(19)
(11) EP 0 071 887 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.02.1987  Patentblatt  1987/07

(21) Anmeldenummer: 82106847.5

(22) Anmeldetag:  29.07.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F41C 29/00, F16M 11/16

(54)

Waffenauflage für ein Gewehr o.dgl.

Gun rest

Support pour arme à feu portative


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 07.08.1981 DE 3131383

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.02.1983  Patentblatt  1983/07

(71) Anmelder: Garbini, Louis K.
CH-9325 Roggwil TG (CH)

(72) Erfinder:
  • Garbini, Louis K.
    CH-9325 Roggwil TG (CH)

(74) Vertreter: Riebling, Peter, Dr.-Ing. 
Patentanwalt Postfach 31 60
88113 Lindau
88113 Lindau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Waffenauflage für ein Gewehr oder dgl. nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Eine derartige Waffenauflage ist beispielsweise mit dem Gegenstand der FR-A-2 414 707 bekannt geworden. Dort sind zwar Stützbeine in Sacklöcher des Körpers von unten schräg geneigt eingeführt und sie werden dort auch mit Hilfe einer federbelasteten Kugel lösbar fixiert. Es fehlt jedoch ein für alle Stützbeine gemeinsamer Zenralverschluß. Daher ist es bei dieser bekannten Waffenauflage nicht möglich, alle Stützbeine gemeinsam zu arretieren und zu lösen.

    [0003] Mit dem Gegenstand der US-A-3 779 497 ist ein weiteres Stativ bekannt geworden, bei dem ein für alle Stützbeine gemeinsam wirkender Zentralverschluß vorhanden ist. Der Zentralverschluß besteht hier jedoch aus einem keilförmigen Körper, der mit Hilfe einer Schraube und einer an der Schraube ansetzenden Flügelmutter in die zentrale Ausnehmung des Halterungskörpers für die Stützbeine einschraubbar ist. Eine solche Anordnung ist nicht nur stark verschmutzungsanfällig, weil der Körper mit seinen Keilflächen an den zugeordneten Längsflächen der Stützbeine satt anliegen muß, sondern darüber hinaus ist die Bedienung noch schwierig und umständlich, denn die Flügelschraube muß mit vielen Umdrehungen so festgedreht werden, daß ein guter Sitz des keilförmigen Körpers in der zentralen Ausnehmung des die Stützbeine aufnehmenden Halterungskörpers erreicht wird.

    [0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Waffenauflage nach der FR-A-2 414 707 so weiterzubilden, daß eine verschmutzungsunanfällige Halterung der Stützbeine in dem die Stützbeine aufnehmenden Körper gegeben ist, wobei die Möglichkeit bestehen soll, die Neigung der Stützbeine unterschiedlichen Geländegegebenheiten anpassen zu können.

    [0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß im Körper eine zentrale Ausnehmung mit einem Zentralverschluß für die Verriegelung der Stützbeine vorgesehen ist, wobei die Sacklöcher in die Ausnehmung schräg einschneiden, und daß ein oder mehrere der Sacklöcher einen Winkel zur Vertikalen bilden, der von dem entsprechenden Winkel der übrigen Sacklöcher unterschiedlich ist.

    [0006] Mit der Anordnung eines zentralbetätigbaren Zentralverschlusses wird der Vorteil erreicht, daß alle Stützbeine zusammen verund entriegelt werden können. Aufgrund der Tatsache, daß die Sacklöcher in die Ausnehmung des Körpers schräg einschneiden, ergibt sich der Vorteil, daß der Zentralverschluß nur mit seiner Kante an zugeordneten Linienflächen der Stützbeine anliegt. Eine solche Anordnung ist wenig verschmutzungsanfällig, denn der Zentralverschluß entfernt aufgrund seiner Kantenpressung allfällig vorhandene Verschmutzungen, während dies beim Gegenstand der US-A-3 779 497 nicht möglich war.

