[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschluß für ein bewegliches Aufbauteil von
Lastfahrzeugen, Containern und dergleichen, mit einem auf einem Träger drehbar gelagerten
und hinter ein Gegenelement eines festen Aufbauteils eindrehbaren Drehriegel, der
durch einen am Träger angelenkten Handhebel über ein einerseits an einem Kurbelarm
des Drehriegels und andererseits am Handhebel angelenktes Verbindungsglied drehbar
ist, wobei der Handhebel in Schließstellung durch eine Übertotpunktlage der Anlenkpunkte
niedergehalten wird.
[0002] Bei Verschlüssen für ein bewegliches Aufbauteil von Lastfahrzeugen, Containern und
dergleichen, beispielsweise für Bordwände von Lastfahrzeugen, spielt das sogenannte
"Heranholvermögen" eine besondere Rolle. Die Aufbauten von Lastfahrzeugen und ähnlichen
Transporteinrichtungen unterliegen meistens einer rauhen Behandlung, was dazu führt,
daß sie oft verbogen oder anderweitig verformt sind. Die bekannten Hakenspannverschlüsse,
von denen beispielsweise einer aus der DE-PS 1 678 155 bekannt ist, haben bei Bordwänden
von Lastfahrzeugen vielfach Verwendung gefunden, da sie ein verhältnismäßig gutes
Heranholvermögen in der Ebene der Bordwand aufweisen, so daß eine verbogene Bordwand,
die mit einem solchen Verschluß ausgerüstet ist, ohne größere Mühe geschlossen werden
kann. Wenn jedoch eine Bordwand eines Lastfahrzeugs oder eine Türe eines Containers
gegen den Innendruck des Ladeguts geschlossen werden soll, dann sind solche Hakenspannverschlüsse
weniger geeignet, da sie ein Heranholen der Bordwand senkrecht zu ihrer Ebene kaum
ermöglichen.
[0003] Man ist deshalb zu Drehriegelverschlüssen übergegangen, von denen beispielsweise
einer im DE-GM 80 03 816 beschrieben ist. Der Drehriegel dreht sich beim Schließvorgang
hinter ein an einem festen Aufbauteil befestigtes Gegenelement und holt dabei die
Bordwand in einer Richtung senkrecht zur_Bordwandebene heran. Nachteilig an diesem
Verschluß ist, daß mit ihm das bewegliche Aufbauteil, wie z.B. die Bordwand, nicht
gegen das feste Aufbauteil verspannt werden kann.
[0004] Ein gutes Heranholvermögen in einer Richtung senkrecht zur Bordwand und eine Verspannung
der Bordwand gegenüber dem benachbarten festen Aufbauteil des Lastfahrzeugs gestatten
sogenannte Drehstangenverschlüsse, wie sie beispielsweise aus der DE-OS 14 30.099,
der DE-OS 28 47 744 und dem DE-GM 19 85 489 bekannt sind. Bei einem Drehstangenverschluß
ist der Drehriegel hakenförmig ausgebildet und an dem über die obere Kante der Bordwand,
hinausragenden Ende einer vertikal verlaufenden Drehstange befestigt, die mit Hilfe
eines weiter unten an der Drehstange angreifenden Handhebels betätigbar ist. Der hakenförmige
Drehriegel hintergreift ein auf dem oberen Ende des festen Aufbauteils angeordnetes
Gegenelement, wie z.B. einen Zapfen. Drehstangenverschlüsse werden nur in Spezialfällen
eingesetzt, beispielsweise bei besonders hohen Bordwänden, da sie verhältnismäßig
aufwendig sind, und zwar insbesondere hinsichtlich ihrer Mechanik. Außerdem gestatten
sie zwar ein Verspannen der Bordwand am festen Aufbauteil, ihr Heranholvermögen in
der Ebene der Bordwand ist jedoch verhältnismäßig begrenzt.
