/></chemistry></p>
<p id="p0003" num="0003">Die Darstellung der Verbindung 2 erfolgt in an sich bekannter Weise durch Umsetzen des 1,5-Dimethyl-bicyclo [3.2.1] octan-8-on (1) mit Hydroxylamin in Gegenwart einer starken Base, vorzugsweise Natrium- bzw. Kaliumacetat oder Natrium- bzw. Kaliumhydroxid. Die Darstellung des Ketons 1 und des Oxims 2 sind in der DE-OS 2 945 812 beschrieben worden. Über olfaktorische oder gustatorische Eigenschaften des Oxims 2 war nichts bekannt.</p>
<p id="p0004" num="0004">In der Parfümerie und der Aromentechnik wird seit längerer Zeit das kostspielige « bourgeons de cassis und in etwas grösserem Ausmass Bukkoblätter-ÖI verwendet, das ätherische Öl von Barosma betulina (Bartl. &amp; Wendl.). Dieses Öl wird in unterschiedlichen Qualitäten und Mengen, jedoch stets zu einem relativ hohen Preis, angeboten. Der interessante Geruchskomplex des Bukkoblätter-Öls mit frischen süssen und grün-krautigen Noten und ganz typischem « schwarze Johannisbeere » ― Charakter veranlasste verschiedene Arbeitskreise zur Analyse des Öls (E. Sundt, B. Wilhalm, R. Chappaz und G. Ohloff, Helv. Chim. Acta 54, 1801 (1971) ; D. Lamparsky und P. Schudel, Parfums, Cosmet. Savons Fr. 2, 465 (1972)). Hierbei wurde vor allem das Menthol-thiol als Träger der « schwarze Johannisbeere » ― Note erkannt. Das Menthon-thiol ist Gegenstand von Schutzrechten (D. Lamparsky und P. Schudel, DT-OS 2 043 341 ; E. Sundt und G. Ohloff, CH-PS 543 584).</p>
<p id="p0005" num="0005">Auf dem Gebiet der Parfümerie ist bisher nur eine begrenzte Anzahl von Oximen aliphatischer Aldehyde oder Ketone mit 7-10 Kohlenstoffatomen bekannt (R. T. Dahill, US-PS 3,637,533, Jan. 25,1972 ; dgl. DE-PS 1692 002). Diese Aldehyde und Ketone (z. B. 2-Methyl-2-hepten-6-on, Citronellal) sind gebräuchliche Riechstoffe mit fruchtigen oder Citrus-Noten. Der Geruch der zugehörigen Oxime weicht davon ab und wurde mit « grün-blätterartig •, « grün-erdig •, « blumig » charakterisiert. Von den Oximen mono- oder polycyclischer Ketone sind bisher keine besonderen Riechstoff-Eigenschaften bekannt. Es ist daher überraschend und neuartig, dass die dargestellte Verbindung 2 einen intensiven frischen, fruchtiggrünen Duft mit einer ausgeprägten « schwarze Johannisbeere »-Note aufweist. Dies war besonders überraschend, da das Keton 1 und dessen Ketale lediglich krautige, erdige Noten besitzen. Die Verbindung 2 kann aufgrund ihrer speziellen Duftcharakteristik sehr gut als Riechstoff oder Bestandteil von Parfüm-Ölen eingesetzt werden.</p><!-- EPO <DP n="3"> -->
<p id="p0006" num="0006">Die Verbindung 2 kann auch als Aromatisierungsmittel oder Bestandteil von Aromen-Mischungen verwendet werden.</p>
<p id="p0007" num="0007">Die sensorische Beurteilung ergab :
<tables id="tabl0001" num="0001"><img id="ib0003" file="imgb0003.tif" wi="164" he="37" img-content="table" img-format="tif" inline="no"/>
</tables></p>
<p id="p0008" num="0008">Die Herstellung der Verbindung (2) erfolgt, indem man 1,5-Dimethyl-bicyclo [3.2.1] octan-8-on (1) in an sich bekannter Weise mit Hydroxylamin in Gegenwart starker Basen, vorzugsweise Natrium- bzw. Kaliumhydroxid oder Natrium- bzw. Kaliumacetat, umsetzt. Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise in der Wärme, wobei man bis zum Siedepunkt des Reaktionsmediums arbeiten kann. Vorzugsweise wird jedoch bei einer Temperatur zwischen 50 °C und 75 °C gearbeitet. Aufarbeitung und Isolierung der Substanz erfolgen nach den in der präparativen organischen Chemie üblichen Methoden. Das so erhaltene Oxim 2 weicht im Schmelzpunkt und IR-Daten von dem in der DE-OS 2 945 812 beschriebenen Material ab.</p>
<p id="p0009" num="0009">Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung :</p>
<heading id="h0001">Beispiel 1</heading>
<heading id="h0002">Darstellung von 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octan (2)</heading>
<p id="p0010" num="0010">Bei 60 °C wurden 91,2 g (0,6 mol) 1,5-Dimethyl-bicyclo [3.2.1] octan-8-on (1) zu einer Lösung von 78,7 g (0,6 mol) Hydroxylaminhydrogensulfat und 54,2 g (0,66 mol) Natriumacetat in 135 g Wasser getropft. Nach 1 Std. Rühren bei 60 °C liess man auf Raumtemperatur abkühlen und extrahierte mit Ether. Die vereinigten organischen Phasen wurden mit ges. Kochsalz-Lsg. neutralgewaschen, getrocknet und eingeengt. Man erhielt 95 g (95 %) 2 als kristalline Masse. Durch Umkristallisieren von 9 g Rohprodukt aus 15 ml Ethanol wurden 8 g 2 vom Schmp. 129-130 °C erhalten.
