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EP 0 075 786 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.1985 Patentblatt 1985/15 |
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Anmeldetag: 16.09.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F21M 3/08 |
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Scheinwerfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge
Projector, particularly a vehicle headlamp
Projecteur, en particulier pour véhicules automobiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
29.09.1981 DE 3138641 08.10.1981 DE 3139943
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.04.1983 Patentblatt 1983/14 |
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Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Grünwald, Werner, Dr., Dipl.-Phys.
D-7016 Gerlingen (DE)
- Lindae, Gerhard, Dipl.-Ing.
D-7250 Leonberg (DE)
- Perthus, Peter
D-7000 Stuttgart 30 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Scheinwerfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, nach
dem ersten Teil des Anspruchs 1. Ein derartiger Scheinwerfer ist aus der DE-A Nr.
2826307 bekannt, dessen paraboloidförmiger Horizontalsektor konzentriert den Lichtbündelanteil
verhältnissmässig hoher Intensität in den Fernbereich der Fahrbahn, während der obere
und untere Sektor mit einer kleineren Brennweite den Nahbereich der Fahrbahn mit einem
verhältnismässig grossen Lichtstrom ausleuchtet.
[0002] Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass die Ausleuchtung des Nahbereichs für
die Verkehrsteilnehmer nicht den ursprünglich angenommenen Vorteil aufweist. Darüber
hinaus müssen neuzeitige Scheinwerfer eine grosse Horizontalstreuung des Lichtbündels
aufweisen, was wiederum eine stark streuende Optik an der Streuscheibe des Scheinwerfers
erfordert.
Vorteile der Erfindung
[0003] Durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgezeigten Merkmale wird erfindungsgemäss
das im vorstehenden Stand der Technik dargelegte Problem mit technisch einfachen Mitteln
gelöst. Der in herkömmlicher Weise den Nahbereich der Fahrbahn ausleuchtende Lichtbündelanteil
wird angehoben und für die Ausleuchtung des Fernbereiches verwendet, und zwar über
eine verhältnismässig grosse Breite bzw. im Bereich der HeIIdunkelgrenzedesAbblendlichtes.
Darüber hinaus wird die Fahrbahn auch bei Kurvenfahrten noch ausreichend beleuchtet.
Bei Verwendung stark vertikal geneigter Streuscheiben ergibt sich noch der Vorteil,
dass bereits der Reflektor das Lichtbündel in horizontaler Richtung streut, wobei
der Nachteil vermieden wird, dass das Lichtbündel mit zunehmender Seitenstreuung nach
unten hin abfällt.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
Mit der Ausgestaltung des Scheinwerfers nach Anspruch 2 werden die Wendelbilder des
Abblendlichtbündels unter dessen Helldunkelgrenze abgesenkt. Eine Seitenstreuung der
grossen lichtschwächeren Wendelbilder bei gleichzeitiger Konzentration der lichtstarken,
kleineren Wendelbilder um den Schnittpunkt der Horizontalen mit der Vertikalen herum
und mithin ein verhältnismässig breitgezogenes Lichtbündel ergibt die Weiterbildung
des Scheinwerfers mit den Merkmalen eines der Ansprüche 3 oder 4.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Rückansicht eines Rechteckreflektors in verkleinerter Darstellung, und
Fig. 2 die Innenansicht des Rechteckreflektors in Blickrichtung II von Fig. 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
[0006] Fig. 1 und 2 zeigen von einem sogenannten Rechteckscheinwerfer einen Rechteckreflektor
101, dessen Reflektionsfläche aus einem horizontalen Mittelsektor 102 und einem oberen
und unteren Sektor 103, 104 besteht. Der Mittelsektor 102 ist zur horizontalen Meridianschnittebene
105 symmetrisch angeordnet und ist Teil eines Rotationsparaboloides mit einer verhältnismässig
grossen Brennweite. Die beiden Sektoren 103, 104 sind zur vertikalen Meridianschnittebene
106 symmetrisch und sind Teil einer Einhüllenden, deren Vertikalschnitt eine Parabel
und deren Horizontalschnitt eine Ellipse ist. Beide Sektoren 103, 104 begrenzt eine
zur horizontalen Meridianschnittebene 105 paralleler Abschnitt 107. Den Mittelsektor
102 und beide Sektoren 103,104 verbinden ebene Flächen 108, die bezüglich der optischen
Achse 109 des Reflektors 101 radial angeordnet sind. Im Scheitelbereich des Reflektors
101 ist eine Öffnung 110 ausgespart für die Aufnahme einer nicht gezeichneten Glühlampe
mit einem Leuchtkörper für die Erzeugung eines Lichtbündels.
