[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmegewinnung mit einer Wärmepumpe mit
mindestens einem wenigstens einen Verdampfer, einen Verdichter und einen Kondensator
enthaltenden Kälteteil, wobei der Verdampfer und/oder der Kondensator jeweils als
eine ein Kältemittel enthaltende, in einem mit einem abzukühlenden bzw. aufzuheizenden
Medium beschickten Wärmetauscher angeordnete Rohrleitung ausgebildet ist.
[0002] Bei den bekannten Anordnungen dieser Art sind die den Verdampfer bzw. den Kondensator
bildenden, vom Kältemittel durchströmten Rohrleitungen koaxial in zugeordneten weiteren,
vom aufzuheizenden bzw. abzukühlenden Medium durchströmten Rohrleitungen angeordnet,
die um den Verdichter herumgelegt sein können. Diese koaxial ineinander laufenden
Rohrleitungen sind, nachdem sie einmal ineinander eingesetzt sind, praktisch nicht
mehr auseinandernehmbar. Nachteilig hierbei ist daher, daß im Falle einer Verschmutzung
bzw. eines Defekts des Kondensators bzw. des Verdampfers diese nicht gereinigt bzw.
ausgetauscht werden können. Vielmehr muß bei den bekannten Anordnungen zu diesem Zweck
der jeweils zugeordnete Wärmetauscher insgesamt ausgebaut und ausgewechselt werden,
was nicht nur einen Eingriff in den Kältemittelkreislauf erfordert, sondern gleichzeitig
auch eine Entleerung des Wärmetauschers erforderlich macht. Die Folge davon sind ein
hoher Aufwand und hohe Kosten. Infolge der Verwendung koaxial ineinander laufender
Rohre ist es bei den bekannten Anordnungen praktisch auch nicht möglich, den Kälteteil
als komplette Baueinheit vorzufertigen und diese vorgefertigte Baueinheit anschließend
mit anderen vorgefertigten Baueinheiten nur noch zusammenzusetzen. Vielmehr ergibt
sich bei den bekannten Anordnungen eine verhältnismäßig aufwendige Montage, da der
Kälteteil seinerseits erst fertiggestellt werden kann, wenn die durch koaxial ineinander
laufende Rohre gebildeten, dem Kondensator bzw. dem Verdampfer zugeordneten Wärmetauscher
fertiggestellt sind, was sich negativ auf den Herstellungsaufwand auswirkt. Die bekannten
Anordnungen erweisen sich somit als nicht montage- und wartungsfreundlich genug.
[0003] Ganz abgesehen davon ist bei den bekannten Anordnungen jedoch im Bereich der dem
Kondensator bzw. dem Verdampfer zugeordneten Wärmetauscher ein hoher Strömungswiderstand
zu überwinden, was die Verwendung starker Umwälzpumpen zum Umwälzen des abzukühlenden
bzw. aufzuheizenden Mediums erfordert und sich daher negativ auf die Wirtschaftlichkeit
auswirkt. Ferner ist davon auszugehen, daß bei den bekannten Anordnungen die mit dem
aufzuheizenden bzw. abzukühlenden Medium beaufschlagten Wärmetauscher ohne Eingriff
in den Kälteteil nur sehr schwer entleerbar sind, was bei einer Außenaufstellung einer
derartigen Wärmepumpe die Gefahr des Einfrierens mit sich bringt. Ein weiterer Nachteil
der bekannten Anordnungen ist darin zu sehen, daß hierbei die dem Verdampfer bzw.
Kondensator zugeordneten Wärmetauscher nur sehr schlecht isolierbar sind, was sich
ebenfalls negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Die bekannten Anordnungen sind
daher auch noch nicht wirtschaftlich genug.
[0004] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Vermeidung
der Nachteile der bekannten Anordnungen, eine Vorrichtung eingangs erwähnter Art zu
schaffen, bei der nicht nur eine einfache Montage und Demontage des gesamten Kältemittelteils
als komplette Baueinheit möglich, sondern auch ein vergleichsweise geringer wärmetauscherseitiger
Druckverlust gewährleistet ist und die gleichzeitig eine kompakte Bauweise und eine
wirkungsvolle Isolation ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der den Kondensator und/oder
den Verdampfer jeweils aufnehmende Wärmetauscher einen einseitig offenen, mit Anschlüssen
für das abzukühlende bzw. aufzuheizende Medium versehenen Topf aufweist, in den die
jeweils zugehörige, das Kältemittel enthaltende Rohrleitung einführbar ist, die auf
einen den zugehörigen Topf verschließenden Deckel aufgesetzt ist.
