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EP 0 071 927 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.01.1985 Patentblatt 1985/05 |
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Anmeldetag: 31.07.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: G21F 9/16 |
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Verfahren zur Verfestigung von radioaktiven Abfällen
Process for solidifying radioactive wastes
Procédé de solidification des déchets radioactifs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
07.08.1981 DE 3131276
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.02.1983 Patentblatt 1983/07 |
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Anmelder: FORSCHUNGSZENTRUM JÜLICH GMBH |
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52425 Jülich (DE) |
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Erfinder: |
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- Thiele, Dietrich, Dr.
D-5162 Niederzier-Hambach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verfestigung von radioaktiven Abfällen
in einer Glasmatrix, bei dem eine mit dem aktiven Material angereicherte Glasschmelze
unter Abkühlung zum Erstarren gebracht wird.
[0002] Glas gilt als chemisch und thermisch weitgehend resistentes Material und die Verfahren
zur Verglasung hochradioaktiver Abfälle aus Wiederaufbereitungsanlagen (für Kernbrennstoff)
weisen weltweit einen hohen Entwicklungsstand auf. Die Spaltproduktlösungen werden
aufkonzentriert, mit Glasbildnern oder Glasfritte vermengt, getrocknet, calciniert
und chargenweise oder in kontinuierlichem Betrieb in Öfen zu Glas verschmolzen und
in Endlagerbehälter abgefüllt. Diese werden zur Vermeidung von Rissen und Spannungen
im Glas langsam abgekühlt und schließlich zur Endlagerstelle gebracht.
[0003] Bei der Wahl der Glaszusammensetzung ist man gezwungen, einen gewissen Kompromiß
einzugehen, da hochresistente Gläser, die bis zu 80 % Si0
2 enthalten, Temperaturen von 1 300 bis 1 600 °C zum Erschmelzen erfordern. Bei diesen
hohen Temperaturen würden erhebliche Anteile des radioaktiven Materials verflüchtigt
werden. Die tatsächlich eingesetzten Gläser enthalten daher einen geringeren Si0
2 Anteil neben Oxiden von Li, Na, K, Mg, Ca, Ba, B, Ti und dergleichen aus der Glastechnik
bekannten Zusätzen. Solche Gläser erweisen sich nun als nicht absolut auslaugungsbeständig,
insbesondere wenn man sie den derzeit für Auslaugungsprüfungen vorgesehenen Bedingungen
unterwirft. So zeigt spalt - produkthaltiges Borsilikatglas nach einer 500- stündigen
Einwirkung von Carnallitlauge bei 200 °C und 100 at bereits dicke gelartige Krusten
aus korrodiertem Glas.
[0004] Als auslaugungsbeständigere Einschlußmassen wurden daher bereits aluminiumoxidhaltige
Gläser oder keramische Massen untersucht, wie sie in dem zusammenfassenden Bericht
von G. Sachse und H. Rosenberger in « Kernenergie 10 (1967) Seiten 205-210 angegeben
werden. Dabei werden als besonders auslaugungsbeständige Glassysteme u. a. Glasurschmelzen
auf der Basis von AI
20
3, CaO, Na
20, B
20
3 und Si0
2 genannt. Solche aluminiumhaltigen Borsilikatgläser benötigen zum Erschmelzen Temperaturen
um oder über 1 500 °C, die für die Spaltproduktverfestigung unerwünscht hoch sind.
[0005] Ferner besteht bei Gläsern eine erhebliche Tendenz zu spontanen Kristallisationen,
die physikalische und chemische Veränderungen hervorrufen, die sich erheblich auf
die mechanische Zerstörbarkeit, Auslaugungsresistenz und Wärmeleitfähigkeit sowie
andere Eigenschaften auswirken können. Man hat daher bereits versucht, solche Gläser
durch gesteuerte Kristallisationen in Glaskeramiken mit noch verbesserten Eigenschaften
umzuwandeln (A. De u. a. in «Atomwirtschaft 1975. Seiten 359-360). Für eine solche
Glaskeramikbildung muß die bereits bei hoher Temperatur erschmolzene Glasmasse einer
bis zu 24stündigen kontrollierten Wärmebehandlung bei hohen Temperaturen in der Nähe
des Schmelzpunktes ausgesetzt werden. Im größeren Maßstabe haben sich solche Techniken
als nur schwierig durchführbar und wenig befriedigend erwiesen.