    [0007] Durch die Anordnung von mehreren Sacklöchern in voneinander unterschiedlichem Winkel ergibt sich der Vorteil, daß entsprechend den Geländegegebenheiten die Stützbeine wahlweise in unterschiedliche geneigte Sacklöcher eingesteckt werden können, so daß eine günstige Anpassung an Geländeunebenheiten gegeben ist. Der Schütze kann nämlich jetzt, je nach den örtlichen Gegegenheiten, wahlweise die Stützbeine der Waffenauflage in dasjenige Sackloch einstecken, welches bezüglich seiner Neigung den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten am besten angepasst ist.

    [0008] Der Zentralverschluß kann in verschiedenen Ausführungsformen ausgebildet sein.

    [0009] Eine erste Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einer mit Gewinde in die zentrale Ausnehmung einschraubbaren Arretierungsschraube besteht, die sich mit einer Kante in einen Bund von vermindertem Durchmesser am Kopf des Stützbeines anlegt. Durch Einschrauben der Arretierungsschraube in das Gewinde der zentralen Ausnehmung wird die Kante an der bodenseitigen Stirnfläche der zentralen Ausnehmung in einen Bund verminderten Durchmessers am Stützbein eingepresst, so daß das Stützbein axial unverschieblich gehalten ist.

    [0010] Eine zweite Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einem mit Gewinde in die zentrale Ausnehmung eingeschraubten Abschlußzapfen besteht, der auf seiner inneren Stirnseite mehrere Kugeln trägt, von denen jede in das dem Kopf des Stützbeines zugeordnete Sackloch eingreift, wobei die Kugeln durch einen im Innenumfang anliegenden Spannring radial auswärts gepresst sind.

    [0011] Dieses Ausführungsbeispiel verwendet keine Arretierungsschraube, sonder radial auswärts durch einen Spannring gepresste Kugeln, die in den Bund verminderten Durchmessers am Kopf des Stützbeines eingepresstwerden. Es wird demnach eine Rastkupplung zwischen dem Kopf des Stützbeines und dem Zentralverschluß vorgesehen, so daß sowohl die Montage als auch die Demontage über den genannten Rastverschluß erfolgt. Es bedarf keiner Betätigung einer Arretierungsschraube mehr.

    [0012] Die dritte Ausführungsform sieht vor, daß der Zentralverschluß aus einem mit Gewinde in die zentraleAusnehmung eingeschraubten Abschlußring besteht, dessen Mittenbohrung von einem Drehverschluß durchgriffen ist, der sich mit einem Nockenring drebar und in axialer Richtung federbelastet an dem Bund des Kopfes des Stützbeines anlegt.

    [0013] Bei dieser Ausführungsform wird ein Nockenring verwendet, der in radialer Richtung vorstehende Nocken aufweist, die sich in den Bund verminderten Durchmessers am Kopf des Stützbeines einpressen. Durch Drehung des Nockenringes gelangen dann Ausnehmungen mit geringerem radialen Abstand zur Drehachse in den Bereich des Bundes am Kopf des Stützbeines, so daß das Stützbein aus dem Sackloch im Körper herausgezogen werden kann.

    [0014] Besonders vorteilhaft hierbei ist es, wenn der Nockenring federbelastet in axialer Richtung gegen den Bund des Stützbeines gepresst wird, weil das Stützbein dann nicht nur gegen axiale Verschiebung, sondern auch gegen Verdrehung gesichert ist. Der genannte Nockenring kann auch als Exzenter-Drehverschluß bezeichnet werden, weil die radial vorstehenden Nocken, welche in den Bund am Kopf des Stützbeines eingreifen, einen anderen radialen Abstand zur Drehachse des Nockenverschlußes aufweisen, als die in Umfangsrichtung sich an die vorstehenden Nocken anschliessenden Ausnehmungen mit geringerem radialen Abstand zur Drehachse.