[0006] Diese Maßnahmen gestatten in vorteilhafter Weise eine Vormontage des Kälteteils als
komplette Baueinheit, die mit ihrer den Verdampfer bzw. den Kondensator bildenden
Rohrleitung einfach heizstab- bzw. tauchsiederartig in den jeweils zugeordneten, topfförmigen
Wärmetauscher einführbar ist, was nicht nur die Herstellung, sondern auch die Wartung
und Reparatur außerordentlich erleichtern kann und sich daher vorteilhaft auf die
Gestehungs- und Betriebskosten auswirkt. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Maßnahmen ist darin zu sehen, daß hierbei auf einfache Weise und mit wenigen Komponenten
die Leistung variierbar ist. Hierzu wird einfach das Kälteteil gegen ein anderes Kälteteil
mit einem größeren Kondensator bzw. Verdampfer ausgetauscht. Die die Wärmetauscher
enthaltende Baueinheit kann dabei für alle Leistungsgrößen unverändert beibehalten
werden. Außerdem ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung in vorteilhafter
Weise ein vergleichsweise geringer wärmetauscherseitiger Druckverlust, was die Verwendung
verhältnismäßig schwacher Umwälzpumpen gestattet, die in vorteilhafter Weise eine
geringe Leistungsaufnahme besitzen. Ferner ist es möglich, die zur Bildung der Wärmetauscher
verwendeten Töpfe wirksam zu isolieren. Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile
bestehen somit insbesondere in der Erzielung einer ausgezeichneten Wärmewirtschaftlichkeit.
[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen kann die im Bereich jedes
Topfes vorgesehene, den Kondensator bzw. den Verdampfer bildende Rohrleitung jeweils
in Form einer freiliegenden, wandnah in den zugehörigen Topf einführbaren Rohrschlange
auf den den zugehörigen Topf verschließenden Deckel aufgesetzt sein. Diese Maßnahmen
ergeben bei vergleichsweise geringem Platzbedarf eine große Wärmeübergangsfläche,
was sich positiv auf die Leistung auswirkt, und gestatten ein einfaches Ein- und Ausheben
des am Deckel hängenden Kondensators und/oder Verdampfers. Zweckmäßig kann dabei im
Bereich jeder Rohrschlange eine hiervon umfaßte, am Deckel befestigte Büchse vorgesehen
sein. Diese Büchse grenzt praktisch eine die jeweils zugeordnete Rohrschlange enthaltende
Strömungskammer ab und gewährleistet so eine übersichtliche Führung des den Wärmetauscher
durchsetzenden Strömungsmediums, was sich ebenfalls positiv auf den erzielbaren Wärmeübergang
auswirkt.
[0008] Eine weitere ganz besonders zu bevorzugende Maßnahme kann darin bestehen, daß der
Topf bzw. die Töpfe in einen mit einer Einfassung versehenen Block eingeschäumt ist
bzw. sind. Diese Maßnahme ergibt nicht nur eine ausgezeichnete Isolation der Töpfe,
sondern führt in vorteilhafter Weise gleichzeitig auch zu einem selbsttragenden Bauteil,
ohne daß dabei ein Tragrahmen für die Töpfe oder dergleichen benötigt würde, was sich
vorteilhaft auf den erzielbaren Aufwand auswirkt.
[0009] Zwecks Gewährleistung von nicht nur monovalentem, sondern auch ein bivalentem Betrieb
kann in weiterer, ganz besonders vorteilhafter Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen
vorgesehen sein, daß in den die Töpfe bzw. zumindest den dem Kondensator zugeordneten
Topf aufnehmenden Block ein neben dem den Kondensator zugeordneten Topf angeordneter,
vom aufzuheizenden Medium durchströmter, konventionell beheizbarer Durchlauferhitzer
integriert ist.
