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(11) |
EP 0 076 899 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.1987 Patentblatt 1987/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.08.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F41J 1/14 |
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Geschossfang
Bullet catcher
Collecteur de balles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT |
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Priorität: |
06.08.1981 DE 3131228
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.1983 Patentblatt 1983/16 |
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Anmelder: Wojcinski, Allan Stefan, Dipl.-Ing. |
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D-40547 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wojcinski, Allan Stefan, Dipl.-Ing.
D-40547 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: von Puttkamer, Nikolaus, Dipl.-Ing.
Patentanwälte
Haft, von Puttkamer
Berngruber, Czybulka |
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Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Geschoßfang nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Aus der CH-A-480610 geht ein Geschoßfang dieser Gattung hervor, bei dem einzelne
Fanglamellen, die aus Beton bestehen, hinter der Zielfläche parallel zueinander, im
wesentlichen horizonfal verlaufen. Dabei sind die einzelnen Fanglamellen gegenüber
der Horizontalen im Bereich von 25° bis 40° derart nach unten geneigt, daß für die
von einem auf dem Boden stehenden Schützen abgegebenen Geschosse möglichen Schußrichtungen
kein geradliniger Zwischenraum vorhanden ist. Hinter den Fanglamellen sind ebenfalls
aus Beton bestehende Splitterschutzlamellen vorgesehen, die ebenfalls parallel zueinander
verlaufen und gegenüber der Horizontalen nach oben geneigt sind. Es werden jedoch
offensichtlich keine Kanäle zwischen den Fanglamellen und den Splitterschutzlamellen
gebildet.
[0003] Aus der DE-A-2 616 213 ist eine Kugelfangwand mit einer Lamellenreihe bekannt, bei
der übereinander und parallel zueinander verlaufend mehrere Prallplatten vorgesehen
sind, die gegenüber der Horizontalen um einen vorgegebenen Winkel geneigt sind. Dabei
bestehen diese Prallplatten aus Metall oder einem schlagfesten Kunststoff.
[0004] Die zuvor beschriebenen Geschoßfänge erzeugen, da ihre Fanglamellen aus Beton, Metall
oder schlagfestem Kunststoff bestehen, relativ viel Lärm beim Aufprallen der Geschosse,
so daß die Gesamtschallemission groß ist. Zudem entsteht beim Aufprall von Geschossen
auf aus derartigen Materialien bestehenden Fanglamellen Bleistaub, der von den Geschossen
herrührt. Im Falle der aus Beton oder Kunststoff bestehenden Fanglamellen kann zusätzlich
Betonstaub oder können zusätzlich Kunststoffsplitter entstehen.
[0005] Um die Schallemission gering zu halten und um die beschriebene Erzeugung von für
die Gesundheit gefährlichen Splitterpartikein zu vermeiden, wurden Geschoßfänge entwickelt,
deren Fangplatten aus einem Hartgummimaterial bestehen. Aus der DE-A-28 39 509 (Figur
11) ist ein derartiger Geschoßfang bekannt, bei dem hinter der Zielfläche mehrere
hintereinander angeordnete Kugelfangplatten vorgesehen sind, die aus einem Hartgummiwerkstoff
bestehen. Diese Kugelfangplatten sind parallel zur Zielfläche jeweils voneinander
beabstandet hintereinander freihängend an der Decke des Raumes aufgehängt. Bei einem
solchen bekannten Geschoßfang besteht jedoch die Gefahr, daß seine Lebensdauer verhältnismäßig
klein ist, weil Geschosse vorwiegend an einer Stelle eindringen, was zu einem Ausschießen
von Material an dieser Stelle führt. Dies gilt insbesondere für die vorderen Kugelfangplatten.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen Geschoßfang anzugeben,
der eine große Lebensdauer aufweist und weitgehend geräusch- und splitterarm ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen wie eingangs bereits erwähnten Geschoßfang gelöst,
der durch die in dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmale
gekennzeichnet ist.