    [0015] Beim ersten und dritten Ausführungsbeispiel ist die Drehung eines Betätigungselements (Zentralverschluß) notwendig. Um diese Drehung einfach und bedienungssicher zu gestalten, ist ein sogenannter Kugelindex vorgesehen, der aus einer federbelasteten Kugel besteht, die in der Verschlußstellung des Zenralverschlusses in eine zugeordnete Ausnehmung im Körper einrastet. Mit dieser Raststellung wird dem Zentralverschluß eine eindeutige Verschlußstellung und eine eindeutige Offenstellung zugeordnet.

    [0016] Die Anordnung der Langlöcher, die radial am Umfang verteilt rund um die zentrale Ausnehmung angeordnet sind, ist beliebig. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird eine Anzahl von fünf Sacklöchern bevorzugt. Es ergeben sich hiermit vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, denn es kann eine Waffenauflage mit drei Stützbeinen aufgebaut werden, wobei die drei Stützbeine beliebig auf die fünf Sacklöcher verteilt eingesteckt werden können. Statt eines Dreibeines ist auch der Aufbau eines zweibeines möglich, wodurch sich bei der Anordnung von fünf Sacklöchern noch mehr Kombinationsmöglichkeiten ergeben.

    [0017] Bei der Anordnung von beispielsweise fünf Sacklöchern werden drei Sacklöcher mitgleichem Winkel der Längsachse zur Horizontalen (bevorzugt 50 Grad) angeordnet, während die Längsachse anderer Sacklöcher einen anderen Winkel Horizontalen einnimmt.

    [0018] Eingangswurde erläutert, daß es auf eine günstige Kraftübertragung von der Gewehrauflage auf den Boden ankommt. Zur Lösung dieser Aufgabe dient auch die besondere Ausbildung des bodenseitigen Endes des Stützbeines, das nach der Erfindung eine längenverstellbare Stahlspitze aufweist.

    [0019] Es ist zweckmässig, wenn die Stahlspitze von einem Gummifuß abnehmbar umkleidet ist und die bodennächste Auflagefläche des Gummifußes einen Winkel zur Horizontalen bildet.

    [0020] Mit den genannten Merkmalen ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß sich eine feine, zusätzliche Ausnivellierung des Waffenstativs mit der Waffe und dem Zielfernrohr in die Waagrechte mittels einstellbarer Stahlspitze mit Gummifuß ergibt. Bei Bedarf kann der Gummifuß sofort abgenommen werden, z.B. beim Schießen auf sehr hartem, glitschigem Terrain.

    [0021] Bei dieser Gummifuß-Freistellung von ca. 5 Grad ist eine äußerst griffige, stoßdämpfende Wirkung das Ergebnis, sowie eine hohe Standfestigkeit des Waffenstativs mit der Präzisionswaffe, z.B. auf glatten Oberflächen, wie Kunststoffbelägen, also Bürotischen oder Fensterbänken aus Aluminium mit eloxierter und harter Oberfläche oder Fensterbänken aus Stahl oder kratzfestem Kunststofflack oder Pulverbeschichtung.

    [0022] Die Gummifüße haben weiter den Vorteil, beim Schießen auf Bürotischen keine Beschädigungen zu hinterlassen und beim Manipulieren keine Geräusche zu erzeugen.

    [0023] Beim Aufsetzen des Gummifußes auf den Boden nimmt die bodennächste Auflagefläche einen geringen Winkel, z.B. von 5 Grad zur Horizontalen, ein. Bei der Schußabgabe verringert sich der Winkel der Längsachse des Stützbeines in Bezug zur Horizontalen, weil die Stützbeine aufgrund der eingeleiteten Rückstoßkraft radial auswärts gespreizt werden, wodurch gleichzeitig diese bondennächste Auflagefläche in ganzflächigem Kontakt zum Boden kommt und hierdurch eine Bremswirkung und eine Stoßdämpfung erzeugt. Ein unzulässig starkes Auseinanderspreizen der Stützbeine wird hierdurch vermieden und die Befestigungen der Köpfe der Stützbeine in den Sacklöchern werdennur wenig auf Verbiegung beansprucht. Der Zentralverschluß kann deshalb besonders leicht und einfach konstruiert werden, weil durch die Vermeidung des unzulässigen Auseinanderspreizens der Stützbeine aufgrund der Anordnung eines Gummifußes mit einer freigestelltn Auflagefläche ein Brems- und Stoßdämpfereffekt bei der Abgabe des Schusses erreicht wird.

