[0001] Die Erfindung betrifft ein pistolenförmiges Handwerkzeug, gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1, wie es beispielsweise als Klebepistole Verwendung findet.
[0002] Bei einem aus EP-A-0 030 893 bekannten pistolenförmigen Handwerkzeug dieser Art ist
das vordere Standglied durch einen am Düsenschenkel um eine Querachse schwenkbar gelagerten
Drahtbügel gebildet, welcher in einer nach vorne geschwenkten Standstellung und einer
nach hinten geschwenkten Nichtgebrauchsstellung einrastbar ist. Dieser Drahtbügel
wird im rauhen Werkstattbetrieb durch Verbiegen leicht unbrauchbar, wonach die Heißklebepistole
nicht mehr aufrecht abgestellt werden kann. Dieses aufrechte Abstellen ist außer für
eine sofortige Betriebsbereitschaft der Heißklebepistole auch dafür wesentlich, daß
die in Betriebsbereitschaft befindliche Heißklebepistole mit einem Griff so sicher
in die Hand genommen werden kann, daß versehentliche Berührungen mit austretendem
heißen Klebstoff und dadurch leicht zu verursachende Verletzungen vermieden sind.
Bei derartigen Heißklebepistolen ist ferner der Umstand von Bedeutung, daß die Stromzufuhr
zur Heizvorrichtung in Betriebspausen nicht unterbrochen wird und daß daher während
dieser Betriebspausen eine besonders intensive Kühlung der Heizvorrichtung erwünscht
ist. Die Charakteristik dieser Kühlung hängt einmal von der Anordnung der Ein- und
Austrittsöffnungen für Kühlluft sowie der Ausgestaltung der Kühlluftwege im Düsenschenkel
und zum anderen davon ab, welche Lage die Eintritts- und die Austrittsöffnungen bei
der jeweiligen Stellung der Heißklebepistole zueinander einnehmen. Bei der bekannten
Pistole liegen die Eintrittsöffnungen bei der im Betrieb üblichen etwa horizontalen
Ausrichtung des Düsenschenkels lotrecht unterhalb der Austrittsöffnungen, so daß in
dieser Stellung der größte Luftdurchsatz und damit die intensivste Kühlung erreicht
wird ; gerade in dieser Stellung aber wird zur Plastifizierung des Klebstoffes am
meisten Wärmeenergie benötigt, ist also eine geringere Kühlung im Sinne eines hohen
Klebstoffaustrages je Zeiteinheit zweckmäßig. Wird die bekannte Heißklebepistole dagegen
in der beschriebenen Weise abgestellt, so liegt vertikal oberhalb der Eintrittsöffnungen
nur noch ein Bruchteil des Gesamtquerschnittes der Austrittsöffnungen, wodurch sich
ungünstigere Strömungsverhältnisse und damit eine Verringerung der Kühlung der Heizvorrichtung
gerade in dem Zustand ergibt, in welchem eine maximale Kühlung zweckmäßig ist. Ist
das Abstellen der Heißklebepistole durch die beschriebene Zerstörung des Drahtbügels,
durch Verlust des leicht lösbar in Seitenbohrungen eingreifenden Drahtbügels oder
dadurch verhindert, daß der Drahtbügel nicht in Standstellung geschwenkt und in dieser
Stellung eingerastet ist, so liegt die Heißklebepistole in Betriebspausen auf einer
Seitenfläche, wodurch der Großteil des Gesamtquerschnittes der an dieser Seitenfläche
befindlichen Eintritts- und Austrittsöffnungen abgedeckt ist, so daß kaum mehr eine
Kühlung der Heizvorrichtung erfolgen kann. Die für eine wenigstens etwas bessere Kühlung
der Heizvorrichtung erforderliche Standfestigkeit der Heißklebepistole ist bei der
bekannten Ausbildung auch dadurch verringert, daß die Mittelachse des Knickschutzes
in Standstellung mit der Standebene einen sich nach vorne öffnenden spitzen Winkel
einschließt, so daß stets die Gefahr besteht, daß die Heißklebepistole durch den Auflagedruck
der Netzleitung mit ihrer hinteren Standfläche angehoben wird und dadurch umkippt.
[0003] Bei einer anderen bekannten Heißklebepistole wurde versucht, die Standfestigkeit
durch einen gesonderten Blechständer zu erhöhen, der abnehmbar an der Unterseite des
Gehäuses einzurasten ist. Dieser Blechständer behindert jedoch das Arbeiten mit der
Heißklebepistole insbesondere dadurch, daß er weit über das Gehäuse vorsteht und beim
Umgreifen des Griffschenkels im Wege ist.
[0004] Eine Klebepistole mit austauschbarem Mundstück ist des weiteren aus der US-PS 3 743
142 bekannt. Diese Einrichtung weist einen Körper auf, der einen sicheren Stand des
Werkzeuges erlaubt. So ist eine einteilige Ausbildung des vorderen Standgliedes mit
dem Gehäuse und die Anordnung des Kabelknickschutzes in Abstand von der Standebene
vorgesehen.
[0005] Mit den bekannten Heißklebepistolen können nur Klebeverbindungen und/oder Hinterfüllungen
hergestellt werden. Andere Bearbeitungsvorgänge, wie z. B. Lötarbeiten oder Trennvorgänge
von z. B. Styropor-Formkörper lassen sich mit den bekannten Geräten mangels ausreichender
Aufheizung des Mundstückes und Belüftung des Gehäuses nicht ausführen.
[0006] Pistolenförmige Lötvorrichtungen sind auch schon bekannt, wie aus der US-PS 4 045
651 erkennbar ist. Das Heizelement ist hier insoliert im Griff angeordnet, während
an einem abgewinkelten Zwischenstück auswechselbar eine Löt-oder Schneidspitze angeordnet
ist. Zwei relativ große, sich gegenüber liegende Öffnungen sind beim Austritt der
Lötspitze aus dem Gehäuse und in deren Verlängerung nach hinten hin vorgesehen und
sorgen für eine gute Belüftung während des Löt- bzw. Schneidvorganges. Wenn dieses
Werkzeug jedoch zwischendurch abgestellt werden soll, ist dies nur durch Auflegen
auf eine Seitenfläche des Gehäuses möglich. Dies führt wiederum zu einer unzureichen
den Entlüftung und kann daher zum Verschmoren des Gehäuses führen. Des weiteren ist
eine universelle Verwendung des Werkzeuges beispielsweise auch als Klebepistole nicht
möglich.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein pistolenförmiges Handwerkzeug bereitzustellen,
welches bei einfacher Ausbildung eine universelle Verwendbarkeit ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß und gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruches
1 dadurch gelöst, daß das vordere Standglied einteilig mit dem Gehäuse ausgebildet
ist, daß die Eintrittsöffnungen an beiden, etwa parallelen Seitenflächen des Düsenschenkels
und an dessen vorderer Endfläche unterhalb des Mundstückes angeordnet sind, daß der
Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen größer ist als derjenige der Eintrittsöffnungen,
und daß das Mundstück über ein tief in die Durchgangsbohrung des Heizkörpers hineinragender
Gewindeansatz auswechselbar am Heizkörper befestigt ist. Durch diese besondere Ausbildungsweise
wird eine relativ kompakte und funktionelle Konstruktion des Werkzeuges erreicht.