[0010] Diese Maßnahmen ergeben in vorteilhafter Weise zwei komplett vormontierbare bzw.
vorzufertigende Baueinheiten, nämlich den den Verdampfer, den Verdichter und den Kondensator
enthaltenden Kälteteil der Wärmepumpe und den Block mit den Töpfen zur Bildung von
Wärmetauschern und dem konventionell beheizbaren Durchlauferhitzer, Hierdurch wird
die Installation und Wartung stark vereinfacht. Gleichzeitig ergibt sich hierdurch
eine sogenannte Modulbauweise, die einen Ausbau in mehreren Stufen ermöglicht, was
sich günstig auf die Finanzierbarkeit auswirkt. In der ersten Stufe kann einfach nur
der genannte Block aufgestellt werden. In der zweiten Ausbaustufe kann das Kälteteil
hinzukommen. Die Integration des konventionell beheizbaren Durchlauferhitzers in die
wärmetauscherseitige Baueinheit ermöglicht in vorteilhafter Weise praktisch einen
direkten Anschluß des konventionell beheizbaren Durchlauferhitzers an den heizungstechnisch
hiermit zu koppelnden, kondensatorseitigen Wärmetauscher, so daß lange Verbindungsleitungen
sowie die hiermit verbundenen Nachteile hinsichtlich Installation, Isolierung, Druck-
und Wärmeverlusten und dergleichen entfallen. Infolge der direkten Verbindung zwischen
Durchlauferhitzer und kondensatorseitigem Wärmetauscher ergeben diese beiden Teile
in vorteilhafter Weise auch eine regelungstechnisch vergleichsweise leicht beherrschbare
Einheit. Zudem kann dabei die erforderliche Regelungs- bzw. Steuerungseinheit gegenüber
Anordnungen mit separater Anordnung des konventionell beheizbaren Durchlauferhitzers
stark vereinfacht werden. Die blockseitige Integration des konventionell beheizbaren
Durchlauferhitzers ergibt zu dem eine ausgezeichnete Schalldämmung. Ein ganz besonderer
Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist darin zu sehen, daß der Gesamtblock mit
aufgesetztem Kälteteil einfach als sowohl einen monovalenten als auch einen bivalenten
Betrieb gewährleistender Ersatz für eine konventionelle Wärmegewinnungseinrichtung,
beispielsweise in Form eines Heizkessels, installiert werden kann. Die mit diesen
Maßnahmen erzielbaren Vorteile sind demnach insbesondere in der erreichten Kompaktheit,
Einfachheit und Installationsfreudigkeit und damit insgesamt in einer ausgezeichneten
Wirtschaftlichkeit zu sehen.
[0011] In vorteilhafter Fortbildung dieses Gedankens kann der Durchlauferhitzer in Serie
zu dem dem Kondensator zugeordneten Topf liegen. Das zu erwärmende Medium durchströmt
dabei auf jeden Fall sowohl den Topf als auch den Durchlauferhitzer, so daß einfach
durch Zu- bzw. Abschaltung der Wärmepumpe bzw. des Durchlauferhitzers von monovalentem
auf bivalentem Betrieb umgeschaltet werden kann und umgekehrt. Zweckmäßig liegt dabei
der Durchlauferhitzer stromabwärts vom zugeordneten Topf. Hiermit läßt sich eine bivalente
parallele Betriebsweise besonders einfach verwirklichen. Das zu erwärmende Medium
kann hierbei durch den Kondensator der Wärmepumpe vorgewärmt werden und ist dann mit
Hilfe des Durchlauferhitzers nur noch auf die gewünschte Endtemperatur zu bringen.
Dies stellt demnach eine besonders sparsame Betriebsweise dar.
[0012] Gemäß einer weiteren Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen können die beiden Töpfe
mittels eines gemeinsamen Deckels verschließbar sein. Der gemeinsame Deckel bildet
dabei in vorteilhafter Weise gleichzeitig eine Montageplatte für das gesamte Kälteteil.
Vorteilhaft kann der Verdichter dabei einfach auf dem als Montageplatte für den Kälteteil
dienenden Deckel mittig abgestellt sein. Zweckmäßig ist der Verdichter von einer Schalldämmhaube
umfaßt, die auf dem die Töpfe aufnehmenden Block aufgenommen ist.
[0013] Weitere zweckmäßige Fortbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der übergeordneten
Ma ßnahmen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung in Verbindung mit den restlichen Unteransprüchen.