    [0024] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

    Es zeigen: _



    [0025] 

    Figur 1 eine schmatisiert gezeichnete Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch die Waffenauflage nach der Erfindung in einer ersten Ausführungsform;

    Figur 2 Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch eine zweite Ausführungsform;

    Figur 3a Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch eine dritte Ausführungsform;

    Figur 3b Ansicht in Richtung des Pfeiles IIIb nach Figur 3a;

    Figur 4 Unteransicht des Körpers der Waffenauflage in der Drei-Beinstellung;

    Figur 5 gleiche Darstellung wie Figur 4 in der Zweibeihstellung;

    Figur 6 gleiche Darstellung wie vor in einer zweiten Drei-Beinstellung;

    Figur 7 gleiche Darstellung wie vor in einer weiteren Drei-Beinstellung;

    Figur 8 weitere Darstellung wie vor in einer vierten Drei-Beinstellung;

    Figur 9 Seitenansicht eines Stützbeines mit seiner bodenseitigen Abstützung.



    [0026] In Figur 1 liegt der Schaft einer Waffe 13 auf einem Abstützbolzen auf, der seinerseits in einem Schwenkteil 14 der Waffenauflage gehalten ist. Der Abstützbolzen, welcher die Waffe 13 trägt, ist axial im Schwenkteil 14 verstellbar, während das Schwenkteil 14 radial im Körper 1 der Waffenauflage verdrehbar ist.

    [0027] An der Unterseite des Körpers 1 ist eine zentrale Ausnehmung 30 angeordnet, in die schräg (beispielsweise im Winkel von 50 Grad zur Horizontalen) Sacklöcker 23, 28 (vergleiche Figur 3b und 4 bis 8) einschneiden. Der bodenseitige Innenumfang der zentralen Ausnehmung 30 weist Durchbrechungen auf, die durch das Einschneiden der Sacklöcher 23 in schräger Richtung in Bezug zur Längsachse der Ausnehmung 30 bedingt sind. Beim Einschieben eines Kopfes 24 eines Stützbeines 7 in das zugeordnete Sackloch 23 gelangt ein Bund 20 verminderten Durchmessers in den Bereich der zentralen Ausnehmung 30.

    [0028] Die zentrale Ausnehmung 30 weist ein Innengewinde 22 auf, in das das Außengewinde einer zugeordneten Arretierungsschraube 3 eingreift. Die Arretierungsschraube 3 weist eine stirnseitige Kante 21 auf, die beim Einschrauben der Arretierungsschraube 3 in das Gewinde 22 sich in den Bund 20 des Kopfes 24 des Stützbeines 7 festklemmt.

    [0029] Um zu vermeiden, daß die Arretierungsschraube 3 vollständig herausgeschraubt werden muss, ist eine Kugelrastung 2 vorgesehen, die aus einer federbelasteten Kugel besteht, die mit einer Druckfeder 4 in axialer Richtung vorgespannt ist. Es genügt, wenn die Arretierungsschraube 3 um lediglich eine Umdrehung gelöst wird, damit die Kante 21 außer Eingriff mit dem Bund 20 des Kopfes 24 des Stützbeines 7 gerät und das Stützbein 7 in axialer Richtung aus dem Sackloch 23 herausgezogen werden kann.

    [0030] In der Schließstellung, wenn sich die Kante 21 der Arretierungsschraube 3 in den Bund 20 des Stützbeines 7 einlegt, rastet dann die Kugel der Kugelrastung 2 ein (vergleiche Figur 1) und die Schließstellung ist damit definiert.

