[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fördern von Papierbogen auf einer
Fördereinrichtung, die mit einer Absaugeinrichtung verbunden und mit endlos umlaufenden
Förderbändern versehen ist, wobei die Absaugeinrichtung aus einem einzigen Kasten
besteht, auf dessen einer Seite ein Gebläse zur Erzeugung eines Saugluftstroms durch
die Transportbänder und den Saugraum des Kastens angeordnet ist.
[0002] Eine relativ einfache Vorrichtung dieser Art wird bereits in der DE-OS 2 456 047
als ein Blattfördersystem beschrieben. Hier laufen eine Vielzahl von Transportbändern
über zwei Walzen. Um die Walzen ist eine Verkleidung vorgesehen, die mit einem Ventilator
gekoppelt ist. Der Ventilator ist an der Unterseite der Vorrichtung angebracht, während
die Oberseite offen bzw. lediglich von den Transportbändern überspannt ist. Zum Transport
von einzelnen Blättern saugt der Ventilator Luft durch die Transportbänder an. Die
Luft strömt dabei um das Blatt herum und drückt dieses so auf die Transportbänder,
so daß das Blatt die Bewegung der Transportbänder mitmacht.
[0003] Nachteilig an dieser Vorrichtung ist aber, daß sie nicht zum Transport von Bogenströmen
geeignet ist. Durch die Funktionsweise ist Einzelblattransport erforderlich, weil
die angesaugte Luft das Blatt vollkommen umströmen muß. Außerdem wird das Blatt durch
die relativ große Öffnungsfläche verbogen, da keine feste Auflagefläche vorhanden
ist.
[0004] Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, die eine Absaugeeinrichtung für die Förderung
eines geschuppten Bogenstroms mit Hilfe von Bändertischen benutzen.
[0005] So ist in der DE-PS 723 575 eine Bogenfördereinrichtung beschrieben, in der eine
Kolbenpumpe mit Saugbehältern auf mit Saugöffnungen versehene Bänder wirkt. Ähnlich
ist in der DE-AS 1 033 225 ein Bogenanleger beschrieben. der über Vakuumkammern laufende,
endlose und mit Vakuumöffnungen versehene Bänder besitzt. die aus verschleißfestem
Stahl bestehen.
[0006] Die DE-PS 1 123 679 beschreibt eine Bogenzuführvorrichtung, deren Transportbänder
paarweise je einer Reihe von Saugöffnungen in einem Bogenanlegetisch zugeordnet sind.
Die Saugoffnungen sind dabei über ein Leitungssystem mit einer Vakuumquelle verbunden.
[0007] Weiterhin ist in der DE-AS 1 181 240 ein Anlegetisch beschreiben, der über Vakuumquellen
umlaufende, gelochte Förderbänder bestitzt. Die Förderbänder sind auf ihrer Unterseite
mit Nuten und Stegen versehen, um Fehlluft wirksam abzuschirmen.
[0008] Alle diese Einrichtungen sind kompliziert in ihrem Aufbau. Der Aufwand für die Erzeugung
eines Vakuums in den den Förderbändern zugeordneten Saugkammern ist hoch. Eine diskontinuierliche
Vakuumquelle, wie die genannte Kolbenpumpe, ist ungünstig bei Anwendung für einen
kontinuierlichen Bogenstrom. Durch große Druckdifferenzen und damit auftretende große
Belastungen sind außerdem spezielle Bänderführungen, verschleißarme Bändermaterialien
oder speziell ausgeführte Bänderquerschnitte notwendig, zudem sind die genannten Systeme
generell gegen Fehlluft empfindlich, etwa bei Beginn oder am Ende der Bogenförderung,
wenn die Fördereinrichtung nur teilweise von Bogen bedeckt ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die Absaugeinrichtung in einer Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen.
Außerdem soll die Empfindlichkeit gegen Fremdluft beseitigt werden und die Beanspruchung
und Lebensdauer der Transportbänder verbessert werden.
[0010] Die so gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung nach dem Kennzeichen
des Patentanspruches 1 gelöst.
[0011] Die Absaugeinrichtung arbeitet auf einem niedrigen Druckniveau mit geringen Änderungen
der Druckdifferenzen zwischen Saugseite und Förderseite über einen weiten Bereich
des veränderbaren Förderstroms. Das wird etwa durch einen Axiallüfter erreicht. Die
Absaugeinrichtung kann als Kasten ausgebildet sein, dessen Oberseite durch einen mit
Öffnungen versehenen Fördertisch mit endlosen, umlaufenden und gelochten Transportbändern
abgeschlossen wird. Der genannte Axiallüfter ist auf der entgegengesetzten Seite des
Kastens angeordnet, so daß damit ein einziger großer Strömungskanal entsteht.