[0014] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine monovalente Einrichtung anhand eines Schnitts durch eine verdampfer-
und kondensatorseitig wasserbeschickte Wärmepumpe,
Figur 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Figur 1 bei abgenommener Schalldämmhaube,
Figur 3 eine Seitenansicht der Anordnung nach Figur 1 bei aufgesetzter Schalldämmhaube,
Figur 4 eine bivalente Einrichtung in Figur 1 entsprechender Darstellung,
Figur 5 eine Seitenansicht der Anordnung nach Figur 4 bei aufgesetzter Schalldämmhaube,
Figur 6 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Figur 4 in Figur 2 entsprechender Darstellung.
[0015] Der prinzipielle Aufbau und die Wirkungsweise einer Wärmepumpe sind an sich bekannt
und bedürfen daher im vorliegenden Zusammenhang keiner eingehenden Erläuterung mehr.
Die der Figur 1 zugrunde liegende Wärmepumpe besteht aus einem als Baueinheit ausgebildeten,
einen Verdichter 1, einen Verdampfer 2 und einen Kondensator 3 umfassenden Kälteteil
und aus einem die den Kälteteil bildende Baueinheit aufnehmenden, geschäumten Block
4, der zwei in das Schaummaterial eingebettete, nebeneinander angeordnete Töpfe 5
aufweist, die mit Anschlüssen 6 bzw. 7 zum Zu- bzw. Ableiten des durch den Verdampfer
2 abzukühlenden bzw. des durch den Kondensator 3 aufzuheizenden Mediums versehen sind.
Der geschäumte Block 4 ist mit einer ringsumlaufenden Einfassung 8 aus dünnem Blech
versehen, die seine Formstabilität und Stoßfestigkeit erhöht. Die in den Block 4 eingeschäumten
Töpfe 5 sind durch das sie umgebende Schaummaterial fixiert. Ein Tragrahmen oder dergleichen
kann bei einer derartigen selbsttragenden Bauweise entfallen. Die Oberseite des Blocks
4 ist durch eine Kopfplatte 9 abgedeckt, die im Bereich der Töpfe 5 ausgenommen und
flanschartig an diese angesetzt ist.
[0016] Einer der Töpfe 5, hier der in Figur 1 rechts gezeichnete, ist dem Verdampfer 2 und
einer, hier der in Figur 1 links gezeichnete, ist dem Kondensator 3 zugeordnet. Der
Verdampfer 2 und der Kondensator 3 bestehen aus von einem Kältemittel, das im Verdampfer
2 bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen verdampft und nach Verdichtung mittels
des Verdichters 1 im Kondensator 3 unter Wärmeabgabe kondensiert, durchströmten Rohrleitungen,
die im dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils in Form einer freiliegenden Rohrschlange
ausgebildet sind, die etwa koaxial zur Topfachse in den jeweils zugeordneten Topf
einführbar sind. Der Durchmesser der den Verdampfer 2 und den Kondensator 3 bildenden
Rohrschlangen ist dabei so bemessen, daß sich eine wandnahe Anordnung der Rohrwindungen
ergibt. Zur Vergrößerung des Wärmeflusses können die Kondensator- bzw. Verdampferrohre
mit im Bereich ihres Außenumfangs angeordneten Rippen versehen sein. Die den Verdampfer
2 bzw. den Kondensator 3 bildenden Rohrschlangen sind auf einen Deckel 10 aufgesetzt,
der den jeweils zugehörigen Topf 5 verschließt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist für beide Töpfe 5 ein gemeinsamer Deckel 10 vorgesehen, der sich über beide Töpfe
hinwegerstreckt. Der Deckel 10 liegt zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Dichtung
auf der Kopfplatte 9 auf und ist mit dieser im Bereich des oberen Rands jedes Topfes
5 durch Schrauben 11 lösbar verbunden, wie am besten Figur 2 erkennen läßt. Der Verdichter
1, der Verdampfer 2 und der Kondensator 3 besitzen jeweils einen Kältemitteleingang
und einen Kältemittelausgang und sind durch in Figur 1 der Einfachheit halber lediglich
durch strichpunktierte Linien angedeutete Leitungen 13 so miteinander verbunden, daß
der gewünschte Kältemittelkreislauf stattfinden kann. In Figur 1 sind im Bereich der
Kältemittelein- und -ausgänge Schraubverbindungen angedeutet. In der Praxis können
die Leitungen 12 jedoch einstückig mit den zur Bildung des Verdampfers 2 bzw. Kondensators
3 vorgesehenen Rohrleitungen ausgebildet sein.
