[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Installation - schalter mit einer
Kontaktwippe, die an einem ortsfesten Kontaktteil schwenkbar gelagert und durch ein
Federglied in ihren bistabilen Lagen gehalten ist und die mittels an ihr vom Schwenklager
in symmetrischem Abstand schwenkbar gelagerter, etwa senkrecht abstehender, selbstfedernder
Schaltstößel durch eine an den freien Enden der Schaltstößel mit einer Schaltkulisse
angreifende, unter der Wirkung einer Rückführkraft stehende Drucktaste umschaltbar
ist.
[0002] Bei der Ausbildung mehrpoliger Schalter ist es wichtig, daß ein synchron ablaufender
Schaltvorgang der Umschaltkontakte gewährleistet werden kann. Bei bekannten Einrichtungen
in der, eingangs beschriebenen Art, bei denen mehrere Kontaktwippen über an diesen
angeordnete Schaltstößel durch eine gemeinsame Drucktaste betätigt werden, kann eine
gemeinsame Umschaltung der Kontaktwippen nur durch eine äußerst genaue Parallelführung
der Drucktaste erreicht werden (DE-OS 25 33 307). Aufgrund in der Fertigung auftretender
Toleranzen ist jedoch eine zuverlässige synchrone Umschaltung solcher Kontaktsysteme
nicht immer gewährleistet. Im übrigen ist auch die bekannte Einrichtung hinsichtlich
der Anordnung von zwei doppelschenklig ausgeführten Schaltstößeln in Verbindung mit
einem Gegenhebel an der Kontaktwippe äußerst aufwendig und kompliziert. i
[0003] Aufgabe der Erfindung ist. es, einen Drucktastenschalter in der eingangs beschriebenen
Art für die Anwendung von zwei oder mehreren Kontaktwippen, die durch eine gemeinsame
Drucktastegeschaltet werden sollen, derart zu verbessern, daß mit wenigen Mitteln
eine zuverlässige zwangsweise gemeinsame Umschaltung der Kontaktwippen gewährleistet
werden kann. Dabei sollen die Kontaktwippen voneinander derart unabhängig sein, daß
sie sich in der jeweiligen Kontaktgabe nicht gegenseitig stören.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, daß zur Kupplung der Kontaktwippe mit mindestens
einer weiteren Kontaktwippe je Kontaktwippe ein Mitnehmer aus Isolierstoff formschlüssig
mit dieser verbunden vorgesehen ist, dem ein Kupplungsansatz angeformt ist zu einer
zwangsweisen Mitnahme des benachbarten Mitnehmers.
[0005] Es ist hierdurch ermöglicht, daß bei einer Schaltbetätigung ein synchrones Umschalten
der Kontakte gewährleistet ist, wobei in der jeweiligen Einschaltlage jedoch die Kontaktwippen
jeweils voneinander unabhängig sind.
[0006] Nach weiterer Ausgestaltung ist der Mitnehmer mittels Rastansätzen an der Kontaktwippe
befestigt.
[0007] Die Erfindung zeichnet sich weiter dadurch aus, daß die Kupplungsansätze der Mitnehmer
klauenartig ineinandergreifen, derart, daß jeder Kupplungsansatz seitlich der durch
das Schwenklager der Kontaktwippe gebildeten Symmetrieachse liegt, wobei ein Fortsatz
des Kupplungsansatzes eine Stufe des Kupplungsansatzes des benachbarten Mitnehmers
übergreift.
[0008] Dabei weist der Übergriff von Fortsatz und Stufe einen Luftspalt auf.
[0009] Schließlich besteht die Erfindung noch darin, daß der Kupplungsansatz mit einer Aufnahme
für die Halterung des selbstfedernden Schaltstößels versehen ist.
[0010] Der Installationsschalter nach der Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
[0011] Es zeigt:
Fig. 1 den Schalter in einer Seitenansicht in geöffnetem Zustand; teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Oberansicht des Schalters,
Fig. 3 eine Draufsicht auf zwei Kontaktwippen mit daran befestigten Mitnehmern,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch die Kupplungsansätze der Mitnehmer gem. Schnittlinie
IV-IV der Fig. 3 und
Fig. 5 eine Stirnansicht der Kontaktwippen mit daran befestigten Mitnehmern.
[0012] In einem Schaltergehäuse 1 sind in der unteren Seitenwand ortsfeste Kontaktteile
2 und 3 befestigt. Der ortsfeste Kontaktteil 2 dient dabei als Schwenklager für eine
an ihm mittels einer Feder 5 gehaltenen Kontaktwippe 4. Die Kontaktwippe 4 wird mittels
einer Drucktaste 6, die in dem Gehäuse 1 längsverschieblich geführt ist, über Schaltstößel
16 in ihre bistabilen Lagen geschaltet. Dabei ist die Drucktaste 6 mittels im Gehäuse
1 gelagerter Rückführfedern 7 jeweils in ihre Ausgangslage rückführbar.
[0013] Für eine Kupplung mehrerer nebeneinander liegender Kontaktwippen 4, 4' ist an jeder
dieser Kontaktwippen 4, 4' ein Mitnehmer 8, 8' befestigt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich,
wird dieser Mitnehmer 8 mittels Rastansätzen 9 innerhalb von Durchbrüchen 10 an den
Kontaktwippen 4 formschlüssig gehalten.
[0014] Wie insbesondere aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich, ist dem Mitnehmer 8, 8' ein in
Richtung der benachbarten Kontaktwippe 4 bzw. 4' weisender Kupplungsansatz 11 bzw.