[0005] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen aus dem DE-GM 80 03 816 bekannten Verschluß
der eingangs näher beschriebenen Art so weiterzubilden, daß er nicht nur ein vorzügliches
Heranholvermögen senkrecht zur Ebene des festen Aufbauteils, beispielsweise einer
Bordwand, sondern auch in der Ebene desselben besitzt und in der Lage ist, das feste
Aufbauteil mit dem beweglichen zu verspannen.
[0006] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bei dem eingangs näher bezeichneten
Verschluß der Drehriegel als Drehhaken ausgebildet ist, daß dessen Drehachse verschiebbar
ist und daß der Drehhaken mit dem Handhebel in der Weise verbunden ist, daß während
des letzten Teils des Schließvorgangs des Handhebels der Drehhaken eine ziehende Linearbewegung
ausführt.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Drehriegelspannverschluß hintergreift beim Schließvorgang
der Drehhaken zunächst das Gegenelement am festen Aufbauteil, wobei das bewegliche
Aufbauteil, wie z.B. eine Bordwand, eine Containertüre usw., zunächst in volle Anlage
an das feste Aufbauteil gebracht wird. Während des weiteren Schließvorgangs führt
nun der Drehriegel eine Linearbewegung aus, so daß es zu einem Heranholvorgang in
der Ebene des beweglichen Aufbauteils und zu einer Verspannung des beweglichen Aufbauteils
in bezug auf das feste Aufbauteil kommt. Die Linearbewegung besteht in den meisten
Fällen aus einer geradlinigen Bewegung des Drehhakens, obwohl die Bewegung gegebenenfalls
auch auf einer gekrümmten Linie erfolgen kann. Wesentlich ist beim erfindungsgemäßen
Drehriegelspannverschluß, daß dieser beim Schließvorgang zunächst eine Drehbewegung
und anschließend eine Linearbewegung ausführt. Es liegt dabei innerhalb des Bereichs
der Erfindung, daß sich diese beiden Bewegungen in gewissem Ausmaß auch überlappen
können. Die erwünschte Linearbewegung kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
daß die Achse des Drehhakens in Längsschlitzen am Träger geführt ist, so daß nach
vollendeter Drehbewegung der Drehhaken noch eine Linearbewegung ausführen kann. Es
ist auch möglich, gegen Ende des Schließvorgangs die Kräfte für die Linearbewegung
auf der Drehachse des Drehhakens angreifen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit besteht
darin, den Drehriegel mittels Führungszapfen in sprechenden Kulissenschlitzen so zu
führen, daß dieser zunächst eine Drehbewegung ausführt, die dann in eine Linearbewegung
übergeht.
[0008] Es gibt eine ausgedehnte Literatur über Spannverschlüsse, bei denen ein Haken ein
Gegenelement hintergreift und bei denen der Haken im letzten Teil der öffnungsbewegung
auch eine Schwenkbewegung durchführt, um das Gegenelement freizugeben. Hierzu sei
auf folgende Literatur verwiesen: FR-PS 74 04990. Hier ist eine besonders für Fensterläden
geeignete Schließvorrichtung beschrieben, bei der der Haken auf Grund einer geeigneten
Kulissenführung nach der öffnungsbewegung vom Gegenelement abgehoben wird. Die DE-AS
1 099 368 beschreibt einen Verschluß für die abklappbare und pendelbare Rückwand einer
Bordwand von Lastkraftwagen, der einen an der Unterseite der hinteren Bordwand befestigten
Drehzapfen verspannt. Beim öffnen gleitet der schwenkbare Haken auf einem Gleitstück.