[0008] Ein wesentlicher Vorteil des anmeldungsgemäßen Geschoßfanges besteht darin, daß viele
auftreffende Geschosse die einzelnen Lamellen nicht durchdringen, sondern zwischen
ihnen hin-und hertaumeln und nach erfolgter Abbremsung zu Boden fallen. Aus diesem
Grunde ist die Lebensdauer des anmeldungsgemäßen Geschoßfanges sehr groß. Vorteilhafterweise
werden bei einem anmeldungsgemäßen Geschoßfang etwa 80 % der Geschosse derart abgebremst,
daß sie zu Boden fallen. Nur etwa 20 % bleiben in den Lamellen stecken. Gemäß einem
weiteren Vorteil der Erfindung kann ein anmeldungsgemäßer Geschoßfang pro m
2 bis zu 50 000 Geschosse aufnehmen.
[0009] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des anmeldungsgemäßen Geschoßfanges besteht darin,
daß kein Bleistaub entsteht, wie dies insbesondere bei Stahlkugelfängen der Fall ist,
bei denen die Geschosse direkt auf Stahlflächen auftreffen. Durch den anmeldungsgemäßen
Geschoßfang können daher gesundheitsschädliche hohe Bleigehaltwerte in der Umgebung
des Geschoßfanges vermieden werden.
[0010] Vorteilhafterweise ist der anmeldungsgemäße Geschoßfang für die unterschiedlichsten
Kaliber von Faustfeuerwaffen, Jagd- und Polizeiwaffen geeignet.
[0011] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des anmeldungsgemäßen Geschoßfanges besteht darin,
daß die einfallenden Geschosse infolge der Anordnung der Lamellenreihen sehr weinig
Lärm erzeugen. Die Schallemission der anmeldungsgemäßen Geschoßfänge ist äußerst gering.
Es wird vorteilhafterweise kein Schall an die den Geschoßfang umgebenden Wände, an
denen er befestigt ist und an ggfs. in diesen Wänden vorhandene Leitungen übertragen.
[0012] Ein sehr wesentlicher Vorteil des anmeldungsgemäßen Geschoßfanges ist darin zu sehen,
daß die einzelnen Lamellen sehr leicht und schnell ausgewechselt werden können. Der
anmeldungsgemäße Geschoßfang kann daher sehr viel einfacher gewartet werden als bekannte
Geschoßfänge.
[0013] Vorteilhafterweise kann der anmeldungsgemäße Geschoßfang infolge der Anordnung der
Lamellen aus verschiedenen Richtungen angeschossen werden.
[0014] Vorzugsweise ist bei dem anmeldumgsgemäßen Geschoßfang eine hohe Abprallsicherheit
gegeben.
[0015] Die einzelnen Lamellen der Lamellenreihen können gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung aus mehreren parallel zueinander verlaufenden Teillamellen bestehen,
die an ihren oberen Ende durch Befestigungseinrichtungen miteinander verbunden sind.
Aus der DE-B-1273-374 sind bereits Pralldecken für eine Geschoßfangkammer bekannt,
die ebenfalls aus mehreren Schichten bestehen. Bei diesen bekannten Pralldecken Handelt
es sich um sogenannte Verbundguß-Stahlplatten, bei denen zwischen zwei äußeren harten
Lagen eine relativ weiche Innenschicht vorgesehen ist.
[0016] Besonders bevorzugt ist auch eine Weiterbildung der Erfindung, bei der die einzelnen
Lamellen oder Teillamellen aus einem Hartgummiwerkstoff mit mehrschichtig eingegossenen
Kunstfasermatten oder Drahtgeflecht bestehen. Aus der GB-A-2042142 ist es bereits
bekannt, im Zusammenhang mit einem Kugelfang durch ein Gewebe verstärktes Gummimaterial
in der Form von Reifen zu verwenden.
[0017] Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den
Figuren näher erläutert. Es zeigt :
Figuren 1 und 2 einen erfindungsgemäßen Geschoßfang
Figur 3 eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Geschoßfangs und
Figur 4 eine weitere Weiterbildung der Erfindung.