    [0031] In gleicher Weise sind auch die übrigen Stützbeine 5 und 6 festgelegt.

    [0032] Durch Lösen der Arretierungsschraube 3 können alle Stützbeine 5, 6, 7 auf einmal herausgezogen und mit einem einzigen Handgriff wieder eingesteckt und festgelegt werden.

    [0033] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Zentralverschlusses. Der Zentralverschluß besteht hier aus einem in ein Gewinde 25 der zentralen Ausnehmung 30 eingeschraubten Abschlußzapfen 9, der an seinem stirnseitigen Ende Kugeln 8 trägt, von denen jede Kugel einem Sackloch zugeordnet ist. Auf einem Absatz verminderten Durchmessers des Abschlußzapfens 9 ist ein Spannring 10 angeordnet, der die Kugeln 8 radial auswärts presst. Hierdurch werden die Kugeln 8 in den Bund 20 verminderten Durchmessers der Stützbeine 5, 6, 7 eingepresst und die Stützbeine werden dadurch festgelegt. Diese Montageart vermeidet die Handbetätigung eines Zentralverschlusses, weil die Stützbeine 5, 6, 7 einfach nur eingesteckt oder herausgezogen werden müssen und in der Schließstellung stets mit den Kugel 8 verrasten.

    [0034] Die Figur 3a und 3b zeigen eine dritte Ausführungsform, bei der in das Gewinde 35 der zentralen Ausnehmung 30 ein Abschlußring 15 eingeschraubt ist. Durch die zentrale Bohrung 34 des Abschlußringes 15 greift der zapfenförmige ausgebildete Drehverschluß 11, der werkstoffeinstükkig an seiner bodenseitigen Stirnseite mit einem Nockenring 36 verbunden ist. Der Nockenring 36 ist drehbar und in axialer Richtung federbelastet durch die Druckfeder 12 gegenüber dem Bund 20 des Kopfes 24 der Stützbeine 5, 6, 7. Der Nockenring 36 weist gemäss Figur 3b radial am Umfang verteilte Verschlußnocken 26 auf, die im eingerasteten Zustand (s. Figur 3a) in den Bund 20 verminderten Durchmessers des jeweiligen Stützbeines 5,6, 7 eingreifen.

    [0035] Bei der Verdrehung des Drehverschlusses geraten dann Ausnehmungen 27 mit vermindertem radialen Abstand zur Drehachse des Drehverschlusses in den Bereich des jeweiligen Bundes 20 des Stützbeines, so daß das Stützbein herausgezogen werden kann.

    [0036] Zur Festlegung der Offenstellung und der Schließstellung des Drehverschlusses 11 ist wiederum eine Kugelrastung 2 vorgesehen, wobei in Figur 3b eine Offenstellung (Kugelrastung 2) und eine Schließstellung (Kugelrastung 2') gezeigt ist.

    [0037] Jedem Sackloch 23, 28 ist eine Verschlußnocke 26 und eine in Umfangsrichtung daneben liegende Ausnehmung 27 zugeordnet.

    [0038] Die Figur 4 bis 8 zeigen verschiedene Einsteckmöglichkeiten von Stützbeinen 5, 7.

    [0039] Figur 4 zeigt die Einsteckstellung bei einem Drei-Stützbein, während Figur 5 die Einsteckstellung bei einem Zwei-Stützbein zeigt. Die Figuren 6 bis 8 zeigen verschiedene asymmetrische Einsteckstellungen von Drei-Stützbeinen 5, 6, 7, so daß ersichtlich ist, daß aufgrund der verschiedenen Einsteckmöglichkeiten der Stützbeine die Anpassung der Waffenauflage an die unterschiedlichsten Boden- und Schußverhältnisse möglich ist.

    [0040] Eine Erweiterung ergibt sich noch dadurch, daß vorgesehen ist, daß die Längsachsen der Sacklöcher 28 (vergleiche Figur 3b) eine andere Neigung zur Horizontalen einnehmen als die Längsachsen der Sacklöcher 23.

