[0001] Die Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung zum Erzeugen von Flächen eines Schneidenkopfes
an einem gehärteten Messerstahl, mit einem Antriebsmotor, mit einem Riementrieb zum
Antreiben einer, um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerten Trennschleifscheibe, wobei
der Riementrieb ein dem Antriebsmotor zugeordnetes Antriebsrad, ein der Trennschleifscheibe
zugeordnetes Abtriebsrad sowie einen Treibriemen umfasst.
[0002] Aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 00 14270 ist eine Trennvorrichtung gemäss
Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt. Bei dieser Trennvorrichtung kann die Trennschleifscheibe
aus einer Ruhestellung heraus um eine Schwenkachse in eine Arbeitsstellung geschwenkt
werden. Dabei kann ein Teil eines in einer Haltevorrichtung eingespannten Messerstahles
weggetrennt werden.
[0003] Die bei einer solchen Trennvorrichtung verwendete Trennschleifscheibe ist vorzugsweise
von zylindrischer Form. Dabei wird vor allem nur eine von beiden Kreiskanten beansprucht.
Somit nützt sich die Trennschleifscheibe an dieser Kreiskante schneller ab. Soll nun
beispielsweise eine Span- oder Freifläche an einer Serie von Stabmessern freigetrennt
werden, wobei die Einstellung der Haltevorrichtung für das Stabmesser von Messer zu
Messer unverändert bleibt, so kann es vorkommen, dass bei den zuletzt geschliffenen
Messern noch eine dickere Schicht vom nachzuschleifenden Material Ubrig bleibt als
dies bei den zuerst behandelten Messern der Fall ist. Beim Nachschleifen der Messer
auf einer Messerschleifmaschine, bei der viele Messer gleichzeitig aufgespannt sind
und bei der pro Durchgang der Schleifscheibe nur wenig Material entfernt wird, benötigen
somit die in der Trennvorrichtung zuletzt behandelten Messer wesentlich mehr Zeit
als die zuerst behandelten Messer. Das heisst, dass die durchschnittliche Schleifzeit
pro Messer höher liegt als es bei immer ideal nachgestellter Trennschleifscheibe der
Fall wäre.
[0004] Die Erfindung wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe eine
Trennvorrichtung zu schaffen, bei der die AbnUtzung der Trennschleifscheibe kontinuierlich
überwacht und rasch ausgeglichen werden kann.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass die Trennschleifscheibe im Betrieb nachgestellt werden kann, ohne die übrigen
Grössen, die bereits eingestellt sind zu verändern. Es ist weiter möglich, wenn mit
sehr dünnen Trennschleifscheiben gearbeitet wird, mit mehreren aufeinanderfolgenden
parallelen Schnitten zu arbeiten. Dies um eine Ausbiegung der Trennschleifscheibe
gegen die zu schneidende Fläche zu vermeiden, was insbesondere dann auftreten kann,
wenn zuerst diejenige Kreiskante auf das Werkstück auftrifft, welche der zu schneidenden
Fläche abgewendet ist.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemässen Trennvorrichtung,
Fig. 2 in Ansicht ein Teil der Trennvorrichtung gemäss Fig. 1 in vergrössertem Massstab,
Fig. 3 eine Aufsicht der Trennvorrichtung gemäss Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Trennvorrichtung gemäss Fig. 2.
[0007] Fig.
1 zeigt eine Trennvorrichtung 1. Sie besteht im wesentlichen aus einem Antriebsmotor
2 einer Lagereinheit 3, einer Haltevorrichtung 4 für einen Messerstahl, einem Gehäuse
5, einer Türe 6 welche horizontal verschiebbar angeordnet ist, sowie Stützen 7 für
das Gehäuse 5.
[0008] Aus Figur 2 ist wiederum das Gehäuse 5 ersichtlich. Es besteht aus einem Boden 8
, je einer Seitenwand 9 und 10 sowie einer Decke 11. Eine weitere Seitenwand 12 schliesst
das Gehäuse 5 gegen hinten ab. Mittels Schrauben 13 und 14 ist der Antriebsmotor 2
an der Decke 11 befestigt. Auf einer Antriebswelle 15 ist ein Antriebsrad 16 für einen
Treibriemen 17 in bekannter Weise befestigt. Als Treibriemen 17 kommt auch ein Zahnriemen
in Frage.