[0012] Vorteilhaft an dieser Einrichtung ist der Aufbau als einfacher Kasten. Die Saugluft
braucht nicht durch spezielle Kanäle geführt zu werden, auch wenn die Zahl der Transportbänder
und damit die Zahl der Ansauglöcher variiert wird. Durch das niedrige Druckniveau
sind die Transportbänder, auch bei Vergrößerung der Löcher für das Ansaugen der Papierbogen,
nur geringen Beanspruchungen ausgesetzt. Dadurch reiben die Transportbänder auch weniger
stark auf ihrer Führung, verschleißen nicht so stark und benötigen außerdem geringere
Antriebskräfte und damit geringe Spannung für die Übertragung der Antriebskraft. Schließlich
ist von Vorteil, daß der Saugluftstrom des Axiallüfters bei großen Förderströmen auf
niedrigem Druckniveau ist und die Druckdifferenz zwischen Saug- und Förderseite gegen
Fremdluft, d. h. gegen Förderstromerhöhung bzw. Druckabfall, wie sie am Beginn oder
Ende des geschuppten Stroms oder bei Unterbrechungen immer wieder auftritt, wenig
empfindlich ist. Zudem ist ein Axiallüfter sehr robust, einfach und billig.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel ist im Folgenden näher beschrieben. Die beigefügte Zeichnung
gibt eine Übersicht über die Gesamtanordnung. Sie beinhaltet den Teilschnitt eines
Tisches mit umlaufenden Transportbändern und einer Absaugeinrichtung.
[0014] Der Fördertisch 1 besitzt Öffnungen 2, über denen Transportbänder 3 umlaufen. Die
Transportbänder 3 sind mit Löchern 4 versehen und laufen von Wellen 5 angetrieben
und über eine dritte Welle 8 gespannt. Der Fördertisch 1 wird nach unten von einem
Kasten 6, 7 abgeschlossen. Der Kasten 6, 7 besteht aus einem an dem Fördertisch 1
angepaßten Abdeckblech 6 und einem daran anschließenden Rohr 7. Das Rohr 7 dient zur
Querschnittsverengung und zum Anschluß des Axiallüfters 9 an den durch den Kasten
6, 7 und den Tisch 1 abgegrenzten Saugraum 12. Der Axiallüfter 9 erzeugt einen Saugluftstrom
11 vom Fördertisch 1 durch den Kasten 6, 7 zur Förderseite 10 des Axiallüfters 9.
An die Förderseite 10 kann eine Konstruktion zur Führung des austretenden Luftstroms
angeschlossen werden.
[0015] Durch die Zusammenfassung aller Öffnungen 2 in einem einzigen Saugraum 12 ist ein
sehr einfacher Aufbau der Absaugeinrichtung entstanden. Die Papierbogen des geschuppten
Stroms 13 werden überall mit dem gleichen Unterdruck an die Transportbänder 3 angesaugt.
Der Förderstrom ist maximal, wenn der Fördertisch 1 leer ist, und annähernd gleich
Null, wenn der geschuppte Strom 13 den Fördertisch 1 bedeckt. Eine Kennlinie, die
eine geringe Druckdifferenz zwischen den Betriebszuständen mit maximalem und minimalem
Förderstrom d. h. mit leerem Fördertisch 1 und mit voller Belegung durch einen geschuppten
Strom 13 von Papierbögen, wird günstig realisiert durch den Axiallüfter 9. Die Kennlinie
fällt mit steigendem Förderstrom nur flach ab. Das niedrige Druckniveau wird durch
größere Löcher 4 in den Transportbändern ausgeglichen. Haltekräfte von etwa 5N pro
Bogen können je nach Format realisiert werden. Im Vergleich zu einem Radialgebläse
ist beim Axiallüfter 9 eine geringere Leistung zum aufrechterhalten des Unterdruckes
im Saugraum 12 notwendig, wenn die Löcher 4 im Transportband 3 nicht abgedeckt sind.
Der Axiallüfter 9 muß bei geschlossenem Ansaugweg die höhere Leistung aufwenden, für
das Radialgebläse ist das aber bei offenem Ansaugweg notwendig. Gerade bei offenem
bzw. teilweise offenem Ansaugweg, d. h. bei leerem oder teilweise leerem Fördertisch
1, darf aber der Druck nicht zu sehr abfallen, um die Funktion der Vorrichtung auch
weiter zu gewährleisten. Die Kennlinie fällt bei der Bauart Radialgebläse im Bereich
großer Förderströme aber stark ab. Um das zu vermeiden, müßte ein größeres Gebläse
mit höherer Leistung, höheren Verlusten, größerer Wärme- und Geräuschentwicklung verwendet
werden. Alle diese Nachteile vermeidet der Axiallüfter 9. Rückwirkungen vom Axiallüfter
9 auf die Ansaugverhältnisse am Fördertisch 1 werden durch einen genügend großen Abstand
vermieden. Im Rohr 7 des Gehäuses sind ausgleichsvorgänge für Druckunterschiede und
Verwirbelungen möglich, so daß am Fördertisch 1 und damit an den Löchern 4 der Transportbänder
3 wieder eine gleichmäßige Druckverteilung vorhanden ist.
