[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Waffenauflage für ein Gewehr oder dgl. nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Waffenauflage ist beispielsweise mit dem Gegenstand der FR-A-2 414
707 bekannt geworden. Dort sind zwar Stützbeine in Sacklöcher des Körpers von unten
schräg geneigt eingeführt und sie werden dort auch mit Hilfe einer federbelasteten
Kugel lösbar fixiert. Es fehlt jedoch ein für alle Stützbeine gemeinsamer Zenralverschluß.
Daher ist es bei dieser bekannten Waffenauflage nicht möglich, alle Stützbeine gemeinsam
zu arretieren und zu lösen.
[0003] Mit dem Gegenstand der US-A-3 779 497 ist ein weiteres Stativ bekannt geworden, bei
dem ein für alle Stützbeine gemeinsam wirkender Zentralverschluß vorhanden ist. Der
Zentralverschluß besteht hier jedoch aus einem keilförmigen Körper, der mit Hilfe
einer Schraube und einer an der Schraube ansetzenden Flügelmutter in die zentrale
Ausnehmung des Halterungskörpers für die Stützbeine einschraubbar ist. Eine solche
Anordnung ist nicht nur stark verschmutzungsanfällig, weil der Körper mit seinen Keilflächen
an den zugeordneten Längsflächen der Stützbeine satt anliegen muß, sondern darüber
hinaus ist die Bedienung noch schwierig und umständlich, denn die Flügelschraube muß
mit vielen Umdrehungen so festgedreht werden, daß ein guter Sitz des keilförmigen
Körpers in der zentralen Ausnehmung des die Stützbeine aufnehmenden Halterungskörpers
erreicht wird.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Waffenauflage nach der FR-A-2
414 707 so weiterzubilden, daß eine verschmutzungsunanfällige Halterung der Stützbeine
in dem die Stützbeine aufnehmenden Körper gegeben ist, wobei die Möglichkeit bestehen
soll, die Neigung der Stützbeine unterschiedlichen Geländegegebenheiten anpassen zu
können.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß im
Körper eine zentrale Ausnehmung mit einem Zentralverschluß für die Verriegelung der
Stützbeine vorgesehen ist, wobei die Sacklöcher in die Ausnehmung schräg einschneiden,
und daß ein oder mehrere der Sacklöcher einen Winkel zur Vertikalen bilden, der von
dem entsprechenden Winkel der übrigen Sacklöcher unterschiedlich ist.
[0006] Mit der Anordnung eines zentralbetätigbaren Zentralverschlusses wird der Vorteil
erreicht, daß alle Stützbeine zusammen verund entriegelt werden können. Aufgrund der
Tatsache, daß die Sacklöcher in die Ausnehmung des Körpers schräg einschneiden, ergibt
sich der Vorteil, daß der Zentralverschluß nur mit seiner Kante an zugeordneten Linienflächen
der Stützbeine anliegt. Eine solche Anordnung ist wenig verschmutzungsanfällig, denn
der Zentralverschluß entfernt aufgrund seiner Kantenpressung allfällig vorhandene
Verschmutzungen, während dies beim Gegenstand der US-A-3 779 497 nicht möglich war.
[0007] Durch die Anordnung von mehreren Sacklöchern in voneinander unterschiedlichem Winkel
ergibt sich der Vorteil, daß entsprechend den Geländegegebenheiten die Stützbeine
wahlweise in unterschiedliche geneigte Sacklöcher eingesteckt werden können, so daß
eine günstige Anpassung an Geländeunebenheiten gegeben ist. Der Schütze kann nämlich
jetzt, je nach den örtlichen Gegegenheiten, wahlweise die Stützbeine der Waffenauflage
in dasjenige Sackloch einstecken, welches bezüglich seiner Neigung den jeweiligen
örtlichen Gegebenheiten am besten angepasst ist.