[0018] In der Fig. 1, die eine Aufsicht auf den Schnitt eines erfindungsgemäßen Geschoßfangs
zeigt, ist die Zielfläche mit 1 bezeichnet. Beispielsweise wird diese Zielfläche 1
aus einem Stahlrahmen gebildet, an dem als hintere Schicht eine Regupolschicht und
als vordere Schicht eine Gummifolie angebracht sind. Auf der Gummifolie kann eine
nichttrocknende plastische Kunststoffpaste vorgesehen sein, die nach einer Schußserie
das Trefferbild leicht erkennen läßt, und anschließend durch ein Rakel oder dergl.
wieder verwischbar ist.
[0019] Hinter der Zielfläche 1 sind in der aus der Fig. 1 ersichtlichen Weise zwei Reihen
von Lamellenplatten 5, 7 angeordnet, die vorzugsweise aus Hartgummi bestehen. Insbesondere
bestehen die Lamellenplatten aus einem sechslagigen Hartgummiwerkstoff mit mehrschichtig
eingegossenen Kunstfasermatten oder Drahtgeflecht. Die Lamellenreihen 5 und 7 sind
in der aus der Fig. 1 ersichtlichen Weise schräg zur Zielfläche 1 angeordnet. Beispielsweise
sind die vorderen Lamellenplatten 5 so angeordnet, daß sie einen Winkel e
l zur Normalen der Zielfläche 1 bilden. Die Lamellenplatten 7 der hinteren Reihe bilden
beispielsweise einen Winkel
U2 zur Normalen der Zielfläche 1. Die Winkel a
l und α
2 verlaufen in entgegengesetzte Richtungen. Vorzugsweise sind die Winkel α
1 und
U2 gleich groß und betragen etwa 20 - 40°. Vorzugsweise betragen die Winkel a
l und
U2 etwa 25° oder 30°. Beispielsweise sind die vorderen Lamellenplatten 5 um den Winkel
α
1 gegenüber der Normalen zur Zielfläche 1 nach links geneigt, während die hinteren
Lamellenplatten 7 gegenüber der Normalen zur Zielfläche 1 und den Winkel α
1 nach rechts geneigt sind.
[0020] Die hinteren Lamellenplatten 7 sind vorzugsweise derart angeordnet, daß jeweils das
vordere Ende einer hinteren Lamellenplatte 7 an das hintere Ende einer vorderen Lamellenplatte
5 anstößt. Auf diese Weise entstehen zwischen der vorderen Lamellenplattenreihe und
der hinteren Lamellenplattenreihe zick-zack-förmig verlaufende Kanäle 6, 8, wie dies
in der Fig. 1 dargestellt ist. In diesen Kanälen taumeln die meisten der eingefallenen
Geschosse hin und her. Dabei werden sie im wesentlichen derartig abgebremst, daß sie
senkrecht zur Zeichenebene nach unten auf den Boden fallen. Hinter dem Geschoßfang
ist ein Zwischenraum für die Kontrolle des Geschoßfangzustandes und für das Ausräumen
der Geschosse vorgesehen.
[0021] Von den hinteren Lamellenplatten 7 beabstandet ist vorzugsweise eine Rückwand 30
vorgesehen. Dabei wird der Abstand dieser Rückwand 30, die vorzugsweise aus Stahlblech
besteht, von der Geschoßart, der Geschoßenergie und dergl. bestimmt.
[0022] Insbesondere ist eine Stahlwand 30 dann zweckmäßig, wenn auch Geschosse verwendet
werden, die auf Grund ihres Gewichtes, ihrer Energie und Konstruktion die Lamellenreihen
passieren und zur Rückwand gelangen können.