Seine Unterseite besitzt eine derartige Kontur, daß der Haken am Ende seiner öffnungsbewegung
sich vom Drehzapfen an der Unterseite der Bordwand wegdreht. Ein ähnlicher Verschluß
ist in der US-PS 1 828 797 dargestellt. Auch der aus der GB-PS 19 25 095 bekannte
Hakenspannverschluß besitzt einen schwenkbaren Haken, der am Ende der öffnungsbewegung
vom Gegenelement weggeschwenkt wird. In der DE-PS 1 143 737 ist ein Verschluß von
Klappen, insbesondere von Laderampen an Flugzeugen, beschrieben, der ebenfalls nach
der öffnungsbewegung vom Gegenelement weggeschwenkt wird, wobei er auf einem Gleitstück
gleitet, ähnlich wie bei dem aus der bereits erörterten DE-AS 1 099 368 beschriebenen
Verschluß. Verwiesen sei auch auf die FR-OS 75 02113, die einen Hakenspannverschluß
zum gegenseitigen Verspannen der verschiedensten Teile beschreibt, wobei ein besonderer
Mechanismus vorgesehen ist, der den Haken nach der Freigabe des Gegenelements von
diesem wegschwenkt. Die US-PSen 3 841 693 und 4 114 718 zeigen speziell für kippbare
Fahrerkabinen von Lastkraftwagen geeignete Spannverschlüsse, die einen verspannbaren
Haken aufweisen, der beim öffnen das Gegenelement nicht nur freigibt, sondern von
diesem auch wegschwenkt. Allen gemeinsam ist diesen Verschlüssen die Tatsache, daß
beim Schließen die anfängliche Schwenkbewegung des Hakens nur dazu dient, diesen hinter
das Gegenelement zu führen, wobei der Haken noch keinerlei Schließ- oder gar Verspannfunktion
ausübt. Diese wird erst durch die folgende Linearbewegung des Hakens erreicht. Es
handelt sich also in der Tat um Hakenspannverschlüsse, da beim eigentlichen Verriegelungsvorgang
der Haken nur eine Linearbewegung macht. Beim erfindungsgemäßen Drehriegelspannverschluß
ist dagegen ein richtiger Drehriegel vorgesehen, der bereits beim ersten Teil des
Schließvorgangs als Drehriegel wirkt und der erst beim letzten Teil des Schließvorgangs
eine Linearbewegung macht.
[0009] Bevorzugte Merkmale des erfindungsgemäßen Drehriegelspannverschlusses ergeben sich
aus den Unteransprüchen, die in der folgenden Figurenbeschreibung abgehandelt werden.
[0010] Die Erfindung wird anhand dreier in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert.
[0011] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf die erste Ausführungsform in Schließstellung;
Fig. 2 einen Schnitt an der Linie II-II von Fig. 1, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 3 eine Aufsicht auf die erste Ausführungsform in Offenstellung;
Fig. 4 einen Schnitt an der Linie IV-IV von Fig. 3, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 5 eine Aufsicht auf die zweite Ausführungsform in Schließstellung;
Fig. 6 einen Schnitt an der Linie VI-VI von Fig. 5, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 7 einen Schnitt an der Linie VII-VII von Fig. 5, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 8 eine Aufsicht auf die zweite Ausführungsform in Offenstellung;
Fig. 9 einen Schnitt an der Linie IX-IX von Fig. 8, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 10 eine Aufsicht auf die dritte Ausführungsform in Schließstellung;
Fig. 11 einen Schnitt an der Linie XI-XI von Fig. 10, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 12 einen Schnitt an der Linie XII-XII von Fig. 10, gesehen in Pfeilrichtung;
Fig. 13 eine Aufsicht auf die dritte Ausführungsform in Offenstellung;
Fig. 14 einen Schnitt an der Linie XIV-XIV von Fig. 13, gesehen in Pfeilrichtung;
und
Fig. 15 einen Schnitt an der Linie XV-XV von Fig. 13, gesehen in Pfeilrichtung.
[0012] Die in Fig. 1 - 4 dargestellte Ausführungsform besitzt als Träger eine Einbauwanne
11 (entsprechend Patentanspruch 14), wie sie bei Verschlüssen der in Rede stehenden
Art üblich ist. Unter einem zungenförmigen Fortsatz 12 an der Frontseite der Einbauwanne
ist ein längsverschieblicher Lagerbock 13 für eine Anlenkachse 14 eines Handhebels
15 angeordnet, der durch eine sich an einem Block 16 abstützende Druckfeder 17 gegen
die hintere Seitenwandung der Einbauwanne 11 gedrückt wird. Der Block 16 weist seitliche
Ansätze 18 auf, die zusammen mit dem Fortsatz 12 und dem Boden der Wanne 11 eine Führung
für den Lagerbock 13 ergeben.
