[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Platte aus Dämmstoffen, insbesondere Mineralfasern
welche zur Wärme-und/oder Schalldämmung von Gebäuden und zum Einbringen in Zwischen-
oder Hohlräume zwischen Widerlagern, wie Trägern oder Dachsparren, bestimmt ist. Der
Begriff Platte ist allgemein zu verstehen, d.h. die Erfindung ist auch bei anderen
Produkten aus Mineralfasern oder Schaumstoffen, die als Bahnen oder Rollen oder dgl.
vorkommen, anwendbar.
[0002] Das Anwendungsgebiet von Dämmstoffplatten zur Schall- und/oder Wärmeisolierung ist
sehr vielseitig. Als Dämmstoffe werden bevorzugt Mineralfasern und unter den Mineralfasern
wegen der ausgezeichneten Eigenschaften Steinwolle verwendet. Vorzugsweise finden
die Mineralfaserplatten Einsatz in Gebäuden bzw. Bauten oder Bauteilen, und zwar werden
sie dabei an Trägern angebracht, vor allem zwischen Trägern, Balken, Dachsparren usw.
eingefügt. Bisher wurden die Mineralfaserplatten "passiv" gehalten, d.h. sie mußten
mit besonderen Mitteln befestigt bzw. verankert werden, z.B. durch Kleben. Zur Isolierung
von Gebäuden im Dekkenbereich werden üblicherweise besondere Konstruktionen vorgesehen,
in denen die Mineralfaserplatten durch Schwerkraft gehalten werden. Vielfach sind
Mineralfaserplattan mit einer Folie aus Aluminium oder Kunststoff kaschiert, deren
beiderseitige Ränder über die eigentliche Mineralfaserplatte überstehan und verstärkt
sind, so daß diese Mineralfaserplatten an den Folienrändem mittels Klammern o. dgl.
befestigt werden.
[0003] Das Anbringen von Mineralfaser-Dämmaterial bzw. Mineralfaser-Isolierungsmaterial
ist in der praxis mit nicht unerheblichen Schwierigkeiten verbunden, was verschiedene
Ursachen hat. Aus Fertigungsgründen werden Mineralfaserplatten nur in bestimmten Breiten
gefertigt und auf den Markt gebracht, und zwar werden Mineralfaserplatten meist nur
in einheitlicher Breite von beispielsweise 62,5 cm hergestellt. Dem Begenüber zeigt
sich in der Praxis, daß die Bauherksträger, z.B. Dachsparren, keinen gleichmäßigen
Abstand voneinander aufweisen, Hier variiert die lichte Weite zwischen den einzelnen
Dachsparren einer Dachkonstruktion beispielsweise zwischen 52 cm und 80 cm.
[0004] Bei der Verwendung von Dämmaterial, welches aus weichem Schaummaterial auf Kunststoffbasis
besteht, ist es zwar mit weniger großen Schwierigkeiten möglich, das weiche Schaummaterial
mehr oder weniger stark zusammenzudrücken und zwischen die Dachsparren zu schieben,
wo sie durch mehr oder weniger starke Klemmwirkung gehalten werden, zumal dieses Schaummaterial
ein sehr geringes Gewicht aufweist. Wegen der hohen Gefahr für Mensch und Material
im Falle eines Brandes wird jedoch seitens der Bauaufsicht, der Feuerwehr und der
Versicherungswirtschaft angestrebt, die durch die Energieprobleme anwechsende Bedeutung
der Wärmedämmung bzw. -isolierung von Gebäuden möglichst nicht durch Schaumstoffe
auf Kunststoffbasis, sondern durch Isolierstoffe auf Mineralfaserbasis zu bewerkstelligen.
Für die Verwendung von lsollerstoffen auf Mineralfaserbasis standen aber bisher, wie
oben erläutert, nur verhältnismäßig schwierig zu handhabende Befestigungssysteme zur
Verfügung.