[0017] Das den durch jeweils einen Topf 5 begrenzten Wärmetauscher durchsetzende Medium
wird an der jeweils zugeordneten, den Verdampfer 2 bzw. den Kondensator 3 bildenden
Rohrschlange 13 entlanggeführt. Hierzu ist im Bereich jeder Rohrschlange 13 eine hiervon
mit ausreichend Wandabstand umfaßte, am Deckel 10 befestigte Büchse 14 vorgesehen,
die mit ihrem unteren Ende bis in den Bereich der Zuleitung 6 reicht. Diese Büchsen
14 grenzen jeweils einen im Bereich der Topfwandung umlaufenden Ringraum 15 ab, der
eine Verbindung zwischen der Zuleitung 6 und der jeweils zugehörigen Ableitung 7 darstellt.
Die in die Töpfe 5 hineinragenden Büchsen 14 können einfach mit dem zugehörigen Deckel
10 verschweißt sein. Im Bereich des unteren Büchsenrands besteht gegenüber dem Boden
des jeweils zugeordneten Topfes ausreichend Abstand, so daß sich beim Aufsetzen des
Deckels 10 auf die Kopfplatte 9 keine Zwangskräfte ergeben. Der innerhalb der Büchsen
14 liegende Raum füllt sich zwar ebenfalls mit Strömungsmedium. Dieses nimmt jedoch
nicht am Kreislauf teil. Als zu beheizendes Medium findet normalerweise Brauch- oder
Heizwasser Verwendung. Als abzukühlendes Medium können industrielle Abwässer, Grundwasser,
mittels eines Kollektors beheiztes Wasser oder dergleichen Verwendung finden. Zur
Bewerkstelligung eines ausreichenden Korrosionsschutzes können die Töpfe 5 im Bereich
ihrer Innenoberfläche emailliert sein, was eine hohe Widerstandsfähigkeit auch gegen
aggressive Flüssigkeiten ergibt. Der Deckel 10 und die hieran befestigten Büchsen
14 können aus Edelstahl bestehen. Die den Verdampfer 2 bzw. den Kondensator 3 bildenden
Rohrschlangen 13 bestehen aus Kupferrohren, die ein- und ausgangsseitig durch den
Deckel 10 hindurchgeführt sind und mit den Verbindungsleitungen 12 verschraubt und/oder
verlötet sein können. Die Rohrschlangen 13 können als Doppelschlangen ausgebildet
sein, deren nebeneinander liegende Enden den Zu- bzw. Ablauf bilden. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel sind die Rohrschlangen 13 als Einfachschlangen ausgebildet, an
deren unteres Ende sich jeweils eine Steigleitung 16 anschließt, die zum Deckel 10
hochführt. Die Steigleitungen 16 verlaufen dabei in besonders raumsparender, die Strömung
im zugeordneten Ringraum 15 nicht störender Weise innerhalb der jeweils zugeordneten
Büchse 14.
[0018] Der mit dem Verdampfer 2 und dem Verdichter 3 in an sich bekannter Weise verrohrte
Verdichter 1 ist mit Standfüßen 17 auf der den an den Deckel 10 angesetzten, d. h.