[0007] Die durch den Schnitt von Ebenen senkrecht zur Achse 109 des Reflektors 101 mit der
Reflektionsfläche des oberen und unteren Sektors 103, 104 entstehenden Schnittkurven
sind Ellipsensegmente, deren Halbachsen senkrecht zur Achse 109 des Reflektors stehen
und deren eine Halbachse der Ellipse in der horizontalen Mittelebene liegt.
[0008] Die linke und rechte Hälfte des oberen und unteren Sektors 103, 104, die durch den
Schnitt der oberen und unteren Sektoren mit der vertikalen Meridianschnittebene 106
entstehen, sind um diejenige Achse 111 geringfügig aufgeklappt, die rechtwinklig zur
horizontalen Meridianschnittebene 105 angeordnet ist und durch den Reflektorscheitel
geht (z-Achse). Ist hingegen der horizontale Meridianschnitt der Einhüllenden eine
Hyperbel, so ist die linke und rechte Hälfte des oberen und unteren Sektors 103, 104,
die durch den Schnitt beider Sektoren mit der vertikalen Meridianschnittebene 106
entstehen, um diejenige Achse 111 geringfügig übereinander geklappt, die rechtwinklig
zur horizontalen Meridianschnittebene 105 angeordnet ist und durch den Reflektorscheitel
geht (z-Achse).
1. Scheinwerfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, wobei
- ein Rechteckreflektor (101) einen paraboloiden Horizontalsektor (102) sowie bezüglich
der Reflektorachse (109) in Gebrauchsrichtung einen oberen und unteren Sektor (103,104)
hat,
- die drei Sektoren (102, 103, 104) ebene, zur Achse (109) radiale Flächen (108) verbinden,
- die Brennpunkte der drei Sektoren (102, 103, 104) annähernd identisch sind, und
- die Brennweite des oberen und unteren Sektors (103, 104) gleich sind, jedoch kleiner
als die Brennweite des paraboloiden Horizontalsektors (102), dadurch gekennzeichnet,
dass
- der obere und untere Sektor (103, 104) Teil einer Einhüllenden sind, deren Vertikalschnitt
eine Parabel ist und deren Horizontalschnitt eine Ellipse oder eine Hyperbel ist,
- die Brennweite der Parabel des Vertikalschnittes kleiner als die Brennweite des
paraboloiden Horizontalsektors (102) ist, und
- Schnittkurven, die durch den Schnitt von Ebenen senkrecht zur Achse (109) mit dem
oberen und unteren Sektor entstehen, Ellipsensegmente sind, deren Halbachsen senkrecht
zur Achse (109) stehen, wobei eine Halbachse in der horizontalen Meridianschnittebene
(105) liegt.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
- bezüglich der Reflektorachse (109) die Achse der Parabel des oberen Sektors (103)
annähernd um 2° nach unten geneigt ist, und
- die Achse der Parabel des unteren Sektors (104) annähernd um 2° nach oben geneigt
ist.
3. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei
einem ellipsenförmigen Horizontalschnitt der Einhüllenden die linke und rechte Hälfte
des oberen und unteren Sektors (103,104), die durch den Schnitt beider Sektoren mit
der vertikalen Meridianschnittebene (106) enstehen, um diejenige Achse geringfügig
aufgeklappt sind, die rechtwinklig zur horizontalen Meridianschnittebene (105) angeordnet
ist und durch den Reflektorscheitel geht (z-Achse).
4. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei
einem hyperbelförmigen Horizontalschnitt der Einhüllenden die linke und rechte Hälfte
des oberen und unteren Sektors (103,104), die durch den Schnitt beider Sektoren mit
der vertikalen Meridianschnittebene (106) enstehen, um diejenige Achse geringfügig
übereinander geklappt sind, die rechtwinklig zur horizontalen Meridianschnittebene
(105) angeordnet ist und durch den Reflektorscheitel geht (z-Achse).
