[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft mit Hilfe von Chinolinen stabilisierte Schmiermittel.
[0002] Mineralischen und synthetischen Schmierölen, hydraulischen Flüssigkeiten und Schmierfetten
werden im allgemeinen verschiedene Zusatzstoffe zur Verbesserung ihrer Gebrauchseigenschaften
beigegeben. Insbesondere besteht ein Bedarf an Additiven, welche die Oxidation bzw.
Alterung des Schmierstoffs wirksam inhibieren und somit die Lebensdauer des Schmierstoffs
beträchtlich erhöhen.
[0003] 1,2-Dihydrochinoline sind z.B. aus der US-A 3 910 918 bekannt. Gemäss dieser Patentschrift
können diese Verbindungen polymerisiert werden, um hochaktive Antioxidantien für polymere
Kunststoffe zu erhalten. Aus der JP-A 55-026 257 ist bekannt, solche polymere Additive
in Kombination mit phenolischen Antioxidantien als Schmiermittelzusätze zu verwenden.
Diese Verbindungen und Gemische entsprechen jedoch nicht in jeder Hinsicht den hohen
Anforderungen, welche an ein Schmiermittel-Additiv gestellt werden. Ausserdem sind
in der US-A 2 030 033 Hydroxysubstituierte Tetrahydrochinoline als Treibstoffzusätze
beschrieben.
[0004] Aus der FR-A-1 000 429 sind unsubstituierte und 2-methylsubstituierte 1,2,3,4-Tetrahydrochinoline
als Antioxidantien für Schmiermittel bekannt. 6-Alkoxy-2,2,4-trialkyl-1,2,3,4-tetrahydrochinoline
werden als Antioxidantien für Gummimischungen in der US-A2846435 und zusätzlich für
organische Verbindungen wie Fettöle, Erdöl oder Dieselöl in der GB-A 728 728 beschrieben.
[0005] Es wurde nun gefunden, dass monomere 1,2,3,4-Tetrahydrochinoline allein und insbesondere
in Kombination mit phenolischen Antioxidantien in Schmiermitteln bei befriedigendem
Korrosionsverhalten eine ausgezeichnete Antioxidationswirkung entfalten.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft Schmiermittel enthaltend als Antioxidantien Tetrahydrochinoline,
dadurch gekennzeichnet, dass als Tetrahydrochinoline Verbindungen der Formel I

worin
R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1-C18 Alkyl oder Benzyl bedeuten, und
R2 Wasserstoff oder C1―C12 Alkyl bedeutet oder zusammen mit R2 einen Butadiendiyl-Rest bildet, und
R3 und R4 unabhängig voneinander C1-C18 Alkyl, Phenyl oder Benzyl sind, oder R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen C5―C12 Spiro-Cycloalkylring bilden, und
Rs Wasserstoff oder C1-C18 Alkyl und
R6 C1―C18 Alkyl ist, oder
R5 und R6 zusammen mit den beiden Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen C5―C12 cycloaliphatischen Rest bedeuten.
R1, R2, R3, R4, R5 und R6 sind als C1―C18 Alkyl z. B. Methyl, Ethyl, iso-Propyl, n-Propyl, n-Butyl, sec.-Butyl, t.-Butyl, Amyl,
n-Hexyl, oder verzweigtes oder geradkettiges Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl,
Tetradecyl, Hexadecyl oder Octadecyl. R1 besitzt als Alkyl bevorzugt 1-12 C-Atome. R2, R3, R4 und R6 sind als Alkyl bevorzugt C1-C12 Alkyl besonders bevorzugt C1―C6 Alkyl und insbesondere Methyl oder Ethyl.
R2' als C1―C12 Alkyl besitzt in seinen Grenzen die gleichen oben für R1―R6 angegebenen beispielhaften Bedeutungen. Bevorzugt ist R2' als Alkyl, Methyl oder Ethyl.
[0007] Eine weitere Bevorzugung in den Bedeutungen von R
1, R
2, R
2' und R
5 ist Wasserstoff.
[0008] Bilden R
3 und R
4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind C
S-C
12 Cycloalkyl, so handelt es sich beispielsweise um Cyclooctyl, Cyclodecyl oder Cyclododecyl,
bevorzugt Cyclopentyl oder Cycloheptyl und insbesondere Cyclohexyl.
[0009] Bilden R
5 und R
6 zusammen mit den beiden Kohlenstoffatomen, an welche sie gebunden sind, einen C
5―C
12 cycloaliphatischen Ring, so können sie die oben für R
3 und R
4 beispielhaft für Cycloalkyl angegebene Bedeutung haben.