11' angeformt. Die Kupplungsansätze 11, 11' der benachbarten Mitnehmer 8, 8' greifen
klauenartig ineinander. Dabei liegt jeder Kupplungsansatz 11, 11' seitlich der durch
das Schwenklager der Kontaktwippe 4 bzw. 4' gebildeten Symmetrieachse 14. In dem dargestellten
Beispiel besitzt jeder Kupplungsansatz 11 bzw. 11' einen Fortsatz 12 bzw. 12', der
den gegenüberliegenden Kupplungsansatz 11 bzw. 11' jeweils an einer Stufe 13, 13'
übergreift. Zum Ausgleich von Toleranzen zwischen den jeweiligen Kontaktbahnen weist
der übergriff von Fortsatz 12 bzw. 12' und Stufe 13 bzw. 13' einen Luftspalt 17 auf.
[0015] Jeder Kupplungsansatz 11, 11' ist noch mit einer Aufnahme 15 bzw. 15' für die Halterung
je eines selbstfedernden Schaltstößels 16 versehen. Diese Aufnahme 15, 15' besteht
aus einer zur Drucktaste 6 hin offenen Tasche, in die der Schaltstößel 16, der dreifingerig
ausgeführt ist, mit seinen Fingern eingeführt wird. Der mittlere Finger des Schaltstößels
ist an seinem freien Ende aus der Ebene des Schaltstößels 16 dachförmig ausgebogen
und durchgreift einen Durchbruch der Tasche wobei er hinter einer Kante des Durchbruchs
zur Anlage gelangt und die äußeren Finger gegen eine Seitenwand der Tasche drückt.
Dabei liegen die vorderen Stirnkanten der äußeren Finger am Boden der Tasche auf und
bilden hier ein Schwenklager bei Betätigung des Schaltstößels 16 durch die Drucktaste
6. Dadurch, daß die Schaltstößel 16 jeweils in den Kupplungsansätzen 11 bzw. 11' eingesetzt
sind, wird für das Schaltsystem mit zwei Kontaktwippen 4, 4' nur ein paar Schaltstößel.
16 benötigt.
[0016] Die Montage der Kontaktwippen 4, 4' mit den daran befestigten Mitnehmern 8, 8' mit
Schaltstößel 16 in das Gehäuse 1 ist auch äußerst einfach. Dabei kann das Gehäuse
1 grundsätzlich eine unterschiedliche Ausgestaltung haben. Z.B. kann es topfförmig
ausgeführt sein, wobei die ortsfesten Kontaktteile 2 und 3 und die Kontaktwippen 4
jeweils von oben in den Topf des Gehäuses 1 eingeführt werden können. Bei dem dargestellten
Beispiel ist das Gehäuse 1 so ausgebildet, daß es seitlich offen ist und gewissermaßen
einen Rahmen darstellt, in deren obere Wand in einen Durchbruch die Drucktaste 6 einsetzbar
ist und in deren untere Wand von beiden Seiten die ortsfesten Kontaktteile 2 und 3
in Nischen eingelagert werden können. Ebenso werden die Kontaktwippen 4 bzw. 4' mit
den daran befestigten Mitnehmern 8, 8' und den in diese eingesetzten Schaltstößel
16 von den offenen Seiten in das Gehäuse eingeführt. Dabei werden die Kupplungsansätze
11 bzw. 11' ineinandergreifend zusammengesteckt. Anschließend werden beide Seiten
durch gleichförmige Isolierstoffplatten abgedeckt, die nach Befestigung an dem Gehäuse
1 die gesamte Schaltmechanik gegen äußere Einflüsse schützen und zuverlässig und fest
lagern.
[0017] Für die Kupplung von mehr als zwei nebeneinander liegenden Kontaktwippen 4 können
an den mittleren Kontaktwippen 4 Mitnehmer 8 vorgesehen werden mit zwei Kupplungsansätzen
11, die jedoch diagonal versetzt gegenüberliegend an dem Mitnehmer 8 angeformt sind,
so daß diese wie in dem dargestellten Beispiel klauenartig ineinander greifen. i
1. Elektrischer Installationsschalter mit einer Kontaktwippe, die an einem ortsfesten
Kontaktteil schwenkbar gelagert und durch ein Federglied in ihren bistabilen Lagen
gehalten ist und die mittels an ihr vom Schwenklager in symmetrischem Abstand schwenkbar
gelagerter, etwa senkrecht abstehender, selbstfedernder Schaltstößel durch eine an
den freien Enden der Schaltstößel mit einer Schaltkulisse angreifende, unter der Wirkung
einer Rückführkraft stehende Drucktaste umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Kupplung der Kontaktwippe (4) mit mindestens einer weiteren Kontaktwippe (4')
je Kontaktwippe (4, 4') ein Mitnehmer (8, 8') aus Isolierstoff formschlüssig mit dieser
verbunden ist zu einer zwangsweisen Mitnahme des benachbarten Mitnehmers (8, 8').
2. Elektrischer Installationsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mitnehmer (8, 8') mittels Rastansätzen (9, 9') an der Kontaktwippe (4, 4') befestigt
ist.
3. Elektrischer Installationsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungsansätze i (11, 11') der Mitnehmer (8, 8') klauenartig ineinandergreifen,
derart, daß jeder Kupplungsansatz (11, 11') seitlich der durch das Schwenklager der
Kontaktwippe (4, 4') gebildeten Symmetrieachse (14) liegt, wobei ein Fortsatz (12,
12') des Kupplungsansatzes (11, 11') eine Stufe (13, 13') des Kupplungsansatzes (11,
11') des benachbarten Mitnehmers (8, 8') übergreift.
4. Elektrischer Installationsschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Übergriff von Fortsatz (12, 12') und Stufe (13, 13') einen Luftspalt (17) aufweist.
5. Elektrischer Installationsschalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsansatz (11, 11') mit einer Aufnahme (15,
15') für die Halterung des selbstfedernden Schaltstößels (16) versehen ist.