[0005] Es ist herkömmliche Technik, daß man Mineralfaserplatten dadurch erzeugt, daß man
ein Haufwerk von Mineralfasern durch Aushärten von Bindemitteln, beispielsweise Phenolharzen
zu einer Platte verklebt. Eine derartig hergestellte Mineralfaserplatte ist in Querrichtung
verhältnismäßig steif, so daß man sie von Hand kaum komprimieren kann, jedenfalls
dann nicht, wenn die Mineralfaserplatte eine solche Dicke aufweist, daß sie für die
Wärmeisolierung überhaupt in Frage kommt. Wenn man also eine derartige Mineralfasarplatte
zwischen Dachsparren unterschiedlicher lichter Weite einfügen will, kann dies nicht
durch einfaches Zusammendrücken geschehen, zumindest wenn die Abstandsdifferenzen,
wie üblich, mehr als 1 cm oder 2 cm betragen. Man muß dann die Mineralfaserplatten
entsprechend zuschneiden, was nicht nur einen erheblichen Arbeits- und Zeitverlust,
sondern auch einen Materialverlust bedeutet. Aber auch diese angepaßten und zugeschnittenen
Mineralfaserplatten müssen dann mit besonderen Befestigungsmitteln gehalten werden.
[0006] Dem zuvor erläuterten enspricht im wesentlichen auch ein Stand der Technik nach der
DE-A-2 018 836. Die hier beschriebene Befestigungsvorrichtung für Wärmeisoliermaterial
weist im wesentlichen Doppel-U-Spezialprofile auf, wobei die Längsränder der betreffenden
Dämmplatte senkrecht zur Plattenoberfläche zusammengedrückt werden sollen, damit diese
Ränder zwischen den Flanschen jedes U-Profiles zusammengedrückt gehalten werden. Abgesehen
von den Unterschieden in der Breite bzw. in der lichten Weite zwischen diesen U-Spezialprofilen,
die wiederum ein Zuschneiden der Plattenränder erforderlich machen, sind hier die
Abstände zwischen den beiden Schenkeln des U-Profiles kleiner als die Dicke der Isolierplatte,
damit die Ränder zusammengedrückt werden können. Da die Isolierplatten nicht nur an
einem Längsrand, sondern auch an dem gegenüberliegenden Längsrand zwischen die Schenkel
der U-Profile gedrücktwerden müssen. ist das Einbringen sehr schwierig, zumindest
gelingt es kaum, die Stirnseiten der Längsränder der Isolierplatte bis zur Anlage
an den Steg des U-Profiles zu bringen. Es verbleibt immer ein mehr oder weniger großer
Luftspalt parallel zu dem Steg, so daß hier Luft zirkulieren kann, womit das lsolierungsvermögen
wesentlich herabgesetzt wird. Das dichte Anliegen der Stimflächen der Plattenlängsränder
wird also hier durch die besondere Profilform der Widerlager wesentlich erschwert
Außerdem kann man von außen nicht erkennen, ob und wieweit die U-Profile mit dem zusammengedrückten
Isoliermaterial gefüllt sind.
[0007] Aus der FR-A-336 148 ist eine Mauerwerkskonstruktion bekannt, wobei die einzelnen
Baukörper dreieckig oder trapezförmig ausgebildet sind. Beim Einsetzen zwischen Trägern,
z.B. Doppel-T-Profilen, können diese Baukörper gegeneinander verschoben werden. Die
Baukörper sollen aus Materialien wie Gips, gebrannter Erde, Kork oder dgl. bestehen.
An den Rändern besitzen diese Baukörper besondere Profile nach Artvon Nut und Feder
oder Rillen, so daß einmal die Flansche der Doppel-T-Träger zum Halt in Rillen der
Stirnkantenprofile der Baukörper eingreifen und zum anderen greifen die Profile an
den Schrägkanten direkt oder unter Zwischenschaltung von besonderen stangenförmigen
Körpern ineinander. Beim Verschieben der massiven, praktisch nicht komprimierbaren
Baukörper zueinander verbleiben im Nachbarbereich der Doppel-T-Träger immer mehr oder
weniger große Löcher, die in langwieriger Arbeit ausgefacht werden müssen.