[0008] Der Zentralverschluß kann in verschiedenen Ausführungsformen ausgebildet sein.
[0009] Eine erste Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einer mit Gewinde
in die zentrale Ausnehmung einschraubbaren Arretierungsschraube besteht, die sich
mit einer Kante in einen Bund von vermindertem Durchmesser am Kopf des Stützbeines
anlegt. Durch Einschrauben der Arretierungsschraube in das Gewinde der zentralen Ausnehmung
wird die Kante an der bodenseitigen Stirnfläche der zentralen Ausnehmung in einen
Bund verminderten Durchmessers am Stützbein eingepresst, so daß das Stützbein axial
unverschieblich gehalten ist.
[0010] Eine zweite Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einem mit Gewinde
in die zentrale Ausnehmung eingeschraubten Abschlußzapfen besteht, der auf seiner
inneren Stirnseite mehrere Kugeln trägt, von denen jede in das dem Kopf des Stützbeines
zugeordnete Sackloch eingreift, wobei die Kugeln durch einen im Innenumfang anliegenden
Spannring radial auswärts gepresst sind.
[0011] Dieses Ausführungsbeispiel verwendet keine Arretierungsschraube, sonder radial auswärts
durch einen Spannring gepresste Kugeln, die in den Bund verminderten Durchmessers
am Kopf des Stützbeines eingepresstwerden. Es wird demnach eine Rastkupplung zwischen
dem Kopf des Stützbeines und dem Zentralverschluß vorgesehen, so daß sowohl die Montage
als auch die Demontage über den genannten Rastverschluß erfolgt. Es bedarf keiner
Betätigung einer Arretierungsschraube mehr.
[0012] Die dritte Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einem mit Gewinde
in die zentraleAusnehmung eingeschraubten Abschlußring besteht, dessen Mittenbohrung
von einem Drehverschluß durchgriffen ist, der sich mit einem Nockenring drebar und
in axialer Richtung federbelastet an dem Bund des Kopfes des Stützbeines anlegt.
[0013] Bei dieser Ausführungsform wird ein Nockenring verwendet, der in radialer Richtung
vorstehende Nocken aufweist, die sich in den Bund verminderten Durchmessers am Kopf
des Stützbeines einpressen. Durch Drehung des Nockenringes gelangen dann Ausnehmungen
mit geringerem radialen Abstand zur Drehachse in den Bereich des Bundes am Kopf des
Stützbeines, so daß das Stützbein aus dem Sackloch im Körper herausgezogen werden
kann.
[0014] Besonders vorteilhaft hierbei ist es, wenn der Nockenring federbelastet in axialer
Richtung gegen den Bund des Stützbeines gepresst wird, weil das Stützbein dann nicht
nur gegen axiale Verschiebung, sondern auch gegen Verdrehung gesichert ist. Der genannte
Nockenring kann auch als Exzenter-Drehverschluß bezeichnet werden, weil die radial
vorstehenden Nocken, welche in den Bund am Kopf des Stützbeines eingreifen, einen
anderen radialen Abstand zur Drehachse des Nockenverschlußes aufweisen, als die in
Umfangsrichtung sich an die vorstehenden Nocken anschliessenden Ausnehmungen mit geringerem
radialen Abstand zur Drehachse.
[0015] Beim ersten und dritten Ausführungsbeispiel ist die Drehung eines Betätigungselements
(Zentralverschluß) notwendig. Um diese Drehung einfach und bedienungssicher zu gestalten,
ist ein sogenannter Kugelindex vorgesehen, der aus einer federbelasteten Kugel besteht,
die in der Verschlußstellung des Zenralverschlusses in eine zugeordnete Ausnehmung
im Körper einrastet. Mit dieser Raststellung wird dem Zentralverschluß eine eindeutige
Verschlußstellung und eine eindeutige Offenstellung zugeordnet.