    [0041] Aus den Darstellungen der Figuren 4 bis 8 wird ferner deutlich, daß in Bezug auf die Schußrichtung 28 eine ausgezeichnete Abstützung der Waffenauflage am Boden gewährleistet ist.

    [0042] Die Figur 9 zeigt die bodenseitige Abstützung eines Stützbeines 7 mit einer Stahlspitze 17 und einem aufgestülpten Gummifuß 18. Die Stahlspitze 17 ist an einem Gewindebolzen 19 angeordnet, der mit seinem Außengewinde in ein zugeordnetes Innengewinde innerhalb der Innenbohrung des Stützbeines 7 eingreift. Hierdurch ist die Stahlspitze 17 in axialer Richtung fein verstellbar.

    [0043] Um ein Eindringen der Stahlspitze 17 in weiches Terrain zu vermeiden, ist auf die Stahlspitze 17 eine Kegelscheibe 16 aufgrepresst.

    [0044] Der Kegelwinkel der Kegeischeibe 16 beträgt etwa 90 Grad, ebenso wie der Spitzenwinkel des Gummifußes 18. Die Stahlspitze 17 weist einen Bund verminderten Durchmessers auf, der in eine umlaufende Rippe innerhalb des Gummifußes 18 eingreift, so daß sich hiermit eine Rastverbindung ergibt.

    [0045] Gleichzeitig ist der Stahlspitze 17 ein Sackloch 37 innerhalb des Gummifußes 18 vorgeordnet, so daß sich bei Schußabgabe, wenn eine Kraft in axialer Richtung auf das Stützbein 7 auf den Gummifuß eingeleitet wird, die Spitze 17 in das Sackloch 37 eindrückt und den Gummifuß 18 radial aufweitet. Hierdurch gerät die bodenseitige Auflagefläche 32 in Berührung mit dem Boden und bremst ein radiales Aufspreizen der Stützbeine 5, 6, 7 am Boden ab. In der Ruhestellung befindet sich die.Auflagefläche 32 in einem geringen Winkel 31, z.B. einem Winkel von 5 Grad, über dem Boden.

    [0046] Der Winkel 33 der Längsachse des Stützbeines 5, 6, 7 in Richtung zur Horizontalen beträgt vorzugsweise 50 Grad. Der Gummifuß weist eine Härte von 60 bis 80 Shore auf.

    [0047] Bei Bedarf kann der Gummifuß 18 sofort abgezogen werden.

    [0048] Es sei noch darauf hingeweisen, daß das Gewinde 25, 35 innerhalb der zentralen Ausnehmung 30 ein 3/4"-Gasrohrgewinde ist, so daß die Ersatzteilbeschaffung sehr einfach ist, weil ein solches Gewinde und die dazugehörenden Zentralverschlüsse einfach zu beschaffen sind. Statt des gegebenen Gewindes kann auch ein Feingewinde 26x1,5 vorgesehen werden.


    Ansprüche

    1. Waffenauflage für ein Gewehr oder dgl. mit einem den Gewehrschaft tragenden Teil, das in einen Körper (1) übergeht, der sich seinerseits mit Stützbeinen (5,6,7) am Boden abstützt, wobei im Körper (1) mehrere, im Winkel (33) zur Horizontalen radial auswärts weisende Sacklöcher (23, 28) vorgesehen sind, und in jedes Sackloch der Kopf (24) eines der Stützbeine (5, 6, 7) axial einschiebbar und dort verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Körper (1) eine zentrale Ausnehmung (30) mit einem Zentralverschluß für die Verriegelung der Stützbeine (5, 6, 7) vorgesehen ist, wobei die Sacklöcher (23, 28) in die Ausnehmung schräg einschneiden, und daß ein oder mehrere Sacklöcher (23, 28) einen Winkel zur Vertikalen bilden, der von dem entsprechenden Winkel der übrigen Sacklöcher unterschiedlich ist.
     