mit ihren Zu- bzw. Ablaufstutzen in den Deckel 10 eingelöteten Rohrschlangen 13 gegenüberliegenden
Seite des Deckels 10 auf diesem abgestellt und zur Bewerkstelligung einer ausreichenden
Sicherung hiermit verschraubt. Zur Vermeidung der Übertragung von Körperschall vom
Verdichter 1 auf den Deckel 10 können die Standfüße 17 durch etwa als Gummipuffer
ausgebildete Schwingungsdämpfer 18 unterlegt sein. Der Verdichter 1 wird von einer
Schalldämmhaube 19 umfaßt. Diese besteht aus einer etwa als Kunststoff-Tiefziehformling
ausgebildeten Wandung 20, die im Bereich ihrer Innenoberfläche mit Dämmaterial 21,
etwa mit Schaumstoffbahnen, ausgeschlagen ist. Die Schalldämmhaube 19 sitzt auf einer
umlaufenden Randabwinklung 22 der Kopfplatte 9 auf. Hierzu ist die Schalldämmhaube
19 im Bereich ihres unteren Rands mit einer umlaufenden Randklaue 23 versehen, welche
die umlaufende, kopfplattenseitige Randabwinklung 22 übergreift. Zur Vermeidung eines
direkten Kontakts ist in die Randklaue 23 ein umlaufender Dichtstreifen 24 eingesetzt,
der die Übertragung von Körperschall verhindern soll. Bei aufgesetzter Haube 19 ist
der Verdichter 1, wie Figur 3 am besten erkennen läßt, vollständig gekapselt. Zur
Erleichterung der Handhabung des als komplette Baueinheit auf den Deckel 10 als Montageplatte
vormontierbaren Kälteteils ist der Deckel 10 im Bereich seiner beiden Schmalseiten
mit Randabwinklungen 25 versehen, die mit Grifflöchern 26 zum Einhängen eines Kranhakens
oder zum Anfassen durch das Nontagepersonal versehen sein können. Hiermit ist der
gesamte Kälteteil als komplette Baueinheit vom Block 4 abhebbar bzw. auf diesen absenkbar.
Zur Erleichterung eines Transports des Blocks 4 kann die umlaufende Randabwinklung
22 der Kopfplatte 9 im Bereich ihrer Schmalseiten mit fluchtenden Durchstecklöchern
27 zum Durchstecken von Tragstangen versehen sein, die eine bequeme Handhabung des
Blocks 4 ermöglichen.
[0019] Der prinzipielle Aufbau der Vorrichtung gemäß Figur 4 bis 6 entspricht der Anordnung
gemäß Figur 1 bis 3. Für gleiche Teile finden daher gleiche Bezugszeichen Verwendung.
Auf die Beschreibung gleichbleibender Teile ist verzichtet. Im Gegensatz zur monovalenten
Ausführung gemäß Figur 1 bis 3 handelt es sich hier um eine bivalente Kombination
von Wärmepumpe und konventionellem Heizaggregat. Hierbei ist zur Bewerkstelligung
einer bivalenten Betriebsweise ein konventionell beheizbarer Durchlauferhitzer 28
vorgesehen, der wie die Figur 4 bis 6 anschaulich zeigen, in den Block 4 integriert
und mit dem den Kondensator 3 aufnehmenden Topf 5 hydraulisch verbunden ist. Der Durchlauferhitzer
28 ist über Distanzstege 29 an der Kopfplatte 9 aufgehängt und ebenso wie die Töpfe
5 in das die wannenförmige Einfassung 8 ausfüllende Schaummaterial eingeschäumt, was
eine allseitige Isolation, Abstützung und Schalldämmung gewährleistet. Der Durchlauferhitzer
28 ist zur Bewerkstelligung einer möglichst direkten hydraulischen Kopplung mit dem
zugeordneten, kondensatorseitigen Topf 5 möglichst direkt neben diesem angeordnet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden in den Block 4 integrierten Töpfe
5 einfach so weit voneinander abgesetzt, daß der Durchlauferhitzer 28 im Bereich zwischen
den beiden Töpfen 5 angeordnet werden kann. Dies ergibt eine sehr kompakte und formschöne
Ausführung.
[0020] Der Durchlauferhitzer 28 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Heizkessel
ausgebildet, der eine durch einen Einsatz 30 abgegrenzte Brennkammer 31 mit hieran
sich anschließendem Gaszug 32 aufweist. Zweckmäßig findet dabei ein Niedertemperaturheizkessel
Verwendung, der ohne Korrosionsgefahr in einem Temperaturbereich betrieben werden
kann, in welchem auch die zugeordnete Wärmepumpe arbeitet. Zur Beheizung der Brennkammer
31 ist hier ein Öl- oder Gasbrenner 33 vorgesehen. Der Heizkessel ist hierzu brennerseitig
mit einem die Einfassung 8 des Blocks 4 durchsetzenden Stutzen versehen, der einen
Flansch 34 trägt, an welchem der Brenner 33 angeflanscht werden kann. Rauchgasseitig
ist ein dem Brenner gegenüberliegender, ebenfalls aus der Einfassung 8 herausgeführter
Auslaßstutzen 35 vorgesehen, an den ein zu einem Kamin führendes Rohr oder dergleichen
angeschlossen werden kann. Die Brennkammer 31 und der Gaszug 32 sind über eine Wartungsklappe
36 zugänglich, die über einen durch eine im Bereich der Einfassung 8 vorgesehene Klappe
37 verschließbaren Schacht im Block 4 erreichbar ist. Anstelle eines öl- bzw. gasbefeuerten
Durchlauferhitzers könnte auch ein anderer, konventionell beheizbarer Durchlauferhitzer,
z. B. ein elektrisch beheizbarer, bzw. mit festen oder staubförmigen Brennstoffen
beheizbarer Durchlauferhitzer, vorgesehen sein.