[0008] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine schall/ und/oder wärmeisolierende
Dämmstoffplatte zu schaffen, die sich denkbar einfach handhaben und anbringen läßt,
so daß auch ein Laie die Verarbeitung ohne große Mühe und ohne besondere Werkzeuge
und Techniken, wie z.B. vorheriges Anpassen an die Sparrenbreite durch Beschneiden
u. dgl. vornehmen kann. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, große Breitenunterschiede
zwischen den Bauwerksträgem ohne weiteres auszugleichen. Ferner soll erreicht werden,
daß sich die Mineralfaserplatte, falls angestrebt, selbsttätig durch Klemmwirkung
hält. Die Aufgabe geht schließlich auch dahin, eine Platte zu schaffen, die auch nachträglich
zur Isolierung bestehender Gebäude, z.B, Altbauten, Verwendung finden kann, die Dachsparren,
ohne daß überhaupt irgendwelche Dachpfannen oder höchstens nur einzelne Reihen der
Dachpfannen eines Daches entfernt werden müssen, oder durch Einschieben in Hohlräume
von Wand- und Deckenkonstruktionen.
[0009] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Platte einen oder
mehrere schräg von einer Platten-außenkante zur gegenüberliegenden Plattenaußenkante
geradlining durchgehende und senkrecht zu ihren Hauptflächen verlaufende Trennschnitte
aufweist, derart, daß die so gebildeten Plattenteile gegeneinander verschiebbar sind
und dadurch ein klemmfreies Einbringen sowie ein abschließendes Einklemmen zur Abstützung
der Platte in der Endlage zwischen den Widerlagern erreicht wird.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
,
[0011] Die zusammengehörenden, eine Einheit bildenden keilartigen Plattenteile bringen den
überraschenden Vorteil mit sich, daß sie zwar einzeln in den zur Aufnahme bestimmten
Raum, zum Beispiel zwischen den Dachsparren, eingebracht werden können, daß sie dann
aber durch leichten Druck oder Schlag so gegeneinander verschohen werden können, daß
sie sich gegenüber den Trägern, z.B. den Dachsparren, und untereinander verkeilen.
Es hat sich in der Praxis erwiesen, daß mit ein und derselben Platte einer bestimmten
Breite große Unterschiede in der Breite, zum Beispiel in der lichten Weite zwischen
zwei Dachsparren, überbrückt werden können.
[0012] Die Vorteile der Erfindung sind im wesentlichen folgende. Die Platten können auf
üblichen Produktionseinrichtungen hergestellt werden, das heißt, es sind keine Investitionen
für neue Anlagekonstruktionen in einem bestehenden Betrieb erforderlich, wobei auch
meist ein gewisses Fertigungsrisiko verbunden ist. Somit können die Herstellungskosten
einfach kalkuliert werden. Es können verhältnismäßig große Unterschiede im Abstand
zwischen den Trägern, insbesondere den Dachsparren, überbrückt werden. Die Verarbeitung
ist gegenüber dem bisherigen Stand der Technik wesentlich vereinfacht und kann selbst
von Laien ausgeführt werden, und zwar auch zum Beispiel zur nachträglichen Isolierung
von bereits ausgehauten Dachgeschossen, ohne daß das gesamte Dach abgedeckt werden
müßte.