[0006] Aus diesem Grunde wurde in Schweden das sogenannte Asea-Verfahren zur Spaltproduktverfestigung
entwickelt, nach dem calcinierte Spaltprodukte mit Aluminiumoxid vermengt und unter
einem Preßdruck von mehreren 1 000 atm bei etwa 800-900 °C zu einem Monolithen verfestigt
werden, der in Carnallitlauge beständig sein soll. Eine solche Monolithbildung unter
außerordentlich hohen Drucken scheint kaum als Standardverfahren für die Verfestigung
von radioaktiven Abfällen geeignet zu sein.
[0007] Das heißt, zur Erzielung einer möglichst guten Auslaugbeständigkeit von glass- oder
keramikartigen spaltprodukthaltigen Massen werden entweder sehr aufwendige oder nicht
völlig erprobte Techniken benötigt oder relativ hohe Schmelztemperaturen angewandt,
so daß Aktivitätsverluste zu befürchten sind. Aufgabe der Erfindung ist daher die
Schaffung eines neuen Verfahrens zur Verfestigung radioaktiver Abfälle, das sich weitgehend
bereits erprobter Techniken bedient und ohne übermäßigen Aufwand durchführbar ist,
starke Verdampfungsverluste vermeidet und zu einer Verfestigungsform mit verbesserten
Eigenschaften führt.
[0008] Das zu diesem Zweck entwickelte erfindungsgemäße Verfahren der eingangs genannten
Art ist dadurch gekennzeichnet, daß die maximal 1 200 °C heiße Glasschmelze mit dem
aktiven Abfall innerhalb des Endlagerbehälters vor ihrer Abkühlung zumindest längs
ihrer Oberfläche mit festem viskositätssteigernden Oxid bis zu einer wenigstens teilweisen
Auflösung desselben in Kontakt gebracht wird.
[0009] Zu geeigneten Oxiden gehören Aluminiumoxid und Zirkoniumoxid, wobei ungesintertes
Aluminiumoxid bevorzugt wird.
[0010] Es hat sich gezeigt, daß insbesondere Aluminiumoxid von spaltprodukthaltiger Glasschmelze
in gewisser Menge resorbiert werden kann, die dabei zähflüssiger wird und bei Abkühlung
unter Bildung eines resistenten Materials erstarrt. Verwendet man zweckmäßigerweise
ungesintertes Aluminiumoxid, so ergeben sich brauchbare Lösungsgeschwindigkeiten des
Oxids in der Glasschmelze.
[0011] Geht man dagegen zur Erzeugung ähnlicher aluminium-oxidhaltiger Massen von einer
Mischung der Bestandteile aus, die dann erhitzt und zum Schmelzen gebracht wird, so
werden erheblich höhere Temperaturen benötigt, die zu beträchtlichen Verdampfungsverlusten
und zu starker Ofenkorrosion führen würden. Ferner ist das Schäumen solcher Schmelzen
nur schwer zu beherrschen und führt zu blasendurchsetzten festen Massen, deren Auslaugungsbeständigkeit
vermindert sein dürfte.
[0012] Beim erfindungsgemäßen Verfahren läßt man vorzugsweise die mit bis zu 30 % Spaltprodukten
angereicherte Schmelze in den Endlagerbehälter einlaufen, der zur Erzeugung einer
einheitlichen, insbesondere Al
20
3-gesättigten Masse mit kugeligem, faserförmigen oder schwammartigem ungesinterten
Aluminiumoxid gefüllt ist. Die (durch entsprechende Auswahl von Temperatur oder Zusammensetzung)
ausreichend dünnflüssige Schmelze füllt rasch die angebotenen Hohlräume, bevor der
Auflösungsprozeß unter Viskositätsanstieg einsetzt. Je nach Temperatur und Lösevermögen
des jeweiligen Glases und gewünschter Qualitätsverbesserung wird das Aluminiumoxid
mehr oder minder angelöst oder auch ganz aufgelöst.
[0013] Ausgehend davon, daß die Glasblöcke während des Lagerns intakt bleiben, kann statt
des homogenen Schutzes auch nur ein Außenschutz vorgesehen werden, indem der Endlagerbehälter
mit einer Aluminiumoxidwand (z. B. kompakt oder in Form einer Fasermatte aus Aluminiumoxid)
oder einer Beschichtung durch Auftragen oder Flammspritzen versehen wird, durch deren
Auflösung der Glasblock eine korrosionsbeständige Außenhaut erhält.