So erlaubt die einteilige Ausbildung des vorderen Standgliedes mit dem Gehäuse ein
sicheres Abstellen des Werkzeuges zwischen den einzelnen aktiven Phasen. Hierdurch
wird gewährleistet, daß immer die in dieser Position optimalste Durchlüftung vorhanden
ist. Durch die Anordnung der Eintrittsöffnungen im wesentlichen unterhalb des Mundstückes
und durch die Dimensionierung des Gesamtquerschnittes der Austrittsöffnungen größerals
derjenigen der Eintrittsöffnungen ist sichergestellt, daß der Kühlluftstrom auch in
ausreichender Menge und gerichtet von unten nach oben, also jeweils auch die Unterseite
umspülend, eine ausreichende Belüftung ergibt. Schließlich ist durch die tief in die
Durchgangsbohrung des Heizkörpers hineinragende Ausbildung des Gewindeansatzes des
Mundstückes erreicht worden, so daß eine im wesentlichen direkte Wärmeübertragung
vom Heizelement auf das Mundstück möglich ist.
[0009] So kann gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens das Mundstück eine an sich
bekannte Klebdüse sein. Als Mundstück kann jedoch auch eine Lötspitze oder eine Schneidspitze
eingesetzt werden, so daß mit ein und demselben Werkzeug außer Klebearbeiten auch
Löt- und Schneidarbeiten erfolgreich durchgeführt werden können. Es ist folglich eine
bei pistolenförmigen Handwerkzeugen bislang unerreichte universelle Verwendbarkeit
möglich.
[0010] Eine besonders einfache Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ergibt sich dadurch,
daß die vordere Stanfläche durch eine vorzugsweise gerade Übergangskante zwischen
der vorderen Endfläche und der Unterseite des Düsenschenkels gebildet ist, so daß
sich in diesem Bereich keinerlei über die gleichmäßigen Außenkonturen des kompakten
Gehäuses vorstehende Teile und dadurch auch keine Behinderungen beim Arbeiten an schwer
zugänglichen Stellen ergeben.
[0011] Dieser Vorteil wird bei schlanker Ausbildung des Düsenschenkels insbesondere dann
erreicht, wenn die vordere Endfläche und die Unterseite des Düsenschenkels wenigstens
in ihren zur vorderen Standfläche benachbarten Bereichen eben sind und rechtwinkelig
zur Mittelebene des Gehäuses liegen, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn die
untere Seite des Düsenschenkels von dessen vorderer Endfläche bis zum Griffschenkel
durchgehend annähernd eben ausgebildet ist. Dadurch erstreckt sich die vordere Standfläche
über die gesamte Breite des Düsenschenkels und es ergibt sich eine besonders breite
Standabstützung.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die vordere Standfläche durch Außenflächen
von zwei das Gehäuse bildenden und im wesentlichen jeweils auf einer Seite von dessen
Mittelebene liegenden Gehäuseschalen gebildet, so daß jede Gehäuseschale etwa die
Hälfte der vorderen Standfläche aufweist. Vorzugsweise greifen die beiden Gehäuseschalen
unmittelbar benachbart zur Standfläche mit federnden Rastgliedern und/oder mit Zentriergliedern
formschlüssig ineinander, so daß ein sehr sicherer Halt und eine genaue Ausrichtung
der Gehäuseschalen im Bereich der vorderen Standfläche gewährleistet ist und deren
Form durch Relativbewegungen der Gehäuseschalen zueinander auch bei Einwirkung größerer
Kräfte z. B. im rauhen Werkstattbetrieb nicht verändert werden kann. Trotzdem lassen
sich die beiden Gehäuseschalen schraub- und nietlos leicht montieren, da die zum Beispiel
einteilig mit den Gehäuseschalen ausgebildeten Rastglieder hierzu lediglich nach Art
einer Klippverbindung durch Zusammendrücken der Gehäuseschalen in Eingriff miteinander
gebracht werden müssen. Solche Rastglieder sowie Zentrierglieder können auch in anderen
Bereichen des Gehäuses, beispielsweise im Übergangsbereich zwischen den beiden Schenkeln
und im Bereich des freien Endes des Griffschenkels vorgesehen sein, so daß die beiden
Gehäuseschalen ausschließlich durch sie sicher aneinander gehalten sind und außer
den beiden einteiligen Gehäuseschalen keinerlei weitere Teile das Gehäuse bilden.
[0013] Zur weiteren Verbesserung der Kühlcharakteristik sind zur Innenseite des Gehäuses
trichterartig verengte Eintrittsöffnungen an beiden etwa parallelen Seitenflächen
des Düsenschenkels und an dessen vorderer Endfläche unterhalb der Düse vorgesehen,
wobei vorzugsweise die vorderste Austrittsöffnung hinter der hintersten Eintrittsöffnung
liegt. Dadurch ergibt sich bei abgestellter Heißklebepistole eine für eine intensive
Kühlung besonders günstige Kaminwirkung, die noch dadurch erhöht werden kann, daß
der Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen größer als derjenige der Eintrittsöffnungen
ist.
[0014] Um insbesondere im hinteren Bereich, in welchem vom hinteren Ende des Düsenschenkels
her der stangenförmige Klebstoff zugeführt wird, eine besonders gute Kühlung zu erreichen,
liegt die hinterste Austrittsöffnung unmittelbar benachbart zur hinteren Endfläche
des Düsenschenkels. Zur intensiveren Kühlung der Heizvorrichtung im vorderen Bereich
bei abgestellter Heißklebepistole liegt demgegenüber die vorderste seitliche Eintrittsöffnung
unmittelbar benachbart zur vorderen Endfläche des Düsenschenkels.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung reicht jede Austrittsöffnung schlitzartig
von einer Seitenfläche des Düsenschenkels im wesentlichen ununterbrochen über dessen
Oberseite bis zur anderen Seitenfläche, wobei vorzugsweise die unteren Enden der Austrittsöffnungen
bei horizontaler Ausrichtung des Düsenschenkels etwa in Höhe der oberen Enden der
Eintrittsöffnungen liegen, so daß die Heizvorrichtung über ihre gesamte Mantelfläche
gleichmäßig von Kühlluft umspült wird.