[0016] Die Anordnung der Langlöcher, die radial am Umfang verteilt rund um die zentrale
Ausnehmung angeordnet sind, ist beliebig. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird
eine Anzahl von fünf Sacklöchern bevorzugt. Es ergeben sich hiermit vielfältige Kombinationsmöglichkeiten,
denn es kann eine Waffenauflage mit drei Stützbeinen aufgebaut werden, wobei die drei
Stützbeine beliebig auf die fünf Sacklöcher verteilt eingesteckt werden können. Statt
eines Dreibeines ist auch der Aufbau eines zweibeines möglich, wodurch sich bei der
Anordnung von fünf Sacklöchern noch mehr Kombinationsmöglichkeiten ergeben.
[0017] Bei der Anordnung von beispielsweise fünf Sacklöchern werden drei Sacklöcher mitgleichem
Winkel der Längsachse zur Horizontalen (bevorzugt 50 Grad) angeordnet, während die
Längsachse anderer Sacklöcher einen anderen Winkel Horizontalen einnimmt.
[0018] Eingangswurde erläutert, daß es auf eine günstige Kraftübertragung von der Gewehrauflage
auf den Boden ankommt. Zur Lösung dieser Aufgabe dient auch die besondere Ausbildung
des bodenseitigen Endes des Stützbeines, das nach der Erfindung eine längenverstellbare
Stahlspitze aufweist.
[0019] Es ist zweckmässig, wenn die Stahlspitze von einem Gummifuß abnehmbar umkleidet ist
und die bodennächste Auflagefläche des Gummifußes einen Winkel zur Horizontalen bildet.
[0020] Mit den genannten Merkmalen ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß sich eine feine,
zusätzliche Ausnivellierung des Waffenstativs mit der Waffe und dem Zielfernrohr in
die Waagrechte mittels einstellbarer Stahlspitze mit Gummifuß ergibt. Bei Bedarf kann
der Gummifuß sofort abgenommen werden, z.B. beim Schießen auf sehr hartem, glitschigem
Terrain.
[0021] Bei dieser Gummifuß-Freistellung von ca. 5 Grad ist eine äußerst griffige, stoßdämpfende
Wirkung das Ergebnis, sowie eine hohe Standfestigkeit des Waffenstativs mit der Präzisionswaffe,
z.B. auf glatten Oberflächen, wie Kunststoffbelägen, also Bürotischen oder Fensterbänken
aus Aluminium mit eloxierter und harter Oberfläche oder Fensterbänken aus Stahl oder
kratzfestem Kunststofflack oder Pulverbeschichtung.
[0022] Die Gummifüße haben weiter den Vorteil, beim Schießen auf Bürotischen keine Beschädigungen
zu hinterlassen und beim Manipulieren keine Geräusche zu erzeugen.
[0023] Beim Aufsetzen des Gummifußes auf den Boden nimmt die bodennächste Auflagefläche
einen geringen Winkel, z.B. von 5 Grad zur Horizontalen, ein. Bei der Schußabgabe
verringert sich der Winkel der Längsachse des Stützbeines in Bezug zur Horizontalen,
weil die Stützbeine aufgrund der eingeleiteten Rückstoßkraft radial auswärts gespreizt
werden, wodurch gleichzeitig diese bondennächste Auflagefläche in ganzflächigem Kontakt
zum Boden kommt und hierdurch eine Bremswirkung und eine Stoßdämpfung erzeugt. Ein
unzulässig starkes Auseinanderspreizen der Stützbeine wird hierdurch vermieden und
die Befestigungen der Köpfe der Stützbeine in den Sacklöchern werdennur wenig auf
Verbiegung beansprucht. Der Zentralverschluß kann deshalb besonders leicht und einfach
konstruiert werden, weil durch die Vermeidung des unzulässigen Auseinanderspreizens
der Stützbeine aufgrund der Anordnung eines Gummifußes mit einer freigestelltn Auflagefläche
ein Brems- und Stoßdämpfereffekt bei der Abgabe des Schusses erreicht wird.
