[0001] Die Erfindung betrifft eine Abstandsbefestigung von Fassadenplatten bzw. Fassadenträgern
an Bauwerksteilen mittels im Bauwerksteil verankerbarem Dübel und in einer Durchtrittsöffnung
der Fassadenplatten bzw. Fassadenträger festlegbarem Stützkörper, in dessen Bohrung
der Dübel einsetzbar ist.
[0002] Eine solche Abstandsbefestigung ist bereits durch die DE-A-1 784 050 bekanntgeworden,
bei der in eine Wandplatte ein hülsenförmiges Gegenstück mit Außengewinde eingeschraubt
ist, wobei das hülsenförmige Gegenstück auch ein Innengewinde besitzt, in das der
Dübel eingeschraubt ist. Nachteilig ist bei dieser Abstandsbefestigung, daß das im
Zuge der Montage erforderliche Verschrauben des Dübels im hülsenförmigen Gegenstück
sehr zeitaufwendig, umständlich und damit unwirtschaftlich ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine variable Abstandsbefestigung für dünnwandige
Fassadenplatten bzw. Fassadenträger zu schaffen, die sich durch schnelle, einfache
und damit wirtschaftliche Montage auszeichnet.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an dem Dübel zum Einsetzen in
den Stützkörper eine Rasteinrichtung vorgesehen ist, die aus an radial federnden Segmenten
angeordneten Schultern besteht.
[0005] Mit der Rasteinrichtung kann eine gute Verbindung zwischen dem Stützkörper und dem
Dübel erzielt werden. Einfachheitshalber kann die Rasteinrichtung dübelseitig als
umlaufender scharfkantiger Flansch gestaltet sein. Zu dessen Verrastung mit einem
Stützkörper weist dieser eine formlich korrespondierende Rastnut auf. Eine kraftaufnahmefähigere
Verrastung wird jedoch durch zwei am Halsabschnitt zueinander im Abstand angeordnete
Ringschulter erreicht, deren zumindest eine sich gegen den Stützkörper anlegt.
[0006] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung, die Ausführungsbeispiele wiedergibt,
näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine Abstandsbefestigung eines Fassadenträgers aus dünnwandigem Hohlprofil
mittels einer erfindungsgemäß montierten Befestigungsanordnung,
Figur 1a eine vergrösserte perspektivische Darstellung eines bei der in Fig. 1 gezeigten
Befestigungsanordnung verwendeten Stützkörpers,
Figur 1b eine vergrösserte perspektivische Darstellung eines für dünnwandige Hochlprofile
mit Längsschlitzung geeigneten Stützkörpers,
Figur 2 eine Abstandsbefestigung einer dünnwandigen Fassadenplatte,
Figur 2a eine vergrösserte perspektivische Darstellung eines bei der in Fig. 2 gezeigten
Befestigungsanordnung verwendeten Stützkörpers.
[0007] Die Figur 1 zeigt einen Fassadenträger 1, der im Abstand zu einem Bauwerksteil 2
befestigt ist. Der Fassadenträger 1 dient der Abstützung bzw Halterung einer Fassadenplatte
3, die beispielsweise durch Kleben, Schrauben oder Nieten (nicht gezeigt) mit dem
Fassadenträger 1 verbunden wird.
[0008] Dem Befestigen des Fassadenträgers 1 dient eine Befestigungsanordnung, bestehend
aus einem insgesamt mit 4 bezeichneten Stützkörper und einem insgesamt mit 5 bezeichneten
Dübel, der mittels einer Spreizschraube 6 im Bauwerksteil 2 verankerbar ist.
[0009] Der Montagevorgang ist folgender: Vorerst wird in eine Durchtrittsöffnung 7 des Fassadenträgers
1 der Stützkörper 4 eingesetzt. Selbstverständlich sind im Fassadenträger 1 mehrere
solcher Durchtrittsöffnungen 7 vorgesehen, in die ebenso ein Stützkörper 4 eingeführt
wird. Der Stützkörper 4 weist eine Bohrung 8 auf, durch die hindurch alsdann der Dübel
5 eingeschoben wird. Dieser verrastet dabei über Ringschultern 9, 11 gegenuber dem
Stützkörper 4 und wird so auch gegenüber dem Fassadenträger 1 festgelegt. Um das Durchtreten
der Ringschulter 11 durch die Bohrung 8 und die Durchtrittsöffnung 7 zu erleichtern,
weist der hintere Endabschnitt des Dübels 5 über den Umfang verteilt Schlitze 12 auf,
wodurch der besagte Endabschnitt mit den Ringschultern 9, 11 segmentweise radial einfederbar
ist. Der mit Stützkörpern 4 und Dübeln 5 bestückte Fassadenträger 1 wird alsdann in
die richtige Abstandslage zum Bauwerksteil 2 gebracht, wobei der .vordere Abschnitt
der Dübel 5 mehr oder weniger tief in vorgefertigte Aufnahmebohrungen 13 des Bauwerksteiles
2 zu liegen kommt. Durch anschliessendes Eindrehen der Spreizschraube 6 in den Dübel
5 wird dieser in an sich bekannter Weise im Bauwerksteil 2 verankert.