[0023] Im folgenden wird nun im Zusammenhang mit der Fig. 2 der Verlauf von aus verschiedenen
Schußrichtungen 2-4 eintreffenden Geschossen beschrieben. Beispielsweise trifft ein
in Richtung der Normalen 2 zur Zielfläche 1 verlaufendes Geschoß am Punkt 9 auf eine
vordere Lamellenplatte 51 auf. Wenn die Wucht des Geschosses ausreichend groß ist,
kann es geschehen, daß das Geschoß am Punkt 9 die vordere Lamellenplatte 51 durchdringt
und am Punkt 91 aus der vorderen Lamellenplatte 51 wieder austritt. Beim Durchdringen
der vorderen Lamellenplatte 51 wird das Geschoß erheblich abgebremst. Es gelangt dann
in den von den vorderen Lamellenplatten 51 und 52 und den hinteren Lamellenplatten
71 und 72 gebildeten Kanal und taumelt dort beispielsweise solange zwischen den vorderen
Lamellenplatten 51, 52 und den hinteren Lamellenplatten 71, 72 hin und her (Punkte
91-94), bis es soweit abgebremst ist, daß es senkrecht nach unten auf den Boden fällt.
Wenn die Wucht des aus der Richtung 2 eintreffenden Geschosses nicht so groß ist,
daß es am Ort 9 die vordere Lamellenplatte 51 durchdringen kann, so taumelt das Geschoß
in dem zwischen den vorderen Lamellenplatten 51 und 53 und den hinteren Lamellenplatten
71 und 73 gebildeten Kanal hin und her (Punkte 9 und 101-103).
[0024] Wenn das Geschoß ausreichend abgebremst wurde, fällt es senkrecht nach unten.
[0025] Ein aus der Schußrichtung 3 unter dem Winkel ß zur Normalen auftreffendes Geschoß
tritt beispielsweise durch den durch die vorderen Lamellenplatten 53 und 54 gebildeten
Kanal hindurch und trifft am Ort 111 auf die hintere Lamellenplatte 74 auf. Wenn das
Geschoß am Punkt 111 die Lamellenplatte 74 durchdringt, taumelt es in dem Kanal, der
von den hinteren Lamellenplatten 74 und 75 gebildet wird, hin und her. Wenn das Geschoß
am Punkt 111 abgelenkt wird und die hintere Lamellenplatte 74 nicht durchdringt, taumelt
es in dem Kanal zwischen den hinteren Lamellenplatten 73 und 74 hin und her.
[0026] Ein aus der Schußrichtung 4 unter dem Winkel ß' zur Normalen auftreffendes Geschoß
trifft beispielsweise am Ort 121 auf die vordere Lamellenplatte 52 auf. Je nachdem,
ob es am Ort 121 die vordere Lamellenplatte 52 durchdringt oder nicht, taumelt es
anschließend entweder in dem Kanal, der durch die vorderen Lamellenplatten 52 und
55 und die hinteren Lamellenplatten 72 und 76 gebildet wird, oder in dem Kanal, der
durch die vorderen Lamellenplatten 51 und 52 und die hinteren Lamellenplatten 71 und
72 gebildet wird, hin und her.
[0027] Bei einem Anschußwinkel bis zu 25° ist eine Abprallsicherheit der auftreffenden Geschosse
gewährleistet.
[0028] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Bemessung der einzelnen Lamellen
angegeben. Vorzugsweise beträgt die Breite dieser Lamellen etwa 25 cm, während die
Dicke etwa 20 mm beträgt. Der Abstand zwischen den einzelnen Lamellen beträgt etwa
30 mm.
[0029] Vorzugsweise sind die einzelnen vorderen Lamellenplatten und die einzelnen hinteren
Lamellenplatten jeweils freischwingend an einer Decke oder an einem hierzu vorgesehenen
Rahmen aufgehängt.