[0009] Ein rechteckiger Rahmen 18 umgibt den Antriebsmotor 2 allseitig, wie insbesondere
auch aus Figur 3 ersichtlich ist. Am Rahmen 18 befestigt ist weiter ein Kasten 19
der, wie insbesondere aus Figur 4 ersichtlich, an dem dem Rahmen 18 abgekehrten Ende
einen Lagerblock 20 trägt. Schrauben 21 und 22 dienen der Befestigung des Lagerblocks
20 am Kasten 19 (Fig. 2).
[0010] Im Lagerblock 20 sind Lager 23 für eine Welle 24 vorgesehen. Diese trägt am einen
Ende ein Abtriebsrad 25 und am anderen Ende eine Trennschleifscheibe 26, welche teilweise
(siehe auch Fig. 4) von einem Schutzgehäuse 27 umgeben ist.
[0011] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist in der Seitenwand 9 eine LagerbUchse 28 eingesetzt.
Deren Innenfläche ist mit einem Gewinde 29 versehen. Darin ist eine Hülse 30 eingeschraubt,
die am einen Ende mit einem Handgriff 31 versehen ist. Die Innenfläche 32 der Hülse
30 nimmt Lager 33 auf für einen Bolzen 34, der an seinem dem Lager 33 abgekehrten
Ende ein Zahnrad 35 trägt, das fest mit dem Rahmen 18 verbunden ist. Der Bolzen 34
seinerseits ist ebenfalls mit dem Rahmen 18 fest verbunden und zwar Uber eine Schraube
36 die mit einem Gegenstück 37 im Rahmen 18 verschraubt ist.
[0012] In der Seitenwand 10 ist ebenfalls eine Lagerbüchse 38 für ein Lager 39 eingesetzt.
Im Lager 39 ist verschiebbar ein Bolzen 40 angeordnet, der über eine Schraube 41 zusammen
mit einem Gegenstück 42 den Bolzen 40 fest mit dem Rahmen 18 verbindet.
[0013] In die Seitenwand 9 ist unterhalb der Lagerbüchse 28 eine weitere LagerbUchse 43
eingesetzt für eine Welle 44, die am einen Ende einen Hebel 45 mit einem Handgriff
46, sowie am anderen Ende ein Ritzel 47 trägt, das mit dem Zahnrad 35 kämmt.
[0014] Die Lagerbüchsen 28 und 38 sind zu einer Schwenkachse 48 koaxial angeordnet. Das
bedeutet, dass der in den Lagern 33 und 39 gelagerte Rahmen 18 mit dem Kasten 19 und
dem Lagerblock 20, welche zusammen eine Lagereinheit 3 für die Trennschleifscheibe
26 bilden, um die Schwenkachse 48 schwenkbar ist.
[0015] Aus Figur 3 sind zusätzlich 4 Stützen 49 erkennbar, welche die Seitenwände 9, 10
und 12 stützen. Ferner erkennt man, dass am Boden 8 die Haltevorrichtung 4 für einen
Messerstahl 50 in bekannter Weise angeordnet ist. Man erkennt ferner eine Achse 51
für das Antriebsrad 16. Diese verläuft parallel zu einer Achse 52 für die Trennschleifscheibe
26 und das Abtriebsrad 25. Die Achsen 51 und 52 sind zur Schwenkachse 48 um einen
Winkel oc geneigt, der vorzugsweise etwa 10° beträgt. Dabei ist der Kasten 19 ebenfalls
rechtwinklig zur Achse 51, 52 angeordnet.
[0016] In den Figuren 2, 3 und 4 erkennt man ferner eine Stütze 53 in welcher ein Träger
54 mit einer Schraube 55 feststellbar ist. Dieser Träger trägt an seinem Ende eine
Referenzfläche 56.
[0017] Zum Freitrennen einer Fläche 57 an einem Messerstahl 50 wird zuerst die Haltevorrichtung
4 in bekannter Weise so eingestellt, dass die freizutrennende Fläche 57 parallel zu
einer Bewegungsebene 58, welche durch eine unterbrochene Linie dargestellt ist, liegt.
In Figur 3 und 4 ist eine Ruhestellung 59 sowie eine Arbeitsstellung 60 für die Trennschleifscheibe
26 erkennbar. Durch Ziehen am Handgriff 46, wodurch die Kraft über den Hebel 45, die
Welle 44, das Ritzel 47 und das Zahnrad 35 auf die Lagereinheit 3 übertragen wird,
wird die Trennschleifscheibe 26 in eine Arbeitsstellung 60 geschwenkt. Dabei kann
die in Richtung der Schwenkachse 48 massgebende Lage der Trennschleifscheibe 26 und
somit der Bewegungsebene 58 verglichen werden mit der beispielsweise auf dem Messerstahl
50 angezeichneten Fläche 57. Durch Drehen am Handgriff 31 lässt sich die Bewegungsebene
58 seitwärts verschieben und somit einstellen. Dabei gleitet der Bolzen 40 auf dem
Lager 39 und das Zahnrad 35 gleitet seitwärts auf dem breiteren Ritzel 47.