[0016] Damit der Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen bei kompakter Bauweise des Gehäuses
möglichst groß gewählt werden kann und trotzdem eine versehentliche Berührung der
Heizvorrichtung von der Außenseite her durch die jeweilige Austrittsöffnung ausgeschlossen
ist, ist die jeweilige Austrittsöffnung von einem Profilansatz des Gehäuses begrenzt,
welcher einen die Heizvorrichtung nach außen abdeckenden, innerhalb des Gehäuses liegenden
und an die Außenkontur der Heizvorrichtung angepaßten Profilsteg aufweist, wobei der
Profilansatz mit dem jeweils enachbarten Profilansatz die Auslaßöffnung derart nutartig
begrenzt, daß sie zum Innenraum des Gehäuses ausschließlich an einer Seitenfläche,
insbesondere an der zur Düse näher liegenden Seitenfläche offen ist. Dadurch wird
auch eine weitere Verbesserung der Führung der Kühlluft im Gehäuse erreicht.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung liegt die Heizvorrichtung näher bei der Oberseite
als bei der Unterseite des Düsenschenkels, wodurch einerseits ein verbesserter Zutritt
der Kühlluft zum Gehäuse und andererseits eine Lage der Klebstoffdüse sehr nahe an
der Oberseite des Gehäuses erreicht wird, was insbesondere bei Arbeiten an schwer
zugänglichen Stellen zweckmäßig ist.
[0018] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine Heißklebepistole in Seitenansicht und Standstellung,
Figur 2 die Heißklebepistole nach Fig. 1 bei abgenommener rechter Gehäuseschale,
Figur 3 die Gehäuseschale nach Fig. 2 in vergrößerter Innenansicht,
Figur 4 die Gehäuseschale nach Fig. 3 in Vorderansicht,
Figur 5 bis 8 Schnitte V-V, VI-VI, VII-VII, VIII-VIII in Fig. 3,
Figur 9 beide Gehäuseschalen in Draufsicht, wobei die obere Gehäuseschale nach der
Linie IX-IX.in Fig. 3 und die untere Gehäuseschale nach der Linie IX-IX in Fig. 14
geschnitten ist,
Figur 10 bis 13 Schnitte X-X, XI-XI, XII-XII, XIII-XIII in Fig. 3,
Figur 14 die rechte Gehäuseschale in einer Darstellung entsprechend Fig. 3,
Figur 15 bis 20 Schnitte XV-XV, XVI-XVI, XVII-XVII, XVIII-XVIII, XIX-XIX, XX-XX in
Fig. 14,
Figur 21 den Heizkörper mit Klebstofführung gemäß Fig. 2 im Längsschnitt,
Figur 22 den Heizkörper nach Fig. 21 in Ansicht von links,
Figur 23 die Klebstofführung gemäß Fig. 21 in Ansicht von rechts,
Figur 24 eine Lötspitze als Mundstück in Seitenansicht,
Figur 25 ein Schneidmesser zum Schneiden von Leichtschaumplatten in Draufsicht,
Figur 26 das Schneidmesser nach Fig. 25 in Seitenansicht.
[0019] Nach den Fig. 1 und 2 weist das Handwerkzeug ein stumpfwinklig winkelförmiges Gehäuse
1 aus Kunststoff auf, dessen einer Schenkel als Düsenschenkel 2 und dessen anderer
Schenkel als pistolengriffartiger Griffschenkel 3 ausgebildet ist. In dem Düsenschenkel
2, der im wesentlichen genau gleich lang wie der Griffschenkel 3 ist, ist ein Heizkörper
4 für Klebstoff derart angeordnet, daß die Mittelachse 5 eines Klebstoffkanales annähernd
parallel zur Längsachse des Düsenschenkels 2 und in der Längsmittelebene 6 (Fig. 9)
des Gehäuses 1 liegt. Der Heizkörper 4 trägt am vorderen Ende eine nach außen über
das vordere Ende des Düsenschenkels 2 vorstehende Klebstoffdüse 7, deren Mittelachse
mit der Mittelachse 5 zusammenfällt. Auf das hintere, innerhalb des Düsenschenkels
2 liegende Ende des Heizkörpers 4 ist eine rohrförmige Klebstoff-Führung 8 aus einem
weichelastischen Werkstoff aufgesetzt, deren Mittelachse mit der Mittelachse 5 zusammenfällt
und deren hinteres Ende aus dem Düsenschenkel 2 derart herausgeführt ist, daß sie
über dessen hintere Endfläche 9 geringfügig vorsteht. Der Heizkörper 4 weist im unteren
Bereich ein PTC-Heizelement auf, dessen elektrische Zuleitungen an das eine Klemmenpaar
einer etwa in der Mitte der Länge des Griffschenkels 3 liegenden Lüsterklemme angeschlossen
sind. An das andere Klemmenpaar dieser Lüsterklemme 10 ist ein Netzkabei 11 angeschlossen,
das unter Zwischenschaltung eines z. B. durch eine Gummitülle gebildeten Knickschutzes
12 aus dem freien Ende des Griffschenkels 3 nach außen geführt ist und an seinem äußeren
Ende einen Stecker zum Anschluß der Heißklebepistole an das elektrische Stromnetz
aufweist.
[0020] Die beiden unter einem Winkel von mehr als 100°, insbesondere etwa 113°, zueinander
stehenden Gehäuseschenkel weisen jeweils ein Standglied 13 bzw. 14 auf, deren Standflächen
15, 16 eine Standebene 17 aufspannen, die rechtwinklig zur Mittelebene 6 des Gehäuses
1 sowie annäherend rechtwinklig zur Winkelhalbierenden zwischen den beiden Gehäuseschenkeln
liegt. Die Standglieder 13, 14 sind einteilig mit dem Gehäuse 1 bzw. mit dessen beiden
Gehäuseschalen ausgebildet. Das hintere Standglied 13 liegt im Übergangsbereich zwischen
der vorderen, mit vier übereinanderliegenden Fingermulden versehenen Längsfläche 18
und dem daran anschließenden Abschnitt 20 der unteren Endfläche des Griffschenkels
3. Dieser ebene Abschnitt 20 der Endfläche 19 liegt unter einem sich zum hinteren
Ende des Knickschutzes 12 öffnenden Winkel von etwa 35° zur Standebene 17 und geht
unmittelbar in einen zweiten Abschnitt 21 der Endfläche 19 über, welcher im Abstand
von der Standebene 17 und rechtwinklig zu dieser liegt. Durch diesen ebenfalls ebenen
Abschnitt 21 ist der Knickschutz 12 aus dem Gehäuse 1 derart herausgeführt, daß seine
Mittelachse 22 genau rechtwinklig zu Abschnitt 21 und damit parallel zur Standebene
17 liegt. Dadurch weist die Mittelachse 22 im Bereich des hinteren Endes 23 des Knickschutzes
12 gleichen Abstand von der Standebene 17 wie im Bereich des gehäuseseitigen Endes
24 des Knickschutzes 12 auf ; es ist aber auch denkbar, die in der Mittelebene 6 des
Gehäuses 1 liegende Mittelachse 22 so zu legen, daß sie mit der Standebene 17 einen
sich zum hinteren Ende 23 des Knickschutzes 12 öffnenden Winkel von wenigen Grad einschließt.