[0013] In der Zeichnung sind Ausfühgungsbeispiele der Erfindung im Schema dargestellt, und
zwar zeigen
Figur 1 eine Draufsicht auf eine Platte mit einem diagonal verlaufenden Schnitt,
Figur 2 eine Seitenansicht zu Figur 1,
Figur 3 eine Draufsicht zu Figur 1
Figur 4 eine Ansicht auf eine Platte gemäß Figur 1, die zwischen zwei Dachsparren
eingesetzt ist,
Figur 5 eine Ansicht gemäß Figur 4, wobei jedoch der Abstand der Dachsparren größer
ist,
Figur 6 eine Ansicht gemäß Figur4, wobei jedoch der Abstand zwischen den Dachsparren
kleiner ist,
Figur 7 eine Ansicht gemäß Figur 4, wobei die Dachsparren schräg zueinander verlaufen,
so daß der Ahstand zwischen zwei Dachsparren unterschiedlich ist,
Figur 8 eine Ansicht einer Platte mit schräg verlaufendem Schnitt und trapezförmigen
Plattenteilen,
Figur 9 eine Seitenansicht zu Figur 8,
Figur 10 eine Draufsicht zu Figur 8,
Figur 11 eine Ansicht gemäß Figur 8, wobei die Platte zwischen Dachsparren eingesetzt
ist,
Figur 12 eine Ansicht gemäß Figur 11, wobei jedoch der Abstand der Dachsparren voneinander
größer ist,
Figur 13 ein vergrößerter Ausschnitt aus Figur 12 gemäß der strichpunktierten Linie
XIII in Figur 12,
Figur 14 eine Ansicht gemäß Figur 11, wobei jedoch die Dachsparren einen geringeren
Abstand voneinander aufweisen,
Figur 15 eine Ansicht auf eine andere Platte mit Diagonalschnitt,
Figur 16 eine Draufsicht zu Figur 15,
Figur 17 und 18 Ansichten anders aufgeschnittener Platten,
Figur 19 einen Teilvertikalschnitt durch ein Dachgeschoß eines Gebäudes.
[0014] Die Figuren 1 bis 3 veranschaulischen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Platte 1, die durch eine Diagonalschnitt gemäß der Schnittlinie 4 aus zwei dreieckigen
Plattenteilen 2, 3 besteht Die beiden Plattenteile der Platte gehören also zusammen
und bilden eine Einheit.Gemäß Figur 4 ist diese Platte 1 zwischen zwei Trägern, im
dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen zwei Dachsparren 5, 6 eingesetzt In diesem
Falle stimmt die Breite der Platte im wesentlichen mit der lichten Weite zwischen
den beiden Dachsparren überein, so daß die jeweiligen beiden Plattenteile unter Druck
zwischen den Dachsparren eingeklemmt sind. In der Praxis geht man beim Einsetzen der
Platten so vor, daß man zunächst die unterste Platte einsetzt, das Einfügen also von
unten nach oben plattenweise vornimmt. Dabei wird zweckmäßig zunächst das angedeutete
Plattenteil 8 zwischen die Dachsparren geschoben, sodann das Plattenteil 7 von oben
zwischen die Dachsparren geschoben und soweit nach unten gedrückt, daß eine Klemmwirkung
zwischen den Plattenteilen einerseits und den Dachsparren andererseits entsteht. Es
folgt dann das Einsetzen des Plattenteiles 3 und danach des Plattenteiles 2 entsprechend.
[0015] Wenn der Abstand der Dachsparren 5, 6 gemäß Figur 5 in dem in der Praxis vorkommenden
Toleranzbereich größer als im Falle der Figur 4 ist, so werden die Plattenteile jeder
Platte, ebenso wie zu Figur 4 beschrieben nacheinander eingefügt, dann aber jeweils
so weit gegeneinander durch Druck oder Schlag auf die Oberseite verschoben, daß wieder
die Klemmwirkung eintritt. Durch das Verschieben stehen zwar in Längsrichtung gestrichelt
gezeichnete dreieckige Spitzenteile 11,1 2 nach dam Ursprungsmaß um die Länge 9 über,
jedoch werden disse Teile in der Praxis zum Teil zuaammangadrückt und zum Teil von
dem nachgebenden Material der benachbarten Platte Aufgenommen, so daß sich hierdurch
sogar eine Verbesserung der Klemmwirkung ergibt.