[0014] Die Glasschmelze kann z. B. (ohne Spaltprodukte gerechnet) etwa 50-70 % Si0
2 und etwa 10 bis 30 % B
20
3 sowie 6-12 % Na
20 und 1-6 % Li
20 und gegebenenfalls Zusätze wie CaO, CuO, Ti0
2, ZnO und/oder BaO enthalten (wobei die angegebenen Prozente Gewichtsprozente bedeuten).
Über Beispiele für spezielle Zusammensetzungen wurde anlässlich des GDCh-Seminars
«Über Chemie und Verfahrenstechnik bei der Verfestigung flüssiger hochradioaktiver
Abfälle in Jülich vom 1. bis 5. Juni 1981 berichtet.
[0015] Besonders zweckmäßig ist eine Zusammensetzung der Glasschmelze aus 40-60 % Si0
2, 15-25 % B
2O
3, 10-18 % CaO, 6-15 % Na
20 und 0-5 % Li
20.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die bislang angewandte Glasschmelztechnologie
unverändert beibehalten werden kann und Produkte gebildet werden, die neben einer
hohen Auslaugresistenz eine bessere Wärmeleitfähigkeit besitzen, wobei außerdem eine
Entmischung der Glaskomponenten oder Seigerung durch die höhere Viskosität und Anwesenheit
von Aluminiumoxidpartikeln stark eingeschränkt ist.
[0017] Gemäß einer Abwandlung der vorstehend beschriebenen Verfahrensweise kann man auch
Oxidpartikeln, Glasfritte und Waste gemeinsam in den heißen Endlagerbehälter dosiert
einbringen oder gemeinsam in diesem erhitzen.
[0018] Zweckmäßig ist eine vollständige Auflösung des Oxids in der Schmelze, insbesondere
in einer zur AI
20
3 - Sättigung des Glases führenden Menge, sofern die dafür erforderlichen Temperaturen
und Zeiten angemessen sind.
[0019] Für die Herstellung homogener Massen eignen sich besonders relativ lockere poröse
Kugeln mit mindestens 2 mm Durchmesser, die von entsprechend dünnflüssiger heißer
Schmelze getränkt werden, die so rasch die Gesamtmasse der Kugelschüttung durchdringen
muß, daß keine vorzeitige Viskositätssteigerung auftritt. Die Zähigkeit der Schmelze
und die Hohlraumgröße sowie die Kontakttemperatur müssen daher im Hinblick auf die
Erzielung eines möglichst einheitlichen Körpers bei möglichst niedriger Temperatur
(zur Vermeidung von Verdampfungsverlusten) aufeinander abgestimmt werden. Zweckmäßigerweise
können schmelzfördernde Mittel wie insbesondere bis zu 5 % Lithiumoxid in der Glasmasse
enthalten sein.
[0020] Man kann in die Glasschmelze auch dünne AI
20
3 - Stäbe und/oder - Rohre in entsprechender Verteilung einbringen.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Beispielen erläutert :
Beispiel 1
[0022] Eine 20 mm hohe Schüttung von Aluminiumoxidkügelchen von etwa 2 mm 0 (19 ml) wurde
bei 1 100-1 200 °C mit 25 ml einer 20 % Waste (gerechnet als Oxid) enthaltenden Glasschmelze
aus ungefähr 47 % Si0
2, 25 % B
20
3, 6,3 % Na
20, 1,3 % Li
20 und 19 % Ca0 der gleichen Temperatur überschüttet, die sich rasch und gleichmäßig
in der Kugelschüttung verteilte. Nach 24-stündigem Aufenthalt dieser Masse bei 1 100-1
200 °C wurde die Masse langsam abgekühlt.
[0023] Als Ergebnis wurde ein kompakter Block aus verfärbtem Glas mit teilweise darin gelösten
Kügelchen erhalten.
[0024] Dieser Block wurde 500 Stunden lang der Einwirkung von Carnallitlauge bei 200 °C
und 100 at ausgesetzt. Der aus der Carnallitlauge entnommene Block zeigte danach lediglich
eine matte Oberfläche, aber keinerlei Krustenbildung.
Beispiel 2
[0025] Mit einer 20% Waste enthaltenden Glasschmelze der Zusammensetzung : 50 % Si0
2, 22,5 % B
2O
3, 10 % Na
2O, 2,5 % Li
20 und 15 % CaO wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 ein aluminiumoxidhaltiger
kompakter Block erhalten, der ein analoges Verhalten in Carnallitlauge zeigte.
