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EP 0 076 440 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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13.04.1983 Patentblatt 1983/15 |
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Anmeldetag: 23.09.1982 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
06.10.1981 CH 6405/81
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Anmelder: Keck, Hermann, Dr. |
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CH-4106 Therwil/Basel (CH) |
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Erfinder: |
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- Keck, Hermann, Dr.
CH-4106 Therwil/Basel (CH)
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Vertreter: Wilhelms, Rolf E., Dr. et al |
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WILHELMS, KILIAN & PARTNER
Patentanwälte
Eduard-Schmid-Strasse 2 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Vorrichtung zum Zusammenhalten des Kerns und der Hülse von Glasschliffen |
(57) Mit der vorliegenden erfindungsgemässen Vorrichtung lassen sich Kern und Hülse eines
Glasschliffes fest zusammenhalten. Wie in den Figuren 1,2 und 3 dargestellt, besteht diese erfindungsgemässe Vorrichtung
aus zwei konzentrisch übereinander angeordneten Ringen (1+2) die durch seitlich überstehende
Bögen (5) miteinander verbunden sind. Beide Ringe (1+2) haben je eine Oeffnung. Diese gestattet es die Ringe über Kern und
Hülse eines Glasschliffes zu schieben. Beide Ringe sitzen dann fest auf den Schliffteilen
und halten diese dadurch zusammen.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenhalten des Kerns
und der Hülse von Glasschliffen, die aus zwei konzentrisch übereinander angeordneten
Ringen(1 + 2) bestehen.
[0002] Derartige Vorrichtungen bestehen bekanntermaßen aus schlaufenartigen Stahldrahtklammern,
die nachteiliegerweise das Glas ritzen können, sich leicht verbiegen, schwer auf-
und abnehmbar sowie teuer sind.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der geschilderten
Art zur Verfügung zu stellen, die die aufgezeigten Nachteile aus dem Stand der Technik
nicht aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Die Unteransprüche 2 bis 8 sind weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung.
[0005] Die besonderen vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestehen
insbesondere auch darin, daß die erfindungsgemäßen Schliffklammern sehr leicht über
die zu verbindenden Schliffe geschoben und von diesen wieder abgezogen werden können;
eine Beschädigung des Glases tritt bei der bevorzugten Verwendung von Kunststoff nicht
auf; ein Verbiegen der erfindungsgemäßen Schliffklammern ist nicht möglich. Gleichzeitig
weisen sie gute Chemiekalienbeständigkeit und keinerlei Korrosion auf. Ein weiterer
westentlicher Vorteil besteht darin, daß sie auf Grund des erfindungsgemäßen Aufbaus
ohne weiteres einstückig und in ansich bekannterweise einstufig hergestellt werden
können.
[0006] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren 1 bis 3 näher erläutert:
Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf den oberen kleineren Ring (1)
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den unteren größeren Ring (2).
[0007] Gemäß Fig. 1 weist der Ring (1) eine Öffnung (3) auf, die für den Einschub des Kerns
vorgesehen ist. Diese Öffnung wird vorzugsweise durch Aussparung etwa 1/3 des Kreisumfanges
erzielt. Innenliegend im Ring sind Nocken 6 und Nuten 7 ausgebildet, wobei die Auflagefläche
des Ringes auf der erhitzten Glasoberfläche möglichst gering gehalten wird, wodurch
wiederum eine Erwärmung des Kunststoffes und damit eine mögliche Erweichung des thermoplastischen
Materials gering ist. Durch die Nuten (7) kann die vom erhitzten Glas abgestrahlte
Wärme, sowie die von unten nach oben steigende heiße Luft, nach oben entweichen, wodurch
eine Luftzirkulation auftritt, die einen Hitzestau an den Ringen im Schliffklammernbereich
verhindert. Ferner wird durch die bei den Nuten dünnere Wandstärke des Ringes die
Flexibilität erhöht, wodurch ein leichtes Auf- und Absetzen der Klammern ermöglicht
wird.
[0008] Als Material kann jeder Kunststoff verwendet werden, der eine ausreichend hohe Temperaturbeständigkeit,
vorzugsweise von mindestens 150°C, und einen hohen Elastizitätsmudul besitzt. Geeignete
Materialien sind Polyoxymethylene (POM), Polyamide (PA), Polycarbonate (PC), Polyester
(PBTP, PETP), Polyphenylenoxide (PPO), Polysulfone und Polyätherimide. Besonders bevorzugt
wird Polyoxymethylen, beispielsweise das Produkt, daß von der Firma Dupont unter dem
Namen "Delrin" mit einem Schmelzpunkt von 175°C vertrieben wird, weil dieses Produkt
eine außerordentliche gute Kombination von Temperaturstabilität und Eigenelastizität
besitzt.
[0009] An dem Ring 1 sind bogenförmige Ansätze 5 angeformt, die den unteren Ring 2 mit dem
darüberliegenden Ring verbinden. Bevorzugt werden drei .Bögen 5 angeformt und in einem
Winkelbereich von etwa 120° gleichmäßig über den Ring verteilt.
[0010] In Fig. 2 wird aufgezeigt, wie der obere kleinere Ring 1 über die Bögen 5 mit dem
unteren größeren Ring 2 verbunden ist. An den Außenwandungen der Ringe befinden sich
senkrechte Rillen (8) oder ähnliche Vorkehrungen, um die Griffestigkeit der Vorrichtung
zu erhöhen.
[0011] In Fig. 3 werden in der Draufsicht auf den unteren Ring 2 mit der öffnung 4 die im
übrigen gleichen Bezugszeichen gemäß Fig. 1 verwendet.
[0012] Bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung umschließt
der obere, kleinere Ring den Hals des Kerns, wobei der untere größere Ring die Hülse
umgreift,und durch die elastische Spannung der V
erbindungsbögen (5) der feste Verschluß herbeigeführt wird.
1. Vorrichtung zum Zusammenhalten des Kerns und der Hülse von Glasschliffen, die aus
zwei konzentrisch übereinander angeordneten Ringen (1 + 2) bestehen, dadurch gekennzeichnet
, daß die Ringe (1 + 2) durch seitlich überstehende Bögen (5) miteinander verbunden
sind und an einer Seite jeweils eine öffnung (3 + 4) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des oberen
Ringes (1) etwas kleiner als der Durchmesser des unteren Ringes (2) ist.
3. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß beide Ringe (1 + 2) an der Innenseite Nocken (6) und Nuten (7) aufweisen.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß die beiden Ringe (1 + 2) an der Außenseite senkrechte Rillen zur rutschfesten
Handhabbarkeit aufweisen.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß sie einstückig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß sie aus einem Kunststoff ausreichender Temperaturbeständigkeit von mindestens
etwa 150°C und hohem Elastizitätsmodul besteht.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß sie aus Polyoxymethylen mit einem Schmelzbereich von 165-175°C besteht.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet
, daß sie aus Stahlblech besteht, das mit wärmebeständigem Kunststoff beschichtet
ist.