[0024] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen: _
[0025]
Figur 1 eine schmatisiert gezeichnete Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch die
Waffenauflage nach der Erfindung in einer ersten Ausführungsform;
Figur 2 Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch eine zweite Ausführungsform;
Figur 3a Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch eine dritte Ausführungsform;
Figur 3b Ansicht in Richtung des Pfeiles IIIb nach Figur 3a;
Figur 4 Unteransicht des Körpers der Waffenauflage in der Drei-Beinstellung;
Figur 5 gleiche Darstellung wie Figur 4 in der Zweibeihstellung;
Figur 6 gleiche Darstellung wie vor in einer zweiten Drei-Beinstellung;
Figur 7 gleiche Darstellung wie vor in einer weiteren Drei-Beinstellung;
Figur 8 weitere Darstellung wie vor in einer vierten Drei-Beinstellung;
Figur 9 Seitenansicht eines Stützbeines mit seiner bodenseitigen Abstützung.
[0026] In Figur 1 liegt der Schaft einer Waffe 13 auf einem Abstützbolzen auf, der seinerseits
in einem Schwenkteil 14 der Waffenauflage gehalten ist. Der Abstützbolzen, welcher
die Waffe 13 trägt, ist axial im Schwenkteil 14 verstellbar, während das Schwenkteil
14 radial im Körper 1 der Waffenauflage verdrehbar ist.
[0027] An der Unterseite des Körpers 1 ist eine zentrale Ausnehmung 30 angeordnet, in die
schräg (beispielsweise im Winkel von 50 Grad zur Horizontalen) Sacklöcker 23, 28 (vergleiche
Figur 3b und 4 bis 8) einschneiden. Der bodenseitige Innenumfang der zentralen Ausnehmung
30 weist Durchbrechungen auf, die durch das Einschneiden der Sacklöcher 23 in schräger
Richtung in Bezug zur Längsachse der Ausnehmung 30 bedingt sind. Beim Einschieben
eines Kopfes 24 eines Stützbeines 7 in das zugeordnete Sackloch 23 gelangt ein Bund
20 verminderten Durchmessers in den Bereich der zentralen Ausnehmung 30.
[0028] Die zentrale Ausnehmung 30 weist ein Innengewinde 22 auf, in das das Außengewinde
einer zugeordneten Arretierungsschraube 3 eingreift. Die Arretierungsschraube 3 weist
eine stirnseitige Kante 21 auf, die beim Einschrauben der Arretierungsschraube 3 in
das Gewinde 22 sich in den Bund 20 des Kopfes 24 des Stützbeines 7 festklemmt.
[0029] Um zu vermeiden, daß die Arretierungsschraube 3 vollständig herausgeschraubt werden
muss, ist eine Kugelrastung 2 vorgesehen, die aus einer federbelasteten Kugel besteht,
die mit einer Druckfeder 4 in axialer Richtung vorgespannt ist. Es genügt, wenn die
Arretierungsschraube 3 um lediglich eine Umdrehung gelöst wird, damit die Kante 21
außer Eingriff mit dem Bund 20 des Kopfes 24 des Stützbeines 7 gerät und das Stützbein
7 in axialer Richtung aus dem Sackloch 23 herausgezogen werden kann.
[0030] In der Schließstellung, wenn sich die Kante 21 der Arretierungsschraube 3 in den
Bund 20 des Stützbeines 7 einlegt, rastet dann die Kugel der Kugelrastung 2 ein (vergleiche
Figur 1) und die Schließstellung ist damit definiert.
[0031] In gleicher Weise sind auch die übrigen Stützbeine 5 und 6 festgelegt.
[0032] Durch Lösen der Arretierungsschraube 3 können alle Stützbeine 5, 6, 7 auf einmal
herausgezogen und mit einem einzigen Handgriff wieder eingesteckt und festgelegt werden.