Die gegenüber den Flächenabschnitten 20, 21 flächenkleinere hintere Standlfäche15
schließt über eine gerade Kante unmittelbar an die unterste Fingermulde des Griffschenkels
3 an und ist annähernd rechteckförmig begrenzt, so daß sich eine streifenförmig ebene
Standfläche 15 ergibt.
[0021] Das vordere Standglied 14 ist demgegenüber durch die vordere untere Eckzone des Düsenschenkels
2 gebildet, welche durch dessen Seitenflächen, die über seine ganze Länge durchgehend
ebene Unterseite 25 und den zugehörigen ebenen Abschnitt der vorderen Endfläche 26
des Düsenschenkels 2 begrenzt ist. Die Unterseite 25 und der an diese anschließende
Abschnitt der vorderen Endfläche 26 gehen in Seitenansicht gemäß (Fig. 1) über eine
abgerundete Kante ineinander über, welche die vordere, linienförmige Standfläche (16)
bildet, wobei die Winkelhalbierende zwischen der Unterseite 25 und dem zugehörigen
Abschnitt der Endfläche 26 rechtwinklig zur Standebene 17 steht. Durch die beschriebene
Ausbildung steht die Heißklebepistole gemäß Fig. 1 sehr sicher, wobei die Klebstoffdüse
7 mit Abstand oberhalb der Standebene 17 endet.
[0022] Die vordere Endfläche 26 des Düsenschenkels 2 weist einen zweiten, zur Mittelachse
5 rechtwinkligen ebenen Abschnitt 27 auf, der in die Oberseite 28 des Düsenschenkels
2 übergeht und welcher von der Klebstoffdüse 7 durchsetzt wird. Dieser Flächenabschnitt
27 ist wesentlich kleiner als der an die vordere Standfläche 16 anschließende Abschnitt
der vorderen Endfläche 26.
[0023] Wie auch Fig. 10 zeigt, sind in beiden spiegelsymmetrisch zueinander stehenden und
etwa über die untere Hälfte ihrer Höhe ebenen sowie zur Mittelebene 6 parallelen Seitenwänden
29 des Düsenschenkels jeweils mehrere, im dargestellten Ausführungsbeispiel vier schlitzförmige
Eintrittsöffnungen 30 bis 32 vorgesehen. Jede der untereinander gleich ausgebildeten
Eintrittsöffnungen erstreckt sich quer zur Längsrichtung des Düsenschenkels 2, zu
welcher ihre Längskanten einen sich nach unten öffnenden Winkel von geringfügig weniger
als 90° einschließen. Die zueinander parallelen und in einer Reihe hintereinander
vorgesehenen Eintrittsöffnungen 30 bis 32, deren untere Schmalkanten und deren obere
Schmalkanten jeweils auf einer gemeinsamen Geraden liegen, reichen bis wenige Millimeter
an die Unterseite 25 des Düsenschenkels und nahezu bis zur Mitte von dessen Höhe.
Jede Eintrittsöffnung ist zur Außenseite des Gehäuses dadurch trichterartig erweitert,
daß ihre näher beim hinteren Ende des Düsenschenkels 2 liegende Längskante mit einer
schrägen Anphasung 33 versehen ist, welche etwa bis zur Hälfte der Dicke der Seitenwand
29 reicht und nahezu so breit wie der zur Gehäuseinnenseite benachbarte schmalere
Teil der Eintrittsöffnung ist. Die beiden vordersten Eintrittsöffnungen 30 sind unmittelbar
benachbart zu dem an die Standfläche 16 anschließenden Abschnitt der vorderen Endfläche
26 vorgesehen, der in Seitenansicht gemäßt Fig. 1 parallel zu den Längskanten der
Eintrittsöffnungen liegt. Die hinterste Eintrittsöffnung 32 liegt etwa im Bereich
der Hälfte der Länge der Unterseite 25 des Düsenschenkels 2. In dem an die Standfläche
16 anschließenden Abschnitt der vorderen Endfläche 26 des Düsenschenkels 2 sind zwei
weitere, übereinanderliegende Eintrittsöffnungen 34 vorgesehen, welche symmetrisch
zur Mittelebene 6 liegen und ebenfalls durch Anphasung an ihren unteren Längskanten
im Querschnitt trichterartig ausgebildet sind.
[0024] Der oberer Bereich des Düsenschenkels 2 ist in Vorderansicht etwa um die Mittelachse
5 nahezu halbkreisförmig gekrümmt, derart, daß dieser gekrümmte Bereich mit Abstand
oberhalb der Mitte der Höhe des Düsenschenkels 2 liegt. Im oberen Bereich weist der
Düsenschenkel 2 Austrittsöffnungen 35 bis 38 auf, die ununterbrochen über die Oberseite
28 des Düsenschenkels 2 durchgehen und bis in die ebenen Bereiche der Seitenwände
29 des Düsenschenkels 2 reichen. Die untereinander im wesentlichen gleich ausgebildeten
Austrittsöffnungen sind in einer Reihe hintereinander angeordnet, wobei ihre unteren
Enden 39 auf einer zur Längsrichtung des Düsenschenkels 2 parallelen Geraden hat,
auf welcher die oberen Schmalkanten der Eintrittsöffnungen 30-32 liegen.
[0025] Der Abstand zwischen benachbarten Austrittsöffnungen entspricht wie bei den Eintrittsöffnungen
etwa der Breite einer Austrittsöffnung. Die vorderste Austrittsöffnung 35 liegt -
bezogen auf die Längsrichtung des Düsenschenkels 2 - mit einem Abstand hinter den
hintersten Eintrittsöffnungen 32, welcher etwa dem Zweieinhalbfachen des Abstandes
benachbarter Ein- bzw. Austrittsöffnungen entspricht. Die hinterste Austrittsöffnung
38 ist unmittelbar benachbart zur hinteren Endfläche 9 des Düsenschenkels 2 vorgesehen.
Der Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen 35 bis 38 ist größer als der Gesamtquerschnitt
der Eintrittsöffnungen 30 bis 32, 34, so daß sich eine günstige Kaminwirkung ergibt.