[0030] Bei einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind, wie dies aus der Fig. 3
ersichtlich ist, die einzelnen vorderen und hinteren Lamellenplatten in mehrere parallele
Teilplatten 5', 7', vorzugsweise in drei parallele Teilplatten, unterteilt. Dabei
sind vorzugsweise die jeweils eine Lamellenplatte bildenden Teilplatten an ihrem oberen
Ende durch eine geeignete Befestigungseinrichtung aneinander befestigt und freischwingend
an einer Decke oder einem hierzu vorgesehenen Rahmen aufgehägt. Ein Vorteil dieser
Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die für eine Lamellenplatte erforderliche
Dicke dadurch erreicht wird, daß mehrere leichter verfügbare Teilplatten parallel
zueinander angeordnet sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Wartung eines
derartig beschaffenen Geschoßfangs dadurch erleichtert wird, daß zumeist nicht die
gesamten Lamellenplatten, sondern häufig nur die dem Schützen zugewandten vorderen
Teilplatten der Lamellenplatten ersetzt werden müssen. Hierdurch lassen sich Kosten
einsparen. Geschosse, die in eine aus mehreren parallelen Teilplatten bestehende Lamellenplatte
eindringen, können beispielsweise nachdem sie die vordere Teilplatte durchschlagen
haben, in dem Zwischenraum zwischen der vorderen und der nächstfolgenden Teilplatte
hin und her taumeln und dabei abgebremst werden. Die Dicke der einzelnen Teilplatten
kann beispielsweise etwa 10 mm betragen.
[0031] Prüfergebnisse haben gezeigt, daß erfindungsgemäße Geschoßfänge geeignet sind, die
von Faustfeuerwaffen oder von Büchsen und Flinten abgefeuerten Geschosse der unterschiedlichsten
Kaliber wirksam abzubremsen.
[0032] In der Fig. 4 ist eine Weiterbildung der Erfindung dargestellt, bei der an den Seitenwänden
10 einer Schießhalle voneinander beabstandete Lamellenplatten 52' vor dem Geschoßfang
bzw. der Zielfläche 1 derart angebracht sind, daß auf sie eintreffende Geschosse in
den Zwischenraum zwischen den einzelnen Lamellenplatten in Richtung auf die Seitenwand
gelenkt und dabei abgebremst werden. Vorzugsweise sind in der aus der Fig. 4 ersichtlichen
Weise die einzelnen Lamellenplatten an der Seitenwand derart angeordnet, daß sie zur
Seitenwand einen Winkel 8 aufweisen, der in Abhängigkeit von den Abmessungen der Schießhalle
bestimmt wird. Insbesondere ist es sinnvoll, derartige Lamellenplatten 52' an den
Seitenwänden 10 einer Schießhalle im Bereich der Zielfläche 1 anzubringen.
1. Geschoßfang, bei dem hinter einer Zielfläche mehrere im Abstand voneinander angeordnete
Platten zum Abbremsen von Geschossen vorgesehen sind, wobei als Platten eine erste
Lamellenreihe (5) und eine zweite Lamellenreihe (7) vorgesehen sind, wobei die Lamellen
der ersten Lamellenreihe (5) um einen ersten Winkel (a1) zur Richtung der Normalen
der Zielfläche (1) und die Lamellen der zweiten Lamellenreihe (7) gegenüber der Normalen
der Zielfläche (1) um einen zweiten Winkel (a2) in der entgegengesetzten Richtung
geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen der beiden Lamellenreihen (5,
7) jeweils vertikal ausgerichtet sind und daß das zur Zielfläche weisende Ende jeweils
einer Lamelle der zweiten Lamellenreihe (7) derart an das von der Zielfläche wegweisende
Ende einer Lamelle der ersten Lamellenreihe (5) angrenzt, daß die Lamellen beider
Lamellenreihen (5, 7) winkelig verlaufende Kanäle (6, 8) bilden.
2. Geschoßfang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lamellenreihen vorgesehen
sind.
3. Geschoßfang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgegebene
Winkel (a1) zwischen den Lamellen (5) der ersten Lamellenreihe und der Normalen zur
Zielfläche (1) und der vorgegebene Winkel (a2) zwischen den Lamellen (7) der zweiten
Lamellenreihe und der Normalen zur Zielfläche (1) die gleiche Größe aufweisen.
4. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel
(a1) zwischen den Lamellen (5) der ersten Lamellenreihe und der Normalen zur Zielfläche
(1) etwa 20 bis 40° beträgt.
5. Geschoßfang nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (a1) zwischen
den Lamellen (5) der ersten Lamellenreihe und der Normalen zur Zielfläche (1) etwa
25° oder etwa 30° beträgt.
6. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel
(a2) zwischen den Lamellen (7) der zweiten Lamellenreihe und der Normalen zur Zielfläche
(1) etwa 20 bis 40° beträgt.
7. Geschoßfang nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (a2) zwischen
den Lamellen (7) der zweiten Lamellenreihe und der Normalen zur Zielfläche (1) etwa
25° oder etwa 30° beträgt.
8. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Lamellen (5, 7) der Lamellenreihe jeweils freischwingend aufgehängt sind.
9. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
der einzelnen Lamellen etwa 25 cm beträgt, daß die Dicke der einzelnen Lamellen etwa
20 mm beträgt und daß die Lamellen etwa um 30 mm voneinander beabstandet sind.
10. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Lamellen aus mehreren parallel zueinander angeordneten Teillamellen (5',
7') bestehen und daß die Teillamellen an ihrem oberen Ende durch Befestigungseinrichtungen
miteinander verbunden sind.
11. Geschoßfang nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der einzelnen
Teillamellen (5', 7') etwa 25 cm beträgt und daß die Dicke der einzelnen Teillamellen
etwa 10 mm beträgt.
12. Geschoßfang nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Lamellen in drei parallele Teillamellen unterteilt sind.
13. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Lamellen oder Teillamellen aus einem Hartgummiwerkstoff mit mehrschichtig
eingegossenen Kunstfasermatten oder Drahtgeflecht bestehen.
14. Geschoßfang nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellen aus einem sechslagigem Hartgummiwerkstoff bestehen.
1. Projectile backstop comprising a plurality of spaced panels placed behind a target
panel for retarding projectile movement, said panels comprising a first lamellar row
(5) of segments and a second lamellar row (7) of segments, the segments of said first
lamellar row (5) being angled at a first angle (a,) from a line normal to target panel
(1) and the segments of said second lemallr row (7) being angled a second angle (a2) in a direction opposite said direction, characterized by each segment of said two
lamellar rows (5, 7) being disposed vertically and by the end turned towards the target
panel of each segment of said lamellar row (7) being located relative to the adjacent
end turned away from the target panel of each segment of first lamellar row (5) in
a manner such that the segments of both lamellar rows (5, 7) define angularly extending
passages (6, 8).
2. Projectile backstop as in claim 1, characterized by there being provided two lamellar
rows of segments.
3. Projectile backstop as in claim 1 or 2, characterized by the pre-determined angle
(ex,) between the segments of first lamellar row and a line normal to target panel
(1) and the pre-determined angle (a2) between the segments of said second lamellar row (7) and a line normal to target
panel (1) having equal magnitude.
4. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 3, characterized by the angle
(α1) between the segments of first lamellar row and a line normal to target panel (1)
being about 20 to 40°.
5. Projectile backstop as in claim 4, characterized by the angle (a,) between the
segments of first lamellar row (5) and a line normal to target panel (1) being about
25° or about 30°.
6. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 5, characterized by angle (α2) between the segments of second lamellar row (7) and a line normal to target panel
(1) being about 20° to 40°.
7. Projectile backstop as in claim 6, characterized by angle (a2) between the segments of second lamellar row (7) and a line normal to target panel
(1) being about 25° or about 30°.
8. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 7, characterized by segments (5,
7) of said lamellar rows each being suspended to swing freely.
9. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 8, characterized by the segments
having a width of about 25 cm each, by the segments' having a thickness of about 20
mm each, and by the segments being mutually spaced about 30 mm from each other.
10. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 9, characterized by the segments
each consisting of a plurality of partial segments (5', 7') disposed in parallel with
each other, said partial segments being interconnected by fastening means at the upper
ends thereof.