[0016] Wenn im Falle der Figur 6 die Dachsparren 5, 6 einen geringeren Abstand voneinander
haben als im Falle der Figur 4, so würden sich aufgrund des Ursprungsmaßes beim Zusammenschieben
der zueinander gehörenden Plattenteile 2, 3 bzw. 7,8 quervorlaufende vorspringende
Spitzenteile 13, 14 ergeben, die Aber ebenfalls zusammengedrückt werden und zur Verbesserung
der Klemmwirkung beitragen. In Figur 7 ist der Fall veranschaulicht, in welchem die
Dachsparren 5, 6 schräg zueinander verlaufen, so daß die lichte Weite 15 nach oben
hin größer und die lichte Weite 16 nach unten hin kleinerwird. Auch dann ist es ein
Leichtes, die jeweils zu einer Einheit zusammengehörenden Plattenteile jeder Platte
so gegeneinander zu verschieben, wie es zu den Figuren 5 und 6 beschrieben wurde,
daß in jedem Falle ein Festklemmen eintritt.
[0017] Die Figuren 8 bis 10 veranschaulichen ein anderes Ausführungsbeispiel einer Platte
17, bei welcher ein von der Oberseite zur Unterseite schräg verlaufender Schnitt 20
vorgesehen ist, so daß die Plattenteile 18, 19 Trapezform aufweisen. Auch in diesem
Falle wirken die Plattenteile beim Zusammenschieben wie Keile und lassen sich gemäß
Figur 11 durch Zusammenschieben untereinander und gegenüber den Dachsparren 5,6 verklemmen.
[0018] Die Figuren 12 und 13 veranschaulichen wieder den Fall, in welchem die Dachsparren
5, 6 eine größere lichte Weite als im Beispiel nach Figur 11 aufweisen. Durch das
Verschieben der Plattenteile 18, 19 gegeneinander bis zur Klemmstellung ragen kleine
trapezförmige Teile 21, 22 in das Material der jeweils benschbarten Platte 18, 19
bzw. 23, 24 hinein. Die Mineralfaserbzw. Steinwolleplatten sind zwar, wie zu Anfang
erläutert, nicht auf ihrer gesamten Breite so weit zusammendrückbar, daß der in der
Praxis vorkommende Toleranzbereich in der lichten Weite zwischen je zwei Dachsparren
überbrückt werden kann, jedoch lassen sich kleine vorspringende Teile 21, 22 ohne
Schwierigkeiten zusammendrücken, wobei auch das Material der benachbarten Platte etwas
nachgibt, so daß die tatsächliche Berührungsfläche nicht der gestrichelten Linie 25,
sondern vielmehr etwa der ausgezogen gezeichneten Linie 26 entspricht.
[0019] Wenn die lichte Weite zwischen den Dachsparren 5,6 gemäß Figur 14 kleiner als im
Falle der Figur 11 ist, können die Plattenteile 18, 19 ebenfalls nacheinander von
oben so weit wie möglich bis zum Erreichen einer guten Klemmwirkung zusammengeschoben
werden, so daß das Material im Bereich beiderseits der Schnittlinie 20, wie übertrieben
vergrößert durch die strichpunktierten Linien 27 veranschaulicht ist und gegebenenfalls
im Randbereich nach den beiden Dachsparren zu zusammengedrückt wird. Dies ist möglich,
weil die Plattenteile keilartig gegeneinander verschoben werden können. Wenn die Dachsparren
eine besonders geringe lichte Weite besitzen und die Plattenteile nicht so weit zueinander
verschobe, werden, daß die Grundlinien der beiden zusammengehörenden Plattenteile
die gleiche Höhe erhalten, können unter Umständen kleine Löcher vor den kleine, Stirnflächen
der trapezförmigen Plattenteile verbleiben, die man dann aber ohne Schwierigkeit mit
loser Mineralwolle ausfüllen kann.