Ist die Heißklebepistole gemäß Fig. 1 abgestellt, so liegen die beiden hintersten
Eintrittsöffnungen 32 etwa lotrecht unterhalb des Scheitels der vordersten Austrittsöffnung
35. Bis auf die mittlere Austrittsöffnung 37 sind die übrigen Austrittsöffnungen 35,
36, 38 jeweils durch eine rechtecknutförmige Vertiefung des Gehäuses gebildet, welche
durch einen in das Gehäuseinnere ragenden, im Querschnitt winkelförmigen Profilansatz
40 begrenzt ist, dessen mantelförmiger Profilsteg 41 im Querschnitt zum vorderen Ende
des Düsenschenkels 2 frei ausragt und schuppenartig bis zum anschließenden Gehäuseabschnitt
reicht. Dadurch ist jede Nut an ihrer zum vorderen Ende des Düsenschenkels 2 näher
liegenden Seitenfläche 42 zum Innenraum des Gehäuses offen. Die Profilstege 41 der
beiden vorderen Austrittsöffnungen 35, 36 decken das Gehäuse der Heizvorrichtung 4
nach außen ab, während die Profilstege 41 der beiden hinteren Austrittsöffnungen 36,
38 die Klebstoff-Führung 8 nach außen abdecken. Im Bereich der mitterleren Austrittsöffnung
37 ist kein Profilsteg vorgesehen, da hier dessen Funktion von einem zylindrischen
Anschlußbund der Klebstoff-Führung 8 gebildet ist, mit welchem diese Klebstoff-Führung
8 durch Aufstecken an der Heizvorrichtung 4 befestigt ist.
[0026] Die hintere Längskante 43 des Griffschenkels 3 ist in Seitenansicht gemäß Figur 1
geradlinig und geht etwa in Höhe der Unterseite 25 des Düsenschenkels 2 über einen
schräg nach vorne geneigten Abschnitt in die gegenüber ihr vorversetzte hintere Endfläche
9 des Düsenschenkels 2 über, so daß von der beim Arbeiten die Heißklebepistole haltenden
Hand der Daumenballen auch dann in Anlage an der hinteren Längsseite 43 des Griffschenkels
3 gehalten werden kann, wenn mit dem Daumen Klebstoffstangen von hinten durch die
Klebstoff-Führung 8 in die Heizvorrichtung 4 nachgeschoben werden. Die hintere Längsseite
43 des Griffschenkels 3 ist in Längsansicht ebenfalls annähernd halbkreisförmig gekrümmt.
[0027] Wie insbesondere Figur 9 zeigt, besteht das Gehäuse 1 im wesentlichen aus zwei annähernd
spiegelsymmetrischen und in ihren die Gehäuseaußenwände bildenden Abschnitten gleichen
Gehäuseschalen 44, 45, die in Figur 9 in auseinandergenommenem Zustand dargestellt
sind. Die Teilungsebene der beiden Gehäuseschalen 44, 45 fällt mit der Mittelebene
6 zusammen, in welcher die ebenen Stoßflächen der Gehäuseschalen liegen. Über diese
Stoßflächen ragen lediglich komplimentäre Rastglieder, Zentrierglieder und Halteglieder
für die Lüsterklemme 10 vor. Zur formschlüssigen Verbindung der beiden Gehäuseschalen
weist jede Gehäuseschale drei hakenförmige, einteilig mit ihr ausgebildete Rastglieder
46 bis 48 bzw. 49 bis 51 auf, wobei jeweils zwei Rastglieder beider Gehäuseschalen
ein Rastgliedpaar bilden. Die jeweils der Seitenwand der zugehörigen Gehäuseschale
44 bzw. 45 zugekehrten Hakenflächen 52 der Rastglieder liegen etwa in der Mittelebene
6 und nahezu parallel zu dieser. Werden die beiden Gehäuseschalen 44, 45 zusammengesetzt
und gegeneinander gedrückt, so werden hierbei die Rastglieder durch entsprechend aneinander
gleitende Schrägflächen federnd zurückgedrückt, bis sie federnd in ihre Normallage
zurückspringen, in welcher die Hakeneingriffsflächen 52 jedes Paares in Deckung zueinander
liegen. Die beiden Rastglieder 46, 49 des einen Paares liegen unmittelbar benachbart
zur Standfläche 16 und sind mit dem an diese anschließenden Wandabschnitt integriert,
welcher den unteren Abschnitt der vorderen Endfläche 26 des Gehäuses 1 bildet. Die
beiden Rastglieder 47, 50 des zweiten Paares liegen im Übergangsbereich zwischen den
beiden Schenkeln des Gehäuses 1. Schließlich liegen die beiden Rastglieder 48, 51
des dritten Paares unmittelbar benachbart zur hinteren Stanfläche 15 in dem Griffschenkel
3. Im Bereich der an die jeweilige Hakeneingriffsfläche 52 zur zugehörigen Seitenwand
anschließenden Fläche jedes Rastgliedes weist die jeweilige Seitenwand der zugehörigen
Gehäuseschale 44 bzw. 45 einen fensterartigen Durchbruch 53 auf, durch welchen mit
Hilfe eines geeigneten Werkzeuges, wie eines Schraubenziehers, die Rastverbindung
durch seitliches Wegdrücken des jeweiligen Rastgliedes gelöst werden kann. Im Bereich
der Rastglieder 46, 49 am vorderen Ende des Düsenschenkels 2 sind diese Öffnungen
durch die beiden vordersten Eintrittsöffnungen 30 gebildet. Im Bereich derjenigen
Druchbrüche 53, welche im Übergang der beiden Gehäuseschenkel liegen, sind an den
Seitenflächen des Gehäuses flache Vertiefungen 54 vorgesehen, in welche nach Montage
der Heißklebepistole Plomben eingesetzt werden, welche diese Durchbrüche 53 verdecken,
so daß ein unbefugtes Öffnen des Gehäuses nachträglich anhand beschädigter bzw. entfernter
Plomben festgestellt werden kann. Diese Plomben können zum Beispiel in einfacher Weise
durch in die Vertiefungen 54 eingeklebte Typenschilder oder dergleichen gebildet sein.
[0028] Zur genauen Ausrichtung der beiden Gehäuseschalen 44, 45 zueinander weist jede Gehäuseschale
benachbart zu jedem Rastglied ein Zentrierglied 55 bis 57 bzw. 59 bis 61 auf. Die
Zentrierglieder 55 bis 57 in der linken Gehäuseschale 44 bilden jeweils eine Zentrieröffnung,
während die Zentrierglieder 59 bis 61 in der rechten Gehäuseschale komplementäre Zentrierbolzen
bilden, welche im wesentlichen spielfrei in die Zentrieröffnungen passen, so daß auch
hierbei jeweils zwei Zentrierglieder beider Gehäuseschalen ein Paar bilden. Das am
vorderen Ende des Düsenschenkels 2 befindliche Paar von Zentriergliedern 55, 59 befindet
sich an der Innenseite der die Unterseite 25 des Düsenschenkels 2 bildenden Gehäusewand
unmittelbar benachbart zur vorderen Standfläche 16. Jeweils ein Paar von Zentriergliedern
56, 60 bzw. 57, 61 ist benachbart zu den beiden anderen Paaren von Rastgliedern 47,
50 bzw. 48, 51 vorgesehen. Ein weiteres Paar von Zentriergliedern 58, 62 befindet
sich an der Innenseite der die Oberseite 28 des Düsenschenkels 2 bildenden Gehäusewand
unmittelbar vor der vordersten Austrittsöffnung 35.