[0033] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Zentralverschlusses. Der Zentralverschluß
besteht hier aus einem in ein Gewinde 25 der zentralen Ausnehmung 30 eingeschraubten
Abschlußzapfen 9, der an seinem stirnseitigen Ende Kugeln 8 trägt, von denen jede
Kugel einem Sackloch zugeordnet ist. Auf einem Absatz verminderten Durchmessers des
Abschlußzapfens 9 ist ein Spannring 10 angeordnet, der die Kugeln 8 radial auswärts
presst. Hierdurch werden die Kugeln 8 in den Bund 20 verminderten Durchmessers der
Stützbeine 5, 6, 7 eingepresst und die Stützbeine werden dadurch festgelegt. Diese
Montageart vermeidet die Handbetätigung eines Zentralverschlusses, weil die Stützbeine
5, 6, 7 einfach nur eingesteckt oder herausgezogen werden müssen und in der Schließstellung
stets mit den Kugel 8 verrasten.
[0034] Die Figur 3a und 3b zeigen eine dritte Ausführungsform, bei der in das Gewinde 35
der zentralen Ausnehmung 30 ein Abschlußring 15 eingeschraubt ist. Durch die zentrale
Bohrung 34 des Abschlußringes 15 greift der zapfenförmige ausgebildete Drehverschluß
11, der werkstoffeinstükkig an seiner bodenseitigen Stirnseite mit einem Nockenring
36 verbunden ist. Der Nockenring 36 ist drehbar und in axialer Richtung federbelastet
durch die Druckfeder 12 gegenüber dem Bund 20 des Kopfes 24 der Stützbeine 5, 6, 7.
Der Nockenring 36 weist gemäss Figur 3b radial am Umfang verteilte Verschlußnocken
26 auf, die im eingerasteten Zustand (s. Figur 3a) in den Bund 20 verminderten Durchmessers
des jeweiligen Stützbeines 5,6, 7 eingreifen.
[0035] Bei der Verdrehung des Drehverschlusses geraten dann Ausnehmungen 27 mit vermindertem
radialen Abstand zur Drehachse des Drehverschlusses in den Bereich des jeweiligen
Bundes 20 des Stützbeines, so daß das Stützbein herausgezogen werden kann.
[0036] Zur Festlegung der Offenstellung und der Schließstellung des Drehverschlusses 11
ist wiederum eine Kugelrastung 2 vorgesehen, wobei in Figur 3b eine Offenstellung
(Kugelrastung 2) und eine Schließstellung (Kugelrastung 2') gezeigt ist.
[0037] Jedem Sackloch 23, 28 ist eine Verschlußnocke 26 und eine in Umfangsrichtung daneben
liegende Ausnehmung 27 zugeordnet.
[0038] Die Figur 4 bis 8 zeigen verschiedene Einsteckmöglichkeiten von Stützbeinen 5, 7.
[0039] Figur 4 zeigt die Einsteckstellung bei einem Drei-Stützbein, während Figur 5 die
Einsteckstellung bei einem Zwei-Stützbein zeigt. Die Figuren 6 bis 8 zeigen verschiedene
asymmetrische Einsteckstellungen von Drei-Stützbeinen 5, 6, 7, so daß ersichtlich
ist, daß aufgrund der verschiedenen Einsteckmöglichkeiten der Stützbeine die Anpassung
der Waffenauflage an die unterschiedlichsten Boden- und Schußverhältnisse möglich
ist.
[0040] Eine Erweiterung ergibt sich noch dadurch, daß vorgesehen ist, daß die Längsachsen
der Sacklöcher 28 (vergleiche Figur 3b) eine andere Neigung zur Horizontalen einnehmen
als die Längsachsen der Sacklöcher 23.
[0041] Aus den Darstellungen der Figuren 4 bis 8 wird ferner deutlich, daß in Bezug auf
die Schußrichtung 28 eine ausgezeichnete Abstützung der Waffenauflage am Boden gewährleistet
ist.