[0010] Bevorzugt werden Verbindungen der Forml I, worin R
1 und R
2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C
1―C
12 Alkyl bedeuten, und R2 Wasserstoff ist oder zusammen mit R
2 einen Butadiendiyl-Rest bildet, und R
3 und R
4 unabhängig voneinander C
1-C
12 Alkyl sind oder R
3 und R
4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen C
5―C
7 Spiro-Cycloalkylring bilden, und R
5 Wasserstoff und R
6 C
1―C
12 Alkyl ist, oder R
5 und R
6 zusammen mit den beiden Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Cyclohexanrest
bilden.
[0011] Von besonderer Bedeutung sind Verbindungen der Formel I, worin R
1 Wasserstoff oder C
1-C
12 Alkyl ist, R
2 Wasserstoff, Methyl oder Ethyl ist, R
2' Wasserstoff ist oder zusammen mit R
2 einen Butadiendiyl-Rest bildet und R
3 und R
4 Methyl oder Ethyl sind oder R
3 und R
4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen Spiro-Cyclohexylring
bilden und R
5 Wasserstoff und R
6 Methyl oder Ethyl ist.
[0012] Beispiele für Verbindungen der Formel I sind:
1) 2,2,4-Trimethyl-1,2,3,4-tetrahydrochinolin
2) 2,2,4-Trimethyl-6-n-dodecyl-1,2,3,4-tetra- hydrochinolin
3) 2-Methyl-2,4-diethyl-1,2,3,4-tetrahydro- chinolin
4) 2,2,4,7-Tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydrochinolin
5) 2,2,4,8-Tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydro- chinolin
6) 2,2,4,6-Tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydro- chinolin
7) 2,2,4,6,8-Pentamethyl-1,2,3,4-tetrahydro- chinolin

[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäss zu
verwendenden Chinoline in Kombination mit sterisch gehinderten phenolischen Antioxidantien
eingesetzt.
Als phenolische Antioxidantien eignen sich insbesondere
[0014]
1. Einfache 2,6-Dialkylphenole, wie z.B.
2,6-Di-tert.butyl-4-methylphenol, 2,6-Di-tert.-butyl-4-methoxy-methylphenol oder 2,6-Di-tert.-butyl-4-methoxyphenol.
2. Bisphenole, wie z. B.
2,2'-Methylenbis-(6-tert.butyl-4-methylphenol),
2,2'-Methylen-bis-(6-tert.butyl-4-äthylphenol),
2,2'-Methylenbis-[4-methyl-6-(a-methylcyclohexyl)-phenol],
1,1-Bis-(5-tert.butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-butan,
2,2-Bis-(5-tert.butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-butan,
2,2-Bis-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propan,
1,1,3-Tris-(5-tert.butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-butan,
2,2-B i s-(5-tert.butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-4-n-dodecylmercapto-butan,
1,1,5,5-Tetra-(5-tert.butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-pentan,
Äthylenglykolbis-[3,3-bis-(3'-tert.butyl-4'-hydroxyphenyl)-butyrat],
1,1-Bis-(3,5-dimethyl-2-hydroxyphenyl)-3-(n-dodecylthio)-butan oder
4,4'-Thiobis-(6-tert.butyl-3-methylphenol).
3. Hydroxybenzyl-Aromaten, wie z.B.
1,3,5-Tri-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl)-2,4,6-trimethylbenzol;
2,2-Bis-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl)-malonsäure-dioctadecylester;
1,3,5-Tris-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl)-isocyanurat oder
3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl-phosphonsäure- diäthylester.
4. Amide der β-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäure, wie z. B.
1,3,5-Tris-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionyl)-hexahydro-s-triazin,
N,N'-Di-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl- propionyl)-hexamethylendiamin.
5. Ester der ß-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäure
mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, wie z. B. mit
Methanol, Octadecanol, 1,6-Hexandiol,
Äthylenglykol, Thiodiäthylenglykol,
Neopentylglykol, Pentaerythrit,
Tris-hydroxyäthyl-isocyanurat.
6. Spiroverbindungen, wie z.B.
diphenolische Spiro-diacetale oder -diketale, wie z. B. in 3-, 9-Stellung mit phenolischen
Resten substituiertes
2,4,8,10-Tetraoxaspriro-[5,5]-undecan, wie z.B.
