[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schalter mit mindestens zwei einander
zugeordneten, elektrisch leitenden Schaltkontaktflächen, mit einem zwischen den Schaltkontaktflächen
angeordneten, elektrisch leitfähigen Schaltelement und mit einem elastisch verformbaren
Element, bei dessen Verformung das Schaltelement die einander zugeordneten Schaltkontaktflächen
berührt, in dessen nicht-verformtem Zustand das Schaltelement jedoch mindestens zu
einer der Schaltkontaktflächen im Abstand liegt, wobei das Schaltelement das elastisch
verformbare Element ist und im wesentlichen kreisförmige Außenflächen aufweist und
wobei mittels eins ßetätigungselementes eine Verformungskraft auf das Schaltelement
ausübbar ist. Ein solcher Schalter ist in der älteren deutschen Patentanmeldung P
31 23 438.0 bzw. der älteren europäischen Patentanmeldung 82 10 42 70.2 beschrieben.
[0002] Wesentlicher Grundgedanke dieser älteren .Patentanmeldungen ist es, als Schaltelement
einen flexiblen, elektrisch leitfähigen Körper, insbesondere in Form einer Kugel zu
verwenden, die durch mechanischen Druck so verformt wird, daß sie mindestens zwei
einander zugeordnete Schaltkontaktflächen berührt.
[0003] Mit der vorliegenden Erfindung soll dieser Schalter dahingehend weiterentwickelt
werden, daß er von innen beleuchtbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schaltelement eine durchgehende
mittige öffnung aufweist, in die eine Lampe einsetzbar ist, daß das Betätigungselement
mindestens in einem der Lampe gegenüberliegenden Bereich aus lichtdurchlässigem Material
ist und daß das Betätigungselement einen im wesentlichen hohlzylinderförmigen Ansatz
aufweist, dessen Stirnfläche dem Schaltelement rings um die öffnung gegenüberliegt.
[0005] Da der Durchmesser von im Handel erhältlichen Lampen und insbesondere-von lichtemittierenden
Dioden häufig schwankt, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß
zwischen der Lampe und der Innenwandung der öffnung ein Führungszylinder angeordnet
ist. Dies hat den weiteren Vorteil, daß die Lampe auch bei Verformung des Schaltelementes
eindeutig fixiert ist.
[0006] Zur einfachen Herstellung und zur Verbesserung der Stabilität des Schalters ist dieser
Führungszylinder vorzugsweise mit einem Gehäuseboden verbunden und insbesondere einstückig
mit ihm ausgebildet.
[0007] Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht das Betätigungselement aus einer
Drucktaste und dem hieran einstückig angebrachten hohlzylinderförmigen Ansatz, wobei
in diesem Falle das Betätigungselement in einem Gehäuse verschiebbar geführt ist.
Selbstverständlich ist Sorge dafür getragen, daß das Betätigungselement auch unverlierbar
in dem Gehäuse geführt ist.
[0008] Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung besteht das Betätigungselement
aus einer flexiblen Membran und dem zylinderförmigen Ansatz. Der zylinderförmige Ansatz
kann hierbei durch die Außenwandung des Führungsgehäuses für die Lampe geführt sein
oder er kann zusätzlich an der flexiblen Membran angebracht sein.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Gehäuse rechteckig, wobei an seinen
vier innenliegenden Seitenwänden die Schaltkontaktflächen angebracht sind. Ist das
Gehäuse quadratisch, so werden die jeweils um 90° versetzt liegenden Schaltkontaktflächenpaare
bei Verformung des Schaltelementes im wesentlichen gleichzeitig geschaltet. Bei nicht-quadratischem
Gehäuse ist im nicht-betätigten Zustand des Schalters der Abstand zwischen dem Schaltelement
und den jeweiligen Schaltkontaktpaaren unterschiedliche so daß man bei Betätigung
des Schalters ein zeitlich nacheinander erfolgendes Schalten erhält.
[0010] Selbstverständlich können auch mehr als zwei Schaltkontaktpaare vorgesehen sein,
wobei dann das Gehäuse sechseckig, achteckig, usw. ist.
[0011] Für relativ kleine Schalter ist es vorteilhaft, als Lampe eine lichtemittierende
Diode (LED) zu verwenden, die zusätzlich die Vorteile geringen Strombedarfes und geringer
Wärmeentwicklung mit sich bringt.
[0012] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird zur Beleuchtung
des Schalters ein Lichtleiterstab verwendet, an dessen dem Schalter abgewandten Ende
eine Lichtauelle angeordnet ist. Der Lichtleiterstab ragt hierbei von unten durch
den Gehäuseboden in den Schalter hinein und kann gleichzeitig als Führung für das
Betätigungselement dienen. Dementsprechend kann der Führungszylinder fortgelassen
werden.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Lichtleiterstab einstückig
mit dem Gehäuseboden verbunden. Somit können der Lichtleiterstab, der Gehäuseboden
und gegebenenfalls auch das ganze Gehäuse in einem einzigen Spritzgußvorgang hergestellt
werden. Werden mehrere Schalter zu einem Tastenfeld zusammengebaut, so kann es auch
vorteilhaft sein, die Lichtleiterstäbe mehrerer benachbarter Schalter zu einer gemeinsamen
einzigen Lichtquelle zu führen, sofern alle entsprechenden Schalter gemeinsam beleuchtet
werden sollen.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine geschnittene Seitenansicht des Schalters;
Figur 2 eine Schnittansicht längs der Linie A-B der Figur 1.