    2. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß (2, 3) aus einer mit Gewinde (22) in die zentrale Ausnehmung (30) einschraubbaren Arretierungsschraube (3) besteht, die sich mit einer Kante (21) in einen Bund (20) verminderten Durchmessers am Kopf (24) des Stützbeines (5, 6, 7) anlegt, (Figur 1).
     
    3. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß (8, 9, 10) aus einem mit Gewinde (25) in die zentrale Ausnehmung (30) eingeschraubten Abschlußzapfen (9) besteht, der auf seiner inneren Stirnseite mehrere Kugeln (8) trägt, von denen jede in das dem Kopf (24) des Stützbeines (5, 6, 7) zugeordnete Sackloch (23, 28) eingreift und daß die Kugeln (8) durch einen am Innenumfang anliegenden Spannring (10) radial auswärts gepresst sind, (Figur 2).
     
    4. Waffenauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralverschluß (11, 15, 26) aus einem mit Gewinde (35) in die zentrale Ausnehmung (30) eingeschraubten Abschlußring (15) besteht, dessen Mittenbohrung (34) von einem Drehverschluß (11) durchgriffen ist, der sich mit einem Nockenring (36) drehbar und in axialer Richtung federbelastet (Druckfeder (12)) an dem Bund (20) des Kopfes (24) des Stützbeines (5, 6, 7) anlegt, (Figur 3a, 3b).
     
    5: Waffenauflage nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung des Zentralverschlusses (2, 3 oder 11, 15, 26) mit einem Kugelindex (2, 2') einstellbar ist, (Figur 1, 3a, 3b).
     
    6. Waffenauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß fünf Sacklöcher (23, 28) radial am Umfang der zentralen Ausnehmung (30) verteilt angeordnet sind, (Figur 3b-8).
     
    7. Waffenauflage nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Stützbein (5, 6, 7) eine längenverstellbare Stahlspitze (17) an dem bodennahen Ende aufweist, (Figur 9).
     
    8. Waffenauflage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlspitze (17) von einem Gummifuß (18) abnehmbar umkleidet ist und daß die bodennächste Auflagefläche des Gummifußes (18) einen Winkel (31) zur Horizontalen bildet, (Figur 9).
     


    Revendications

    1. Support pour fusil ou arme similaire, comportant une pièce supportant le fût du fusil et dont le corps (1) s'appuie sur le sol par l'intermédiaire des jambes (5, 6, 7), le corps (1) étant pourvu de plusieurs logements borgnes (23, 28) orientés radialement vers l'extérieur à un angle (33) par rapport à l'horizontale, logements dans chacun desquels la tête (24) d'une des jambes d'appui (5, 6, 7) s'introduit axialement et se verrouille, caractérisé par le fait que le corps (1) présente un évidement central (30) abritant un dispositif centrai de verrouillage des jambes d'appui (5, 6, 7), les logements borgnes (23, 28) mordant en biais dans l'évidement, et par le fait qu'un ou plusieurs logement(s) borgne(s) (23, 28) forme(nt) par rapport à la verticale un angle différent de celui des autres logements.
     
    2. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif central de verrouillage (2, 3) est constitué par un bouchon de bloquage (3) vissable dans l'évidement central (30) au moyen du filetage (22) et dont l'arête (21) se bloque dans une gorge (20) usinée à un diamètre réduit dans la tête (24) des jambes d'appui (5, 6, 7) (Figure 1).
     
    3. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif central de verrouillage est constitué par un bouchon (9) vissé dans l'évidement (30) au moyen du filetage (25) et portant à sa face frontale interne plusieurs billes (8), dont chacune s'engage dans le logement borgne (23, 28) assigné à la tête (24) de la jambe d'appui (5, 6, 7), et par le fait que les billes (8) sont repoussées radialement vers l'extérieur par une bague de bloquage (10).
     