3,9-Bis-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-2,4,8,10-tetraoxaspiro-[5,5]-undecan,
3,9-Bis-[1,1-dimethyl-2-(3,5-ditert.butyl-4-hydroxyphenyl)-äthyl]-2,4,8,10-tetraoxaspiro-[5,5]-undecan.
[0015] Besonders bevorzugte phenolische Verbindungen sind
4,4'-Bis-(2,6-diisopropylphenol)
2,4,6-Trüsopropylphenol
2,2'-Thio-bis-(4-methyl-6-tert.butyl-phenol)
4,4'-Methylen-bis-(2,6-di-tert.butyl-phenol)
1,3,5-Tri-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl)-2,4,6-trimethylbenzol
Pentaerythrit-tetra-[3-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionat]
β-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäure-n-octadecylester r
Thiodiäthylenglykol-β-[4-hydroxy-3,5-di-tert.-butyl-phenyl]-propionat
2,6-Di-tert.butyl-4-methyl-phenol.
[0016] Die Herstellung der Verbindungen der Formel I ist z. B. aus der US-A 3 910 918 bekannt.
Sollten sich darunter auch neue Verbindungen befinden, so stellen diese auch einen
Gegenstand der Erfindung dar und können analog hergestellt werden. Die gegebenenfalls
mitzuverwendenden phenolischen Antioxidantien sind ebenfalls bekannte Verbindungen
und können gemäss bekannter Verfahren hergestellt werden.
[0017] Die Chinoline der Formel I können in Konzentrationen von 0,05-10 Gewichts-%, bezogen
auf das zu stabilisierende Material, eingesetzt werden. Bevorzugte Konzentrationen
sind 0,05-5 Gewichts-%, und insbesondere 0,1-2,5 Gewichts-%.
[0018] Werden gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung phenolische
Antioxidantien mit verwendet, so werden diese in Konzentrationen von 0,05-5 Gewichts-%,
bezogen auf das zu stabilisierende Material, eingesetzt. Bevorzugter Konzentrationsbereich
ist 0,1-2 Gewichts-%.
[0019] Das Verhältnis der erfindungsgemäss zu verwendenden Verbindungen der Formel I zu
phenolischen Antioxidantien beträgt 10:1 bis 1:10, bevorzugt 1:5 bis 5:1 und insbesondere
1:3 bis 3:1.
[0020] Auf diese Weise ausgerüstete mineralische und synthetische Schmieröle, hydraulische
Flüssigkeiten und Schmierfette zeigen ausgezeichnete Schmiereigenschaften, welche
durch stark reduzierte Abnutzungserscheinungen der zu schmierenden Teile deutlich
werden.
[0021] Die in Frage kommenden Schmiermittel sind dem Fachmann geläufig und z. B. im «Schmiermittel-Taschenbuch
(Hüthig Verlag, Heidelber, 1974)» beschrieben. Besonders geeignet sind z.B. Polya-Olefine,
Schmiermittel auf Esterbasis, Phosphate, Glykole, Polyglykole und Polyalkylenglykole.
[0022] Die Schmiermittelformulierungen können zusätzlich noch andere Additive enthalten,
die zugegeben werden, um gewisse Gebrauchs-Eigenschaften zu verbessern, wie weitere
Antioxidantien, Metallpassivatoren, Rostinhibitoren, Viskositätsindex-Verbesserer,
Stockpunkterniedriger, Dispergiermittel/Tenside und Verschleissschutz-Additive.
Beispiele für andere Antioxidantien sind:
a) Alkylierte und nicht-alkylierte aromatische Amine und Mischungen davon, z.B.:
Dioctyldiphenylamin,
(2,2,3,3-Tetramethyl-butyl)-phenyl-a- und -ß-naphthylamine,
Phenotriazin, Dioctylphenothiazin,
Phenyl-a-naphthylamin,
N,N'-Di-sec.butyl-p-phenylendiamin.
b) Alkyl-, Aryl- oder Alkaryl-phosphite, z.B.:
Trinonylphosphit, Triphenylphosphit,
Diphenyldecylphosphit oder
Tris-(2,4-Di-tert.butylphenyl)-phosphit.
c) Ester von Thiodipropionsäure oder Thiodiessigsäure, z.B.:
Dilaurylthiodipropionat oder Dioctylthiodiacetat.
d) Salze von Carbamin- und Dithiophosphorsäuren, z.B.:
Antimon-diamyldithiocarbamat,
Zink-diamyldithiophosphat.