[0029] Zur Aufnahme der Heizvorrichtung 4 weisen die beiden Gehäuseschalen 44, 45 an den
Innenseiten ihrer Seitenwände 29 jeweils zwei hintereinander liegende vorstehende
stiftförmige Distanzhalter 63 auf, von denen der vordere zwischen zwei benachbarten
Eintrittsöffnungen 31 und der hinterer etwa in Höhe der vordersten Austrittsöffnung
35 liegt, so daß eine direkte Berührung des Gehäuses durch die Heizvorrichtung 4 im
wesentlichen nur über diese Distanzhalter 63 erfolgt und die Durchlaßquerschnitte
für die Kühlluft genau vorbestimmt sind. Im Bereich der mittleren Austrittsöffnung
37 weist jede Gehäuseschale 44 bzw. 45 ferner einen nach innen vorstehenden Lagerflansch
64 auf, in welche der auf das hintere Ende der Heizvorrichtung 4 aufgesteckte Bund
der aus weichelastischem Werkstoff bestehenden Klebstoff-Führung 8 eingreift, so daß
die Heizvorrichtung 4 in diesem Bereich gedämpft gelagert ist. Die Heizvorrichtung
4 liegt, wie Figur 2 zeigt, näher bei der Oberseite 28 als bei der Unterseite 25 des
Düsenschenkels 2, so daß die freien Querschnitte im unteren Bereich des Düsenschenkels
2 größer als in dessen oberen Bereich sind.
[0030] Für die lageunveränderliche Aufnahme der Lüsterklemme 10 weist die linke Gehäuseschale
44 zwei über ihre Innenseite vorstehende Steckstege 65 auf, welche in entsprechende
Nuten der Lüsterklemme 10 eingreifen. Die rechte Gehäuseschale 45 weist an ihrer Innenseite
einen Niederhalter 66 auf, welcher bei zusammengesetztem Gehäuse die Lüsterklemme
10 in ihrer Lage sichert.
[0031] Benachbart zur hinteren Längsseite 43 und zum Abschnitt 21 der Endfläche 19 ist im
Griffschenkel 3 eine Zugentlastung 67 für das Netzkabei 11 vorgesehen. Diese Zugentlastung
ist durch über die Innenseite der linken Gehäuseschale 44 vorstehende Stege 68 gemäß
Figur 12 gebildet, welche dem Kabeldurchmesser entsprechende Ausschnitte aufweisen,
in welche das zur Lüsterklemme 10 benachbarte Ende des Netzkabels 11 so einzulegen
ist, daß es gemäß Figur 2 einen mehrfach stark gekrümmten Verlauf nimmt. In diesen
Ausschnitten wird das Netzkabel 11 durch ein Gegenglied 69 gehalten, welches an der
Innenseite der anderen Gehäuseschale 45 vorgesehen ist.
[0032] Wie die Figuren (21 und 22) zeigen, weist der Heizkörper 4 ein Metallgehäuse 70 auf,
das eine in der Mittelachse 5 liegende, zum vorderen Ende konisch verengte Durchgangsbohrung
71 enthält, welche am vorderen Ende mit einem Innengewinde 72 zur auswechselbaren
Befestigung der Klebstoffdüse 7 versehen ist. In den Figuren 1 und 2 ist die längste,
für die Heißklebepistole vorgesehene Klebstoffdüse dargestellt. Es ist auch denkbar,
kürzere Klebstoffdüsen einzusetzen. Unterhalb des Durchgangskanals 71 ist in dem Gehäuse
70 eine am vorderen Ende geschlossene Sacklochbohrung 73 vorgesehen, in welcher das
nicht näher dargestellte Heizelement liegt. Am hinteren Ende weist das Gehäuse 70
einen zum Durchgangskanal 71 konzentrischen Ringbund 74 auf, auf dem der flanschartige
hintere Bund 75, der eine entsprechende Ringnut aufweist, so aufgesetzt ist, daß er
den Ringbund 74 am Außenmantel und am Innenmantel abdeckt. Der Bund 75 liegt mit seiner
unteren geraden Außenkante auf den Lagerflanschen 64 auf. In der rohrförmigen Klebstoff-Führung
8 ist eine im Querschnitt sägezahnförmige vorstehende Ringlippe 76 vorgesehen, welche
die Klebstoff-Führung 8 gegen ein Zurückfließen von geschmolzenem Klebstoff bei eingesetzter
fester Klebstoffstange abdichtet.
[0033] Statt der Klebstoffdüsen 7 können auch die in Figur 23 dargestellte Lötspitze 107
bzw. das Schneidmesser 207 gemäß Figur 24 in das Gewindeende der Durchgangsbohrung
71 eingeschraubt werden, was die Durchführung von Lötarbeiten sowie das Zerschneiden
von z. B. Leichtschaumplatten ermöglicht. Um einen möglichst intensiven Wärmeübergang
von dem fest in der Sackbohrung 73 des Heizkörpers 4 auf die Lötspitze 107 bzw. das
Schneidmesser 207 zu erzielen, ragen beide Werkzeuge 107 und 207 mit einem relativ
langen Gewindeansatz 108, 208 tief in die Durchgangsbohrung 71 hinein. Zur Durchführung
weiterer Bearbeitungsvorgänge können auch noch andere Werkzeuge verwendet werden.
So kann ein anderes Mundstück einen Dorn zum Einschmelzen von Löchern in Kunststoffplatten
aufweisen.
[0034] Das in Figur 1 dargestellte Handwerkzeug weist eine Temperaturanzeige 78 in Form
eines Farbpunkts auf, an dessen Farbe die Betriebstemperatur des Mundstückes von außen
leicht erkennbar ist. Auf diese Weise läßt sich sofort erkennen, wann die Heißklebepistole
bzw. Lötpistole betriebsbereit ist.