[0013] Die gegen Federdruck verschiebbare Anordnung des Lagerbocks 13 ergibt eine federnde
Anordnung des gesamten Schließmechanismus (entsprechend Patentanspruch 10 bzw. 11),
um zu verhindern, daß sich der Handhebel wegen.zu großer Entfernung des Gegenelements
am festen Aufbauteil nicht mehr schließen läßt. In einem solchen Fall kann der gesamte
Schließmechanismus gegen den Druck der Feder 17 nach vorne wandern.
[0014] An der Unterseite des Handhebels 15 befinden sich zwei Rippen 19, mit deren Hilfe
der Handhebel an der Anlenkachse 14 schwenkbar befestigt ist. Hinterhalb der Anlenkachse
14 befinden sich zwei kurze Anlenkachsen 20, mit deren Hilfe zwei Verbindungsglieder
21 an den Rippen 19 des Handhebels 15 angelenkt sind. Am anderen Ende sind die Verbindungsglieder
21 durch eine Anlenkachse 22 miteinander verbunden. Diese Anlenkachse durchquert das
freie Ende eines Kurbelarms 25 eines Drehhakens 23, der um eine Drehachse 24 drehbar
ist. Die fest mit dem Drehhaken 23 verbundene Drehachse 24 ist in Langlöchern ge-führt
(entsprechend Patentanspruch 4), die in den Seitenwandungen der Einbauwanne 11 ausgebildet
sind.
[0015] Die Länge der Verbindungsglieder 21 ist derart bemessen, daß während des Schließvorgangs
nach beendeter Drehbewegung des Drehriegels 23 der Handhebel 15 noch nicht geschlossen
ist (entsprechend Patentanspruch 3), so daß die Verbindungsglieder 21 beim weiteren
Schließen des Handhebels 15 auf den Drehhaken 23 nur mehr eine Zugbewegung und kein
Drehmoment mehr ausüben. Beim letzten Teil des Schließvorgangs macht deshalb der Drehhaken
23 nur mehr eine Linearbewegung. Dabei stützt er sich mit einem unteren Vorsprung
27 am Boden der Einbauwanne 11 ab. Diese weist an ihrem vorderen Ende wie üblich eine
Absenkung 28 auf, so daß es nicht nötig ist, ein seitliches Einfaßprofil der Bordwand
beim Einbau des Verschlusses an der Frontseite der Bordwand aufzuschneiden. In diesem
vorderen Bereich besitzt die Einbauwanne 11 an ihrem Boden eine Ausnehmung 29, um
eine Drehbewegung des Drehhakens 23 zu ermöglichen.
[0016] Auf der Anlenkachse 22 wird der richtige Abstand zwischen den Verbindungsgliedern
21 und dem Kurbelarm 25 durch Abstandsbuchsen 30 besorgt. Am Boden der Einbauwanne
21 sind außerdem zwei senkrecht stehende Laschen 31 befestigt, die einen Einschnitt
32 aufweisen, derart, daß die Oberseite der Lasche 31 als Niederhaltnase 33 für die-Anlenkachse
22 dient (entsprechend Patentanspruch 2). Wenn durch Innendruck auf die Bordwand auf
den Drehhaken 23 ein Drehmoment ausgeübt wird, dann wird durch die Niederhaltnase
33 der Schließmechanismus entlastet.
[0017] Die Ausführungsform der Fig. 5 - 9 entspricht weitgehend derjenigen der Fig. 1 -
4.