[0015] Der Schalter des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels besitzt ein quadratisches
Gehäuse 10, das zumindest nach oben offen ist. An den nach innen weisenden Wänden
des Gehäuses 10 sind Schaltkontaktflächen 11, 11' und 13, 13' angebracht und zwar
in Schwalbenschwanzführungen 14, die an den Ecken des Gehäuses nach innen ragen, so
daß.Ausnehmungen 15 gebildet werden, in die die Schaltkontaktflächen eingreifen. Die
Schaltkontaktflächen 11 und 11' bzw. 13 und 13' bilden jeweils ein Schaltkontaktflächenpaar.
Die Schaltkontaktflächen sind vorzugsweise einstückig mit Lötfahnen 12, 12' verbunden,
die aus dem Schaltergehäuse herausragen, im dargestellten Ausführungsbeispiel aus
einem Gehäuseboden 16.
[0016] Der Gehäuseboden ist einstückig mit einem in den würfelförmigen Innenraum des Gehäuses
ragenden Führungszylinder 20 verbunden. über diesen Führungszylinder 20 ist ein flexibles,
elektrisch leitfähiges Schaltelement 30, das eine mittige öffnung 31 aufweist, geschoben.
[0017] Das Schaltelement 30 besitzt hierbei die Form einer mittig durchbohrten sowie oben
und unten abgeschnittenen Kugel bzw. die Form einer mittig ausgebohrten Tonne. Somit
besitzt das Schaltelement 30 obere und untere Abplattungen 32 bzw. 33. Die Abplattung
33 liegt hierbei auf dem Gehäuseboden 16 auf. Der Führungszylinder 20 ist so lang,
daß sein den Gehäuseboden 16 abgewandtes Ende aus dem Schaltelement 30 herausragt.
Dieses herausragende Teil dient als Führung für einen hohlzylinderförmigen Ansatz
54 eines Betätigungselementes 50.
[0018] Das obere Ende des Führungszylinders 20 weist an seiner
[0019] Außenseite eine Anfasung 22 auf, die das "Auffädeln" des Schaltelementes 30 auf den
Führungszylinder 20 erleichtert und ebenfalls des zentrierenden hohlzylinderförmigen
Ansatzes 54.
[0020] Der Führungszylinder 20 ist innen hohl und besitzt in seinem Inneren eine Stufe 21,
die als Anschlag für einen Sockel 41 einer in den Führungszylinder 20 eingesetzten
Lampe, vorzugsweise einer lichtemittierenden Diode (LED) dient. Anschlußdrähte bzw.
Lötfahnen 42 der Lampe 40 ragen nach unten aus dem Führungszylinder 20 und dem Gehäuseboden
16 heraus.
[0021] An der dem Gehäuseboden 16 gegenüberliegenden, offenen Seite des Gehäuses 10 ist
ein Betätigungselement 50 in Form einer bewegbaren Drucktaste 51 angebracht, die über
nach unten ragende Seitenführungen 52 mit dem Gehäuse 10 in Verbindung steht. Die
Drucktaste 51 ist mittels bekannter (nicht dargestellter) Einrichtungen verschiebbar
und unverlierbar mit dem Gehäuse-verbunden, beispielsweise über Führungsnuten in dem
Gehäuse, hinter welche Nasen der Seitenführungen 52 einrasten.
[0022] Die Drucktaste 51 ist zumindest in dem der Lampe 40 gegenüberliegenden Bereich aus
lichtdurchlässigem bzw. transluzentem Material. Von der Innenseite der Drucktaste
51 ragt der hohlzylinderförmige Ansatz 54 nach unten in das Gehäuse hinein, so daß
seine Stirnseite der oberen Abplattung 32 des Schaltelementes 30 gegenüberliegt.
[0023] Der Innendurchmesser des Ansatzes 54 ist geringfügig größer als der Außendurchmesser
des Führungszylinders 20, so daß der Ansatz 54 über den Führungszylinder 20- geschoben
werden kann.
[0024] Die Wirkungsweise des beschriebenen Schalters ist wie folgt: Wird auf die Drucktaste
51 von außen mechanischer Druck ausgeübt, so gleitet die Drucktaste 51 nach unten,
wodurch der Ansatz 54 auf die obere Abplattung des Schaltelementes 30 drückt. Hierdurch
wird das Schaltelement 30 zunehmend verformt, so daß es sich aufgrund seiner Abstützung
an dem Gehäuseboden 16 verbreitert. Hierdurch gelangen seine Seiten in Berührung mit
den Schaltkontaktflächen 11 und 11' bzw. 13 und 13', wodurch die jeweils einander
gegenüberliegenden Schaltkontaktflächen aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit des
Schaltelementes 30 elektrisch miteinander verbunden werden.