1. Pistolenförmiges Handwerkzeug mit einem winkelförmigen Gehäuse (1), dessen im unteren
Bereich mit Eintrittsöffnungen (30-32, 34) und im oberen Bereich mit Austrittsöffnungen
(35-38) für Kühlluft versehener Schenkel einen an seinem freien Ende ein Mundstück
(Düse) (7, 107, 207) tragenden elektrischen Heizkörper (4) aufnimmt und aus dessen
Griffschenkel (3) am freien Ende eine elektrische Netzleitung mit einem Knickschutz
(12) herausgeführt ist, wobei am Griffschenkel (3) eine hintere Standfläche (15) ausgebildet
ist, die zusammen mit einem Standglied (14) am vorderen Ende des Düsenschenkels (2)
eine Standebene (17) aufspannt, welche etwa rechtwinklig zur Mittelebene des Gehäuses
(1) im Abstand vom Mundstückende sowie vom Knickschutz (12) liegt und in Seitenansicht
mit der Mittelachse des Mundstückes einen spitzen Winkel einschließt, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) das vordere Standglied (14) einteilig mit dem Gehäuse (1) ausgebildet ist,
b) die Eintrittsöffnungen (30-32, 34) an beiden, etwa parallelen Seitenflächen (29)
des Düsenschenkels (2) und an dessen vorderer Endfläche (26) unterhalb des Mundstückes
(7, 107, 207). angeordnet sind,
c) der Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen (35-38) größer ist als derjenige der
Eintrittsöffnungen (30-32), und
d) das Mundstück (7, 107, 207), über einen tief in die Durchgangsbohrung (71) des
Heizkörpers (4) hineinreichenden Gewindeansatz (108, 208) auswechselbar am Heizkörper
(4) befestigt ist.
2. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Standfläche
(16) durch eine gerade Übergangskante zwischen der Endfläche (26) und der Unterseite
(25) des Düsenschenkels (2) gebildet ist.
3. Handwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Endfläche
(26) und die Unterseite (25) des Düsenschenkels (2) wenigstens in ihren zur vorderen
Standfläche (16) benachbarten Bereichen eben sind und rechtwinkelig zur Mittelebene
(6) des Gehäuses (1) liegen.
4. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
vordere Standfläche (16) durch Außenflächen von zwei Gehäuseschalen (44, 45) gebildet
ist, die vorzugsweise benachbart zur Standfläche (16) mit federnden Rastgliedern (46,
49) und/oder mit Zentriergliedern (55, 59) formschlüssig ineinandergreifen.
5. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eintrittsöffnungen (30-32, 34) zur Innenseite des Gehäuses (1) trichterartig verengt
sind und daß die vorderste Austrittsöffnung (35) hinter der hintersten Eintrittsöffnung
(32) liegt.
6. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
hinterste Austrittsöffnung (38) unmittelbar benachbart zur hinteren Endfläche (9)
des Düsenschenkels (2) und die vorderste seitliche Eintrittsöffnung (30) unmittelbar
benachbart zur vorderen Endfläche (26) des Düsenschenkels (2) liegen.
7. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Austrittsöffnung (35-38) schlitzartig von einer Seitenfläche (29) des Düsenschenkels
(2) ununterbrochen über dessen Oberseite (28) bis zur anderen Seitenfläche (29) reicht
und daß vorzugsweise die unteren Enden (39) der Austrittsöffnungen (35-38) etwa in
Höhe der oberen Enden der Eintrittsöffnungen (30-32) liegen.
8. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
jeweilige Austrittsöffnung (35, 36, 38) von einem Profilansatz (40) des Gehäuses (1)
begrenzt ist, welcher einen die Heizvorrichtung (4) nach außen abdeckenden, innerhalb
des Gehäuses liegenden Profilsteg (41) aufweist und mit dem jeweils benachbarten Profilansatz
(40) die Auslaßöffnung (35, 36, 38) derart nutartig begrenzt, daß sie zum Innenraum
des Gehäuses (1) an einer Seitenfläche (42), insbesondere an der zum Mundstück (7,
107, 207) näher liegenden Seitenfläche (42), offen ist.
9. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Heizvorrichtung (4) näher bei der Obserseite (28) als bei der Unterseite (25) des
Düsenschenkels (2) liegt.
10. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im
Gehäuse (1) eine Anzeige (78) für die Betriebstemperatur des Mundstückes (7) angeordnet
ist.
11. Handwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturanzeige
ein Farbpunkt (78) ist, dessen Farbe sich bei Erreichen bestimmter Betriebstemperaturen
ändert.
12. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auswechselbare Mundstück
als Klebstoffdüse (7) ausgebildet ist.
13. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auswechselbare Mundstück
als Lötspitze (107) ausgebildet ist.
14. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auswechselbare Mundstück
als Schneidmesser (207) ausgebildet ist.
1. Pistol-type hand tool with an angular casing (1), whose member provided in the
lower region with inlets (30-32, 34) and in the upper region with outlets (35-38)
for cooling air recieves at its free end an electrical heater (4) carrying a mouthpiece
(nozzle) (7, 107, 207) and from whose grip member (3) passes at the free end an electrical
supply line with an anti-kink device (12), whereby on the grip member (3) is formed
a rear base surface (15) which, together with a base member (14) on the front end
of the nozzle member (2) fixes a datum plane (17), which is approximately at right
angles to the median plane of casing (1) at a distance from the mouthpiece end, as
well as from the anti-kink device (12) and in side view forms an acute angle with
the median axis of the mouthpiece, characterized in that
a) the front base member (14) is constructed in one part with the casing (1),
b) the inlets (30-32, 34) are arranged on both, approximately parallel side faces
(29) of the nozzle member (2) and on its front end face (26) below the mouthpiece
(7, 107, 207),
c) the overall cross-section of the outlets (35-38) is larger than that of the inlets
(30-32), and,
d) the mouthpiece (7, 107, 207) is interchangeably fixed to the heater (4) by means
of a threaded lug (108, 208) extending deep into the through-hole (71) of heater (4).
2. Hand tool according to claim 1, characterized in that the front base surface (16)
is formed by a straight transition edge between the end face (26) and the underside
(25) of the nozzle member (2).
3. Hand tool according to claims 1 or 2, characterized in that the front end face
(26) and the underside (25) of nozzle member (2) are planar at least in their regions
adjacent to the front base surface (16) and are at right angles to the median plane
(6) of casing (1).
4. Hand tool according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the front
base surface (16) is formed by outer faces of two casing shells (44, 45), which preferably
engage into one another in a positive manner with resilient locking members (46, 49)
and/or with centering members (55, 59) adjacent to the base surface (16).
5. Hand tool according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the inlets
(30-32, 34) taper in funnel-shaped manner towards the inside of casing (1) and that
the foremost outlet (35) is behind the rearmost inlet (32).
6. Hand tool according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the rearmost
outlet (38) is directly adjacent to the rear end face (9) of nozzle member (2) and
the foremost lateral inlet (30) is directly adjacent to the front end face (26) of
nozzle member (2).