[0020] Bei größeren Breiten und vor allem zun nachträglichen Ausfüllen von Hohlräumen in
Gebäudewänden, in denen sich Abstandshalter befinden, kann es vorteilhaft sein, eine
Platte 36 gemäß Fig. 17 in mehr als zwei Plattenteile aufzuschneiden, beispielsweise
in die Plattenteile 37 bis 40, wobei man dann zweckmäßigerweise zunächst die beiden
Plattenteile 37 und 38 und anschließend die Plattenteile 39 und 40 in den Hohlraum
einschiebt. Eine andere Aufteilung einer Platte 41 in viertrapezförmige Plattenteile
42 bis 45 veranschaulicht Figur 18. In diesem Falle ist es zweckmäßig, zunächst die
Plattenteile 43 und 44 und danach die Plattenteile 42 und 45 in den Hohlraum einzuschieben
und zusammenzudrücken, bis der Halt durch Klemmwirkung erreicht ist.
[0021] Für alle oben erläuterten platten gilt, daß diese gegebenenfalls auch nach den Figuren
i5 und 18 einseitig oder zweiseitig oder auf dem gesamten Umfang voneinerAluminium-oderKunststoff
oderPapierfolie umgeben werden können. Unter dem Umfang werden die Vorderseite und
die Rückseite der platte sowie die beiden an den Trägern, z.B. Dachsparren, anliegenden
Seitenflächen verstanden, während die obere und untere Stirnseite der platte gemäß
Figur 15 offen bleiben. Um die schräg bzw. diagonal verlaufenden Schnittflächen gegeneinander
leichter verschiebbar zu machen, kann man auch diese beiderseitigen, miteinander in
Berührung stehenden Flächen mit einer entsprechenden Folie kaschieren.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 15 und 16 ist die platte 28 mittels
eines diagonalen Schnittes entsprechend der Schnittlinie 31 in zwei Plattenteile 29,
30 aufgeschnitten, und zwar geht der Schnitt auch durch die aufkaschierte Folie 32,
die ihrerseits an den Längsrändern 33, 34 verstärkt ist, Die platte nach diesem Ausführungsbeispiel
eignet sich besondere zum Einfügen zwischen Dachsparren, wenn diese bei noch nicht
ausgebautem Dachgeschoß frei zugänglich sind. Obwohl sich die platte 28 zwischen den
Dachsparren durch Klemmwirkung selbst hält, kann man die verstärkten Randstreifen
33 34 mittels Klammern o. dgl. an den Dachsparren befestigen. Die aufkaschierte Folie
kann entlang der Schnittlinie mit einem Klebeband überklebt werden, wie durch strichpunktierte
Linien 35 angedeutet ist, Es empfiehlt sich auch, ein Klebeband jeweils an den waagerechten
Fugen anzubringen, also an den Stellen, an denen die einzelnen übereinander angesetzten
Platten zusammentreffen.
[0023] Figur 19 veranschaulicht noch besondere wichtige Einsetzmöglichkeiten für die erfindungsgemäße
Platte. Wenn zum Beispiel das Dachgeschoß 48 eines Gebäudes bereits ausgebaut ist,
was durch die Deckenkonstruktion 47 angedeutet sein soll, so genügt es in aller Regel,
nur eine oder evtl. zwei Reihen von Dachpfannen 48 abzunehmen. Sodann kann man die
Plattenteile der nacheinander eingefügten Platten 50, 51 und 52 in Richtung des Pfeiles
49 einschieben und wie erläutert durch Druck von oben in Klemmstellung bringen. Das
gleiche gilt sinngemäß auch für die Isolierung mit Platten 53 und 54, wobei man die
letzteren gegebenenfalls nach Abnehmen einer Reihe von Dachpfannen 55 von oben in
Richtung des Pfeiles 58 in den Zwischenraum zwischen den Wandteilen 57 und 58 einschieben
kann.