1. Headlamp, in particular for motor vehicles, wherin
- a rectangular reflector (101) has a paraboloid horizontal sector (102) and, with
reference to the reflector axis (109) in the direction of use, an upper and lower
sector (103, 104),
- the three sectors (102, 103, 104) join plane surfaces (108) radial to the axis (109),
- the focal points of the three sectors (102, 103, 104) are approximately identical,
and
- the focal lengths of the upper and lower sectors (103, 104) are identical but smaller
than the focal length of the paraboloid horizontal sector (102), characterised in
that
- the upper and lower sectors (103,104) are part of an encasing, the vertical section
of which is a parabola and the horizontal section of which is an ellipse or a hyperbola,
- the focal length of the parabola of the vertical section is smaller than the focal
length of the paraboloid horizontal sector (102), and
- curves of intersection which are produced by the intersection of planes perpendicular
to the axis (109) with the upper and lower sectors are ellipse segments, the semi-axes
of which are perpendicular to the axis (109), one semi-axis lying in the horizontal
meridional intersecting plane (105).
2. Headlamp as claimed in Claim 1, characterised in that
- with respect to the reflector axis (109), the axis of the parabola of the upper
sector (103) is inclined downwards by approximately 2°, and
- the axis of the parabola of the lower sector (104) is inclined upwards by approximately
2°.
3. Headlamp as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that, with an elliptical
horizontal section of the encasing, the left-hand and righthand halves of the upper
and lower sectors (103, 104), which are produced by the intersection of the two sectors
with the vertical meridional intersecting plane (106), are slightly turned up about
the axis which is arranged orthogonally to the horizontal meridional intersecting
plane (105) and passes through the reflector vertex (z axis).
4. Headlamp as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that, with a hyperbolic horizontal
section of the encasing, the left-hand and righthand halves of the upper and lower
sectors (103, 104), which are produced by the intersection of the two sectors with
the vertical meridional intersecting plane (106), are slightly overlapped about the
axis which is arranged orthogonally to the horizontal meridional intersecting plane
(105) and passes through the reflector vertex (z axis).
1. Projecteur, en particulier pour véhicules automobiles, dans lequel
- un réflecteur rectangulaire (101) comporte un secteur horizontal (102) paraboloïdal,
ainsi que, par rapport à l'axe (109) du réflecteur dans le sens de l'emploi, un secteur
supérieur et un secteur inférieur (103, 104),
- les trois secteurs (102, 103, 104) relient des surfaces (108) planes, radiales par
rapport à l'axe (109),
- les foyers des trois secteurs (102,103,104) sont approximativement identiques, et
- les distances focales des secteurs supérieur et inférieur (103, 104) sont égales,
toutefois inférieures à la distance focale du secteur horizontal (102) paraboloïdal,
caractérisé en ce que
- les secteurs supérieur et inférieur (103, 104) font partie d'une enveloppante, dont
la coupe verticale est une parabole et dont la coupe horizontale est une ellipse ou
une hyperbole,
- la distance focale de la parabole de la coupe verticale est inférieure à la distance
focale du secteur horizontal (102) paraboloïdal, et
- des courbes de coupes qui résultent de la coupe de plans perpendiculaires à l'axe
(109) par les secteurs supérieur et inférieur sont des segments d'ellipses, dont les
demi-axes sont perpendiculaires à l'axe (109), un demi-axe se situant dans le plan
de coupe méridien horizontal (105).
2. Projecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
- par rapport à l'axe (109) du réflecteur, l'axe de la parabole du secteur supérieur
(103) est incliné vers le bas d'environ 2°, et
- l'axe de la parabole du secteur inférieur (104) est incliné vers le haut d'environ
2°.
3. Projecteur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le
cas d'une coupe horizontale en forme d'ellipse de l'enveloppante, les moitiés gauche
et droite des secteurs supérieur et inférieur (103,104) qui résultent de la coupe
des deux secteurs par le plan de coupe méridien vertical (106) sont très légèrement
dépliées, l'une par rapport à l'autre, autour de l'axe qui est disposé à angle droit
par rapport au plan de coupe méridien horizontal (105) et passe par le sommet du réflecteur
(axe z).
4. Projecteur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le
cas d'une coupe horizontale en forme d'hyperbole de l'enveloppante, les moitiés gauche
et droite des secteurs supérieur et inférieur (103,104) qui résultent de la coupe
des deux secteurs par le plan de coupe méridien (106) sont très légèrement pliées
l'une sur l'autre autour de l'axe qui est disposé à angle droit par rapport au plan
de coupe méridien horizontal (105) et passe par le sommet du réflecteur (axe z).