7. Hand tool according to one of the claims 1 to 6, characterized in that each outlet
(35-38) extends slot-like and in an uninterrupted manner from one lateral face (29)
of nozzle member (2) via its top surface (28) to the other lateral face (29) and that
preferably the lower ends (39) of outlets (35-38) are approximately level with the
upper ends of inlets (30-32).
8. Hand tool according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the particular
outlet (35, 36, 38) is bounded by a profile shoulder (40) of casing (1) having a profile
web (41) located within the casing and outwardly covering the heater (4) and with
the in each case adjacent profile shoulder (40) bounds the outlet (35, 36, 38) in
slot-like manner in such a way that it is open towards the inner area of casing (1)
on one lateral face (42), particularly the lateral face (42) closer to mouthpiece
(7, 107, 207).
9. Hand tool according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the heater
(4) is closer to the top surface (28) than to the bottom surface (25) of nozzle member
(2).
10. Hand tool according to one of the claims 1 to 9, characterized in that an indicator
(78) for the operating temperature of mouthpiece (7) is provided in casing (1).
11. Hand tool according to claim 10, characterized in that the temperature indicator
is a colour point (78) whose colour changes on reaching given operating temperatures.
12. Hand tool according to claim 1, characterized in that the interchangeable mouthpiece
is constructed as an adhesive nozzle (7).
13. Hand tool according to claim 1, characterized in that the interchangeable mouthpiece
is constructed as a soldering tip (107).
14. Hand tool according to claim 1, characterized in taht the interchangeable mouthpiece
is constructed as a cutting blade (207).
1. Outil en forme de pistolet comportant un boîtier (1) en forme coudée dont la branche,
qui est munie d'ouvertures d'entrée (30-32, 34) pour l'air de refroidissement dans
sa partie inférieure et d'ouvertures de sortie (35-38) pour l'air de refroidissement
dans sa partie supérieure, loge un corps de chauffe électrique (4) portant sur son
extrémité libre une embouchure (buse) (7, 107, 207), et hors de la branche formant
poignée (3) duquel ressort, au niveau de l'extrémité libre de cette branche, un fil
de raccordement au réseau électrique comportant un dispositif (12) de protection contre
le pliage, et dans lequel sur la branche formant poignée (3) se trouve ménagée une
surface arrière d'appui (15) qui détermine, avec un organe d'appui (14) situé sur
l'extrémité avant de la branche (2) comportant la buse, un plan de support (17) qui
est approximativement perpendiculaire au plan médian du boîtier (1), en étant distant
à la fois de l'extrémité de l'embouchure et du dispositif (12) de protection contre
le pliage et fait, selon une vue en élévation latérale, un angle aigu avec l'axe médian
de l'embouchure, caractérisé par le fait que :
a) l'organe d'appui avant (14) est réalisé d'un seul tenant avec le boîtier (1),
b) les ouvertures d'entrée (30-32, 34) sont ménagées sur les deux surfaces latérales
(29), approximativement parallèles, de la branche (2) portant la buse et sur la surface
d'extrémité avant (26) de cette branche, au-dessous de l'embouchure (7, 107, 207),
c) la section transversale totale des ouvertures de sortie (35-38) est supérieure
à celle des ouvertures d'entrée (30-32), et
d) l'embouchure (7, 107, 207) est fixée d'une manière interchangeable sur le corps
de chauffe (7) par l'intermédiaire d'un embout fileté (108, 208) qui s'étend à l'intérieur
du taraudage (71) du corps de chauffe (7).
2. Outil suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la surface d'appui
avant (16) est formée par un bord rectiligne de jonction entre la surface d'extrémité
(26) et la face comportant (25) la branche (2) inférieure à la buse.
3. Outil suivant là revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la surface d'extrémité
avant (26) et la face inférieure (25) de la branche (2) comportant la buse sont planes
au moins dans leurs zones voisines de la surface d'appui avant (16) et sont perpendiculaires
au plan médian (6) du boîtier (1).
4. Outil suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la surface
d'appui avant (16) est formée par des surfaces extérieures de deux coques (44, 45)
du boîtier, qui s'enclenchent l'une dans l'autre selon une liaison par formes complémentaires,
de préférence au voisinage de la surface d'appui (16), au moyen d'organes d'encliquetage
élastiques (46, 49) et/ou d'organes de centrage (55, 59).
5. Outil suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les ouvertures
d'entrée (30-32, 34) se rétrécissent en forme d'entonnoirs en direction de la face
intérieure du boîtier (1) et que l'ouverture de sortie (35) située la plus en avant
est disposée en arrière de l'ouverture (30) d'entrée (32) la plus en arrière.
6. Outil suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'ouverture
de sortie (38) la plus en arrière est située au voisinage direct de la surface d'extrémité
arrière (9) de la branche (2) comportant la buse et que l'ouverture d'entrée latérale
(30) la plus en avant est située au voisinage direct de la surface d'extrémité avant
(26) de la branche (2) comportant la buse.
7. Outil suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que chaque
ouverture de sortie (35-38) s'étend à la manière d'une fente depuis une surface latérale
(29) de la branche (2) comportant la buse, d'une manière interrompue sur la face supérieure
(28) de cette branche, jusqu'à l'autre surface latérale (29) et que de préférence
les extrémités inférieures (39) des ouvertures de sortie (35-38) sont situées approximativement
à la hauteur des extrémités supérieures des ouvertures d'entrée (30-32).
8. Outil suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que l'ouverture
de sortie respective (35, 36, 38) est limitée par un embout saillant profilé (40)
du boîtier (1), qui comporte une barrette profilée (41) recouvrant vers l'extérieur
le dispositif de chauffe (4) et est située à l'intérieur du boîtier et limite à la
manière d'une gorge, avec l'embout saillant profilé (40) respectivement voisin, l'ouverture
de sortie (35, 36, 38) de telle sorte que cette ouverture est ouverte en direction
de l'espace intérieur du boîtier (1) au niveau d'une surface latérale (42), notamment
au niveau de la surface latérale (42) qui est la plus proche de l'embout (7, 107,
207).
9. Outil suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que le dispositif
de chauffe (4) est plus rapproché de la face supérieure (28) que de la face inférieure
(25) de la branche (2) comportant la buse.
10. Outil suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'un dispositif
(78) d'affichage de la température de fonctionnement de l'embout (7) est disposé dans
le boîtier (1).
11. Outil suivant la revendication 10, caractérisé par le fait que le dispositif d'affichage
de la température est un point coloré (78), dont la couleur varie lorsque des températures
déterminées de fonctionnement sont atteintes.
12. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que l'embout interchangeable
est réalisé sous la forme d'une buse à colle (7).
13. Outil suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que l'embout interchangeable
est réalisé sous la forme d'une buse de soudage (107).
14. Outil suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que l'embout interchangeable
est réalisé sous la forme d'un couteau (207).