Beispiele für Metallpassivatoren sind:
a) für Kupfer, z. B.:
Benzotriazol, Tetrahydrobenzotriazol,
2-Mercaptobenzotriazol,
2,5-Dimercaptothiadiazol,
Salicyliden-propylendiamin,
Salze von Salicylaminoguanidin.
b) für Blei, z. B.:
Sebacinsäurederivate, Chinizarin,
Propylgallat.
Beispiele für Rost-Inhibitoren sind:
a) Organische Säuren, Ihre Ester, Metallsalze und Anhydride, z.B.:
N-Oleoyl-sarcosin, Sorbitan-mono-oleat, Blei-naphthenat,
Dodecenylbernsteinsäure-anhydrid.
b) Stickstoffhaltige Verbindungen, z.B.:
I. Primäre, sekundäre oder tertiäre aliphatische oder cycloaliphatische Amine und
AminSalze von organischen und anorganischen Säuren, z.B. öllösliche Alkylammoniumcarboxylate.
11. Heterocyclische Verbindungen, z.B.: Substituierte Imidazoline und Oxazoline.
c) Phosphorhaltige Verbindungen, z.B.:
Aminsalze von Phosphorsäurepartialestern.
d) Schwefelhaltige Verbindungen, z.B.:
Barium-dinonylnaphthalin-sulfonate,
Calciumpetroleum-sulfonate.
Beispiele für Viskositätsindex-Verbesserer sind z.B.:
Polymethacrylate,
Vinylpyrrolidon/Methacrylat-Copolymere,
Polybutene, Olefin-Copolymere,
Styrol/Acrylat-Copolymere.
Beispiele für Stockpunktniedriger sind z.B.:
Polymethacrylat, alkylierte Naphthalinderivate.
Beispiele für Dispergiermittel/Tenside sind z.B.:
Polybutenylbernsteinsäure-imide,
Polybutenylphosphonsäurederivate,
basische Magnesium-, Calcium-, und Bariumsulfonate und -phenolate.
Beispiele für Verschleissschutz-Additive sind z.B.:
Schwefel und/oder Phosphor und/oder Halogen enthaltende Verbindungen, wie geschwefelte
pflanzliche Öle, Zinkdialkyldithiophosphate, Tritolyl-phosphat, chlorierte Paraffine,
Alkyl- und Aryldisulfide.
Beispiel: Öl Oxidations-Test,
Standard Version nach ASTM D 2272
(Rotary Bomb Oxidation-Test)
[0023] Folgende der oben erwähnten Chinoline wurden gemäss ASTM D 2272 in Mineralöl Vitrea
100 (ODX) Shell (Viskosität 10,6mm
2/s (100°C) getestet. Der Versuch ist bei einem Druckabfall von 172,4 KPa (25 psi)
beendet. Die in der untenstehenden Tabelle angegebenen Resultate bedeuten die Zeit
in Minuten bis der angegebene Druckabfall eingetreten ist. Lange Zeiten entsprechen
guter Stabilisatorwirksamkeit.

1. Schmiermittel enthaltend als Antioxidantien Tetrahydrochinoline, dadurch gekennzeichnet,
dass als Tetrahydrochinoline Verbindungen der Formel I

worin
R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1―C18 Alkyl oder Benzyl bedeuten, und
R2' Wasserstoff oder C1-C12 Alkyl bedeutet oder zusammen mit R2 einen Butadiendiyl-Rest bildet, und
R3 und R4 unabhängig voneinander C1―C18 Alkyl, Phenyl oder Benzyl sind oder R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen C5―C12 Spiro-Cycloalkylring bilden, und
R5 Wasserstoff oder C1-C18 Alkyl und
R6 C1―C18 Alkyl ist, oder
R5 und R6 zusammen mit den beiden Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen C5―C12 cycloaliphatischen Rest bedeuten enthalten sind.
2. Schmiermittel gemäss Anspruch 1, enthaltend Verbindungen der Formel I, worin R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1―C12 Alkyl bedeutet, und R2' Wasserstoff ist oder zusammen mit R2 einen Butadiendiyl-Rest bildet, und R3 und R4 unabhängig voneinander C1―C12 Alkyl sind, oder R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen C5―C7 Spiro-Cycloalkylring bilden, und R5 Wasserstoff und R6 C1-C12 Alkyl ist, oder R5 und R6 zusammen mit den beiden Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Cyclohexanrest
bilden.