[0010] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Einsatzfall ist der Stützkörper 4, wie im besonderen
der Fig. 1a entnommen werden kann, im wesentlichen hohlkegelig ausgebildet. Die Kegelfläche
14 ist auf den lichten Querschnitt der Durchtrittsöffnung 7 abgestimmt. Durch über
den Umfang verteilte Schlitze 15 wird der Stützkörper 4 in Segmente 16 unterteilt,
die über Stege 17 zusammengefügt bleiben. Dank der Schlitze 15 ist der Stützkörper
4 für dessen Einführvorgang radial federbar. Durch Stirnflächen gebildete Anschlagschultern
18, 19 legt sich der Stützkörper 4 an den Innenflächen des Fassadenträgers 1 in und
entgegen der Einschieberichtung fest. Ein von der Anschlagschulter 18 entgegen der
Einführrichtung abragender ringförmiger Anschlag 21 greift in die Durchtrittsöffnung
7 ein und schafft seitlichen Halt.
[0011] Vielfach ist eine seitliche Verschiebbarkeit des Befestigungspunktes gefordert. Um
dieser Anforderung zu entsprechen, werden auch Fassadenträger 1 aus Hohlprofil verwendet,
die anstelle von runden schlitzförmige Durchtrittsöffnungen 7 aufweisen. Für diesen
Fall ist, wie in Fig. 1 b gezeigt, der im wesentlichen quaderförmige Stützkörper 22
vorgesehen. Dieser besteht wiederum aus Segmenten 23, die über einen Steg 24 miteinander
verbunden sind. Eine von beiden Segmenten 23 gebildete Bohrung 25 ermöglicht das Einfahren
des Dübels 5. Anschlagschultern 26, 27 stützen sich an der Innenfläche des Fassadenträgers
1 ab. Seitlicher Halt wird durch einen ringförmigen Anschlag 28 erzielt, der in die
längsgerichtete Durchtrittsöffnung 7 einragt. Die in Fig. 2 gezeigte Abstandsbefestigung
einer dünnwandigen Fassadenplatte 31 erfolgt wiederum mittels eines insgesamt mit
32 bezeichneten Stützkörpers und eines Dübels 5 analog der Fig. 1.
[0012] Der in Fig. 2a verdeutlichte Stützkörper 32 setzt sich wiederum aus einzelnen Segmenten
33, die miteinander federnd verbunden sind, zusammen. Durch die Flanken einer umlaufenden
Ringnut 34 sind Anschlagschultern 35, 36 gebildet, an denen sich die Ober- und Unterseite
des Fassadenträgers 31 im Bereich einer runden Durchtrittsöffnung 37 abstützen. Eine
Bohrung 38 im Stützkörper 32 nimmt den Dübel 5 auf. Letzterer rastet im Stützkörper
32 verschiebesicher ein, wozu die federnd gelagerten Ringschultern 9, 11 dienen. Zum
Festlegen des Dübels 5 im Bauwerksteil 2 ist wiederum eine Spreizschraube 6 vorgesehen.
Abstandsbefestigung von Fassadenplatten (31) bzw. Fassadenträgern (1) an Bauwerksteilen
(2) mittels im Bauwerksteil verankerbarem Dübel (5) und in einer Durchtrittsöffnung
(7, 37) der Fassadenplatten bzw. Fassadenträger festlegbarem Stützkörper (4, 22, 32),
in dessen Bohrung (8, 25, 38) der Dübel (5) einsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Dübel (5) zum Einsetzen in den Stützkörper (4, 22, 32) eine Rasteinrichtung
vorgesehen ist, die aus an radial federnden Segmenten angeordneten Schultern (9, 11)
besteht.
Distance-fastening of facade panels (31) or facade supports (1) on structural parts
(2) using anchors (5) which may be anchored in the structural part and support components
(4, 22, 32) stayable in an opening (7, 37) of the facade panels or facade supports
into whose bore (8, 25, 38) the anchor may be placed, characterized by the anchor
(5) being provided with a catch fixture for insertion into the supporting component
(4, 22, 32) whereby the catch fixture consisting of shoulders (9, 11) on radially
elastic segments.
Fixation à écartement pour plaques de façade (31) ou supports de façade (1) sur des
éléments de construction (2) au moyen d'une cheville (5) pouvant être ancrée dans
l'élément de construction et d'un corps d'appui (4, 22, 32) pouvant être fixé dans
une ouverture de traversée (7, 37) des plaques de façade ou des supports de façade,
dans l'alésage (8, 25, 38) duquel peut être introduite la cheville (5), caractérisée
en ce qu'on prévoit sur la cheville (5), pour l'insertion dans le corps d'appui (4,
22, 32), un dispositif d'arrêt constitué par des épaulements (9, 11) formés sur des
segments élastiques en direction radiale.