[0025] Durch die Elastizität des Schaltelementes 30 wird dieses nach Loslassen der Drucktaste
51 seine ursprüngliche - in Figur 1 gezeigte - Form wieder einnehmen und hierbei auch
den Ansatz 54 und die Drucktaste 51 nach oben in die Ruhestellung drücken.
[0026] Bei einer alternativen (nicht dargestellten) Ausführungsform der Erfindung ist die
Drucktaste 51 durch eine flexible, lichtdurchlässige Membran ersetzt, die in Berührung
mit dem hohlzylinderförmigen Ansatz 54 steht. Dieses Ausführungsbeispiel ist besonders
für sogenannte "Tastenfelder" geeignet, bei dem mehrere Schalter in einer Ebene nebeneinander
liegen.
[0027] Selbstverständlich können auch mehrere Schalter der in den Fig. 1 und 2 gezeigten
Art zu einem Tastenfeld zusammengesetzt werden. Schließlich sei noch darauf hingewiesen,
daß eines der Schaltkontaktflächenpaare 11, 11' bzw. 13, 13' fortgelassen werden kann.
[0028] Auch ist der Führungszylinder 20 nicht unbedingt erforderlich. Vielmehr kann der
Lampenkörper selbst als Führung für das Schaltelement 30 dienen.
[0029] Das Gehäuse besteht selbstverständlich aus Isoliermaterial, während das Schaltelement
aus elektrisch leitfähigem Material, wie z.B. Silikonkautschuk besteht. Will man bei
einem quadratischenGehäuse - wie in Fig. 2 dargestellt - unterschiedliche "Schaltwege"
für die Kontaktflächenpaare erhalten, so ist es auch möglich, die Schaltkontaktflächen
des einen Paares durch geeignete Krümmung stärker in den Innenraum des Gehäuses ragen
zu lassen als das andere Schaltkontaktflächenpaar.
[0030] Mit der Erfindung wird ein beleuchtbarer elektrischer Schalter angegeben, der aus
wenigen Einzelteilen besteht, praktisch keine Verschleißteile und damit hohe Betriebssicherheit
und hohe Lebensdauer aufweist.
[0031] Auch ist die Montage sehr einfach und kann weitestgehend automatisiert werden.
1. Elektrischer Schalter mit mindestens zwei einander zugeordneten, elektrisch leitenden
Schaltkontaktflächen, mit einem zwischen den Schaltkontaktflächen angeordneten, elektrisch
leitfähigen Schaltelement und mit einem elastisch verformbaren Element, bei dessen
Verformung das Schaltelement die einander zugeordneten Schaltkontaktflächen berührt,
in dessen nicht-verformtem Zustand das Schaltelement jedoch mindestens zu einer der
Schaltkontaktflächen im Abstand liegt, wobei das Schaltelement das elastisch verformbare
Element ist und im wesentlichen kreisförmige Außenflächen aufweist und wobei mittels
eines Betätigungselementes eine Verformungskraft auf das Schaltelement ausübbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (30) eine durchgehende mittige öffnung
(31) aufweist, in die eine Lampe (40) einsetzbar ist, daß das Betätigungselement (30)
mindestens in einem der Lampe (40) gegenüberliegenden Bereich aus lichtdurchlässigem
Material ist und daß das Betätigungselement (50) einen im wesentlichen hohlzylinderförmigen
Ansatz (54) aufweist, dessen Stirnfläche dem Schaltelement (30) rings um die öffnung
(31) gegenüberliegt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Lampe (40) und
der Innenwandung der öffnung (31) ein Führungszylinder (20) vorgesehen ist.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungszylinder (20)
mit einem Gehäuseboden (16) verbunden ist.
4. Schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungszylinder (20)
und der Gehäuseboden (16) einstückig sind.
5. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement
(50) eine Drucktaste (51) und den einstückig hieran angebrachten hohlzylinderförmigen
Ansatz (54) enthält, wobei das Betätigungselement in einem Gehäuse (10) verschiebbar
geführt ist.
6. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement
(50) aus einer flexiblen Membran und dem zylinderförmigen Ansatz (54) besteht.
7. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(10) rechteckig ist und daß an dessen vier innenliegenden Seitenwänden die Schaltkontaktflächen
(11, 11', 13, 13') angebracht sind.
8. Schalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse quadratisch ist.
9. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe
(40) eine lichtemittierende Diode (LED) ist.
10. Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe ein
Lichtleiterstab ist, an dessen dem Schalter abgewandten Ende eine Lichtquelle angeordnet
ist.
11. Schalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtleiterstab einstückig
mit dem Gehäuseboden (16) verbunden ist.