[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Flach-Siebdruckmaschine mit bewegtem Rakelwerk,
sowie während des Druckvorganges feststehendem Sieb und Bogen, mit einem über Greiferleisten
und daran befestigten Greifern bewirkten maschinellen Einzug des Bogens in die Maschine.
[0002] Bei den bekannten Flach-Siebdruckmaschinen wird der in die Maschine einzuziehende
Bogen von der Übernahme des Bogens an der Druckbasis bis zum Ende der Druckbasis gezogen
und bleibt dann dort stehen. Die Greifer bleiben stets geschlossen und geben den zu
bedruckenden Bogen nicht frei.
[0003] Nachteil bei diesem bekannten Druckverfahren ist jedoch, daß die auf dem Rand des
Bogens liegenden Greifer keine nahe an den Rand herangehende Bedruckung des Bogens
erlauben. Der Zwischenraum zwischen den parallelen Greifern kann nicht für den Druck
benutzt werden; außerdem muß der Abstand nach vorne zum Druckbild eingehalten werden.
Dieser Nachteil spielt vor allem bei teurem Bogenmaterial und großen Bedruckformaten
eine wesentliche Rolle. Bei sehr großen Druckformaten von z.B. 125 cm x 225 cm ist
bei den bekannten Flach-Siebdruckmaschinen die Passergenauigkeit nicht mehr befriedigend,
weil eine zu lange Rakelleiste verwendet werden muss, im vorliegenden Fall beispielsweise
mit einer Länge von etwa 23o cm. Diese Rakelleiste ist in ihrer Bewegung mechanisch
nur schwer zu beherrschen; außerdem neigt sie zur Durchbiegung und damit zu Qualitätsverlusten
des Druckergebnisses.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Flach-Siebdruckmaschine
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß der Bogen nahezu bis zum Rand bedruckt
werden kann und daß auch bei großen Druckformaten eine ausgezeichnete Passergenauigkeit
gewährleistet ist.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das
Rakelwerk eine Abrakelbewegung über das Sieb durchführt, die um 90° versetzt in Bezug
zum Transportweg des Bogens durch die Maschine ist.
[0006] Erfindungsgemäss wird also bei einem Siebdruck-Vollautomaten entgegengesetzt der
sonst üblichen Bewegungsrichtung des Rakelwerkes in 90° versetzter Rakelrichtung gedruckt.
Dies bedeutet, daß das Rakelwerk den langen Weg läuft. Dieser Vorteil wird erst richtig
spürbar, wenn es bei großen Druckformaten, wie nachfolgend beschrieben, um allerhöchste
Druckqualität geht.
[0007] Bei einer vollautomatischen Siebdruckmaschine, bei der eine mechanische Greiferleiste
den Bogen in die Maschine transportiert und ihn dort justiert, befindet sich die Greiferleiste
im Wege, wenn eine kurze Rakel den langen Weg nach über die Greifer hinwegführen soll.
Diese Funktion kann also nur sichergestellt werden, wenn der Greifer durch einen geeigneten
Mechanismus seine Position kurzfristig vorlässt, und der an der Basisplatte überstehende
Bogen längsseits durch eine Stützleiste unterstützt wird, und dann erneut den Bogen
übernimmt, um ihn bedruckt aus der Maschine hinauszutransportieren. Diese sogenannte
Greiferabschwenkung ist ein Kernstück der vorliegenden Erfindung.
[0008] Mit dieser Greiferabschwenkung ist es also möglich, daß bei einem rechteckigen Druckformat
der Ausmaße a x b, wobei a < b ist, die Rakel eine Länge von etwa a aufweist und eine
Abrakelbewegung der Länge b über das Sieb durchführt. Man verwendet also eine relativ
kurze Rakel , die nicht zur Durchbiegung neigt und damit werden Qualitätsverluste
beim Bedrucken vermieden.
[0009] Erfindungsgemäss ist also während des Druckvorganges die Greiferleiste mit den Greifern
durch eine Vorrichtung unter die Basisplattenebene abschwenkbar, wobei der an der
Basisplatte überstehende Bogen längsseits durch eine Stützleiste unterstützt wird,
wobei nach erfolgtem Druckvorgang die Greifer über die Basisplatte hochkippbar sind,
den Bogen übernehmen und ihn aus der Maschine heraustransportieren.