[0018] Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß die Laschen 31 mit ihren Niederhaltnasen
33 fehlen und daß der Drehhaken 23 keinen Vorsprung 27 aufweist. Die Entlastung des
Schließmechanismus erfolgt hier auf andere Weise. Es ist ein Schieber 34 vorgesehen,
der sich beim Bewegen des Drehhakens 23 in Schließstellung unter diesen schiebt und
ihn abstützt (entsprechend Patentanspruch 5). Für die Bewegung des Schiebers sind
zwei Schubglieder 35 vorgesehen, die einerseits am Handhebel 15 und andererseits am
Schieber 34 angelenkt sind (entsprechend Patentanspruch 7). Für die Anlenkung am Schieber
dienen zwei aufrechtstehende Laschen 36. Der Schieber verschließt in der Schließstellung
die Ausnehmung 29 und stützt den Drehhaken 23 auf fast seiner gesamten Länge ab (entsprechend
Patentanspruch 8).
[0019] Es ist auch möglich, den Schieber 34 lediglich durch eine Feder in Richtung des Drehhakens
zu schieben (entsprechend Patentanspruch 6), so daß ein eigener Bewegungsmechanismus
für den Schieber in Wegfall kommt. Der Schieber wird bei dieser Ausführungsform zur
Freigabe der Ausnehmung 29 beim öffnen des Verschlusses durch den sich drehenden Drehhaken
23 selbsttätig zurückgeschoben. Hierzu sollte natürlich die Unterseite des Drehhakens
23 eine geeignete Kontur aufweisen.
[0020] Bei der Ausführungsform der Fig. 10 - 15 sind Teile, die mit Teilen der ersten beiden
Ausführungsformen identisch oder vergleichbar sind, mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Der wesentliche Unterschied zu den ersten beiden Ausführungsformen besteht darin,
daß die Drehachse des Drehhakens gegen Ende des Schließvorgangs mit Hilfe eines gesonderten
Mechanismus zurückgezogen wird, um den Drehhaken die beim Ende des Schließvorgangs
gewünschte Linearbewegung zu erteilen. Das Verbindungsglied 21 zwischen dem Handhebel
15 und dem Kurbelarm 25 wirkt außerdem beim Schließvorgang in drückendem und nicht
in ziehendem Sinne. Hierzu sind die Anlenkachsen 20 für die Verbindungsglieder 21
nicht hinter der Anlenkachse 14 des Handhebels 15, sondern davor angeordnet. Sie sind
hier jeweils zwischen zwei Rippen 19 des Handhebels angelenkt, so daß also insgesamt
vier Rippen 19 vorhanden sind.
[0021] Zum Zurückziehen der Anlenkachse 24 des Drehhakens 23 gegen Ende des Schließvorgangs
ist diese auf den senkrecht aufgebogenen Flanken 37 eines Zugglieds 38 gelagert, das
mit dem Handhebel 15 in der Weise zusammenwirkt, daß während des letzten Teil des
Schließvorgangs des Handhebels das Zugglied eine ziehende Linearbewegung ausführt
(entsprechend Patentanspruch 9). Das Zugglied 38, das auf dem Boden der Wanne 11 gleitbar
angeordnet ist, besitzt zur Erzielung dieser Linearbewegung beim Ende des Schließvorgangs
zwei senkrecht auf ihm stehende Nocken 39, die eine Nockenfläche 40 besitzen, die
mit einer Kurvenfläche 41 am rückwärtigen Ende des Handhebels 15 in der Weise zusammenarbeitet,
daß beim Schließen des Handhebels 15 dem Zugglied 38 die entsprechende Linearbewegung
erteilt wird. Auf der Oberseite des Handhebels 15 sind zwei Ausnehmungen 42 vorgesehen,
um eine größere Schwenkbewegung des Handhebels zu ermöglichen, da sonst die oberen
Enden der Nokken 39 die Schwenkbewegung des Handhebels beim öffnen vorzeitig beschränken
würden.