[0016] In Bereichen seitlich vom Rohr 7 des Gehäuses der Absaugeinrichtung können im übrigen
die Transportbänder 3 zusammen mit den Öffnungen 2 im Fördertisch 1 beweglich gemacht
werden, da die Transportbänder um das Abdeckblech 6 am Fördertisch 1 herumgeführt
sind. Damit sind Einstellmöglichkeiten für verschiedene Bogenbreiten gegeben. Schließlich
kann über Vorwiderstände oder andere elektrische Einrichtungen der Axiallüfter 9 in
seiner Betriebsdrehzahl und damit seiner Förderleistung variiert und damit an unterschiedliche
Papiere angepaßt werden.
1. Vorrichtung zum Fördern von Papierbogen (13) auf einer Fördereinrichtung, die mit
einer Absaugeinrichtung verbunden und mit endlos umlaufenden Transportbändern (3)
versehen ist, wobei die Absaugeinrichtung aus einem einzigen Kasten (6, 7) besteht,
auf dessen einer Seite ein Gebläse (9) zur Erzeugung eines Saugluftstroms durch die
Transportbänder (3) und den Saugraum (12) des Kastens (6, 7) angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung durch einen Fördertisch (1) gebildet wird,
der mit Öffnungen (2) versehen ist und auf der dem Gebläse (9) gegenüberliegende Seite
des Kastens (6, 7) angeordnet ist, daß endlose mit Löchern (4) versehene Transportbänder
(3) um den Fördertisch (1) und über den Öffnungen (2) umlaufen und der Saugluftstrom
(11) durch die Löcher (4), die Öffnungen (2), den Saugraum (12) und das Gebläse (9)
geführt wird, und das Gebläse (9) eine Kennlinie aufweist, bei der sich der Unterdruck
auf der Ansaugseite im Saugraum (12) des Kastens (6, 7) auf niedrigem Niveau über
einen möglichst großen Bereich von minimalen bis zu großen Förderströmen hin nur wenig
verändert, wobei die Papierbogen (13) als kontinuierlicher Strom zu- und abgeführt
werden, derart daß der Saugluftstrom (11) durch die unterschuppt auf dem Fördertisch
(1) aufliegenden Papierbogen (13) dort unterbrochen wird, wo jeweils wenigstens der
vordere Teil eines Papierbogens (13) gegen die Transportbänder (3) gesaugt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (9) ein Axiallüfter
ist.
1. Device for feeding paper sheets (13) on a feeding arrangement which is connected
with a suction device and is provided with endlessly circulating transport belts (3),
wherein the suction device consists of a single box (6, 7) on one side of which is
arranged a blower (9) to generate a suction airstream through the transport belts
(3) and the suction space (12) of the box (6, 7) characterised in that the feeding
arrangement is constituted by a feeding table (1) which is provided with openings
(2) and on which the side of the box (6, 7) lying opposite the blower (9) is arranged,
that endless transport belts (3) provided with holes (4) run around the feed table
(1) and over the openings (2) and the suction airstream (11) is guided through the
holes (4), the openings (2), the suction space (12) and the blower (9), and the blower
(9) has a characteristic curve which varies only a little in terms of the reduced
pressure on the suction side in the suction space (12) of the box (6, 7) to a low
level over the greatest possible range from minimal to the biggest feed streams, wherein
the paper sheets (13) are fed towards and away as a continuous stream in such a fashion
that the suction airstream (11) is there interrupted by the paper sheets (13) lying
overlapped on the feed table (1), where in each case at least the front part of a
paper sheet (13) is sucked against the transport belts (3).
2. Device according to claim 1 characterised in that the blower (9) is an axial fan.
1. Dispositif pour transporter des feuilles de papier (13) dans une installation d'alimentation,
qui est relié à un dispositif d'aspiration et est muni de bandes de transport (3)
tournantes sans fin, dans lequel le dispositif d'aspiration est constitué d'un carter
unique (6, 7), sur un côté duquel est disposé un ventilateur (9) pour la création
d'un flux d'air d'aspiration à travers les bandes de transport (3) et la chambre d'aspiration
(12) du carter (6, 7), caractérisé en ce que l'installation d'alimentation est formée
par une table d'alimentation (1), qui est munie d'orifices (2) et qui est disposée
sur le côté du carter (6, 7) opposé au ventilateur (9), en ce que des bandes de transport
(3) sans fin munies de trous (4) tournent autour de la table d'alimentation (1) et
sur les orifices (2), et le flux d'air d'aspiration (11) est guidé à travers les trous
(4), les orifices (2), la chambre d'aspiration (12) et le ventilateur (9), et le ventilateur
(9) comporte une caractéristique de réponse pour laquelle la dépression de bas niveau
sur le côté d'aspiration dans la chambre d'aspiration (12) du carter (6, 7) ne varie
que peu dans un domaine le plus grand possible depuis des flux d'alimentation minimaux
jusqu'à des flux d'alimentation importants, par quoi les feuilles de papier (13) sont
alimentées et évacuées sous forme d'un flux continu, de sorte que le flux d'air d'aspiration
(11) est interrompu par les feuilles de papier (13) reposant, en se chevauchant, sur
la table d'alimentation (1), où, à chaque fois, au moins la partie avant d'une feuille
de papier (13) est aspirée contre les bandes de transport (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ventilateur (9) est
un ventilateur axial.