[0010] Durch die genannte Greiferabschwenkung werden also zunächst die Greifer aus dem Bewegungsweg
des Rakelwerkes gebracht, so daß ein kurzes Rakelwerk den langen Weg über den Bogen
vollziehen kann, während im übrigen durch die genannte Greiferabschwenkung ein Bedrucken
des Bogens bis praktisch an den Rand des Bogens erreicht wird, weil die Greifer vollkommen
aus dem Bewegungsweg des Rakelwerkes entfernt sind und das Rakelwerk bis über die
Stützleiste den Bogen abrakeln kann. Während der Entfernung der Greifer wird der Bogen
durch Vakuum an der Basisplatte festgehalten.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe (Vermeidung von Passerungenauigkeiten auch bei großen Druckformaten)
dient auch die neuartige Greiferaufhängung und hat in ihrer Konstruktionsweise den
Vorteil, daß die zwangsläufigen Bewegungen während des Justiervorganges über konische
Stifte nicht auf die Umlaufzugkettenpaare übertragen werden.
[0012] Darüber hinaus ist für die besondere Art der Greiferbefestigung ein sehr schneller
Wechsel einer Greiferleiste möglich, wobei jeder einzelne Greifer in seine Zentrierposition
einjustiert werden kann.
[0013] Vor Übernahme des Bogens durch die Vakuumanlage des Drucktisches (
Druckbasis) muß der Greifer, der den Bogen führt, in seine Zentrierposition gebracht
werden.
[0014] Dazu ist es nach dem Stand der Technik bekannt, die Greiferleiste mittels konischer
Stifte in ihre Endlage zu bringen.
[0015] Erfindungsgemäss wird als Greiferzentrierung vorgeschlagen, daß der die Greifer tragende
Greiferbalken mit einstellbarem Spiel über eine Kurvenrolle und eine Führungsschiene
an dem in Transportrichtung umlaufenden Umlaufzugkettenpaar befestigt ist.
[0016] Der Justiervorgang läuft durch diese besondere Konstruktion besonders weich, vor
allem auch deshalb, weil die Justiervorgänge rechts und links in den Umlaufzugkettenpaaren
nacheinander folgen und nicht gleichzeitig vorgenommen werden.
[0017] Bei den bekannten Greiferzentrierungen war der Greiferbalken fest mit den Antriebsketten
verbunden. Hier bestand der Nachteil, daß die Kettenspannung sich im Laufe der Zeit
veränderte und es hierdurch zu Zentrierungenauigkeiten kam. Außerdem längten die Antriebskettensegmente
sich ungleich über die Zeit gesehen, dadurch entstanden Passerungenauigkeiten und
das Greiferzentriersystem (konische Stifte, die in entsprechende Bohrungen greifen)
war hoch beansprucht, wenn diese Unterschiede ausgeglichen werden sollten. Dadurch
entstand ein hoher Verschleiß an den Zentrierbuchsen und -stiften.
[0018] Nach der Erfindung ist die Verbindung zwischen Greiferbalken und der jeweiligen Antriebskette
(Umlaufzugkette) nicht starr, sondern mittels Kurvenrolle und Führungsschiene (mit
gewolltem 1-Millimeter-Spiel) verstellbar.
[0019] Die Umlaufzugkette ist fest mit einer Achse verbunden, auf derem freien Ende die
Kurvenrolle drehbar gelagert ist. Die Kurvenrolle läuft hierbei in einer vertikal
ausgerichteten Führungsschiene, die in einer Seitenplatte angeordnet ist. Die Seitenplatte
ist fest mit dem Greiferbalken verbunden. Die Breite der Führungsschiene in horizontaler
Ebene ist etwa 1 mm größer als der Durchmesser der Führungsrolle. Damit entsteht ein
gewolltes Spiel des Greiferbalkens in Transportrichtung. Die Zentrierstifte richten
damit den Greiferbalken ohne Krafteinwirkung (ohne Hemmung des Greiferbalkens) aus,
damit entsteht keine Krafteinwirkung auf das Umlaufzugkettenpaar und der Verschleiß
der Zentriereinrichtung wird auf ein Minimum beschränkt.