3. Schmiermittel gemäss Anspruch 1, enthaltend Verbindungen der Formel I, worin R1 Wasserstoff oder C1―C12 Alkyl ist, R2 Wasserstoff, Methyl oder Ethyl ist, R2' Wasserstoff ist oder zusammen mit R2 einen Butadiendiyl-Rest bildet und R3 und R4 Methyl oder Ethyl sind oder R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen Spiro-Cyclohexylring
bilden und R5 Wasserstoff und R6 Methyl oder Ethyl ist.
4. Schmiermittel gemäss Anspruch 1, enthaltend 2,2,4-Trimethyl-1,2,3,4-tetrahydrochinolin.
5. Schmiermittel gemäss Anspruch 1, enthaltend als weiteres Antioxidants ein sterisch
gehindertes Phenol.
6. Schmiermittel gemäss Anspruch 5, enthaltend ein einfaches 2,6-Dialkylphenol.
7. Schmiermittel gemäss Anspruch 5, enthaltend ein Bisphenol.
8. Schmiermittel gemäss Anspruch 5, enthaltend einen Ester der β-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäure.
9. Mineralisches oder synthetisches Schmieröl gemäss Anspruch 1 oder 5.
10. Hydraulische Flüssigkeit gemäss Anspruch 1 oder 5.
11. Schmierfett gemäss Anspruch 1 oder 5.
12. Verwendung von Verbindungen der Formel I gemäss Anspruch 1 als Antioxidantien
für Schmiermittel.
13. Verwendung gemäss Anspruch 12 von Verbindungen der Formel in Kombination mit phenolischen
Antioxidantien zum Stabilisieren von Schmiermitteln.
14. Verwendung gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der
Verbindungen der Formel I zu den phenolischen Antioxidantien 1:10 bis 10:1 beträgt.
15. Schmiermittel gemäss Anspruch 1, enthaltend ein Antioxidans ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus
2,2,4,6-Tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydrochinolin;
2,2,4,7-Tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydrochinolin
und 2-Methyl-2,4-diethyl-1,2,3,4-tetrahydro- chinolin.
1. A lubricant containing, as antioxidant, a tetrahydroquinoline, in which lubricant
the tetrahydroquinoline is a compound of the formula I

wherein
R1 and R2 are each independently of the other hydrogen, C1-C18-alkyl or benzyl,
R2' is hydrogen or C1-C12-alkyl, or, together with R2 it forms a butadienediyl group,
R3 and R4 are each independently of the other C1-C18-alkyl, phenyl or benzyl, or R3 and R4, together with the carbon atom to which they are bound, form a C5―C12-spiro-cycloalkyl ring,
R5 is hydrogen or C1-C18-alkyl, and
R6 is C1-C18-alkyl, or R5 and R6, together with the two carbon atoms to which they are bound, are a C5―C12-cycloaliphatic group.
2. A lubricant according to claim 1, which contains a compound of the formula I, wherein
R1 and R2 are each independently of the other hydrogen or C1―C12-alkyl, R2 is hydrogen, or, together with R2, it forms a butadienediyl group, R3 and R4 are each independently of the other C1―C12-alkyl, or R3 and R4, together with the carbon atom to which they are bound, form a C5―C7-spirocycloalkyl ring, R5 is hydrogen and R6 is C1―C12-alkyl, or R5 and R6 together with the two carbon atoms to which they are bound, form a cyclohexane group.
3. A lubricant according to claim 1, which contains a compound of the formula I, wherein
R1 is hydrogen or C1―C12-alkyl, R2 is hydrogen, methyl or ethyl, R2' is hydrogen, or, together with R2, it forms a butadienediyl group, R3 and R4 are methyl or ethyl, or R3 and R4, together with the carbon atom to which they are bound, form a spiro- cyclohexyl
ring, and R5 is hydrogen and R6 is methyl or ethyl.
4. A lubricant according to claim 1, which contains 2,2,4-trimethyl-1,2,3,4-tetrahydroquinoline.
5. A lubricant according to claim 1, which contains a sterically hindered phenol as
a further antioxidant.
6. A lubricant according to claim 5, which contains a simple 2,6-dialkylphenol.
7. A lubricant according to claim 5, which contains a bisphenol.
8. A lubricant according to claim 5, which contains an ester of ß-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)-propionic
acid.
9. A mineral or synthetic lubricating oil according to either of claims 1 or 5.
10. A hydraulic fluid according to either of claims 1 or 5.
11. A lubricating grease according to either of claims 1 or 5.
12. Use of a compound of the formula I according to claim 1 as an antioxidant for
lubricants.