[0024] In vielen Fällen, insbesondere beim nachträglichen Isolieren von Altbauten, ist es
auch möglich, den kleinen dreieckigen oder anders ausgestelteten Dachraum oberhalb
der Deckenkonstruktion 47 in Figur 19 zu betreten und, da die Dachsparren hierfrei
zugänglich sind, von diesem Raum aus die erfindungsgemäßen Platten in die Hohlräume
über der Deckenkonstruktion 47 einzuschieben, ohne daß man irgendwelche Dachpfannen
abzunehmen braucht.
[0025] Bei den oben erläuterten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Platte gemäß
Figur 1 bis 18 sind die Schnitte senkrecht zu den einander gegenüberliegenden großen
Oberflächen der Platten ausgeführt Diese Platten eignen sich besonders für den Einsatz
in all den Fällen, in denen es auf die Klemmwirkung zwischen Trägern und demgemäß
auf das Selbsthalten ankommt. In all diesen Fällen ist femer der Vorteil gegeben,
daß die Dicke der Isolierung überall gleich bleibt.
[0026] Es sei hier ausdrücklich bemerkt, daß je nach Anwendungsfall die oben erläuterten
Ausführungsbeispiele der Platten auch miteinander kombiniert werden können.
1. Platte aus Dämmstoffen, insbesondere Mineralfasem, welche zur Wärme- und/oder Schallisolierung
von Gebäuden und zum Einbringen in Zwischen-oder Hohlräume zwischen Widerlagern, wie
Trägem oder Dachsparren, bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1 ;
17) einen oder mehrere schräg von einer Plattenaußenkante zur gegenüberliegenden Plattenaußenkante
geradlinig durchgehende und senkrecht zu ihren Hauptflächen verlaufende Trennschnitte
aufweist, derart, daß die so gebildeten Plattenteile (2, 3; 18, 19) gegeneinanderverschiebbar
sind und dadurch ein klemmfreies Einbringen sowie ein abschießendes Einklemmen zur
Abstützung der Platte in der Endlage zwischen den Widerlagern (5, 6) erreicht wird.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Diagonalschnitt (4) vorgesehen
ist, so daß die Plattenteile (2, 3) Dreiecksform aufweisen.
3. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein derart schräg verlaufender
Schnitt (20) vorgesehen ist, daß die Plattenteile (18, 19) Trapezform aufweisen.
4. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein- oder
mehrseitige Kaschierung mit einer Kunststoff- oder Aluminiumfolie, wobei die Folie
ebenfalls geschnitten ist
1. Plaque en matières d'isolation, en particulier fibres minérales, qui est conçue
pour assurer une isolation thermique et/ou phonique de bâtiments et pour être placée
dans des volumes intermédiaires ou creux existant entre des parties d'appui, comme
des poutres ou des chevrons de combles, caractérisée en ce que la plaque (1 ; 17)
présente une ou plusieurs coupes continues rectilignes, s'étendant obliquement d'un
bord extérieur de la plaque jusqu'à son bord extérieur opposé et d'orientation perpendiculaire
aux faces principales de la plaque, de manière que les parties de plaque (2, 3 ; 18,19)
ainsi formées puissent être déplacées en translation l'une par rapport à l'autre et
que, de ce fait, on obtient une mise en place sans serrage ainsi qu'un coincement
terminal, pour l'appui de la plaque à la position finale entre les contre-appuis (5,
6).
2. Plaque selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu une coupe en
diagonale (4) de telle sorte que les parties de la plaque (2, 3) aient en vue en plan
une forme triangulaire.
3. Plaque selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu une coupe orientée
en oblique (20) de telle sorte que les parties de la plaque (18,19) aient en vue en
plan une forme trapézoïdale.
4. Plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est
prévu un revêtement, sur un ou plusieurs côtés, avec une feuille de matière plastique
ou d'aluminium, la feuille étant également coupée.