[0020] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0021] Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den
Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht,
soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
[0022] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0023] Es zeigen:
Fig. 1 Draufsicht auf das Auslaufende der Siebdruckmaschine mit bei geöffneten Abdeckplatten
teilweise sichtbarem Antriebsmechanismus;
Fig . 2 Sicht von Richtung des Auslauftransportbandes auf die Druckmaschine mit Darstellung
des Antriebes des Greiferbalkens;
Fig. 3 Vorderansicht des Greiferbalkens;
Fig. 4 Sicht von der Druckbasis aus auf den Greiferbalken mit Darstellung des Antriebsmechanismus;
Fig. 5 Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch den Greiferbalken mit seinem Antriebsmechanismus;
Fig. 6 Draufsicht auf die Seitenplatte des Greiferbalkens;
Fig. 7 Seitenansicht des Greiferoberteils;
Fig. 8 Seitenansicht der Seitenplatte nach Fig. 6 mit Öffnerhebel und Führung;
Fig. 9 Draufsicht auf Führungsschiene, Seitenplatte und Greiferbalken.
[0024] In Fig. 1 ist die Draufsicht auf die Siebdruckmaschine mit deren Auslaufende gezeigt,
wobei nur noch das letzte Stück der Basisplatte 1 gezeigt ist, in der eine Reihe von
Saugbohrungen 2 angeordnet sind, um den Bogen während des Druckvorganges bei entfernten
Greifern 11 festzuhalten. Die Einlaufseite 5 des Bogens befindet sich auf der rechten
Seite in Fig. 1, während der Bogen nach dem Bedruckvorgang in Pfeilrichtung 4 auf
das Auslauftrans
port- band 12 transportiert wird. Die Rakelrichtung 13 befindet sich hierbei senkrecht
zur Transportrichtung (Pfeilrichtung 4).
[0025] Der Transport des Bogens über die Basisplatte 1 erfolgt mit Hilfe eines Greiferbalkens
3, an dem in Abständen Greifer 11 befestigt sind. Der Greiferbalken 3 ist in einer
Greiferaufhängung 6 gelagert, die mit dem Umlaufzugkettenpaar 7 in Verbindung steht.
Die Greiferaufhängung 6 läuft in - in der Seitenansicht in einem geschlossenen Oval
geführten - Führungsschienen jeweils an den Seiten der Siebdruckmaschine.
[0026] In Fig. 1 sind außerdem noch geöffnete Abdeckklappen 8 sichtbar, unter denen das
Antriebssystem 9 für den Greiferbalken und eine Stützleiste 10 zum Vorschein kommt.
[0027] Die Fig. 2 zeigt den Greiferbalken von hinten, d.h. in Richtung vom Auslauftransportband
12 gesehen, die gleichen Zahlen bezeichnen hier die gleichen Teile, wie auch in den
übrigen Zeichnungen.
[0028] Den Greiferbalken vorgelagert ist die Stützleiste lo. Der Bogen wird also mit den
auf dem Greiferbalken 3 angeordneten Greifer 11 in Druckposition gebracht, und kurz
vor Druckbeginn wird der Bogen durch Vakuum, welches durch die Saugbohrungen 2 in
die Basisplatte 1 geleitet wird, festgehalten. Die Greifer 11 am Greiferbalken 3 öffnen
durch einen später zu beschreibenden öffnermechanismus und der gesamte Greiferbalken
verschwindet unterhalb der Basisplatte 1 und von unten wird gleichzeitig die Stützleiste
1o hochgeschwenkt und stützt das freiliegende Bogenende ab. Es erfolgt dann der Druck.