11. Projectile backstop as in claim 10, characterized by partial segments (5', 7')
each having a width of about 25 cm and a thickness of about 10 mm.
12. Projectile backstop as in claim 10 or 11, characterized by each segment being
divided into three parallel partial segments.
13. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 12, characterized by the segments
or partial segments each consisting of a hard rubber material incorporating multi-layered
cast-in synthetic fiber matting or wire mesh.
14. Projectile backstop as in any one of claims 1 to 13, characterized by the segments
consisting of a six-ply hard rubber material.
1. Collecteur de balles comprenant plusieurs plaques de freinage des balles, disposées
à distance les unes des autres, derrière une surface de cible, les plaques étant constituées
d'une première rangée (5) de lamelles et d'une seconde rangée (7) de lamelles, les
lamelles de la première rangée (5) de lamelles étant inclinées d'un premier angle
(α1) par rapport à la direction de la normale à la surface (1) de la cible et les lamelles
de la seconde rangée (7) de lamelles étant inclinées dans la direction opposée, d'un
second angle (α2) par rapport à la normale à la surface (1) de la cible, caractérisé en ce que les
lamelles des deux rangées (5, 7) de lamelles sont respectivement alignées verticalement
et en ce que l'extrémité tournée vers la surface de la cible de chaque lamelle de
la seconde rangée (7) de lamelles avoisine l'extrémité éloignée de la surface de la
cible d'une lamelle correspondante de la première rangée (5) de lamelles, de telle
manière que les lamelles des deux rangées (5, 7) de lamelles forment des canaux (6,
8) s'étendant angulairement.
2. Collecteur de balles selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est formé
de deux rangées de lamelles.
3. Collecteur de balles selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'angle
(α1) prévu entre les lamelles (5) de la première rangée de lamelles et la normale à la
surface (1) de la cible, et l'angle (α2) prévu entre les lamelles (7) de la seconde rangée de lamelles et la normale à la
surface (1) de la cible,'présentent la même valeur.
4. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'angle (α1) entre les lamelles (5) de la première rangée de lamelles et la normale à la surface
(1) de la cible, est compris entre 20° et 40° environ.
5. Collecteur de balles selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'angle (α1) entre les lamelles (5) de la première rangée de lamelles et la normale à la surface
(1) de la cible, a pour valeurs 25° environ ou 30° environ.
6. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
l'angle (Ct2) entre les lamelles (7) de la seconde rangée de lamelles et la normale
à la surface (1) de la cible, est compris entre 20° et 40° environ.
7. Collecteur de balles selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'angle (0:2)
entre les lamelles (7) de la seconde rangée de lamelles et la normale à la surface
(1) de la cible, a pour valeurs 25° environ ou 30° environ.
8. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
chacune des lamelles (5, 7) des rangées de lamelles, est suspendue de manière à pivoter
librement.
9. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
la largeur des différentes lamelles est de 25 cm environ, en ce que l'épaisseur des
différentes lamelles est de 20 mm environ et en ce que les lamelles sont espacées
l'une de l'autre de 30 mm environ.
10. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
chacune des lamelles est constituée de plusieurs éléments de lamelle (5', 7') disposés
parallèlement entre eux et en ce que les éléments de lamelle sont reliés entre eux,
à leurs extrémités supérieures, par des moyens de fixation.
11. Collecteur de balles selon la revendication 10, caractérisé en ce que la largeur
des différents éléments de lamelle (5', 7') est de 25 cm environ et en ce que l'épaisseur
des différents éléments de lamelle est de 10 mm environ.
12. Collecteur de balles selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que chacune
des lamelles est divisée en trois éléments de lamelle parallèles.
13. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce
que les différentes lamelles ou éléments de lamelle sont constitués d'un matériau
en caoutchouc dur noyé dans plusieurs couches de nattes de fibres textiles artificielles
ou de treillis de fils métalliques.
14. Collecteur de balles selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce
que les lamelles sont constituées de six couches de matériau en caoutchouc dur.