[0021] Der die Brennkammer 31 und den Gaszug 32 umgebende Mantel des hier vorgesehenen Heizkessels
ist zur Bildung einer Durchlaufkammer 38 für das zu erwärmende Medium doppelwandig
ausgebildet. Die Durchlaufkammer 38 ist dem Ringraum 15 des kondensatorseitigen Topfes
5 strömungsmäßig nachgeordnet. Dies ergibt eine hydraulische Serienschaltung mit stromabwärts
angeordnetem Durchlauferhitzer, was eine besonders sparsame Betriebsweise sowie eine
besonders leichte regelungstechnische Beherrschbarkeit der gesamten hydraulischen
Serienschaltung gewährleistet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Durchlaufkammer
38 und der daneben sich befindende, kondensatorseitige Topf 5 mittels einer kurzen
Überlaufmuffe 39 miteinander verbunden. Die Überlaufmuffe 39 ist im Bereich des unteren
Niveaus von Durchlaufkammer 38 bzw. Topf 5 angeordnet. Die Anschlußstutzen 6 bzw.
7 für Zu- bzw. Ablauf von zu erwärmendem Medium zu bzw. aus der aus Durchlaufkammer
38 und Topf 5 gebildeten hydraulischen Einheit sind im oberen Niveau des Topfes 5
bzw. der Durchlaufkammer 38 vorgesehen und können, wie am besten Figur 2 erkennen
läßt, zur Bewerkstelligung einer einfachen Installation der Zuführleitungen vorteilhaft
nebeneinander angeordnet sein. Der Zulauf von aufzuwärmendem Medium mündet in den
kondensatorseitigen Topf 5. Der Ablauf erfolgt aus der durchlauferhitzerseitigen Durchlaufkammer
38. Dadurch, daß Zu- und Ablauf oben und der Überlauf unten erfolgen, ist sichergestellt,
daß das gesamte System stets zuverlässig mit Flüssigkeit gefüllt ist. Der verdampferseitige
Topf 5 wird über die zugeordneten Anschlüsse 6 bzw. 7 mit einem Primärenergieträger,
zum beispielsweise mit Grundwasser, beaufschlagt.
[0022] Anstelle der dargestellten stehenden Anordnung wäre auch eine liegende Anordnung
mit horizontalen bzw. geneigten Topfachsen möglich. Die dargestellte stehende Anordnung
hat jedoch den besonderen Vorteil, daß beim Abnehmen des Deckels die Topffüllung nich
auslaufen kann.