[0029] Nach dem Druckvorgang wird das Vakuum von den Saugbohrungen 2 weggenommen und der
Greifer fährt in geöffnetem Zustand hoch auf die Basisplatte 1, gleichzeitig verschwindet
die Stützleiste. Die Greifer 11 erfassen dann den Bogen und der Bogen wird in Pfeilrichtung
26 über eine Führungsplatte 14 auf das Auslauftransportband 12 befördert. In Fig.2
ist sichtbar, daß der Greiferbalken 3 an einem Seitenteil 15 befestigt ist, das in
später zu beschreibender Weise mit einer Führungsschiene 16 in Verbindung steht. Gleichzeitig
wirkt eine Kurvenrolle 17 mit einer öffnerwelle 18 zusammen, wie später anhand der
Fig. 5 bis 9 beschrieben wird.
[0030] Fig. 3 zeigt, daß dem Greiferbalken 3 noch ein Anlagebalken 19 vorgelagert ist, an
dem über Rändelmutter 2o einstellbare Fangleisten 21 angeordnet sind. Diesen Fangleisten
21 wird der Bogen in Pfeilrichtung 25 zugeführt und in die geöffneten Greifer 11 eingeführt.
[0031] Seitlich sind noch die dem Antrieb des Greiferbalkens 3 zugeordneten Teile wie öffnerkurve
22, Öffnerwelle 23 und Öffnerstößel 24 sichtbar.
[0032] Während in Fig. 2 die Greifer 11 in abgesenkter, gekippter und geschlossener Stellung
gezeigt waren, zeigte Fig. 3 die Greifer in Anlage positioniert und geöffnet. Fig.
4 zeigt die Greifer nach Fig. 2 wiederum in geöffneter und gekippter Lage.
[0033] Es ist sichtbar, daß in der Führungsschiene 16 am Seitenteil 15 eine Kurvenrolle
17 eingreift, die dort mit Spiel gelagert ist. Ferner ist sichtbar, daß die den Antriebsmechanismus
für die Greifer bildende öffnerwelle 18 drehfest mit einem exzentrisch an der Öffnerwelle
ansetzenden öffnerstößel 24 verbunden ist, an dessen freiem vorderen Ende eine Öffnerrolle
23 drehbar gelagert ist, die auf einer Öffnerkurve 22 aufsitzt. Die Öffnerkurve 22
wird über den nicht näher dargestellten Antriebsmechanismus für die Bewegung des Greifers
angetrieben.
[0034] Es ist ferner ersichtlich, daß die Greiferaufhängung 6 mit einer Führungsrolle 27
verbunden ist, die in eine U-förmig profilierte Führungsschiene 28 an der Seitenfläche
der Druckmaschine eingreift. Diese Führungsschiene 28 bildet das vorher erwähnte,
geschlossene Oval an jeder Seitenfläche der Druckmaschine, so daß der Greiferbalken
aufgrund des Eingriffs der Führungsrolle 27 in die Führungsschiene 28 an jeder Seite
der Druckmaschine einen vollständigen Umlauf - einmal über die Druckbasis und einmal
unter der Druckbasis hindurch- durchführen kann.
[0035] Fig. 5 zeigt die weiteren Einzelheiten des Antriebsmechanismus des Greifers und des
Greiferbalkens.
[0036] In der gezeichneten Stellung befindet sich der Greiferbalken 3 mit seinen Greifern
11 kurz vor Druckbeginn, weil die Greifer 11 noch geschlossen sind. Neben und unterhalb
der Druckbasisplatte 1 ist die erwähnte Führungsschiene 28 angeordnet, die im unteren
Teil der Fig. 5 wiederum sichtbar ist.
[0037] Der Greifer 11 (Greiferoberteil) ist mit Hilfe einer doppelseitigen Haarnadelfeder
36 drehbar und federbelastet auf der öffnerwelle 18 gelagert. Mit Hilfe der Justierschraube
31 wird der Greifer 11 justiert. Das Unterteil des Greifers 11 wird durch die Greiferbank
3o gebildet, die in dem Greiferbalken 3 befestigt ist. Unterhalb der Greiferbank 3o
befindet sich die Stützleiste 10, die in einer Führung 29 gelagert ist. Über einen
nicht näher dargestellten Hebelmechanismus wirkt die Greiferöffnerrolle 23 auf einen
Öffnerstößel 24, der mit einer umlaufenden und drehbar gelagerten sowie angetriebenen
Steuerwelle 32 zusammenwirkt. Entsprechend der Nockenstellung der Steuerwelle 32 wird
dann der Greifer 11 über die Öffnerkurve 22 und den öffnerstößel 24 sowie die Öffnerrolle
23 geöffnet oder geschlossen.