13. Use according to claim 12 of compounds of the formula I in combination with phenolic
antioxidants for stabilising lubricants.
14. Use according to claim 13, wherein the ratio of the compounds of the formula I
to the phenolic antioxidants is 1:10 to 10:1.
15. A lubricant according to claim 1, which contains an antioxidant selected from
the group comprising:
2,2,4,6-tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydroquinoline,
2,2,4,7-tetramethyl-1,2,3,4-tetrahydroquinoline and
2-methyl-2,4-diethyl-1,2,3,4-tetrahydroquinoline.
1. Lubrifiants contenant des tétrahydroquinoléi- nes comme antioxydants, lubrifiants
caractérisés en ce qu'ils contiennent, comme tétrahydroquino- léines, des composés
répondant à la formule I:

dans laquelle:
R1 et R2 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, l'hydrogène, un alkyle en C1―C18 ou un benzyle,
R2' représente l'hydrogène ou un alkyle en C1―C12, ou encore forme, avec R2, un radical butadiène-diyle,
R3 et R4 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un alkyle en C1―C18, un phényle ou un benzyle, ou encore R3 et Reforment ensemble, et avec l'atome de carbone qui les porte, un noyau spiro-cycloalkyle
en C5―C12,
R5 représente l'hydrogène ou un alkyle en C1―C18 et
R6 représente un alkyle en C1―C18, ou encore
R5 et R6 forment ensemble, et avec les deux atomes de carbone auxquels ils sont liés, un radical
cycloaliphatique en C5―C12.
2. Lubrifiants selon la revendication 1 qui contient des composés de formule 1 dans
lesquels:
R1 et R2 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, l'hydrogène ou un alkyle en
C1―C12,
R2' représente l'hydrogène ou forme avec R2 un radical butadiène-diyle,
R3 et R4 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un alkyle en C1―C12, ou forment ensemble, et avec l'atome de carbone auquel ils sont liés, un noyau spirocycloalkyle
en Cs-C7,
R5 représente l'hydrogène et
R6 représente un alkyle en C1―C12, ou encore
R5 et R6 forment ensemble, et avec les deux atomes de carbone auxquels ils sont liés, un radical
de cyclohexane.
3. Lubrifiants selon la revendication 1 qui contiennent des composés de formule 1
dans lesquels:
R1 représente l'hydrogène ou un alkyle en C1―C12,
R2 représente l'hydrogène, un méthyle ou un éthyle,
R2 représente l'hydrogène ou forme, avec R2, un radical butadiène-diyle,
R3 et R4 représentent chacun un méthyle ou un éthyle, ou forment ensemble, et avec l'atome
de carbone auquel ils sont liés, un noyau spiro-cyclo- hexyle,
R5 représente l'hydrogène et
R6 représente un méthyle ou un éthyle.
4. Lubrifiants selon la revendication 1 qui contiennent de la triméthyl-2,2,4 tétrahydro-1,2,3,4
quinoléine.
5. Lubrifiants selon la revendication 1 qui contiennent, comme antioxydant supplémentaire,
un phénol à empêchement stérique.
6. Lubrifiants selon la revendication 5 qui contiennent un dialkyl-2,6 phénol simple.
7. Lubrifiants selon la revendication 5 qui contiennent un bis-phénol.
8. Lubrifiants selon la revendication 5 qui contiennent un ester de l'acide (di-tert-butyl-3,5
hy- droxy-4 phényl)-3 propionique.
9. Huile lubrifiante minérale ou synthétique selon l'une des revendications 1 et 5.
10. Liquide hydraulique selon l'une des revendications 1 et 5.
11. Graisse lubrifiante selon l'une des revendications 1 et 5.
12. Application de composés de formule 1 selon la revendication 1 comme antioxydants
pour lubrifiants.
13. Application selon la revendication 12 de composés de formule I, en association
avec des antioxydants phénoliques, pour la stabilisation de lubrifiants.
14. Application selon la revendication 13 caractérisée en ce que le rapport des composés
de formule 1 aux antioxydants phénoliques est compris entre 1:10 et 10:1.
15. Lubrifiants selon la revendication 1 qui contiennent un antioxydant pris dans
l'ensemble constitué par la
tétraméthyl-2,2,4,6 tétrahydro-1,2,3,4 quinoléine,
la tétraméthyl-2,2,4,7 tétrahydro-1,2,3,4 quinoléine
et la méthyl-2 diéthyl-2,4 tétrahydro-1,2,3,4 quinoléine.