<ul id="ul0001" list-style="none">
<li>IR : 3 400, 3 250, 1 685, 930 cm-<sup>1</sup> (Oxim). - NMR (CC1<sub>4</sub>) :
<ul id="ul0002" list-style="none">
<li>8 <sub>=</sub> 1,05, s (-CH<sub>3</sub>, transoid zu -C = N-OH), 1,43, s (-CH3, cisoid zu ―C = N-OH), 9,03 ppm (-C = N-OH). MS : m/z (%) = 167 (M<sup>+</sup>, 2 %), 150 (85), 133 (15), 123 (17), 108 (23), 93 (100).</li>
</ul></li>
<li>C<sub>10</sub>H<sub>17</sub>ON (M : 167.24).</li>
</ul></p>
<heading id="h0003">Beispiel 2</heading>
<p id="p0011" num="0011">
<tables id="tabl0002" num="0002"><img id="ib0004" file="imgb0004.tif" wi="165" he="100" img-content="table" img-format="tif" inline="no"/>
</tables><!-- EPO <DP n="4"> -->
<tables id="tabl0003" num="0003"><img id="ib0005" file="imgb0005.tif" wi="163" he="55" img-content="table" img-format="tif" inline="no"/>
</tables></p>
<p id="p0012" num="0012">Das angeführte Parfümöl besitzt einen orientalischen Duftkomplex mit blumig, holzigen Aspekten. Durch Zugabe von 20 Teilen der Verbindung 2 werden blumigfruchtige Akkorde unterstützt und die Komposition in der gewünschten Weise durch eine Bukko-Note ergänzt, wie es teilweise nur durch « bourgeons de cassis erreicht wird.</p>
<p id="p0013" num="0013">Die Verbindung 2 kann im allgemeinen wie folgt angewandt werden :
<ul id="ul0003" list-style="none">
<li>a) als Riechstoff (in reiner Form)</li>
<li>b) als Bestandteil von Parfümölen oder Flavour-Mischungen, wobei übliche Konzentrationen 0,001-30 %, vorzugsweise 0,1-20 % sind.</li>
</ul></p>
</description>
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="">
<claim-text>1. Verwendung von 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octan (2), wobei die geschlängelte Linie geometrische Isomere bedeutet, als Riechstoff oder Bestandteil von Parfümkompositionen für kosmetische und technische Parfümierungen.
<chemistry id="chem0003" num="0003"><img id="ib0006" file="imgb0006.tif" wi="126" he="52" img-content="chem" img-format="tif" inline="no"/></chemistry></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="">
<claim-text>2. Verwendung von 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octan (2) als Aromastoff oder Bestandteil von Aroma-Kompositionen.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="">
<claim-text>1. Use of 1,5 dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octane (2)
<chemistry id="chem0004" num="0004"><img id="ib0007" file="imgb0007.tif" wi="132" he="55" img-content="chem" img-format="tif" inline="no"/></chemistry><!-- EPO <DP n="5"> -->wherein the wavy line denotes geometric isomers, as flavoring agent or constituent of perfume compositions for cosmetic and technical perfuming.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="">
<claim-text>2. Use of 1,5-dimethyl-8-hydroximino-bicyclo [3.2.1] octane (2) as flavoring agent or constituent of flavoring compositions.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="">
<claim-text>1. Utilisation de 1,5-diméthyl-8-hydroxyimino-bicyclo [3.2.1] octane (2), où la ligne sinueuse signifie des isomères géométriques, en tant que parfum ou constituant de compositions de parfum pour parfums cosmétiques et techniques
<chemistry id="chem0005" num="0005"><img id="ib0008" file="imgb0008.tif" wi="122" he="57" img-content="chem" img-format="tif" inline="no"/></chemistry></claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="">
<claim-text>2. Utilisation de 1,5-diméthyl-8-hydroxyimino-bicyclo [3.2.1] octane (2) en tant que substance aromatisante ou constituant de compositions aromatisantes.</claim-text></claim>
</claims>
</ep-patent-document>