[0018] In der Stütze 53 wird ebenfalls der Träger 54 mit der Referenzfläche 56 auf die Bewegungsebene
58 eingetellt, so dass die Trennschleifscheibe 26 in ihrer Ruhestellung 59 diese leicht
berührt.
[0019] Zum Trennen eines ersten Messerstahles 50 wird nun bei drehender Trennschleifscheibe
26 einfach am Handgriff 46 gezogen. Dabei gestattet das Verhältnis der Durchmesser
von Ritzel 47 und Zahnrad 35 zueinander, sowie die Länge des Hebels 45 eine willkommene
Kraftübersetzung.
[0020] Sind bei gleicher Einstellung der Haltevorrichtung 4 bereits mehrere Messerstähle
auf diese Art behandelt worden, und macht sich die Abnützung der Trennschleifscheibe
26 an einer dem Werkstück zugewandten Kreiskante 61 bemerkbar, indem es beim Durchgang
an der Referenzfläche 56 zu keinem Funkenwurf mehr kommt, so muss durch Drehen am
Handgriff 31 solange nachgestellt werden bis die Trennschleifscheibe 26 an der Referenzfläche
56 wieder leicht Funken wirft.
[0021] Beim seitlichen Verschieben der Lagereinheit 3 längs der Schwenkachse 48 bleibt das
Antriebsrad 16 an Ort und das Abtriebsrad 25 verschiebt sich längs der Schwenkachse
48. Deshalb ist die Breite B des Abtriebsrades so gewählt, dass sie die Breite b des
Zahnriemens um den Verschiebeweg für die Lagereinheit 3 übersteigt. Die Achse 52 für
das Abtriebsrad 25, bzw. deren Projektion auf die Ebene gebildet aus den Achsen 48
und 51, schneidet die Schwenkachse 48 immer im Zentrum des Abtriebsrades 25.
1. Trennvorrichtung zum Erzeugen von Flächen (57) eines Schneidenkopfes an einem gehärteten
Messerstahl (50), mit einem Antriebsmotor (2), mit einem Riementrieb zum Antreiben
einer um eine Schwenkachse (48) schwenkbar gelagerten Trennschleifscheibe (26), wobei
der Riementrieb ein dem Antriebsmotor (2) zugeordnetes Antriebsrad (16), ein der Trennschleifscheibe
(26) zugeordnetes Abtriebsrad (25) sowie einen Treibriemen (17) umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Lagereinheit (3) für die Trennschleifscheibe (26) und das Abtriebsrad (25)
vorgesehen ist, die zum Antriebsmotor (2) und axial zur Schwenkachse (48) verschiebbar
ist, dass die Breite B des Abtriebsrades (25) die Breite b des Treibriemens (17) um
einen Betrag übersteigt, der einem Nachstellweg für die Trennschleifscheibe (26) entspricht,
und dass eine einstellbare Referenzfläche (56) vorgesehen ist, zum Einstellen einer
Bewegungsebene (58) der Trennschleifscheibe (26) in eine gewünschte Schnittebene.
2. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Lagereinheit
(3) eine Achse (52) des Abtriebsrades (25) und eine Achse (52) der Trennschleifscheibe
(26) zur Schwenkachse (48) windschief stehen.
3. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achse (51)
des Antriebsrades (16) zur Achse (52) des Abtriebsrades (25) parallel ist.
4. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Abtriebsrad (25)
und Trennschleifscheibe (26) eine gemeinsame Achse (52) aufweisen.
5. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (51)
des Antriebsrades (16) mit der Schwenkachse (48) einen spitzen Winkel α einschliesst.
6. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (51)
des Antriebsrades (16) die Schwenkachse (48) im Zentrum des Antriebsrades (16) schneidet.
7. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α 10°
beträgt.
8. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Projektion
der Achse (52) des Abtriebsrades (25) auf eine Ebene aufgespannt durch die Achse (51)
des Antriebsrades (16) und die Schwenkachse (48), die Schwenkachse (48) im Zentrum
des Abtriebsrades (25) schneidet.
9. Trennvorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzfläche
(56) zur Schwenkachse (48) parallel verschiebbar ist.