[0022] Die Ausführungsform der Fig. 10 - 15 besitzt kein Federglied, welches eine gesamte
Bewegung des Schließmechanismus ermöglichen würde. Statt dessen ist eine Justiereinrichtung
vorgesehen, mit der die Endlage des Drehhakens 23 in Schließstellung verstellbar ist
(entsprechend Patentanspruch 12). Die Justiereinrichtung ermöglicht es (entsprechend
Patentanspruch 13), die Lage der Anlenkachse 14 des Handhebels 15 in bezug auf die
Einbauwanne 11 zu verstellen. Hierzu weist der Lagerbock 13 auf seiner rückwärtigen
Seite einen Gewindebolzen 43 auf, der in einer Bohrung 44 einer Zwischenwand 45 geführt
ist und auf dem hinterhalb der Zwischenwand 45 eine Rändelmutter 46 sitzt, die durch
einen Schlitz 47 in der Frontseite der Einbauwanne 11 vorspringt. Durch Drehen der
Rändelmutter 46 kann die Lage des Lagerbocks 13 für die Anlenkachse 14 des Handhebels
15 und damit die gesamte Lage des Schließmechanismus verstellt werden, um die Lage
des Schließmechanismus in bezug auf das Gegenelement am festen Aufbauteil entsprechend
einzujustieren.
1. Verschluß für ein bewegliches Aufbauteil von Lastfahrzeugen, Containern und dergleichen,
mit einem auf einem Träger (11) drehbar gelagerten und hinter ein Gegenelement eines
festen Aufbauteils eindrehbaren Drehriegel, der durch einen am Träger (11) angelenkten
Handhebel (15) über ein einerseits an einem Kurbelarm (25) des Drehriegels und andererseits
am Handhebel (15) angelenktes Verbindungsglied (21) drehbar ist, wobei der Handhebel
(15) in Schließstellung durch eine Übertotpunktlage der Anlenkpunkte (14,20,22) niedergehalten
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehriegel als Drehhaken (23) ausgebildet ist,
daß dessen Drehachse (22) verschiebbar ist und daß der Drehhaken (23) mit dem Handhebel
(15) in der Weise verbunden ist, daß während des letzten Teils des Schließvorgangs
des Handhebels (15) der Drehhaken (23) eine ziehende Linearbewegung ausführt.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Niederhalteeinrichtung
(33) am Träger (11) vorgesehen ist, unter welche der Kurbelarm (25) oder ein damit
fest verbundenes Teil (22) am Ende der Linearbewegung gebracht wird.
3. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Verbindungsglieds
(21) zwischen dem Handhebel (15) und dem Kurbelarm (25) am Drehhaken (23) derart bemessen
ist, daß während des Schließvorgangs nach beendeter Drehbewegung des Drehhakens (23)
der Handhebel (15) noch nicht geschlossen ist.
4. Verschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (24) des Drehhakens
(23) in zum Träger (11) parallelen Langlöchern (26) geführt ist.
5. Verschluß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Träger (11)
ein Schieber (34) vorgesehen ist, der sich beim Bewegen des Drehhakens (23) in Schließstellung
unter diesen schiebt und ihn abstützt.
6. Verschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (34) durch
eine Feder in Richtung des Drehhakens (23) geschoben wird.
7. Verschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (34) durch
ein einerseits an ihm und andererseits am Handhebel (15) angelenktes Schubglied (35)
beim Schließen des Handhebels (15) unter den Drehhaken (23) geschoben wird.
8. Verschluß nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (34)
in Schließstellung eine im Träger (11) vorgesehene Ausnehmung (29), in die der Drehhaken
(23) beim öffnen des Verschlusses einschwenkt, abdeckt.
9. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (24) des Drehhakens
(23) auf einem Zugglied (38) gelagert ist, das mit dem Handhebel (15) in der Weise
zusammenwirkt, daß während des letzten Teils des Schließvorgangs des Handhebels (15)
das Zugglied (38) eine ziehende Linearbewegung ausführt.
10. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schließmechanismus ein Federglied (17) enthält.
11. Verschluß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Federglied (17) zwischen
der Anlenkachse (14) des Handhebels (15) und dem Träger (11) angeordnet ist.
12. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Justiereinrichtung (46) vorgesehen ist, mit der die Endlage des Drehhakens (23)
in Schließstellung verstellbar ist.
13. Verschluß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Justiereinrichtung
(46) die Lage der Anlenkachse (14) des Handhebels (15) in bezug auf den Träger (11)
verstellt.
14. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger als Einbauwanne (11) ausgebildet ist.