1. Vorrichtung zur Wärmegewinnung mit einer Wärmepumpe mit mindestens einem wenigstens
einen Verdampfer (2), einen Verdichter (1) und einen Kondensator (3) enthaltenden
Kälteteil, wobei der Verdampfer (2) und/oder der Kondensator ( 3) jeweils als eine
ein Kältemittel enthaltende, in einem mit einem abzukühlenden bzw. aufzuheizenden
Medium beschickten Wärmetauscher angeordnete Rohrleitung ausgebildet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der den Verdampfer (2) und/oder den Kondensator (3) jeweils aufnehmende
Wärmetauscher einen einseitig offenen, mit Anschlüssen (6, 7) für das abzukühlende
bzw. aufzuheizende Medium versehenen Topf (5) aufweist, in den die jeweils zugehörige;
den Verdampfer (2) bzw. den Kondensator (3) bildende Rohrleitung einführbar ist, die
auf einen den zugehörigen Topf (5) verschließenden Deckel (10) aufgesetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich jeder vorzugsweise
aus Rippenrohrmaterial bestehenden, jeweils in Form einer freiliegenden, wandnah in
den zugehörigen Topf (5) einführbaren Rohrschlange (13) eine hiervon umfaßte, am Deckel
(10) befestigte Büchse (14) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Topf bzw. die Töpfe (5) in einen mit einer Einfassung (8) versehenen Block
(4) integriert, vorzugsweise eingeschäumt ist bzw. sind, der mit einer flanschartig
an dem Topf bzw. den Töpfen (5) befestigten Kopfplatte (9) versehen ist, an welcher
der Deckel (10) lösbar festlegbar ist.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in den die Töpfe (5) bzw. zumindest den dem Kondensator (3) zugeordneten Topf
(5) aufnehmenden Block (4) ein neben dem dem Kondensator (3) zugeordneten Topf (5)
angeordneter, vom aufzuheizenden Medium durchströmter, konventionell beheizbarer Durchlauferhitzer
(28) integriert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet. daß der Durchlauferhitzer
(28) als Niedertemperatur-Heizkessel mit einer vorzugsweise mittels eines Öl- oder
Gasbrenners (33) befeuerbaren Brennkammer (31) und einem diese umfassenden, eine Durchlaufkammer
(38) bildenden doppelwandigen Mantel ausgebildet ist, der einen Rauchgasauslaßstutzen
(35), einen Brenneraufnahmeflansch (34) und einen Reinigungsschacht aufweist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchlauferhitzer (28) und der dem Kondensator
(3) zugeordnete Topf (5) strömungsmäßig in Serie liegen, wobei der Durchlauferhitzer
(28) bezüglich des zugeordneten, kondensatorseitigen Topfes (5) vorzugsweise stromabwärts
angeordnet ist, wobei der dem Kondensator (3) zugeordnete Topf (5) und der Durchlauferhitzer
(28) mittels mindestens einer im Bereich ihres unteren Niveaus angeordneten Überlaufmuffe
(39) strömungsmäßig miteinander verbunden und mit einem im Bereich ihres oberen Niveaus
angeordneten Zulaufstutzen (6) bzw. Ablaufstutzen (7) versehen sind.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansrrüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der dem Kondensator (3) und der dem Verdampfer (2) jeweils zugeordnete
Topf (5) und der Durchlauferhitzer (28) in einen gemeinsamen Block (4) integriert
sind, wobei der vorzugsweise allseitig in den zugeordneten Block (4) eingeschäumte
Durchlauferhitzer (28) im Bereich zwischen den beiden Töpfen (5) angeordnet und vorzugsweise
über Distanzstege (29) an der den Block (4) abdeckenden Kopfplatte (9) aufgehängt
ist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die nebeneinander angeordneten, dem Verdampfer (2) und dem Kondensator (3) zugeordneten,
vorzugsweise den Durchlauferhitzer (28) zwischen sich aufnehmenden Töpfe (5) mittels
eines gemeinsamen Deckels (10) verschließbar sind, der im Bereich jedes Topfes (5)
mit einer vorzugsweise als Auswölbung (18) ausgebildeten Versteifung versehen ist
und der auf seiner Oberseite den vorzugsweise mittig, dem Durchlauferhitzer (28) gegenüberliegend
angeordneten Verdichter (1) aufnimmt.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (10) mit zwei einander gegenüberliegenden, vorzugsweise als mit Ausnehmungen
(26) versehene Deckelrandabwinklungen (25) ausgebildeten Handgriffen und die Kopfplatte
(9) mit einer umlaufenden Randabwinklung (22) versehen ist, die im Bereich von zwei
einander gegenüberliegenden Seiten mit miteinander fluchtenden Durchstecköffnungen
(27) für abnehmbare Tragholme versehen ist.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Topf (5) im Bereich seiner Innenoberfläche, mit einer Schutzschicht versehen,
vorzugsweise emailliert ist.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die umlaufende Randabwinklung (22) der Kopfplatte (9) unter Zwischenschaltung
eines umlaufenden Dichtstreifens (24) eine Schalldämmhaube (19) aufgesetzt ist, die
die Kopfplatte (9) mit einer Randklaue (23) übergreift.