    4. Support conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif central de verrouillage (11, 15, 26) est constitué par une bague de fermeture (15) vissée dans l'évidement central (30) au moyen du filetage (35, et dont l'alésage central (34) est traversé par un bouchon rotatif (11), qui se bloque par rotation, grâce à une bague à cames (36) et à l'action axiale du ressort (12), dans la gorge (20) usinée dans la tête (24) des jambes d'appui (5, 6, 7) (Figures 3A et 3B).
     
    5. Support conforme à une des revendications 2 ou 4, caractérisé par le fait que la rotation du bouchon central (2, 3, ou 11, 15, 26) peut être réglée à l'aide d'un repère de position à bille et ressort (2, 2') (Figures 1, 3A, 3B).
     
    6. Support conforme à une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que cinq logements borgnes (23, 28) orientés radialement sont répartis à la périphérie de l'évidement central (30) (Figures 3B et 8).
     
    7. Support conforme à une des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé par le fait que chacune des jambes d'appui (5,6,7) est équipée à son extrémité inférieure d'une pointe en acier (17) réglable en longueur (Figure 9).
     
    8. Support conforme à la revendication 7, caractérisé par le fait que les pointes en acier (17) sont pourvues d'une semelle amovible (18) en caoutchouc, et que la surface d'appui au sol des semelles en caoutchouc (18) forme un angle (31) par rapport à l'horizontale (Figure 9).
     


    Claims

    1. Weapon mount for a rifle or the like with a stock-carrying part which merges into a body (1) which supports itself on the ground with support legs (5), (6), (7) whereby in the body (1) several blind holes (23), (28) radiating outwards and at an angle (33) to the horizontal are provided and in each blind hole the head (24) of one of the support legs (5), (6), (7) can be axially inserted and which is lockable therein, characterized as: that in the body (1) a central recess (30) with a central lock for the locking of the support legs (5), (6), (7) is provided, in which the blind holes (23), (28) cut obliquely into the recess and that one or more blind holes (23), (28) form an angle with the vertical which is different from the corresponding angle of the remaining blind holes.
     
    2. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock (2), (3) consists of a retaining screw (3) capable of being screwed by means of the thread (22) into the central recess (30) which, with an edge (21), abuts a recess (20) of reduced diameter in the head (24) of the support legs (5), (6), (7) (Ref. Fig. 1).
     
    3. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock (8), (9), (10) consists of a stop plug (9) screwed into the central crecess (30) by means of a thread (25), which . carries on its inner face several balls (8) each of which engages with the blind hole (23), (28) corresponding with the head (24) of the support leg (5), (6), (7), and that the balls (8) are spring loaded radially outwards by a spring ring (10) acting on their inner circumference (Ref. Fig. 2).
     
    4. Weapon mount in accordance with Claim 1, characterized as: that the central lock (11), (15), (26) consists of a stop ring (15) screwed into the central recess (30) by means of a thread (35), whose middle drilling (34) is penetrated by a rotating lock (11) which abuts, rotationally and in a spring-loaded (compression spring 12) fashion the recess (20) of the head (24) of the support leg (5), (6), (7) with a cam ring (36) (Ref. Fig. 3a, 3b).
     
    5. Weapon mount in accordance with one of the Claims 2 or 4 characterized as: that the rotation of the central lock (2), (3) or (11), (15), (26) is adjustable by a ball detent (2), (2') (Ref. Fig. 1, 3a, 3b).
     
    6. Weapon mount in accordance with one of Claims 1- to 4, characterized as: that five blind holes (23), (28) are arranged distributed radially about the periphery of the central recess (30) (Ref. Fig. 3b-8).
     
    7. Weapon mount in accordance with one of the previous Claims 1 to 6, characterized as: that each support leg (5), (6), (7) has a steel point (17) at its foot whose length can be adjusted (Ref. Fig. 9).
     
    8. Weapon mount in accordance with Claim 7, characterized as: that the steel point (17) is covered by a removable rubber foot (18) and that the face of the rubber foot (18) nearest the ground forms an angle (31) to the horizontal (Ref. Fig. 9).
     




    Zeichnung