[0042] Die Figur 9 zeigt die bodenseitige Abstützung eines Stützbeines 7 mit einer Stahlspitze
17 und einem aufgestülpten Gummifuß 18. Die Stahlspitze 17 ist an einem Gewindebolzen
19 angeordnet, der mit seinem Außengewinde in ein zugeordnetes Innengewinde innerhalb
der Innenbohrung des Stützbeines 7 eingreift. Hierdurch ist die Stahlspitze 17 in
axialer Richtung fein verstellbar.
[0043] Um ein Eindringen der Stahlspitze 17 in weiches Terrain zu vermeiden, ist auf die
Stahlspitze 17 eine Kegelscheibe 16 aufgrepresst.
[0044] Der Kegelwinkel der Kegeischeibe 16 beträgt etwa 90 Grad, ebenso wie der Spitzenwinkel
des Gummifußes 18. Die Stahlspitze 17 weist einen Bund verminderten Durchmessers auf,
der in eine umlaufende Rippe innerhalb des Gummifußes 18 eingreift, so daß sich hiermit
eine Rastverbindung ergibt.
[0045] Gleichzeitig ist der Stahlspitze 17 ein Sackloch 37 innerhalb des Gummifußes 18 vorgeordnet,
so daß sich bei Schußabgabe, wenn eine Kraft in axialer Richtung auf das Stützbein
7 auf den Gummifuß eingeleitet wird, die Spitze 17 in das Sackloch 37 eindrückt und
den Gummifuß 18 radial aufweitet. Hierdurch gerät die bodenseitige Auflagefläche 32
in Berührung mit dem Boden und bremst ein radiales Aufspreizen der Stützbeine 5, 6,
7 am Boden ab. In der Ruhestellung befindet sich die.Auflagefläche 32 in einem geringen
Winkel 31, z.B. einem Winkel von 5 Grad, über dem Boden.
[0046] Der Winkel 33 der Längsachse des Stützbeines 5, 6, 7 in Richtung zur Horizontalen
beträgt vorzugsweise 50 Grad. Der Gummifuß weist eine Härte von 60 bis 80 Shore auf.
[0047] Bei Bedarf kann der Gummifuß 18 sofort abgezogen werden.
[0048] Es sei noch darauf hingeweisen, daß das Gewinde 25, 35 innerhalb der zentralen Ausnehmung
30 ein 3/4"-Gasrohrgewinde ist, so daß die Ersatzteilbeschaffung sehr einfach ist,
weil ein solches Gewinde und die dazugehörenden Zentralverschlüsse einfach zu beschaffen
sind. Statt des gegebenen Gewindes kann auch ein Feingewinde 26x1,5 vorgesehen werden.
1. Waffenauflage für ein Gewehr oder dgl. mit einem den Gewehrschaft tragenden Teil,
das in einen Körper (1) übergeht, der sich seinerseits mit Stützbeinen (5,6,7) am
Boden abstützt, wobei im Körper (1) mehrere, im Winkel (33) zur Horizontalen radial
auswärts weisende Sacklöcher (23, 28) vorgesehen sind, und in jedes Sackloch der Kopf
(24) eines der Stützbeine (5, 6, 7) axial einschiebbar und dort verriegelbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß im Körper (1) eine zentrale Ausnehmung (30) mit einem
Zentralverschluß für die Verriegelung der Stützbeine (5, 6, 7) vorgesehen ist, wobei
die Sacklöcher (23, 28) in die Ausnehmung schräg einschneiden, und daß ein oder mehrere
Sacklöcher (23, 28) einen Winkel zur Vertikalen bilden, der von dem entsprechenden
Winkel der übrigen Sacklöcher unterschiedlich ist.
2. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß
(2, 3) aus einer mit Gewinde (22) in die zentrale Ausnehmung (30) einschraubbaren
Arretierungsschraube (3) besteht, die sich mit einer Kante (21) in einen Bund (20)
verminderten Durchmessers am Kopf (24) des Stützbeines (5, 6, 7) anlegt, (Figur 1).
3. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß
(8, 9, 10) aus einem mit Gewinde (25) in die zentrale Ausnehmung (30) eingeschraubten
Abschlußzapfen (9) besteht, der auf seiner inneren Stirnseite mehrere Kugeln (8) trägt,
von denen jede in das dem Kopf (24) des Stützbeines (5, 6, 7) zugeordnete Sackloch
(23, 28) eingreift und daß die Kugeln (8) durch einen am Innenumfang anliegenden Spannring
(10) radial auswärts gepresst sind, (Figur 2).
4. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß
(11, 15, 26) aus einem mit Gewinde (35) in die zentrale Ausnehmung (30) eingeschraubten
Abschlußring (15) besteht, dessen Mittenbohrung (34) von einem Drehverschluß (11)
durchgriffen ist, der sich mit einem Nockenring (36) drehbar und in axialer Richtung
federbelastet (Druckfeder (12)) an dem Bund (20) des Kopfes (24) des Stützbeines (5,
6, 7) anlegt, (Figur 3a, 3b).
5: Waffenauflage nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehung des Zentralverschlusses (2, 3 oder 11, 15, 26) mit einem Kugelindex (2, 2')
einstellbar ist, (Figur 1, 3a, 3b).
6. Waffenauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß fünf
Sacklöcher (23, 28) radial am Umfang der zentralen Ausnehmung (30) verteilt angeordnet
sind, (Figur 3b-8).
7. Waffenauflage nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Stützbein (5, 6, 7) eine längenverstellbare Stahlspitze (17) an dem bodennahen
Ende aufweist, (Figur 9).
8. Waffenauflage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlspitze (17)
von einem Gummifuß (18) abnehmbar umkleidet ist und daß die bodennächste Auflagefläche
des Gummifußes (18) einen Winkel (31) zur Horizontalen bildet, (Figur 9).
1. Support pour fusil ou arme similaire, comportant une pièce supportant le fût du
fusil et dont le corps (1) s'appuie sur le sol par l'intermédiaire des jambes (5,
6, 7), le corps (1) étant pourvu de plusieurs logements borgnes (23, 28) orientés
radialement vers l'extérieur à un angle (33) par rapport à l'horizontale, logements
dans chacun desquels la tête (24) d'une des jambes d'appui (5, 6, 7) s'introduit axialement
et se verrouille, caractérisé par le fait que le corps (1) présente un évidement central
(30) abritant un dispositif centrai de verrouillage des jambes d'appui (5, 6, 7),
les logements borgnes (23, 28) mordant en biais dans l'évidement, et par le fait qu'un
ou plusieurs logement(s) borgne(s) (23, 28) forme(nt) par rapport à la verticale un
angle différent de celui des autres logements.
2. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
central de verrouillage (2, 3) est constitué par un bouchon de bloquage (3) vissable
dans l'évidement central (30) au moyen du filetage (22) et dont l'arête (21) se bloque
dans une gorge (20) usinée à un diamètre réduit dans la tête (24) des jambes d'appui
(5, 6, 7) (Figure 1).
3. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
central de verrouillage est constitué par un bouchon (9) vissé dans l'évidement (30)
au moyen du filetage (25) et portant à sa face frontale interne plusieurs billes (8),
dont chacune s'engage dans le logement borgne (23, 28) assigné à la tête (24) de la
jambe d'appui (5, 6, 7), et par le fait que les billes (8) sont repoussées radialement
vers l'extérieur par une bague de bloquage (10).
4. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
central de verrouillage (11, 15, 26) est constitué par une bague de fermeture (15)
vissée dans l'évidement central (30) au moyen du filetage (35, et dont l'alésage central
(34) est traversé par un bouchon rotatif (11), qui se bloque par rotation, grâce à
une bague à cames (36) et à l'action axiale du ressort (12), dans la gorge (20) usinée
dans la tête (24) des jambes d'appui (5, 6, 7) (Figures 3A et 3B).
5. Support conforme à une des revendications 2 ou 4, caractérisé par le fait que la
rotation du bouchon central (2, 3, ou 11, 15, 26) peut être réglée à l'aide d'un repère
de position à bille et ressort (2, 2') (Figures 1, 3A, 3B).
6. Support conforme à une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que cinq
logements borgnes (23, 28) orientés radialement sont répartis à la périphérie de l'évidement
central (30) (Figures 3B et 8).
7. Support conforme à une des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé par le
fait que chacune des jambes d'appui (5,6,7) est équipée à son extrémité inférieure
d'une pointe en acier (17) réglable en longueur (Figure 9).
8. Support conforme à la revendication 7, caractérisé par le fait que les pointes
en acier (17) sont pourvues d'une semelle amovible (18) en caoutchouc, et que la surface
d'appui au sol des semelles en caoutchouc (18) forme un angle (31) par rapport à l'horizontale
(Figure 9).
1. Weapon mount for a rifle or the like with a stock-carrying part which merges into
a body (1) which supports itself on the ground with support legs (5), (6), (7) whereby
in the body (1) several blind holes (23), (28) radiating outwards and at an angle
(33) to the horizontal are provided and in each blind hole the head (24) of one of
the support legs (5), (6), (7) can be axially inserted and which is lockable therein,
characterized as: that in the body (1) a central recess (30) with a central lock for
the locking of the support legs (5), (6), (7) is provided, in which the blind holes
(23), (28) cut obliquely into the recess and that one or more blind holes (23), (28)
form an angle with the vertical which is different from the corresponding angle of
the remaining blind holes.
2. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock
(2), (3) consists of a retaining screw (3) capable of being screwed by means of the
thread (22) into the central recess (30) which, with an edge (21), abuts a recess
(20) of reduced diameter in the head (24) of the support legs (5), (6), (7) (Ref.
Fig. 1).
3. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock
(8), (9), (10) consists of a stop plug (9) screwed into the central crecess (30) by means of a thread (25), which . carries on its inner face several balls
(8) each of which engages with the blind hole (23), (28) corresponding with the head
(24) of the support leg (5), (6), (7), and that the balls (8) are spring loaded radially
outwards by a spring ring (10) acting on their inner circumference (Ref. Fig. 2).
4. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock
(11), (15), (26) consists of a stop ring (15) screwed into the central recess (30)
by means of a thread (35), whose middle drilling (34) is penetrated by a rotating
lock (11) which abuts, rotationally and in a spring-loaded (compression spring 12)
fashion the recess (20) of the head (24) of the support leg (5), (6), (7) with a cam
ring (36) (Ref. Fig. 3a, 3b).
5. Weapon mount in accordance with one of the Claims 2 or 4 characterized as: that
the rotation of the central lock (2), (3) or (11), (15), (26) is adjustable by a ball
detent (2), (2') (Ref. Fig. 1, 3a, 3b).
6. Weapon mount in accordance with one of Claims 1- to 4, characterized as: that five
blind holes (23), (28) are arranged distributed radially about the periphery of the
central recess (30) (Ref. Fig. 3b-8).
7. Weapon mount in accordance with one of the previous Claims 1 to 6, characterized
as: that each support leg (5), (6), (7) has a steel point (17) at its foot whose length
can be adjusted (Ref. Fig. 9).
8. Weapon mount in accordance with Claim 7, characterized as: that the steel point
(17) is covered by a removable rubber foot (18) and that the face of the rubber foot
(18) nearest the ground forms an angle (31) to the horizontal (Ref. Fig. 9).