[0038] Fig. 6 zeigt das Seitenteil 15 des Greiferbalkens 3 mit der Durchtrittsbohrung für
die öffnerwelle 18, während Fig. 7 das Greiferoberteil des Greifers 11 darstellt.
[0039] Fig. 8 zeigt die Seitenplatte 15 mit eingesetzter öffnerwelle 18 und daran exzentrisch
ansetzendem öffnerstößel 24, an dessen freiem vorderen Ende eine öffnerrolle 23 befestigt
ist.
[0040] Ferner ist die Führung der Seitenplatte 15 gezeigt, wo ersichtlich ist, daß eine
Inbusschraube 35 in einer ovalen Führungsausnehmung 34 gelagert ist. Zur Zentrierung
sind Zylinderstifte 33 vorgesehen und die in Fig. 9 gezeigte Kurvenrolle 17 , die
mit der Umlaufzugkette 7 verbunden ist, greift in die vertikal sich erstreckende Führungsschiene
16 im Seitenteil 15 ein.
[0041] Fig. 9 zeigt die Draufsicht auf die Seitenplatte 15 mit daran ansetzendem Greiferbalken
3. Durch den Greiferbalken 3 greift die öffnerwelle 18, die in der beschriebenen Weise
zum Antrieb des Greifers 11 dient. Es ist wiederum sichtbar, daß die öffnerwelle 18
über den öffnerstößel 24 mit der öffnerrolle 23 in Verbindung steht. Ferner ist sichtbar,
wie die mit der Umlaufzugkette 7 verbundene Kurvenrolle 17 mit gewolltem Spiel (links
und rechts jeweils o,5 mm) in die Führungsschiene 28 in dem Seitenteil 15 des Greiferbalkens
3 eingreift. Hierdurch wird - gemäss der vorstehenden Beschreibung - die Zentrierung
wesentlich genauer und mit weniger Verschleiß durchgeführt.
1. Flach-Siebdruckmaschine mit bewegtem Rakelwerk sowie während des Druckvorganges
feststehendem Sieb und Bogen, mit einem über Greiferleisten und daran befestigtem
Greifern bewirkten maschinellen Einzug des Bogens in die Maschine, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rakelwerk eine Abrakelbewegung (13) über das Sieb durchführt, die um 90° versetzt
in Bezug zum Transportweg (4) des Bogens durch die Maschine ist.
2. Flach-Siebdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß bei einem
rechteckigen Druckformat von a x b , wobei a Z b (z.B. 125 cm x 224 cm) ist, die Rakel
eine Länge von etwa a aufweist und eine Abrakelbewegung der Länge b über das Sieb
durchführt.
3. Flach-Siebdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß während
des Druckvorganges die Greiferleiste mit den Greifern (11) durch eine Vorrichtung
unter die Basisplattenebene (1) abschwenkbar ist, daß der an der Basisplatte (1) überstehende
Bogen längsseits durch eine Stützleiste (10) unterstützt ist und daß nach erfolgtem
Druckvorgang die Greifer (11) über die Basisplatte (1) hochkippbar sind, den Bogen
übernehmen und ihn aus der Maschine heraustransportieren.
4. Flach-Siebdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet
, daß der die Greifer (11) tragende Greiferbalken (3) mit einstellbarem Spiel (z.B.
ca.1 mm) über eine Kurvenrolle (17) und eine Führungsschiene (16) an dem in Transportrichtung
(25,26) umlaufenden Umlaufzugkettenpaar (7) befestigt ist.
5. Flach-Siebdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Greifer (11) aus einem starren, schwenkbar und federbelastet in der Greiferbank
(3) gelagerten Teil besteht.