1. Verfahren zur Verfestigung von radioaktiven Abfällen in einer Glasmatrix, bei dem
eine mit dem aktiven Material angereicherte Glasschmelze unter Abkühlung zum Erstarren
gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die maximal 1 2000C heiße dünnflüssige
Glasschmelze mit dem aktiven Abfall innerhalb des Endlagerbehälters vor ihrer Abkühlung
zumindest längs ihrer Oberfläche mit festem viskositätssteigernden Oxid bis zu einer
wenigstens teilweisen Auflösung desselben in Kontakt gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxid Aluminiumoxid oder
Zirkoniumoxid, insbesondere ungesintertes Aluminiumoxid verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxid längs der
Behälterwand vorgesehen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze in kugeliges,
faserförmiges oder schwammartiges ungesintertes Aluminiumoxid eingebracht wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4. dadurch gekennzeichnet, daß das kugelige,
faserförmige oder schwammartige Aluminiumoxid wenigstens in einer der Sättigung entsprechenden
den Konzentration verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Größe der Hohlräume zwischen den Aluminiumoxidteilchen, deren Dichte, die Zähigkeit
der heißen, dünnflüssigen Schmelze und die Kontakttemperatur im Hinblick auf die Erzielung
eines einheitlichen Körpers bei möglichst niedriger Temperatur aufeinander abgestimmt
werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Glasmasse ein schmelzfördernder Zusatz, insbesondere Lithiumoxid, hinzugefügt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4-7, dadurch gekennzeichnet, daß ein homogener Glasblock
gebildet wird.
1. Process for solidifying radioactive wastes in a glass matrix, wherein a glass melt
enriched with the active material is brought to solidification while cooling, characterised
in that the highly liquid glass melt with the active waste, having a maximum temperature
of 1 200 °C, is, before it is cooled, brought into contact within the final storage
container at least along the surface of said melt with solid viscosity-increasing
oxide to the point of an at least partial dissolution of said oxide.
2. Process according to claim 1, characterised in that as the oxide there is used
aluminium oxide or zirconium oxide, especially non-sintered aluminium oxide.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the oxide is arranged
along the wall of the container.
4. Process according to claim 2, characterised in that the melt is introduced into
spherical, fibrous or spongy non-sintered aluminium oxide.
5. Process according to claims 3 and 4, characterised in that the spherical, fibrous
or spongy aluminium oxide is used at least in a concentration corresponding to saturation.
6. Process according to one of the preceding claims, characterised in that the size
of the spaces between the aluminium oxide particles, the density thereof, the viscosity
of the hot thinly liquid melt and the contact temperature are adjusted to one another
with a view to obtaining a uniform body at as low a temperature as possible.
7. Process according to one of the preceding claims, characterised in that a melting-promoting
additive, especially lithium oxide, is added to the glass material.
8. Process according to claim 1 or claims 4-7, characterised in that a homogeneous
glass block is formed.
1. Procédé de solidification de déchets radioactifs dans une matrice vitreuse, dans
lequel on fait solidifier par refroidissement une masse vitreuse fondue enrichie en
le matériau actif, caractérisé en ce qu'il consiste à mettre la masse vitreuse fondue
très fluide, avec le déchet radioactif, et chauffée au maximum à 1 200 °C dans le
récipient de stockage définitif, avant son refroidissement, en contact au moins le
long de sa surface, avec des oxydes solides augmentant la viscosité, jusqu'à dissolution
au moins partielle de ceux-ci.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il consiste à utiliser
comme oxyde .de l'oxyde d'aluminium ou de l'oxyde de zirconium, notamment de l'oxyde
d'aluminium qui n'est pas fritté.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il consiste à prévoir
l'oxyde le long de la paroi du récipient.
4. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'il consiste à introduire
la masse fondue dans de l'oxyde d'aluminium non fritté en billes, sous forme de fibres
ou spongieux.
5. Procédé suivant les revendications 3 et 4, caractérisé en ce qu'il consiste à utiliser
l'oxyde d'aluminium en billes, sous forme de fibres ou spongieux, en une concentration
correspondant au moins à la saturation.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il consiste
à accorder la dimension des vides entre les particules d'oxyde d'aiuminium, leur densité,
la viscosité de la masse fondue chaude très fluide, et la température de contact en
vue d'obtenir un corps uniforme à une température aussi basse que possible.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il consiste
à ajouter à la masse vitreuse un additif favorisant la fusion, notamment de l'oxyde
de lithium.
8. Procédé suivant la revendication 1 ou les revendications 4 à 7, caractérisé en
ce qu'il consiste à former un bloc vitreux homogène.